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Dokumentenidentifikation DE69620233T2 14.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0869809
Titel OXIDIERTES GLUTATHION ALS MITTEL ZUR VERBESSERUNG DER ENDOGENEN PRODUKTION VON CYTOKINEN UND HAEMATOPOIETISCHEN FAKTOREN
Anmelder Novelos Therapeutics, Inc., Newton, Mass., US
Erfinder Balazovsky, Mark Borisovich, St. Petersburg 199106, RU;
Kozhemyakin, Leonid Andreevich, St. Petersburg 196240, RU
Vertreter Spott & Weinmiller, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69620233
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.12.1996
EP-Aktenzeichen 969419159
WO-Anmeldetag 10.12.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/RU96/00340
WO-Veröffentlichungsnummer 0009721444
WO-Veröffentlichungsdatum 19.06.1997
EP-Offenlegungsdatum 14.10.1998
EP date of grant 27.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.2002
IPC-Hauptklasse A61K 38/06

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft zur Verwendung in der Prävention und Behandlung verschiedener Krankheiten gedachte Mittel, wobei die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren erhöht wird.

Hintergrund der Erfindung

Es war bekannt, dass eine Reihe endogen produzierter Humoralfaktoren von Säugetieren, d. h. die Cytokine und blutbildenden Faktoren, wichtige biologische Aktivitäten aufweisen, die in der Behandlung verschiedener menschlicher Krankheiten äusserst nützlich sind1,2. Viele dieser Faktoren werden beim Menschen getestet, und diejenigen mit erwiesener Wirksamkeit sind im Handel als medizinische Wirkstoffe erhältlich.

Die folgenden Cytokine und blutbildenden Faktoren werden in der Onkologie sehr ausgiebig untersucht: Interleukin 2 (IL-2)3,4, der Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α)&sup5;, Erythropoetin, kolonienstimulierende Faktoren für Makrophagen/Granulocyten und Granulocyten (GM-CSF bzw. G-CSF6,7). Nicht weniger ausgiebig wird die Anwendung von Cytokinen und blutbildenden Faktoren in der Behandlung von infektiösen Krankheiten untersucht: Interferone (IFN-γ und IFN- β)8,9,10 kolonienstimulierende Faktoren11,12, u.ä.¹³. Kolonienstimulierende Faktoren und Erythropoetin werden in der Hämatologie häufig verwendet14,15.

Die medizinische Anwendung dieser exogen verabreichten Wirkstoffe ist jedoch Beschränkungen unterworfen, die mit dem Fehlen von annehmbaren Wirkstofformulierungen oder ihren sehr hohen Kosten, mit der kurzen Halbwertszeit dieser Substanzen in biologischen Umgebungen und mit Schwierigkeiten bei der Wahl der Dosierung zu tun haben sowie mit zahlreichen toxischen und allergischen Effekten16,17, da sogar rekombinante Produkte aufgrund von Verfahrensstreuungen im Verlauf der künstlichen Synthese auf den menschlichen Organismus mehr oder weniger immunogen wirken.

Daher ist es im Hinblick auf das Erzielen einer beständigeren und signifikanteren therapeutische Wirkung unter Vermeidung von widrigen Reaktionen bevorzugt, die endogene Produktion der autologen Cytokine und blutbildenden Faktoren direkt innerhalb des Organismus eines Subjektes anzuregen. Der heilende Effekt aufgrund einer solchen intrinischen Stimulation ist frei von den mit exogen eingeführten Cytokinen und blutbildenden Faktoren verbundenen Nachteilen.

Eine Reihe von Verbindungen, die die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren anregen, wird gegenwärtig sowohl in experimentellen als auch klinischen Versuchen untersucht. Es gibt allgemein bekannte Fälle, einschliesslich solche, die erfolgreich waren, bei denen mikrobielle Produkte zur Krebstherapie verwendet wurden, wobei in den letzten Jahrzehnten gezeigt wurde, dass die Wirkung auf einer Anregung der endogenen Produktion der Tumornekrosefaktoren bewirkt wird¹&sup8;. Die Verbindungen, die zum Bewirken der gleichzeitigen Produktion verschiedener Cytokine und blutbildender Faktoren befähigt sind, sind in letzter Zeit als Multi-Cytokin-Induzierer bekannt geworden19,20,21. Unter diesen ist eine Zubereitung abgetöteter Streptococci, Nocardia Opaca, und andere bakterielle Produkte19,20,21. Nahezu alle Substanzen, die eine solche Fähigkeit aufweisen, sind aber entweder abgetötete Mikroorganismen oder mikrobielle Produkte oder Verbindungen mit irregulärer Zusammensetzung, was zur Folge hat, dass ihre medizinische Nützlichkeit beschränkt oder ihre therapeutische Anwendung sogar undurchführbar macht. Das Problem, einen medizinisch und pharmazeutisch annehmbaren Induzierer der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren zu finden, ist also bisher nicht gelöst worden.

Oxidiertes Glutathion (auch als Glutathion-disulfid und GSSG bekannt) wird hier in dieser Anmeldung oft als GSSG bezeichnet werden.

GSSG ist als Dimer des Tripeptids Glutathion (γ- Glutamyl-Cysteinyl-Glycin) bekannt, in dem zwei Moleküle des Tripeptids mit der obigen Struktur über eine kovalente Disulfidbrücke zwischen den Cystaminresten miteinander verbunden sind. Daher sind sowohl das Tripeptid Glutathion (Glutathion, reduziertes Glutathion GSH; hier im folgenden als GSH bezeichnet) und sein Dimer GSSG natürliche, in tierischem Gewebe und biologischen Flüssigkeiten vorkommende Metaboliten. Indessen ist der natürliche Spiegel des GSSG im Blut sowohl in gesundem wie auch in pathologischem Zustand nicht ausreichend, um die endogene Produktion der Cytokine anzuregen.

Von GSH ist es bekannt, dass es eines der wichtigsten Zwischenprodukte im Metabolismus der Aminosäuren und ein Faktor zur Erhaltung der intracellulären Homöostase ist22,23. Die reduzierenden Eigenschaften von GSH und seine Funktion als Donor von Reduktionsäquivalenten, die auf die Sulfhydrylgruppe des Cystaminrestes zurückzuführen ist, sind von grundlegender Bedeutung. Diese charakteristische Eigenschaft des GSH ist dafür verantwortlich, dass die Substanz eine Schlüsselrolle in einem der wichtigsten intracellulären Antioxidantien-Systeme spielt, das aus GSH als solchem und zwei Enzymen zu seiner reversiblen Umwandlung in GSSG, nämlich Glutathion-Peroxidase und Glutathion-Reductase, besteht24,25. Das ständige Funktionieren des besagten Systems ist unerlässlich zur Inaktivierung endogen erzeugter Oxidantien sowie aktiver Metaboliten von fremden Substanzen26,27.

Von GSH weiss man auch, dass es an Detoxifikationsreaktionen teilnimmt, in denen eine Gruppe von Enzymen mitwirkt, die zusammen als Glutathion S-Transferase bekannt sind²&sup8;. Diese Enzyme sind fähig, das GSH-Molekül mit veschiedenen xenobiotischen Verbindungen zu verknüpfen, indem eine Bindung zwischen letzteren und dem Glutathion, über die Thiolgruppe des Cystaminrestes des Tripeptides, geknüpft wird. Der anschliessende Abbau des Verbindungsproduktes wird durch die Enzyme des γ-Glutamylcyclus katalysiert, und kann in Abhängigkeit von der Art der xenobiotischen Verbindung stark anders verlaufen.

Unter natürlichen Bedingungen reichert sich GSSG nicht in genügenden Mengen an, um die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren anzuregen, da das GSSG laufend zu GSH reduziert wird. Die Reduktion des GSSG zu GSH läuft auch aktiv im Darm und der Leber ab, wenn GSSG oral verabreicht wird, und wie jede aus Aminosäuren aufgebaute Verbindung kann sie im Verdauungstrakt proteolytisch abgebaut werden.

EP-A-0 616 803 lehrt die Verwendung eines nichttoxischen organischen Disulfides der allgemeinen Formel R-S- S-R, in welcher R eine Ethylgruppe ist, die β,β-disubstituiert ist mit zwei Substituenten, die ausgewählt sind aus Amino, Carboxy, Carboxy- (C&sub1;&submin;&sub4;-alkyl) carbamoyl, C&sub2;&submin;&sub5;- Alkanamido substituiert durch Amino und Carboxy; beispielsweise Cystin oder oxidiertes Glutathion; und den Salzderivaten davon; in der Herstellung von Zusammensetzungen zur Verwendung in einem Verfahren zur Erhöhung der Anzahl T- Zellen in einem immunodefizienten Individuum, wobei bei diesem Verfahren dem Individuum eine wirksame Menge des besagten nichttoxischen Disulfides verabreicht wird, und wobei, während dem sich das besagte Disulfid im Blutkreislauf des Individuums befindet, dem Individuum eine wirksame Dosis elektromagnetischer Mikrowellen-Strahlung in einer Frequenz im Bereich von etwa 400-450 MHz verabreicht wird. Das organische Disulfid kann wahlweise gemeinsam mit einem potenzierenden Agens verwendet werden, das eines oder mehrere, aus den organischen Peroxiden und Hydroperoxiden der allgemeinen Formeln R¹-O-O-R² bzw. R³-O-O-H ausgewählte oxidierende Agentien umfasst, in welchen R¹, R² und R³ organische Gruppen sind; beispielsweise t-Butylhydroperoxid. Die Patienten werden bevorzugt in etwa 15-25 Sitzungen behandelt, die je 1 bis 5 Behandlungen mit Mikrowellenstrahlung einschliessen, wobei diese zweckmassigerweise den ganzen Körper des Patienten abdeckt.

GSSG wird auch als Bestandteil von Nahrungszusätzen verwendet, die für begleitende Diäten bei der Behandlung von Patienten eingesetzt werden²&sup9;. Da aber GSSG eine Peptidverbindung ist, wird das meiste davon, wenn es oral verabreicht wird, im Verdauungstrakt verdaut, wobei der Rest in den Darm- und Leberzellen zu GSH reduziert wird und nicht in den Kreislauf gelangt. Die Verabreichung von GSSG über den gastrointestinalen Trakt kann also die Möglichkeit, seine Aktivität als Stimulator der endogenen Bildung von Cytokinen und blutbildenden Faktoren auszunutzen, zunichte machen zusammen mit einer Reihe anderer Verbindungen ist also, die Blut- und Gewebespiegel des reduzierten Glutahions (GSH) zu erhöhen.

Ausserdem umfasst der besagte Nahrungszusatz, der in WO-A-92/21368 zur Verwendung in der Behandlung von Immunstörungen offenbart ist, in relativen Mengen zwischen 50 und 3000 mg einer gereinigten Verbindung, die aus oxidiertem und nicht oxidiertem gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, gamma-L-Glutamyl-L-cystein, N-Acetyl-L-cystein, N-Acetyl-L-cysteinglycin und jeder anderen Verbindung, die den Spiegel von gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin in einem Säugetier direkt erhöht, ausgewählt ist, sowie jedes Salz oder jeden Ester der besagten Verbindung, und zwischen 50 und 3000 mg gereinigtes L-Glutamin, zwischen 50 und 10000 mg gereinigtes Vitamin C, zwischen 50 und 500 mg gereinigtes Vitamin E, zwischen 10 und 100 mg gereinigtes beta-Carotin und zwischen 1,0 und 25 mg gereinigtes Vitamin B&sub6;. Die bekannte Zusammensetzung erhöht daher den Spiegel von GSH, und sie enthält Komponenten, die die Umwandlung von GSSG zu GSH fördern.

Eine Erhöhung der endogenen GSH-Spiegel für medizinische Zwecke wurde zur Stärkung der Immunität³&sup0; und für die Behandlung von Toxämien, Vergiftungen, Diabetes mellitus, Herz/Kreislauf-, infektiösen und anderen Störungen vorgeschlagen31,32,33. Mögliche Wirkungen von GSH und GSSG können der Literatur entnommen werden.

Exogenes GSH oder seine direkten (γ-Glutamyl-Cystamin, n-Acetyl-Cystamin und n-Acetyl-Cystamin-Glycin) oder indirekten (2-Oxothiazolidin-4-carboxylat) biochemischen Vorläufer, oder ihre Salze und Ester wurden bekanntermassen als medizinische Wirkstoffe und Diätzusätze in der Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt34,35,36,37,38.

Von GSH wurde auch behauptet, dass es als chemoprotektives Agens nützlich ist, das Neurotoxizität bei der Chemotherapie gegen Krebs verhindert³&sup9; und in Kombination mit antineoplastischen Wirkstoffen deren Wirkung erhöht&sup4;&sup0;.

Es ist jedoch gegenwärtig kein Hinweis bekannt, dass GSSG für sich allein (als Einzelsubstanz) als Wirkstoff zur Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren eingesetzt wurde. Von der Substanz ist weder bekannt, dass sie gegen menschliche oder tierische Krankheiten medizinische Wirkung zeigt, noch dass sie als pharmazeutischer Wirkstoff zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf die Verwendungen, Verfahren, therapeutischen Agentien und Glutathionderivate und -salze, wie sie in den Ansprüchen definiert sind, gerichtet.

Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, einen aktiven Wirkstoff und vorteilhafte Kombinationen des besagten Wirkstoffs und/oder der Derivate davon mit Verlängerern und/oder Verstärkern oder Modulatoren seiner Aktivität zur Verfügung zu stellen, die zur Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren in einem dies benötigenden Individuum oder Subjekt befähigt sind.

"Ein dies benötigendes Subjekt", wie es in dieser Anmeldung gebraucht wird, soll ein Säugetier, z. B. den Menschen, Haustiere und Nutztiere einschliesslich Katzen, Hunde, Vieh und Pferde bedeuten, die eines oder mehrere Anzeichen einer Krankheit aufweisen, bei der die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen oder blutbildenden Faktoren (oder beidem) dem Fachmann nützlich erscheinen würde. "Therapeutischer Wirkstoff", wie es in dieser Anmeldung gebraucht wird, soll jede Arzneiform von GSSG-haltigem Material oder GSSG alleine bedeuten, die eine therapeutische Wirkung auf neoplastische, infektiöse, hämatologische, immunologische oder andere Krankheiten aufweist. Therapeutische Wirkung bedeutet, wie, des weiteren definiert werden wird, irgend eine nützliche Wirkung, einschliesslich einer heilenden, präventiven, auf günstigem Zustand stabilisierenden Wirkung beim Menschen oder anderen Säugetieren, oder eine sonst irgendwie im Zusammenhang mit dem menschlichen oder tierischen Körper vorteilhafte Wirkung.

Erfindungsgemäss ist es GSSG, das, wenn parenteral verabreicht, die endogene Produktion von Cytokinen und/oder blutbildenden Faktoren in einem Individuum oder einem dies benötigenden Subjekt sowohl in gesundem als auch in krankem Zustand anregt.

Die Anmelder haben, als sie Untersuchungen zum Auffinden eines medizinisch oder pharmazeutisch annehmbaren Induzierers der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren durchführten, eine neue Eigenschaft einer vorbekannten Verbindung, oxidiertem Glutathion (oxidiertes Glutathion, Glutathion-disulfid, GSSG; hier im folgenden oft als GSSG bezeichnet) gefunden.

Wird die Substanz parenteral verabreicht oder wirkt sie auf isolierte Zellen ein, ist sie zur Anregung der Produktion von mehreren Cytokinen und blutbildenden Faktoren bei Säugetieren (Tieren und Menschen) sowohl in gesundem wie auch in krankem Zustand befähigt.

Der Induzierer oder Stimulierer/Modulator der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren ist oxidiertes Glutathion (GSSG), das ein Dimer des reduzierten Glutathions mit der Struktur γ-Glutamyl-cysteinyl-glycin ist, wobei die zwei Moleküle des Tripeptids über eine kovalente Disulfidbrücke zwischen den Cystaminresten verknüpft sind.

Erfindungsgemäss wird ein Verfahren zur Verfügung gestellt, bei dem die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren angeregt wird, indem in einen Säugetierkörper, der die Anregung des Cytokins oder blutbildenden Faktors oder beides benötigt, eine wirksame Menge oxidierten Glutathions während einer genügend langen Zeit eingeführt wird, um die besagte endogene Produktion anzuregen, wodurch eine therapeutische Wirkung erzielt wird.

Vorzugweise wird das Glutathion parenteral oder topisch eingeführt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Verfahren durchgeführt, indem das oxidierte Glutathion (GSSG) oder seine Derivate mit einem Verlängerer der Halbwertszeit und/oder Verstärkern oder Modulatoren, die die gewünschten Effekte der Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren und der Erzielung einer therapeutischen Wirkung im Körper verstärken, eingeführt wird.

Vorzugsweise wird das GSSG-Derivat aus der Gruppe ausgewählt, die aus Verbindungen besteht, die durch Modifikation eines Moleküls von GSSG unter kovalenter Bindung an z. B. Cysteamin (2-Mercaptoethylamin), Liponsäure (6,8- Dithiooctansäure), Carnosin (β-Alanyl-histidin), Adenosin (9-β-D-Ribofuranosyladenin), Methionin (2-Amino-4-[methylthio]butansäure) erhältlich sind; und es können sowohl die D- wie auch die L-Form der in diesem Abschnitt aufgeführten Aminosäuren verwendet werden.

Besonders bevorzugte Derivate des GSSG sind entweder an Cysteamin (S-Thioethylamin-glutathiondisulfid) oder an Liponsäure (Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid) oder an Carnosin ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid) oder an Adenosin ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid), oder an Methionin (Bis-[2-amino-4-[methylthio]- butanoyl]glutathiondisulfid) kovalent geknüpft, oder sind Mischungen davon, wobei sowohl die D- als auch die L-Form der hiesigen Aminosäuren eingeschlossen sind.

Vorzugsweise ist der Verlängerer aus der Gruppe ausgewählt, die aus den pharmazeutisch annehmbaren Prooxidantien (Wasserstoffperoxid, Ascorbinsäure), den Verbindungen, die sowohl schwache ionische wie auch koordinative Bindungen ausbilden können, die das GSSG-Molekül stabilisieren (Dimethylsulfoxid), den Materialien, die Kompetitoren der NADP-H-abhängigen, durch Glutathion-Reduktase katalysierten Reduktion von GSSG zu GSH sind, den Verbindungen, die zur reversiblen Inhibition der durch Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase oder durch andere NADP-H-abhängige Enzyme katalysierten Reduktion von NADP&spplus; zu NADPH befähigt sind, oder den Mischungen davon besteht.

Besonders bevorzugte Verlängerer sind Wasserstoffperoxid, Inosin, Ascorbinsäure, Dimethylsulfoxid oder Cystamin, oder Mischungen davon.

Vorzugsweise ist der Verstärker/Modulator aus der Gruppe ausgewählt, die aus den Methylgruppendonoren (wie etwa Cholinchlorid {[2-Hydroxyethyl]trimethylammoniumchlorid} oder S-Adenosylmethionin) und den Repräsentanten von intracellulären Redoxpaaren (wie etwa Liponsäure/Dehydroliponsäure, Folsäure/Dehydrofolsäure, Ascorbinsäure/Dehydroascorbinsäure) besteht. Als Verstärker oder Modulator oder Verstärker/Modulator, wie es hier im folgenden verwendet wird, ist ein Material zu verstehen, das die therapeutische Wirkung von GSSG oder seinen Derivaten hinsichtlich des Heilungseffekts vorteilhaft erhöht oder beeinflusst, aber kein Verlängerer der Halbwertszeit des GSSG darstellt.

