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Dokumentenidentifikation DE69710944T2 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0809929
Titel Messerhalterung für Mäher
Anmelder JF-Fabriken - J. Freudendahl A/S, Sonderborg, DK
Erfinder Freudendahl, Jorn, 6400 Sonderborg, DK;
Nielsen, Harald Raun, 6470 Sydals, DK
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69710944
Vertragsstaaten DE, FI, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.1997
EP-Aktenzeichen 976100198
EP-Offenlegungsdatum 03.12.1997
EP date of grant 13.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse A01D 34/73

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Messerhalterung für einen Scheibenmäher, umfassend eine Welle zum Montieren eines Messers, welche Welle durch ein federndes Organ gegen eine Basis gehalten oder gespannt ist, wobei die Welle zum Ermöglichen des Messerwechsels durch Spannen des federnden Organs mit einem Werkzeug von der Basis ausreichend weg beweglich ist, welches Messer von der Welle nur in einer von der Betriebsstellung weg gedrehten Stellung auswechselbar ist.

Messerhalterungen der vorerwähnten Art sind aus DE-A-20 43 264 und durch KRONE verkaufte Scheibenmäher bekannt.

Eine andere bekannte Messerhalterung zur Verwendung in einem Mäher ist eine Welle, beispielsweise ein Bolzen, der an dem einen Ende an eine rotierende Messerscheibe befestigt und an dem anderen Ende mit einer üblich verwendeten Mutter versehen ist. Mit einer Messerhalterung dieses Typs ist das Auswechseln von Messern ohne Gebrauch von Spezialwerkzeug mittlerweile beschwerlich. Dazu kommt, dass nach Montieren eines neuen Messers ein Justieren der Messerhöhe notwendig sein kann.

Die EP-A-0 717 921 ist eine Veröffentlichung der bekannten Technik unter Artikel 54 (3) EPC und beschreibt eine Scheibe eines Mähers mit einem Loch zum Einsetzen eines stangenförmigen Werkzeugs, das eine mit einer Montierwelle für ein Messer versehene Blattfeder nach unten drückt. Das stangenförmige Werkzeug trägt einen Querzapfen, der an der unteren Oberflächenseite der Scheibe anliegt, während eine Kante des Loches als eine Arretierung für das Werkzeug dient, um bei Betätigung des Werkzeugs ein Gleiten (weg von der Welle) zu verhindern.

Ein Nachteil bei der Messerhalterung gemäss der vorerwähnten deutschen Auslegeschrift und den von KRONE vertriebenen Scheibenmähern ist, dass das Werkzeug, das zum Spannen des federnden Organs (vorzugsweise eine Blattfeder) bei Auswechseln der Messer benutzt werden soll, oft zu einem Gleiten neigt und nach aussen gegen die Messerkante gepresst wird und gegen diese drückt, so dass das Abnehmen des Messers erschwert wird. Dieses Problem wird dadurch verstärkt, dass die Blattfeder in den Bereichen, wo das Werkzeug anliegt, bei Gebrauch oft von feuchten Pflanzenresten bedeckt ist, was die Oberfläche der Blattfeder glitschig macht.

Es ist Aufgabe der Erfindung eine Messerhalterung anzuweisen, die nicht mit dem vorerwähnten Nachteil behaftet ist, und die einen einfachen und raschen Messerwechsel ermöglicht.

Diese Aufgabe ist mit einer Messerhalterung der eingangs erwähnten Art dadurch erfüllt, dass die Messerhalterung mit einer Arretierung versehen ist, die unter Beeinflussung des federnden Organs das Werkzeug an einem weiteren Gleiten und Drücken gegen die Messerkante hindert.

Um zu sichern, dass das Messer in seiner Stellung gegenüber der Basis festgehalten wird, umfasst die Welle vorzugsweise einen Kopf, und die Basis ist vorzugsweise mit einem dem Wellenkopf entsprechenden Loch zur Aufnahme des Kopfes versehen.

