PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69711995T2 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0823459
Titel Disazopigmentzusammensetzung und Drucktinten
Anmelder Dainippon Ink and Chemicals, Inc., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Kobayashi, Nagatoshi, Kashima-gun, Ibaraki-ken, JP;
Tomioka, Sadayuki, Kashima-shi, Ibaraki-ken, JP;
Aoki, Shigeto, Kashima-gun, Ibaraki-ken, JP;
Ando, Hirohito, Namekata-gun, Ibaraki-ken, JP
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69711995
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.08.1997
EP-Aktenzeichen 971137005
EP-Offenlegungsdatum 11.02.1998
EP date of grant 17.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse C09B 67/22
IPC-Nebenklasse C09D 11/02   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Disazopigmentzusammensetzung und insbesondere eine Disazopigmentzusammensetzung, die dazu im Stande ist, eine Druckfarbe und einen Überzug mit ausgezeichneter Fließfähigkeit und Viskosität zu ergeben. Die Erfindung betrifft auch eine Druckfarbe, die diese Disazopigmentzusammensetzung enthält.

2. Beschreibung des Stands der Technik

Als Beispiele für herkömmliche Methoden zur Verbesserung der Fließfähigkeit und der Transparenz von Druckfarben und Überzügen, die Disazopigmente enthalten, beschreibt die japanische Patentanmeldung, 2. Publikation Nr. Sho 45-11026, ein Verfahren zum Einmischen von Sulfonsäurekomponenten in Disazopigmente; die US-PS Nr. 3 759 731 beschreibt ein Verfahren zur Verwendung von Disazopigmenten, gebildet unter Verwendung eines Gemisches aus nichtpolaren Kupplerkomponenten und polaren Kupplerkomponenten mit Carbonsäuregruppen und/oder Sulfonsäuregruppen als Kupplerkomponenten und die US-PS Nr. 4 894 094, die US-PS Nr. 4 981 489 und die japanische Patentanmeldung, 1. Publikation Nr. Sho 63-178169, beschreiben ein Verfahren zur Verwendung von asymmetrischen Disazopigmentzusammensetzungen, gebildet aus polaren Kupplerkomponenten und nichtpolaren Kupplerkomponenten.

Die US-PS Nr. 4 894 094, die US-PS Nr. 4 981 489 und die japanische Patentanmeldung, 1. Publikation Nr. 63-178169, beschreiben Methoden zur selektiven Herstellung von asymmetrischen Disazopigmenten. Bei früheren Herstellungsmethoden für Disazopigmente, wie sie in der US-PS Nr. 3 759 731 beschrieben werden, wurde ein Gemisch von üblichen symmetrischen Disazopigmenten und symmetrischen Disazopigmenten von Acetoacetaniliden mit Carbonsäuregruppen und/oder Sulfonsäuregruppen erzeugt.

Weiterhin gibt es als Verfahren zur Verbesserung der Hitzestabilität (Transparenz) oder der Farbstärke Verfahren zur Herstellung von Disazopigmenten, bei denen Kupplerkomponenten, die Substituentengruppen haben, die eine Wasserstoffbindungsfähigkeit besitzen, mit üblichen Kupplerkomponenten vermischt werden. So beschreibt beispielsweise die japanische Patentanmeldung, 2. Publikation Nr. Sho 59-19150, ein Verfahren zur Herstellung von Disazopigmenten, bei dem Kupplerkomponenten, die Carbonsäureamidgruppen haben, in übliche Kupplerkomponenten eingemischt werden. Die japanische Patentanmeldung, 1. Publikation Nr. Sho 55-89356, beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Disazopigmenten, bei dem Kupplerkomponenten, die Acetylaminogruppen haben, in übliche Kupplerkomponenten eingemischt werden. Die US-PS Nr. 4 665 163 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Disazopigmenten, bei dem Kupplerkomponenten, die Benzimidazolongruppen haben, in übliche Kupplerkomponenten eingemischt werden. Schließlich beschreibt die japanische Patentanmeldung, 1. Publikation Nr. Sho 62-197460, ein Verfahren zur Herstellung von Disazopigmenten, bei dem Kupplerkomponenten, die Sulfonamidgruppen haben, in übliche Kupplerkomponenten eingemischt werden. Man nimmt aber an, dass die Zusammensetzungen der Disazopigmente aufgrund ihrer Herstellungsverfahren Mischkristalle (japanische Patentanmeldung, 2. Publikation Nr. Sho 59-19150) oder Gemische von symmetrischen Disazopigmenten von Acetoacetaniliden, die Substituentengruppen mit Wasserstoffbindungsfähigkeit haben, und üblichen symmetrischen Disazopigmenten sind. Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen Disazoverbindungen und ihre Effekte sind bislang noch nicht bekannt.

Die Fließfähigkeit, die Hitzestabilität und die Farbstärke von Druckfarben und Überzügen sind im Stand der Technik unabhängig gelöst worden. Während mit dem derzeitigen Trend in Richtung einer höheren Druckgeschwindigkeit und Beschichtungsgeschwindigkeit, die Fließfähigkeit von Druckfarben und Beschichtungsmitteln ausgeprägt verbessert worden ist, haben aber die Verbesserungen der Fließfähigkeit auch zu einer Verminderung der Viskosität der Druckfarben und der Beschichtungsmittel geführt. Verminderungen der Viskosität können zu verschiedenen Problemen führen. Wenn beispielsweise die Viskosität von Druckfarben auf Ölbasis abnimmt, dann nimmt der Punktgewinn zu, aber die Bildschärfe der gedruckten Gegenstände wird verschlechtert; beim Drucken tritt das Phänomen des Verlaufens der Druckfarbe auf, das als Fehler bekannt ist. Weiterhin besteht bei flüssigen Druckfarben das Problem, dass als Ergebnis einer Permeation und einer Diffusion der Druckfarbe ein Ausbluten und eine Fleckenbildung auftritt. Weiterhin ist es bei Beschichtungsmassen schwierig, eine geeignete Filmdicke aufrechtzuerhalten und nach dem Auftragen besteht die Tendenz zu einem Verlaufen.

Es sind bislang noch keine Disazopigmente bekannt, die dazu im Stande sind, eine hohe Viskosität unter Aufrechterhaltung einer hohen Fließfähigkeit zu ergeben.

Weiterhin beschreibt die europäische Patentanmeldung 0 263 951 Disazoverbindungen auf der Basis von 4,4'-Diaminodiphenylverbindungen, die nicht weniger als 50 Gew.-% einer Disazoverbindung der allgemeinen Formel A-N=N-Z-N=N-B (I) enthalten, wobei Z für einen Rest eines unsubstituierten oder symmetrisch substituierten Diphenylens steht, A für einen Rest einer Kupplerkomponente eines 1-Phenylpyrazolons oder eines Acetoacetarylids steht, wobei der Phenyl- und der Arylrest durch Sulfo- oder Carboxylgruppen substituiert ist und B ein Rest einer Kupplerkomponente auf der Basis von 1-Phenylpyrazolon oder Acetoacetarylid ist, die von Sulfo- und/oder Carboxylgruppen frei sind. Die Disazoverbindungen sind als Additive für Pigmente, insbesondere Azo- und Disazopigmente, geeignet, um die Transparenz und die Hitzestabilität der Pigmentteilchen und ihre Fließverhalten zu verbessern.