Besonders bevorzugte Verstärker oder Modulatoren sind Cholinchlorid, S-Adenosylmethionin, Liponsäure (6,8- Dithiooctansäure) und Folsäure (Pteroylglutaminsäure).

In der bevorzugten Form wird GSSG in den Körper in einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg GSSG-Base pro kg Körpergewicht bei GSSG-Base oder seinen Salzen, und in 0,01 bis 1,0 mg bei GSSG-Derivaten, mindestens einmal alle 24 Stunden eingeführt, obwohl es auch kontinuierlich eingespritzt oder anders in den Körper eingeführt werden kann, um eine 24- Stunden-Gesamtdosis von 0,01 bis 0,5 mg pro kg Körpergewicht bei GSSG-Base oder seinen Salzen, und von 0,01 bis 1,0 mg bei GSSG-Derivaten zu erreichen. Vorzugsweise wird die Verabreichung und Einführung in den Körper durchgeführt, bis ein gewünschter anregender Effekt, die Erhöhung der Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren und eine therapeutische Wirkung, erzielt werden.

Erfindungsgemäss wird ein therapeutischer Wirkstoff zur Behandlung neoplastischer, infektiöser, hämatologischer, immunologischer und anderer Krankheiten bereitgestellt, der eine wirksame Menge oxidierten Glutathions zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Excipienten umfasst. Vorzugsweise liegt das oxidierte Glutathion für die parenterale Anwendung in einem pharmazeutisch annehmbaren Lösungsmittel, wie etwa einer wässerigen Lösung einschliesslich Wasser, Glucoselösung, isotonischer Lösungen von Natriumchlorid oder gepufferter Salzlösungen, vor. Vorzugsweise wird zusammen mit dem GSSG ein pharmazeutisch annehmbarer Verlängerer, der zur Verstärkung und Verlängerung der therapeutischen Wirkung über die Verlängerung der Halbwertszeit des oxidierten Glutathions fähig ist, oder ein pharmazeutisch annehmbarer Verstärker oder Modulator der GSSG-Aktivität, der über andere Mechanismen als die Erhöhung der GSSG-Halbwertszeit wirkt, eingesetzt.

Die Anmelder haben zum ersten Mal gezeigt, dass die direkte Einwirkung von exogenem GSSG oder seinen Salzen auf Säugetier- (Menschen- oder Laboratoriumstier-) zellen, die zur Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren befähigt sind, eine Anregung der Synthese dieser Moleküle und eine Erhöhung von deren Spiegel im Blut und Serum (in vivo- Bedingungen) oder in Kulturmedien (ex vivo- oder in vitro- Bedingungen) bewirkt. Das vorgeschlagene Verfahren kann den Effekt der Anregung der Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren hervorrufen, und dieser Effekt wird herbeigeführt, indem GSSG dem Organismus verabreicht oder den Kulturmedien zugeführt wird, und auch, indem GSSG in Kombination mit pharmakologisch aktiven Formulierungen, die entweder Glutathion in der oxidierte Form bewahren, oder die seine Aktivität verstärken oder günstig beeinflussen, verabreicht wird. Die durch die Anmelder durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass GSSG und seine Formulierungen eine therapeutische Wirkung bei verschiedenen experimentellen und klinischen pathologischen Zuständen zeigen.

Die aufgezeigte GSSG-induzierte Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren im Körper ergibt eine Wirkung gegen Tumoren und Infektionen, oder eine blutbildende, immunmodulatorische oder sonstige pharmakologische Wirkung, was wiederum eine mehr oder weniger ausgeprägte therapeutische oder präventive Wirkung bei verschiedenen Krankheiten zur Folge hat.

Kurze Beschreibung der Figuren

Die obigen und anderen Gegenstände, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung besser verstanden werden, wenn diese zusammen mit den begleitenden Zeichungen gelesen wird, die folgendes zeigen:

Fig. 1a, 1b, 1c und 1d sind Diagramme, die die cytofluorometrische Analyse von HL-60-Zellen, die cytofluorometrische Analyse von HL-60-Zellen in Anwesenheit der Zubereitung der vorliegenden Erfindung, die cytofluorometrische Analyse von menschlichen Lymphocyten und die cytofluorometrische Analyse von menschlichen Lymphocyten in Anwesenheit der Zubereitung der vorliegenden Erfindung zeigen, was in der Diskussion von Beispiel 4 beschrieben werden wird, das sich auf die Untersuchung der Aktivität der Zubereitung auf die Apoptoseinduktion bei kultivierten Säugetierzellen bezieht; und

Fig. 2 ist eine Zeichnung der GSSG-Struktur mit der Angabe der Stellen zur chemischen Modifikation bei der Bildung von GSSG-Salzen und -Derivaten; und

Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 sind Zeichnungen von Verbindungen, bei denen GSSG kovalent gebunden ist an: Cysteamin (S-Thioethylamin-glutathiondisulfid, Fig. 3); Liponsäure (Bis- [6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid, Fig. 4); Carnosin ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid, Fig. 5); oder Adenosin ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid, Fig. 6); Methionin (Bis-[2-amino-4-[methylthio]butanoyl]glutathiondisulfid, Fig. 7).

Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Erfindungsgemäss weist der medizinische Wirkstoff, der zur Behandlung von neoplastischen, infektiösen, hämatologischen und anderen Krankheiten vorgeschlagen wird, bei denen die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren angebracht ist, eine wirksame Menge GSSG und/oder seiner pharmazeutisch annehmbaren Salze und/oder seiner pharmazeutisch annehmbaren Derivate als aktiven Bestandteil auf. Es ist auch vorteilhaft, eine Arzneiform des medizinischen Wirkstoffes in Form einer injizierbaren Lösung zuzubereiten, die 0,01 bis 2,0% an GSSG- Base bei GSSG selber und seinen Salzen, oder 0,01 bis 4% bei GSSG-Derivaten umfasst.

Das erfindungsgemäss als therapeutischer oder medizinischer Wirkstoff verwendete GSSG ist in Fig. 2 gezeigt. GSSG und/oder seine pharmazeutisch annehmbaren Salze und/oder seine pharmazeutisch annehmbaren Derivate werden vorzugsweise in einem Träger oder einer Lösung wie zum Beispiel einer isotonischen Lösung von Natriumchlorid, einer Glucoselösung, oder anderen Puffer- oder Salzlösung eingesetzt. Es kann irgend ein wässeriger oder auf organischen Solventien basierender Träger oder ein Lösungsmittel verwendet werden, solange die gesamte Lösung oder Dispersion mit dem Körper verträglich und pharmazeutisch annehmbar ist, d. h. sie keine unerwünschten Nebenwirkungen im Körper oder eine unerwünschte Wechselwirkung mit dem GSSG und/oder seinen pharmazeutisch annehmbaren Salzen und/oder seinen pharmazeutisch annehmbaren Derivaten hervorruft.

In der Strukturformel von Fig. 2 sind die Punkte X&sub1;, X&sub2;, X&sub3;, X&sub4;, X&sub5; und X&sub6; als Orte für die chemische Modifikation des GSSG angegeben. Im allgemeinen wird das GSSG und/oder seine pharmazeutisch annehmbaren Salze und/oder seine pharmazeutisch annehmbaren Derivate in der gezeigten Form in Lösung verwendet, oder es kann irgend eines seiner physiologisch und pharmazeutisch annehmbaren löslichen Salze sein. Die Dinatrium- und Dilithiumsalze, bei denen X&sub1;, X&sub4; entweder Natrium- oder Lithiumionen oder eine Mischung davon sind, sind für die beste Löslichkeit des Arzneimittels bevorzugt. X&sub1;, X&sub2;, X&sub3; und X&sub4; können je Wasserstoff sein, falls sie nicht durch etwas anderes ersetzt sind. Es können andere Salze von GSSG verwendet werden, solange sie pharmazeutisch annehmbar sind, d. h. sie den Körper nicht widrig beeinflussen; X&sub1;, X&sub2;, X&sub3; und X&sub4; können z. B. alle (oder eines oder mehrere davon kann) Kalium, Calcium, Zink, Molybdän, Vanadium, Fluorid und Mischungen davon oder irgend ein anderer pharmazeutisch annehmbarer Substituent sein. Für die erfindungsgemässe Verwendung sind wasserlösliche Salze bevorzugt.

In der Strukturformel von Fig. 3 ist der Punkt X&sub1; (oder wahrscheinlich X&sub1; und X&sub2;) als Ort für kovalente Bindung mit Cysteaminmolekül(en) (2-Mercaptoethylamin) angegeben. In der Strukturformel von Fig. 4 sind die Punkte X&sub5; und X&sub6; als Orte für kovalente Bindung mit Liponsäuremolekülen (6,8-Dithiooctansäure) angegeben. In der Strukturformel von Fig. 5 ist der Punkt X&sub3; als Ort für kovalente Bindung mit einem Carnosinmolekül (β-Alanyl-histidin) angegeben. In der Strukturformel von Fig. 6 ist der Punkt X&sub2; als Ort für kovalente Bindung mit einem Adenosinmolekül (9-β-D-Ribofuranosyladenin) angegeben. In der Strukturformel von Fig. 7 sind die Punkte X&sub5; und X&sub6; als Orte für kovalente Bindung mit Methioninmolekülen (2-Amino-4-[methylthio]butansäure) angegeben.

Erfindungsgemäss ist es nützlich, solche Arzneiformen und/oder pharmazeutische Zusammensetzungen von GSSG oder seinen Derivaten zu verwenden, die entweder die Halbwertszeit des oxidierten GSSG in Geweben und biologischen Flüssigkeiten verlängern, oder die die offenbarten biologischen und therapeutischen Eigenschaften von GSSG erhöhen oder vorteilhaft modulieren.

Erfindungsgemäss wird, um die therapeutische Wirkung des GSSG zu erhöhen, vorteilhaft zu modulieren und/oder zu verlängern, vorgeschlagen, dass seine Arzneiform (injizierbare Lösung) das GSSG und/oder seine oben beschriebenen Derivate (siehe Fig. 3-7) zusammen mit einer pharmazeutisch annehmbaren Komponente (Verlängerer, Verstärker/Modulator) enthält, die zur Verlängerung der Halbwertszeit des GSSG und/oder seiner Derivate oder zur Verstärkung/Modulation ihrer biologischen und therapeutischen Wirkungen befähigt ist. GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate können entweder innerhalb einer einzigen Arzneiform, zusammen mit den oben erwähnten Verlängerern, Verstärkern/Modulatoren (die einzige injizierbare Lösung wird vorgängig oder vor Gebrauch zubereitet) vorliegen, oder sie können in den Körper unter Verwendung getrennter Arzneiformen eingeführt werden: injizierbare Lösungen für GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate und/oder seine Derivat-Salze; und irgend eine pharmazeutisch annehmbare Arzneiform, Dosierung und Verabreichungsform für die oben erwähnten Verlängerer, Vestärker/günstigen Modulatoren.

Als pharmazeutisch annehmbares GSSG-Derivat kann zur Anwendung eine der Verbindungen, bei denen GSSG kovalent an entweder Cysteamin (S-Thioethylamin-glutathiondisulfid, siehe Fig. 3 für die Strukturformel), oder Liponsäure (Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid, siehe Fig. 4), oder Carnosin ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid, siehe Fig. 5), oder Adenosin ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid, siehe Fig. 6), oder Methionin (Bis-[2-amino-4-[methylthio]butanoyl]glutathiondisulfid, siehe Fig. 7) gebunden ist, eingesetzt werden.

Der Grund dafür ist, dass die Gegenwart eines dieser oben erwähnten Moleküle (Cysteamin, Liponsäure, Carnosin, Adenosin oder Methionin) als Bestandteil eines modifizierten GSSG-Moleküls die Struktur des entsprechenden Derivates stabilisiert, wodurch dieses widerstandsfähiger gegen Proteolyse und/oder Reduktion zu GSH wird. Als ein anderer Weg zur Stabilisierung von GSSG, seiner Salze oder seiner Derivate/Derivatsalze, und zu deren Schutz vor Proteolyse und/oder Reduktion, kann ein Ersatz von einer oder mehreren L-Aminosäuren, die sowohl GSSG als auch die oben erwähnten Derivate bilden, durch die entsprechende D-Form durchgeführt werden.

GSSG und alle pharmazeutisch annehmbaren Derivate können am meisten bevorzugt als medizinische Wirkstoffe in der injizierbaren Form einer 1,0%igen Lösung verwendet werden, wobei die Dosierung von 0,01 bis 0,5 mg GSSG-Base pro kg Körpergewicht bei der GSSG-Base und ihren Salzen und von 0,01 bis 1,0 mg bei den GSSG-Derivaten geht, wobei der bevorzugte Konzentrationsbereich von 0,5 bis 5,0% geht und mindestens einmal täglich, als eine oder mehrere Tagesdosen oder kontinuierlich verabreicht wird, bis eine gewünschte therapeutische Wirkung erreicht wird. Als eine pharmazeutisch annehmbare Komponente oder ein Verlängerer, der Glutathion länger in oxidierter Form hält, kann 0,003%iges Wasserstoffperoxid und/oder 5,0%ige Ascorbinsäure verabreicht werden. Der Grund dafür ist, dass in Gegenwart von Wasserstoffperoxid oder Ascorbinsäure, einem Donor von Zwischenprodukten mit reaktivem Sauerstoff (d. h. ein Oxidationsmittel) das GSSG durch Glutathion-Reduktase mit geringerer Geschwindigkeit zu GSH reduziert wird, wodurch sich eine langsamere Reduktion des exogen in biologische Medien eingeführten GSSG erzielen lässt.

Das Wasserstoffperoxid kann vorzugsweise in Mengen von 0,03 bis 0,003 Gewichtsprozenten der verwendeten Lösungen (von 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate/Derivat- Salze enthalten oder nicht) verwendet werden. Die Ascorbinsäure kann vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 10 Gewichtsprozenten der verwendeten Lösungen (von 1,0 bis 10,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate/Derivat-Salze enthalten oder nicht) eingesetzt werden.

Die Verwendung einer annehmbaren Konzentration Wasserstoffperoxid (H&sub2;O&sub2;) und/oder Ascorbinsäure bei der Formulierung der Arzneiform für die parenterale Verabreichung, sowie die Verwendung irgend einer anderen Prooxidans-Verbindung (Donoren von aktivem Sauerstoff) ergibt lediglich eine der möglichen Methoden zur Verlängerung der Halbwertszeit des oxidierten Glutathions und/oder seiner Derivate in biologischen Flüssigkeiten und Geweben und damit zur Verstärkung und Verlängerung der pharmazeutischen Wirkung des GSSG und/oder seiner Derivate.

Wir haben auch einige andere pharamzeutisch annehmbare Komponenten oder Verlängerer gefunden, die die Verlangsamung der Reduktion von exogenem GSSG und/oder seinen Derivaten zu GSH in biologischen Medien bewirken. Es sind dies im besonderen: Verbindungen, die zur Bildung schwacher ionischer und/oder koordinativer Bindungen, die die GSSG- Moleküle stabilisieren, befähigt sind, so zum Beispiel Dimethylsulfoxid; Faktoren, die zur kompetitiven Interaktion mit der reduzierten Form von Nicotinamidadenin-dinucleotidphosphat oder NADP-H befähigt sind, zum Beispiel Inosin (und andere Derivate von Hypoxanthin); sowie die Agentien, die reversibel die Prozesse der Reduktion der oxidierten Form von NADP&spplus; zu NADPH inhibieren, zum Beispiel Cystamin (2,2-Dithio-bis[ethylamin]) und andere Inhibitoren der Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase.

Neben Wasserstoffperoxid und Ascorbinsäure kann eine der anderen pharmazeutisch annehmbaren Komponenten, die zur Verlängerung der Halbwertszeit des oxidierten Glutathions befähigt sind, Dimethylsulfoxid sein, das GSSG oder seine Derivatmoleküle stabilisieren kann, indem sowohl ionische wie auch koordinative schwache Bindungen mit den Atomen des GSSG gebildet werden. Dimethylsulfoxid wird besonders bevorzugt als 7,0%ige (v/v) Lösung und vorzugsweise als Lösung mit 0,1% bis 30% (v/v) eingesetzt (von 1,0 bis 30,0 ml Lösung oder mehr, wenn sie epikutan/durch Instillation angewendet wird, unabhängig davon, ob sie GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate/Derivat-Salze enthält oder nicht).

Da reduziertes NADP-H der Schlüssel-Kofaktor des Glutathion-Reduktasesystems ist, das die Reduktion des GSSG zu GSH katalysiert, kann irgend eine pharmazeutisch annehmbare Verbindung oder ein biophysikalischer Einfluss, die/der die Reduktion von GSSG verzögert oder die biologische Oxidation des NADP-H durch die Glutathion-Reduktase blockiert, den Schutz der GSSG/GSSG-Salze und ihrer Derivate/Derivat-Salze vor Reduktion in biologischen Medien vereinfachen und daher ihre heilende Wirkung verstärken und verlängern.

Aufgrund der durchgeführten Untersuchungen waren wir die ersten, die gefunden haben, dass die pharmazeutische und medizinische Wirkung des GSSG verstärkt wird, wenn GSSG in Kombination mit Agentien, die zur Kompetition mit NADP-H befähigt sind, und mit Agentien, die die enzymatische, durch Glucose-6-phosphat-dehydrogenase katalysierte Reaktion reversibel inhibieren, die die Reduktion der oxidierten Form von NADP&spplus; bewirkt, eingesetzt wird. Es können reversible Inhibitoren des Pentosephosphatwegs der Glucoseoxidation eingesetzt werden.

Neben Wasserstoffperoxid, Ascorbinsäure und Dimethylsulfoxid kann also eine der pharmazeutisch annehmbaren Komponenten, die zur Verlängerung der Halbwertszeit des oxidierten Glutathions befähigt ist, Inosin sein (Hypoxanthin-9-D-ribofuranosid), das am meisten bevorzugt als 0,1%ige Lösung eingesetzt wird und bevorzugt als Lösung von 0,1 bis 5 Gewichtsprozenten (von 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie GSSG/GSSG-Salze und/oder seine Derivate/Derivat-Salze enthält).

Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass Inosin die biologischen und therapeutischen Wirkungen von GSSG begünstigt. Es wurde gezeigt, dass diese Eigenschaft des Inosins auf seiner Fähigkeit beruht, mit NADP-H in Kornpetition zu treten und daher die Reduktion des GSSG zu GSH zu verlangsamen. Ausserdem haben wir gefunden, dass andere Hypoxanthinderivate (einschliesslich Inosin, Nucleosiden, Hypoxanthin-Ribosid und andere Nucleosidderivate des Inosins) diese Eigenschaft auch aufweisen.

Neben Wasserstoffperoxid, Ascorbinsäure, Dimethylsulfoxid und Inosin ist auch Cystamin (2,2'-Dithiobis[ethylamin]) ein anderes pharmazeutisch annehmbares Agens, das eine langsamere Reduktion des GSSG bewirkt, wenn es am meisten bevorzugt als 0,1%ige Lösung und bevorzugt als Lösung von 0,1 bis 3 Gewichtsprozenten eingesetzt wird (zum Beispiel 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate/Derivat-Salze enthält).

Unsere Untersuchungen zeigten, dass Cystamin die biologischen und therapeutischen Wirkungen des GSSG begünstigt. Der Effekt ist darauf zurückzuführen, dass Cystamin die Fähigkeit hat, als ein reversibler Inhibitor eines Schlüsselenzyms des Pentosephosphatwegs, der Glucose-6- phosphat-Dehydrogenase, die die Reduktion von NADP&spplus; zu NADP-H bewirkt, zu funktionieren.

