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Dokumentenidentifikation DE69619478T2 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0776608
Titel Schokoladeformen
Anmelder Société des Produits Nestlé S.A., Vevey, CH
Erfinder Beckett, Stephen, Wigginton, York Y03 3SX, GB;
Mackley, Malcolm Robert, Cambridge CB4 1AP, GB;
Jury, Mark, Thirsk, North Yorkshire Y07 2PH, GB
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69619478
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.10.1996
EP-Aktenzeichen 962028338
EP-Offenlegungsdatum 04.06.1997
EP date of grant 27.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse A23G 1/20
IPC-Nebenklasse A23G 3/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Formen von Schokolade in eine gewünschte Form, insbesondere ein Verfahren zum Formen von Schokolade in einem festen oder halbfesten Zustand.

Ein Verfahren zum Formen von Schokolade in eine gewünschte Form ist Gießen. Gießen von Schokolade erfolgt normalerweise in flüssigem Zustand durch Eingießen, d. h. Gießen der geschmolzenen Schokolade in eine Form gefolgt von Kühlen. Die in Form gegossene Schokolade wird infolge der thermischen Kontraktion der Schokolade beim Absetzen gewöhnlich nach dem Kühlen leicht aus der Gussform heraus gelöst, wobei ein Produkt mit einer attraktiven glänzenden Oberfläche erhalten wird. Die Nachteile des herkömmlichen Schokoladen -Gießens sind jedoch das Erfordernis von Kühlleitungen, die Raum und Zeit benötigen, die fehlende Möglichkeit aufgrund des Kühlschrittes das Produkt direkt einzuwickeln und die fehlende Möglichkeit, eine genaue Gewichtssteuerung zu erreichen. Die Bildung von Schokoladenkernen für "Smarties" (RTM) beinhaltet gegenwärtig die Verwendung von Rollen, die ebenfalls eine sehr hohe Kühlkapazität benötigen.

In der anhängigen EP-A-93114251.7 wird ein Verfahren zum plastischen Extrudieren eines Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials beschrieben, welches umfasst, Einbringen des Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials in eine Extrusions-Vorrichtung und Anlegen von Druck an dem Fett enthaltenden Süßspeisen-Material in einer im wesentlichen festen oder halbfesten, nicht gießbaren Form stromaufwärts einer Strömungsbeschränkung, wobei die Temperatur, der Druck, das Verengungsverhältnis und die Extrusionsgeschwindigkeit derart sind, dass das Fett enthaltende Süßspeisen-Material im wesentlichen isotherm extrudiert wird und in einer im wesentlichen festen oder halbfesten, nicht gießbaren Form bleibt, um ein axial homogenes, extrudiertes Produkt zu bilden, das eine temporäre Flexibilität oder Plastizität aufweist, so dass es körperlich bearbeitet, geschnitten oder plastisch verformt werden kann, beispielsweise kann es gebogen, verdreht oder in eine Gießform eingebracht werden. Die EP-A-93114251.7 beschreibt ebenfalls ein Injektions-Gießverfahren, bei dem das temporär flexible, extrudierte Produkt unter Druck bei einer Temperatur unterhalb des normalen Schmelzpunktes der Schokolade durch Einspritzen gegossen wird. Dieses Einspritz-Gießverfahren ist im wesentlichen isotherm und ein nachfolgender Kühlschritt ist daher nicht erforderlich, so dass das Produkt unmittelbar nach Beendigen des Einspritz-Gießvorgangs zum Herausnehmen aus der Gießform geeignet ist. Da jedoch ein nachfolgender Kühlschritt nicht erforderlich ist, erfolgt eine thermische Kontraktion nicht notwendigerweise, wobei in einigen Fällen ein Herausnehmen aus der Gießform und ein Erhalt einer hoch qualitativen Oberfläche schwierig zu erreichen ist.

