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Dokumentenidentifikation DE69711580T2 26.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0851006
Titel Zusammensetzungen organischer Pigmente
Anmelder Bayer Corp., Pittsburgh, Pa., US
Erfinder Badejo, Ibraheem T., North Charleston, US;
Britanak, John F., Summerville, US;
Campos, Margot, Charleston, US;
Rice, Daphne J., Charleston, US;
Nugara, Niran, Shelton, US
Vertreter Zobel, M., Dipl.-Chem. Dr., Pat.-Anw., 51061 Köln
DE-Aktenzeichen 69711580
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.1997
EP-Aktenzeichen 971225016
EP-Offenlegungsdatum 01.07.1998
EP date of grant 03.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.2002
IPC-Hauptklasse C09B 67/22
IPC-Nebenklasse C09B 48/00   C09B 47/16   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Pigmentzusammensetzungen, die durch die Behandlung organischer Pigmente mit N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten, die hervorragende Pigment- und verbesserte rheologische Eigenschaften verleihen, erhalten werden.

Die zur Herstellung von bekannten organischen Pigmenten eingesetzte Chemie ist gewöhnlich unkompliziert. Normalerweise sind die anfänglich gebildeten Rohverbindungen jedoch zur Verwendung als Pigmente ungeeignet, und sie müssen einem oder mehreren zusätzlichen Nachbearbeitungsschritten unterzogen werden, um die Teilchengröße, die Teilchenform oder die Kristallstruktur zu modifizieren, wodurch eine geeignete Pigmentqualität, geeignete rheologische Eigenschaften und eine geeignete Dispergierbarkeit erhalten werden.

Verfahren zur Verbesserung von rheologischen Eigenschaften sind bekannt. Zum Beispiel können Pigmente mit verschiedenen Additiven wie Sulfonsäure- und Sulfonamidderivaten verschiedener Pigmente behandelt werden, siehe z. B. die U.S.-Patente 3 418 322, 3 446 641, 4 088 507, 4 310 359 und 5 368 641 und die britischen Patente 1 544 839 und 2 009 205.

EP-A-508 704 offenbart Pigmentzusammensetzungen mit einem hervorragenden Fließverhalten, die ein Pigment und ein Phthalocyaninderivat enthalten.

Andere Pigmentderivate sind ebenfalls zur Verwendung als Pigmentadditive offenbart worden. Zum Beispiel werden im U.S.-Patent 5 334 727 Pyrazolylmethylchinacridonderivate beschrieben. Dieses Patent schlägt jedoch nicht die Einführung einer Amidofunktionalität zwischen dem Pyrazolring und der Methylgruppe, ein kritisches Merkmal der vorliegenden Erfindung, vor. Substituierte Benzamidomethylchinacridone und strukturell verwandte Phthalimidomethyl- und Sulfobenzimidomethylchinacridone sind in den U.S.-Patenten 3 635 981, 4 197 404, 4 256 507, 4 439 240, 4 455 173, 4 478 968, 4 541 872, 4 844 742, 4 895 949, 5 194 088, 5 264 032, 5 286 863, 5 424 429, 5 453 151 und 5 457 203 beschrieben. Diese Patente offenbaren jedoch Verbindungen, in denen Amidocarbonylgruppen an Benzolringe an Ringkohlenstoffatomen gebunden sind, und sie schlagen keine Verbindungen vor, in denen eine Amidocarbonylgruppe an ein Ringkohlenstoffatom gebunden ist, was ein weiteres kritisches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist.

Es ist jetzt überraschend gefunden worden, dass Pigmentzusammensetzungen mit einer hervorragenden Pigmentqualität und hervorragenden rheologischen Eigenschaften durch die Behandlung von organischen Pigmenten mit bestimmten Pigmentderivaten, die einen oder mehrere Heteroarylamidomethylsubstituenten tragen, in denen die Carbonylfunktion einer jeden verbindenden Amidomethylgruppe an einem Ringstickstoffatom einer stickstoffhaltigen heteroaromatischen Gruppe gebunden ist, erhalten werden können.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Pigmentzusammensetzungen, die ein organisches Pigment umfassen, das mit etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf das organische Pigment, eines Derivats eines N- Heteroarylamidomethyl-Pigments (vorzugsweise eines Derivats eines Pyrazolylamidomethyl-Pigments) der Formel

behandelt wird, wobei

Q einen organischen Pigmentrest darstellt, der aus der aus Chinacridonen, Perylenen (insbesondere den Imiden, Diimiden, Anhydriden und/oder Dianhydriden von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure), Dioxazinen (d. h. Triphendioxazinen), 1,4-Diketopyrrolopyrrolen, Anthrapyrimidinen, Anthanthronen, Flavanthronen, Indanthronen, Isoindolinen, Isoindolinonen, Perinonen, Pyranthronen, Thioindigos, 4,4'-Diamino-1,1'-dianthrachinonyl, Azoverbindungen und substituierten Derivaten davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist. Geeignete Derivate schließen diejenigen ein, die einen oder mehrere, für solche Pigmente typische Substituenten aufweisen, wie ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy, C&sub6;-C&sub1;&sub0;- Aryl, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy, Hydroxy, ein Halogen, Nitril, Carboxyl oder Amide davon, Sulfonylgruppen (wie ein Alkyl und Arylsulfonyl oder Sulfoxyl und Amide davon) oder Kombinationen davon. Geeignete Derivate des Pigmentrests Q können natürlich diejenigen einschließen, in denen Ringstickstoffatome durch chemisch sinnvolle Gruppen wie ein Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder ein Aralkyl substituiert sind.

NHet eine stickstoffhaltige, heteroaromatische Gruppe darstellt, die an ein Ringstickstoffatom der Carbonylfunktion der verbindenden Amidomethylgruppe, -CH&sub2;-NH-CO-, gebunden ist, und

n 1 bis 4 ist.

Diese Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung solcher Pigmentzusammensetzungen bei der Pigmentierung von Lacken, Kunststoffen, Fasern, Druckfarben und Tonern.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Chinacridonpigmente sind besonders geeignete organische Pigmente. Chinacridone (wobei die hier verwendeten unsubstituiertes Chinacridon, Chinacridonderivate und feste Lösungen davon umfassen) können durch jedes der im Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt werden, werden aber vorzugsweise durch den thermischen Ringschluss verschiedener 2,5-Dianilinoterephthalsäure-Vorstufen in Gegenwart von Polyphosphorsäure hergestellt, siehe z. B. S. S. Labana und L. L. Labana, "Quinacridones" in Chemical Review, 67, 1-18 (1967) und die U.S.-Patente 3 157 659, 3 256 285, 3 257 405 und 3 317 539. Geeignete Chinacridonpigmente können unsubstituiert oder substituiert sein (zum Beispiel mit einem oder mehreren Alkylen, Alkoxys, Halogenen wie Chlor oder anderen, für Chinacridonpigmenten typischen Substituenten).

Metallphthalocyanin-Pigmente sind ebenfalls geeignete organische Pigmente. Obwohl Kupferphthalocyanine bevorzugt sind, können andere metallhaltige Phthalocyaninpigmente wie diejenigen auf der Grundlage von Zink, Kobalt, Eisen, Nickel und anderen solchen Metallen ebenfalls verwendet werden. Geeignete Phthalocyaninpigmente können unsubstituiert oder teilweise substituiert sein (zum Beispiel mit einem oder mehreren Alkylen, Alkoxy, Halogenen wie Chlor oder anderen Substituenten, die für Phthalocyaninpigmente typisch sind). Rohe Phthalocyanine können durch jedes von mehreren, im Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt werden, werden aber vorzugsweise durch eine Reaktion von Phthalsäureanhydrid, Phthalonitril oder Derivaten davon mit einem Metalldonor, einem Stickstoffdonor (wie Harnstoff oder Phthalonitril selbst) und einem optionalen Katalysator vorzugsweise in einem organischen Lösungsmittel hergestellt, siehe z. B. W. Herbst und K. Hunger, Industrial Organic Pigments (New York: VCH Publishers, Inc., 1993), S. 418-427, H. Zollinger, Color Chemistry (VCH Verlagsgesellschaft, 1973), S. 101-104, und N. M. Bigelow und M. A. Perkins, "Phthalocyanine Pigments" in The Chemistry of Synthetic Dyes and Pigments, Hrsg. H. A. Lubs (Malabar, Florida: Robert E. Krieger Publishing Company, 1955), S. 584-587; siehe auch die U.S.-Patente 4 158 572, 4 257 951 und 5 175 282 und das britische Patent 1 502 884.

Die organischen Pigmente können erfindungsgemäß behandelt werden, zum Beispiel durch das Mischen von organischen Pigmenten mit N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten in einer starken Mineralsäure, durch das Nass- oder Trockenmischen von rohen oder fertigen organischen Pigmenten mit N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten oder durch die Zugabe von N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten während der Synthese der Pigmente. Es ist auch möglich, organische Pigmente durch das Konditionieren in Gegenwart von N- Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten zu behandeln. Kombinationen solcher Methoden sind auch geeignet.