Weiterhin beschreibt die veröffentlichte französische Patentanmeldung 2 091 301 ein Verfahren zur Herstellung von Diarylidpigmentzusammensetzungen durch Kuppeln eines tetrazotisierten Benzidinpigments mit einer Pigmentkupplerkomponente in Wasser und Einarbeitung eines wasserlöslichen Azofarbstoffs in das Pigment, während dieses sich noch in dem Wasser befindet. In dieser Druckschrift werden auch Diarylidpigmentzusammensetzungen, umfassend ein Diarylidpigment und ein unlösliches Metallsalz eines sonst wasserlöslichen Azofarbstoffs, umfassend beschrieben.

Schließlich beschreibt die JP-55-089356-A ein Verfahren zur Herstellung von Benzidinpigmenten, umfassend das Kuppeln von tetrazotisiertem Dichlorbenzidin und eines Gemisches aus 50 bis 99,9 mol% einer Verbindung der Formel CH&sub3;COCH&sub2;CONH-Ar (worin Ar für Phenyl steht, das ggf. mit einer Alkyl-, Alkoxy-, Halogen- oder Nitrogruppe substituiert ist) mit 0,1 bis 50 mol% einer Verbindung, wie Acetoäcet-p-acetylaminoanilid, Acetoacet-2-chlor-4-acetylaminoanilid oder Acetoacet-2-methyl-4-acetylaminoanilid etc., umfasst.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Disazopigments, das sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität bei Verwendung in Druckfarben oder Beschichtungsmitteln hat sowie einer Druckfarbe, die sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität hat.

Die benannten Erfinder haben Untersuchungen zum Zwecke der Entwicklung eines Disazopigments, das sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität hat, durchgeführt. Als Ergebnis haben sie gefunden, dass eine Disazopigmentzusammensetzung, erhalten durch Vermischen von zwei Arten von asymmetrischen Disazoverbindungen der untenstehenden allgemeinen Formeln (I) und (II) mit einem Disazopigment und eine Druckfarbe, die diese Disazopigmentzusammensetzung enthält, diese Eigenschaften aufweisen. Hierdurch wurde die vorliegende Erfindung gemacht.

Gegenstand der Erfindung ist daher eine Disazopigmentzusammensetzung, enthaltend: (a) ein Disazopigment; (b) eine Disazoverbindung der folgenden Formel (I):

worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht und Z² für eine Phenylgruppe oder Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen aufweisen kann und eine Carbonsäuregruppe und/oder eine Sulfonsäuregruppe hat, die ein Salz eines Metalls mindestens einer Art, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Erdalkalimetallen, Aluminium, Magnesium und Zink, sein kann, steht; und

(c) eine Disazoverbindung der folgenden Formel (II):

worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht, und 23 für einen Benzimidazolonrest, einen Phthalimidrest oder eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonyl, haben kann und die 1 bis 4 Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Carbonsäureamidgruppen, Sulfonsäureamidgruppen und Acetamidogruppen, aufweist, steht.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Druckfarbe, die die oben beschriebene Disazopigmentzusammensetzung enthält.

Die erfindungsgemäße Disazopigmentzusammensetzung kann eine lithographische Druckfarbe ergeben, die eine hohe Fließfähigkeit hat, so dass sie für das Hochgeschwindigkeitsdrucken geeignet ist, und die eine hohe Viskosität hat, so dass die Punkte nicht größer werden, die Bildschärfe der gedruckten Gegenstände nicht verschlechtert wird und beim Drucken das Phänomen des Verlaufens der Druckfarbe, das als Fehler bekannt ist, nicht verursacht wird.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I), die erfindungsgemäß verwendet wird, kann beispielsweise durch folgendes Herstellungsverfahren hergestellt werden.

Dieses Verfahren zur Herstellung der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) erfolgt dadurch, dass eine Tetrazoverbindung, gebildet durch Induzieren einer Tetrazoreaktion nach einer herkömmlichen Methode bei einem aromatischen Diamin der folgenden allgemeinen Formel (III):

(worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen hat, stehen, mit der Ausnahme, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen), mit einer Acetoacetamidverbindung (nachstehend als Kupplerkomponente A2 bezeichnet) der folgenden allgemeinen Formel (IV):

CH&sub3;COCH&sub2;CONH-Z² ... (IV)

(worin Z² für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht; wobei die Phenylgruppen oder Naphthylgruppen 1 bis 4 Carbonsäuregruppen und/oder Sulfonsäuregruppen haben, wobei die Carbonsäuregruppen und/oder die Sulfonsäuregruppen dazu im Stande sind, Salze von mindestens einer Art eines Metalls, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Erdalkalimetallen, Aluminium, Magnesium und Zink, zu sein) umgesetzt wird, dass dann eine Reaktion zwischen dem erhaltenen Reaktionsprodukt und einer Acetoacetamidverbindung (nachstehend als Kupplerkomponente A1 bezeichnet) der folgenden allgemeinen Formel (V):

CH&sub3;COCH&sub2;CONH-Z¹ ... (V)

(worin 21 für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht) eingeleitet bzw. durchgeführt wird, um die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) herzustellen.

Die erfindungsgemäß verwendete Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) kann so sein, dass ihre Carbonsäuregruppen und/oder Sulfonsäuregruppen Salze von Metallen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Erdalkalimetallen, Aluminium, Magnesium und Zink, sind.

Die vorgenannten Metallsalze können wasserlösliche Metallsalze von Metallen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Erdalkalimetallen, Aluminium, Magnesium und Zink, vorzugsweise wasserlösliche Metallsalze von Aluminium, wenn notwendig, in Form von wässrigen Lösungen, sein. Sie werden zu einer Suspensionslösung einer Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) gegeben, um eine Reaktion einzuleiten bzw. durchzuführen. Das resultierende Produkt kann dann filtriert und gewaschen werden. Beispiele für wasserlösliche Metallsalze sind Calciumchlorid, Strontiumchlorid, Strontiumnitrat, Bariumchlorid, Aluminiumchlorid, Aluminiumsulfat, Magnesiumchlorid und Zinkchlorid.

Unter den Disazoverbindungen der allgemeinen Formel (I) werden Disazoverbindungen bevorzugt, bei denen X und Y in den Formeln jeweils unabhängig für ein Wasserstoff- oder ein Chloratom stehen (mit der Ausnahme, dass nicht, beide Gruppen X und Y Wasserstoffatome sind), Z¹ eine Phenylgruppe ist, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, Z² für eine Phenylgruppe, die eine Hydroxylgruppe oder ein Chloratom haben kann, steht, wobei die Phenylgruppe eine Carbonsäuregruppe oder eine Sulfonsäuregruppe hat. Weiterhin wird es besonders bevorzugt, dass X und Y in den Formeln jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom stehen (mit der Ausnahme, dass nicht beide Gruppen X und Y Wasserstoffatome sind), Z¹ für eine Phenylgruppe steht, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, Z² für eine Phenylgruppe steht, die eine Hydroxylgruppe haben kann und die eine Carbonsäuregruppe (oder ein Aluminiumsalz) hat.

Die erfindungsgemäß verwendeten Disazoverbindungen der allgemeinen Formel (II) können beispielsweise nach dem nachstehenden Herstellungsverfahren hergestellt werden.

