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Dokumentenidentifikation DE69712285T2 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0832550
Titel Schüttler für eine Traubenerntemaschine oder für eine Obst- oder Beerenerntemaschine und Form für diese Herstellung
Anmelder Etablissements Gregoire S.A., Cognac, FR
Erfinder Gregoire, James, 16100 Cognac, FR
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69712285
Vertragsstaaten DE, ES, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 06.08.1997
EP-Aktenzeichen 974018947
EP-Offenlegungsdatum 01.04.1998
EP date of grant 02.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse A01D 46/28

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schüttler für eine Traubenlesemaschine oder eine Maschine zum Ernten von Früchten oder Beeren durch Schütteln und eine Form zur Herstellung eines solchen Schüttlers.

Solche Schüttler sind bestimmt für Traubenlesemaschinen und allgemeiner Maschinen zum Ernten von Früchten oder Beeren (Johanisbeeren, Oliven, usw.) durch Schütteln.

Die Schüttler für Traubenlesemaschinen sind gewöhnlich gebildet von einem Stab aus Kunststoff, der an einem seiner Enden durch einen Verbindungsflansch an einem Träger gehalten ist, der um eine zu der den Stab enthaltenden Ebene senkrechte Achse schwingt. Im allgemeinen sind diese Schüttler ausgehend von Stäben aus starrem Kunststoffmaterial, beispielsweise ERTALON (Handelsmarke) hergestellt.

Man unterscheidet verschiedene Varianten von Schüttlern. Bestimmte Schüttler sind haarnadelförmig gekrümmt. Andere Typen von Schüttlern sind gebildet durch einen einfachen Stab, dessen zum schwingenden Träger entgegengesetztes Ende frei ist, oder sind im Gegenteil mit einem anderen festen oder schwingenden Träger durch eine Kurbel oder ein anderes Verbindungselement verbunden ist.

Ein erster Nachteil solcher Schüttler ist, daß deren auf der Höhe des Endes des Verbindungsflansches liegender Teil erheblichen mechanischen Beanspruchungen unterworfen ist, die zum Bruch führen können. Auf der Höhe dieses Teils gelangt man plötzlich von einer sehr starren Zone, wo der Schüttler im Flansch (in der Klammer) eingespannt ist, zu einer weniger starren Zone, wo der Schüttler frei ist. Es treten Schereffekte auf, die eine erhebliche Erwärmung dieses Teils bewirken, was den Schüttler brüchig macht. Dieses Phänomen ist besonders nachteilig zu Beginn der Traubenlese, wenn der Reifungsgrad der Trauben noch nicht maximal ist und es erfordert, die Traubenlesemaschinen auf hohe Schüttelfrequenzen einzustellen.

Ein anderer Nachteil betrifft besonders die Schüttler mit freiem Ende oder geradem Stab, dessen hinteres Ende durch einen Schwingarm mit einem Träger verbunden ist.

Für diesen Typ von Schüttler wird gewöhnlich eine Befestigungsflansch verwendet, der durch eine Muffe mit einer konkaven Auflagefläche verlängert ist, um ein teilweises Umwickeln des hinter dem Halteflansch liegenden Stababschnitts zu bewirken. Dieses teilweise Umwickeln dient dazu, die Eigenfrequenz des Schüttlers kontinuierlich zu modifizieren und das Auftreten einer Resonanz zu vermeiden.

Die Erfindung hat zur Aufgabe, diese Nachteile zu beheben. Zu diesem Zweck betrifft sie Schüttler entsprechend dem Anspruch 1.

Gemäß einer besonderen Ausführungsform variiert der Querschnitt des Zwischenabschnitts zwischen einem maximalen Querschnitt von etwa 50 mm und einem minimalen Querschnitt von etwa 20 mm.

Gemäß einer anderen besonderen Ausführungsform liegt die Länge des Zwischenabschnitts zwischen 10 und 50 cm.

