PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69711656T2 24.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0931272
Titel LOKALISIERUNGSSYSTEM VON KASSETTEN MIT DIGITALEN BILDDATEN
Anmelder Ge Medical Systems S.A., Buc Cedex, FR
Erfinder HEIDSIECK, Robert, F-78150 Rocquencourt, FR;
RIT, Vincent, F-59500 Douai, FR;
PICARD, Catherine, F-92100 Boulogne, FR;
BAUDET, Louis, Jean, F-75003 Paris, FR
Vertreter Voigt, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 65239 Hochheim
DE-Aktenzeichen 69711656
Vertragsstaaten DE, NL
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.10.1997
EP-Aktenzeichen 979439270
WO-Anmeldetag 03.10.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/FR97/01745
WO-Veröffentlichungsnummer 0009815848
WO-Veröffentlichungsdatum 16.04.1998
EP-Offenlegungsdatum 28.07.1999
EP date of grant 03.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.2002
IPC-Hauptklasse G01T 1/29
IPC-Nebenklasse G03B 42/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Lokalisieren von digitalen Bildaufnahmekassetten in einem Durchstrahlungsgerät zum Gegenstand. Derartige Durchstrahlungsgeräte umfassen im allgemeinen eine Röntgenstrahlungsvorrichtung, eine Vorrichtung zum Halten der Bildaufnahmekassette, wobei das zu durchstrahlende Organ zwischen der Röntgenstrahlungsvorrichtung und der Vorrichtung zum Halten der Kassette angeordnet wird, eine Einrichtung zum Verarbeiten der in dieser Weise erhaltenen Informationen und eine Ablage für die Kassette, wenn diese nicht benutzt wird.

Man kennt beispielsweise Mammographievorrichtungen, die eine Röntgenstrahlungsquelle, die auf einer Seite des zu durchstrahlenden Organs angeordnet ist, einen für Röntgenstrahlen durchlässigen Haltetisch, der auf der anderen Seite des zu durchstrahlenden Organs angeordnet ist, einen einstellbaren Aufnahmetisch, der das Organ an den Haltetisch legt und eine Aufnahme zum Aufnehmen einer Bildaufnahmekassette, die einen belichtbaren Film enthält, umfassen. Die Aufnahme befindet sich im Haltetisch.

Nachdem ein Bild des Organs aufgenommen ist, wird die den belichteten Film enthaltende Kassette aus ihrer Aufnahme herausgenommen und wird der Film entwickelt.

Derartige Vorrichtungen dienen im allgemeinen zur Untersuchung nach eventuellen Brustkrebssymptomen. Ein erster Arbeitsvorgang besteht darin, eine systematische Erkennung durchzuführen, die nur einen oder zwei Aufnahmen notwendig macht. Wenn die Aufnahmen Krebssymptome zeigen, führt man anschließend eine gründlichere Diagnose durch, die eine wesentlich größere Anzahl von Aufnahmen benötigt, beispielsweise von einem bestimmten Bereich des Organs, in dem auf die Art der Wiedergabe und der Visualisierung der Bilder eingewirkt wird.

Wenn die Diagnose ergibt, daß ein Krebs vorliegt, kann es notwendig sein, eine Biopsie durchzufürgen. Man ordnet dann eine Punktiervorrichtung an dem Durchstrahlungsgerät an. Die Punktiervorrichtung umfaßt im allgemeinen eine Nadel zur Probenentnahme in dem Bereich, der als krebsbefallen verdächtigt wird, um diese zu analysieren und einen Nadelhalter. Das Durchstrahlungsgerät dient somit auch dazu, die Nadel zu positionieren. Die Punktiervorrichtung kann auch dazu dienen, einen mit einem Faden versehenen Haken anzusetzen, der dazu bestimmt ist, daß der Chirurg einen von Krebs befallenen Bereich während einer Operation vernäht.