Bei diesem Verfahren werden Disazoverbindungen der allgemeinen Formel (II) dadurch hergestellt, dass eine Tetrazoverbindung, gebildet durch Induzieren bzw. Durchführung einer Tetrazoreaktion nach einem herkömmlichen Verfahren bei einem aromatischen Diamin der obigen Formel (III), mit einer Acetoacetamidverbindung (nachstehend als Kupplerkomponente A3 bezeichnet) der folgenden allgemeinen Formel (VI):

CH&sub3;COCH&sub2;CONH-Z³ ... (VI)

(worin Z³ für einen Benzimidazolonrest, einen Phthalimidrest oder eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht; wobei die Phenylgruppen oder Naphthylgruppen 1 bis 4 Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Carbonsäureamiden, Sulfonsäureamiden und Acetamidogruppen, haben), umgesetzt wird und dann eine Reaktion zwischen diesem Reaktionsprodukt und einer Acetoacetamidverbindung (nachstehend als Kupplerkomponente A1 bezeichnet) der allgemeinen Formel (V):

CH&sub3;COCH&sub2;CONH-Z¹ ... (V)

(worin 21 für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe steht, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann) eingeleitet bzw. durchgeführt wird, um eine Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) herzustellen.

Unter den Disazoverbindungen der allgemeinen Formel (II) werden Disazoverbindungen bevorzugt, bei denen X und Y in den Formeln jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom stehen (mit der Ausnahme, dass nicht beide Gruppen X und Y Wasserstoffatome sind), Z¹ für eine Phenylgruppe steht, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, Z³ für einen Benzimidazolonrest oder eine Phenylgruppe, die eine Carbamoylgruppe, eine Acetamidogruppe oder eine Sulfamoylgruppe hat, steht. Weiterhin wird es besonders bevorzugt, dass X und Y in den Formeln jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom stehen (mit der Ausnahme, dass nicht beide Gruppen X und Y Wasserstoffatome sind), Z¹ für eine Phenylgruppe steht, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, Z³ für eine Phenylgruppe steht, die eine Carbamoylgruppe oder eine Acetamidogruppe hat.

Beispiele für aromatische Diamine der allgemeinen Formel (III) sind 3,3'-Dichlorbenzidin, 3,3'-Dibrombenzidin, 2,2'- Dichlorbenzidin, 3,3'-Dimethoxybenzidin, 3,3'-Dimethylbenzidin, 3,3',6,6'-Tetrachlorbenzidin, 3,3'-Dime thoxycarbonylbenzidin, 3,3'-Dibutylbenzidin und 3,3'-Dibutoxycarbonylbenzidin.

Beispiele für Acetoacetamidverbindungen der allgemeinen Formel (TV) sind 2-Acetoacetylaminobenzolsulfonsäure, 3- Acetoacetylaminobenzolsulfonsäure, 4-Acetoacetylaminobenzolsulfonsäure, 2-Acetoacetylamino-5-methylbenzolsulfonsäure, 2-Acetoacetylamino-4-chlor-5-methylbenzolsulfonsäure, 2-Acetoacetylamino-5-chlor-4-methylbenzolsulfonsäure, 4-Acetoacetylamino-2,5-dichlorbenzolsulfonsäure, 2- Acetoacetylaminonaphthalinsulfonsäure, Acetoacetylaminomethansulfonsäure, Acetoacetylaminoethansulfonsäure, 2- Acetoacetylaminobenzoesäure, 3-Acetoacetylaminobenzoesäure, 4-Acetoacetylaminobenzoesäure, 3-Acetoacetylamino-4-chlorbenzoesäure, 2-Acetoacetylamino-5-brombenzoesäure, 3-Acetoacetylamino-4-methoxybenzoesäure, 2-Acetoacetylamino-5- chlorbenzoesäure, 2-Acetoacetylaminoterephthalsäure, 3- Acetoacetylaminoisophthalsäure, 4-Acetoacetylamino-2- hydroxybenzoesäure und 5-Acetoactylamino-2-hydroxybenzoesäure.

Beispiele für Acetoacetamide der allgemeinen Formel (V) sind Acetoacetanilid, Acetoacet-o-toluidid, Acetoacet-p- toluidid, Acetoacet-m-xylidid, Acetoacet-o-chloranilid, Acetoacet-p-bromanilid, Acetoacet-o-anisidid, Acetoacet-p- anisidid, Acetoacet-4-chlor-2, 5-dimethoxyanilid, Acetoacet- 4-ethylanilid und 1-Acetoacetylaminonaphthalin.

Beispiele für Acetoacetamidverbindungen der allgemeinen Formel (VI) sind 4-Acetoacetylaminobenzamid, 4-Acetoacetylaminobenzolsulfonamid, 3-Acetoacetylamino-4-chlorbenzamid, 3-Acetoacetylamino-4-methylbenzamid, 4-Acetoacetylaminoacetanilid, 5-Acetoacetylaminobenzimidazolon und 4-Acetoacetylaminophthalimid.

Beispiele für erfindungsgemäß verwendete Disazopigmente sind Disazopigmente der folgenden allgemeinen Formel (VII)

(worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen hat, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, und 21 für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht).

Weitere Beispiele für erfindungsgemäß verwendete Disazopigmente sind, ausgedrückt als C.I.-Pigmentzahl, Y-12, Y-13, Y-14, Y-16, Y-17, Y-55, Y-57, Y-81, Y-83, Y113, O-15 und O-16, wobei Y-12, Y-13, Y-14, Y-17, Y-55, Y-57 und Y-81 am meisten bevorzugt werden.

Die erfindungsgemäße Disazopigmentzusammensetzung, enthaltend ein Disazopigment, wobei die Disazoverbindung durch die allgemeine Formel (I) angegeben wird und die Disazoverbindung durch die allgemeine Formel (II) angegeben wird, kann nach den folgenden Verfahren hergestellt werden:

(a) ein Verfahren, bei dem die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) in ein nach einem herkömmlichen Verfahren synthetisiertes Disazopigment eingemischt werden und dann ein presskuchenförmiges oder pulverförmiges Pigment extrahiert wird;

(b) ein Verfahren, bei dem ein nach einem herkömmlichen Verfahren synthetisiertes Disazopigment, die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II), die gesondert gelagert worden sind, bei der Herstellung einer Druckfarbe oder einer Beschichtungsmasse nacheinander miteinander vermischt werden; oder

(c) ein Verfahren, bei dem ein Disazopigment, die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) gleichzeitig synthetisiert werden.

Das oben beschriebene Verfahren (c) ist ein Verfahren zum Erhalt einer Disazopigmentzusammensetzung durch Vermischen eines Reaktionszwischenprodukts der Tetrazoverbindung des aromatischen Diamins der allgemeinen Formel (III) und der Kupplerkomponente A2 mit einem Reaktionszwischenprodukt der Tetrazoverbindung des aromatischen Diamins der allgemeinen Formel (III) und der Kupplerkomponente A3 und Zugabe des Gemisches oder Zugabe dieser Reaktionszwischenprodukte ohne ihr Einmischen in die Kupplerkomponente A1, um eine Reaktion einzuleiten bzw. durchzuführen. Alternativ ist es auch möglich, ein Verfahren anzuwenden, bei dem eine Pigmentzusammensetzung, erhalten durch Umsetzung eines Reaktionszwischenprodukts der Tetrazoverbindung des aromatischen Diamins der allgemeinen Formel (III) und der Kupplerkomponente A2 mit der Kupplerkomponente A1, und eine Pigmentzusammensetzung, erhalten durch Umsetzung eines Reaktionszwischenprodukts der Tetrazoverbindung des aromatischen Diamins der allgemeinen Formel (III) und der Kupplerkomponente A3 mit der Kupplerkomponente A1, miteinander zu vermischen.

Bei dem obigen Verfahren (c) muss das Anwendungsverhältnis der Kupplerkomponente A2, der Kupplerkomponente A3 und der Kupplerkomponente A1 in geeigneter Weise so gewählt werden, dass der Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) im Feststoffteil der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung innerhalb des unten beschriebenen Bereich liegen.