Im Stand der Technik werden die Schüttler durch Verformen eines zylindrischen Stabes hergestellt. Dieses Herstellungsverfahren weist einen Nachteil für haarnadelförmig gebogene Schüttler auf. Tatsächlich hat das Material ein Formgedächtnis, das dazu führen kann, die ursprüngliche Krümmung des Schüttlers zu modifizieren.

Die Erfindung betrifft auch eine Form zur Herstellung eines Schüttlers nach Anspruch 1.

Die Erfindung wird weiter erläutert durch die folgende Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, die sich auf zwei nicht begrenzende Ausführungsbeispiele beziehen, worin:

Fig. 1 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Schüttlers zeigt;

Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform eines solchen Schüttlers zeigt.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht einer ersten Variante des erfindungsgemäßen Schüttlers. Der Schüttler weist einen ersten Abschnitt 1 von zylindrischer Form und konstantem Querschnitt auf. Dieser erste Abschnitt wird durch eine Einspannklammer gehalten, die aus zwei Halbschalen mit je einem komplementären Innenquerschnitt gebildet ist.

Beispielsweise ist der Querschnitt dieses ersten Abschnitts (1) kreisförmig und weist einen Durchmesser von 35 mm auf.

Dieser erste Abschnitt (1) ist durch einen Zwischenabschnitt (2) verlängert, dessen Querschnitt abnimmt von einem Querschnitt, der mit dem des ersten Abschnitts (1) identisch ist, bis zu einem Querschnitt, der identisch mit dem des Stabes (3) ist. Die Länge dieses Zwischenabschnitts (2) beträgt etwa 25 cm.

Der Zwischenabschnitt realisiert bei dieser Variante zwei Funktionen:

Er verstärkt die besonders beanspruchte Zone des Schüttlers und läßt dessen Starrheit allmählich ansteigen, was vibrierende Harmonische erzeugt, welche die Resonanzerscheinungen begrenzen.

Ein solcher Schüttler kann entweder durch Bearbeitung eines zylindrischen Stabes oder durch Formen hergestellt werden.

Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform eines solchen Schüttlers.

Der haarnadelförmige Schüttler ist dazu bestimmt, daß er mit seinen beiden Enden an Trägern befestigt wird. Der Mittelbereich (3) ist beiderseits durch Zwischenabschnitte (2, 5) von in der zum Mittelbereich entgegengesetzen Richtung wachsendem Querschnitt verlängert. Diese Zwischenabschnitte (2, S) sind selbst durch zylindrische Endabschnitte (1, 6) verlängert, die zum Einspannen durch Befestigungsklammern dienen.


Anspruch[de]

1. Schüttler für eine Traubenlesemaschine oder Maschine zum Ernten von Früchten oder Beeren durch Schütteln, wobei der Schüttler von einem Stab aus Kunststoffmaterial gebildet ist, der an wenigstens einem seiner Enden durch eine Verbindungsklammer an einem Träger gehalten ist, der um eine zu der den Stab enthaltenden Ebene senkrechte Achse schwingt, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab einen Zwischenabschnitt (2) mit abnehmendem Querschnitt aufweist, der zwischen einem ersten Abschnitt (1) von gleichbleibendem Querschnitt, der zum Einspannen in die Befestigungsklammer geeignet ist, und einem in Haarnadelform gebogenen Abschnitt liegt.

2. Schüttler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Zwischenabschnitts (2) 10 bis 50 cm beträgt.

3. Schüttler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Zwischenabschnitts (2) von höchstens etwa 50 mm bis zu mindestens etwa 20 mm variiert.

4. Schüttler für eine Traubenlesemaschine oder Maschine zum Ernten von Früchten oder Beeren durch Schütteln nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der in Haarnadelform gebogene Stab durch einen zweiten Zwischenabschnitt (5) von abnehmendem Querschnitt verlängert ist.

5. Form zur Herstellung eines Schüttlers für eine Traubenlesemaschine oder Maschine zum Ernten von Früchten oder Beeren durch Schütteln mit einer Matrize, um einen Schüttler nach Anspruch 1 zu fertigen, mit einem ersten Abschnitt, einem Zwischenabschnitt mit variablem Querschnitt und einem haarnadelförmig gebogenen Abschnitt.







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