Während der Benutzung der Punktiervorrichtung wird im allgemeinen eine erste Zentrierungsaufnahme des zu punktierenden Bereiches erstellt und wird dann, dank eines Kippmechanismus der Röntgenstrahlungsquelle eine Aufnahme mit einem Winkel von +15º und eine zweite Aufnahme mit einem Winkel von -15º erstellt, um über eine Stereotaxie die dreidimensionalen Koordinaten eines besonders interessanten Punktes zu erhalten, worauf man nach dem Einführen der Nadel in das Organ wenigstens zwei Steueraufnahmen anfertigt, um zu verifizieren, daß die Nadel in dem zu punktierenden Bereich angeordnet ist. In der Praxis kommt man insgesamt auf eine Größenordnung von acht Aufnahmen während der Benutzung der Punktiervorrichtung. Die Entwicklung eines belichtbaren Filmes dauert pro Aufnahme 3 bis 5 Minuten.

Während der gesamten Dauer des Biopsiearbeitsvorganges und der Entwicklung der Aufnahmen bleibt das Organ vollständig unbeweglich bezüglich des Durchstrahlungsgerätes und wird das Organ zusammengedrückt zwischen dem Haltetisch und den Aufnahmetisch gehalten. Der Patient muß somit mehr als 30 Minuten in einer unbeweglichen Position bleiben, was relativ anstrengend ist.

Um die Zeit der Unbeweglichkeit des Organes zu verringern, können die Kassetten, die belichtbare Filme enthalten, durch Kassetten ersetzt werden, die digitale Bildaufnahmeeinrichtungen enthalten, die eine extrem schnelle Bildaufnahme bewirken können. Die Arbeitsvorgänge der Biopsie sind dann wesentlich kürzer und reduzieren die Unannehmlichkeit dieser Untersuchungen. Digitale Bildaufnahmekassetten erlauben darüber hinaus eine Erhöhung der Qualität der Diagnose. Aus ökonomischen Gründen ist es wünschenswert, digitale Bildaufnahmekassetten zu benutzen, ohne den Rest des Durchstrahlungsgerätes zu verändern. Die Kassette sollte herausnehmbar sein, so daß sie entweder unter dem Tisch während einer Diagnose oder in der Punktiervorrichtung während einer Biopsie angeordnet werden kann.

Eine digitale Bildaufnahmekassette umfaßt ein Gehäuse, in dessen Inneren eine Detektoreinrichtung für ein Durchstrahlungssignal angeordnet ist. Diese Detektoreinrichtung kann beispielsweise einen Scintillator, der die auftreffenden Röntgenstrahlen in eine Lichtstrahlung umwandeln kann, eine optische Faser, die den größten Teil der Röntgenstrahlung, der durch den Scintillator gegangen ist, filtern kann und die Bauelemente schützen kann, die sich hinter dieser optischen Faser befinden, und eine Rasterkamera mit Ladungsübertragungselementen (CCD) umfassen, die einen empfindlichen Bereich bilden. Um eine zufriedenstellende Positionierung der Kassette in einer Aufnahme sicherzustellen, wird im allgemeinen die Kassette mit einer Rasteinrichtung ausgerüstet. Die Kassette wird gleichfalls mit einem elektrischen Kabel versehen, das zu einer Informationsverarbeitungseinrichtung, im allgemeinen einem Mikroprozessor, führt.

Wenn die Kassette in einer Aufnahme in einer falschen Position oder ohne Verrastung der Rasteinrichtungen eingegeben wird, besteht die Gefahr, daß die Qualität der Bilder beeinträchtigt ist. Es ist daher notwendig, daß der Mikroprozessor mittels einer geeigneten Logik die verschiedenen Bilder nach Maßgabe der Benutzung der Kassette in der Punktiervorrichtung oder in der Aufnahme des Haltetisches verarbeitet.

Die Druckschriften EP-A-0 603 709 und EP-A-0 714 038 beschreiben die Verwendung von digitalen Bildaufnahmekassetten für eine Durchstrahlungsvorrichtung.

Die vorliegende Erfindung hat somit die Verwirklichung einer Vorrichtung zum Lokalisieren von Kassetten zum Ziel, die es erlaubt, die ausreichende Positionierung und Verrastung der Kassette in ihrer Aufnahme und die Anordnung der Kassette in der Aufnahme des Haltetisches in einer Punktiervorrichtung sowie auch in einer inaktiven Position zu verifizieren.