Es wurde überraschenderweise gefunden, dass es möglich ist, eine temporär flexible, feste oder halbfeste, nicht gießbare oder nicht strömbare extrudierte Schokolade in eine Vielzahl von Formen mit einer hoch qualitativen Oberfläche durch Kompressions-Gießen, Pressen oder Deformieren der extrudierten Schokolade zu formen.

Die vorliegende Erfindung liefert daher ein Verfahren zum Formen eines extrudierten, Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials welches umfasst, Einbringen des fetthaltigen Süßspeisen- Materials in eine Extrudiervorrichtung und Ausüben von Druck auf das fetthaltige Süßspeisen- Material in einer festen oder halbfesten, nicht gießbaren oder nicht-fließfähigen Form stromaufwärts einer Strahlverengung, wobei die Temperatur, der Druck, das Verengungsverhältnis und die Extrusionsrate derart sind, dass das fetthaltige Süßspeisen- Material bei konstanter Temperatur extrudiert wird und in einer festen oder halbfesten, nicht- gießbaren oder nicht-fließfähigen Form verbleibt, und eine vorübergehende Elastizität oder Formbarkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte Produkt, während es über die vorübergehende Elastizität verfügt, gepresst und in die gewünschte Form umgeformt wird, indem es zwischen den Spalt eines Paars entgegengesetzt rotierender Trommeln hindurchgeleitet wird, oder formgepresst wird, indem eine bestimmte Menge (entweder eine abgewogene Menge oder eine geschnittene Läge) an dem extrudierten festen Produkt in den Hohlraum einer Formpressvorrichtung gegeben wird, die Vorrichtung unter Druck geschlossen wird, um das extrudierte feste Produkt in die Form des Hohlraums zu pressen, der durch die obere und untere Hälfte der Pressvorrichtung festgelegt ist, und indem schließlich die Form geöffnet wird, um das geformte Produkt herauszunehmen. Wenn gewünscht, können die Gießformen gekühlt worden sein, um ein Herausnehmen durch Härten des extrudierten festen Produkts zu unterstützen. Vorteilhafterweise können die Gießformen poliert oder an der Oberfläche behandelt werden, beispielsweise mit Teflon beschichtet werden, um ein Herausnehmen aus der Gießform zu unterstützen und die Oberflächenbehandlung zu verbessern. Wahlweise kann ein Mechanismus zum Heraustritt aus der Gießform eingesetzt werden, wie Abstreifplatten, Ausgabe mittels Druckluft, Stifte usw., um ein Herausnehmen aus der Gießform zu unterstützen. Das Formgepresste, extrudierte feste Produkt kann beispielsweise eine feste dreidimensionale Form oder eine hohle Schale, insbesondere eine dünnwandige Schale, wie ein Osterei, aufweisen. Das so gebildete Produkt kann dann, wenn gewünscht, eingewickelt oder weiterverarbeitet werden, beispielsweise mit einem oder mehreren Nahrungsmitteln, vorzugsweise einem Süßspeisen- Nahrungsmittel, wie einem Dessert, einer Waffel, Karamel, Fondant, Eiskrem usw.

Die vorliegende Erfindung führt zu einem Form-gepressten, extrudierten festen Produkt in Form einer hohlen Schale, die mit mindestens einem anderen Nahrungsmittel, beispielsweise einem oder mehreren von Eiskrem, Waffel, Karamel, Fondant, Biskuit, Praline, Gelee usw. gefüllt ist.

Einige Vorteile des Formpressens eines temporär flexiblen, festen extrudierten Produkts gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber Einspritz-Gießen und anderen formgebenden Techniken sind wie folgt:

4) die Produktionsgeschwindigkeit ist hoch,

b) es tritt kein Abfall von Beschickungsvorrichtungen auf, wie beim Einspritz-Gießen, und

c) die Ausrüstung ist relativ kostengünstig - alles was erforderlich ist ist ein Extruder und eine einfache Press-Einrichtung.