Geeignete N-Heteroamidomethyl-Pigmentderivate sind Verbindungen mit der Formel (I)

wobei Q einen organischen Pigmentrest darstellt, NHet eine stickstoffhaltige, heteroaromatische Gruppe darstellt, die an ein Ringstickstoffatom der Carbonylfunktion der verbindenden Amidomethyl-Gruppe (d. h. -CH&sub2;-NH-CO-) gebunden ist, und n 1 bis 4 ist. Bevorzugte N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate sind diejenigen, die eine oder zwei (vorzugsweise eine) am Pigmentrest Q gebundene N-Heteroarylamidomethylgruppen enthalten.

Der Pigmentrest Q kann im wesentlichen aus jeder Klasse organischer Pigmente einschließlich Chinacridonen, Phthalocyaninen, Perylenen (insbesondere Imiden, Diimiden, Anhydriden und/oder Dianhydriden von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure), Dioxazinen (d. h. Triphendioxazinen), 1,4-Diketopyrrolopyrrolen, Anthrapyrimidinen, Anthanthronen, Flavanthronen, Indanthronen, Isoindolinen, Isoindolinonen, Perinonen, Pyranthronen, Thioindigos, 4,4'-Diamino-1,1'- dianthrachinonyl oder Azoverbindungen sowie substituierten Derivaten davon stammen. Geeignete Derivate umfassen diejenigen mit einem oder mehreren Substituenten, die typisch für solche Pigmente sind, wie ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;- Alkoxy, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy, C&sub7;-C&sub1;&sub6;- Aralkyl, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy, Hydroxy, Halogen, Nitril, Carboxyl oder Amide davon, Sulfonylgruppen (wie Alkyl- und Arylsulfonyl oder Sulfoxyl und Amide davon) oder Kombinationen davon. Geeignete Derivate des Pigmentrests Q können natürlich diejenigen einschließen, in denen die Ringstickstoffatome durch chemisch sinnvolle Gruppen wie Alkyl, Cycloalkyl, Aryl oder ein Aralkyl substituiert sind. Es ist oft wünschenswert, N-Heteroalkylamidomethyl-Pigmentderivate zu verwenden, bei denen der Pigmentrest Q derselbe Pigmenttyp wie das behandelte organische Pigment ist. Es kann jedoch oft wünschenswert sein, N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate zu verwenden, bei denen der Pigmentrest Q ein Pigmenttyp ist, der vom behandelten organischen Pigment verschieden ist. Bevorzugte Pigmentderivate sind diejenigen, die von Chinacridonen, Phthalocyaninen und Perylenen stammen.

Geeignete heteroaromatische NHet-Gruppen sind stickstoffhaltige aromatische Spezies, bei denen das Ringstickstoffatom, das an die verbindende Amidomethylgruppe gebunden ist, nicht quaternär (d. h. vierwertig) sein kann. Bevorzugte stickstoffhaltige, heteroaromatische NHet-Gruppen umfassen Pyrrolyl-, Imidazolyl und Pyrazolylgruppen oder Derivate davon, bei denen ein oder mehrere Ringkohlenstoffatome durch ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy, Hydroxy, Halogen, Nitril, Carboxyl oder Amide davon, Sulfonylgruppen (wie Alkyl- und Arylsulfonyl oder Sulfoxyl und Amide davon) oder Kombinationen davon substituiert sind.

Der hier verwendete Begriff "C&sub1;-C&sub6;-Alkyl" bezieht sich auf geradkettige oder verzweigtkettige aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele für ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl sind Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl und die isomeren Formen davon. Der Begriff "C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy" bezieht sich auf geradkettige oder verzweigtkettige Alkyloxygruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele für ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy sind Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentyloxy, Hexyloxy und die isomeren Formen davon. Der Begriff "C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl" bezieht sich auf cycloaliphatische Kohlenwasserstoffgruppen mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen. Beispiele für das C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl. Der Begriff "C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy" bezieht sich auf Cycloalkyloxygruppen mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen. Beispiele für das C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy sind Cyclopentyloxy, Cyclohexyloxy und Cycloheptyloxy. Der Begriff "C&sub6;- C&sub1;&sub0;-Aryl" bezieht sich auf Phenyl und 1- oder 2-Naphthyl sowie Phenyl- und Naphthylgruppen, die durch ein hier definiertes Alkyl, Alkoxy, Halogen, Cyano substituiert sind. Der Begriff "C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy" bezieht sich auf Phenoxy und 1- oder 2-Naphthoxy, wobei der Arylteil gegebenenfalls so substituiert sein kann, wie es oben für "Aryl" beschrieben wurde. Der Begriff "C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl" bezieht sich auf ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, das so durch ein C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl substituiert ist, dass die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome 7 bis 16 beträgt. Beispiele für das C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl sind Benzyl, Phenethyl und Naphthylmethyl. Der Begriff "C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy" bezieht sich auf ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, das durch ein C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl so substituiert ist, dass die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome 7 bis 16 beträgt. Ein Beispiel für das C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy ist Benzyloxy. Beispiele für ein Halogen sind Fluor, Chlor, Brom und Iod. Eine besonders bevorzugte heteroaromatische NHet-Gruppe ist die 3,5- Dimethylpyrazolylgruppe, die an die verbindende Amidomethylgruppe am Stickstoff 1 gebunden ist.

Geeignete, aber weniger bevorzugte heteroaromatische NHet-Gruppen umfassen polyaromatische Pyrrolyl-, Imidazolyl- oder Pyrazolylderivate, in denen ein oder zwei Paare benachbarter Ring-Kohlenstoffatome mit aromatischen Ringen (wie Benzol oder heteroaromatischen Analogen davon) kondensiert sind, die ihrerseits wie oben beschrieben ringsubstituiert sein können oder die weniger bevorzugt ein oder mehrere aus O, S und N ausgewählte Ringheteroatome enthalten können. Beispiele für solche geeigneten polyaromatischen NHet-Gruppen umfassen Indolyl und Isoindolyl (d. h. Benzoderivate von Pyrrol), Carbazolyl (d. h. ein Dibenzoderivat von Pyrrol), Indazolyl und Benzimidazolyl sowie ringsubstituierte Derivate davon.

Erfindungsgemäß verwendete N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate können durch bekannte Verfahren, zum Beispiel durch das Kondensieren des zu derivatisierenden Pigments mit einer Mischung aus einem N-Heteroarylcarboxamid (wie Pyrazolyl-1-Carboxamid) oder einem Derivat davon mit Formaldehyd oder einem funktionellen Äquivalent (wie der polymeren Form Paraformaldehyd oder einer Formaldehyd erzeugenden Verbindung wie Trioxan) oder mit einem entsprechenden N-Methylolderivat eines N-Heteroarylcarboxamids in Gegenwart eines Dehydratisierungsmittels bei einer Temperatur von etwa 0 bis etwa 200ºC hergestellt werden. Geeignete Dehydratisierungsmittel umfassen Schwefelsäure, Oleum, Polyphosphorsäure, organische Säuren oder deren Anhydride und Mischungen davon. Oleum ist ein besonders bevorzugtes Kondensierungsmittel, insbesondere für die weniger reaktiven Pigmente. Der Grad der Substitution durch ein N-Heteroarylamidomethyl am Pigmentmolekül kann durch verschiedene Faktoren wie die Menge an N-Heteroarylcarboxamid, die Reaktionstemperatur und die Dauer der Reaktion beeinflusst werden. Die resultierenden N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate können durch die Zugabe der Reaktionsmischung zu einer Flüssigkeit, in der das Pigmentderivat vollständig oder fast vollständig unlöslich ist, vorzugsweise Wasser oder Methanol oder andere niedere aliphatische Alkohole (wie Ethanol, Propanol oder Butanol) sowie Mischungen davon isoliert werden. Es kann auch vorteilhaft sein, verschiedene Additive wie Tenside zur Flüssigkeit zu geben. Die Pigmentderivate werden dann isoliert (zum Beispiel durch Filtration oder andere bekannte Verfahren) und gewaschen, bis sie frei von restlicher Säure sind.

Besonders bevorzugte N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate zur erfindungsgemäßen Verwendung bei der Behandlung von Pigmenten umfassen

(a) Pyrazolylamidomethylchinacridone mit der Formel (II)

wobei R ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder ein Amid davon) ist, das an einen Chinacridonring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und r 0 bis 9 (vorzugsweise 0 bis 4, noch mehr bevorzugt 0 bis 2 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Chinacridonring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist;

(b) Pyrazolylamidomethylkupferphthalocyanine mit der Formel (III)

wobei

CuPc einen Kupferphthalocyanin-Rest darstellt; jedes R unabhängig ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder ein Amid davon) ist, das an ein Phthalocyaninring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und s 0 bis 15 (vorzugsweise 0 bis 8, noch mehr bevorzugt 0 bis 4 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Kupferphthalocyaninring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist, und

c) Pyrazolylamidomethylperylene mit der Formel (IV)

wobei jedes R unabhängig ein Halogen, Carboxamido oder Sulfonamido darstellt, das an ein Perylenring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und t 0 bis 7 (vorzugsweise 0 bis 4 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Perylenring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist.

