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Dokumentenidentifikation EP0941646 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0941646
Titel Klinge für Mähmesser
Anmelder Frielinghaus GmbH, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Braun, Wolfgang, 58256 Ennepetal, DE
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37073 Göttingen
DE-Aktenzeichen 59902812
Vertragsstaaten AT, DE, DK, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 03.03.1999
EP-Aktenzeichen 991042359
EP-Offenlegungsdatum 15.09.1999
EP date of grant 25.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse A01D 34/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klinge für Mähmesser mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Es wird auch ein Verfahren zu ihrer Herstellung aufgezeigt. Klingen dieser Art, sei es in der Ausbildung als Einfachklinge, Doppelklinge oder Dreifachklinge, werden zu mehreren nebeneinander auf einen Messerrücken aufgesetzt, der in der Regel Bestandteil eines Mähwerkes ist. Das Aufsetzen bzw. Befestigen der Klingen geschieht durch einen Niet- oder Schraubvorgang. Zu diesem Zweck weisen solche Klingen einen Befestigungsbereich auf, in welchem sich die Klinge mit dem Messerrücken überlappt. Ein Schneidenbereich der Klinge steht gegenüber dem Messerrücken über und trägt mindestens eine Schneide, in der Regel jedoch zwei Schneiden.

Eine Klinge der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art ist aus der DE 19 46 003 bekannt. Diese Klinge weist einen Schneidenbereich auf, der in etwa dreieckigen Umriß besitzt. Bei der Ausbildung als Doppelklinge sind zwei solche Bereiche an einem durchgehenden Materialstück aus Stahl vorgesehen. Der Schneidenbereich erstreckt sich aus der Sicht des Befestigungsbereiches nach vorn, also in Arbeitsrichtung. Der Schneidenbereich weist mindestens eine Härte mit einer sich über die Schneide erstreckenden Härtezone auf. Die Härtezone erstreckt sich somit nur über einen Teil des Schneidenbereiches. Die Härtezone ist streifenförmig ausgebildet und erstreckt sich vom Rand der Schneide in das Material der Klinge mit einer gewissen Tiefe hinein. Der Befestigungsbereich der Klinge ist rückwärts angeordnet. Er dient der Befestigung der Klinge an einem Messerrücken und weist hierzu mindestens eine Durchbrechung, in der Regel jedoch mehrere Durchbrechungen, für den Einsatz von Nieten oder Schrauben auf. Zwecks Erhöhung der Elastizität und Verschleißfestigkeit kann der die Klinge bildende Materialzuschnitt vor dem partiellen Härten der Schneiden durchgehend vergütet oder gehärtet sein. Dies bedeutet einen erheblichen Arbeitsaufwand. In einem ersten Schritt muß die gesamte Klinge gehärtet werden. Es schließt sich dann das Anlassen der gesamten Klinge an, um die durchgehende Vergütung oder Härtung zu erreichen. In einem dritten Schritt wird der Schneidenbereich partiell gehärtet. In einem letzten Schritt erfolgt dann das Anlassen, welches sich auf den Schneidenbereich partiell auswirkt. Diese vier Schritte führen zu guten Ergebnissen hinsichtlich der Standfestigkeit und der übrigen Gebrauchseigenschaften. Die Herstellung ist jedoch relativ teuer. Die Klinge weist im Befestigungsbereich eine geringere Härte als im Schneidenbereich auf.

Aus der DE 42 04 000 C2 ist eine mindestens eine Schneide aufweisende Klinge für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke aus Stahl bekannt, die im Bereich einer angeschliffenen oder nachzuschleifenden Schneidwarte eine eine Schneidenspitze bildende gehärtete Schicht und anschließend eine weiche Schicht aufweist. Auch diese Klinge besitzt einen Schneidenbereich und einen Befestigungsbereich. Der Befestigungsbereich weist zwei Durchbrechungen für die Befestigung auf. Die gehärtete Schicht erstreckt sich über die gesamte Oberfläche der Klinge, also einschließlich des Schneidenbereiches und des Befestigungsbereiches. Die gehärtete Schicht weist eine Härte von etwa 65-70 HRc und die weiche Schicht eine Härte von etwa 35-48 HRc auf. Bei der Herstellung dieser Klinge wird eine Rohklinge gestanzt, diese im Bereich der später zu bildenden Schneide im Oberflächenbereich erwärmt und abgeschreckt. Schließlich wird an der Rohklinge die Schneide durch Anschleifen erzeugte Die besonderen Herstellungs- bzw. Bearbeitungsschritte der Rohklinge erstrecken sich immer auf die gesamte Klinge, also einschließlich des Schneidenbereichs und des Befestigungsbereichs.