Die Press-Einrichtung kann mit Hebeln manuell oder pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden. Der Kompressionsdruck wird von dem Maß an Plastizität des extrudierten Produkts abhängen, das durch die Extrusionsbedingungen, der Anzahl an gebildeten Stücken (d. h. es könnte eine Presse mit mehreren Vertiefungen vorliegen), der Komplexität der Form und der Größe des Stücks gesteuert wird. In einigen Fällen ist ein Druck von Hand ausreichend, um die Schokolade in die Form der Gießform zu pressen.

Ein weiterer Vorteil des Formpressens eines temporär flexiblen, festen extrudierten Produkts gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit der Verwendung einer Verpackung in der Gießform, wobei ein Nahrungsmittel-geeignetes Verpackungsmaterial, beispielsweise eine Verpackungsfolie wie in der anhängigen GB-A-9504686.8 beschrieben, vor der Zugabe des Stücks des extrudierten festen Produkts in die Formpress-Gießeinrichtung eingebracht werden kann. Wird die Gießform geschlossen, dann wird das Stück des extrudierten festen Produkts in dem Verpackungsmaterial gebildet und die Vorteile des Verpackens in der Gießform sind:

a) Das Produkt ist sofort eingewickelt,

b) dünnwandige oder schwierig zu handhabende Produkte können einfach entfernt werden, da die Verpackungsfolie diese stützt und eine Beschädigung oder Deformierung verhindert,

c) die Verpackungsfolie kann dazu verwendet werden, das Produkt durch weiter stromabwärts gelegene Betriebsvorgänge, wie Füllen mit Eiskrem, zu tragen, wobei die Verpackungsfolie dann zusätzlich als primäre Verpackung eingesetzt werden kann,

d) das formgepresste Produkt kann entfernt und das nahrungsmittelgeeignete Verpackungsmaterial wiederverwendet, recycled oder verworfen werden, und

e) wenn die Verpackungsfolie ausreichend duktil ist ist eine Vorformung nicht erforderlich, da das Formpressen die Folie in die erforderliche Form bringen würde.

Das extrudierte feste Produkt kann zudem gepresst werden, beispielsweise durch Stampfen oder Lochen. Das extrudierte Produkt kann deformiert werden, indem es zwischen den Spalt eines Paares gegenläufiger Walzen/Rollen geleitet wird, welche mit entsprechenden Oberflächenvertiefungen ausgestattet sind, um das extrudierte Produkt in die Form plastisch zu verformen, die der Form der Oberflächenvertiefungen entspricht und indem das geformte Produkt aus dem Spalt des Paars der gegenläufigen Walzen/Rollen freigesetzt wird.

Gegenläufige Walzen/Rollen, die zum Deformieren des extrudierten festen Produkts in dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet sind, werden in der Nahrungsmittel- und pharmazeutischen- Industrie für eine Anzahl von Produkten gewöhnlich eingesetzt, beispielsweise gekochte Süssigkeiten, Schokoladenlinsen (Smarties-Kerne) Bisquits und Arzneimittelkapseln. Die durch zwei entsprechende umlaufende Vertiefungen der Walzen/Rollen gebildete Vertiefung kann nahezu jede gewünschte Form annehmen mit der Maßgabe, dass es keine "negativen Winkel" gibt, die verhindern würden, dass das geformte Produkt aus der Vertiefung freigesetzt wird, beispielsweise sphärisch, eiförmig, ringförmig oder kubisch. Darüber hinaus kann die Oberfläche der Vertiefung mit einer Gravur oder Einstampfung mit jedem gewünschten Muster versehen sein, das die Oberfläche des Fett enthaltenden Süßspeisen- Materials aufweisen soll.