Unter den oben beschriebenen Verfahren (a) bis (c) wird das Verfahren (c) besonders bevorzugt, da es leicht zu einer Disazopigmentzusammensetzung führen kann, bei der die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) in dem Disazopigment fein dispergiert sind.

Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung wird es bevorzugt, dass das Disazopigment, die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) eine gemeinsame Skelettstruktur haben, indem beispielsweise das Disazopigment der allgemeinen Formel (VII), die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und die Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) so ausgewählt werden, dass in allen allgemeinen Formeln X, Y und Z¹ die gleiche Bedeutung haben. Dies deswegen, weil dann hohe Dispergierungseffekte erhalten werden können.

Der proportionale Gehalt des Disazopigments, der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) in der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung ist wichtig, um eine Disazopigmentzusammensetzung zu erhalten, die sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität hat. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) in dem festen Teil der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung sollte vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 49 Gew.-% und mehr bevorzugt im Bereich von 1 bis 20 Gew.-% liegen, wenn die Kosten für die Rohmaterialien in Betracht gezogen werden. Wenn der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) in der Disazopigmentzusammensetzung weniger als 0,5 Gew.-% beträgt, dann neigt die Viskosität der resultierenden Druckfarbe oder der resultierenden Beschichtungsmasse dazu, verringert zu werden. Andererseits tendiert bei Mengen von mehr als 49 Gew.-% die Fließfähigkeit der resultierenden Druckfarbe oder der Beschichtungsmasse dazu, verringert zu werden. Weiterhin sollte der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) in dem festen Teil der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 49 Gew.-% und mehr bevorzugt im Bereich von 1 bis 20 Gew.-% liegen, wenn die Rohmaterialkosten in Betracht gezogen werden. Wenn der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) in der Disazopigmentzusammensetzung weniger als 0,5 Gew.-% beträgt, dann neigt die Fließfähigkeit der resultierenden Druckfarbe oder der Beschichtungsmasse dazu, verringert zu werden. Wenn andererseits der Gehalt mehr als 49 Gew.-% beträgt, dann neigt die Viskosität der resultierenden Druckfarbe oder der Beschichtungsmasse dazu, verringert zu werden.

In dem Feststoffteil der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung sollte der gesamte proportionale Gehalt der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) vorzugsweise im Bereich von 1 bis 49 Gew.-% und mehr bevorzugt innerhalb des Bereichs von 4 bis 35 Gew.-% liegen. Weiterhin sollte das Gewichtsverhältnis (I)/(II) der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (I) und der Disazoverbindung der allgemeinen Formel (II) vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 20/80 bis 80/20 und mehr bevorzugt innerhalb des Bereichs von 30/70 bis 75/25 liegen.

Die erfindungsgemäße Disazopigmentzusammensetzung kann in einen Druckfarbenträger eingeknetet werden und als Druckfarbe verwendet werden.

Offset-Druckfarbenträger bestehen beispielsweise aus Harzen, wie phenolischen Kolophoniumharzen, Erdölharzen, Alkydharzen und Trockenölharzen davon, Pflanzenölen, wie Leinsamenöl, Tungöl und Sojabohnenöl, wenn benötigt, sowie Lösungsmitteln, wie n-Paraffin, Isoparaffin, aromatischen Kohlenwässerstofflösungsmitteln, Naphthen und α-Olefinen. Das proportionale Mischverhältnis, ausgedrückt als Gewichtsteile, sollte vorzugsweise im Bereich Harz. Pflanzenöl. Lösungsmittel = 20 bis 50 : 0 bis 30 : 10 bis 60 liegen.

Der Offset-Druckfarbenträger, der die erfindungsgemäße Disazopigmentzusammensetzung enthält, kann durch geeignetes Vermischen mit üblichen Additiven, wie Druckfarbenlösungsmitteln, Trocknern, Einebnungsmitteln und Verdickern, wie benötigt, zu einer Druckfarbe verarbeitet werden.

Weiterhin bestehen Träger für Tiefdruckdruckfarben aus Harzgemischen, wie Kolophoniumgummi, Holzkolophonium, Tallölkolophonium, Kohlekolophonium, Kalkkolophonium, Harzestern, Maleinsäureharzen, Gilsonit, Dammarharz, Shellak, Polyamidharz, Vinylharz, Nitrocellulose, cyclisiertem Kautschuk, Ethylcellulose, Celluloseacetat, Ethylen-Vinylacetat-Copolymerharzen, Urethanharzen, Polyesterharzen und Alkydharzen und Lösungsmitteln, wie n-Hexan, Toluol, Ethanol, Methanol, Aceton, Ethylacetat, Ethyllactat, Cellosolve, Diacetonalkohol, Chlorbenzol, Ethylether, Acetalethylether, Ethylacetoacetat und Butylacetatcellosolve, wobei das Mischverhältnis, ausgedrückt als Gewichtsteile, vorzugsweise im Bereich Harzgemisch. Lösungsmittel = 10 bis 50 : 30 bis 80 liegen sollte.

Der Träger für die Tiefdruckfarbe, der die erfindungsgemäße Disazopigmentzusammensetzung enthält, kann durch geeignetes Vermischen mit Extenderpigmenten, wie Bariumsulfat, Bariumcarbonat, Calciumcarbonat, Gips, Aluminiumweiß, Ton, Siliciumdioxid, weiße Kieselsäure, Talk, Calciumsilicat und sedimentärem Magnesiumcarbonat, wie erforderlich, sowie mit Weichmachern, Anti-UV-Mitteln, Antioxidantien und antistatischen Mitteln als Hilfsmitteln zu einer Druckfarbe verarbeitet werden.

Beispiele

Nachstehend wird die Erfindung genauer anhand von Vergleichsbeispielen und Testbeispielen beschrieben, ohne dass die Erfindung auf diese Beispiele begrenzt sein soll. Weiterhin sind, wenn nichts anderes angegeben, alle "Teile" und "%" in den folgenden Beispielen auf das Gewicht bezogen.

Beispiel 1

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der folgenden Formel (I):

mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure wurden 1500 Teile Wasser und 750 Teile Eis, eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugegeben, um eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin zu erhalten. 16,5 Teile 2- Acetoacetylaminobenzoesäure der folgenden Formel (2):

wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung zugegeben und das resultierende Produkt wurde 3 h lang durchgemischt. Auf diese Weise wurde ein Reaktionszwischenprodukt (A1) erhalten.

Gesondert wurde nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der folgenden Formel (I) mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure, 1500 Teilen Wasser und 750 Teilen Eis, eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugegeben, um eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin zu erhalten. 16,4 Teile 4- Acetoacetylaminobenzamid der folgenden Formel (3):

wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung zugesetzt. Das resultierende Produkt wurde dann 3 h lang durchgemischt, um ein Reaktionszwischenprodukt (B1) zu erhalten.

Als nächstes wurde nach dem Vermischen und dem Auflösen von 414,3 Teilen Acetoacetanilid der folgenden Formel (4)

mit 546,4 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 7200 Teilen Wasser, verdünnte Essigsäure, umfassend 228 Teile 90%ige Essigsäure und 1000 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch das Reaktionszwischenprodukt (C1) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Reaktionszwischenprodukt (A1) und das Reaktionszwischenprodukt (B1) mit konstanter Geschwindigkeit eingetropft wurden. Diese Materialien wurden in das Reaktionszwischenprodukt (C1) unter Einstellung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft, wodurch eine Pigmentaufschlämmung erhalten wurde. Nach Beendigung des Eintropfens wurde das resultierende Produkt eine weitere Stunde lang durchgemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült, wodurch ein Pigmentpresskuchen der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten wurde. Dieses Produkt wird nachstehend als Presskuchenbeispiel 1 bezeichnet.

