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Dokumentenidentifikation DE4406712C2 24.10.2002
Titel Transportfahrzeug für Glasscheibenpakete mit Einzelscheibensicherung
Anmelder Fahrzeugwerk Orthaus GmbH & Co KG, 48683 Ahaus, DE
Erfinder Hericks, Matthias, 48612 Horstmar, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 02.03.1994
DE-Aktenzeichen 4406712
Offenlegungstag 07.09.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.2002
IPC-Hauptklasse B60P 7/10
IPC-Nebenklasse B60P 3/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Transportfahrzeug für den Transport von A- oder L- förmigen, mit großflächigen Glasscheibenpaketen oder ähnlichen Waren beladenen Böcken, deren Ladung über sich an den Rahmenlängsträgern des Fahrzeuges abstützenden, mit Fixierplatten ausgerüsteten Fixiereinrichtungen gesichert ist, die aus den Fixierplatten, den die Fixierplatten haltenden Schwenkarmen und den auf den Rahmenlängsträgern angeordneten Stützzylindern bestehen, wobei der Stützzylinder auf ein aus Ausgleichslenker und Schwenkarm bestehendes Lenkergetriebe einwirkt, der Schwenkarm und der Stützzylinder schwenkbar am Rahmenlängsträger festgelegt und Schwenkarm und Ausgleichlenker am freien Ende im Abstand zueinander gelenkig mit einem die Fixierplatte tragenden Stützarm verbunden sind.