Als pharmazeutisch annehmbare Komponenten, die die biologischen und therapeutischen Wirkungen des GSSG und/oder seiner Derivaten verstärken oder günstig modulieren können, wurde von mehreren Gruppen von Verbindungen gegezeigt, dass sie die die Wirkungen des GSSG und/oder seiner Derivate verstärken, beeinflussen oder günstig modulieren können. Daher können mehrere Verstärker/günstige Modulatoren der Effekte von GSSG/GSSG-Salzen und oder ihrer Derivate/Derivat-Salze in die folgenden Gruppen von Substanzen eingeordnet werden.

Donoren von Methylgruppen, wie etwa Cholinchlorid und S-Adenosyl-methionin, die, wenn sie in Kombination mit GSSG (und/oder seinen Salzen/Derivaten) eingesetzt werden, eine bessere Wirkung als GSSG alleine (und/oder seine Salze/Derivate) gezeigt haben, wenn diese Agentien zur Behandlung von Tieren mit experimentellen pathologischen Zuständen von immunologischer oder infektiöser Natur eingesetzt wurden. Ausserdem wurde gezeigt, dass Cholinchlorid bei Patienten am meisten bevorzugt als 10%ige Lösung und bevorzugt als Lösung mit 1,0 bis 20 Gewichtsprozenten eingesetzt werden kann (von 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie GSSG oder seine Derivate enthält). S-Adenosyl-methionin kann bei Patienten am meisten bevorzugt als 5,0%ige Lösung und bevorzugt als Lösung von 1 bis 10 Gewichtsprozenten eingesetzt werden (von 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie entweder GSSG und/oder seine Derivate enthält).

Von Verbindungen, die zur Bildung intracellulärer Redoxpaare befähigt sind (Liponsäure, Folsäure und Ascorbinsäuren), wurde auch gefunden, dass sie die Wirkungen von GSSG/Derivaten bei immunologischen, infektiösen oder anderen Krankheiten (Diabetes mellitus) verstärken. Liponsäure kann bei Patienten am meisten bevorzugt als 0,5%ige Lösung und bevorzugt als Lösung von 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozenten eingesetzt werden (von 1,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie entweder GSSG und/oder seine Derivate enthält). Folsäure kann bei Patienten am meisten bevorzugt als 0,5%ige Lösung und bevorzugt als Lösung von 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozenten eingesetzt werden (von 2,0 bis 5,0 ml Lösung, unabhängig davon, ob sie entweder GSSG und/oder seine Derivate enthält).

Die vorliegende Erfindung schlägt also auch ein Verfahren zur Verstärkung oder günstigen Modulierung der Fähigkeit von GSSG vor, die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren anzuregen, das die Verwendung einer pharmazeutischen Zusammensetzung erfordert, die GSSG und/oder seine Derivate und eine zusätzlichen Komponente oder zusätzlichen Komponenten, die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions verlängern (Verlängerer) oder die die biologischen oder therapeutischen Wirkungen von GSSG und/oder seiner Derivate verstärken/günstig modulieren (Verstärker/günstige Modulatoren), einschliesst. GSSG und/oder seine Salze und/oder seine Derivate können entweder zusammen verabreicht werden, in einer einzigen Arzneiform mit sowohl Verlängerern als auch Verstärkern/Modulatoren, oder können dem Körper getrennt von sowohl den Verlängerern als auch den Verstärkern/Modulatoren, unter Verwendung verschiedener pharmazeutisch annehmbarer Verabreichungswege für jeden Bestandteil von jeder verwendeten Kombination verabreicht werden. Das kann zum Beispiel erreicht werden, indem pharmazeutisch annehmbare Zusammensetzungen, die Arzneiformen von GSSG/GSSG-Salzen und/oder GSSG-Derivaten/Derivat-Salzen umfassen, und pharmazeutisch annehmbare Zusammensetzungen, die Arzneiformen anderer Produkte umfassen und die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions verlängern (Verlängerer) und/oder die therapeutischen Wirkungen des GSSG/GSSG-Salzes und/oder der GSSG-Derivate/Derivat-Salze verstärken/günstig modulieren, verabreicht werden. Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "GSSG-Derivate" bedeutet entweder S-Thioethylamin-glutathiondisulfid, oder Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid, oder [β- Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid, oder [9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid, oder Bis-[2-amino-4-[methylthio]butanoyl]glutathiondisulfid, wobei eine oder mehrere L-Aminosäuren, die das GSSG-Molekül bilden, durch die entsprechende D-Form ersetzt sind und in derselben Dosierung (von 0,01 bis 1,0 mg/kg) verabreicht werden.

Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "Verlängerer" bedeutet Wasserstoffperoxid in bevorzugt 0,003%, Ascorbinsäure in bevorzugt 5,0% oder andere Verbindungen mit oxidierender Aktivität; Dimethylsulfoxid in bevorzugt 7,0%, oder andere Verbindungen, die zur Bildung schwacher ionischer oder koordinativer Bindungen befähigt sind, die das GSSG-Molekül stabilisieren; Inosin (Hypoxanthin-9-D- ribofuranosid) in bevorzugt 0,1%, oder seine Derivate einschliesslich Inosin-Nucleosiden; und auch Cystamin (2,2'- Dithio-bis[ethylamin]) in bevorzugt 0,1%, oder andere Verbindungen, die zur reversiblen Inhibition der Glucose-6- phosphat-Dehydrogenase, dem Schlüsselenzym des Pentosephosphatwegs, befähigt sind.

Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "Verstärker/güntiger Modulator" oder "Verstärker/Modulator" bedeutet Cholinchlorid in bevorzugt 10%, S-Adenosyl-Methionin in bevorzugt 5,0% oder andere pharmazeutisch annehmbare Donoren von Methylgruppen; Liponsäure in bevorzugt 0,5%, Folsäure in bevorzugt 0,5% oder andere Verbindungen, die intracelluläre Redoxpaare bilden können. Alle anderen Verbindungen oder physikalischen Einflüsse, die zur Verstärkung und/oder günstigen Modulation irgend einer biologischen oder therapeutischen Wirkung von in dieser Anmeldung erwähnten GSSG/Derivate befähigt sind, sollten auch als "Verstärker/Modulator" angesehen werden.

Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "epikutan/durch Instillation" bedeutet irgend einen physiologisch und/oder medizinisch annehmbaren Verabreichungsweg, bei dem eine Auftragung der Arznei/Medizin auf die Hautoberfläche oder einer oberflächlichen Schleimhaut stattfindet (epikutane, kutane, topische oder lokale Verwendung), oder bei dem eine intracavitäre Anwendung der Arznei/Medizin durch Einführung in eine natürliche oder künstliche Öffnung (oder in einen Raum innerhalb) des Körpers stattfindet, so in den Magen, die Harnblase, die Vagina, das Rektum, die Abdominal- oder Pleuralöffnungen, den intraartikulären Zwischenraum, die Luftwege, den Maxillarsinus und Ähnlichem, oder in irgend eine pathologische Öffnung und/oder Wundöffnung.

Es wird gefunden, dass die parenterale (intravenöse, intraperitoneale, intramuskuläre, usw.) Verabreichung von GSSG und/oder seinen Salzen und/oder seinen Derivaten in Kombination mit einem Verlängerer oder Verstärker/Modulator die endogene Produktion von TNF-α, IFN-α und IFN-γ, IL-1, IL-2, IL-6, IL-10, G-CSF, den kolonienstimulierenden Faktoren, Erythropoetin und GM-CSF anregt und/oder ihre Wirkungen im Organismus von Laboratoriumstieren in höherem Ausmass bewirkt, als wenn GSSG und/oder seine Salze und/oder sein Derivate allein verabreicht werden. GSSG und/oder seine Derivate und irgend ein Verlängerer oder Verstärker/Modulator können unter Verwendung sowohl der einzelnen Arzneiform als auch verschiedener pharmazeutisch annehmbarer Arzneiformen (und auch Dosierungen und Verabreichungsarten) für jeden Bestandteil aus jeder verwendeten Kombination verabreicht werden.

Die durchgeführten Untersuchungen beweisen die Fähigkeit der oben erwähnten Verbindungen, die biologischen und therapeutischen Wirkungen von GSSG und/oder -Salzen und/oder -Derivaten zu verstärken oder günstig zu modulieren, was die Nützlichkeit ihrer Anwendung in Kombination mit GSSG und/oder -Salzen und/oder -Derivaten zur Behandlung neoplastischer, infektiöser, hämatologischer und anderer Krankheiten offenbart, bei denen die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren vom Fachmann als nützlich erachtet wird.

Daher ist es zum Zweck der Verstärkung und Verlängerung der therapeutischen Wirkung des GSSG erfindungsgemäss bevorzugt, wenn eine fertige Arzneiformulierung von GSSG oder seinen Salzen oder Derivaten/Derivat-Salzen (1 bis 5 ml Lösung für Injektionen) zusätzliche pharmazeutisch annehmbare Komponenten enthält, die entweder die Halbwertszeit des GSSG, des Salzes oder Derivats in den biologischen Medien verlängern oder ihre biologischen oder therapeutischen Wirkungen verstärkt/günstig modulieren können. Jede der vorgeschlagenen pharmazeutisch annehmbaren Komponenten kann auch getrennt vom GSSG und/oder seinen Derivaten, unter Verwendung irgend einer anderen pharmazeutisch annehmbaren Arzneiform, Dosierung und Verabreichungsform verabreicht werden.

Diese pharmazeutisch annehmbaren Komponenten, die von GSSG und seine Derivaten verschieden sind, und ihre besonders bevorzugten Konzentrationen und Dosierungen zur Behandlung des Menschen können wie folgt sein:

a) 0,003% Wasserstoffperoxid, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,03 bis 0,0003 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird; 5% Ascorbinsäure, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,1 bis 10 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 10,0 ml und mehr geht, wenn sie epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

oder irgend eine andere annehmbare Prooxidans-Verbindung mit der Wirkung eines Donors von Zwischenprodukten mit reaktivem Sauerstoff;

b) 7,0% (v/v) Dimethylsulfoxid, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,1 bis 30 Volumenprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 30,0 ml und mehr geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

irgend eine andere pharmazeutisch annehmbare Verbindung, die GSSG oder sein Derivatmolekül stabilisieren kann, indem es sowohl schwache ionische wie auch koordinative Bindungen mit den Atomen des GSSG eingeht;

c) 0,1% Inosin (Hypoxanthin-9-ribofuranosid), wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,1 bis 5,0 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml und mehr geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

irgend ein anderer pharmazeutisch annehmbarer Kompetitor der NAPD-H-abhängigen Reduktion des GSSG zu GSH, die durch Glutathion-Reduktase katalysiert ist;

d) 0,1% Cystamin (2,2'-Dithio-bis[ethylamin]), wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,1 bis 3,0 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml und mehr geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

irgend eine andere pharmazeutisch annehmbare Verbindung, die zur reversiblen Inhibition der durch Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase oder andere NADP-abhängige Enzyme katalysierten Reduktion des NADP&spplus; zu NADP-H befähigt ist.

e) 10% Cholinchlorid, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 1,0 bis 20 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml und mehr geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

5,0% S-Adenosyl-Methionin, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 1,0 bis 10 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml und mehr geht, wenn es epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

irgend eine andere pharmazeutisch annehmbare Verbindung, die als Donor von Methylgruppen dienen kann;

f) 0,5% Liponsäure, wobei der annehmbare Konzentrationsbereich von 0,1 bis 1,0 Gewichtsprozenten und der Dosierungsbereich von 1,0 bis 5,0 ml und mehr geht, wenn sie epikutan oder durch Instillation verabreicht wird;

irgend eine andere pharmazeutisch annehmbare Verbindung, die intracelluläre Redoxpaare bilden kann.

Gleichzeitig wurden Daten erhalten, um die direkte Antitumorwirkung von GSSG, GSSG-Salzen oder GSSG-Derivaten zu belegen, die allein oder in Kombination mit den pharmazeutisch annehmbaren Verbindungen, die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions in biologischen Medien verlängern oder seine Wirkung verstärken/modulieren, verabreicht wurden. Ausserdem wurde gezeigt, dass die Wirkung von GSSG oder den GSSG-Derivaten auf Tumorzellen und normale Zellen verschieden ist. Unsere In vitro-Untersuchungen unter Verwendung von normalen und Tumorzellen zeigten, dass das GSSG oder seine Derivate alleine oder ihre pharmazeutisch annehmbaren, Verlängerer und/oder Verstärker/Modulatoren enthaltenden Zusammensetzungen das Absterben von Tumorzellen in einer Apoptose-ähnlichen Weise verursachten. Bei normalen Zellen wurde keine Zerstörung beobachtet.

Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Behandlung neoplastischer, infektiöser, hämatologischer und anderer Krankheiten zur Verfügung zu stellen, bei denen die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren vorteilhaft ist. Das Verfahren umfasst die parenterale Verabreichung von GSSG und/oder seinen Derivaten als medizinischer Wirkstoff in der injizierbaren Arzneiform mit 0,01 bis 0,5 mg GSSG- Base pro kg Körpergewicht oder mit 0,01 bis 1,0 mg/kg bei GSSG-Derivaten, ein- oder mehrmals pro Tag, in einer oder mehreren Tagesdosen oder kontinuierlich, bis eine gewünschte therapeutische Wirkung erzielt worden ist. Es ist unerlässlich, dass entweder das GSSG als medizinischer Wirkstoff oder seine Arzneiformen und/oder pharmazeutischen Zusammensetzungen strikte parenteral verabreicht werden, damit seine Deregulation oder Reduktion (zu GSH), die im Magen-Darm-Trakt bei oraler Verabreichung stattfindet, ganz oder teilweise vermieden wird. Es können jedoch alle vorgeschlagenen pharmazeutisch annehmbaren Komponenten wie etwa Verstärker, Verstärker/Modulatoren auch getrennt vom GSSG und/oder seinen Derivaten verabreicht werden, unter Verwendung irgend einer anderen pharmazeutisch annehmbaren Arzneiform, Dosierung und Verabreichungsart. Zusätzlich können das GSSG und/oder seine Derivate mit oder ohne Verlängerer und/oder Verstärker/Modulator auch topisch dem Körper verabreicht werden, in einer Dosierung, die der parenteralen Dosierung entspricht, so zum Beispiel 0,01 bis 0,5 mg GSSG- Base pro Quadratmeter Haut oder topisches Gebiet des behandelten Körpers (mit 0,01 bis 1,0 mg pro Quadratmeter bei GSSG-Derivaten).

Vorausgesetzt, dass das GSSG oder sein Derivatmolekül vor der Proteolyse und/oder der Reduktion zu GSH geschützt ist, wäre es vorteilhaft, wenn der Wirkstoff oral und/oder intralesionär (in situ) (Wunde, Tumor, usw.) verabreicht würde.

Die unten aufgeführten Beispiele bestätigen, dass die parenterale (intraperitoneale, intravenöse, intramuskuläre, subkutane, usw.) Verwendung von GSSG und/oder seinen Derivaten die Induzierung der endogenen Produktion von unter anderem TNF-α, IFN-α und IFN-γ, IL-1, IL-2, IL-6, IL- 10, Erythropoetin und GM-CSF bei Säugetieren bewirkt, was eine bedeutende therapeutische Wirkung bei Tieren und Menschen hervorruft, die unter neoplastischen oder infektösen Krankheiten, Blutbildungs- und Immunsuppression verschiedenen Ursprungs und anderen Krankheiten leiden, bei denen der Fachmann die Anregung der endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren als nützlich erachten würde.

Aus den experimentellen Befunden (siehe Beispiele) kann geschlossen werden, dass die bislang unbekannte Fähigkeit des GSSG, die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren anzuregen und bei verschiedenen Krankheiten günstige Wirkungen zu zeigen, nicht mit einer Zunahme des GSH-Spiegels zu tun hat, weil Tests mit GSH über einen weiten Dosierungs- und Konzentrationsbereich weder die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren noch die bei Verwendung von GSSG und/oder seinen Derivaten beobachtete therapeutische Wirkung gezeigt haben.

GSSG kann zusammen mit anderen Medikamenten verwendet werden, ohne dass unerwünschte Wechselwirkungen im Körper hervorgerufen werden. Es können zum Beispiel Patienten, die mit bekannten Mitteln wie Lithium, Ibuprofen, Aminophyllin, Antibiotika, AZT, Calciumantagonisten, Tamoxifen, Hormonen, Interferon und anderem behandelt werden, gleichzeitig mit GSSG behandelt werden.

Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "therapeutische Wirkung" bedeutet irgend eine Verbesserung im Zustand des Patienten oder des Tieres unter Behandlung mit dem hiesigen Verfahren, einschliesslich des Erhalts einer präventiven oder prophylaktischen Wirkung, oder irgend einer Milderung der Schwere der Anzeichen und Symptome einer Krankheit und ihrer Folgeerscheinungen, einschliesslich derer, die durch andere Behandlungverfahren (z. B. Chemo- und Strahlentherapie) bewirkt sind, und die durch physikalische Untersuchungen und laboratoriumsmässige oder instrumentelle Methoden festgestellt werden kann und durch den Fachmann als statistisch und/oder klinisch signifikant beurteilt wird.

Der hier im folgenden verwendete Ausdruck "prophylaktische Wirkung" bedeutet die Prävention irgend einer Verschlechterung des Zustandes eines Individuums, das mit dem erfindungsgemässen Verfahren behandelt wird, als auch die Prävention jeder Verschlechterung der Schwere der Anzeichen und Symptome einer Krankheit und ihrer Folgeerscheinungen, einschliesslich derer, die durch andere Behandlungverfahren (z. B. Chemo- und Strahlentherapie) bewirkt sind, die durch physikalische Untersuchungen und laboratoriumsmässige oder instrumentelle Methoden festgestellt werden kann und durch den Fachmann als statistisch und/oder klinisch signifikant beurteilt wird.

Die hier verwendeten Ausdrücke "neoplastische und infektiöse Krankheit" und "Blutbildungs- und Immunsuppression verschiedenen Ursprungs" bedeuten irgend eine neoplastische und infektiöse Krankheit, irgend ein Zustand, der durch Erythroid- oder Myeloid-Suppression verursacht oder begleitet ist, oder eine Verringerung der quantitativen oder funktionalen Immunitätsparameter, und auch irgend eine andere Krankheit oder einen pathologischen Zustand, bei denen die Stimulation und/oder Modulation der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren einschliesslich, aber nicht nur, von TNF-α, IFN-α und INF- γ, IL-1, IL-2, IL-6, IL-10, Erythropoetin und GM-CSF durch den Fachmann als vorteilhaft beurteilt würde.

Die unten angegebenen, nicht-einschränkenden Beispiele zeigen die Durchführbarkeit der Erfindung.

Das aktive Agens, das GSSG-Peptid, das zur Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren, kann durch herkömmliche Syntheseverfahren für Peptide&sup4;¹ erhalten werden.

Das so erhaltene Peptid (GSSG) wird anschliessend bei Tieren und Menschen (in vivo) als GSSG-Base, als pharmazeutisch annehmbares GSSG-Salz oder als pharmazeutisch annehmbares GSSG-Derivat in Form einer injizierbaren Arzneiform verwendet, die hergestellt wird, indem das feste Material in injizierbarem Wasser oder in irgend einem pharmazeutisch annehmbaren Lösungsmittel aufgelöst wird, so dass die erhaltene Konzentration des aktiven Wirkstoffs zwischen 0,01 und 2,0 Gewichtsprozenten an GSSG-Base bei GSSG und seine Salzen beträgt (0,01 bis 4,0 Gewichtsprozente bei GSSG-Derivaten).