Die Formeln (II), (III) und (IV) sollen keine speziellen Stellen für die R-Gruppen und Pyrazolylamidomethylgruppen angeben, sondern stattdessen angeben, dass solche Gruppen sich in chemisch vernünftigen Positionen an einem jeden Pigmentrest befinden.

Diese Erfindung betrifft weiterhin Pigmentzusammensetzungen, die ein organisches Pigment umfassen, das mit etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf das organische Pigment, eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats (vorzugsweise ein Pyrazolylamidomethyl-Pigmentderivat) mit der Formel (I)

behandelt wird, wobei

Q einen organischen Pigmentrest darstellt,

NHet ein Pyrrolyl, Imidazolyl oder Derivate davon oder eine 3,5-Dimethylpyrazolylgruppe darstellt, die an ein Ringstickstoffatom der Carbonylfunktion der verbindenden Amidomethylgruppe, -CH&sub2;-NH-CO-, gebunden ist, und

n 1 bis 4 ist.

Geeignete organische Pigmente, die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung behandelt werden können, umfassen Chinacridon-, Phthalocyanin- und Perylenpigmente sowie andere bekannte organische Pigmente. Mischungen solcher Pigmente einschließlich fester Lösungen sind ebenfalls geeignet.

Chinacridonpigmente sind besonders geeignete organische Pigmente. Chinacridone (wobei die hier verwendeten unsubstituiertes Chinacridon, Chinacridonderivate und feste Lösungen davon umfassen) können durch jedes beliebige, im Fachgebiet bekannte Verfahren hergestellt werden, werden aber vorzugsweise durch den thermischen Ringschluss verschiedener 2,5-Dianilinoterephthalsäure- Vorstufen in Gegenwart von Polyphosphorsäure hergestellt, siehe z. B. S. S. Labana und L. L. Labana, "Quinacridones" in Chemical Review, 67, 1-18 (1967) und die U.S.-Patente 3 157 659, 3 256 285, 3 257 405 und 3 317 539. Geeignete Chinacridonpigmente können unsubstituiert oder substituiert sein (zum Beispiel mit einem oder mehreren Alkylen, Alkoxys, Halogenen wie Chlor oder anderen, für Chinacridonpigmenten typischen Substituenten).

Metallphthalocyaninpigmente sind ebenfalls geeignete organische Pigmente. Obwohl Kupferphthalocyanine bevorzugt sind, können andere metallhaltige Phthalocyaninpigmente wie diejenigen auf der Grundlage von Zink, Kobalt, Eisen, Nickel und anderen solchen Metallen ebenfalls verwendet werden. Geeignete Phthalocyaninpigmente können unsubstituiert oder teilweise (zum Beispiel durch ein oder mehrere Alkyle, Alkoxy, Halogene wie Chlor, oder andere Substituenten, die für Phthalocyaninpigmente typisch sind) substituiert sein. Rohe Phthalocyanine können durch mehrere im Fachgebiet bekannte Verfahren hergestellt werden, werden vorzugsweise jedoch durch eine Reaktion von Phthalsäureanhydrid, Phthalonitril oder Derivate davon mit einem Metalldonor, einem Stickstoffdonor (wie Harnstoff oder dem Phthalonitril selbst) und einen optionalen Katalysator vorzugsweise in einem organischen Lösungsmittel hergestellt, siehe z. B. W. Herbst und K. Hunger, Industrial Organic Pigments (New York: VCH Publishers, Inc., 1993), S. 418-427, H. Zollinger, Color Chemistry (VCH Verlagsgesellschaft, 1973), S. 101-104, und N. M. Bigelow und M. A. Perkins, "Phthalocyanine Pigments" in The Chemistry of Synthetic Dyes and Pigments, Hrsg. H. A. Lubs (Malabar, Florida: Robert E. Krieger Publishing Company, 1955), S. 584-587; siehe auch die U.S.-Patente 4 158 572, 4 257 951 und 5 175 282 und das britische Patent 1 502 884.

Perylene, insbesondere die Diimide und Dianhydride von Perylen-3,4,9,10-tetracarbonsäure, sind ebenfalls geeignete organische Pigmente. Geeignete Perylenpigmente können unsubstituiert oder substituiert sein (zum Beispiel durch ein oder mehrere Alkyle, Alkoxys, Halogene wie Chlor oder andere Substituenten, die für Perylenpigmente typisch sind), einschließlich derjenigen, die an Imid- Stickstoffatomen durch chemisch vernünftige Gruppen wie Alkyl substituiert sind. Rohe Perylene können durch im Fachgebiet bekannte Verfahren hergestellt werden, siehe z. B. W. Herbst und K. Hunger, Industrial Organic Pigments (New York: VCH Publishers, Inc., 1993), S. 9 und 467-475, H. Zollinger, Color Chemistry (VCH Verlagsgesellschaft, 1973), S. 227-228 und 297-298, und M. A. Perkins, "Pyridines and Pyridones" in The Chemistry of Synthetic Dyes and Pigments, Hrsg. H. A. Lubs (Malabar, Florida: Robert E. Krieger Publishing Company, 1955), S. 481-482.

Andere geeignete organische Pigmente umfassen Dioxazine (d. h. Triphendioxazine), 1,4-Diketopyrrolopyrrole, Anthrapyrimidine, Anthanthrone, Flavanthrone, Indanthrone, Isoindoline, Isoindolinone, Perinone, Pyranthrone, Thioindigos, 4,4'- Diamino-1,1'-dianthrachinonyl und Azoverbindungen sowie substituierte Derivate.

Die organischen Pigmente können gemäß der Erfindung beispielsweise durch das Vermischen von rohen organischen Pigmenten mit N-Heteroarylamidomethyl- Pigmentderivaten in einer starken Mineralsäure, durch das Nass- oder Trockenvermischen von rohen oder fertigen organischen Pigmenten mit N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten oder durch die Zugabe von N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten während der Pigmentsynthese behandelt werden. Es ist auch möglich, organische Pigmente durch Konditionierung in Gegenwart von N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivaten zu behandeln. Kombinationen solcher Methoden sind ebenfalls geeignet.

Bevorzugte stickstoffhaltige heteroaromatische NHet-Gruppen sind Pyrrolyl-, Imidazolyl- und Pyrazolylgruppen oder Derivate davon, bei denen ein oder mehrere Ring-Kohlenstoffatome durch ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl, C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl, C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl, C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy, Hydroxy, ein Halogen, Nitril, Carboxyl oder Amide davon, Sulfonylgruppen (wie ein Alkyl und Arylsulfonyl oder Sulfoxyl und Amide davon) oder Kombinationen davon substituiert sind.

Der hier verwendete Begriff "C&sub1;-C&sub6;-Alkyl" bezieht sich auf geradkettige oder verzweigtkettige aliphatische Kohlenwasserstoffgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele für ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl sind Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl und die isomeren Formen davon. Der Begriff "C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy" bezieht sich auf geradkettige oder verzweigtkettige Alkyloxygruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Beispiele für ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy sind Methoxy, Ethoxy, Propoxy, Butoxy, Pentyloxy, Hexyloxy und die isomeren Formen davon. Der Begriff "C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl" bezieht sich auf cycloaliphatische Kohlenwasserstoffgruppen mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen. Beispiele für das C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkyl sind Cyclopentyl, Cyclohexyl und Cycloheptyl. Der Begriff "C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy" bezieht sich auf Cycloalkyloxygruppen mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen. Beispiele für das C&sub5;-C&sub7;-Cycloalkoxy sind Cyclopentyloxy, Cyclohexyloxy und Cycloheptyloxy. Der Begriff "C&sub6;-C&sub1;&sub0;- Aryl" bezieht sich auf Phenyl und 1- oder 2-Naphthyl sowie Phenyl- und Naphthylgruppen, die durch ein hier definiertes Alkyl, Alkoxy, Halogen, Cyano substituiert sind. Der Begriff "C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryloxy" bezieht sich auf Phenoxy und 1- oder 2-Naphthoxy, wobei der Arylteil gegebenenfalls so substituiert sein kann, wie es oben für "Aryl" beschrieben wurde. Der Begriff "C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl" bezieht sich auf ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, das durch ein C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl so substituiert ist, dass die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome 7 bis 16 beträgt. Beispiele für das C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkyl sind Benzyl, Phenethyl und Naphthylmethyl. Der Begriff "C&sub7;-C&sub1;&sub6;-Aralkoxy" bezieht sich auf ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, das durch ein C&sub6;-C&sub1;&sub0;-Aryl so substituiert ist, dass die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome 7 bis 16 beträgt. Ein Beispiel für das C&sub7;-C&sub1;&sub6;- Aralkoxy ist Benzyloxy. Beispiele für ein Halogen sind Fluor, Chlor, Brom und Iod. Eine besonders bevorzugte heteroaromatische NHet-Gruppe ist die 3,5-Dimethylpyrazolylgruppe, die an die verbindende Amidomethylgruppe am Stickstoff 1 gebunden ist.