Es sollte klar sein, dass die temporäre Flexibilität oder Plastizität des extrudierten Produkts ermöglicht, dass das Produkt körperlich verändert oder plastisch deformiert werden kann, bevor es seine Flexibilität oder Plastizität verliert, so dass es die Vertiefung in einem Stück vollständig füllt, ohne Lücken zu hinterlassen oder ohne in der Vertiefung zu krümeln.

Das geformte Produkt tritt aus dem Spalt der gegenläufigen Walzen/Rollen als eine Reihe von geformten Süßspeisen aus, die normalerweise und vorteilhafterweise durch ein dünnes Netz aus Fett enthaltendem Süßspeisen-Material zusammengehalten werden, beispielsweise mit einer Dicke von 50 bis 100 um. Die Anwesenheit dieses Netzes hilft, die Süßspeisen aus der Vertiefung der Oberfläche der Rollen/Walzen herauszuziehen oder herauszuführen. Wenn jedoch kein Netz vorhanden ist, müssten die Walzen/Rollen um getrennte Einheiten von Süßstoffen zu erhalten, unter einem äußerst hohen Druck zusammengehalten werden und dies würde zu einem erhöhten Abrieb der Walzen/Rollen bei einem kontinuierlichen Betrieb führen.

Die Walzen/Rollen können nach Wunsch gekühlt werden, beispielsweise auf -15ºC, vorzugsweise auf von 5º bis 15ºC, beispielsweise mittels Zirkulation eines Kühlmediums, beispielsweise Wasser oder eines Wasser/Glycerin-Gemischs durch die zentrale Achse einer jeden Walze/Rolle. Da das Fett enthaltende Süßspeisen-Material jedoch im wesentlichen fest oder halbfest ist und daher bereits bei einer relativ niedrigen Temperatur vorliegt, beispielsweise unter etwa 35ºC, ist eine hohe Kühlkapazität nicht erforderlich. Eine leichte Kühlung, beispielsweise auf bis zu 5ºC kann jedoch die Herausnahme des geformten Produkts aus der Vertiefung erleichtern, indem ein Anhaften verhindert wird.

Nach dem Austritt aus dem Spalt der gegenläufigen Walzen/Rollen wird die Reihe an geformten Süßspeisen, die durch das dünne Netz zusammengehalten wird, vorteilhafterweise unter Entfernung des Netzes behandelt, beispielsweise durch Einbringen in ein rotierendes zylindrisches Sieb, um das Netz durch eine Taumelbewegung zu entfernen, und separate Süßstoffe zurückzulassen. Die Süßstoffe können dann verpackt oder zu einem weiter stromabwärts gelegenen Verfahrensschritt geführt werden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Schokoladen-Gießverfahren muss das Endprodukt nach der Formgebung nicht gekühlt werden. Darüber hinaus kann die Bildung von Schokoladenkernen für "Smarties" (RTM) ohne das Erfordernis der hohen Kühlkapazität des gegenwärtigen Rollen/Walzen-Systems durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Verwendung von kontinuierlich gegenlaufenden Walzen/Rollen für eine gegebene Form schneller als Einspritz- Gießen, da sich die Vertiefungen an dem Spalt kontinuierlich öffnen und einen Eintritt des Produkts ermöglichen, schliessen, um das Produkt zu formen und öffnen, um ein Herausgeben des geformten Produkts zu ermöglichen.

Die Walzen/Rollen können aus jedem geeigneten festen Material gefertigt sein, wie Metall, beispielsweise Stahl oder Kunststoff-Materialien, beispielsweise Polykarbonat.

Die endgültige Form des geformten Produkts hängt von der Form der Vertiefung und dessen Oberflächeneigenschaften ab.

Das extrudierte feste Produkt kann verformt werden, beispielsweise durch Biegen, wie durch Leiten um eine Drehspindel um eine Form wie eine Feder oder wie eine Schweizer Rolle zu ergeben: das Schweizer Rollen-geformte Produkt kann nach Wunsch eine Füllung aufweisen, wobei das extrudierte feste Produkt um die Drehspindel zusammen mit einer Schicht eines unterschiedlichen Produkts, wie einem Fondant, Praline oder Eiskrem, welches die Füllung darstellt, geführt wird.