Die Vorrichtung zum Lokalisieren gemäß der Erfindung ist für digitale Bildaufnahmekassetten in einem Durchstrahlungsgerät bestimmt, das eine Röntgenstrahlungsquelle, eine Informationsverarbeitungseinrichtung, einen Halter zum Halten der Kassette in einer aktiven Position und eine Ablage zum Ablegen der Kassette in einer inaktiven Position umfaßt. Die Kassette umfaßt eine Sensoreinrichtung für das Einsetzen der Kassette in den Halter und eine Sensoreinrichtung zum Identifizieren der Kassette. Man kann somit die Art der benutzten Kassette sowie den Ort erkennen, wo sich die Kassette befindet.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Informationsverarbeitungseinrichtung eine Einrichtung zum Verarbeiten der von der Kassette kommenden digitalen Signale sowie eine Einrichtung zum Steuern der Röntgenstrahlungsquelle.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Vorrichtung eine Einrichtung zum Verhindern des Einsetzens einer Kassette mit Standardparallelepipedformat in die Ablage, ist die Aufnahme der Kassette in der Ablage mit abgeschnittenen Ecken versehen und hat die Kassette, deren Einsetzen erlaubt ist, ein Parallelepipedformat mit abgeschnittenen Ecken. Man vermeidet in dieser Weise, daß Kassetten vom herkömmlichen Typ in die Ablage eines Durchstrahlungsgerätes eingesetzt werden, das mit einer Vorrichtung zum Lokalisieren ausgerüstet ist.

Vorzugsweise umfaßt die Kassette einen Sensor für das Einsetzen in den Halter in Form eines mechanischen Schalters.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Kassette einen Sensor zum Identifizieren in der Ablage in Form eines Relais, das magnetisch durch einen Magneten ausgelöst abfällt, der fest mit der Ablage verbunden ist.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Kassette einen Riegel zum Sperren im Halter, einen Verriegelungssensor in Form eines elektrischen Kontaktes mit dem Halter und eine Einrichtung zum Digitalisieren des Signals des Verriegelungssensors, um die Verriegelungsinformation auf die Informationsverarbeitungseinrichtung zu übertragen.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Vorrichtung weiterhin eine Punktiereinrichtung die eine Biopsie ausführen kann und einen zweiten Halter zum Halten der Kassette in einer aktiven Position umfaßt. Der zweite Halter kann eine Einrichtung umfassen, die das Einsetzen von Kassetten im Standardepipedformat verhindert, wobei die Aufnahme der Kassette im zweiten Halter mit abgeschnittenen Ecken versehen ist und die Kassetten, die eingesetzt werden dürfen, ein Parallelepipedformat mit abgeschnittenen Ecken haben. Die Kassetten können einen Sensor für das Einsetzen und einen Sensor zum Identifizieren im zweiten Halter umfassen, die in Form eines mechanischen Schalters und eines Relais vorliegen, das von einem Magneten ausgelöst magnetisch abfällt, der fest mit dem zweiten Halter verbunden ist.

Vorzugsweise umfaßt die Kassette einen Riegel zum Sperren im zweiten Halter, einen Verriegelungssensor in Form eines elektrischen Kontaktes mit dem zweiten Halter und eine Einrichtung zum Digitalisieren des Signals des Verriegelungssensors, um eine Verriegelungsinformation auf die Informationsverarbeitungseinrichtung zu übertragen.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Kassette mit Übertragungsleitungen zu der Informationsverarbeitungseinrichtung ausgerüstet und umfaßt die Kassette einen Griff, der dazu bestimmt ist, die Kassette zu ergreifen und den Leitungsausgang der Kassette zu schützen.

Dank der Erfindung weiß die Bedienungsperson sofort, wo sich die Kassette befindet, die er sucht, und wird darüber hinaus verhindert, daß die Kassette benutzt wird, wenn ein Verriegelungsmangel oder eine fehlerhafte Positionierung im Halter vorliegt.

Die Erfindung wird sich aus der Lektüre der Beschreibung im Einzelnen von Ausführungsbeispielen näher ergeben, die als nicht beschränkende Beispiele gegeben werden und in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt sind, in denen

Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Durchstrahlungsgerätes zeigt,

Fig. 2 eine Stirnansicht der Bildaufnahmekassette zeigt,

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Bildaufnahmekassette zeigt,

Fig. 4 eine Seitenansicht der Bildaufnahmekassette zeigt und

Fig. 5 und 6 Draufsichten auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kassette zeigen.