Es sind auch Klingen für Mähmesser bekannt, die nur im Schneidenbereich gehärtet sind. Der übrige Bereich, also insbesondere der Befestigungsbereich der Klinge, ist nicht gehärtet. Solche Klingen haben zwar eine sehr hohe Schnittfestigkeit, aber nur eine geringe Biegesteifigkeit. Solche Klingen sind deshalb beim Auftreten von Hindernissen im Schneidbereich sehr anfällig und verbiegen sich schnell, so daß sie ihre Schneidfunktion nicht mehr erfüllen können. Eine solche verbogene Klinge muß ausgewechselt werden, was insbesondere bei Befestigung der Klinge mit einer Nietung an dem Messerrücken einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand bedeutet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klinge der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei der einerseits die Gefahr des Auftretens von Verbiegungen bis hin zu Brüchen reduziert ist und die andererseits dennoch bei normalem Verschleißverhalten eine gute Standfestigkeit, insbesondere hinsichtlich des Schnittverhaltens, aufweist.

Erfindungsgemäß wird dies bei einer Klinge der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß die weitere Härtezone sich nur über einen Teil des Befestigungsbereiches erstreckend vorgesehen ist, und daß die Härtezone im Befestigungsbereich und die Härtezone im Schneidenbereich aneinander anschließend angeordnet sind.

Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die Härtezone, die sich partiell im Schneidenbereich erstreckt, bis in den Befestigungsbereich zu verlängern bzw. zu ergänzen, und zwar derart, daß sich die Härtezone auch nur partiell im Befestigungsbereich erstreckt. Die Härtezone im Schneidenbereich und die Härtezone im Befestigungsbereich gehen ineinander über bzw. schließen aneinander an, so daß die Klinge, die vom Befestigungsbereich am Messerrücken ausragt, gleichsam einen verstärkten bzw. gehärteten Kragstab bildet, durch den die Biegesteifigkeit wesentlich verbessert ist. Die Klinge wird damit insgesamt steifer und stabiler, ohne daß eine Bruchgefahr beim Auftreten auf Hindernisse entsteht. Die Klinge weist sowohl im Schneidenbereich wie auch im Befestigungsbereich auch ungehärtete, relativ weiche Zonen auf. Die beiden Härtezonen sind jeweils streifenförmig ausgebildet, d. h. sie besitzen einen wesentlichen Flächenanteil, der sich in Richtung der Klinge erstreckt, und einen dazugehörigen, die Streifenbreite festlegenden Teil quer dazu. Wichtig ist auch, daß die im Befestigungsbereich vorhandene Härtezone die Auflagefläche am Messerrücken teilweise überlappt. Insbesondere werden die beiden Härtezonen in einem gemeinsamen Arbeitsvorgang durch induktives Härten herbeigeführt. Der nachfolgende Anlaßvorgang erstreckt sich über die gesamte Klinge, so daß im wesentlichen lediglich zwei Herstellungsarbeitsgänge anfallen. Damit ist es vorteilhaft möglich, in den beiden Härtezonen eine Härte von 50-60 HRc, insbesondere 55 HRc, zu erzeugen, während das Material der Klinge außerhalb der Härtezonen eine Härte von 15-25 HRc aufweist.

Die Härtezone kann im Befestigungsbereich mit Abstand zu der oder den Durchbrechungen angeordnet sein. Die im Befestigungsbereich vorgesehene Härtezone sollte so dimensioniert und angeordnet werden, daß der Befestigungsbereich nahe den Durchbrechungen möglichst gemieden wird. Dies ist besonders bedeutsam, wenn Klingen dieser Art durch einen Nietvorgang mit dem Messerrücken verbunden werden. Die Schlagbeanspruchung der Klinge, die dabei unvermeidbar eintritt, wird so im relativ weichen Materialbereich aufgenommen und führt nicht dazu, daß die Klinge im Bereich der Härtezonen an- oder einreißt.