Bei derartigen Transportfahrzeugen kann es sich sowohl um Eisenbahnwaggons wie auch um Lastkraftwagen handeln, die jeweils mit Glasscheibenpaketen mit einer Länge von mehr als sechs Metern und einer Höhe von drei Metern beladen sind. Diese Glasscheibenpakete werden auf ein A-förmiges Traggestell, d. h. auf einen sogenannten Bock gestellt, so daß sie sich schräg an entsprechende Stütztelemente anlehnen. Darüber hinaus gibt es auch L-förmige Böcke, wobei diese einseitig mit entsprechend größeren Glasscheibenpaketen beladen sind. Die Böcke werden in das entsprechend ausgebildete Transportfahrzeug eingeschoben bzw. das Transportfahrzeug wird unter den Bock geschoben, um dann diesen bei Übergang zur Transportstellung anzuheben und zu tragen. Trotz des großen Gewichtes der einzelnen Glasscheiben und der Glasscheibenpakete insgesamt ist beim Fahren des Fahrzeuges eine Relativbewegung der einzelnen Glasscheiben nicht zu vermeiden. Von daher werden diese mit entsprechenden Fixiereinrichtungen am Transportfahrzeug festgelegt. Aus der DE-OS 35 16 914.1 ist eine Fixiereinrichtung bekannt, bei der ein Gestänge über einen Hydraulikzylinder so verschwenkt wird, daß die Traggestänge, daß Fahrzeug und die auflastenden Glasscheibenpakete praktisch zu einer Einheit werden. Diese Einheit führt zwangsweise beim Transport insbesondere auf der Straße dazu, daß alle die gleichen Bewegungen ausführen müssen. Hierdurch entstehen erhebliche Probleme. Daher ist versucht worden, statt des Gestänges aufblasbare Bälge zu nehmen, die an senkrecht auf den Rahmenlängsträgern aufstehenden Stützen abgestützt sind. Abgesehen davon, daß bei einer derartigen Abstützung empfindliche Gummibälge verwendet werden müssen, ist von Nachteil, daß derartige Transportsicherungen nicht weit genug an den unteren Rand der einzelnen Glasscheibenpakete heranreichen. Besonders nachteilig ist, daß bei Zerstörung eines der Bälge alle anderen gleichzeitig bzw. kurz danach ihre Stützkraft verlieren. Aus der DE- OS 37 40 491 ist eine Fixiereinrichtung für Glasscheibenpakete bekannt, die sich am Rahmenlängsträger abstützt, sich aber relativ zum Rahmenlängsträger bzw. zu den Glasscheibenpaketen bewegen kann. Hierzu dient ein Schwenkarm, der über einen Stützzylinder so verschwenkt wird, daß die daran schwenkbeweglich angebrachte Anpreßschwinge bzw. Fixierplatte einen bogenförmigen Weg in Richtung auf die Glasscheibenpakete ausführt. Eine solche Transportsicherung ist nicht nur wesentlich besser zu überwachen und abzusichern, sondern sie ermöglicht es, zumindest bis dicht unterhalb des Bereiches der Chassisoberkante heran die Glasscheibenpakete sicher zu halten. Allerdings ist es mit der bekannten Fixiereinrichtung nicht möglich, bei A-Böcken oder auch bei L-förmigen Böcken dann noch eine sichere Fixierung zu gewährleisten, wenn die Glasscheibenpakete nur noch aus wenigen Glasscheiben oder gar nur noch aus einer Glasscheibe bestehen. Nachteilig ist außerdem, daß durch die bogenförmige Annäherung der Fixierplatten an die Glasscheiben sich das untere Ende der Fixierplatten mit nach oben bewegt, so daß insbesondere der untere Bereich der Glasscheiben nicht richtig gesichert werden kann. Die DE-GM 90 00 665 sieht vor, dass der Stützzylinder, der Schwenkarm und der Ausgleichlenker gelenkig mit dem Rahmenlängsträger und einem Stützarm verbunden sind, der etwa senkrecht oder in einem vorgegebenen Winkel von der Stützplatte absteht. Wird nun der Stützzylinder ausgefahren, so bewegt sich die Stützplatte über das Lenkergetriebe geführt an das Glaspaket heran und sorgt für eine entsprechende Anlage. Aufgrund der im Abstand vorgesehenen Verbindungspunkte von Schwenkarm und Stützzylinder ist dabei erreicht, dass die Stützplatte in dem einmal vorgegebenen und eingestellten Winkel gegen die Glasscheibenpakete verfahren und an diese angelegt wird. Nachteilig ist dabei, dass der einmal vorgegebene Anstellwinkel durch die feste Verbindung von Stützarm und Fixierplatte nicht verändert werden kann. Dies bleibt solange unproblematisch, wenn immer die gleichen A-Blöcke zum Einsatz kommen. Abgesehen davon, dass sich der Neigungs- oder Anstellwinkel bei diesen A- Blöcken von Hersteller zu Hersteller verändert oder verändern kann, ist aber besonders bei den heute immer mehr zum Einsatz kommenden L-förmigen Böcken eine gleichmäßige Fixierung nicht mehr mit diesen Fixiereinrichtungen möglich. Hierbei muss ja berücksichtigt werden, dass beim L-förmigen Bock auf der einen Seite eine annähernd senkrechte Wand von der Fixiereinrichtung abzustützen ist, während die an der gegenüberliegenden schräg angestellten Wand anliegenden Glasscheibenpakete mit einem davon weit abweichenden Winkel eine Fixierung über die fest eingestellte Fixierplatte erschweren. Ein Wechsel von A- zu L-förmigen Böcken ist bei diesen Fixiereinrichtungen ganz ausgeschlossen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde ein auch bei L-Böcken oder bei A-Böcken mit veränderter Neigung der Anlagefläche für das Glas einwandfrei arbeitende Fixiereinrichtung zu schaffen.

Die Aufgabe wird nach einer ersten Ausführung dadurch gelöst, dass der Stützarm gelenkig mit der Fixierplatte verbunden ist.

Mit einer derartigen Fixiereinrichtung ist es nicht nur möglich, die Fixierplatte praktisch gradlinig gegen das Glasscheibenpaket zu verfahren, sondern dabei auch gleich sich an die jeweilige Neigung des Glasscheibenpaketes anschmiegend, so dass es zu einer negativen Beeinträchtigung oder gar Zerstörung der mehr oder weniger dicken Glasscheiben nicht kommen kann. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es damit aber auch, bei L-förmigen Böcken mit ein und derselben Fixiereinrichtung zu arbeiten, wie bei A-Böcken, weil sich die Fixierplatte aufgrund der gelenkigen Verbindung mit dem Stützarm leicht und sicher sowohl an die Rückseite des L-förmigen Bockes wie an die Glasscheiben anlegen lässt. Aufgrund der Abstützung des unteren Endes der Fixierplatte an den Einbauten, d. h. an den Rahmenlängsträgern, werden diese Fixierplatten beim Ausschwenken der Fixiereinrichtung etwa senkrecht stehend zunächst an den abzustützenden Bereich herangefahren, um sich dann aufgrund der gelenkigen Verbindung zweckmäßig und sicher der jeweiligen Neigung so anzupassen, dass eine einwandfreie Abstützung und Sicherung möglich ist.