Nach dem Trocknen eines Teils des Presskuchenbeispiels 1 und der Durchführung von FD/MS-Messungen wurden Peaks, verursacht durch Molekülionen, bei m/z = 628, m/z = 672 und m/z = 671 festgestellt. Hierdurch wurde bestätigt, dass das Presskuchenbeispiel 1, das Disazopigment (C.I.-Pigment Y- 12) der folgenden Formel (P-1):

die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (I)), angegeben durch die Formel (I-1):

und die Disazoverbindung (entsprechend der Verbindung der Formel (II)), angegeben durch die folgende Formel (II-1):

enthielt.

Weiterhin betrug der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-1) und der Disazoverbindung der Formel (II-1) im Farbstoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung 6% bzw. 6%.

Vergleichsbeispiel 1

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 300 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der Formel (I) mit 372 Teilen 35%iger Salzsäure, 3000 Teilen Wasser und 1500 Teilen Eis wurde eine wässrige Lösung von 172 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugesetzt, um eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin zu erhalten. 16,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidinlösung gegeben, und dann wurde das resultierende Produkt 3 h lang durchgemischt, um ein Reaktionszwischenprodukt (al) zu erhalten.

Als nächstes wurde nach dem Miteinandervermischen und Auflösen von 427,5 Teilen Acetoacetanilid der Formel (4) mit 546,4 Teilen einer 25%igen Natriumhydroxidlösung und 7200 Teilen Wasser, verdünnte Essigsäure, umfassend 228 Teile 90%ige Essigsäure und 1000 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (c1) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass sie es gestatteten, dass das Reaktionszwischenprodukt (a1) mit konstanter Geschwindigkeit zugetropft werden konnte. Dieses Zwischenprodukt wurde in das Reaktionszwischenprodukt (c1) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft, wodurch eine Pigmentaufschlämmung erhalten wurde. Nach beendigtem Eintropfen wurde das resultierende Produkt 1 h lang durchgemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült, wodurch ein Pigmentpresskuchen, enthaltend das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (I-1), erhalten wurde. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-1) im Farbstoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 6%. Nachstehend wird dieses Material als Presskuchenvergleichsbeispiel 1 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 2

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 300 Teilen von 3,3'-Dichlorbenzidin der Formel (I) mit 372 Teilen 35%iger Salzsäure, 3000 Teilen Wasser und 1500 Teilen Eis wurde eine wässrige Lösung von 172 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugesetzt, um eine Tetrazolösung von 3,3'- Dichlorbenzidin zu erhalten. 16,4 Teile 4-Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung gegeben, und dann wurde das resultierende Gemisch 3 h lang durchgemischt, wodurch eine Reaktionszwischenprodukt (b2) erhalten wurde.

Als nächstes wurde nach dem Miteinandervermischen und dem Auflösen von 427,5 Teilen Acetoacetanilid der Formel (4) mit 546,4 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 7200 Teilen Wasser, verdünnte Essigsäure, umfassend 228 Teile 90%ige Essigsäure und 1000 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (c2) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Reaktionszwischenprodukt (b2) mit konstanter Geschwindigkeit eingetropft werden konnte. Dieses Zwischenprodukt wurde in das Reaktionszwischenprodukt (c2) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft, wodurch eine Pigmentaufschlämmung erhalten wurde. Nach beendigtem Eintropfen wurde das resultierende Material 1 h lang durchgemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert, und der Filterkuchen wurde gespült, wodurch ein Pigmentpresskuchen erhalten wurde, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-1) enthielt Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (II-1) im Feststoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 2 bezeichnet.

Beispiel 2

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Beispiel 1 mit den Ausnahmen, dass die 16,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 35,4 Teile 5- Acetoacetylamino-2-hydroxybenzoesäure der folgenden Formel (5):

ersetzt wurden, dass die Menge des 4-Acetoacetylaminobenzamids der Formel (3) von 16,4 Teilen auf 43,8 Teile erhöht wurde und dass die Menge des Acetoacetanilids der Formel (4) von 414,3 Teilen auf 379,1 Teile verringert wurde, wurde ein Pigmentpresskuchen der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten. Dieses Material wird nachstehend als Presskuchenbeispiel 2 bezeichnet.

Nach dem Trocknen eines Teils des Presskuchenbeispiels 2 und Durchführung von FD/MS-Messungen wurden Peaks, verursacht durch Molekülionen, bei m/z = 628, m/z = 688 und m/z = 671 festgestellt. Hierdurch wurde bestätigt, dass das Presskuchenbeispiel 2, das Disazopigment (C.I.-Pigment Y- 12) der Formel (P-1), Disazoverbindung (entsprechend der Verbindung der Formel (I)), angegeben durch die folgende Formel (I-2):

und die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (II)), angegeben durch die Formel (II-1), enthielt. Weiterhin betrug der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-2) und der Disazoverbindung der Formel (II-1) im Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung 13% bzw. 17%.

Vergleichsbeispiel 3

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 1 mit den Ausnahmen, dass die 16,5 Teile 2- Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 35,4 Teile 5-Acetoacetylamino-2-hydroxybenzoesäure der Formel (5) ersetzt wurden und dass die Menge von Acetoacetanilid von 427,5 Teilen auf 414,3 Teile verringert wurde, wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (I-2) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-2) in dem Feststoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 13%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 3 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 4

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 2 mit den Ausnahmen, dass die Menge von 4- Acetoacetylaminobenzamid von 16,4 Teilen auf 43,8 T eile erhöht wurde und dass die Menge des Acetoacetanilids von 427,5 Teilen auf 405,5 Teile verringert wurde, wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-1) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (II-1) in dem Feststoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 17%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 4 bezeichnet.

Beispiel 3

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Beispiel 1 mit den Ausnahmen, dass die Menge von 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) von 16,5 Teilen auf 33 Teile erhöht wurde, dass die 16,4 Teile 4-Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) durch 17,4 Teile 5-Acetoacetylaminobenzimidazolon der folgenden Formel (6):

ersetzt wurden und dass die Menge von Acetoacetanilid von 414,3 Teilen auf 401,1 Teile verringert wurde, wurde ein Pigmentpresskuchen der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten, der das Disazopigment (C.I.-Pigment Y-12) der Formel (P-1), die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (I)), angeben durch die Formel (I-1) und die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (II)), angegeben durch die Formel (II-2)

enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-1) und der Disazoverbindung der Formel (II-2) in dem Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung betrug 13% bzw. 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenbeispiel 3 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 5

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 1 mit den Ausnahmen, dass die Menge der 2- Acetoacetylaminobenzoesäure, angegeben durch die Formel (2), von 16,5 Teilen auf 33 Teile erhöht wurde, und dass die Menge des Acetoacetanilids der Formel (4) von 427,5 Teilen auf 414,3 Teile verringert wurde, wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (I-1) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-1) in dem Feststoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 13%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 5 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 6

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 2 mit den Ausnahmen, dass die 16,4 Teile des 4-Acetoacetylaminobenzamids der Formel (3) durch 17,4 Teile 5-Acetoacetylaminobenzimidazolon der Formel (6) ersetzt wurden, wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-2) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (II-2) in dem Feststoffteil des resultierenden Pigmentpresskuchens betrug 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 6 bezeichnet.