Beide Härtezonen sollten streifenförmig und ineinander übergehend ausgebildet sein. Es ist wichtig, daß die Härtezone eine gewisse Breite aufweist, also quer zur Haupterstreckungsrichtung der Klinge. Diese Breite sollte mindestens 10 mm, besser mehr betragen. Auf diese Weise wird ein stabiler Balken innerhalb der Klinge erzeugt, der für die Biegesteifigkeit verantwortlich ist.

Die Klinge weist im Schneidenbereich dreieckige Gestalt und im Befestigungsbereich rechteckige Gestalt auf. Die Härtezonen sind symmetrisch zu einer Längsmittelebene der Klinge verteilt angeordnet. Dies bezieht sich auf eine Einzelklinge, gilt aber natürlich entsprechend auch bei Doppel- und Mehrfachklingen für die einzelnen Bereiche.

Beide Härtezonen weisen zweckmäßig übereinstimmende Härte auf. Die übereinstimmende Härte ergibt sich durch den Behandlungsschritt, in welchem gleichzeitig die Härtezonen im Schneidenbereich und im Befestigungsbereich gehärtet werden. Es ist aber auch möglich, daß die weitere Härtezone im Befestigungsbereich eine gegenüber der Härtezone im Schneidenbereich durch einen Anlaßvorgang reduzierte Härte aufweist. In diesem Falle ist ein dritter Behandlungsschritt erforderlich, nämlich ein Anlassen, welches sich jedoch nur auf den Befestigungsbereich bezieht. Damit ist es möglich, die Härte im Befestigungsbereich gezielt gegenüber der Härte im Schneidenbereich zu reduzieren.

Die Härtezone kann im Befestigungsbereich in Richtung der Längsmittelebene der Klinge ausgerichtet angeordnet sein. Auch dieser besonderen Anordnung und Ausrichtung der durchgehenden Härtezone liegt die Vorstellung zugrunde, die Härtezone senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung des Messerrückens einzuspannen. In der Regel besitzt der Befestigungsbereich nur eine Härtezone. Es ist aber auch möglich, daß die Härtezone im Befestigungsbereich in zwei nicht miteinander verbundene Teilbereiche unterteilt ist, von denen jeder Teilbereich mit einer Härtezone im Schneidenbereich in Verbindung steht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Härtezone im Befestigungsbereich in Richtung quer zu der Längsmittelebene der Klinge ausgerichtet angeordnet ist und gemeinsam mit der Härtezone im Schneidenbereich einen geschlossenen Dreieckszug bildet. Auch bei dieser Ausführungsform wird die Klinge insgesamt durch den geschlossenen Dreieckszug versteift und so die Biegesteifigkeit erhöht.

Ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Klinge für Mähmesser geht davon aus, daß eine Rohklinge gestanzt, diese im Schneidenbereich erwärmt und abgeschreckt und an der Rohklinge die Schneide durch Anschleifen erzeugt wird. Erfindungsgemäß wird die Rohklinge sowohl im Schneidenbereich als auch im Befestigungsbereich in einem Arbeitsgang streifenförmig durchgehend induktiv erwärmt und dann die gesamte Rohklinge vor dem Anschleifen der Schneide angelassen. Damit sind für die eigentliche Wärmebehandlung nur zwei Arbeitsschritte erforderlich, so daß sich eine solche Klinge preiswert herstellen läßt. Das Befestigen der Klinge am Messerrücken führt damit nicht zu einer Beeinträchtigung. Andererseits besitzt die Klinge ein normales Verschleißverhalten und eine entsprechende Standfestigkeit der Schneide. Beim Auftreten auf Hindernisse ist die Gefahr des Verbiegens reduziert.

Es ist aber auch möglich, daß die Härtezonen der Rohklinge im Scheidenbereich und im Befestigungsbereich in einem ersten Anlaßvorgang auf eine Härte von etwa 50 bis 60 HRc eingestellt wird, und daß die Härtezone im Befestigungsbereich der Rohklinge in einem zweiten Anlaßvorgang auf eine Härte von etwa 30 bis 40 HRc eingestellt wird. Hierbei wird zwar ein dritter Behandlungsschritt erforderlich. Es ergibt sich jedoch vorteilhaft die Möglichkeit, die Härte im Schneidenbereich anders zu wählen als im Befestigungsbereich. So kann die Härte im Schneidenbereich insbesondere etwa zwischen 50 und 60 HRc betragen, während sie im Befestigungsbereich vielleicht 30-40 HRc aufweist.