Nach einer zweckmäßigen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Stützzylinder zylinderseitig zusammen mit dem Ausgleichslenker am Rahmenlängsträger schwenkbar angeordnet und kolbenstangenseitig im oberen Drittel des Schwenkarms mit diesem gelenkig verbunden ist. Damit ist ein Lenkergetriebe bzw. Viergelenk geschaffen, das über den als Diagonallenker wirkenden Stützzylinder in seiner Lager verändert werden kann. So wird ein gleichförmiges Bewegen des Stützarmes sichergestellt und damit ein gleichmäßiges Anliegen und Halten der einzelnen Glasscheibenpakete bzw. Glasscheiben. Wie erwähnt ist hier eine Fixierung einzelner Glasscheiben vorteilhaft möglich und zwar auch dann, wenn es sich um Glashöhen von unter 1,80 m handelt.

Dort wo extreme Fahrzeuge zum Einsatz kommen oder auch extreme L-Böcke, kann es vorteilhaft sein, wenn der Stützarm längenveränderlich ausgebildet ist, weil so weitere Anpassungen möglich sind. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der Stützarm von zwei teleskopartig ineinander verschieblichen und gegeneinander versteckbaren Hohlrohren gebildet ist. Damit kann eine solche Anpassung von Hand vorgenommen werden, wodurch ausgeschlossen ist, daß durch ein falsches Schalten o. ä. es zu Problemen kommt, beispielsweise wenn der Stützarm im nicht vorgesehenen Zeitpunkt ausfährt, wo eine Zerstörung der Glasscheiben zu befürchten wäre.

Um das beschriebene Lenkergetriebe möglichst platzsparend seitlich oberhalb des Rahmenlängsträgers anordnen zu können, sieht die Erfindung vor, daß die Gelenkverbindungen von Stützzylinder, Ausgleichslenker und Schwenkarm einem auf dem Rahmenlängsträger in Längsrichtung verschieblichen Haltebock zugeordnet sind. Damit ist gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, die Abstände der einzelnen Fixiereinrichtungen auf dem Rahmenlängsträger den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Damit wird die Vielseitigkeit einer derartigen Einrichtung wesentlich erhöht.

Zur optimalen Fixierung von Glasplatten mit geringen Abmessungen sieht die Erfindung vor, daß die Fixierplatte über eine über den Rahmenlängsträger herabreichende Stützplatte verfügt. Damit ist sichergestellt, daß auch Glashöhen ab ca. 1,65 m sicher transportiert und dabei fixiert werden können. Die Stützplatte kann Teil der Fixierplatte sein oder sie kann an dieser angesetzt werden, so daß man mit genormten Fixierplatten arbeitet, die dann je nach Einsatz für diesen durch entsprechende Anpassung der Fixierplatte verändert werden müssen.

Um diesen Ansatz bzw. die Stützplatte auch optimal für die Abstützung der einzelnen Glasscheibenpakete mit einsetzen zu können, sieht die Erfindung vor, daß die an die eigentliche Fixierplatte angesetzte Stützplatte über eine sich am Stützarm abstützende Klemmplatte teilweise abgedeckt ist. Diese Stützplatte wird somit indirekt über die Klemmplatte vom Stützarm beeinflußt und sorgt für eine wirksame Fixierung der einzelnen Glasscheiben bzw. zu transportierenden flächigen Bauelemente.