Die Details der Extrusion des Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials werden in der anhängigen EP-A-931142251.7 beschrieben, deren Offenbarung hier unter Bezugnahme mit aufgenommen wird.

Mit dem Ausdruck "im wesentlichen isotherm" wird in dieser Erfindung bezeichnet, dass die Temperatur des Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials unter den Bedingungen der Extrusion von der Eingabe zu dem Auslass der Strömungsbeschränkung und während der Formgebung im wesentlichen unverändert bleibt, wenn keine äußeren Heiz- oder Kühlmittel vorhanden sind. Die Verwendung von externen Heiz- oder Kühlmitteln ist nicht ausgeschlossen, solange das extrudierte Material in einem im wesentlichen festen oder halbfesten, nicht gießfähigen oder nicht strömungsfähigen Zustand während der Extrusion und der Formgebung bleibt. In anderen Worten, die Temperatur des Fett enthaltenden Süßspeisen-Materials wird durch das Extrusions- oder Formgebungsverfahren selbst nicht erhöht.

Das Fett enthaltende Süßspeisen-Material kann beispielsweise Vollmich-Weisse- oder Milch- Schokolade oder Schokoladenersatzstoffe mit direkten Kakaobutterersatzstoffen, Stearinen, Kokosnussöl, Palmöl, Butter oder jedem Gemisch davon sein, Nusspasten, wie Erdnussbutter und Fett, Praline, Süßspeisenbeschichtungen, die zum Überziehen von Kuchen verwendet werden und gewöhnlich Schokoladenanaloga enthalten, bei denen Kakaobutter durch ein billigeres, niedrig schmelzendes Fett ersetzt ist, oder "Caramac", welches nicht-Kakaobutter, Fette, Zucker und Milch enthält.

Die Formgebungstemperatur kann von 0ºC bis etwa 35ºC je nach Zusammensetzung, insbesondere der Menge und des Typs des vorhandenen Fetts betragen. Wird Vollmichschokolade als das extrudierte Beschickungsmaterial verwendet, dann kann die Formgebungstemperatur von 10ºC bis 34ºC, mehr gewöhnlich von 15º bis 32ºC, vorzugsweise von 18º bis 30ºC und mehr bevorzugt von 20º bis 27ºC betragen. In dem Fall von weisser Schokolade kann die Formgebungstemperatur von Sº bis 28ºC, mehr bevorzugt von 15º bis 27ºC, vorzugsweise von 17º bis 26ºC und mehr bevorzugt von 19º bis 25ºC betragen. Im Fall von Milchschokolade kann die Formgebungstemperatur von 5º bis 30ºC, mehr gewöhnlich von 15º bis 28ºC, vorzugsweise von 18º bis 27ºC und mehr bevorzugt von 20º bis 26ºC betragen. Es sollte in dieser Erfindung klar sein, dass dann, wenn die Schokolade bei einer Temperatur von 28º bis 34ºC geformt wird, nachdem sie zuvor gehärtet wurde im Gegensatz zu Schokolade die vorab nicht gehärtet wurde, wie zuvor getemperte Schokolade, die gewöhnlich noch streichfähig und gießbar oder strömungsfähig bei derartigen Temperaturen ist, sich in einem festen oder halbfesten, nicht gießfähigen oder nicht strömungsfähigen Zustand befindet.