Die Erfindung wird anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1
eine Draufsicht auf eine Klinge in einer ersten Ausführungsform, aufgesetzt auf einen Messerrücken,
Fig. 2
eine Draufsicht auf eine Klinge in einer zweiten Ausführungsform, nach dem Härten,
Fig. 3
eine dritte Ausführungsform der Klinge,
Fig. 4
eine weitere Ausführungsform der Klinge,
Fig. 5
eine weitere Ausführungsform der Klinge,
Fig. 6
eine Klinge in der Ausbildung als Doppelklinge und
Fig. 7
eine weitere Doppelklinge.

Die in Fig. 1 dargestellte Klinge 1 besteht aus einem flachen plattenförmigen Körper aus Stahl, der bereichsweise auch abgesenkt sein kann o. dgl.. Da es auf diese Einzelheiten im vorliegenden Zusammenhang nicht ankommt, ist lediglich der wesentliche Umriß der Klinge angedeutet. Die Klinge 1 weist einen Schneidenbereich 2 und einen Befestigungsbereich 3 auf. Die Klinge 1 ist mit ihrem Befestigungsbereich 3 an einem Messerrücken 4 angebracht. Hierzu weist die Klinge 1 im Befestigungsbereich 3 zwei Durchbrechungen 5 auf, die mit entsprechenden Durchbrechungen im Messerrücken 4 fluchten und durch hindurch ein Befestigungsmittel, insbesondere ein Niet oder eine Schraube, geführt ist. Als Befestigungsbereich 3 wird der Bereich der Klinge 1 verstanden, dessen Umriß sich mit dem Umriß des Messerrückens 4 deckt bzw. diesen überlappt. Der frei auskragende Teil der Klinge 1 dagegen stellt den Schneidenbereich 2 dar. Der Schneidenbereich weist etwa dreieckförmige Gestalt auf, während der Befestigungsbereich 3 rechteckig ausgebildet ist.

Im Schneidenbereich 2 sind hier in symmetrischer Anordnung zu einer Längsmittelebene 6 zwei Schneiden 7 vorgesehen, deren Schneidwarten durch gestrichelte Linien verdeutlicht sind. Im Schneidenbereich 2 ist eine Härtezone 8 vorgesehen, deren Erstreckung, Ausbildung und Anordnung durch ein schraffiertes Feld hervorgehoben ist. Diese erste Härtezone 8 erstreckt sich in weiten Bereichen entlang des Randes des Schneidenbereiches und damit auch entlang der Schneiden 7. Die Härtezone 8 besitzt eine gewisse Tiefe und ist im unteren Bereich des Schneidenbereichs 2 nach innen geführt. Diese Härtezone 8 setzt sich in einer weiteren Härtezone 9 fort, die im Befestigungsbereich 3 der Klinge 1 vorgesehen ist. Wie ersichtlich ist die Härtezone 9 in zwei Teilbereichen symmetrisch zu der Längsmittelebene 6 und mit Abstand zu dieser vorgesehen, wobei sich die Teilbereiche der Härtezone 9 bis zum Rand 10 der Klinge 1 erstrecken. Die Härtezone 9 verläuft auch mit Abstand bzw. unter Aussparung der Durchbrechungen 5. Die Härtezonen 8 und 9 im Schneidenbereich 2 und im Befestigungsbereich 3 besitzen, wie dargestellt, gleiche oder etwa gleiche Breite, gehen absatzlos ineinander über und gehen vom rückwärtigen Rand 10 der Klinge 1 bis zur Klingenspitze 11 durch. Die beiden Härtezonen 8 und 9 ergänzen einander und bilden insgesamt ein auskragendes versteifendes Gerüst für das Material der Klinge 1 Man erkennt, daß die Klinge 1 mit Hilfe der durch die Durchbrechungen 5 reichenden Befestigungsmittel so am Messerrücken 4 eingespannt wird, daß die Härtezone 9 eingeschlossen und damit die Härtezone 8 im Klingenbereich 2 gespannt gehalten wird. Aus Fig. 1 ist auch erkennbar, daß die Schneidwarten im Schneidenbereich 2 seitlich auslaufen und sich nicht bis in den Befestigungsbereich 3 erstrecken. Gleichwohl erstreckt sich der gehärtete Übergangsstreifen der Härtezonen 8 und 9 am Übergang zwischen Schneidenbereich 2 und Befestigungsbereich 3 in beiden Bereichen, wobei dann die Härtezone 9 bis zum Rand 10 der Klinge 1 durchgehend ausläuft.