Beispiel 4

Nach dem Rühren der in Beispiel 1 erhaltenen Pigmentaufschlämmung mehr als 1 h lang wurde das resultierende Produkt auf einen pH-Wert von 8 unter Verwendung einer Natriumhydroxidlösung eingestellt. Dann wurde nach der Zugabe einer Lösung von Kolophoniumnatrium (40 Teile, wenn auf das Kolophonium umgewandelt) das Gemisch auf 80ºC erhitzt. Nach einstündigem Erhitzen auf diese Temperatur wurden 36 Teile Aluminiumsulfat zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült. Auf diese Weise wurde ein Pigmentpresskuchen der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1), ein Aluminiumsalz der Disazoverbindung der Formel (I-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-1) enthielt. Der proportionale Gehalt des Aluminiumsalzes der Disazoverbindung der Formel (I-1) und der Diazoverbindung der Formel (II-1) in dem Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung betrug 6% bzw. 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenbeispiel 4 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 7

Nach dem Rühren der im Vergleichsbeispiel 1 erhaltenen Pigmentaufschlämmung über 1 h oder mehr wurde das resultierende Produkt unter Verwendung einer Natriumhydroxidlösung auf einen pH-Wert von 8 eingestellt. Dann wurde nach der Zugabe einer Kolophoniumnatriumlösung (40 Teile, wenn auf das Kolophonium umgewandelt) das Gemisch auf 80ºC erhitzt. Nach einstündigem Erhitzen bei dieser Temperatur wurden 36 Teile Aluminiumsulfat zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült. Auf diese Weise wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und das Aluminiumsalz der Disazoverbindung der Formel (I-1) enthielt. Der proportionale Gehalt des Aluminiumsalzes der Disazoverbindung der Formel (I-1) in dem Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung betrug 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 7 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 8

Nach dem Rühren der in Vergleichsbeispiel 2 erhaltenen Pigmetaufschlämmung über mehr als 1 h wurde das resultierende Produkt unter Verwendung von einer Natriumhydroxidlösung auf einen pH-Wert von 8 eingestellt. Dann wurde nach der Zugabe einer Kolophoniumnatriumlösung (40 Teile, wenn in Kolophonium umgewandelt) das Gemisch auf 80ºC erhitzt. Nach einstündigem Erhitzen auf diese Temperatur wurden 36 Teile Aluminiumsulfat zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült. Auf diese Weise wurde ein Pigmentpresskuchen erhalten, der das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-1) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (II-1) in dem Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung betrug 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 8 bezeichnet.

Beispiel 5

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Beispiel 1 mit der Ausnahme, dass die 16,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 22,1 Teile 4- Acetoacetylaminobenzolsulfonsäure der folgenden Formel (7):

ersetzt wurden, wurde eine Pigmentaufschlämmung erhalten, die das Disazopigment (C.I.-Pigment Y-12) der Formel. (P-1), die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (I)), angegeben durch die folgende Formel (I-3):

und die Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (II)), ausgedrückt durch die Formel (II-1), enthielt.

Nach dem Rühren dieser Pigmentaufschlämmung über mehr als 1 h wurden 20 Teile Aluminiumsulfat zugesetzt. Das Gemisch wurde mit Natriumhydroxidlösung auf einen pH-Wert von 5 eingestellt und dann auf 80ºC erhitzt. Das resultierende Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült. Auf diese Weise wurde ein Pigmentpresskuchen der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten. Der proportionale Gehalt des Aluminiumsalzes der Disazoverbindung der Formel (I-3) und der Verbindung der Formel (II-1) in dem Feststoffteil der resultierenden Disazopigmentzusammensetzung betrug 7% bzw. 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenbeispiel 5 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 9

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 1 mit der Ausnahme, dass die 16,5 Teile 2- Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 22,1 Teile 4-Acetoacetylaminobenzolsulfonsäure der Formel (7) ersetzt wurden, wurde eine Pigmentaufschlämmung erhalten, die das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (I-3) enthielt. Der proportionale Gehalt der Disazoverbindung der Formel (I-3) in dem Feststoffteil der resultierenden Pigmentaufschlämmung betrug 7%.

Nach Rühren dieser Pigmentaufschlämmung über mehr als 1 h wurden 20 Teile Aluminiumsulfat zugesetzt. Das Gemisch wurde mit Natriumhydroxidlösung auf einen pH-Wert von 5 eingestellt und dann auf 80ºC erhitzt. Das resultierende Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült, wodurch ein Pigmentpresskuchen erhalten wurde. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 9 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 10

Nach dem Rühren der im Vergleichsbeispiel 2 erhaltenen Pigmentaufschlämmung über mehr als 1 h wurden 20 Teile Aluminiumsulfat zugesetzt. Das Gemisch wurde dann mit Natriumhydroxidlösung auf einen pH-Wert von 5 eingestellt und dann auf 80ºC erhitzt. Das resultierende Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült. Auf diese Weise wurde eine Pigmentaufschlämmung erhalten, die das Disazopigment der Formel (P-1) und die Disazoverbindung der Formel (II-1) enthielt. Der proportionale Gehalt der Verbindung der Formel (II-1) in dem Feststoffteil der resultierenden Pigmentaufschlämmung betrug 6%. Nachstehend wird dieses Produkt als Presskuchenvergleichsbeispiel 10 bezeichnet.

Beispiel 6

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der Formel (I) mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure, 1500 Teilen Wasser und 750 Teilen Eis wurde eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugegeben, um eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin zu erhalten. 27,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung hinzugegeben und dann wurde das resultierende Produkt 3 h lang gemischt, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (A6) erhalten wurde.

Nach dem Vermischen und Auflösen von 230 Teilen Acetoact-m- xylidid der folgenden Formel (8):

mit 273,2 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 3600 Teilen Wasser wurde verdünnte Essigsäure, umfassend 114 Teile 90%ige Essigsäure und 500 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (C61) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Reaktionszwischenprodukt (A6) mit konstanter Geschwindigkeit eintropfen gelassen werden konnte. Dieses Zwischenprodukt wurde in das Reaktionszwischenprodukt (C61) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft. Nach Beendigung des Eintropfens wurde das resultierende Produkt eine weitere Stunde lang vermischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült und getrocknet, wodurch ein pulverförmiges Pigment (P1) erhalten wurde, das 320 Teile Disazopigment (C.I.- Pigment Y-13) der folgenden Formel (P-2):

und 83 Teile Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (I)), angegeben durch die folgende Formel (I-4):

enthielt.

Gesondert wurde nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure, 1500 Teilen Wasser und 750 Teilen Eis eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugesetzt, wodurch eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin erhalten wurde. 8,2 Teile 4-Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung hinzugegeben, und dann wurde das resultierende Produkt 3 h lang durchgemischt, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (B6) erhalten wurde.

Nach dem Vermischen und Auflösen von 247,6 Teilen Acetoacet-m-xylidid der Formel (8) mit 273,2 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 3600 Teilen Wasser wurde verdünnte Essigsäure, umfassend 114 Teile 90%ige Essigsäure und 500 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (C62) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Reaktionszwischenprodukt (B6) mit konstanter Geschwindigkeit zugetropft werden konnte. Dieses wurde in das Reaktionszwischenprodukt (C62) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC über einen Zeitraum von 3 h eingetropft. Nach beendigtem Eintropfen wurde das resultierende Produkt eine weitere Stunde lang durchgemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült und getrocknet, wodurch ein pulverförmiges Pigment (P2) erhalten wurde, das 380 Teile Disazopigment der Formel (P-2) und 25 Teile Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (II)), angegeben durch die folgende Formel (II-3):

enthielt.