Geeignete, aber gewöhnlich weniger bevorzugte heteroaromatische NHet- Gruppen umfassen polyaromatische Pyrrolyl-, Imidazolyl- oder Pyrazolylderivate, in denen ein oder zwei Paare benachbarter Ring-Kohlenstoffatome mit aromatischen Ringen (wie Benzol oder heteroaromatischen Analogen davon) kondensiert sind, die ihrerseits wie oben beschrieben ringsubstituiert sein können oder die weniger bevorzugt ein oder mehrere aus O, S und N ausgewählte Ringatome enthalten können. Beispiele für solche geeigneten polyaromatischen NHet- Gruppen umfassen Indolyl und Isoindolyl (d. h. Benzoderivate von Pyrrol), Carbazolyl (d. h. ein Dibenzoderivat von Pyrrol), Indazolyl und Benzimidazolyl sowie ringsubstituierte Derivate davon.

Erfindungsgemäß verwendete N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate können durch bekannte Verfahren, zum Beispiel durch das Kondensieren des zu derivatisierenden Pigments mit einer Mischung aus einem N-Heteroarylcarboxamid (wie Pyrazolyl-1-Carboxamid) oder einem Derivat davon mit Formaldehyd oder einem funktionellen Equivalent (wie der polymeren Form Paraformaldehyd oder einer Formaldehyd erzeugenden Verbindung wie Trioxan) oder mit einem entsprechenden N-Methylolderivat eines N-Heteroarylcarboxamids in Gegenwart eines Dehydratisierungsmittels bei einer Temperatur von etwa 0 bis etwa 200ºC hergestellt werden. Geeignete Dehydratisierungsmittel umfassen Schwefelsäure, Oleum, Polyphosphorsäure, organische Säuren oder deren Anhydride und Mischungen davon. Oleum ist ein besonders bevorzugtes Kondensierungsmittel, insbesondere für die weniger reaktiven Pigmente. Der Grad der Substitution durch ein N-Heteroarylamidomethyl am Pigmentmolekül kann durch verschiedene Faktoren wie die Menge an N-Heteroarylcarboxamid, die Reaktionstemperatur und die Dauer der Reaktion beeinflusst werden. Die resultierenden N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate können durch die Zugabe der Reaktionsmischung zu einer Flüssigkeit, in der das Pigmentderivat vollständig oder fast vollständig unlöslich ist, vorzugsweise Wasser oder Methanol oder andere niedere aliphatische Alkohole (wie Ethanol, Propanol oder Butanol) sowie Mischungen davon, isoliert werden. Es kann auch vorteilhaft sein, verschiedene Additive wie Tenside zur Flüssigkeit zu geben. Die Pigmentderivate werden dann isoliert (zum Beispiel durch Filtration oder andere bekannte Verfahren) und gewaschen, bis sie frei von restlicher Säure sind.

Besonders bevorzugte N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivate zur erfindungsgemäßen Verwendung bei der Behandlung von Pigmenten umfassen

(a) Pyrazolylamidomethylchinacridone mit der Formel (II)

wobei R ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder ein Amid davon) ist, das an einen Chinacridonring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und r 0 bis 9 (vorzugsweise 0 bis 4, noch mehr bevorzugt 0 bis 2 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Chinacridonring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist;

(b) Pyrazolylamidomethylkupferphthalocyanine mit der Formel (III)

wobei

CuPc einen Kupferphthalocyanin-Rest darstellt; jedes R unabhängig ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder ein Amid davon) ist, das an ein Phthalocyaninring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und s 0 bis 15 (vorzugsweise 0 bis 8, noch mehr bevorzugt 0 bis 4 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Kupferphthalocyaninring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist, und

c) Pyrazolylamidomethylperylene mit der Formel (IV)

wobei jedes R unabhängig ein Halogen, Carboxamido oder Sulfonamido darstellt, das an ein Perylenring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 (vorzugsweise 1 oder 2) ist und t 0 bis 7 (vorzugsweise 0 bis 4 und am meisten bevorzugt 0 ist, wobei ein Wert von 0 bedeutet, dass der Perylenring nicht durch R-Gruppen substituiert ist) ist.

Die Formeln (II), (III) und (IV) sollen keine speziellen Stellen für die R-Gruppen und Pyrazolylamidomethylgruppen angeben, sondern stattdessen angeben, dass solche Gruppen sich in chemisch vernünftigen Positionen an einem jeden Pigmentrest befinden.

Wenn Schwefelsäure oder Oleum zur Herstellung der N-Heteroarylamidomethyl- Pigmentderivate der endgültigen Pigmentzusammensetzungen verwendet wird, kann der Pigmentrest sulfoniert werden. Solche sulfonierten Derivate können als freie Säure, ein Ammoniumsalz oder Metallsalz (einschließlich beispielsweise Alkalimetallsalzen wie denjenigen von Natrium oder Kalium, Erdalkalimetallsalzen wie denjenigen von Calcium oder Barium und Salzen von Metallen der III. Gruppe wie denjenigen von Aluminium) isoliert werden.

Bei einem zweiten bevorzugten Verfahren wird ein organisches Pigment mit einem geeigneten N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivat mittels nasser oder trockener Mischvarianten vermischt. Die Trockenmischvariante umfasst (a) das Trockenvermischen eines organischen Pigments mit etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf das organische Pigment, eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats der Formel (I) und (b) das Sammeln der Pigmentzusammensetzung. Die Nassmischvariante umfasst (a) die Behandlung eines organischen Pigments mit (1) etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf das organische Pigment, eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats der Formel (I) und (2) etwa 5 bis etwa 20 Gew.-% (vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-%), bezogen auf das organische Pigment, einer Flüssigkeit, in der das organische Pigment im wesentlichen unlöslich ist, wodurch eine Suspension der behandelten Pigmentzusammensetzung in der Flüssigkeit gebildet wird, und (b) das Sammeln der Pigmentzusammensetzung. Die zum Nassvermischen verwendete Flüssigkeit ist eine Flüssigkeit, in der das organische Pigment im wesentlichen unlöslich ist, vorzugsweise Wasser, ein mit Wasser mischbares Lösungsmittel wie Methanol oder andere niedere aliphatische Alkohole, oder Mischungen davon. Es ist bevorzugt, dass das N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivat wenigstens teilweise in der Flüssigkeit unlöslich ist. Geeignete Flüssigkeiten umfassen Wasser und/oder mit Wasser mischbare organische Flüssigkeiten einschließlich beispielsweise niederer aliphatischer Alkohole wie Methanol, Ketone und Ketoalkohole wie Aceton, Methylethylketon und Diacetonalkohol; Amide wie Dimethylformamid und Dimethylacetamid; Ether wie Tetrahydrofuran und Dioxan; Alkylenglycole und Triole wie Ethylenglycol und Glycerin, und andere solche im Fachgebiet bekannten organischen Flüssigkeiten. Andere organische Flüssigkeiten können verwendet werden, sind gewöhnlich aber weniger bevorzugt. Die Temperatur, bei der das Nassvermischen durchgeführt wird, ist normalerweise nicht kritisch, wird gewöhnlich aber zwischen etwa 5ºC und etwa 60ºC (vorzugsweise unterhalb des Siedepunkts der Flüssigkeit) gehalten.

Bei einem dritten bevorzugten Verfahren, das zur Herstellung von Chinacridon- Pigmentzusammensetzungen besonders brauchbar ist, wird ein geeignetes N- Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivat während oder sogar vor der Synthese des behandelten organischen Pigments so zugegeben, dass die Reaktion und die Behandlungsverfahren in situ wenigstens teilweise während der Bildung des organischen Pigments erfolgen können. Zum Beispiel umfasst bei der Herstellung von Chinacridonpigmenten ein bevorzugtes präparatives Verfahren (a) das Erwärmen bei einer Temperatur von etwa 80ºC bis etwa 145ºC (vorzugsweise 100ºC bis 130ºC) einer Reaktionsmischung, umfassend (i) 2,5-Dianilinoterephthalsäure, 2,5-Dianilino-6,13-dihydroterephthalsäure, 2,5-Dianilino-3,6-dioxo- 1,4-cyclohexadien-1,4-dicarbonsäure oder ein Derivat davon mit einem oder mehreren Substituenten an wenigstens einem Anilinring, ein Salz oder einen Ester der Säure oder ein Derivat davon oder eine Mischung davon, (ii) etwa 0,1 bis 15 Gew.-% (vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf Komponente (a) (i), eines geeigneten N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats, (iii) etwa 3 bis etwa 20 Gew.-Teile (vorzugsweise 3 bis 10 Gew.-Teile) pro Teil der Komponente (a) (i) eines Dehydratisierungsmittels (vorzugsweise Polyphosphorsäure), mit der Maßgabe, dass, wenn entweder Komponente (a) (i) oder Komponente (a) (ii) eine 2,5-Dianilino-6,13-dihydroterephthalsäure oder ein Derivat davon ist, der Reaktionsschritt (a) zusätzlich einen Oxidationsschritt umfasst (in dem die anfänglich gebildete Dihydrochinacridon-Zwischenstufe zum entsprechenden Chinacridon umwandelt wird); (b) das Quenchen der Reaktionsmischung von Stufe (a) durch die Zugabe der Reaktionsmischung zu etwa 3 bis etwa 15 Gew.- Teilen (vorzugsweise 5 bis 10 Gew.-Teilen) pro Teil der Komponente (a) (i) einer Flüssigkeit, in der das Chinacridonpigment im wesentlichen unlöslich ist, und (c) die Isolierung des Chinacridonpigments.