Die vorliegende Erfindung wird nun lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen erläutert, in denen

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Deformieren eines mit dem erfindungsgemäßen Verfahren extrudierten Produkts zeigt,

Fig. 2 die Schritte in dem Formpress-Verfahren eines mit dem erfindungsgemäßen Verfahrens extrudierten Produkts zeigt, und

Fig. 3 die Schritte in dem Formpress-Verfahren eines mit dem erfindungsgemäßen Verfahren extrudierten Produkts in ein Verpackungsmaterial zeigt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 umfasst eine Extrusionsvorrichtung 10 eine hydraulisch angetriebene Ramme 11, einen Behälter 12 mit einem Innendurchmesser von 25 mm, einen Trichter 13 mit Schokoladenknöpfen 14, eine Beschickungsöffnung 15 und eine Extrusionsdüse 16 mit einer Düse 17 mit einem Querschnitt von 5 mm Durchmesser. Ein Paar gegenläufiger Walzen/Rollen 18 ist mit umlaufenden Vertiefungen 19 versehen, die sich an dem Spalt entsprechen, und eine Vertiefung 20 bilden, wobei stromabwärts davon ein zylindrisches Sieb 21 angeordnet ist, das sich um seine horizontale Achse dreht.

Beim Betrieb werden die Schokoladenknöpfe 14 durch die Beschickungsöffnung 15 in den Behälter 12 geführt und die hydraulische Ramme 11 wird bei einem Druck von 80 bar und bei einer Temperatur von 23ºC nach vorne getrieben. Ein halbfester, nicht gießfähiger Stab 22 aus Schokolade mit einem Durchmesser von 5 mm wird durch die Düse 17 extrudiert, der dann in den Spalt der gegenläufigen Walzen/Rollen eingebracht wird, wo er durch die Vertiefung 20 gelangt und geformt wird und dann aus der Vertiefung als eine Reihe von geformten Süssigkeiten 23, die durch ein Netz 24 aus Schokolade zusammengehalten werden, freigesetzt wird. Beim Leiten durch das rotierende Sieb 21 wird das Netz 24 durch eine Taumelbewegung entfernt und die Schokoladensüssigkeiten 25 werden abgetrennt und zum Verpacken oder zur weiteren Verarbeitung freigesetzt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 2 werden feste Schokoladenknöpfe 40 in einen Extruder 41 eingebracht und in einer zu der für Fig. 1 beschriebenen vergleichbaren Art und Weise extrudiert, um einen Stab 42 aus temporär flexibler, nicht gießbarer oder nicht strömbarer fester extrudierter Schokolade zu bilden. Der Stab 42 wird in Blöcke 43 geschnitten, die in die Werkzeugvertiefung 44 eines Kompressionswerkzeugs 45 überführt werden. Das Werkzeug schliesst bei 46 und komprimiert die Blöcke 43, so dass diese in eine Form 48 gebracht werden. Das Kompressions-Werkzeug öffnet bei 47 und die Form 48 wird durch Herausklopfen entnommen.

Fig. 3 erläutert ein zu dem von Fig. 2 vergleichbares Verfahren mit der Maßgabe, dass eine vorgeformte Verpackungsfolie von 400 um Polyvinylchlorid 44 in der Werkzeugvertiefung vor dem Block 43 angeordnet wird. In diesem Fall wird der slug** der Schokolade beim Schliessen der Gießform in dem Verpackungsmaterial gebildet und zusammen mit dem Verpackungsmaterial ausgegeben.