Bei In-vitro-Experimenten können GSSG oder seine Derivate in biologisch annehmbaren Lösungsmitteln wie Kulturmedien, isotonischen Salzlösungen, Glucoselösungen und ähnlichem aufgelöst werden. Es werden vorzugsweise wässerige Träger oder Lösungsmittel verwendet, obwohl jede physiologische Lösung und andere Lösungsmittel oder Träger verwendet werden können. Für die topische Anwendung können organische Lösungsmittel oder Träger in Form von Salben, Pasten, Cremen, oder Zäpfchen für Körperöffnungen eingesetzt werden.

Die Arzneiform zur Anwendung für Mensch und Tier sollte unter sterilen und pyrogenfreien Bedingungen hergestellt werden, wobei jede Anstrengung unternommen wird, um chemische oder bakterielle Kontamination zu vermeiden, wodurch eine sterile, pyrogenfreie Wirkstoff- oder Arzneiform erhalten wird.

Die injizierbaren Arzneiformen von GSSG oder seinen Derivaten wurde sowohl in Tierversuchen wie auch in Pilotversuchen mit Menschen getestet.

Die Verwendung der höchsten erreichbaren Konzentration der Lösung des GSSG-Natriumsalzes (10,0%, 100 mg/ml) in injizierbarem Wasser (oder in normaler Salzlösung, oder in 0,003%igem Wasserstoffperoxid, oder in 0,1%igem Cystamin), und der maximal zulässigen, bei Mäusen intraperitoneal (IP < 2,0 ml), intravenös (IV, 0,5 ml) und intramuskulär (IM, 0,05 ml) verabreichten Volumina haben es ermöglicht, GSSG-Dosierungen von 5000 mg/kg (IP), 1350 (IV) bzw. 135 mg/kg (IM), d. h. das 1000-, 270- bzw. 27-Fache der maximal empfohlenen Dosis beim Menschen von 0,5 mg/kg, zu erzielen. In keinem der Fälle wurde der Tod des Tieres oder irgend eine toxische Wirkung beobachtet, was zeigt, dass GSSG als injizierbare Arzneiform im wesentlichen nicht toxisch ist.

Die Ergebnisse der nichtklinischen Evaluierung der biologischen, pharmakologischen und therapeutischen Eigenschaften von GSSG wie auch seiner Arzneiformen mit oder ohne 0,003% Wasserstoffperoxid, 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin sind in den Beispielen 1 bis 8 gezeigt.

Beispiel 1 Wirkung von GSSG und seiner Arzneiformen auf die In-vitro- Cytokinproduktion von menschlichen mononuklearen Leukocyten aus peripherem Blut

Es wurden oxidiertes Glutathion (GSSG) sowie seine Arzneiformen, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin, auf ihre Wirkung auf die Cytokinproduktion von menschlichen mononuklearen Leukocyten aus peripherem Blut hin in vitro untersucht.

Die Cytokinproduktion der Leukocyten wurde durch Zugabe eines Mitogens, Concanavalin A (ConA) zur Zellkultur unmittelbar nach Zugabe der Testsubstanzen ausgelöst. Während 24 Stunden der Exposition der Zellen zu ConA und den Testsubstanzen wurden Proben der überstehenden Lösung genommen und bis zur Cytokin-Bestimmung bei -70ºC gelagert.

Die Vergleichszellkulturen, die die Testsubstanzen in identischen Konzentrationen enthielten, wurden nach der anfänglichen gleichzeitigen Einführung von ConA und der Testsubstanzen während 72 Stunden inkubiert, mit dem Ziel, den funktionellen Status der Zellen und ihre Fähigkeit zur Antwort auf das Mitogen in Gegenwart der Testsubstanzen in allen Konzentrationen festzustellen. 16 Stunden vor der Vervollständigung der Inkubation wurde ³H-Thymidin zugegeben, und die Geschwindigkeit des Einbaus der Markierung in die DNA wurde als Kriterium für den funktionalen Zustand des zellulären Testsystems genommen.

Venöses Blut von männlichen gesunden Testpersonen wurde in heparinisierten Plastikröhrchen (Endotoxin getestet) gesammelt. Die PMNL-Fraktion wurde durch Zentrifugation im Dichtegradienten von Ficoll und Natriumdiatrizoat (Histopaque-1077; Sigma) isoliert.

Die Zellkonzentration wurde auf 2 · 10&sup6; pro ml "vollständiges" Kulturmedium (RPMI 1640; Sigma) gestellt, das HEPES (20 mM); L-Glutamin (2 mM); Gentamycin (50 ug/ml); fötales Kalbsserum (10%) enthielt. Alle verwendeten Reagenzien waren von der Qualität "cell culture tested" von Sigma. Die Lebensfähigkeit der Zellen wurde mittels des Ausschlussverfahrens mit Trypanblau abgeschätzt und 100 ul Zellsuspension (200 000 Zellen) wurden in jede Vertiefung von sterilen, flachen Mikrotiterplatten für Zellkulturen mit 96 Vertiefungen gegeben. Zellen von jeder Testperson wurden in nicht weniger als 39 Vertiefungen gegeben.

Die folgenden Endkonzentrationen der Testsubstanzen (GSSG sowie seine Arzneiformen, die 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin enthielten) wurden hergestellt: 5000 ug/ml; 500 ug/ml; 50 ug/ml; 5 ug/ml; 0,5 ug/ml. Jede Konzentration wurde in mindestens 6 Vertiefungen hergestellt, indem 50 ul "vollständiges" Medium, enthaltend die geeignete Menge der vorgängig gelösten Testsubstanzen, zugegeben wurde. Weitere 6 Vertiefungen wurden für Vergleichskulturen verwendet und enthielten kein GSSG: 50 ul "vollständiges" Medium, oder entsprechend "vollständiges" Medium, enthaltend 0,003% H&sub2;O&sub2;, oder 0,1% Inosin, oder 0,1% Cystamin, wurden zugegeben.

Unmittelbar nach der Zugabe der Testsubstanzen zu den Kulturen wurden 50 ul "vollständiges" Medium, enthaltend ConA (Sigma "cell culture tested") den Vertiefungen in einer Menge, die zur Erreichung einer Endkonzentration von 4,0 ug/ml erforderlich war, allen Vertiefungen abzüglich 3 zusätzlichen, die zur Bestimmung der spontanen Aufnahme von ³H-Thymidin (ohne ConA) gedacht waren, zugegeben.

Nach einer 24stündigen Inkubation bei 37ºC und 5% CO&sub2; wurden die Inhalte von 3 Vertiefungen (aus jedem Sextett identischer Vertiefungen) entnommen, zentrifugiert, und die Überstande wurden gefroren und bei -70ºC bis zur Cytokin-Bestimmung gelagert. Die Kulturen in den anderen 3 Vertiefungen (jedes Sextetts) wurden unter den oben beschriebenen Bedingungen weiter inkubiert.

56 Stunden nach Beginn der Inkubation wurden 1,0 uCi ³H- Thymidin zu allen verbleibenden Kulturen gegeben und die Platten wurden während weiteren 16 Stunden inkubiert, und dann wurden die Inhalte der Vertiefungen entnommen und auf Glasfaserfilter transferiert, die anschliessend mit 5% Trichloressigsäure und Ethanol behandelt wurden. Die Filter wurden getrocknet und ihre Radioaktivität (Zerfälle pro Minute, cpm) wurde unter Verwendung eines Flüssigszintillationszählers Betaplate 1205 (LKB) bestimmt. Die mittleren Radioaktivitätswerte für die Triplette identischer Kulturen wurden verwendet, um den Index der mitogenischen Stumulation zu berechnen: Das Verhältnis der gemittelten cpm-Werte der ConA-stimulierten Kulturen zu den gemittelten cpm-Werten der nicht stimulierten (3 Vertiefungen ohne ConA). Dieser Stimulationsindex bei Vertiefungen, in denen die Testsubstanzen in verschiedenen Konzentrationen vorhanden waren, diente als Kriterium des zellulären funktionalen Status und für die Fähigkeit der Zellen, auf die mitogenische Stimulation zu antworten.

Die Überstände der Triplette der 24-Stunden-Kulturen wurden anschliessend nur dann auf den Cytokingehalt überprüft, wenn deren entsprechende Triplette der 72-Stunden- Vergleichskultur eine mitogenische Antwort auf ConA mit einem Wert des Stimulationsindexes im Bereich von 15 bis 50 zeigte.

Die Konzentrationen an Interleukin-1b (IL-1b), Interleukin-6 (IL-6), Tumornekrosefaktor α (TNF-α) und Interferon a (IFN-α) wurden unter Verwendung der ELISA mittels im Handel erhältlicher Testsätze (Medgenix, Belgien) durchgeführt und wurden in pg/ml Kultur-Überstand ausgedrückt.

Die erhaltenen Befunde sind in den Tabellen 1 bis 4 angegeben. Wie aus den Tabellen 1 und 2 gesehen werden kann, ergab die Zugabe von GSSG zu den Kulturmedien eine statistisch signifikante und dosisabhängige Anregung der Cytokinproduktion von menschlichen mononuklearen Leukocyten. Zusätzlich führt die Anwesenheit von Wasserstoffperoxid zu erhöhten Spiegeln der Vergleichsversuche (ohne GSSG) von IL-6 und TNF-α. Daneben zeigt GSSG, wenn es in Kombination mit Wasserstoffperoxid verwendet wird, eine stärkere Anregungswirkung (1,5 bis 2fach) auf die Produktion der fraglichen Cytokine: für IL-1f3 bei Konzentrationen von 5,0 bis 5000 ug/ml; für IL-6 und TNF-α über den ganzen Konzentrationsbereich; und für IFN-α bei 500 und 5000 ug/ml.

Die Anwendung von GSSG in einer 0,1%igen Inosinlösung und einer 0,1%igen Cystaminlösung ergibt eine deutliche und dosisabhängige Erhöhung der Cytokinproduktion, insbesondere hinsichtlich IL-6 und TNF-α (Tabellen 3 und 4).

Die Wirkung des GSSG auf menschliche mononukleare Leukocyten aus peripherem Blut zeigt sich also in vitro in einer beträchtlichen Anregung der Cytokinfreisetzung in Kulturmedien, wodurch der anregende Effekt von GSSG auf die natürliche Cytokin-Bildungsfähigkeit menschlicher Blutzellen bestätigt wird. Die Verwendung von GSSG in Kombination mit Wasserstoffperoxid, Inosin, sowie Cystamin ergibt einen deutlicheren GSSG-Effekt bezüglich der Anregung der endogenen Produktion von Cytokin.

Beispiel 2 Wirkung von GSSG und seiner Arzneiformen auf die Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren sowie auf die Blutbildungs- und Immunitätsparameter bei der Cyclophosphamid-induzierten Hämo- und Immunodepression

Sowohl oxidiertes (GSSG) wie auch reduziertes (GSH) Glutathion, wie auch die Arzneiformen von GSSG, die 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin enthielten, wurden in einem Maus-Modell der durch eine Einzeldosis cytostatischen Cyclophosphamids (CP) induzierten Hämo- und Immunosuppression untersucht.

Die Studie wurde dahingehend ausgelegt, dass die Wirkung einer 5tägigen Verabreichung der Testsubstanzen auf die Fähigkeit der mit CP behandelten Maus-Splenocyten, Il-2 und GM-CSF in vitro zu produzieren, festgestellt werden konnte. Zusätzlich wurde die Zahl der Blut-Leukocyten und Lymphocyten und die Zellularität des Knochenmarks (Zahl der Karyocyten) 8 Tage nach der Verabreichung von CP bestimmt. Einige der CP erhaltenden Tiere wurden dann mit roten Blutzellen von Schafen (SRBC) infiziert, und es wurde die humorale Immunreaktion auf das Antigen bestimmt.

Männlichen CBA-Mäusen (Körpergewicht 18 bis 20 g) wurde eine einzelne intraperitoneale Injektion von CP mit einer Dosis von 50 mg/kg verabreicht. Es wurden 5 Gruppen von Tieren (mit nicht weniger als 15 Mäusen in jeder) gebildet. Die Beschreibung der Gruppen ist unten dargestellt.

Vergleichsgruppen:

- Nr. 1 - Intakte Tiere, die eine Injektion von normaler Salzlösung (NS) anstatt der CP-Injektion erhielten, und die zusätzlich mit dem Träger der Testsubstanzen (normale Salzlösung) behandelt wurden;

- Nr. 2 - Vergleichstiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit dem Träger der Testsubstanzen (normale Salzlösung) behandelt wurden;

- Nr. 3 - Tiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit der Vergleichssubstanz (GSH gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

Testgruppen:

- Nr. 4 - Tiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 5 - Tiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) in einer GSSG- Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 6 - Tiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) in einer GSSG-Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 7 - Tiere, die eine einzelne CP-Injektion erhielten, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Cystamin) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

24 Stunden nach der CP-Injektion wurden 5 Tiere aus jeder Gruppe mit SRBC immunisiert (107 Zellen in 0,5 ml NS, intraperitoneal). Am 3. Tag nach der CP-Injektion (24 Stunden nach der Immunisierung) wurde mit den intraperitonealen Injektionen der Test- bzw. Vergleichssubstanzen begonnen (wie oben beschrieben). Die Injektionen wurden während 5 Tagen, einmal jeden Tag, durchgeführt.

24 Stunden nach Beendigung der 5-Tage-Behandlung (am achten Tag nach der CP-Injektion) wurden die Mäuse euthanasiert und es wurden Kulturen von Splenocyten aseptisch zubereitet, um die spontane Produktion von IL-2 und GM- CSF durch die Splenocyten in vitro festzustellen.

Gleichzeitg wurden Blut- und Knochenmarkproben gesammelt, um die Zählung der Blut-Leukocyten und Lymphocyten und der nucleierten Markzellen durchzuführen.

Proben des Serums aus den immunisierten Tieren wurden auf den Spiegel des SRBC-Agglutinins hin untersucht (am Tag 8 nach der CP-Injektion und am Tag 7 nach der Immunisierung).

Tabelle 5 zeigt die Parameter der IL-2- und GM-CSF- Produktion durch die Splenocyten, die Knochenmark- und Blutzellen-Indices, und die Immunreaktion auf Blutzellen von Schafen bei Mäusen, die die Testsubstanzen erhielten, gegenüber dem Hintergrund der Cyclophosphamid-induzierten Hämo- und Immunodepression.

Wie aus den Daten ersichtlich ist, bringt die Verwendung sowohl von GSSG wie auch von GSSG-Lösung in Wasserstoffperoxid die Produktion der Splenocyten an IL-2 und GM-CSF fast wieder auf normale Werte, während GSH keine solche Wirkung zeigt. Sowohl GSSG als auch seine Lösung in Wasserstoffperoxid zeigen auch eine deutliche wiederherstellende Wirkung auf das Knochenmark und die Blutparameter wie auch auf die Immunreaktion auf SRBC.

Tabellen 6 und 7 zeigen Daten über die Wirkungen, die GSSG-haltige pharmakologisch aktive Zusammensetzungen (zusammen mit 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin) auf die überprüften Parametervariationen bei Mäusen mit CP-induzierter Hämo- und Immunodepression haben. Die Befunde zeigen eine signifikante Verstärkung der GSSG-Wirkung durch die Inosin- und Cystamin-Komponenten bezüglich der Anregung der Produktion von IL-2b und GM-CSF Und der Wiederherstellung der Zellularität des Knochenmarks und des Bluts. Wie ersichtlich ist, bewirkt GSH keine solche Anregung. Die höchste Anregung wurde mit der Kombination von GSSG und 0,1% Inosin erzielt.

Der Einsatz des vorliegenden Verfahrens bei Tieren mit CP-induzierter Hämo- und Immunodepression ergibt also eine deutliche Anregung der endogenen Produktion von IL-2 und GM-CSF, zusammen mit der Wiederherstllung des Knochenmarks und der Blutzellen-Indices sowie die Entwicklung der Immunreaktion auf rote Blutzellen von Schafen.

Beispiel 3 Wirkung von GSSG und seiner Arzneiformen auf die Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren sowie auf die Blutbildung und die hnunparameter bei strahlungsinduzierter Hämo- und Immunodepression

Sowohl das oxidierte (GSSG) wie auch das reduzierte (GSH) Glutathion, sowie die die GSSG-Arzneiformen enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin, wurden in einem Mausmodell der durch eine einzelne Betrahlung in einer Gesamtdosis von 1 Gy induzierten Hämo- und Immunodepression überprüft.

Die Studie wurde dahingehend ausgelegt, dass die Wirkung einer 7 Tage dauernden täglichen Verabreichung der Testsubstanzen (wobei die Verabreichung 2 Stunden nach der Bestrahlung begann) auf die Fähigkeit der Produktion von IL-2 und GM-CSF von Splenocyten aus Mäusen, die der Bestrahlung ausgesetzt worden waren, in vitro festgestellt werden konnte. Zusätzlich wurde die Zahl der Blut- Leukocyten und Lymphocyten und die Zellularität der Milz und des Knochenmarks (Zahl der Karyocyten), wie auch die Fähigkeit der Kolonienbildung der Milz und des Rückenmarks 8 Tage nach der Bestrahlung festgestellt.

Männliche CBA-Mäuse (18 bis 20 g Körpergewicht) wurden mit einer Einzeldosis Röntgenstrahlen von 180 kV, die durch 0,5 mm Cu gefiltert waren (mit 15 mA, Abstand - 70 cm, Dauer 2 min 28 sec) bestrahlt. Die totale absorbierte Dosis betrug ungefähr 1 Gy.

Es wurden 5 Gruppen von Tieren (mit nicht weniger als 12 Mäusen in jeder) gebildet. Die Beschreibung der Gruppen ist unten dargestellt.

Vergleichsgruppen:

- Nr. 1 - Intakte Tiere, die einem simulierten Bestrahlungsverfahren unterworfen wurden, um einen Stresseinfluss zu erzeugen, und die zusätzlich mit dem Träger der Testsubstanzen (normale Salzlösung) behandelt wurden;

- Nr. 2 - Vergleichstiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit dem Träger der Testsubstanzen (normale Salzlösung) behandelt wurden;

- Nr. 3 - Tiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit einer Vergleichssubstanz (GSH gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

Testgruppen:

- Nr. 4 - Tiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 5 - Tiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) in einer GSSG-Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 6 - Tiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin, in einer GSSG- Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 7 - Tiere, die mit einer Dosis von 1 Gy bestrahlt wurden, und die weiter mit GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Cystamin, in einer GSSG- Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

Zwei Stunden nach der Bestrahlung wurde mit den intraperitonealen Injektionen der Test- oder Vergleichssubstanzen begonnen (wie oben beschrieben). Die Injektionen wurden während 7 Tagen einmal täglich durchgeführt.

24 Stunden nach der Vollendung der 7tägigen Behandlung (am achten Tag nach der Bestrahlung) wurden die Mäuse euthanasiert und Kulturen von Splenocyten wurden aseptisch für die Bestimmung der spontanen in-vitro-Produktion von IL-2 und GM-CSF der Splenocyten hergestellt.

Gleichzeitig wurden Proben des Bluts, der Milz und des Marks gesammelt, um die Zählung der Blut-Leukocyten und Lymphocyten und der nucleierten Milz- und Markzellen durchzuführen.

Zusätzlich wurde die Fähigkeit zur Bildung von blutbildenden Kolonien von Milz- und Markzellen unter Verwendung des Verfahrens der direkten Zählung der kolonienbildenden Einheiten (CFU) in der Milz von bestrahlten CBA-Mäusen bestimmt, die intravenös Milz- oder Knochenmarkzellen erhielten, die aus Tieren der Vergleichs- oder Testgruppen gewonnen worden waren.