Jedes der obigen Verfahren kann in Gegenwart eines oder mehrerer, im Fachgebiet bekannter Pigmentderivate, insbesondere Sulfonsäure- und Sulfonamidderivaten, durchgeführt werden.

Unabhängig davon, welches der obigen Verfahren verwendet wird, wird die resultierende Pigmentzusammensetzung durch im Fachgebiet bekannte Verfahren, vorzugsweise eine Filtration, gefolgt von einem Waschschritt zur Entfernung restlicher Säure, gesammelt. Andere im Fachgebiet bekannte Sammelverfahren wie die Zentrifugation oder sogar eine einfache Dekantation sind geeignet, gewöhnlich aber weniger bevorzugt. Die Pigmentzusammensetzung wird dann zur Verwendung oder für eine weitere Manipulation vor der Verwendung getrocknet.

Erfindungsgemäße Pigmentzusammensetzungen können durch das Konditionieren organischer Pigmente in Gegenwart eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats, das entweder statt oder zusätzlich zu den oben beschriebenen präparativen Verfahren durchgeführt wird, erhalten werden. Es ist natürlich möglich, ein oder mehrere, im Fachgebiet bekannte zusätzliche Pigmentderivate, insbesondere Sulfonsäure und Sulfonamidderivate, einzuschließen. Das Konditionieren kann mittels eines beliebigen, im Fachgebiet bekannten Verfahrens, wie der Lösungsmittelbehandlung oder dem Mahlen in Verbindung mit einer Lösungsmittelbehandlung, durchgeführt werden. Die endgültige Teilchengröße des Pigments kann geregelt werden, indem das Nachbehandlungsverfahren variiert wird. Zum Beispiel können Pigmente Verminderung der Teilchengröße transparenter oder durch Vergrößerung der Teilchengröße opaker gemacht werden. Geeignete Mahlverfahren umfassen Trockenmahlverfahren wie das Sandmahlen, das Kugelmahlen und dergleichen mit oder ohne Additive oder Nassmahlverfahren wie das Salzkneten, Kugelmahlen und dergleichen in Wasser oder organischen Lösungsmitteln mit oder ohne Additive.

Die Farbstärke und Transparenz des Pigments können auch durch die durch das Erwärmen einer Dispersion der Pigmentzusammensetzung, oft in Gegenwart von Additiven, in einem geeigneten Lösungsmittel beeinflusst werden. Geeignete Lösungsmittel umfassen organische Lösungsmittel, wie Alkohole, Ester, Ketone und aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe und Derivate davon, und anorganische Lösungsmittel wie Wasser. Geeignete Additive umfassen Zusammensetzung, die die Ausflockung vermindern oder verhindern, die Dispersionsstabilität erhöhen und die Beschichtungsviskosität vermindern, wie polymere Dispergiermittel (oder Tenside), siehe z. B. die U.S.-Patente 4 455 173, 4 758 665, 4 844 742, 4 895 948 und 4 895 949.

Während des optionalen Konditionierungsschritts oder danach ist es oft wünschenswert, verschiedene andere optionale Bestandteile zu verwenden, die verbesserte Eigenschaften ergeben. Beispiele für solche optionalen Bestandteile umfassen Fettsäuren mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen, wie Stearinsäure oder Behensäure, oder entsprechende Amide, Ester oder Salze, wie Magnesiumstearat, Zinkstearat, Aluminiumstearat oder Magnesiumbehenat; quaternäre Ammoniumverbindungen, wie Tri[(C&sub1;-C&sub4;-alkyl)benzyl]ammoniumsalze; Weichmacher, wie epoxidiertes Sojabohnenöl; Wachse, wie Polyethylenwachs; Harzsäuren, wie Abietinsäure, Harzseife, hydriertes oder dimerisiertes Colophonium; C&sub1;&sub2;-C&sub1;&sub8;-Paraffindisulfonsäuren; Alkylphenole; Alkohole, wie Stearylalkohol; Amine, wie Laurylamin oder Stearylamin, und aliphatische 1,2-Diole, wie Dodecan-1,2-diol. Solche Additive können in Mengen eingearbeitet werden, die von etwa 0,05 bis 20 Gew.-% (vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%), bezogen auf die Pigmentmenge, reichen.

Aufgrund ihrer Lichtbeständigkeit und Migrationseigenschaften sind die erfindungsgemäßen Pigmentzusammensetzungen für viele verschiedene Pigmentanwendungen geeignet. Zum Beispiel können erfindungsgemäße Pigmentzusammensetzungen als Färbemittel (oder als eines von zwei oder mehr Färbemittel) für sehr lichtechte Pigmentsysteme verwendet werden. Beispiele umfassen Pigmentmischungen mit anderen Materialien, Pigmentformulierungen, Lacke, Druckfarbe, gefärbtes Papier oder gefärbte makromolekulare Materialien. Der Begriff "Mischungen mit anderen Materialien" ist dahingehend zu verstehen, dass er zum Beispiel Mischungen mit anorganischen weißen Pigmenten wie Titandioxid oder Zement oder anderen anorganischen Pigmenten einschließt. Beispiele für Pigmentformulierungen umfassen geflushte Pasten mit organischen Flüssigkeiten oder Pasten oder Dispersionen mit Wasser, Dispersionsmitteln und bei Bedarf Konservierungsmitteln. Beispiele für Lacke, in denen Pigmentzusammensetzungen der Erfindung verwendet werden können, umfassen beispielsweise physikalisch oder oxidativ trocknende Lacke, Einbrennlacke, Reaktivlacke, Zweikomponentenlacke, Lacke auf der Grundlage von Lösungsmittel oder Wasser, Emulsionsfarben für witterungsbeständige Beschichtungen und Temperafarben. Druckfarben umfassen diejenigen, deren Verwendung beim Bedrucken von Papier, Textilien und Weißblechen bekannt ist. Geeignete makromolekulare Substanzen umfassen diejenigen natürlicher Herkunft, wie Kautschuk; diejenigen, die durch eine chemische Modifikation erhalten werden, wie Acetylcellulose, Cellulosebutyrat oder Viscose, oder diejenigen, die synthetisch hergestellt werden, wie Polymere, Polyadditionsprodukte und Polykondensate. Beispiele für synthetisch hergestellte makromolekulare Substanzen umfassen Kunststoffmaterialien wie Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat und Polyvinylpropionat; Polyolefine wie Polyethylen und Polypropylen; Polyamide mit hoher Molmasse; Polymere und Copolymere von Acrylaten, Methacrylaten, Acrylnitril, Acrylamid, Butadien oder Styrol; Polyurethane und Polycarbonate. Die mit den Pigmentzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung pigmentierten Materialien können jede gewünschte Form haben.

Die gemäß dieser Erfindung hergestellten Pigmentzusammensetzungen sind hochgradig wasserbeständig, ölbeständig, säurebeständig, kalkbeständig, alkalibeständig, lösungsmittelbeständig, beständig gegenüber dem Überlackieren, beständig gegenüber dem Überspritzen, sublimationsbeständig, wärmebeständig und vulkanisierbeständig und ergeben dennoch eine sehr gute Farbausbeute und sind leicht dispergierbar (zum Beispiel in Kunststoffen).

Die folgenden Beispiele veranschaulichen Einzelheiten der Herstellung und Verwendung der Zusammensetzungen dieser Erfindung. Der Rahmen der in der vorhergehenden Offenbarung beschriebene Erfindung wird durch diese Beispiele nicht eingeschränkt. Für die Fachleute ist offensichtlich, dass bekannte Variationen der Bedingungen und Verfahren der folgenden präparativen Vorgehensweisen zur Herstellung dieser Zusammensetzungen verwendet werden können. Sofern nichts anderes angegeben ist, sind alle Temperaturen in Grad Celsius angegeben und alle Prozentwerte Gew.-%.