Das ausgegebene gegossene Produkt in Fig. 2 oder 3 kann nach Wunsch mit einem oder mehreren von Eiskrem, Waffel, Karamel, Fondant, Biskuits, Praline, Gelee usw. gefüllt werden, bevor es mit einer Schicht aus Schokolade verschlossen wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Bildung eines extrudierten, fetthaltigen Süßspeisen-Materials, welches umfasst, Einbringen des fetthaltigen Süßspeisen-Materials in eine Extrudiervorrichtung und Ausüben von Druck auf das fetthaltige Süßspeisen-Material in einer festen oder halbfesten, nicht gießbaren oder nicht-fließfähigen Form stromaufwärts einer Strahlverengung, wobei die Temperatur, der Druck, das Verengungsverhältnis und die Extrusionsrate derart sind, dass das fetthaltige Süßspeisen-Material bei konstanter Temperatur extrudiert wird und in einer festen oder halbfesten, nicht-gießbaren oder nicht-fließfähigen Form verbleibt, und eine vorübergehende Elastizität oder Formbarkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte Produkt, während es über die vorübergehende Elastizität verfügt, gepresst und in die gewünschte Form umgeformt wird, indem es zwischen den Spalt eines Paars entgegengesetzt rotierender Trommeln hindurchgeleitet wird, oder formgepresst wird, indem eine bestimmte Menge an dem extrudierten festen Produkt in den Hohlraum einer Formpressvorrichtung gegeben wird, die Vorrichtung unter Druck geschlossen wird, um das extrudierte feste Produkt in die Form des Hohlraums zu pressen, der durch die obere und untere Hälfte der Pressvorrichtung festgelegt ist, und indem schließlich die Form geöffnet wird, um das geformte Produkt herauszunehmen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor Zusatz des Stücks des extrudierten, festen Produkts ein Nahrungsmittel-geeignetes Auskleidungsmaterial in die Formpressvorrichtung gegeben wird, so dass das extrudierte, feste Schokoladenstück beim Schließen der Form in das Auskleidungsmaterial geformt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das formgepresste, extrudierte, feste Produkt die Form einer hohlen Schale aufweist und mit einem oder mehreren anderen Nahrungsmitteln gefüllt ist.

4. Formgepresstes, extrudiertes, festes Produkt, erhältlich durch ein Verfahren nach Anspruch 1, und in Form einer hohlen Schale und mit mindestens einem anderen Nahrungsmittel gefüllt.

5. Formgepresstes, extrudiertes, festes Produkt nach Anspruch 4, worin das andere Nahrungsmittel ein Dessert, eine Waffel, Karamel, Fondant, Praline, Biskuit, Gelee oder Speiseeis ist.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte, feste Produkt durch Stampfen oder Stanzen zu der gewünschten Form gepresst wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte feste Produkt verformt wird, indem es zwischen dem Spalt eines Paars entgegengesetzt rotierender Trommeln hindurchgeleitet wird, die mit entsprechenden Oberflächen-Vertiefungen ausgestattet sind, um einen Hohlraum zur plastischen Formgebung des extrudierten Produkts in die Form, die der Form der Oberflächen-Vertiefungen entspricht, auszubilden, und dass das geformte Produkt aus dem Walzenspalt des Trommel-Paars herausgenommen wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das geformte Produkt aus dem Spalt der entgegengesetzt rotierenden Trommeln als eine Reihe geformter Konfekte entsteht.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die geformte Konfekt-Reihe durch ein dünnes Netz an fetthaltigem Süßspeisen-Material zusammengehalten wird.

10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des durch die zwei entsprechenden, im Umfang der Rollen vorhandenen Vertiefungen der Trommeln gebildeten Hohlraums ein eingraviertes Muster aufweist.

11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommeln gekühlt werden.

12. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommeln durch den Kreislauf eines Kühlmittels durch die Mittelachse jeder Trommel hindurch gekühlt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das dünne Netz zusammengehaltene Reihe geformter Konfekte zur Entfernung des Netzes behandelt wird.

14. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das dünne Netz zusammengehaltene Reihe geformter Konfekte durch Einbringen in ein sich drehendes Sieb behandelt wird, um das Netz durch Taumelbewegung zu entfernen.

15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte feste Produkt verformt wird, indem es um eine sich drehende Spindel herum geleitet wird, um eine Form ähnlich einer Sprungfeder oder einer Schweizer Rolle zu bilden.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das extrudierte feste Produkt verformt wird, indem es zusammen mit einer Schicht eines unterschiedlichen, eine Füllung bildenden Produkts um die sich drehende Spindel herum geleitet wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das unterschiedliche Produkt Fondant, Praline oder Speiseeis ist.







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