Das pulverförmige Pigment (P1) und das pulverförmige Pigment (P2) wurden vermischt, wodurch ein Pigmentpulver einer erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten wurde. Dieses Produkt wird nachstehend als Pulverbeispiel 6 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 11

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der Formel (I) mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure, 1500 Teilen Wasser und 750 Teilen Eis wurde eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugegeben, um eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin zu erhalten. 27,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung zugesetzt, und dann wurde das resultierende Produkt 3 h lang durchgemischt, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (all) erhalten wurde.

Nach dem Vermischen und Auflösen von 230 Teilen Acetoacetm-xylidid der Formel (8) mit 273,2 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 3600 Teilen Wasser wurde verdünnte Essigsäure, umfassend 114 Teile 90%ige Essigsäure und 500 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt. (c11) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Reaktionszwischenprodukt (a11) mit konstanter Geschwindigkeit zugetropft werden konnte. Dieses wurde in das Reaktionszwischenprodukt (c11) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft. Nach Beendigung des Eintropfens wurde das resultierende Produkt eine weitere Stunde lang gemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült und getrocknet, wodurch ein pulverförmiges Pigment erhalten wurde, das 320 Teile Disazopigment der Formel (P-2) und 83 Teile Disazoverbindung der Formel (I-4) enthielt. Nachstehend wird dieses Produkt als Pulververgleichsbeispiel 11 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 12

Nach dem Vermischen eines Presskuchens aus 3,3'-Dichlorbenzidinhydrochlorid in einer Menge entsprechend 150 Teilen 3,3'-Dichlorbenzidin der Formel (I) mit 186 Teilen 35%iger Salzsäure, 1500 Teilen Wasser und 750 Teilen Eis wurde eine wässrige Lösung von 86 Teilen Natriumnitrit unter Eiskühlung zugegeben, wodurch eine Tetrazolösung von 3,3'-Dichlorbenzidin erhalten wurde. 8,2 Teile 4-Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) wurden zu dieser 3,3'-Dichlorbenzidintetrazolösung zugegeben und wurde das resultierende Produkt 3 h lang durchgemischt, wodurch eine Reaktionszwischenprodukt (b12) erhalten wurde.

Nach dem Vermischen und Auflösen von 247,6 Teilen Acetoacet-m-xylidid der Formel (8) mit 273,2 Teilen 25%iger Natriumhydroxidlösung und 3600 Teilen Wasser wurde verdünnte Essigsäure, umfassend 114 Teile 90%ige Essigsäure und 500 Teile Wasser, im Verlauf von 1 h eingetropft. Es fielen Kristalle aus, wodurch ein Reaktionszwischenprodukt (c12) erhalten wurde.

Zuführungspumpen wurden so eingestellt, dass das Rea ktionszwischenprodukt (b12) mit konstanter Geschwindigkeit eingetropft werden konnte. Dieses wurde in das Reaktionszwischenprodukt (c12) unter Regulierung der Flüssigkeitstemperatur auf 5 bis 10ºC im Verlauf von 3 h eingetropft. Nach beendigtem Eintropfen wurde das resultierende Produkt eine weitere Stunde lang durchgemischt und auf 80ºC erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und der Filterkuchen wurde gespült und getrocknet, wodurch ein pulverförmiges Pigment, enthaltend 380 Teile Disazopigment der Formel (P-2) und 25 Teile Disazoverbindung der Formel (II-3) erhalten wurde. Nachstehend wird dieses Produkt als Pulververgleichsbeispiel 12 bezeichnet.

Beispiel 7

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Beispiel 6 mit der Ausnahme, dass 27,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 31,8 Teile 3-Acetoacetylamino-4-chlorbenzoesäure der folgenden Formel (9):

ersetzt wurden, dass die 230 Teile Acetoacet-m-xylidid durch 232,5 Teile der Acetoacet-o-anisidid der folgenden Formel (10)

ersetzt wurden, dass die 8,2 Teile 4-Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) durch 8,7 Teile 4-Acetoacetylaminoacetanilid der folgenden Formel (11):

ersetzt wurden und dass die 247,6 Teile Acetoacet-m-xylidid der Formel (8) durch 250,3 Teile Acetoacet-o-anisidid der Formel (10) ersetzt wurden, wurde ein Pigmentpulver der erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzung erhalten, das 705 Teile Disazopigment (C.I.-Pigment Y-17) der folgenden Formel (P-3):

91 Teile der Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (I)), angegeben durch die folgende Formel (I-5):

und 26 Teile Disazoverbindung (entsprechend einer Verbindung der Formel (II)), angegeben durch die folgende Formel (II-5):

enthielt.

Vergleichsbeispiel 13

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 11 mit den Ausnahmen, dass die 27,5 Teile 2-Acetoacetylaminobenzoesäure der Formel (2) durch 31,8 Teile 3-Acetoacetylamino-4-chlorbenzoesäure der Formel (9) ersetzt wurden und dass die 230 Teile Acetoacet-m-xylidid der Formel (8) durch 232,5 Teile Acetoacet-o-anisidid der Formel (10) ersetzt wurden, wurde ein pulverförmiges Pigment erhalten, das 322 Teile Disazopigment der Formel (P-3) und 91 Teile Disazoverbindung der Formel (I-5) enthielt. Nachstehend wird dieses Produkt als Pulververgleichsbeispiel 13 bezeichnet.

Vergleichsbeispiel 14

Unter Anwendung der gleichen Verfahrensweise wie in Vergleichsbeispiel 12 mit den Ausnahmen, dass die 8,2 Teile 4- Acetoacetylaminobenzamid der Formel (3) durch 8,7 Teile 4- Acetoacetylaminoacetanilid der Formel (11) ersetzt wurden und dass die 247,6 Teile des Acetoacet-m-xylidids der Formel (8) durch 250,3 Teile Acetoacet-o-anisidid der Formel (10) ersetzt wurden, wurde ein pulverförmiges Pigment erhalten, dass 382 Teile Disazopigment der Formel (P-3) und 26 Teile der Disazoverbindung der Formel (II-5) enthielt.

Nachstehend wird dieses Produkt als Pulververgleichsbeispiel 14 bezeichnet.

Testbeispiel 1

Unter Verwendung der folgenden Verfahrensweisen wurden die in den Beispielen 1 bis 5 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 10 erhaltenen Pigmentpresskuchen zu Druckfarben verformt.

Nach der Zugabe von 300 Teilen eines Lacks für eine lithographische Druckfarbe (ein Lack, enthaltend phenolisches Kolophoniumharz, hergestellt von Dainippon Ink and Chemical) in einen auf 60ºC erhitzten Flusher, wurde ein Pigmentpresskuchen in einer 100 Teile entsprechenden Menge, wenn auf den festen Teil des Pigments umgewandelt wird, zugegeben. Das resultierende Produkt wurde unter Kneten 30 min lang einer Flush- bzw. Waschbehandlung unterworfen. Nach Abdekantieren von freiem Wasser wurde die Flusher- Temperatur auf 80ºC erhöht, während im Vakuum entwässert wurde, um den Wassergehalt zu entfernen. Nach Bestätigung, dass der Wassergehalt entfernt worden war, wurden 170 Teile Lack für eine lithographische Druckfarbe (Lack, enthaltend ein phenolisches Kolophoniumharz, hergestellt von Dainippon Ink and Chemical) und 30 Teile Leichtöl allmählich zugesetzt, wodurch eine Testdruckfarbe erhalten wurde.

Die Fließfähigkeit und die Laray-Viskosität der nach den obigen Verfahrensweisen hergestellten Testdruckfarben wurden gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.