BEISPIELE Herstellung von Pyrazolylamidomethyl-Pigmentderivaten

Pyrazolylamidomethylderivate von Chinacridon, Phthalocyanin und Perylen wurden wie folgt hergestellt:

3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylchinacridon

Verfahren A. Zu 210 g 100-%iger Schwefelsäure wurden unter Rühren bei etwa 25ºC in einem Zeitraum von 15 min 3,0 g (0,10 mol) Paraformaldehyd gegeben. Die saure Mischung wurde zusätzliche 10 min lang gerührt, wonach 13,92 g (0,10 mol) 3,5-Dimethylpyrazolyl-1-carboxamid in einem Zeitraum von 10 min zugegeben wurden. Die Reaktionsmischung wurde 2 h lang bei Raumtemperatur gerührt und dann mit externer Kühlung auf 5ºC abgekühlt. Zu dieser Mischung wurden in einem Zeitraum von 10 min bei einer Temperatur von 5-10ºC 32,1 g (0,10 mol) Chinacridon gegeben. Die Mischung wurde 2 h lang bei 5-10ºC gerührt, dann auf Raumtemperatur erwärmen gelassen und 18 h lang gerührt. Die Reaktionsmischung wurde dann 3 h lang bei 60ºC gehalten. Nach dem Abkühlen auf 30ºC wurde die Reaktionsmischung langsam in einem Zeitraum von 10 min in 2 kg Eiswasser gegossen. Die resultierende Aufschlämmung wurde 30 min lang gewaschen, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde mit Wasser wieder aufgeschlämmt und auf 60ºC erwärmt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde bei 60ºC in einem Ofen getrocknet, wodurch 41,5 g 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylchinacridon (90% Ausbeute) erhalten wurden.

Verfahren B (allgemeines Verfahren zur Herstellung von Pyrazolylmethylchinacridonen gemäß der Beschreibung im U.S.-Patent 5 334 727). Zu 200 g 96- %iger Schwefelsäure wurden in einem Zeitraum von 15 min bei etwa 35ºC unter Rühren 31,2 g (0,10 mol) Chinacridon gegeben. Die saure Mischung wurde weitere 15 min lang gerührt, wonach 13,92 g (0,10 mol) 3,5-Dimethylpyrazolyl- 1-carboxamid in einem Zeitraum von 15 min zugegeben wurden, wobei die Temperatur unter externer Kühlung unterhalb von 40ºC gehalten wurde. Die resultierende Mischung wurde zusätzliche 5 min lang gerührt, wonach in einem Zeitraum von 15 min, wobei die Temperatur unterhalb von 40ºC gehalten wurde, 3,0 g (0,10 mol) Paraformaldehyd zugegeben wurden. Die Reaktionsmischung wurde 5 h lang auf 60ºC erwärmt. Nach dem Abkühlen auf 3p ºC wurde die Reaktionsmischung in einem Zeitraum von 10 min langsam in 1 kg Eiswasser gegossen. Die resultierende Aufschlämmung wurde 30 min lang gerührt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde mit Wasser wieder aufgeschlämmt und auf 60ºC erwärmt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wodurch 41,9 g 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylchinacridon (90 Wo Ausbeute) erhalten wurden.

Di(3,5-dimethylpyrazolylamidomethyl)chinacridon

Zu 260 g 100-%iger Schwefelsäure wurden unter Rühren bei etwa 25ºC in einem Zeitraum von 15 min 6,0 g (0,20 mol) Paraformaldehyd gegeben. Die saure Mischung wurde zusätzliche 10 min lang gerührt, wonach 27,83 g (0,20 mol) 3,5-Dimethylpyrazolyl-1-carboxamid in einem Zeitraum von 30 min zugegeben wurden. Die Reaktionsmischung wurde 2 h lang bei Raumtemperatur gerührt und dann mit externer Kühlung auf 5ºC abgekühlt. Zu dieser Mischung wurden in einem Zeitraum von 10 min bei einer Temperatur von 5-10ºC 32,1 g (0,10 mol) Chinacridon gegeben. Die Mischung wurde 2 h lang bei 5-10ºC gerührt, dann auf Raumtemperatur erwärmen gelassen und 18 h lang gerührt. Die Reaktionsmischung wurde dann 3 h lang bei 60ºC gehalten. Nach dem Abkühlen auf 30ºC wurde die Reaktionsmischung langsam in einem Zeitraum von 10 min in 2 kg Eiswasser gegossen. Die resultierende Aufschlämmung wurde 30 min lang gewaschen, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde mit Wasser wieder aufgeschlämmt und auf 60ºC erwärmt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuten wurde bei 60ºC in einem Ofen getrocknet, wodurch 50,8 g Di(3,5-dimethylpyrazolylamidomethyl)chinacridon erhalten wurden.

3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin

Zu 410 g 96-%iger Schwefelsäure wurden bei etwa 6ºC 8,3 g 3,5-Dimethylpyrazolyl-1-carboxamid gegeben. Die saure Mischung wurde 25 min lang gerührt, wonach 1,8 g Paraformaldehyd zugegeben wurden. Die resultierende Mischung wurde 1,5 h lang gerührt, wobei die Temperatur unterhalb von 25ºC gehalten wurde. Zur Reaktionsmischung wurden dann in einem Zeitraum von 10 min 29,1 g Kupferphthalocyanin gegeben. Die Reaktionsmischung wurde 15 min lang bei einer Temperatur unter 35ºC gerührt und dann 5 h lang auf 50 -55ºC erwärmt. Nach dem Abkühlen auf 25ºC wurde die Reaktionsmischung langsam in 2 kg Eiswasser gegossen. Die resultierende Aufschlämmung wurde 1,5 h lang gerührt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde mit Wasser wieder aufgeschlämmt und 30 min lang bei 60ºC gerührt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wodurch 28,4 g 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin erhalten wurden.

(3,5-Dimethylpyrazolylamidomethyl)-N,N'-dimethylperylentetracarbonsäurediimid

Zu 600 g 101-%iger Schwefelsäure wurden bei 6ºC 13,9 g 3,5-Dimethylpyrazolyl-1-carboxamid gegeben. Die saure Mischung wurde 10 min lang gerührt, wonach 3,0 g Paraformaldehyd zugegeben wurden, wobei die Temperatur unterhalb von 10ºC gehalten wurde. Die Reaktionsmischung wurde 30 min lang bei 20-25ºC gerührt, wonach 41,8 g N,N'-Dimethylperylentetracarbonsäurediimid langsam zugegeben wurden. Die Reaktionsmischung wurde 5 h lang bei 20 -25ºC und dann 4 h lang bei 110-115ºC gerührt. Nach dem Abkühlen auf 24ºC wurde die Reaktionsmischung langsam in 3 kg Eiswasser gegossen, wobei die Temperatur unterhalb von 10ºC gehalten wurde. Die resultierende Aufschlämmung wurde 1,5 h lang gerührt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde mit Wasser wieder aufgeschlämmt und 30 min lang bei 60ºC erwärmt, wonach der Feststoff durch Filtration isoliert und mit Wasser gewaschen wurde. Der nasse Filterkuchen wurde in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wodurch 39,6 g (3,5-Dimethylpyrazolylamidomethyl)-N,N'-dimethylperylentetracarbonsäurediimid erhalten wurden.

Beispiele 1-6

Die Herstellung und das Testen der Pigmentzusammensetzungen sind in den Beispielen 1-6 beschrieben.

Unterschiede des Farbtons und der Farbintensität für Pigmente, die gemäß der Beispiele hergestellt wurden, wurden mit einem Applied Color System Spectral Sensor (Hunt Associated Laboratories, Fairfax, Virginia) gemessen.

Tests an Lacken auf Wasserbasis

Tests an Lacken auf Wasserbasis wurden mittels eines wasserverdünnbaren Grundlack-/mit Lösungsmittel verdünnbaren Klarlacksystems durchgeführt. Wässrige Dispersionen wurden mittels einer Mischung aus 12,4% AROLON® 559-G4-70-Acrylharz (Reichhold Chemicals, Inc.), 3,2% SOLSPERSE® 27000 Hyperdispergiermittel (Zeneca, Inc.), 1,6% 2-Amino-2-methyl-1-propanol (Angus Chemical) und 18% Pigment hergestellt, wodurch sich ein Pigment- Bindemittel-Verhältnis von 18 : 12 und ein Gesamtfeststoffgehalt von 30% ergab. (An diesem Punkt wurden Proben einiger Dispersionskonzentrate für Viskositätsbestimmungen gezogen). Das Pigment-Bindemittel-Verhältnis wurde dann mit zusätzlichem AROLON® 559-G4-70-Acrylharz (Gesamtmenge 26%) und 25% CYMEL® 325-Melamin/Formaldehyd-Harz (Cytec Industries) auf 10 : 40 vermindert, wodurch sich ein Gesamtfeststoffgehalt von 50% ergab. Vollton- und Transparenzmessungen wurden mittels Filmen durchgeführt, die mit einer Nassdicke von 76 um bzw. 38 um aufgetragen und 15 min lang bei Raumtemperatur und 5 min lang bei 100ºC stehen gelassen wurden. Dann wurden Klarlacke, die eine Mischung aus 80% AROLON® 559-G4-70-Acrylharz und 20% CYMEL® 325-Melamin/Formaldehyd-Harz mit einem Gesamtfeststoffgehalt von 57% enthielten, mit einer Nassfilmdicke von 76 um auf den Grundlack aufgetragen und 15 min lang bei Raumtemperatur und 15 min lang bei 121ºC stehen gelassen.