Die weiter vorne beschriebene Ausführungsform hat unter anderem den Vorteil, daß die Fixierplatte über den gesamten Schwenk- bzw. Sicherungsbereich keinen Kreisbogen beschreibt. Dort, wo dieser Vorteil keine wesentliche Rolle spielt, kann es zweckmäßig sein, dass der Stützzylinder oberhalb des Rahmenlängsträgers an einem Haltebock aufgehängt angeordnet und über ein Stützarmteil gelenkig mit der Fixierplatte verbunden ist, dass der Schwenkarm einerseits am Stützarmteil fest und andererseits am Haltebock schwenkbeweglich angelenkt ist und dass der Schwenkarm längenveränderlich ausgebildet ist. Bei dieser Ausbildung beschreibt die jeweilige Fixierplatte einen Bogen, was insbesondere bei empfindlichen Glasscheiben zu Problemen führen kann. Beispielsweise für Betonplatten, Marmorplatten o. ä. Bauelemente kann eine solche Vorrichtung aber auch Vorteile haben, da sie in der hängenden Anordnung beispielsweise auch relativ tief an die zu fixierenden Scheiben bzw. Platten herangebracht werden kann. Der Stützzylinder druckt beim Ausfahren eben über diesen Kreisbogen die Fixierplatte an den zu fixierenden Gegenstand heran, wobei gleichzeitig der längenveränderliche Schwenkarm ausgeschoben wird. Diese längenveränderliche Schwenkarm, der ebenfalls am Haltebock gelenkig angebracht ist, sorgt für eine sichere Führung und Stabilisierung des Stützzylinders, wobei es weiterer Sicherungen gar nicht bedarf.

Eine einfache und zweckmäßige Ausführung insbesondere des Schwenkarmes ist die, bei der er aus zwei teleskopartig ineinanderschiebbaren Rohren, vorzugsweise Vierkantrohren besteht. Damit ist die Führung des Stützzylinders sichergestellt, ohne daß es aufwendiger sonstiger Teile bedarf. Allerdings muß sichergestellt werden, daß die Rohre so ausgebildet sind, daß sie nicht selbstätig ineinanderrutschen bzw. all zu leicht auseinandergezogen werden können. Die Vierkantausbildung hat dabei Vorteile.

Um die sichere Führung des Stützarmes zu gewährleisten und zwar durch die ineinanderschiebbar ausgebildeten Rohre, sieht die Erfindung vor, daß der Schwenkarm einen in den Rohren angeordneten und jeweils endseitig mit ihnen verbundenen Zylinder aufweist, der druckleitungsmäßig jeweils über Kreuz mit dem Zylinder- bzw. Kolbenraum des Stützzylinders verbunden ist. Beim Einfahren des Stützzylinders wird somit gleichzeitig und ohne daß es dazu gesonderter Hydraulikleitungen bedarf, auch der im Schwenkarm angeordnete Zylinder eingefahren und damit auch der Schwenkarm als solcher. Er geht damit automatisch in die kürzere Ausbildung und damit in die Ruhestellung zurück bzw. bewegt sich zusammen mit dem Stützzylinder in die umgekehrte Richtung.

Eine den Ablauf der notwendigen Bewegungen erleichternde Anordnung von Stützzylinder und Schwenkarm ist die, bei der diese in der Ruheposition V-förmig jeweils mit den freien Armen mit dem Haltebock einerseits und mit der Keilspitze mit dem Stützarmteil andererseits verbunden sind. In der Ausgangsstellung befinden sich somit beide Teile, d. h. Stützzylinder und Schwenkarm in einer Position, die beim Betätigen des Stützzylinders automatisch zu einer entsprechenden Bewegung der Fixierplatte führen muß.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß ein Transportfahrzeug geschaffen ist, bei dem über eine entsprechend ausgebildete Fixiereinrichtung sichergestellt ist, daß auch dann, wenn nur noch eine einzige dünne Platte bzw. Glasscheibe zu transportieren ist, diese immer sicher fixiert bleibt. Dabei ist besonders bestechend, daß mit einer derartigen Fixiereinrichtung bzw. einem derartigen Transportfahrzeug hochwertige Güter über die Straße transportiert werden können, ohne daß es aufwendiger Verpackungen o. ä. Vorsichtsmaßnahmen bedarf. Vielmehr werden diese auf Transportfahrzeugen zu transportierenden Güter praktisch in ihrem Endzustand aufeinander geschichtet auf einen A- oder L-Bock gegeben, um diesen dann durch das Transportfahrzeug aufzunehmen und über die Straße, die Schiene oder das Wasser abzutransportieren. Während des gesamten Transportes bleibt nach Anlegen der Fixierplatte und damit Aktivieren der Fixiereinrichtung auch dann eine optimale Sicherung erhalten, wenn beispielsweise nach Ablieferung der ersten Teilmengen anschließend nur noch ein relativ dünnes Paket oder gar nur noch einzelne dünne Platten vorhanden sind. Vorteilhaft ist darüber hinaus, daß diese Fixiereinrichtungen sowohl bei A- wie auch bei L-förmigen Böcken Verwendung finden können. Es bedarf keiner Änderungen, Umrüstungen o. ä. zusätzlicher Maßnahmen. Für den Glastransport eignet sich ein als Innenlader ausgebildetes Transportfahrzeug mit der beschriebenen Fixiereinrichtung vor allem auch deshalb, weil die Fixiereinrichtungen zusätzlich auch auf dem Rahmenlängsträger in dessen Längsrichtung verschoben werden können, so daß sie jeweils in die für das jeweilige Transportgut optimale Position gebracht und dort fixiert werden können. Alles in allem ist damit eine Lösung vorgegeben, die sich durch hohe Präzision und dennoch einfache Konstruktion auszeichnet.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt sind. Es zeigen:

Fig. 1 ein als Innenlader ausgebildetes Transportfahrzeug,

Fig. 2 eine Rückansicht des Transportfahrzeuges mit aufgeladenem L- Bock und ein Lenkergetriebe aufweisenden Fixiereinrichtungen,

Fig. 3 die Ansicht gemäß Fig. 2, hier mit einer einen entsprechenden Kreisbogen beschreibenden Fixiereinrichtung und

Fig. 4 die Fixiereinrichtung gemäß Fig. 3 in vergrößerter Wiedergabe.

Bei dem Transportfahrzeug gemäß Fig. 1 handelt es sich um einen Innenlader 1, der über die Sattelzugmaschine 2 gezogen wird. Diese Sattelzugmaschine 2 und das eigentliche Transportfahrzeug sind in Fig. 1 in Transportstellung wiedergegeben. Dies bedeutet, daß die Luftfederung, die im einzelnen hier nicht beschrieben ist, das hintere Ende des Innenladers 1 und die vordere Plattform 3 über ein Verschieben der Sattelplatte 4 oder durch hydraulisches Anheben o. ä. Maßnahmen angehoben worden sind, um die aufgenommenen Glasscheibenpakete abzutransportieren.

Der Innenlader 1 ist über einen Zapfen 5, der der Sattelplatte 4 zugeordnet ist, mit der Sattelzugmaschine 2 verbunden. Diese Sattelplatte 4 ist in Längsrichtung 6 des Fahrgestells 7 und damit auch der entsprechenden Rahmenlängsträger 8 verschieblich angeordnet und keilförmig ausgebildet. Andere Ausbildungen sehen vor, daß hier im Bereich der Sattelplatte Hydraulikzylinder installiert sind, über die das Anheben und Absenken bewerkstelligt wird.

An Hand von Fig. 1 ist erkennbar, daß eine Ladung, beispielsweise in Form von entsprechenden Glasscheiben ohne weiteres transportiert werden kann, weil das die Ladung aufnehmende Längstragelement 9 ausreichende Bodenfreiheit hat. Die Räder 10, 11 des Innenladers 1 sind im hinteren Bereich des Innenladers angeordnet. Die Ladung ist hier nur zum Teil sichtbar, weil die Plane 12 sie normalerweise vollständig abdeckt.

Der Laderaum reicht von der hinteren Tür 13 bis etwa in Höhe des mit 14 bezeichneten Steuerkastens. Der übrige Bereich, d. h. insbesondere der Bereich oberhalb der vorderen Plattform 3 steht für den Transport anderer Dinge insbesondere aber auch zur Anordnung der benötigten Hydraulikaggregate u. ä. zur Verfügung.

In das Fahrgestell 7 ist ein Bock 15 oder Transportgestell eingefahren, das sich über Längsträger 16 auf den Längstragelementen 9 des Rahmenlängsträgers 8 bzw. Fahrgestells 7 abstützt. Dieser Bock 15 nimmt beispielsweise Glasscheibenpakete auf, wobei er eine A-Form oder wie in den nachfolgenden Figuren gezeigt eine L-Form aufweisen kann. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die zu transportierenden Güter auf einen dann einzulegenden Boden abzustellen, um so einen schnellen und sicheren Transport zu ermöglichen.

Im Vorbau 17, der hier im einzelnen wegen der vorhandenen Plane 12 nicht sichtbar ist, werden wie schon erwähnt Hydraulikaggregate untergebracht sowie ggf. auch die einzelnen noch näher zu erläuternden Fixiereinrichtungen 20, da diese nämlich auf dem Rahmenlängsträger 8 verschieblich angeordnet sind.