Wie es in den Figuren dargestellt ist, umfaßt die Mammographievorrichtung eine Punktiereinrichtung 2, eine digitale Bildaufnahmekassette 3 und eine Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4. Das Durchstrahlungsgerät umfaßt einen Sockel 5, der auf dem Boden aufliegt und einen Brustaufnahmetisch 6 trägt, der auch "Bucky" genannt wird sowie in seiner Höhe einstellbar ist, und eine Röntgenstrahlungsquelle 7, die um ±30º bezüglich der vertikalen Symmetrieebene des Durchstrahlungsgerätes kippbar ist. Die Röntgenstrahlungsquelle 7 wird von einer Säule 8 gehalten, die an ihrer Stirnseite mit mehreren Löcher zum Befestigen der Punktiereinrichtung 2 versehen ist.

Die Punktiereinrichtung 2 kann an der Mammographievorrichtung 1 befestigt sein oder nicht und umfaßt einen Haltetisch 2a, der die Rolle eines Kompressionskissens spielt, einen Nadelhalter 10 und eine nicht dargestellte Nadel, die eine Biopsie im zu durchstrahlenden Organ bewirken kann. Die Punktionseinrichtung 2 ist mit zwei Stiften 11 versehen, von denen einer in Fig. 1 sichtbar ist und die in den Löchern 9 der Säule 8 der Mammographievorrichtung 1 aufgenommen werden können, und weist nicht dargestellte Verschlüsse zur Befestigung an der Säule 8 auf. Die Punktiereinrichtung 2 ist über eine elektrische Leitung 12a mit einer Verbindungsbuchse 13 verbunden.

Die digitale Bildaufnahmekassette 3 ist flach und im wesentlichen parallelepipedförmig mit abgeschnittenen Ecken und ist über eine elektrische Leitung 12b mit der Verbindungsbuchse 13 verbunden.

Diese ist mit der Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 verbunden und umfaßt einen Start- und Abstellknopf für die Grundversorgung des Systems und die notwendigen Informationsverbindungen, die nicht dargestellt sind. Die Verbindungsbuchse 13 kann an einer Säule 13a angebracht sein, in der überschüssige Leitungslängen angeordnet sind. Die Leitungen 12a und 12b gehen durch die Mammographievorrichtung 1 derart, daß der Versetzungsbereich der Kassette 3 und der Punktiereinrichtung 2 begrenzt ist. Man reduziert damit die Gefahr einer Fehlanordnung der letzteren.

Die Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 umfaßt ein Gehäuse 14 und nicht dargestellte elektronische Einrichtungen vom Typ eines Mikroprozessors, die mit der Punktiereinrichtung 2 und der Kassette 3 über die elektrische Leitung 12c, die Verbindungsbuchse 13 und die elektrischen Leitungen 12a und 12b verbunden sind, um die von der Kassette 3 empfangenen Informationen zu verarbeiten und die Punktiereinrichtung 2 und insbesondere die Versetzung des Nadelträgers 10 während einer Biopsie zu steuern. Die Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 kann die Röntgenstrahlungsquelle 7 steuern und umfaßt gleichfalls einen Bildschirm 5 zur Visualisierung der Bilder des durchstrahlten Organs sowie eine Tastatur 16. Die Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 kann mit einer bestimmten Logik versehen sein, die dazu bestimmt ist, die dreidimensionalen Koordinaten von Punkten des durchstrahlten Organs ausgehend von zwei Bildern zu berechnen, die unter verschiedenen Winkeln dank einer Schwenkung der Röntgenstrahlungsquelle 7 aufgenommen werden. Man kann somit eine ausgezeichnete Visualisierung entweder bestimmter Bereiche des durchstrahlten Organes während einer Diagnose oder der Position der Nadel im durchstrahlten Organ während einer Biopsie erhalten, indem optimierte Sichtanzeigeverfahren angewandt werden.

Die Kassette 3 kann in Richtung des Pfeiles in Fig. 1 in eine Aufnahme der Punktiereinrichtung 2 oder in eine Aufnahme, die in einem Kassettenhalter vorgesehen ist, der nicht dargestellt ist, der während der Diagnose benutzt wird und so ausgebildet ist, daß er an dem Brusthaltetisch 6 befestigt werden kann, oder auch in einer Ruheposition in eine Aufnahme 17 der Mammographievorrichtung 1 eintreten.