Lacke mit Unterfarbtönen wurden aus den reduzierten oben beschriebenen wässrigen Dispersionen mit einem Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 10 : 40 durch die Zugabe von zusätzlichem AROLON® 559-G4-70-Acrylharz, CYMEL® 325-Melamin/Formaldehyd-Harz und 35% weißer TINT-AYD® CW-5003- Dispersion (Daniel Products Company) hergestellt, wodurch ein Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 1 : 1,1, ein Gesamtfeststoffgehalt von 55% und ein TiO&sub2;/Pigment-Verhältnis von 90 : 10 erhalten wurde. Farbmessungen wurden mit Filmen gemacht, die mit einer Nassdicke von 38 um aufgetragen und 15 min lang bei Raumtemperatur und 5 min lang bei 100ºC stehen gelassen worden waren. Dann wurden Klarlacke aufgetragen und wie oben beschrieben wärmebehandelt.

Metallische Lacke mit einem Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 18 : 12 wurden aus der oben beschriebenen Dispersion mittels eines in Wasser dispergierbaren Aluminiumpigments (erhältlich als HYDRO PASTE® 8726 von der Silberline Manufacturing Co., Inc.), AROLON® 559-G4-70-Acrylharz und CYMEL® 325- Melamin/Formaldehyd-Harz in Mengen hergestellt, die ein Pigment/Bindemittel- Verhältnis von 1 : 2, ein Aluminium/Pigment-Verhältnis von 20 : 80 und einen Gesamtfeststoffgehalt von 43% ergaben. Farbmessungen wurden mit Filmen angefertigt, die eine Nassfilmdicke von 38 um aufwiesen und wie oben beschrieben wärmebehandelt wurden. Dann wurden Klarlacke aufgetragen und wie oben beschrieben wärmebehandelt.

Die Viskosität wurde mittels eines RheoStress RS 100-Rheometers von Haake, das über eine Temperaturregelung (Fision Instruments, Paramus, New Jersey) verfügte, an Dispersionsproben gemessen (die genommen wurden, bevor das Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 18 : 12 zu 10 : 40 vermindert wurde). Viskositäten wurden als Scherbelastung (mPa·s) bei einer Schergeschwindigkeit von 4 s&supmin;¹ bei einer Temperatur von 25ºC bestimmt.

Tests an Lacken auf Lösungsmittelbasis

Tests an Lacken auf Lösungsmittelbasis wurden an einem allgemeinen Alkyd- Melamin-Lacksystem durchgeführt. Pigmentdispersionen wurden unter Verwendung einer Mischung aus 33% AROPLAZ® 1453-X-50-Alkydharz (Reichhold Chemicals, Inc.), 63% Xylol und 4% Pigment hergestellt, wodurch ein Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 4 : 33 und ein Gesamtfeststoffgehalt von 37% erhalten wurden. Das Pigment/Bindemittel-Verhältnis wurde durch die Zugabe von 2,3% AROPLAZ® 1453-X-50-Alkydharz und 6,5% RESIMENE® 717- Melaminharz (Monsanto Company) auf 1 : 10 vermindert, wodurch sich ein Gesamtfeststoffgehalt von 40% ergab. Messungen der Farbstärke und Transparenz wurden mit Filmen angefertigt, die mit Nassfilmdicken von 152 um bzw. 38 um aufgetragen und 30 min lang bei Raumtemperatur und 30 min lang bei 121ºC abgedampft worden waren.

Unterfarbton-Lacke wurden aus der oben beschriebenen Dispersion mit einem Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 4 : 33 hergestellt, indem 31% einer Dispersion, die aus 30% AROPLAZ® 1453-X-50-Alkydharz, 20% Xylol, 5% NUOSPERSE® 657 (Hüls America) und 50% TI-PURE® R-960-TiO&sub2;-Pigment (DuPont); 21% AROPLAZ® 1453-X-50-Alkydharz und 7% RESIMENE® 717-Melaminharz hergestellt worden war, zugegeben wurde, wodurch sich ein Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 1 : 2, ein Gesamtfeststoffgehalt von 50% und ein TiO&sub2;/Pigment-Verhältnis von 90 : 10 ergaben. Farbmessungen wurden an Filmen durchgeführt, die mit einer Nassfilmdicke von 76 um hergestellt und 30 min lang bei Raumtemperatur und 30 min lang bei 121ºC abgedampft worden waren.

Metalllacke wurden aus der oben beschriebenen Dispersion mit einem Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 4 : 33 mittels einer Aluminiumpaste (erhältlich als 5251 AR von der Silberline Manufacturing Co., Inc.), AROPLAZ® 1453-X-50-Alkydharz und RESIMENE® 717-Melaminharz in Mengen hergestellt, die ein Pigment/Bindemittel-Verhältnis von 1 : 9, ein Aluminium/Pigment-Verhältnis von 20 : 80 und einen Gesamtfeststoffgehalt von 41% ergaben. Farbmessungen wurden an Filmen angefertigt, die mit einer Nassfilmdicke von 76 um hergestellt und 30 min lang bei Raumtemperatur und 30 min lang bei 121ºC abgedampft worden waren.

Beispiel 1 (Vergleich)

Pigmentförmiges 2,9-Dimethylchinacridon wurde in Abwesenheit eines erfindungsgemäßen N-Heteroarylamidomethyl-Pigmentderivats hergestellt.

Zu 300 g Polyphosphorsäure (112% Phosphorsäure), die auf 88ºC erwärmt wurde, wurden 68,2 g 2,5-Di(4-methylanilino)terephthalsäure in einem Zeitraum von 35 min gegeben, wobei die Temperatur durch Einstellung der Zulaufrate auf unter 120ºC gehalten wurde. Die Reaktionsmischung wurde 2 h lang auf 123ºC erwärmt. Die Schmelze wurde auf 93ºC abgekühlt und dann langsam in 494 g Methanol gegossen, wobei die Temperatur durch externe Kühlung und Einstellung der Zulaufrate der Schmelze auf unter 64ºC gehalten wurde. Die Aufschlämmung wurde 1 h lang unter Rückfluss erwärmt, auf unter 60ºC abgekühlt, mit Wasser verdünnt, durch Filtration gesammelt und mit Wasser gewaschen, bis sie säurefrei war. Der resultierende Presskuchen wurde in Wasser wieder aufgeschlämmt. Nach Einstellung des pH-Werts auf über 7 wurden 5,5 g einer 50-%igen Natriumhydroxidlösung zugegeben, und die resultierende Aufschlämmung wurde 1 h lang auf 90ºC erwärmt. Die Aufschlämmung wurde abgekühlt, filtriert und mit Wasser gewaschen, bis sie frei von Alkali war, und dann in Wasser wieder aufgeschlämmt. Nach Einstellung des pH-Werts auf 9,5 wurde die Aufschlämmung 2 h lang in einem geschlossenen System (z. B. einem Druckreaktor) auf 143ºC erwärmt und auf 40ºC abgekühlt. Nach dem Ansäuern der Aufschlämmung auf einen pH-Wert von 3, 3 wurde eine Emulsion aus 2,2 g eines anionischen Tensids, 30 g eines Petroleumdestillats und 80 g Wasser zugegeben, und die Aufschlämmung wurde 3 h lang gerührt. Der Nasskuchen wurde in einem Ofen bei 60ºC getrocknet, wodurch etwa 60 g 2,9-Dimethylchinacridon als Magenta-Pigment erhalten wurden.

Beispiel 2

2,9-Dimethylchinacridon, das gemäß dem Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 hergestellt worden war, wurde mit 10 Gew.-% 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylchinacridon trocken vermischt.

Ein wie oben hergestellter Lack wies im Vergleich zu einem Lack, der mittels des als Vergleich dienenden 2,9-Dimethylchinacridons von Beispiel 1 hergestellt worden war, einen transparenteren Vollton und eine erhöhte metallische Bläue und Helligkeit auf.

Die Viskosität eines Dispersionskonzentrats (wobei die Probe wie oben beschrieben genommen wurde) wurde mit einem als Vergleich dienenden Dispersionskonzentrat des 2,9-Dimethylchinacridon-Vergleichspigments von Beispiel 1 und mit einem als Vergleich dienenden Dispersionskonzentrat des von 2,9-Dimethylchinacridon, das mit 10 Gew.-% 3,5-Dimethylpyrazolylmethylchinacridon (hergestellt gemäß U.S.-Patent 5 334 727) trocken vermischt wurde, verglichen. Testergebnisse sind in der untenstehenden Tabelle dargestellt.