Was die Zahlenwerte für die Fließfähigkeit betrifft, so zeigen höhere Werte an, dass die lithographische Druckfarbe eine höhere Fließfähigkeit hat. Was die Zahlenwerte für die Laray-Viskosität betrifft, so zeigen höhere Werte an, dass die lithographische Druckfarbe eine höhere Viskosität besitzt.

Die Fließfähigkeit wurde dadurch bestimmt, dass 1 g Druckfarbe 1 min lang mit einem Spatel verknetet wurde. Die Druckfarbe wurde auf das höhere Ende einer Glasplatte, die mit einem Neigungswinkel von 70º angeordnet war, aufgebracht. Es wurde 60 min lang gewartet und dann wurde die Lauflänge der Druckfarbe in Richtung auf eine untere Position (Länge der Druckfarbe vom höchsten Ende bis zum niedrigsten Ende) gemessen.

Tabelle 1

Die Ergebnisse der Tabelle 1 zeigen, dass lithographische Druckfarben, in denen die erfindungsgemäßen Disazopigmentzusammensetzungen, erhalten in den Beispielen 1 bis 5, verwendet worden sind, sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität haben. Andererseits bilden die in den Vergleichsbeispielen 1 bis 10 erhaltenen herkömmlichen Disazopigmente lithographische Druckfarben, die entweder eine hohe Fließfähigkeit, aber eine niedrige Viskosität haben oder die eine hohe Viskosität, aber eine niedrige Fließfähigkeit haben. Letztere haben keine hohe Fließfähigkeit und keine hohe Viskosität.

Testbeispiel 2

Nach den folgenden Verfahrensweisen wurden die in den Beispielen 6 bis 7 und den Vergleichsbeispielen 11 bis 14 erhaltenen Pigmentpulver zu Druckfarben verformt.

300 Teile eines Lacks für eine lithographische Druckfarbe, erhitzt auf 4.0ºC, und 100 Teile Pigmentpulver wurden in ein Edestahlgefäß eingegeben und dann mit einem Laboratoriumsmischer vermischt, um eine Mahlgrundlage herzustellen. Diese Mahlgrundlage wurde unter Verwendung eines Dreiwalzenstuhls vermahlen, um eine Grunddruckfarbe herzustellen. Auf dem Dreiwalzenstuhl wurden 170 Teile Lack für eine lithographische Druckfarbe und 30 Teile Leichtöl allmählich zu der Grunddruckfarbe gegeben, um eine Testdruckfarbe herzustellen.

Die Fließfähigkeit und die Laray-Viskosität der nach den obigen Verfahrensweisen hergestellten Testdruckfarben wurden gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.

Tabelle 2

Die Ergebnisse der Tabelle 2 zeigen, dass die lithographischen Druckfarben, bei denen Disazopigmentzusammensetzungen gemäß der Erfindung, erhalten in den Beispielen 6 bis 7 verwendet worden sind, sowohl eine hohe Fließfähigkeit als auch eine hohe Viskosität haben. Andererseits bilden herkömmliche Disazopigmente, erhalten in den Vergleichsbeispielen 11 bis 14, lithographische Druckfarben, die entweder eine hohe Fließfähigkeit, aber eine niedrige Viskosität haben oder die eine hohe Viskosität, aber eine niedrige Fließfähigkeit haben. Letztere haben keine hohe Fließfähigkeit und keine hohe Viskosität.


Anspruch[de]

1. Disazopigmentzusammensetzung, enthaltend:

(a) ein Disazopigment;

(b) eine Disazoverbindung der folgenden Formel (I):

worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht und Z² für eine Phenylgruppe oder Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, aufweisen kann und eine Carbonsäuregruppe und/oder eine Sulfonsäuregruppe haben kann, die ein Salz eines Metalls mindestens einer Art, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Erdalkalimetallen, Aluminium, Magnesium und Zink, sein kann, steht und

(c) eine Disazoverbindung der folgenden Formel (II):

worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht, und Z³ für einen Benzimidazolonrest, einen Phthalimidrest oder eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonyl, haben kann und die 1 bis 4 Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Carbonsäureamidgruppen, Sulfonsäureamidgruppen und Acetamidogruppen, aufweist, steht.

2. Disazopigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Formel (I) X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht, und X² für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann und die 1 bis 4 Carbonsäuregruppen und/oder Sulfonsäuregruppen aufweist; und

dass in der Formel (II) X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aufweist, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht und Z³ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonyl, haben kann und die 1 bis 4 Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Carbonsäureamidgruppen, Sulfonsäureamidgruppen und Acetamidogruppen, hat, steht.

3. Disazopigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Formel (I) und Formel (II) X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, steht, Z² für eine Phenylgruppe, die eine Hydroxylgruppe oder ein Chloratom haben kann und die eine Carbonsäuregruppe oder eine Sulfonsäuregruppe, die ein Aluminiumsalz sein kann, haben kann, steht und Z³ für einen Benzimidazolonrest oder eine Phenylgruppe, die eine Carbamoylgruppe, eine Acetamidogruppe oder eine Sulfamoylgruppe aufweist, steht.

4. Disazopigmentzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Formel (I) und Formel (II) X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder ein Chloratom stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y jeweils gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen, Z¹ für eine Phenylgruppe, die 1 bis 2 Methylgruppen oder Methoxygruppen haben kann, steht, Z² für eine Phenylgruppe, die eine Hydroxylgruppe haben kann und die eine Carbonsäuregruppe, die ein Aluminiumsalz sein kann, hat, steht und Z³ für eine Phenylgruppe, die eine Carbamoylgruppe oder eine Acetamidogruppe hat, steht.

5. Disazopigmentzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der proportionale Anteil der Disazoverbindung der Formel (I) im Feststoff-Teil der genannten Disazopigmentzusammensetzung im Bereich von 1 bis 20 Gew.-% liegt und der proportionale Anteil der Disazoverbindung der Formel (II) im Feststoff- Teil der genannten Disazopigmentzusammensetzung im Bereich von 1 bis 20 Gew.-% liegt.

6. Disazopigmentzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte proportionale Anteil der Disazoverbindung der Formel (I) und der Disazoverbindung der Formel (II) im Feststoff-Teil der genannten Disazopigmentzusammensetzung im Bereich von 4 bis 35 Gew.-% liegt und dass ihr Gewichtsverhältnis (I)/(II) im Bereich von 30/70 bis 75/25 liegt.

7. Disazopigmentzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Disazopigment ein Disazopigment der folgenden Formel (VII) ist:

worin X und Y jeweils unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Alkoxycarbonylgruppe, die eine Alkoxylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen hat, stehen, mit der Maßgabe, dass X und Y niemals gleichzeitig für Wasserstoffatome stehen und Z¹ für eine Phenylgruppe oder eine Naphthylgruppe, die 1 bis 4 gleiche oder verschiedene Substituentengruppen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Niedrigalkylgruppen, Niedrigalkoxylgruppen, Halogenatomen, Hydroxylgruppen und Niedrigalkoxycarbonylgruppen, haben kann, steht.

8. Disazopigmentzusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Formel (I), Formel (II) und Formel (VII) die Bedeutungen für X, Y und Z¹ identisch sind.

9. Disazopigmentzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Disazopigment mindestens ein Disazopigment, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Pigmenten mit den C.I.- Pigment-Nummern Y-12, Y13, Y-14, Y-17, Y-55 und Y-81 der folgenden Formeln

ist.

10. Druckfarbe, enthaltend eine Disazopigmentzusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com