Über die Fixiereinrichtung 20 mit ihrer Fixierplatte 21 werden große Glasscheibenpakete 18, 19, die wie schon erwähnt sich beispielsweise auf dem L-förmigen Bock 15 befinden, so sicher abgestützt und fixiert, daß sie problemlos auf der Straße transportiert werden können.

Die einzelnen Fixiereinrichtungen 20 bestehen aus der Fixierplatte 20, die von einem Stützzylinder 23 und einen Schwenkarm 22 vom Rahmenlängsträger 8 aus an die Glasscheibenpakete 18, 19 herangeschwenkt wird.

Fig. 2 zeigt nun eine Ansicht, von der Tür 13 aus gesehen. Deutlich wird hier, daß auf den beiden Seiten entsprechend stark ausgelegte Rahmenlängsträger 8 parallel zueinander verlaufen. Darunter sind die hier nicht sichtbaren Räder 10, 11 aufgehängt angeordnet. Zwischen diesen nicht durch eine Achse verbundenen Räder 10, 11 befindet sich der Laderaum. In diesem Laderaum hier ist ein L-förmiger Bock 15 angeordnet, der entsprechend mit einem Glasscheibenpaket 18, 19 oder auch mit Einzelscheiben nur beladen ist, worauf noch weiter hinten eingegangen wird. Der L-förmige Bock 15 verfügt bodenseitig über Winkelstützen bzw. Längsträger 16, die korrespondierend ausgebildet sind mit den Längstragelementen 9 des Fahrgestells 7. Dadurch kann ein solcher L-förmiger Bock 15, wenn er auf dem Boden Steht, durch den Innenlader 1 aufgenommen werden, da dieser mit seinen Längstragelementen 9 bis auf den Boden abgesenkt werden kann, die sich dann unter die Längsträger 16 schieben.

Nachdem so die Längstragelemente 9 unter die Längsträger 16 geschoben sind, kann durch entsprechendes Betätigen der Luftfederung der Innenlader 1 angehoben werden, so daß sich dann der L-Bock 15 im gesicherten Bereich und d. h. im Laderaum befindet. Ein Umkippen während dieser Positionierung ist ausgeschlossen, weil der L- förmige Bock 15 über ein entsprechendes Schrägteil 25 verfügt, an das sich die Glasscheibenpakete 18, 19 anlegen und über ein entsprechendes Stützteil 26, das diese ganze Ausbildung stabilisiert.

Nach dem Anheben des Innenladers 1 bzw. seines Fahrgestells 7 wird dann die Fixiereinrichtung 20 auf der linken Seite soweit ausgefahren, daß sich die Fixierplatte 21 an das Stützteil 26 anlegt und hier für eine entsprechende Sicherung sorgt. Von der anderen Seite her wird die gegenüberliegende Fixiereinrichtung 20 dann wie in Fig. 2 dargestellt ausgefahren, bis auch hier die Fixierplatte 21 sich am zu sicherenden Gut anlegt. Dies ist in der Ausgangssituation das relativ dicke Glasscheibenpaket 18, 19. Erst wenn im Laufe der Fahrt Einzelteile des Glasscheibenpaketes 18, 19 abgeliefert worden sind, kann es zu der aus Fig. 2 ersichtlichen Sondersituation kommen, wo praktisch nur noch eine einzelne Glasscheibe am Schrägteil 25 anliegt und dann über die Fixiereinrichtung 20 gesichert werden muß.

Die Fixierplatte 21 kann in die aus Fig. 2 rechte Seite ersichtliche Position sicher geschwenkt werden und zwar ohne einen Kreisbogen zu beschreiben, weil der Schwenkarm 22 und der Stützzylinder 23 mit dem Ausgleichslenker 28 zusammen ein wirksames Lenkergetriebe 30 bilden, das über den an den freien Enden 31, 32 angeordneten Stützarm 30 eine gleichmäßige Führung der Fixierplatte 21 sicherstellt. Der Stützzylinder 23 ist hier praktisch der Diagonallenker innerhalb des Lenkergetriebes 30, der für das Verschwenken des Lenkergetriebes 30 und damit auch des Stützarmes 33 und Fixierplatte 21 Sorge trägt.