In einem Mäher umfasst die Basis normalerweise eine rotierbare Messerscheibe und eine auf dieser vorgesehene Stoppplatte, die derart ausgebildet ist, dass der Wellenkopf in einem Loch darin aufgenommen werden kann. Die Stoppplatte ist vorzugsweise auf der Messerscheibe derart montiert, dass eine Kante der Stoppplatte eine Arretierung für das Werkzeug darstellt. Gewünschtenfalls kann die Stoppplatte mit Hilfe eines Senkklotzes versenkt werden.

Zur Verhinderung eines unerwünschten Messerverlustes unter Betrieb des Mähers ist die Welle vorzugsweise so ausgebildet, dass das Messer nur in einer von der Betriebsstellung weggedrehten Stellung, vorzugsweise in einer im Verhältnis zur Betriebsstellung des Messers ungefähr 90º weggedrehten Stellung, abmontiert werden kann. Im Hinblick darauf weist das Loch im Messer eine doppelte D-Form auf, und der Wellenkopf hat eine dementsprechende Form, wobei der Wellenkopf gegenüber dem Messerloch so gedreht ist, dass das Messer nur dann entfernt werden kann, wenn es von der Betriebsstellung weggedreht ist. Jener Bereich der Welle, in der sich das Messer unter Betrieb befindet, besteht vorzugsweise aus einer im wesentlichen kreisförmigen Aussparung.

Das zum Spannen des federnden Organs benutzte Werkzeug muss derart ausgestaltet sein, dass die Möglichkeit besteht dessen aktiv wirksamen Teil, den sogenannten Werkzeugkopf, in einen Zwischenraum zwischen dem federnden Organ und der Basis einzusetzen. Der Werkzeugkopf weist vorzugsweise einen länglichen Querschnitt auf, beispielsweise in Form eines Rechteckes oder einer Ellipse, dessen/deren Breite grösser ist als der Abstand zwischen dem federnden Organ und der Basis. Das Werkzeug kann danach durch ein Drehen des Kopfes das federnde Organ beeinflussen. Eine für leichte Drehung ausreichende Kraft kann zustandegebracht werden, indem der Werkzeugkopf mit einem Arm von gewünschter Länge versehen wird. Der Werkzeugkopf ist zweckmässig derart ausgeformt, dass die höchste Dehnung, die ausgeübt werden kann, kleiner oder gleich der Fliessspannung des federnden Organs ist, um bei unvorsichtiger Benutzung des Werkzeugs bleibende Deformation des federnden Organs zu verhindern.

Das federnde Organ ist vorzugsweise eine Stahlplatte, beispielsweise eine Blattfeder, deren eines Ende an die Welle und deren anderes Ende an die Basis, insbesondere an die rotierbare Messerscheibe, befestigt ist.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Beispiels einer Ausführungsform und unter Hinweis auf die Zeichnung näher erläutert, in welcher Zeichnung Fig. 1 einen senkrechten Schnitt einer auf einer Messerscheibe eines Scheibenmähers montierten Messerhalterung in Ruhestellung zeigt,

Fig. 2 ein senkrechter Schnitt der in Fig. 1 gezeigten Messerscheibe in gespannter Stellung ist, und

Fig. 3 die Messerscheibe von oben gesehen zeigt.

In Fig. 1 und 2 ist eine Messerhalterung in Ruhestellung bzw. in gespannter Stellung gezeigt, welche Messerhalterung auf einer Messerscheibe 7 für einen Scheibenmäher angeordnet ist, wobei eine mit der Drehachse O für die Scheibe parallele Welle 2 des Scheibenmähers an ein Ende einer S-förmigen Blattfeder 4 befestigt ist, deren anderes Ende mit einer Mutter 12 an die Messerscheibe 7 befestigt ist. Die Welle 2 ist mit einem Kopf 6 und einer kreisförmigen Aussparung 11 versehen, in welche ein Messer 3 mit einem Loch 10 drehbar montiert ist. Der Wellenkopf 6 ist in einem Loch 9 in einer Stoppplatte 8 eingebettet, wobei die Stoppplatte über einen Senkklotz 13 an der Scheibe 7 befestigt ist. Die Stoppplatte 8 ist derart ausgestaltet, dass sich eine der Drehachse der Messerscheibe 7 zuwendende Kante 14 über die Messerkante hinaus erstreckt, wenn sich diese in der Demontierungsposition befindet (Fig. 3).