Beispiel 3

Gemäß dem Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 hergestelltes 2,9-Dimethylchinacridon wurde mit 10 Gew.-% Di(3,5-dimethylpyrazolylamidomethyl)chinacridon trocken vermischt.

Ein wie oben beschrieben hergestellter Lack auf Wasserbasis wies im Vergleich zu einem Lack, der mittels des als Vergleich dienenden 2,9-Dimethylchinacridons von Beispiel 1 hergestellt worden war, einen transparenteren Vollton und eine erhöhte metallische Bläue und Helligkeit auf.

Die Viskosität eines Dispersionskonzentrats (wobei die Probe wie oben beschrieben genommen wurde) wurde mit einem als Vergleich dienenden Dispersionskonzentrat des 2,9-Dimethylchinacridon-Vergleichspigments von Beispiel 1 und mit einem als Vergleich dienenden Dispersionskonzentrat des von 2,9-Dimethylchinacridon, das mit 10 Gew.-% 3,5-Dimethylpyrazolylmethylchinacridon (hergestellt gemäß U.S.-Patent 5 334 727) trocken vermischt wurde, verglichen. Testergebnisse sind in der untenstehenden Tabelle dargestellt.

Tabelle Viskositäten konzentrierter Dispersionen der Pigmentzusammensetzungen der Beispiele 2 und 3 Dispersionskonzentrat Scherbelastung (mPa·s)

Beispiel 1 (Vergleich) 7200

Vergleichsadditiv (1) 6400

Beispiel 2 3000

Beispiel 3 3000

(1) 3,5-Dimethylpyrazolylmethylchinacridon (U.S.-Patent 5 334 727)

Beispiel 4

2,9-Dimethylchinacridon (60 g) wurde gemäß dem Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 hergestellt mit der Ausnahme, dass vor der Zugabe von 2,5-Di(4- methylanilino)terephthalsäure) 6,8 g 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylchinacridon (10 Gew.-%, bezogen auf 2,5-Di(4-methylanilino)terephthalsäure), zur Polyphosphorsäure gegeben wurden. Ein wie oben hergestellter Lack auf Wasserbasis wies im Vergleich zu einem Lack, der mittels des als Vergleich dienenden 2,9-Dimethylchinacridonpigments von Beispiel 1 hergestellt wurde, einen viel tieferen, leuchtenderen, transparenteren Vollton und eine erhöhte metallische Bläue und Helligkeit auf.

Beispiel 5

Monochlorkupferphthalocyanin mit einem Chlorgehalt von etwa 5,7 Gew.-% wurde mit 10 Gew.-% 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin trocken vermischt.

Ein wie oben hergestellter Lack auf Wasserbasis wies im Vergleich zu einem Lack auf Wasserbasis, der mit Monochlorkupferphthalocyanin hergestellt wurde, das nicht mit 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin behandelt worden war, einen leuchtenderen, röteren Farbton und eine erhöhte metallische Röte und Helligkeit auf.

Ein Alkydlack auf Lösungsmittelbasis, der wie oben beschrieben hergestellt worden war, wies im Vergleich zu einem Lack auf Lösungsmittelbasis, der mittels Monochlorkupferphthalocyanin hergestellt wurde, das nicht mit 3,5-Dimethylpyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin behandelt worden war, einen grüneren Farbton und einen erhöhten metallischen Grünstich auf.

Beispiel 6

N,N'-Dimethylperylentetracarbonsäurediimid wurde mit 10 Gew.-% (3,5-Dimethylpyrazolylamidomethyl)-N,N'-dimethylperylentetracarbonsäurediimid trocken vermischt. Ein wie oben beschrieben hergestellter Lack auf Wasserbasis wies im Vergleich zu einem Lack auf Wasserbasis, der mit N,N'-Dimethylperylentetracarbonsäurediimid hergestellt wurde, das nicht mit (3,5-Dimethylpyrazolylamidomethyl)-N,N'-dimethylperylentetracarbonsäurediimid worden war, einen leicht helleren, leicht opakeren Vollton und einen blauen Farbton und einen erhöhten metallischen Gelbstich auf.


Anspruch[de]

1. Pigmentzusammensetzung, umfassend ein organisches Pigment, das mit etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-%, bezogen auf das organische Pigment, eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments der Formel

behandelt wird, wobei

Q einen organischen Pigmentrest darstellt,

NHet eine Pyrrolyl-, Imidazolyl- oder Derivate davon oder eine 3,5-Dimethylpyrazolylgruppe darstellt, die an ein Ring-Stickstoffatom an der Carbonylfunktion der Amidomethyl-Verbindungsgruppe gebunden ist, und

n 1 bis 4 ist.

2. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das organische Pigment mit 1 bis 10 Gew.-% des Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments behandelt wird.

3. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei NHet eine 3,5-Dimethylpyrazolylgruppe darstellt, die an ein Ring-Stickstoffatom an der Carbonylfunktion der Amidomethyl-Verbindungsgruppe gebunden ist.

4. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments um

a) ein Pyrazolylamidomethylchinacridon mit der Formel

wobei

R ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder ein Amid davon) ist, das an einen Chinacridonring- Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 ist und r 0 bis 4 ist,

b) ein Pyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin mit der Formel

wobei

CuPc einen Kupferphthalocyanin-Rest darstellt; jedes R unabhängig ein C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, ein Halogen oder Sulfoxyl (oder Amide davon) ist, das an ein Phthalocyaninring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 ist und s 0 bis 8 ist, oder

c) ein Pyrazolylamidomethylperylen mit der Formel

wobei jedes R unabhängig ein Halogen, Carboxamido oder Sulfonamido darstellt, das an ein Perylenring-Kohlenstoffatom gebunden ist; n 1 bis 4 ist und t 0 bis 4 ist,

handelt.

5. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Derivat eines N-Heteroalkylamidomethyl-Pigments um ein Pyrazolylamidomethylchinacridon mit der Formel

handelt, wobei

n 1 bis 4 ist.

6. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 5, wobei das organische Pigment ein Chinakridon ist.

7. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments um ein Pyrazolylamidomethylkupferphthalocyanin mit der Formel

handelt, wobei

CuPc einen Kupferphthalocyanin-Rest darstellt.

8. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, wobei es sich bei dem organischen Pigment um ein Kupferphthalocyanin handelt.

9. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments um ein Pyrazolylamidomethylperylen mit der Formel

handelt, wobei

n 1 bis 4 ist.

10. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 9, wobei es sich bei dem organischen Pigment um ein Perylen handelt.

11. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das organische Pigment behandelt wird durch

a) das Vermischen eines rohen organischen Pigments mit einem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 1 in einer starken Mineralsäure,

b) das Nass- oder Trockenvermischen eines rohen oder fertigen organischen Pigments mit einem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 1,

c) die Zugabe eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 1 während der Synthese des organischen Pigments,

d) die Konditionierung eines organischen Pigments in Gegenwart eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 1 oder

e) eine Kombination eines oder mehrerer der Verfahren a), b), c) und d).

12. Pigmentzusammensetzung, umfassend ein organisches Pigment, das mit etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-%, bezogen auf das organische Pigment, eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments mit der Formel

behandelt wird, wobei

Q einen organischen Pigmentrest darstellt, der aus der aus Chinacridonen, Perylenen, 1,4-Diketopyrrolopyrrolen, Anthrapyrimidinen, Anthanthronen, Flavanthronen, Indanthronen, Isoindolinen, Isoindolinonen, Perinonen, Pyranthronen, Thioindigos, 4,4'-Diamino- 1,1'-dianthrachinonyl, Azoverbindungen und substituierten Derivaten davon bestehenden Gruppe ausgewählt ist

NHet eine Pyrrolyl-, Imidazolyl- oder Derivate davon oder eine 3,5-Dimethylpyrazolylgruppe darstellt, die an ein Ring-Stickstoffatom an der Carbonylfunktion der Amidomethyl-Verbindungsgruppe gebunden ist, und

n 1 bis 4 ist.

13. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 12, wobei das organische Pigment mit 1 bis 10 Gew.-% des Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments behandelt wird.

14. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 12, wobei es sich bei dem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments um ein Pyrazolylamidomethylpigment handelt.

15. Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 12, wobei das organische Pigment behandelt wird durch

a) das Vermischen eines rohen organischen Pigments mit einem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 12 in einer starken Mineralsäure,

b) das Nass- oder Trockenvermischen eines rohen oder fertigen organischen Pigments mit einem Derivat eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 12,

c) die Zugabe eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 12 während der Synthese des organischen Pigments,

d) die Konditionierung eines organischen Pigments in Gegenwart eines Derivats eines N-Heteroarylamidomethyl-Pigments nach Anspruch 12 oder

e) eine Kombination eines oder mehrerer der Verfahren a), b), c) und d).

16. Pigmentierte Farbe, enthaltend eine Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 12.

17. Pigmentierter Kunststoff, enthaltend eine Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 12.

18. Druckfarbe, enthaltend als Pigment eine Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 12.

19. Toner, enthaltend als Pigment eine Pigmentzusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 12.







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