Der Stützarm 33 als solcher kann als Hohlrohr 35, 36 ausgebildet sein, wobei diese Hohlrohre so ausgebildet sind, daß sie ineinanderschiebbar sind. Dadurch kann die Wirklänge des Stützarmes 33 gezielt verändert werden.

Die Anlenkpunkte 37 und 38 des Schwenkarmes 22 und des Ausgleichslenkers 28 an den Hohlrohren 35, 36 weisen einen Abstand auf, um die Wirksamkeit des Lenkergetriebes 30 zu gewährleisten. Es versteht sich, daß Schwenkarm 22 und Ausgleichslenker 28 sowohl mit dem Stützarm 33 wie auch mit dem Haltebock 40 gelenkig verbunden sind. Letztere Gelenkverbindungen sind mit 39, 41 bezeichnet, während der Stützzylinder 23 ebenfalls gelenkig über die Gelenkverbindung 42 mit dem Haltebock 40 in Verbindung steht.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführung ist weiter vorteilhaft die Fixierplatte 21 nach unten hin verlängert und zwar durch eine Stützplatte 44, die ihrerseits über eine vom Stützarm 33 beeinflußte Klemmplatte 45 gegen den zu sichernden Gegenstand angedrückt wird. Hierdurch ist bis weit nach unten hin eine wirksame Fixierung nicht nur der großen Glasscheibenpakete 18, 19, sondern auch der einzelnen Restscheibe, wie in Fig. 2 gezeigt, sichergestellt.

Die Fig. 3 und 4 zeigen eine von der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform abweichende Ausführung insofern, als hier ein Mechanismus bzw. eine Fixiereinrichtung 20 vorgegeben ist, die bewußt über den gesamten Schwenkbereich hinweg einen vorgegebenen Kreisbogen beschreibt. Dies wird dadurch erreicht, daß, wie insbesondere Fig. 4 verdeutlicht, hier der Stützzylinder 23 an einem entsprechend ausgebildeten Haltebock 40 aufgehängt angeordnet ist und zwar im Abstand zu dem Schwenkarm 22. Beide sind mit einem kurzen Stützarmteil 47 verbunden, das seinerseits schwenkbar mit der Fixierplatte 21 in Verbindung steht. Während der Schwenkarm 22 steif mit diesem Stützarmteil 47 verbunden ist, ist der Stützzylinder 23 über ein Gelenk 46 damit verbunden.

Der Schwenkarm 22 besteht aus einem Teleskoprohr, wobei das kleinere Rohr 49 im größeren Rohr 48 verschieblich ist und beide Rohre einen Zylinder 50 aufnehmen, der für ein gleichförmiges Aus- und Einschieben der beiden Rohre 48, 49 zu sorgen hat.

An Hand Fig. 4 läßt sich die Funktionsweise dieser Fixiereinrichtung erläutern. In der Ausgangsposition 54 bilden Schwenkarm 22 und Stützarm 23 ein nach oben hin offenes V. Wird nun der Stützzylinder 23 beaufschlagt, so drückt er in einem durch den Schwenkarm 22 vorgegebenen Bogen den Anlenkbereich 53 in Richtung auf die Glasscheibenpakete bzw. den Bock 15, bis der Anlenkbereich 53' mit der Fixierplatte 21 dicht auf der letzten Scheibe bzw. dem letzten zu fixierenden Teil aufliegt.

Während dieses Schwenkvorganges wird der Zylinderraum 51 des Stützzylinders 23 gleichmäßig mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt, während gleichzeitig aus dem Kolbenraum 52 Druckflüssigkeit herausgedrückt wird.

Der Kolbenraum 52 ist über eine hier nicht dargestellte Druckleitung mit dem Zylinderraum des Zylinders 50 verbunden, so daß dieser gleichmäßig mit Druckflüssigkeit gefüllt wird, wodurch der Zylinder 50 ausfährt bis er die Position 50' erreicht und damit die gesamte Fixiereinrichtung 20 die Fixierposition 55 einnimmt.

Soll nun nach entsprechendem Transport die Fixiereinrichtung 20 in die Ausgangslage zurückgeschwenkt werden, so ist es lediglich erforderlich, den Kolbenraum 52 bzw. den Kolbenstangenraum 52 des Stützzylinders 23 mit der Druckflüssigkeitsversorgung zu verbinden und dafür Sorge zu tragen, daß gleichzeitig die den Zylinderraum 51 verlassende Druckflüssigkeit in den Kolbenstangenraum des benachbarten Zylinders 50 eingeführt wird, so daß auch dieser Zylinder 50 einfährt.