In den folgenden Ausführungsformen der Klingen 1 ist der Messerrücken 4 weggelassen, so daß sich jeweils eine volle Ansicht auf die Klinge 1 ergibt. Der Übergang zwischen dem Schneidenbereich 2 zu dem Befestigungsbereich 3 ist jedoch durch eine gestrichelte Linie 12 angedeutet. Diese entspricht der Lage der Kante des Messerrückens 4 in der an diesen angesetzten Stellung. Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist an sich ähnlich wie die Ausführungsform in Fig. 1 aufgebaut. Im Unterschied dazu sind lediglich die beiden Teilbereiche der Härtezone 9 näher aneinander herangerückt. Sie befinden sich damit auch näher an der Längsmittelebene 6, jedoch ohne ineinander überzugehen. Die Verbindungsbereiche der Härtezonen 8 und 9 im Schneidenbereich 2 sind hier im wesentlichen im Schneidenbereich untergebracht und schwenken erst im mittleren Bereich der Klinge in die Härtezonen 9 ein.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 sind die beiden Teilbereiche der Härtezone 9 noch näher aneinander herangerückt, so daß sich hier eine durchgehende Härtezone 9 ergibt, die aber ebenfalls symmetrisch zu der Längsmittelebene 6 und unter Aussparung der Durchbrechungen 5 angeordnet ist. Die Verbindungsbereiche zwischen den Härtezonen 8 und 9 erstrecken sich teilweise im Schneidenbereich 2 und teilweise im Befestigungsbereich 3. Im Schneidenbereich 2 wird ein in sich geschlossener Dreieckszug 13 geschaffen, also ein ringförmig verlaufender Streifen in Dreiecksgestalt, der sich im wesentlichen über den Schneidenbereich 2 erstreckt und der von der Härtezone 9 gleichsam stielartig getragen bzw. auskragend gelagert ist, wenn die Klinge 1 mit dem Messerrücken 4 verbunden ist.

Dieser Dreieckszug 13 ist auch bei der Ausführungsform der Fig. 4 erkennbar. Die dort gezeigte Klinge 1 weist nur eine Durchbrechung 5 auf, die in der Längsmittelebene 6 angeordnet ist. Die erste Härtezone 8 erstreckt sich im wesentlichen in Form des Dreieckszuges 13 im Schneidenbereich 2. Die im Befestigungsbereich 3 vorgesehene Härtezone 9 verläuft hier quer zur Längsmittelebene 6 und ergänzt insoweit den Dreieckszug 13. Die Härtezone 9 läuft also hier nicht bis zum Rand 10 der Klinge 1 durch.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 endet die Härtezone 9 des Befestigungsbereiches 3 nicht in einer sich senkrecht zu der Längsmittelebene 6 erstreckenden Linie, sondern es ist hier eine geschweifte Ausbildung vorgesehen, die so gestaltet ist, daß sich die Härtezone 9 einerseits in den Befestigungsbereich 3 hineinerstreckt, andererseits um die Durchbrechungen 5 herum jedoch ein Abstand geschaffen wird, in welchem das Material der Klinge 1 von dem Härtevorgang nicht erfaßt wird. Bei all diesen Ausführungsformen ist auch erkennbar, daß sich die Härtezone 8 nur über einen Teil des Schneidenbereiches 2 erstreckt. Die Mitte des Schneidenbereiches bleibt von einer Härtung unbeeinflußt. Aber auch die Härtezone 9 im Befestigungsbereich 3 erstreckt sich nur partiell über diesen Befestigungsbereich 3, wobei insbesondere die Durchbrechungen 5 ausgespart sind.