Die Kassette 3 umfaßt in einer nicht dargestellten Weise einen empfindlichen Bereich mit einer oberen für Röntgenstrahlen durchlässigen Wand, einen Scintillator, der die Röntgenstrahlen in sichtbares Licht umwandeln kann, eine optische Faserschicht, die dazu bestimmt ist, das sichtbare Licht zu übertragen, und eine Rasterkamera, die eine Vielzahl von Ladungsübertragungszellen (CCD) umfaßt.

Im Betrieb werden Röntgenstrahlen von der Quelle 7 ausgesandt, die durch einen nicht dargestellten Haltetisch, das zu durchstrahlende Organ, den Brustaufnahmetisch 6, die obere Wand des empfindlichen Bereichs der Kassette 3 hindurchgehen und in den Scintillator eintreten, der beim Empfang der Röntgenstrahlen sichtbares Licht aussendet, das auf die Rasterkamera über die Schicht der optischen Fasern übertragen wird. Die Rasterkamera erlaubt es, die in Form von sichtbarem Licht empfangene Information in eine Information in Form eines digitalen elektrischen Signals umzuwandeln, das über die elektrischen Leitungen 12b und 12c auf die Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 übertragen wird.

Wie es in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist, umfaßt die Kassette 3 eine Hülle 18, die im wesentlichen parallelepipedförmig ausgebildet ist und eine Oberseite 19, eine Unterseite 20, zwei längsverlaufende Ränder 21 und 22 und zwei seitliche Ränder 23 und 24 umfaßt. An den Schnittstellen zwischen dem längsverlaufenden Rand 21 und dem seitlichen Rand 23 und zwischen dem längsverlaufenden Rand 21 und dem seitlichen Rand 24 sind jeweils abgeschnittene Ecken 25 und 26 ausgebildet, die beide senkrecht zu den Ober- und Unterseiten 19 und 20 verlaufen. Am seitlichen Rand 23 der Hülle 18 der Kassette 3 befindet sich ein Griff 27, der einerseits zum Ergreifen der Kassette 3 durch die Bedienungsperson sowie andererseits zum Schutz der elektrischen Leitung 12b an ihrer Austrittsstelle aus der Hülle 18 dient, um zu vermeiden, daß eine Bewegung der Leitung 12b bezüglich der Hülle 18 zu einer Beeinträchtigung der elektrischen Kontakte des Endes der Leitung 12b im Inneren der Hülle 18 führt. Der Griff 27 hat geringe Abmessungen, um den Patienten während der Untersuchung nicht zu stören. Am seitlichen Rand 24, der dem seitlichen Rand 23 gegenüberliegt, umfaßt die Kassette 3 einen Riegel 28 zum Sichern der Sperre der Kassette 3 in ihrer Aufnahme, die im Brustaufnahmetisch 6, in der Positionierungseinrichtung 2 oder in der Ablage 17 vorgesehen ist (Fig. 1).

Die Kassette 3 umfaßt an ihrem längsverlaufenden Rand 21 einen Sensor 29 für das Einsetzen der Kassette 3 in die Aufnahme der Positioniereinrichtung 2 oder den Brustaufnahmetisch 6. Der Sensor 29 ist im allgemeinen ein mechanischer Sensor mit einem Stellschalter. Man kann auch ein elektromechanisches Relais vorsehen, das durch einen Auslöser ausgelöst wird, der in den Aufnahmen der Positioniereinrichtung 2 und des Brustaufnahmetisches 6 vorgesehen ist. Die Kassette 3 umfaßt gleichfalls an ihrer abgeschnittenen Ecke 26 einen Sensor 30 zum Identifizieren der Kassette 3, der allgemein in Form eines magnetisch auslösbaren Relais vorliegt, das durch einen Magneten 31 ausgelöst wird, der fest mit der Aufnahme der Positionierungseinrichtung 2 und der Ablage 17 verbunden ist, deren Umriß 32 schematisch in Fig. 3 dargestellt ist.