Anspruch[de]
  1. 1. Transportfahrzeug für den Transport von A- oder L-förmigen, mit großflächigen Glasscheibenpaketen (18, 19) oder ähnlichen Waren beladenen Böcken (15), deren Ladung über sich an den Rahmenlängsträgern (8) des Fahrzeuges abstützenden, mit Fixierplatten (21) ausgerüsteten Fixiereinrichtungen (20) gesichert ist, die aus den Fixierplatten (21), den die Fixierplatten (21) haltenden Schwenkarmen (22) und den auf den Rahmenlängsträgern (8) angeordneten Stützzylindern (23) bestehen, wobei der Stützzylinder (23) auf ein aus Ausgleichslenker (28) und Schwenkarm (22) bestehendes Lenkergetriebe (30) einwirkt, der Schwenkarm (22) und der Stützzylinder (23) schwenkbar am Rahmenlängsträger (8) festgelegt und Schwenkarm (22) und Ausgleichlenker (28) am freien Ende (31, 32) im Abstand zueinander gelenkig mit einem die Fixierplatte (21) tragenden Stützarm (33) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (33) gelenkig mit der Fixierplatte (21) verbunden ist.
  2. 2. Transportfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (33) längenveränderlich ausgebildet ist.
  3. 3. Transportfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (33) von zwei teleskopartig ineinander verschieblichen und gegeneinander versteckbaren Hohlrohren (35, 36) gebildet ist.
  4. 4. Transportfahrzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Stützzylinder (23), Ausgleichslenker (28) und Schwenkarm (22) mit einem auf dem Rahmenlängsträger (8) in Längsrichtung verschieblichen Haltebock (40) verbunden sind.
  5. 5. Transportfahrzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierplatte (21) über eine über den Rahmenlängsträger (8) herabreichende Stützplatte (44) verfügt.
  6. 6. Transportfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die an die eigentliche Fixierplatte (21) angesetzte Stützplatte (44) über eine sich am Stützarm (33) abstützende Klemmplatte (45) teilweise abgedeckt ist.
  7. 7. Transportfahrzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützarm (33) über ein aus der Mitte in Richtung Stützplatte (44) versetztes Gelenk mit der Fixierplatte (21) verbunden ist.
  8. 8. Transportfahrzeug für den Transport von A- oder L-förmigen, mit großflächigen Glasscheibenpaketen (18, 19) oder ähnlichen Waren beladenen Böcken (15), deren Ladung über sich an den Rahmenlängsträgern (8) des Fahrzeuges abstützenden, mit verschwenkbaren Fixierplatten ausgerüsteten Fixiereinrichtungen (20) gesichert ist, die aus den Fixierplatten (21), den die Fixierplatten (21) haltenden Schwenkarmen (22) und den auf den Rahmenlängsträgern (8) angeordneten Stützzylindern (23) bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützzylinder (23) oberhalb des Rahmenlängsträgers (8) an einem Haltebock (40) aufgehängt angeordnet und über ein Stützarmteil (47) gelenkig mit der Fixierplatte (21) verbunden ist, daß der Schwenkarm (22) einerseits am Stützarmteil (47) fest und andererseits am Haltebock (40) schwenkbeweglich angelenkt ist und daß der Schwenkarm (22) längenveränderlich ausgebildet ist.
  9. 9. Transportfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (22) aus zwei teleskopartig ineinanderschiebbaren Rohren (48, 49), vorzugsweise Vierkantrohren besteht.
  10. 10. Transportfahrzeug nach nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (22) einen in den Rohren (48, 49) angeordneten und jeweils endseitig mit ihnen verbundenen Zylinder (50) aufweist, der druckleitungsmäßig jeweils über Kreuz mit dem Zylinder- (51) bzw. Kolbenraum (52) des Stützzylinders (23) verbunden ist.
  11. 11. Transportfahrzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Stützzylinder (23) und Schwenkarm (22) in der Ruheposition V-förmig jeweils mit den freien Armen mit dem Haltebock (40) einerseits und mit der Keilspitze mit dem Stützarmteil (47) andererseits verbunden sind.






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