Die Ausführungsbeispiele der Fig. 6 und 7 zeigen Doppelklingen, jeweils aus einem einzigen zusammenhängenden Materialstück. Im Klingenbereich 2 sind hier vier Schneiden 7 gebildet. Der Übergang zwischen dem Schneidenbereich 2 und dem Befestigungsbereich 3 ist auch hier durch die gestrichelte Linie 12 verdeutlicht. Beide Härtezonen 8 und 9 sind symmetrisch zu der Längsmittelebene 6 verteilt angeordnet und erstrecken sich in einem durchgehenden Streifen, der lediglich im Bereich der Längsmittelebene 6 im Schneidenbereich unterbrochen ist. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 sind die Härtezonen 8 im Bereich der Längsmittelebene 6 nach unten bis zum rückwärtigen Rand 10 des Befestigungsbereiches 3 durchgezogen, so daß die Härtezone 9 im Befestigungsbereich 3 insgesamt aus vier Teilbereichen oder Teilflächen besteht. Das gleiche gilt sinngemäß auch für andere Mehrfachklingen, beispielsweise für eine Dreifachklinge (nicht dargestellt).

BEZUGSZEICHENLISTE

1 -
Klinge
2 -
Schneidenbereich
3 -
Befestigungsbereich
4 -
Messerrücken
5 -
Durchbrechung
6 -
Längsmittelebene
7 -
Schneide
8 -
Härtezone
9 -
Härtezone
10 -
Rand
11 -
Klingenspitze
12 -
gestrichelte Linie
13 -
Dreieckszug


Anspruch[de]
  1. Klinge (1) für Mähmesser, mit einem vorderen Schneidenbereich (2), der mindestens eine Schneide (7) mit einer sich über die Schneide erstreckenden Härtezone (8) aufweist, und mit einem rückwärtigen Befestigungsbereich (3), der zur Befestigung der Klinge (1) an einem Messerrücken (4) dient und mindestens eine Durchbrechung (5) für den Einsatz eines Befestigungsmittels aufweist, wobei im Befestigungsbereich (3) der Klinge (1) eine weitere Härtezone (9) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Härtezone (9) sich nur über einen Teil des Befestigungsbereiches (3) erstreckend vorgesehen ist, und daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) und die Härtezone (8) im Schneidenbereich (2) aneinander anschließend angeordnet sind.
  2. Klinge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) mit Abstand zu der oder den Durchbrechungen (5) angeordnet ist.
  3. Klinge nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Härtezonen (8, 9) streifenförmig und ineinander übergehend ausgebildet sind.
  4. Klinge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (1) im Schneidenbereich (2) dreieckige Gestalt und im Befestigungsbereich (3) rechteckige Gestalt aufweist, und daß die Härtezonen (8, 9) symmetrisch zu einer Längsmittelebene (6) der Klinge (1) verteilt angeordnet sind.
  5. Klinge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Härtezonen (8, 9) übereinstimmende Härte aufweisen.
  6. Klinge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) eine gegenüber der Härtezone (8) im Schneidenbereich (2) durch einen Anlaßvorgang reduzierte Härte aufweist.
  7. Klinge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) in Richtung der Längsmittelebene (6) der Klinge (1) ausgerichtet angeordnet ist.
  8. Klinge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) in zwei nicht miteinander verbundene Teilbereiche unterteilt ist, von denen jeder Teilbereich mit einer Härtezone (8) im Schneidenbereich (2) in Verbindung steht.
  9. Klinge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) in Richtung quer zu der Längsmittelebene (6) der Klinge (1) ausgerichtet angeordnet ist und gemeinsam mit der Härtezone (8) im Schneidenbereich (2) einen geschlossenen Dreieckszug (13) bildet.
  10. Verfahren zur Herstellung einer Klinge für Mähmesser nach einem der Ansprüche 1 bis 9, indem eine Rohklinge gestanzt, diese im Schneidenbereich (2) erwärmt und abgeschreckt und an der Rohklinge die Schneide (7) durch Anschleifen erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohklinge sowohl im Schneidenbereich (2) als auch im Befestigungsbereich (3) in einem Arbeitsgang streifenförmig durchgehend induktiv erwärmt wird, und daß die gesamte Rohklinge vor dem Anschleifen der Schneide (7) angelassen wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtezonen (8, 9) der Rohklinge im Scheidenbereich (2) und im Befestigungsbereich (3) in einem ersten Anlaßvorgang auf eine Härte von etwa 50 bis 60 HRc eingestellt wird, und daß die Härtezone (9) im Befestigungsbereich (3) der Rohklinge in einem zweiten Anlaßvorgang auf eine Härte von etwa 30 bis 40 HRc eingestellt wird.






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