Der Umriß 32 der Aufnahme hat eine derartige Form, daß die Kassette 3 aufgenommen werden kann, und umfaßt abgeschnittene Ecken 32a und 32b, die den abgeschnittenen Ecken 25 und 26 der Kassette 3 entsprechen. Aufgrund der abgeschnittenen Ecken 32a und 32b des Umrisses 32 der Aufnahme vermeidet man vollständig, daß eine Kassette vom herkömmlichen Typ in die Aufnahme eingesetzt wird, die für eine Kassette 18 gemäß der Erfindung vorgesehen ist. Wenn eine Bedienungsperson beabsichtigt, eine Kassette vom herkömmlichen Typ in eine derartige Aufnahme einzuführen, würden die rechtwinkligen Ecken der Kassette gegen die abgeschnittenen Ecken 32a und 32b des Umrisses 32 der Aufnahme stoßen und das vollständige Einsetzen der Kassette in die Aufnahme verhindern. Die Bedienungsperson erkennt sofort den Grund für das mangelhafte Einsetzen und kann anschließend eine Kassette vom gewünschten Typ verwenden. Die Sensoren 29 und 30 der Kassette 3 erlauben eine sofortige Lokalisierung indem die Informationen verwandt werden, die von den Sensoren 29 und 30 über die elektrische Leitung 13 auf die Steuer- und Verarbeitungseinrichtung 4 übertragen werden. Man erhält die folgende Wahrheitstabelle:

Wenn die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 4 eine Information vom Einsetzsensor 29 und eine Information vom Identifizierungssensor 30 empfängt, ist die Kassette 3 in die Aufnahme der Positioniereinrichtung 2 eingesetzt. Die Positioniereinrichtung 2 kann tatsächlich gleichzeitig den Einsetzsensor 29 und den Identifizierungssensor 30 auslösen.

Wenn die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 4 ein Signal vom Einsetzsensor 29 und kein Signal vom Identifizierungssensor 30 empfängt, ist die Kassette in den Brustaufnahmetisch 6 eingesetzt. Der Brustaufnahmetisch 6 kann tatsächlich auf den mechanischen Einsetzsensor 29 reagieren weist jedoch keinen Magneten auf, der auf den Identifizierungssensor 30 reagieren könnte.

Wenn die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 4 ein Signal vom Identifizierungssensor 30 aber kein Signal vom Einsetzsensor 29 empfängt, ist die Kassette in die Aufnahme der Ablage 17 eingesetzt, die nicht auf den Einsetzsensor 29 reagiert, deren Aufnahme jedoch mit einem Magneten 31 versehen ist, der auf den Identifizierungssensor 30 reagieren kann.

Wenn die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 4 kein Signal, weder vom Einsetzsensor 29 noch vom Identifizierungssensor 30 empfängt, ist die Kassette in keine Aufnahme eingesetzt, für die sie bestimmt ist, und kann somit von einer zu einer anderen Aufnahme transportiert werden oder sich in einer nicht autorisierten Aufnahme befinden. Die Bedienungsperson wird daher fortlaufend über den Ort informiert, wo sich die Kassette 3 befindet.

Der Riegel 28 der Kassette 3 umfaßt einen Verriegelungssensor 33 und einen Analog/Digital-Wandler, der nicht dargestellt ist und ein digitales Signal auf die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 4 überträgt, wenn eine Verriegelung des Riegels 28 bewirkt ist, wodurch es beispielsweise möglich ist, das Aufnehmen einer Aufnahme zu verhindern, wenn die Kassette 3 nicht in ausreichendem Maße in der Aufnahme der Positioniereinrichtung 2 oder des Brustaufnahmetisches 6 verriegelt ist. Man vermeidet dadurch eine unnötige Aussendung von Röntgenstrahlen.

Die Fig. 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem ein Kassette 3 eine Hülle 18 umfaßt, in der ein Kasten 34 gleitend verschiebbar ist. Die Relativbewegung zwischen dem Kasten 34 und der Hülle 18 erlaubt es, einen Abstand des empfindlichen Bereiches der Kassette 3, die sich im Kasten 34 befindet, vom Rand der Hülle 18 einzuhalten und die Gefahr einer Beeinträchtigung durch einen Stoß zu verringern. Der Einsetzsensor 29 und der Positionierungssensor 30 können in der selben Weise angeordnet sein, wie es in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist, oder können gleichfalls an den seitlichen Rändern der Kassette 3 angeordnet sein. Es versteht sich, daß man als Sensoren 29 und 30 irgendeine Art eines kompakten Sensors verwenden kann, der ein Signal auf die Verarbeitungs- und Steuereinrichtung übertragen kann, beispielsweise einen elektrischen Kontakt anstelle eines magnetisch auslösbaren Relais. Man kann gleichfalls anstelle eines empfindlichen Bereiches, der aus einer Matrix von Ladungsübertragungselementen besteht, einen empfindlichen Bereich verwenden, der aus einer Photodiodenmatrix gebildet ist.