Die IL-2- und GM-SCF-Spiegel der Milz und die zellulären Indices des Bluts, des Knochenmarks und der Milz wie auch die Kolonienstimulierungs-Kapazitätszahlen (kolonienbildende Einheiten CFU) im Knochenmark und der Milz der bestrahlten Tiere acht Tage nach der Bestrahlung sind in den Tabellen 8, 9 und 10 zusammengefasst.

Wie aus den Daten der Tabellen offensichtlich ist, ergibt die Verabreichung von GSSG, oder seiner Arzneiformen, die 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin enthalten, eine statistisch signifikante Erholung der IL-2 und GM-CSF-Produktion bei den Splenocyten, während GSH keine signifikante Wirkung zeigt.

Des weiteren zeigten sowohl GSSG alleine wie auch seine pharmakologisch aktiven Zusammensetzungen einen deutlichen normalisierenden Effekt auf die Zellularität des Bluts, der Milz und des Knochenmarks. In mehreren Fällen wurde gefunden, dass die Wirkung von in Wasserstoffperoxid gelöstem GSSG deutlicher war. GSSG alleine zeigte zum Beispiel keine statistisch signifikante Wirkung (im Vergleich zu den Vergleichsexperimenten) auf die splenocytische IL-2- Produktion, die Zellularität der Blut-Leukocyten und des Knochenmarks und die Kolonien des Knochenmarks, aber GSSG in Wasserstoffperoxid zeigte eine statistisch bedeutsame Wirkung. Im Vergleich zu Wasserstoffperoxid zeigten sowohl Inosin wie auch Cystamin einen deutlicheren Effekt bei der Verstärkung der Wirkung des GSSG, wobei der grösste Effekt im Fall der aktiven Zusammensetzung von GSSG mit Inosin gefunden wurde.

Der Einsatz des vorliegenden Verfahrens bei Tieren, die strahlungsinduzierte Hämo- und Immunodepression entwickelt hatten, bewirkt also eine deutliche Anregung der endogenen Produktion von IL-2 und GM-CSF, und führt auch zu einer beschleunigten Erholung der zellulären Zusammensetzung des Bluts, der lymphoiden und blutbildenden Organe wie auch der kolonienbildenden Aktivität des Knochenmarks und der Milz.

Beispiel 4 Wirkung von GSSG und seiner Arzneiformen auf den Vorgang der Proliferation und Apoptose von normalen Zellen und Tumorzellen

Die Fähigkeit von oxidiertem Glutathion (GSSG), sowie seiner Arzneiformen, die 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin enthalten, die Prozesse der zellulären Proliferation und/oder des Absterbens zu beeinflussen, wurde unter Verwendung normaler Zellen oder Tumorzellen bestimmt. Zu diesem Zweck wurden GSSG oder seine Arzneiformen während 24 Stunden mit Zellen der myeloiden Linie HL-60 und normalen, aus peripherem Blut von gesunden Freiwilligen isolierten menschlichen Lymphocyten inkubiert. Die anschliessende Bestimmung der Zellzyklus-Parameter wurde unter Verwendung der Technik der Fluss-Cytofluorometrie durchgeführt.

Venöses Blut von gesunden Freiwilligen wurde in heparinisierten Teströhrchen gesammelt, die auf Endotoxin getestet worden waren. Eine mononukleare Fraktion von Blut- Leukocyten wurde durch Zentrifugation in einem Gradienten von Fikill-Metrizoat (Histopaque, Sigma) erhalten. Die Zellkonzentration wurde auf 2 · 10&sup6; Zellen pro ml "vollständiges" Zellkultur-Medium (RPMI 1640) gestellt, das 20 mM HEPES, 2 mM Glutamin, 50 ug/ml Gentamycin und 10% fötales Kalbsserum enthielt. Die Zell-Lebensfähigkeit wurde mittels des Ausschlussverfahrens mit Trypanblau bestimmt, dann wurde die Zellsuspension in die Vertiefungen von Mikrotiterplatten mit 96 Vertiefungen gegeben - 200 000 Zellen pro Vertiefung. Zellen der Linie HL-60 wurden in RPMI-1640-Medium gezüchtet, wobei 10% fötales Kalbsserum zugegeben wurde. Die Kultivierung wurde in verschlossenen Gefässen durchgeführt, das Volumen des Mediums war 12 ml und wurde alle 4 Tage durch Zentrifugation ersetzt. Die Art des Wachstums der Zellen war suspensiv. Die Untersuchung der Testlösung von GSSG (5000 ug/ml), sowie der GSSG-Lösungen, die 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Cystamin enthielten, wurde unter Verwendung von 6 Zellproben von normalen Lymphocyten und HL-60-Zellen für jede Testlösung durchgeführt. 50 ul jeder Testlösung wurde zu einer oder einer anderen Zellkultur gegeben und die Zellen wurden danach während 24 bis 96 Stunden kultiviert. Dann wurden sie mittels Fluss-Cytofluorometrie untersucht, um den DNA-Gehalt in den Zellkernen abzuschätzen. In Fällen von Apoptose-ähnlichem Zelltod schrumpfte der Anteil des Zellkerns mit normaler DNA, während der Anteil des Zellkerns, der eine abnormal kleine Menge DNA enthielt, grösser wurde.

Das Analyseverfahren war wie folgt: Nach Vervollständigung der Inkubation wurden die Zellen zentrifugiert und in einen isotonischen Standard-Phosphatpuffer mit pH 7,4 transferiert, der RNA-ase A (20 ug/ml), Ethidiumbromid (Fluoreszenzindikator für doppelsträngige Nukleinsäure, 10 ug/ml) und MgCl&sub2; (5 mM) enthielt. Danach wurden die Zellen durch das nichtionische Detergens Triton X-100 (Endkonzentration 0,1%) aufgelöst. Die erhaltene Suspension von Zellkernen wurde mittels Fluss-Cytofluorometrie mit einem Argonlaser als Lichtquelle (Wellenlänge 488 nm) analysiert. Die auf dem an die DNA gebunden Ethidiumbromid beruhende rote Fluoreszenz wurde als Mass für den DNA-Gehalt in den Zellkernen genommen. Zusätzlich wurden entsprechende Proben mikroskopisch untersucht um gleichzeitige Änderungen in der Zellmorphologie zu entdecken.

Die Ergebnisse der Studie sind in den Tabellen 11, 12 und Fig. 1 gezeigt. Tabelle 11 zeigt, dass die Anwesenheit von GSSG oder seinen Arzneiformen die Proliferation von normalen Lymphocyten aus gesunden Freiwilligen begünstigte, was sich in einer Erhöhung ihrer Zahl niederschlug, während die Analyse durch Fluss- Cytofluorometrie keine für einen Apoptose-ähnlichen Zelltod charakteristischen Änderungen zeigte (Fig. 1c bis 1d).

Die an den Zellkulturen der Tumorzellen der myeloiden Linie HL-60 durchgeführten Beobachtungen zeigten die Fähigkeit von GSSG (sowie seiner Arzneiformen), die Proliferation von transformierten Zellen zu verlangsamen. Tabelle 12 zeigt, dass GSSG-Zusammensetzungen mit Wasserstoffperoxid, Inosin und Cystamin die HL-60- Proliferation besser unterdrücken als GSSG alleine. Die Analyse über Fluss-Cytofluorometrie zeigt, dass die Verlangsamung des Zellwachstums der Zellen der HL-60-Linie wachstums der Zellen der HL-60-Linie mit charakteristischen morphologischen Anzeichen des Apoptose-ähnlichen Absterbens einherging: die kugelähnlichen Zellen wurden mehrfach fragmentiert mit mehreren Einschnitten, die Zahl der Zellkerne mit normalem DNA-Gehalt sank, während eine Zunahme des Anteils Zellkerne mit abnormal geringem DNA-Gehalt stattfand (Fig. 1a bis 1b).

Die erhaltenen Ergebnisse erlauben es, die dualen funktionalen Eigenschaften von GSSG und seinen Arzneiformen zu postulieren, die selektiv die Verlangsamung der Proliferation und das Apoptose-ähnliche Absterben von Tumorzellen anregen, währenddem die Proliferation normaler menschlicher Zellen (Lymphocyten) eher beschleunigt erscheint, ohne jedes Anzeichen ihrer Apoptose. Die Anwendung von GSSG in Kombination mit Inosin bewirkte den deutlichsten GSSG- Effekt bei normalen Zellen.

Beispiel 5 Wirkung von GSSG und seiner Arzneiformen auf die Progression von experimentellen Tumoren bei Mäusen

Die Antitumor-Aktivität von GSSG sowie seiner Arzneiformen mit 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin, wurde bei zwei Mäusemodellen mit Tumorprozessen bestimmt, die durch intraperitoneale Inokulation von Zellen von Leukämie P388 und Leukämie L1210 hervorgerufen werden. Der Einfluss einer 7tägigen Behandlung mit täglicher Verabreichung von Testsubstanzen wurde im Hinblick auf Variationen der Cytokin-Spiegel im Serum (IL-1, IL-2, IL-6, IFNα, TNF) untersucht. Gleichzeitig wurde das Tumorwachstum abgeschätzt unter Verwendung der beiden integralen Indices Geschwindigkeit des Gewichtszuwachses der Maus aufgrund der Akkumulation von ascitischer Flüssigkeit, und mittlere Überlebenszeit der Tiere nach der Injektion.

Die Studie wurde an DBA/2-Mäusen durchgeführt, die 18 bis 21 g wogen. Zuerst wurde die Übertragung der Tumorzellen durchgeführt, wobei für jede Zellinie 6 Tiere verwendet wurden. Dazu wurden Zellen, die bei Temperatur des flüssigen Stickstoffs gelagert waren, aufgetaut und unter Verwendung von steriler Hank-Lösung auf eine Konzentration von 5 · 10&sup6; Zellen pro ml gestellt. Dann wurde 6 Mäusen intraperitoneal 0,2 ml der Suspension jeder Zellinie injiziert.

Es wurde 6 Tage nach der Injektion mit L1210-Zellen und 8 Tage nach der Injektion mit P388-Zellen ascitische Flüssigkeit gesammelt. Die so erhaltenen Proben von übertragenen Tumorzellen wurden für die Hauptversuche verwendet. Die Flüssigkeit wurde mit steriler Hank-Lösung verdünnt, so dass die Zellkonzentration bei P388-Zellen 5 · 10&sup6; Zellen pro ml und bei L1210-Zellen 5 · 10&sup5; Zellen pro ml betrug.

Neun Gruppen von Tieren mit nicht weniger als je 15 Tieren wurden für die Experimente mit jeder Tumorzellen- Linie gebildet. Den Mäusen wurde 0,2 ml der erhaltenen Zellsuspensionen pro Maus injiziert (10&sup6; P388-Zellen pro Maus und 10&sup5; L1210-Zellen pro Maus). 24 Stunden nach der Injektion der Tumorzellen wurden den Tieren die ersten Injektionen der Testsubstanzen oder -träger gegeben. Die Injektionen wurden täglich vorgenommen, bis zum l4ten Tag des Experiments oder bis zum Tod des Tieres. Das Volumen der injizierten Lösungen umfasste 0,01 ml/g Körpergewicht.

Die Beschreibung der neun Gruppen von Tieren, die für die Experimente mit jeder Tumorzelle-Linie gebildet wurden, ist unten angegeben.

Vergleichsgruppen:

- Nr. 1 - intakte Tiere, die entweder eine supponierte Injektion von Tumorzellen erhielten (Injektion von normaler Salzlösung), und die während des ganzen Experiments weiter mit normaler Salzlösung behandelt wurden;

- Nr. 2 - Vergleichstiere, denen Tumorzellen injiziert wurden, und die weiter mit dem Träger der Testsubstanz behandelt wurden (normale Salzlösung);

Testgruppen:

- Nr. 3 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit der Testsubstanz (GSSG, gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosis von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 4 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) behandelt wurden, mit einer GSSG-Dosis von 5 mg/kg;

- Nr. 5 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) behandelt wurden, mit einer GSSG-Dosis von 5 mg/kg;

- Nr. 6 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Cystamin) behandelt wurden, mit einer GSSG-Dosis von 5 mg/kg;

- Nr. 7 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,03% Wasserstoffperoxid) ohne GSSG behandelt wurden;

- Nr. 8 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) ohne GSSG behandelt wurden;

- Nr. 9 - Versuchstiere, denen Tumorzellen inijziert wurden, und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,1% Cystamin) ohne GSSG behandelt wurden;

Die Tabellen 13 und 14 enthalten Ergebnisse über die Bestimmung der Wirksamkeit der Testsubstanzen hinsichtlich Änderungen der endogenen Cytokinproduktion sowie Daten über die Integralparameter über das Fortschreiten des Tumorwachstums. Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, dass sowohl GSSG als auch seine Arzneiformen eine bedeutende cytokininduzierende Wirkung aufweisen, die Anhäufung von ascitischer Flüssigkeit zuverlässig verlangsamen (im Vergleich zu den Vergleichsgruppen) und die mittlere Überlebensdauer erhöhen. GSSG allein und GSSG in Kombination mit 0,003% Wasserstoffperoxid erhöhen deutlicher die Spiegel von IL-1 und IFN-α im Serum, während GSSG in Kombination mit 0,1% Inosin und 0,1% Cystamin eine deutlichere Erhöhung der Spiegel von IL-2, IL-6 und TNF-α im Serum bewirken.

Die deutlichste Antitumorwirkung hinsichtlich der Verlangsamung der Anhäufung von ascitischer Flüssigkeit und Ausdehnung der mittleren Überlebenszeit wurde bei beiden Tumormodellen (P388 und L1210-Leukämie) mit GSSG in Kombination mit 0,1% Cystamin erhalten.

Die erfindungsgemässe Behandlung von Tieren führte also zu einer signifikanten Erhöhung der endogenen Produktion von IL-2, IL-6, IFNα und TNFα, zu einer verlässlichen Unterdrückung des Wachstums experimenteller Tumoren und zu einer Verlängerung der mittleren Überlebenszeit.

Die in den präklinischen Studien gefundenen neuen Eigenschaften einer vorbekannten Substanz, oxidiertes Glutathion (GSSG) und seiner pharmakologisch aktiven Zusammensetzungen, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid, oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin, werden als genügend angenommen, um zu postulieren, dass GSSG und seine pharmakologischen Formulierungen eine offensichtliche biologische und pharmakologische Aktivität und auch einen therapeutischen Effekt aufweisen. Das rechtfertigt die Anwendung der zugehörigen Arzneiformen von GESG allein und von GSSG in Kombination mit pharmazeutisch annehmbaren Komponenten, die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions verlängern können, zur Prävention und Behandlung von Krankheiten, bei denen die Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren vorteilhaft ist und vom Fachmann als nützlich erachtet wird.

Die folgenden Beispiele (Nr. 9 bis 26) zur klinischen Anwendung der Arzneiformen von GSSG unterstützen die Idee, GSSG als einen Anreger der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren beim Menschen einzusetzen, und stellen ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten bereit, das auf den obigen Eigenschaften des GSSG beruht.

Beispiel 6 Wirkung des Lithiumsalzes von GSSG, S-Thioethylamin-GSSG und ihrer Arzneiforznen auf den Prozess der Apoptose von normalen und Tumorzellen

Die Fähigkeit von S-Thioethylamin-GSSG und dem Lithiumsalz von oxidiertem Glutathion sowie ihrer 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin oder 7% Dimethylsulfoxid enthaltenden Arzneiformen, Prozesse des Zelltodes und der Regulierung der Apoptose zu steuern, wurde unter Verwendung von normalen Zellen oder Tumorzellen untersucht. Dazu wurden diese Substanzen während 72 Stunden mit Fibroblasten von Rattenembryonen (REF) und denselben, mit adenoviralem ElA-Gen in Komplementierung mit ras- Onkogen (Zellinie e-ras) transformierten Zellen, inkubiert. Die anschliessende Bestimmung der Zellularität der experimentellen Proben wurde durchgeführt, indem die Anzahl der Zellen pro Milliliter (bei der REF-Zellinie) oder der Klonen in Schalen (bei der Zellinie e-ras) gezählt wurde.

Die Zellen wurden auf DMEM-Medium kultiviert, das mit 10% fötalem Kalbsserum und 50 mg/ml Gentamycin ergänzt worden war. Die Kultivierung wurde in Petrischalen durchgeführt.

Die REF-Zellen wurden mit einer anfänglichen Dichte von 800 000 Zellen pro ml kultiviert und die Bestimmung der Zellularität wurde nach 0, 24, 48 und 72 Stunden Inkubation mit den Testsubstanzen durchgeführt.

Die e-ras-Zellen wurden wurden mit einer Zelldichte von 300 Zellen pro Schale von 5 cm eingeimpft. 7 Tage nach Beginn des Wachstums der e-ras-Zellen wurde die Zahl der Klone bestimmt und die Testsubstanzen wurden zu den Schalen gegeben.

Die Überprüfung der Testlösung des Lithiumsalzes von GSSG und von S-Thioethylamin-GSSG (5000 mg/ml), sowie der Lösungen des GSSG-Lithiumsalzes und des S-Thioethylamin-GSSG mit 0,003% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Inosin oder 0,1% Cystamin oder 7% DMSO wurde unter Verwendung von 6 Zellproben pro Testlösung durchgeführt. 50 mcl jeder Testlösung wurden zu einer der Zellkulturen gegeben und danach wurden die Zellen während 24 bis 72 Stunden inkubiert. Bei dem zur Abschätzung der Steuerung der Apoptose verwendeten Testsystem wurde der Zelltod mittels UV in einer Dosis von 4 Dj ausgelöst. Die Testsubstanzen wurden unmittelbar nach der Bestrahlung zugegeben. Dann wurde die Anzahl Zellen pro Milliliter (bei der REF-Zellinie) oder der Klone in Schalen (bei der e-ras-Zellinie) alle 24 Stunden überprüft. Zur Bestimmung der DNA-Fragmentierung wurde die Elektrophorese in Agarose-Gel mit üblichen Einstellungen verwendet.

Die Ergebnisse der Studie sind in den Tabellen 15 bis 18 gezeigt. Tabellen 15 und 16 zeigen, dass die Anwesenheit des GSSG-Lithiumsalzes oder des S-Thioethylamin- GSSG oder ihrer Arzneiformen die Apoptose normaler Zellen nicht förderte (REF-Linie). Die an Zellkulturen der e-ras- Zellen erfolgten Beobachtungen zeigten die Fähigkeit des GSSG-Lithumsalzes oder von S-Thioethylamin-GSSG (sowie ihrer Arzneiformen), den Tod transformierter Zellen zu verursachen.

Die Tabellen 17 und 18 zeigen, dass die Anwesenheit des Lithiumsalzes von GSSG oder S-Thioethylamin-GSSG oder ihrer Arzneiformen die durch UV-Bestrahlung induzierte Apoptose normaler Zellen nicht fördern. Die an den e-ras- Zellkulturen durchgeführten Beobachtungen zeigten die Fähigkeit des Lithiumsalzes von GSSG oder von S-Thioethylamin-GSSG (sowie ihrer Arzneiformen), den Tod transformierter Zellen zu beschleunigen.

Die erhaltenen Ergebnisse erlauben es also zu behaupten, eine duale Funktion des Lithiumsalzes von GSSG oder des S-Thioethylamin-GSSG und ihrer Arzneiformen zu postulieren, wobei selektiv der apoptoseähnliche Zelltod von Tumorzellen induziert wird, während keine Anzeichen für Apoptose bei normalen Zellen auftreten. Ausserdem waren alle Testsubstanzen dazu befähigt, die durch UV-Strahlung induzierten Apoptose-Prozesse normaler Zellen zu bremsen und diese Prozesse bei transformierten Zellen zu beschleunigen. Die Anwendung von S-Thioethylamin-GSSG in Kombination mit DMSO bewirkte hinsichtlich der transformierten Zellen einen deutlicheren Effekt als das GSSG-Lithiumsalz.