Bei Messerwechsel wird ein geeignetes Werkzeug 5 unter die Krümmung der Blattfeder 4 geschoben. Dieses Werkzeug 5 ist vorzugsweise auf einem zum Werkzeug rechtwinkeligen Griff mit einem Kopf 5b mit länglichem Querschnitt versehen, dessen Breite grösser und dessen Höhe kleiner ist als der Abstand zwischen der Blattfeder 4 und dem Senkklotz 13. Wenn unter Beanspruchung einer passenden Kraft das Werkzeug 5 gedreht wird, wird die Blattfeder 4 gespannt, und eine von der Drehachse O abwendende Kraft wird den Kopf 5b des Werkzeugs beeinflussen, so dass dieses gegen die Welle 2 gleitet. Die Kante 14 der Stoppplatte 8 wird mittlerweile bewirken, dass die Nach-aussen-Bewegung des Werkzeugs 5 stoppt, und ein zusätzliches Drehen des Werkzeugs 5 wird die Welle 2 von der Stoppplatte 8 weg bewegen. Wenn der Abstand zwischen dem Wellenkopf 6 und dem Senkklotz 9 grösser ist als die Messerbreite, kann das Messer leicht und ungehindert abgenommen werden ohne dass das Werkzeug an der Messerkante anliegt, und, falls erwünscht, kann ein neues Messer montiert werden.

Fig. 3 zeigt die Messerhalterung von oben gesehen. Die Blattfeder 4 ist mit Hilfe von zwei Muttern 12 an die Messerscheibe 7 befestigt, um unter anderem zu sichern, dass die Blattfeder während des Betriebes nicht im Verhältnis zur Messerscheibe verschoben wird.


Anspruch[de]

1. Messerhalterung (1) für einen Scheibenmäher, umfassend eine Welle (2) zum Montieren eines Messers (3), welche Welle durch ein federndes Organ (4) gegen eine Basis gehalten oder gespannt ist, wobei die Welle zum Ermöglichen des Messerwechsels durch Spannen des federnden Organs mit einem Werkzeug (5) von der Basis ausreichend weg beweglich ist, welches Messer (3) von der Welle (2) nur in einer von der Betriebsstellung weg gedrehten Stellung auswechselbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerhalterung mit einer Arretierung (14) versehen ist, die unter Beeinflussung des federnden Organs (4) das Werkzeug (5) an einem weiteren Gleiten und Drücken gegen die Messerkante hindert.

2. Messerhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Organ ein sich entlang der Basis (7) erstreckendes Trägerelement (4) umfasst, und dass sich die Welle (2) somit vom Trägerelement (4) zur Basis (7) erstreckt.

3. Messerhalterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Aufnahme des Werkzeuges (5) zwischen der Basis (7) und dem Trägerelement (4) eingerichtet ist.

4. Messerhalterung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung durch eine Kante (14) zustandekommt.

5. Messerhalterung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis eine rotierende Messerscheibe (7) und eine auf dieser vorgesehene Stoppplatte (8) umfasst, die derart ausgebildet ist, dass der Wellenkopf in einem Loch (9) darin aufgenommen werden kann.

6. Messerhalterung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kante (14) der Stoppplatte (8) die Arretierung für das Werkzeug ausmacht.

7. Messerhalterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (5) zum Beeinflussen des federnden Organs (4) derart ausgestaltet ist, dass die durch das federnde Organ erzeugte höchste Spannung kleiner oder gleich der Fliessgrenze ist.

8. Messerhalterung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das federnde Organ (4) eine Blattfeder ist, deren eines Ende an die Welle (2) und deren anderes Ende an die Basis (7), vorzugsweise die rotierende Messerscheibe, befestigt ist.







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