Dank der Erfindung erhält man eine digitale Bildaufnahmekassette, die leicht lokalisiert werden kann und deren Ablage sofort durch die Bedienungsperson erkannt werden kann. Man erleichtert somit die Benutzung des Durchstrahlungsgerätes.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Lokalisieren von digitalen Bildaufnahmekassetten (3) in einem Durchstrahlungsgerät (1) eines Typs, der eine Röntgenstrahlungsquelle (7), eine Informationsverarbeitungseinrichtung (4), einen Halter zum Halten der Kassette in einer aktiven Position und eine Ablage (17) zum Ablegen der Kassette (3) in einer inaktiven Position umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette eine Sensoreinrichtung (29) für das Einsetzen der Kassette (3) in den besagten Halter und eine Sensoreinrichtung (30) für die Identifikation der Kassette (3) umfaßt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Informationsverarbeitungseinrichtung (4) eine Einrichtung zum Verarbeiten der von der Kassette (3) stammenden digitalen Signale und eine Einrichtung zum Steuern der Röntgenstrahlungsquelle umfaßt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Einrichtung zum Verhindern des Einsetzens einer Kassette mit Standardparallelepipedformat in der Ablage umfaßt, die Aufnahme der Kassette (3) im besagten Halter und in der Ablage mit abgeschnittenen Ecken (32a, 32b) versehen ist und die Kassetten (3), deren Einsetzen erlaubt ist, ein Parallelepipedformat mit abgeschnittenen Ecken (25, 26) haben.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) einen Sensor (29) für das Einsetzen in den Halter in Form eines mechanischen Schalters umfaßt.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) einen Sensor (30) zum Identifizieren in der Ablage in Form eines Relais umfaßt, das magnetisch durch einen Magneten (31) ausgelöst abfällt, der fest mit der Ablage verbunden ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) einen Riegel (28) zum Sperren im Halter, einen Verriegelungssensor (33) in Form eines elektrischen Kontaktes mit dem Halter und eine Einrichtung zum Digitalisieren des Signals des Verriegelungssensors umfaßt, um eine Verriegelungsinformation auf die Informationsverarbeitungseinrichtung (4) zu übertragen.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin eine Punktiereinrichtung (2) umfaßt, die eine Biopsie ausführen kann und einen zweiten Halter zum Halten der Kassette (3) in einer aktiven Position umfaßt.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Halter eine Einrichtung zum Verhindern des Einsetzens von Kassetten mit Standardparallelepipedformat umfaßt, die Aufnahme der Kassette (3) im zweiten Halter mit abgeschnittenen Ecken versehen ist und die Kassetten (3), deren Einsetzen erlaubt ist, ein Parallelepipedformat mit abgeschnittenen Ecken haben.

9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8 dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) einen Sensor für das Einsetzen und einen Sensor für das Identifizieren im zweiten Halter in Form eines mechanischen Schalters und eines Relais umfaßt, das magnetisch über einen fest mit den zweiten Halter verbundenen Magneten ausgelöst abfällt.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) einen Riegel zum Sperren im zweiten Halter, einen Verriegelungssensor in Form eines elektrischen Kontaktes mit den zweiten Halter und eine Einrichtung zum Digitalisieren des Signals des Verriegelungssensors umfaßt, um eine Verriegelungsinformation auf die Informationsverarbeitungseinrichtung zu übertragen.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette (3) mit Leitungen zur Informationsübertragung auf die Informationsverarbeitungseinrichtung ausgerüstet ist und einen Griff (27) umfaßt, der dazu bestimmt ist, die Kassette (3) zu ergreifen und den Leitungsausgang der Kassette (3) zu schützen.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com