Beispiel 7 Wirkung des Lithiumsalzes von GSSG und von S-Thioethylamin- GSSG und ihrer Azneiformen auf die Entwicklung experimenteller Tumoren in Mäusen.

Die Antitumor-Aktivität des GSSG-Lithiumsalzes und von S-Thioethylamin-GSSG sowie ihrer 0,003% Wasserstoffperoxid, 0,1% Inosin, 0,1% Cystamin oder 7% Dimethylsulfoxid (DMSO) enthaltenden Arzneiformen wurde in drei Modellen des Tumorwachstums bei Mäusen, das durch intraperitoneale Injektion von Zellen der Leukämie P388, der Leukämie L1210 und des Erlich-Adenocarcinoms hervorgerufen wurde, untersucht. Es wurde der Einfluss einer 7tägigen täglichen Verabreichung der Testsubstanzen auf das Tumorwachstum untersucht, das unter Verwendung der beiden Integral-Indices: Geschwindigkeit der Gewichtszunahme der Mäuse aufgrund der Ansammlung ascitischer Flüssigkeit und mittlere Überlebenszeit der Mäuse nach der Injektion abgeschätzt wurde.

Die Studie wurde an DBA/2-Mäusen durchgeführt, die 18 bis 21g wogen. Zuerst wurde die Übertragung der Tumorzellen unter Verwendung von 6 Tieren für jede Zellinie durchgeführt. Dazu wurden Zellen, die bei der Temperatur des flüssigen Stickstoffs gelagert waren, aufgetaut und mittels steriler Hank-Lösung auf eine Konzentration von 5 · 10&sup6; Zellen pro ml gestellt. Dann wurden 6 Mäusen intraperitoneal 0,1 ml der Suspension jeder Zellinie injiziert.

Es wurde ascitische Flüssigkeit 6 Tage nach der Inoculierung mit L1210-Zellen, 8 Tage nach der Injektion mit P388-Zellen bzw. 18 Tage nach der Injektion mit Zellen des Erlich-Adenocarcinoms entnommen. Die so erhaltenen Proben von übertragenen Tumorzellen wurden für die Hauptversuche verwendet. Die Flüssigkeit wurde mit steriler Hank-Lösung verdünnt, so dass die Zellkonzentration 5 · 10&sup6; bei P388-Zellen und den Zellen des Erlich- Adenocarcinoms und 5 · 10&sup5; bei den L1210-Zellen betrug. Elf Gruppen von Tieren mit je mindestens 15 Mäusen wurden für die Experimente mit jeder Zellinie gebildet. Den Mäusen wurde 0,2 ml der erhaltenen Zellsuspensionen pro Maus (10&sup6; P388-Zellen und Zellen des Erlich-Adenocarcinoms pro Maus, und 10&sup5; L1210-Zellen pro Maus) eingespritzt. 24 Stunden nach der Einspritzung der Tumorzellen wurde den Tieren die erste Injektion der Testsubstanzen oder -träger verabreicht. Die Injektionen der Testsubstanzen wurden täglich bis zum 14. Tag des Experimentes oder bis zum Tod des Tieres vorgenommen. Das injzierte Volumen betrug 0,01 ml/g Körpergewicht. Die Beschreibung der neun für die Experimente jeder Tumorzellen-Linie gebildeten Gruppen ist unten gegeben.

Vergleichsgruppen:

- Nr. 1 - Intakte Tiere, die eine scheinbare Einspritzung von Tumorzellen erhielten (Injektion von normaler Salzlösung), und die weiter während des ganzen Experiments mit normaler Salzlösung behandelt wurden;

- Nr. 2 - Vergleichstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden, und die weiter mit dem Träger der Testsubstanzen (normale Salzlösung) behandelt wurden;

Versuchsgruppen:

- Nr. 3 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit Testsubstanz (S-Thioethylamin-GSSG gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 4 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (S-Thioethylamin-GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 5 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (S-Thioethylamin-GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 6 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (S-Thioethylamin-GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Cysteamin) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 7 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (S-Thioethylamin-GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 7% DMSO) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 8 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit Testsubstanz (Lithiumsalz von GSSG gelöst in normaler Salzlösung) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 9 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (Lithiumsalz von GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 10 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (Lithiumsalz von GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 11 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (Lithiumsalz von GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 0,1% Cysteamin) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 12 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante der Arzneiform der Testsubstanz (Lithiumsalz von GSSG gelöst in normaler Salzlösung, enthaltend 7% DMSO) in einer Dosierung von 5 mg/kg behandelt wurden;

- Nr. 13 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,003% Wasserstoffperoxid) ohne GSSG behandelt wurden;

- Nr. 14 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,1% Inosin) ohne GSSG behandelt wurden;

- Nr. 15 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 0,1% Cystamin) ohne GSSG behandelt wurden;

- Nr. 16 - Versuchstiere, denen Tumorzellen eingespritzt wurden und die weiter mit einer Variante einer Komponente der Arzneiform (normale Salzlösung, enthaltend 7% DMSO) ohne GSSG behandelt wurden.

Die Tabellen 19 bis 21 enthalten die Ergebnisse der Bestimmung der Wirksamkeit der Testsubstanzen auf die Integral-Parameter des Tumorwachstums.

Die deutlichste Antitumor-Wirkung bezüglich der Verlangsamung der Anreicherung von ascitischer Flüssigkeit und der Verlängerung der mittleren Überlebenszeit bei jedem Modelltumor (P388-, L1210-Leukämie und Erlich- Adenocarcinom) wurde mit S-Thioethylamin-GSSG in Kombination mit 0,1% Inosin und 7% DMSO erhalten.

Beispiel 8 Wirkung des Zinksalzes von GSSG und S-Thioethylamin-GSSG und ihrer Arzneiformen auf den Verlauf von experimenteller allergischer Encephalomyelitis (EAS), das experimentelle Modell für Multiple Sklerose.

Die Wirkung des Zinksalzes von GSSG in Kombination mit S-Thioethylamin-GSSG in 0,003%iger Lösung von Wasserstoffperoxid (10 mg GSSG und 100 mg S-Adenosyl-Methionin in 1 ml) und S-Thioethylamin-GSSG in 5%iger Ascorbinsäurelösung wurden in dem EAE-Modell untersucht.

Innerhalb des Rahmens dieser Studie wurde der Einfluss einer 10tägigen Behandlung der genannten Kombinationen auf den zellulären Gehalt des Blutes (Zahl der Leukocyten, Lymphocyten, Monocyten und Neutrophilen) bestimmt. Zur Bestimmung der zellulären Hypersensitivität auf Myelin- Basisprotein und Neuronalmembran-Antigen wurde die in vitro-Migrationsaktivität der Leukocyten im peripheren Blut in Anwesenheit dieser Antigene untersucht. Wir verwendeten auch die Kapillarmethode der Inhibitionsreaktion der Leukocyten-Migration (RILM). Es wurde auch eine neurologische Untersuchung durchgeführt.

Die Studie wurde an männlichen Meerschweinchen mit einem Körpergewicht von 400 bis 500 g duchgeführt.

Die Hirnhautentzündung-induzierende Substanz Myelin-Basisprotein (MBP) wurde aus dem Rückenmark von Stieren unter Verwendung der Säulenchromatographie erhalten und mit komplettem Freud-Hilfsmittel emulgiert. Die Immunisierung der Tiere wurde durch subkutane Einspritzung der Hirnhautentzündung-induzierenden Mischung (MBP + komplettes Freud-Hilfsmittel) in die Vorderpfoten durchgeführt. Die Latenzzeit von klinisch exprimierter EAE betrug im Mittel ungefähr 14 bis 15 Tage, bei einem Minimum von 12 Tagen.

Vergleichsgruppen:

- Nr. 1 - Intakte Tiere, bei denen physiologische Lösung verwendet wurde;

- Nr. 2 - Tiere, denen Hirnhautentzündung-induzierende Mischung verabreicht wurde und die dann physiologische Lösung erhielten.

Versuchgruppen:

- Nr. 3 - Tiere, denen Hirnhautentzündung-induzierende Mischung verabreicht wurde und die dann eine Lösung des Zinksalzes von Glutathion (GSSG-Zn) in Kombination mit S-Adenosyl-Methionin in 0,003%iger Wasserstoffperoxidlösung, 5 mg GSSG-Base pro kg Körpergewicht, erhielten.

- Nr. 4 - Tiere, denen Hirnhautentzündung-induzierende Mischung verabreicht wurde und die dann S-Thioethylamin-GSSG in 5%iger Ascorbinsäurelösung, 5 mg GSSG- Base pro kg Körpergewicht, erhielten.

Neurologische Untersuchung (Bewertungsskala):

1 Muskelschwäche, Diskoordinierung der Bewegungen;

2 teilweise Lähmung der Pfoten, Atonie der Harnbase, Störungen des Harnlassens;

3 motorische und funktionale Lähmungen (Beckenorgane);

4 Störungen des Blutkreislaufs und der Thermoregulation;

5 Agonie, Cheyne-Stocks-Atmung.

Methoden zur Bestimmung der zellulären Immunität:

1. Die Inhibierungreaktion auf die Migration der Leukocyten (RILM) ist eine Variante der in vitro- Reaktion der verzögerten Hypersensitivität. Das Grundprinzip der Methode: Änderungen in der migratorischen Aktivität der Leukoyten aus peripherem Blut beim Kontakt mit MBP in Glaskapillaren. Die Migrationszonen werden mit dem Okular-Mikrometer eines Mikroskops gemessen. Der Migrationsindex wird als Verhältnis Ausmass der Zellmigration mit Antigen zu spontane Migration (ohne Antigen) berechnet. Eine Änderung des Indexes um mehr als 0,2 ist statistisch signifikant, d. h. ein Migrationsindex geringer als 0,8 wird als Suppression angesehen.

2. Die spontane Adhäsion der Blut-Leukocyten und ihre Änderung während dem Kontakt mit MBP. Die Migration der Blutzellen durch das Gefäss-Endothelium ist ein wesentlicher Moment in der Entwicklung entzündlicher Läsionen bei der EAE. Dieser Prozess wird durch die kombinierte, bei Leukocyten und dem Endothelium auftretenden Einwirkung von Adhäsionsmolekülen bestimmt. Die Unterdrückung der adhäsiven Eigenschaften der Leukocyten durch das Antigen zeigt eine spezifische Sensibilisierung der immunisierten Tiere an; Änderungen bei diesem Parameter während der Inhibition charakterisiert immunotropische Eigenschaften der Arznei auf die zelluläre Immunität.

3. Die Adhäsionsaktivität der Zellen wird mit dem Test auf Adhäsion an Mikroplatten Falcon Plastic 3034 mit Fluoreszenz-Auswertung der Resultate bestimmt und wird als Anzahl der Zellen ausgedrückt, die an die Platten spontan oder nach Einwirkung des Antigens adherieren.

Berechnung des Adhäsionsindexes:

(1- Adhäsion mit Antigen / spontan) · 100 Adhäsion

Ein Index > 30 zeigt die Reaktion der Suppression der spontanen Adhäsion.

24 Stunden nach der Beendigung der Behandlung mit den Testsubstanzen wurden die überlebenden Tiere getötet und die Zahl der Milzzellen wurde unter sterilen Bedingungen gezählt. Gleichzeitig wurden Blutproben genommen, um die Anzahl der Zellen zu bestimmen.

Die Daten, welche die Wirkung der Testsubstanzen auf das Überleben der Tiere und den neurologischen Zustand darstellen, sind in den Tabellen 22 und 23 gezeigt. Gemäss diesen Daten hilft die Anwendung von GSSG-Zn und Methionin- Zubereitungen, das Überleben der Tiere zu verlängern und die neurologischen Symptome der EAE signifikant zu verringern (siehe Tabellen 22 und 23).

In den Tabellen 24 und 25 sind die Ergebnisse gezeigt, die den Einfluss der Testsubstanzen auf die immunologische EAE verdeutlichen. Die Daten zeigen einen signifikanten Effekt der Testsubstanzen auf die Parameter der Sensibilisierung von Blut-Leukocyten auf Hirn-Antigene. Gleichzeitig ist eine signifikante Verringerung der Sensibiliserung von Lymphocyten bei RILA (Tabelle 24) und RILM (Tabelle 25) vorhanden.

Beispiel 9 Wirkung von Arzneiformen von GSSG auf die endogene Produktion von Cytokinen und Erythropoetin bei Patienten mit einer neoplastischen Krankheit.

Die in diesem Beispiel gezeigten Daten zeigen den stimulierenden Effekt von GSSG auf die endogene Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren bei Krebspatienten. GSSG-Lösung (5 mg/ml) wurde langsam intravenös verabreicht, jeden Tag eine Injektion von 5 mg. Die endogene Produktion von Cytokinen wurde über die ursprünglichen Spiegel im Blut, vor der ersten Verabreichung (wobei das Blut 24 Stunden vor der Dosierung entnommen wurde) und nach der dritten und siebten Injektion bestimmt. Die Spiegel der Cytokine wurden mittels Immunoenzym-Techniken unter Verwendung im Handel erhältlicher Testsätze (Medgenix, Belgien) bestimmt und als pg/mL Kulturmedium ausgedrückt.

Wie aus den in Tabelle 26 gezeigten Daten ersichtlich ist, wurde eine deutliche Steigerung an endogenen Cytokinen (IL-1ß, IL-6, TNF-α, IFN-α) und Erythropoetin nach den ersten drei Injektionen von GSSG festgestellt. Nach der siebten Verabreichung (14 Tage Behandlung) wurde in den meisten Fällen eine vielfache Zunahme in den Blut-Spiegeln der Cytokine und des Erythropoetins beobachtet.

Beispiel 10 Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und Erythropoetin bei einem an Kolorektalkrebs erkranken Patienten mit der Komplikation der chemotherapie-induzierten Hämodepression.

Einer 44 Jahre alten weiblichen Patientin wurden operativ eine kolorektale Masse, die durch den Eierstock gewachsen war, und Metastasen in den mesenterischen und omentalen Lymphknoten (T&sub4;N&sub3;M&sub1;) entfernt. Postoperativ wurde eine Chemotherapie mit 5-Fluorouracil (gesamte Dosis währed der Behandlung 5,5 g) durchgeführt, mit der sich ergebenden schweren Hämotoxizität.

Einen Monat nach der Chemotherapie wurde die Patientin wieder untersucht, und die Ultraschalluntersuchung des Peritoneums und die Computertomographie der Leber ergab eine einzelne ovale, 13 · 10 mm grosse Metastase im linken Leberlappen. Wiederholte Blutuntersuchungen ergaben eine unvollständige Wiederherstellung der Blut-Indices (Leukopenie, Lymphopenie, Anämie und Thrombocytopenie in unterschiedlicher Schwere wurden festgestellt), wodurch weitere Chemotherapie nicht möglich war.

Die Laborwerte vor der Anwendung der Arzneiform des oxidierten Glutathions (5 mg GSSG in 1 ml 0,003% Wasserstoffperoxid) sind in Tabelle 27 aufgeführt. Die erfindungsgemässe Behandlung wurde angefangen, indem GSSG intravenös während sieben Tagen, in einmaligen Tagesdosen von 5 mg, verabreicht wurde. Nach einem Unterbruch von 3 Tagen wurde die Behandlung mit Tagesdosen von 15 mg, IV, während 10 Tagen wiederaufgenommen. Dieser Behandlung folgte eine Pause von 7 Tagen, wonach die Therapie mit GSSG in täglich verabreichten Dosen von 15 mg, IM, (insgesamt 20 Injektionen) fortgesetzt wurde.

50 Tage nach dem Beginn der Behandlung wurde die Patientin wieder untersucht, und die Ultraschallanalyse des Peritoneums und die Computertomographie der Leber zeigte eine beträchtliche Schrumpfung (mehr als 50% der Grösse vor der Behandlung) der einzelnen Lebermetastase. Die immunologischen Indices nach der Behandlung sind in Tabelle 27 gezeigt.

Wie aus den Daten ersichtlich ist, sind die Anzahl sowohl der roten wie auch der weissen Blutzellen deutlich verbessert, die Blutplättchen sind fast völlig wiederhergestellt, ESR ist verringert, und die Zellzahlen von CD4+, CD8+ und NK haben zugenommen, wobei eine beträchtliche Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und Erythropoetin, sowie TNF (zusammen mit erhöhten natürlichen Killerzellen) wahrscheinlich für die Regression der Lebermetastase verantwortlich sind. Diese Änderungen wurden von einem verbesserten Allgemeinzustand der Patientin begleitet.

Dieser klinische Fall zeigt die offensichtliche therapeutische Wirksamkeit des vorliegenden Verfahrens. Die angewendete Therapie ergab eine signifikante Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren, eine Verringerung der Grösse der Lebermetastase, eine Normalisierung der Immunitätsparameter und eine allgemeine Verbesserung des Befindens der Patientin.

Beispiel 11 Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen bei einem AIDS-Patienten mit cryptococcaler Hirnhautentzündung

Ein 28jähriger Mann wurde mit einer bereits bestätigten Diagnose auf AIDS im Stadium 3/4C (nach dem Stadiumsschema der WHO) in mässig schlechtem Zustand aufgenommen. Der Patient wies paroxysmale Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und Erbrechen auf. Das Gewicht betrug 47 kg, der Karnofsky-Index war 60, er war apathisch, hatte bis zu 39ºC Fieber und war im Ruhezustand kurzatmig.

Die neurologische Untersuchung zeigte Genickstarre und verringerte Knie-, Knöchel-, Biceps- und Triceps- Reflexe. Eine Kultur der Cerebrospinalflüssigkeit war positiv auf Cryptococcus neotransformans, was der Grund für die Diagnose auf cryptococcale Hirnhautentzündung war, und das AIDS-Stadium wurde auf 4C korrigiert.

Es wurde mit einer intensiven Infusionstherapie begonnen. Zusätzlich zu der palliativen Therapie erhielt der Patient eine Behandlung mit Fungizon (Amphotericin B), ohne positives Ergebnis. Die neurologischen Symptome und der Allgemeinzustand des Patienten verschlechterten sich weiter. Ein schwaches bis mittleres Fieber (37,5 bis 38,5ºC) blieb bestehen.

Zum Zeitpunkt, da mit oxidiertem Glutathion begonnen wurde (5 mg/ml), wies der Patient eine merkliche Abnahme der Anzahl der CD4+- und CD8+-Zellen im peripheren Blut sowie Anämie und allgemeine Lymphopenie auf (siehe Tabelle 28).

Der Patient erhielt die Behandlung des vorliegenden Verfahrens während drei Monaten (1 ml der GSSG-Lösung pro Verabreichung). Während des ersten Monats der Behandlung wurde dem Patienten jeden Tag eine Dosis gegeben (die ersten 10 Tage intravenös, für den Rest des Monats intramuskulär); während des zweiten Monats erhielt der Patient den Wirkstoff alle drei Tage (die ersten 10 Tage IV, für den Rest des Monats subkutan).

Bis zur Hälfte der Therapie des ersten Monats verbesserte sich der Zustand des Patienten signifikant, wobei die neurologischen Anzeichen gelindert wurden und das geringe Fieber 37,5ºC nicht überstieg. Im Verlauf der Behandlung wurde die cerebrospinale Flüssigkeit des Patienten zweimal mykologisch untersucht (Cytologie, Kulturen, Latex- Agglutinierungstest für cryptococcales Antigen). Gegen Ende der Therapie des ersten Monats hatte sich die Zahl der lebensfähigen Cryptococcus neotransformans-Organismen beträchtlich verringert. Am Ende des zweiten Monats zeigten die cytologischen Tests, Kulturtests und immunologischen Tests, dass die cerebrospinale Flüssigkeit frei von dem Pathogen war. Aufgrund der starken Verbesserung des Zustandes des Patienten wurde der Wirkstoff während des dritten Monats einmal wöchentlich IM verabreicht.

Die Befunde der Hämatologie/Immunologie nach Beendigung der Therapie sind in Tabelle 28 gezeigt. Wie aus der Tabelle offensichtlich hervorgeht, sind die Anzeichen für die Anämie verringert und es hat eine signifikante Zunahme der Anzahl der Lymphocyten und ihrer Unterarten stattgefunden. Diese Befunde ermöglichten die Neubewertung des AIDS- Stadiums von 4C auf 4B.

Bemerkenswert ist die merkliche Erhöhung der Cytokin-Spiegel im Blut, wobei IL-2, IL-6 und IFN-γ die Schlüsselrolle in der Abwehr des Wirtes gegen pathogene Pilze spielen.

Bei der Entlassung wurde der Zustand des Patienten als zufriedenstellend empfunden, wobei das Körpergewicht 60 kg betrug (was einer Zunahme von 21,7% gegenüber dem Zeitpunkt der Aufnahme entspricht), die Körpertemperatur normal war, der Karnofsky-Index 90 betrug und keine neurologischen Symptome vorhanden waren.

Beispiel 12 Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und therapeutische Wirkung bei AIDS-Patienten mit Komplikation der Isosporiasis.

Ein 38jähriger Mann war mit der Diagnose von AIDS, Stadium 3C (Bewertungsskala der WHO) während 2 Jahren beobachtet worden. Im vorausgehenden Jahr war wiederholt orale und ösophagale Candidiasis aufgetreten sowie chronische intestinale Isosporiase, die sich in Appetitlosigkeit, Übelkeit, häufigem Erbrechen und wässerigem Stuhl mit Blut und Schleim äusserte. Wiederholt angewendetes Cotrimoxazol (Trimethoprim plus Sulfamethoxazol, TMP-SMX) hatte unbeständige Erholungen mit schnellem Wiederauftreten der Symptome ergeben. Während des letzten Monats vor der Aufnahme war ein weiterer Ausbruch von Isosporiasis aufgetreten. Die Behandlung mit Cotrimoxazol, Emodium (Loperamid) hatte keine Besserung ergeben. Der Zustand des Patienten hatte sich allmählich verschlechtert: Hartnäckiges Fieber von 38ºC und darüber, 6 bis 7 lose, blutige und schleimige Stuhlgänge pro Tag, Erbrechen und fortschreitende Gewichtsabnahme (15% des Gewichts vor der Krankheit in einem Jahr). Der Patient war mit sich ständig verschlechterndem Zustand aufgenommen worden.

Bei der Aufnahme zeigte sich der Patient in mässig schlimmem Zustand, mit einem Karnofsky-Index von 50, 38,2ºC Fieber, ausgezehrt (Körpergewicht 42 kg), fast völliges Fehlen von subkutanem Fett, bleicher Haut, und Anzeichen oraler und ösophagealer Candidiasis. Die Untersuchung des Stuhls zeigte eine grosse Zahl von Isospora belli-Oocysten.

Zum Zeitpunkt des Beginns der Therapie gemäss dem vorliegenden Verfahren hatte der Patient Lymphopenie, eine beträchtliche Abnahme der CD&sup4;&spplus;- und CD&sup8;&spplus;-Lymphocyten und Hypoproteinämie (siehe Tabelle 29).

Der Patient erhielt die Arzneiform von oxidiertem Glutathion (5 mg GSSG in 1 ml 0,003% Wasserstoffperoxid) während 2 Monaten (1 ml der GSSG-Lösung pro Verabreichung). Während des ersten Monats der Behandlung wurde dem Patienten jeden anderen Tag eine Dosis verabreicht (die ersten 10 Tagen intravenös, für den Rest des Monats intramuskulär);

während des zweiten Monats erhielt der Patient den Wirkstoff alle drei Tage (die ersten 10 Tage IV, für den Rest des Monats subkutan).

Der Zustand des Patienten begann nach den ersten zwei Wochen der Behandlung sich merklich zu verbessern. Am Ende der Therapie des ersten Monats hatte der Patient nicht mehr als 102 Mal pro Tag Stuhlgang, wobei der Stuhl frei von Blut war; die Körpertemperatur überstieg nur selten 37ºC. Am Ende des zweiten Monats zeigte die erneute Untersuchung des Stuhls, dass er negativ auf Isospora belli war. Wegen der deutliche Verbesserung des Zustandes des Patienten wurde der Wirkstoff während des dritten Monats prophylaktisch einmal in der Woche IM verabreicht. Es wurden keine Rückfälle der Krankheit beobachtet.

Die Befunde der Untersuchungen der Hämatologie/Blutchemie nach Beendigung der Therapie sind in Tabelle 29 gezeigt. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, hat die Hypoproteinämie abgenommen, die Anzahl der Lymphocyten und ihrer Unterarten nahm beträchtlich zu, wodurch das AIDS in das Stadium 3B, gemäss der Bewertungsskala der WHO, eingestuft wurde.

Bemerkenswert ist die merkliche Erhöhung der Cytokin-Spiegel im Blut, wobei IL-2, IL-6 und IFN-γ erwiesenermassen eine wichtige Rolle in der Abwehr des Wirtes gegen Protozoen-Infektionen spielen.

Als Ergebnis der durchgeführten Therapie verbesserte sich der Zustand des Patienten beträchtlich, die Müdigkeit verschwand und der Appetit kam wieder. Die Gewichtszunahme betrug 30% gegenüber dem Wert bei der Aufnahme, der Karnofsky-Index betrug 90. Bei der physischen Untersuchung wurde der Zustand des Patienten als befriedigend eingestuft. Während der folgenden anderthalb Monate wurde kein Rückfall des Durchfalles gemeldet.

Beispiel 13 Anregung der endogenen Produktion von Erythropoetin und theapeutische Wirkung bei einem Patienten mit hypoplastischer Anämie und Pancytopenie

Ein 37 Jahre alter Mann war während eines Jahres beobachtet worden, wobei er eine Anämie unbekannten Ursprungs aufwies, deren Schwere sich laufend erhöhte. Während 10 Monaten litt er an Müdigkeit, Schwindel, häufigem Nasenbluten, unüblicher Anfälligkeit auf Infektionen der Atemwege und drei Anfällen von Lungenentzündung, wobei eine davon kruppartige Lungenentzündung war. Während des Jahres hatte der Patient 10% seines normalen Gewichts verloren. Wiederholte Behandlung des Patienten mit oralen und intravenösen Eisenzubereitungen, Folsäure, B-Vitaminen einschliesslich B12 hatte keine Wirkung gezeigt. Bei der Aufnahme zeigte sich der Patient in einem mässig schlimmen Zustand, hatte Atemnot bei mässiger Anstrengung, Blutergüsse und einzelne Petechialflecken. Anschliessende Untersuchungen der Hämatologie hatte eine mässig schwere bis recht schwere hypochrome (Farbindex 0,7 bis 0,9) normocytische Anämie (1,5 bis 2,5 · 10¹²/l), Anisocytose und Poikilocytose, mässige Leukopenie und Thrombocytopenie bei 50 bis 80 · 10&sup9;/l gezeigt.

Eine aggressive Infusionstherapie mit Eisenzubereitungen, Folsäure, Cyanocobalamin, Vitaminen, Prednison, und wiedeholte Erythrocyten-Transfusionen ergaben nur geringe Besserung.

Die Differentialuntersuchung (Stanzbiopsie) am Knochenmark zeigte eine deutliche Hypocellularität, wobei die Medullärcavitäten hauptsächlich durch Fettzellen populiert waren. Sowohl die myeloiden wie auch die erythroiden Zelllinien waren deutlich unterdrückt, wobei das Verhältnis erythroid/myeloid merklich verringert war. Die Megakaryocyten waren zahlenmässig selten, wobei eine relative Zunahme der undifferenzierten Zellen, Plasmazellen und Blasten vorhanden war. Die Eisendepots waren angereichert. Diagnose: Hypoplastische Anämie unbekannten Ursprungs, Pancytopenie.

Die vollständige Untersuchung des Bluts und die Erythropoetin-Spiegel zum Zeitpunkt, da mit der Verabreichung der Arzneiform des oxidierten Glutathions (5 mg GSSG in 1 ml 0,003% Wasserstoffperoxid) begonnen wurde, sind in Tabelle 30 angegeben. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, sind die Laboratoriumsbefunde konsistent mit den charakteristischen Befunden für eine hypoplastische Anämie, aber ohne die typische Zunahme des Blutspiegels des Erythropoetins. Ausserdem wurde gefunden, dass der Erythropoetin- Spiegel beträchtlich niedriger als der normale Spiegel war (9,2 pg/ml bei einem normalen Bereich von 30 bis 170 pg/ml, was 3 bis 17 mIE/ml entspricht).

Die Therapie mit der Formulierung des oxidierten Glutathions wurde mit intramuskulären Injektionen von 1 mg GSSG zweimal täglich während drei Tagen begonnen. Dann wurde die Dosis auf bis zu 5 mg zweimal täglich während sieben Tagen erhöht. Die Blutuntersuchung zeigte eine weniger schwere Anämie. Von da an wurde die Arzneiform mit 10 mg einmal täglich IM während 10 Tagen verabreicht und dann, als die RBC-Zählungen stetig zunahmen, wurde die Therapie auf IV verabreichtes GSSG, einmal alle drei Tage während 30 Tagen, geändert. Vitamin- und Eisenpräparate wurden gleichzeitig per os verabreicht.

Die Befunde der Hämatologie und die Spiegel des Erythropoetins, die 50 Tage nach Beginn der vorliegenden Behandlung erhalten wurden, sind in Tabelle 30 aufgeführt. Wie leicht aus den Daten gesehen werden kann, sind die RBC- , die WBC-Zählungen wie auch die Plättchenzählungen deutlich verbessert, ESR war verringert und die Erythropoetin- Spiegel überstiegen den oberen normalen Grenzwert. Klinisch verschwanden Müdigkeit, Schwindel und Atemnot. Bei der Untersuchung wurden keine Petechialflecken oder Blutergüsse gefunden, und es wurde kein Nasenbluten beobachtet oder gemeldet. Die Gewichtszunahme betrug 5,5 kg (8% des Gewichts vor der Krankheit).

Die erneute Untersuchung des Knochenmarks (Stanzbiopsie nach Beendigung der Therapie) ergab, dass das myeloide Gewebe 60% der Medullärcavitäten ausfüllte, wobei das Verhältnis erythroid/myeloid in den Myeloidgewebe-Inseln die Norm überstieg. Es waren Anzeichen für eine normoblastoide Hyperplasie vorhanden, wobei megaloblastoide Zellen in Ansammlungen von Normoblasten gefunden wurden. Es wurden Mastzellen gefunden und Megakaryocyten waren reichlich vorhanden. Die Eisendepots erschienen etwas angereichert.

Dieser klinische Fall zeigte eine klare therapeutische Wirkung der Arzneiform. Aufgrund der erteilten Behandlung erhielt die ursprünglich unterdrückte Erythropoetin- Produktion einen kräftigen Schub. Als Ergebnis wurden die Hämatologie-Parameter praktisch wiederhergestellt und die klinischen Symptome der Anämie verschwanden. Der Patient wurde in zufriedenstellendem Zustand entlassen.

Beispiel 14 Anregung der endogenen Cytokin-Produktion und therapeutische Wirkung bei einem Patienten mit Magenkrebs, peritonealen Metastasen, Ascites, Splenomegalie und cholestatischer Hepatitis

Bei einem 33 Jahre alten Patienten wurde ein seit 2 Jahren vorhandener Magengeschwulst diagnostiziert (Adenocarcinom von mässigem Differenzierungsgrad). 1993 wurde der Patient wegen des malignen Magengeschwürs operiert, und es wurden zahlreiche dichte Lymphknoten in der Porta hepatis gefunden, die als Metastasen angesehen wurden.

Im Januar 1994 wurde der Ablauf der Chemotherapie (5FU) durch eine schwere Cholestase kompliziert, und es wurde eine perkutane Drainage des rechten und linken Leberkanals unternommen, auf die 6 Monate später die Choledochojejunostomie mit austauschbaren Leberdrains und einer Anastomose nach Brown folgte.

Im November 1995 verschlechterte sich der Zustand des Patienten. Gemäss den Untersuchungen litt der Patient an einer aktiven sekundären Hepatitis. Die Leber war vergrössert, schmerzte und stand 5 bis 6 cm über den Rippenbogen hervor. Die Indices der Blutchemie erwiesen sich als dauernd abnormal: Das Bilirubin war bei 40,0 aufgrund indirekter (bis zu 31,0) Aktivität von Aminotransferasen - ungefähr das Sechsfache des normalen oberen Grenzwerts, die Hypoalbuminämie betrug bis zu 26%, und es war auch eine Hypergammaglobulinämie vorhanden; die Hypercholesterolämie betrug bis zu 10,2 umol/ml.

Bei der Magenspiegelung (November 1995) wurde der im mittleren Bereich des Magens liegende und ungefähr 8 cm grosse Magentumor bestätigt. Der Tumor war fest. Die Magenwände waren steif. Die histologische Untersuchung klassifizierte den Tumor als Adenocarcinom mit einer Laparotomie mittleren Grades. Es wurde Ascites gefunden sowie mehrere über das Peritoneum verstreute Metastasen und eine Splenomegalie festgestellt. Der Patient wurde als inoperabel eingestuft.

Es wurde eine Entscheidung getroffen, die Arzneiform von GSSG mit 0,1% Inosin anzuwenden. Die Arznei wurde parenteral injiziert (intramuskulär und intravenös), und die Arzneiform wurde zusätzlich unter Zuhilfenahme eines Endoskops über lokale Injektionen in der Umgebung des Tumors angewendet. Die mittleren Dosen, die angewendet wurden, betrugen 0,1 bis 0,5 mg/kg bei intramuskulären und intravenösen Injektionen und bis zu 50 mg in situ bei lokalen Injektionen. Parenterale Injektionen der Arznei wurden jeden anderen Tag zweimal täglich (intravenöse Injektion am Morgen und intramuskuläre am Abend) während drei Wochen vorgenommen, und danach zweimal wöchentlich, während vier Wochen. Zwei Monate nach Beginn der Behandlung mit der verwendeten Arzneiform zeigte die Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung, dass die Speiseröhre durchgängig, die Schleimhaut rosa und die Magenmund-Rosette teilweise verschlossen war. Bei leerem Magen war eine mässige Menge schaumigen Sekrets im Magen, das intensiv durch Gallenflüssigkeit gefärbt war. Die Grösse des Tumors betrug 5 cm. Gleichzeitig wurde gefunden, dass sich die Hämatologie und Blutchemie deutlich verbessert hatte.

Vier Monate später stand die Leber 1 cm über den Rippenbogen hervor. Beim Klopfen schmerzte die Leber nicht. Die Untersuchung mit Ultraschall zeigte an einzelnen Bereichen das Vorhandensein von Bindegewebe anstatt des früheren Befalls mit Tumorgewebe. Eine im Mai 1996 durchgeführte Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung zeigte, dass die Speiseröhre teilweise verschlossen war. Es war leicht trübe Flüssigkeit im Magen vorhanden, die Speichel enthielt. Die Schleimhaut war rosa. Die Ausdehnung des Tumors betrug 3,6 cm, und die Magenwände waren elastisch. Der Zwölffingerdarm war durchgängig.

Im Vergleich zu den Untersuchungsergebnissen vor der Behandlung unter Verwendung der vorher erwähnten Arzneiform von GSSG (November 1995) schrumpfte der Tumor um 55%. Gleichzeitig waren signifikante Verbesserungen bei den hepatischen Tests und den Indices der Hämatologie und Immunologie feststellbar (siehe Tabelle 31).

Die erfindungsgemässe Behandlung ergab also eine teilweise Rückbildung des neoplastischen Prozesses bei gleichzeitiger Verbesserung der Parameter der Hämatologie, Blutchemie und Immunologie, und eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität.

Beispiel 15 Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und therapeutische Wirkung bei einem Patienten mit Hautkrebs (Zellkarzinom nach Merkel), lokalen Lymphknoten-Metastasen und durch Chemotherapie bewirkter Hämo- und Immunodepression

Ein männlicher, 64 Jahre alter Patient stand unter ärztlicher Überwachung seit August 1995, als im Scapulargebiet eine hyperämische, schmerzfreie Masse erschien, die allmählich an Grösse zunahm. Nach einem Monat verbreiterte sich die Masse über den Achselraum, wuchs weiter und begann zu schmerzen. Es trat Fieber auf (38,9ºC). Die histologische und immunologische Untersuchung vom Oktober 1995 ergab die klare Diagnose: Neuroendokrinale Form des Hautkrebses (Zellkarzinom nach Merkel), Stadium III.

Im Dezember 1995 wurde dem Patienten eine CMF- (Cyclophosphamid + Methothrexat + Fluorouracil- )Chemotherapie verabreicht, ohne dass ein merklicher Heilungseffekt auftrat. Gleichzeitig entstand eine merkliche Blutbildungs-Depression (Leukocyten 2,4 · 10&sup9;/l) bei gleichzeitigem Wachstum der cervicalen und superclavicularen Lymphknoten zusammen mit lokaler Hyperämie der Haut.

Im Januar-Februar 1996 wurde die Chemotherapie- Methode geändert: Cisplatin + Cyclophosphamid (CP statt CMF). Die Chemotherapie erbrachte die folgenden Komplikationen: Cytopenie (Leukocyten 1,4 · 10&sup9;/l) und Kardiotoxizität in Form einer Verschlechterung der Ischämie. Nach der zweiten Chemotherapie wurde ein wesentliches Fortschreiten des Tumors beobachtet: Eine Nekrose im linken unter der Achsel liegenden Bereich unter Bildung einer Fistel; ein Ödem des linken Arms; infiltrierendes Wachstum in das Weichgewebe im Gebiet der linken Schulter und des Gewebes unterhalb der linken Achsel; Vergiftung; andauerndes Fieber (38,8ºC). Aufgrund der Wirkungslosigkeit der Chemotherapie und des offensichtlichen Fortschreitens des Prozesses wurde beschlossen, eine Arzneiform von GSSG in Kombination mit 0,1% Cystamin gleichzeitig mit Chemotherapie (CMF) zu verabreichen.

Nach zehn täglichen Injektionen der verwendeten Arzneiform von GSSG (intravenös und intramuskulär) mit einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg pro Injektion wurde beobachtet, dass die folgenden Änderungen im Zustand des Patienten auftraten: verbesserte Lebensqualität (guter Appetit, Beweglichkeit), Austrocknung des Geschwürherdes, Aufhören der Eiterbildung, Vernarben der Fistel, 30%ige Rückbildung des Tumors, normale Korpertemperatur, Begrenzung der hyperämischen Gebiets, Vebesserung der hämatologischen Indices.

Die 3. und 4. Behandlungen mit Chemotherapie (CMF) wurden zusammen mit der Arzneiform von GSSG (intravenöse und intramuskuläre Injektionen, zweimal täglich, intravenöse Dosis 0,5 mg/kg und intramuskuläre Dosis 0,2 mg/kg). Die Zubereitung wurde 3mal pro Woche parenteral verabreicht, mit lokalen Injektionen einmal pro Woche in die zwei Gebiete rund um den Tumor mittels des Endoskops (bis zu 25 mg für jedes Gebiet). Es wurden die folgenden Ergebnisse erzielt: Rückbildung des Tumorwachstums, gutes Vertragen der Chemotherapie, Verschwinden des Schmerzgefühls, konstante Verbesserung des Lebensgefühls, Wiederherstellung der Immunität und Blutbildung, ansteigende Spiegel von Cytokinen und blutbildenden Faktoren (siehe Tabelle 32).

In zwei Monaten der Behandlung unter Verwendung der vorliegenden Erfindung trat ein stabiles Ausmass der Bildung von Cytokinen und blutbildenden Faktoren auf; die Schrumpfung der linken Cervical- und Supraclavicular- Lymphknoten; die 70%ige Schrumpfung der Tumorgrösse in zwei Dimensionen, positive Änderungen in den Indices der Immunologie; Abwesenheit von Chemotherapie-Hämodepression.

Die klinische Beobachtung beweist den klaren heilenden Effekt der erfindungsgemässen Behandlung; gleichzeitig zur offensichtliche Anregung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren traten eine deutliche Verringerung der Tumorgrösse, Verbesserung der Lebensqualität, günstige Änderungen bei den Parametern der Hämatologie, Blutchemie und Immunologie auf.

Beispiel 16 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen aus der GSSG-Serie bei einem Patienten mit einer schweren Form akuter Virus- Hepatitis

Ein 32 Jahre alter Mann wurde in die Infektionsklinik eingeliefert mit Symptomen von Störungen des Pigment- Metabolismus: Ikterus der Haut und der Schleimhäute, dunkler Urin, hellgefärbter Stuhl, hohe Urobilinogen-Spiegel. Der physische Zustand des Patienten war recht bedenklich: Die Körpertemperatur betrug 38,8ºC, es waren grippeähnliche und arthralgische Syndrome vorhanden. Die Leber des Patienten war um mehr als 4 bis 5 cm vergrössert. Es wurde akute Virus-Hepatitis diagnostiziert. Die genaue Diagnose war akute Virus-Hepatitis "B". Es war ein schwerer Fall der Krankheit mit akuter Leberinsuffizienz.

Die erste Behandlung unter Verwendung von Zubereitungen der GSSG-Serie umfasste intravenöse Injektionen von GSSG-Na&sub2; in 0,1%iger Folsäurelösung, einmal täglich während 7 Tagen bei einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht.

Die zweite Behandlung umfasste intravenöse Injektionen von GSSG-Zn in 0,1%iger Inosin-Lösung, einmal täglich während 7 Tagen bei einer Dosis von 0,1 mg/kg Körpergewicht.

Die dritte Behandlung umfasste intravenöse Injektionen von GSSG-Na&sub2; in 5%iger Ascorbinsäure-Lösung, jeden anderen Tag während 7 Tagen bei einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht. Gleichzeitig wurde dieselbe Formulierung intramuskulär einmal täglich bei derselben Dosis injiziert.

Die Daten in Tabelle 33 zeigen die günstigen Änderungen der Parameter der Hämatologie/Immunologie und die Abnahme (oder/und Normalisierung) der Labor-Kenngrössen für Hepatitis. Die Beendigung des pathogenen Prozesses und die Erholung des Patienten traten so 1,5 bis 2 Monate früher auf, als es bei der akuten Virus-Hepatitis üblich ist.

Beispiel 17 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit chronischer Virus-Hepatitis in sich verschlimmerndem Zustand

Eine 56 Jahre alte, über Verschlechterung des physischen Zustandes, Schwäche, Erschöpfung und Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit klagende Frau wurde in die Klinik für Infektionskrankheiten eingeliefert. Sie wies auch einzelne GIT-Symptome auf, hatte Schmerzen im rechten Gebiet unterhalb der Rippen und eine Körpertemperatur von bis zu 38,5ºC.

Bei der Untersuchung: Der Allgemeinzustand der Patientin war mässig schlecht. Abklopfen ergab eine Splenomegalie und eine Hepatomegalie: Die Leber stand 3 cm unterhalb des Rippenbogens hervor. Die Lederhäute und Schleimhäute waren subikterisch.

Ultraschalluntersuchung: Die Leber war deutlich vergrössert, die Portalvene war 15 mm, die Wand der Gallenblase war verdickt, die Bauchspeicheldrüse hatte eine normale Struktur, die Milz war vergrössert (578 · 168 mm) und verdickt. Die Nieren wiesen keine merklichen Strukturänderungen auf.

Die Patientin erhielt während 2 Wochen eine Desintoxikation und antivirale Therapie (Roferon-A, ein rekombinantes α&sub2;-Interferon). Wegen des weiteren Fortschreitens der Krankheit und der Wirkungslosigkeit der verwendeten Therapie wurde beschlossen, eine Behandlung mit den Zubereitungen der GSSG-Serie zu versuchen.

Intravenöse Injektionen von GSSG-Na&sub2; in 10%iger Lösung von Cholinchlorid wurden während 7 Tagen gegeben (einmal täglich bei einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht).

Intravenöse Injektionen von Bis-Methionyl-GSSG in 5%iger Ascorbinsäurelösung wurden während der nächsten 10 Tage verabreicht (einmal täglich bei einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht). Gleichzeitig wurden während dieser 10 Tage intramuskuläre Injektionen von GSSG-Na&sub2; in 0,1%iger Inosin-Lösung verabreicht (einmal täglich bei einer Dosis von 0,1 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht).

Ein Monat nach der oben erwähnten Behandlung mit Zubereitungen aus der GSSG-Serie verbesserte sich der Zustand der Patientin deutlich. Sie klagte nur noch über Schwäche und Müdigkeit. Die Abnahme der algetischen und dyspeptischen Syndrome war beträchtlich, die Körpertemperatur war normal. Einige günstige Änderungen der Labor- Indices wurden beobachtet (siehe Tabelle 34). Die Ultraschalluntersuchung zeigte ein gleiches Ausmass an Splenomegalie und Hepatomegalie.

Aufgrund einer gewissen Verbesserung im Zustand der Patientin, aber dem Fortbestehen der Anzeichen der hepatischen Läsion wurde beschlossen, eine weitere Behandlung unter Verwendung der Zubereitungen der GSSG-Serie durchzuführen. Nach Vollendung der zweiten gleichen Behandlung klagte die Patientin nicht mehr. Es fehlten Anzeichen von Schmerz und Dyspepsie. Die Ultraschalluntersuchung zeigte eine Verringerung der Abmessungen von Milz und Leber. Das Abklopfen ergab, dass die Leber 1,5 cm unterhalb des Rippenbogens hervorstand (hinsichtlich der Labordaten siehe Tabelle 34).

Die Anwendung einer kombinierten Therapie unter Verwendung von Zubereitungen der GSSG-Serie ergab also einen bemerkenswerten heilenden Effekt, mit Verbesserung des physischen Zustandes und der Lebensqualität, der Stabilisierung und Umkehrung des pathologischen Prozesses und günstige Laboränderungen.

Beispiel 18 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei Patienten mit akuter Peritonitis

1. Eine 78jährige Frau wurde mit der Diagnose einer eingeklemmten Ventralhernie, eines akuten Darmverschlusses mit Nekrose des Dünndarms und einer sich entwickelnden toxischen Phase akuter Peritonitis eingeliefert. Während der chirurgischen Operation wurden in der Bauchhöhle ungefähr 800 ml kotartigen Ausflusses mit Flocken und Fibrinklumpen gefunden und daraus entfernt. Das eingeklemmte Stück des Dünndarms war am Absterben. Es wurde eine teilweise Resektion des Dünndarms unter Bildung einer Anastomose durchgeführt. Durch die Speiseröhre und den Magen wurde eine Sonde in den Dünndarm eingeführt und in den Ileocecalwinkel gelegt. Während der postoperativen Periode wurde einmal täglich der Darminhalt entfernt. Danach wurden 150 ml 0,1%iger Folsäure in DMSO, enthaltend 10 ml 1%iger Lösung des GSSG-Dinatriumsalzes, in den Dünndarm instilliert. Gleichzeitig wurden 0,1%ige Folsäurelösung und 1%ige Lösung des GSSG-Dinatriumsalzes intravenös bei einer Dosis von 0,01 bis 0,1 mg/kg einmal täglich während 4 Tagen injiziert. Eine angemessene Peristaltik setzte am zweiten Tag nach der Operation ein. Die Sonde wurde am 8. Tag entfernt. Die Patientin wurde am 19. Tag aus dem Hospital entlassen.

2. Ein 16 Jahre alter Mann wurde mit der Diagnose auf akuten, durch einen Durchbruch induzierten Darmverschluss mit Entwicklung der Peritonitis, toxische Phase, eingeliefert. Während der Operation wurden in der Bauchhöhle ungefähr 600 ml kotartigen Ausflusses mit Flocken und Fibrinklumpen gefunden und daraus entfernt. Der Patient wies einen ausgeprägten Durchbruch auf. Der Durchbruch wurde operativ entfernt. Durch die Speiseröhre und den Magen wurde eine Sonde in den Dünndarm eingeführt und in den Ileocecalwinkel gelegt. Während der postoperativen Periode wurde einmal täglich der Darminhalt entfernt. Danach wurden 150 ml 0,1%iger Folsäure in DMSO, enthaltend 10 ml 1%iger Lösung des GSSG-Dinatriumsalzes, in den Dünndarm injiziert. Gleichzeitig wurden 0,1%ige Folsäurelösung und 1%ige Lösung des GSSG-Dinatriumsalzes intravenös bei einer Dosis von 0,01 bis 0,1 mg/kg einmal täglich während 4 Tagen injiziert. Eine angemessene Peristaltik setzte am 2. Tag nach der Operation ein, und die Sonde wurde am 8. Tag entfernt. Der Patient wurde am 11. Tag aus dem Hospital entlassen.

Beispiel 19 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit Prostatakrebs

Ein 63 Jahre alter Mann wurde in die urologische Abteilung mit Verdacht auf Prostatakrebs eingeliefert. Das Abklopfen zeigte die vergrösserte, dichte Prostata. Die Röntgenuntersuchung des Brustkorbes ergab Metastasen im vorderen Bereich der 4. bis 7. Rippe sowie im Schädel, den Wirbeln sowie den Becken- und Oberschenkelknochen. Es wurde ein Prostatakrebs mit mehrfachen Knochenmetastasen diagnostiziert (T&sub2;N&sub2;M&sub1;).

Die Behandlung wurde während 30 Tagen angewendet und wurde gemäss dem folgenden Schema durchgeführt:

1. Intravenöse Injektionen von GSSG-Zn in 1%iger Inosin- Lösung wurden während 10 Tagen einmal täglich bei einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht vorgenommen.

2. Während der nächsten 10 Tage wurden Injektionen von S- Thioethylamin-GSSG einmal täglich endolymfatical bei einer Dosis von 0,1 bis 1,0 mg/kg Körpergewicht durchgeführt.

3. Während der nächsten 10 Tage wurden intravenöse Injektionen von GSSG-Zn in 1%iger Inosin-Lösung einmal täglich bei einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht vorgenommen.

Nach der Behandlung verbesserte sich der Zustand des Patienten beträchtlich, der Schmerz in der Leistengegend wurde weniger heftig, das häufige Harnlassen verbesserte sich auf 2 bis 3mal pro Nacht, die Ödeme der unteren Extremitäten bildeten sich zurück. Die hämatologische Untersuchung ergab einige günstige Änderungen (Tabelle 35).

Nach der Entlassung erhielt der Patient intramuskuläre Injektionen von GSSG-Zn in 1%iger Inosin-Lösung zweimal wöchentlich bei einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht.

Über ein Jahr später wurde der Patient zur Untersuchung und wiederholten Behandlung mit Zubereitungen der GSSG-Serie erneut in dieselbe urologische Abteilung eingeliefert. Das Behandlungsschema unter Verwendung von Zubereitungen der GSSG-Serie blieb gleich. Die hauptsächlichen therapeutischen Wirkungen 3 Monate nach dem Ende der zweiten Behandlung waren die folgenden: Verbesserung der Lebensqualität; Fehlen von Ödemen der unteren Extremitäten; Rückbildung der vergrösserten Lymphknoten; Fehlen von Anzeichen von Disurie; Abnahme der Grösse der Prostata günstiges Röntgenbild (Kalzifizierung einiger Metastasen in den Rippen und Wirbeln); Wiederherstellung der Indices der Hämatologie und Immunologie.

Beispiel 20 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs

Im Mai 1996 wurde ein 56jähriger Mann in die chirurgische Abteilung II des Hospitals N122 eingeliefert. Bei der Aufnahme war der Zustand des Patienten schlecht. Der Patient klagte über: andauernde ziehende Schmerzen im oberen Bereich des Abdomens, die schlimmer wurden, wenn der Patient auf den Rücken lag; Appetitverlust; Übelkeit; Erbrechen; Blähungen; Durchfall; ein Karnofsky-Index von 40. Beim Abklopfen: Schmerzen und Verspannung der abdominalen Muskeln an der über der Bauchspeicheldrüse liegenden Stelle (Kerte-Symptom). Die Bauchspeicheldrüse war fest, von unebener Oberfläche und vergrössert. Die Leber war fest, 4 cm unterhalb der unteren Rippe.

Bei der Ultraschalluntersuchung: Die Bauchspeicheldrüse war vergrössert (Kopf 7 cm, Mitte 4 cm, Ende 2,5 cm), von ungleichmässigen Rändern und fest. Der Virsung-Gang war um 0,7 cm vergrössert. Die Leber war vergrössert, der rechte Lappen war 18 cm, der linke Lappen 10 cm. Der untere Rand war abgerundet. Ihre Ränder waren ungleichmässig, die Struktur war inhomogen mit multiplen hyperechogenen Stellen im Parenchym (Metastasen). Die Diagnose war Krebs der Bauchspeicheldrüse mit Lebermetastasen (T3N2M1).

Behandlung: Detoxifikation, Proteaseinhibitoren, narkotische Analgetika.

Aufgrund der fatelen Schwere des Zustandes des Patienten und des Fehlens irgend einer anderen Behandlung wurde beschlossen, die Behandlung mit Zubereitungen der GSSG-Serie anzuwenden.

Das Behandlungsschema: Zinksalz von GSSG (0,01 bis 0,5 mg/kg) intravenös (10 Tage lang täglich zweimal pro Tag). Während der nächsten 10 Tage jeden anderen Tag das Zinksalz von GSSG (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag) intravenös und das Zinksalz von GSSG in 7% Dimethylsulfoxid (0,1-1,0 mg/kg/Tag) endolymphatisch. Während der nächsten 10 Tage (dritte Dekade) das Zinksalz von GSSG (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag) intravenös, zweimal pro Woche.

Nach einem Monat Behandlung war der Zustand des Patienten mässig schlecht; periodische mässige Schmerzen in dem linken Gebiet unterhalb der Rippen. Der Karnofsky-Index betrug 60. Es wurden keine narkotischen Analgetika mehr verabreicht und der Appetit nahm zu. Es gab Anzeichen für eine Verbesserung der Blutparameter.

Während 3 Wochen nach Beendigung der intravenösen Behandlung erhielt der Patient das Zinksalz von GSSG (0,01 bis 0,5 mg/kg) einmal pro Woche intramuskulär.

Im Juni 1996 wurde der Patient zur Untersuchung und Durchführung einer neuen Behandlung unter Verwendung der Zubereitungen der GSSG-Serie in die chirurgische Abteilung II des Spitals N122 eingeliefert.

Bei der Untersuchung: Deutliche Verbesserung des klinischen Zustandes und der Blutparameter (siehe Tabelle 36). Der Zustand des Patienten war nahezu zufriedenstellend. Er klagte über einen periodischen schwachen Schmerz in dem linken Gebiet unterhalb der Rippen. Der Karnofsky- Index betrug 70. Beim Abklopfen war das Gebiet über dem Kopf und der Mitte der Bauchspeicheldrüse etwas weich; das Organ war weniger hart und wies eine glattere Oberfläche auf.

Bei der Ultraschalluntersuchung: Eine gewisse Abnahme der Grösse der Bauchspeicheldrüse (Kopf 6,3 cm, Mitte 3,2 cm, Ende 2,1 cm). Der Virsung-Gang betrug 0,4 cm. Die Leber war vergrössert: der rechte Lappen war 16,5 cm, der linke 9,5 cm. Die Umrisse der Leber waren ungleichmässig und die Struktur inhomogen. Es waren eine Fibrose der Porta Hepatis und mehrere hyperechogene Schatten im Leber- Parenchym vorhanden.

Das Behandlungsschema für die zweite Therapie mit Zubereitungen der GSSG-Serie war wie folgt. Während der ersten 10 Tage wurde S-Thioethylamin-GSSG täglich über einen Katheter in die Leberarterie eingeflösst (0,1 bis 1,0 mg/kg/Tag).

Danach wurde das Zinksalz von GSSG (0,01 bis 0,5 mg/kg) intravenös während 10 Tagen jeden Tag verabreicht. Nach der Entlassung erhielt der Patient unterstützende Therapie mit dem Zinksalz von GSSG, intravenös (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag), einmal pro Woche, während 1 Monat.

Im September 1996 wurde der Patient zur Untersuchung und für die dritte Therapie erneut in das Hospital N122 eingeliefert. Der klinische Zustand änderte sich bis zu dem Zeitpunkt nicht. Hinsichtlich der Änderungen der Blutparameter siehe Tabelle 36.

Bei der Ultraschalluntersuchung: Die Bauchspeicheldrüse wies dieselben Charakteristiken auf wie zuvor. Die Leber war leicht vergrössert, der rechte Lappen betrug 15 cm, der linke 8 cm, der untere Rand war abgerundet, die Ränder waren definiert und glatt, das Parenchym war aufgrund von hypo- und hyperechogenen Zonen inhomogen (Fibrosen und Kalzifikate).

Die folgenden klinischen Wirkungen wurden also als hervortretend und signifikant beurteilt: Verbesserung der Lebensqualität, Stabilisierung des neoplastischen Prozesses; Rückbildung einiger Metastasen; Wiederherstellung der Indices der Immunologie und Hämatologie; Verbesserungen bei den Ergebnissen der Ultraschall-Untersuchung.

Beispiel 21 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit Diabetes mellitus

Eine 18jährige Patientin wurde in die endokrinologische Abteilung des Hospitals N16 eingeliefert. Die Diagnose war insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ I). Schwere Form von Insulinresistenz, diabetische Angioretinopathie vom Grad IV, Beginn der Symptome diabetischer Polyneuropathie IIT ab dem 14. Lebensjahr. Die Krankheit begann mit einem präkomatösen Stadium, der Blutzuckergehalt schwankte von 18,4 bis 28,0 mmol/l, Ketonurie (Aceton) und Glucosurie bei bis zu 12%. Die totale Insulin-Dosis bei Beginn der Krankheit war wie folgt: SU-Insulin 68 Einheiten, "ICS" 269 Einheiten. Sie war vorher bereits mehrere Male hospitalisiert worden. Die Insulin-Dosis erreichte 1994 bis 1996 500 Einheiten. Zu dem Zeitpunkt betrug die Glucose im Blut 19,6 bis 24,3 mmol/l, die Glucosurie war bei 4 bis 6%, die Ketone waren im Urin positiv.

Im September 1996 wurde die Patientin eingeliefert, um eine geänderte Behandlung mit den Dosen ICS-Insulin 500 Einheiten, ICS-A 100 Einheiten und SU-Insulin 5 Einheiten zu erproben. Bei der Einlieferung war die Insulin-Dosis wie folgt: B-Insulin 480 Einheiten, SU-Insulin 22 Einheiten.

Blutzucker:

- 9 Uhr morgens 11,4 mmol/l

- Mittag 11,1 mmol/l

- 2 Uhr nachmittags 13,9 mmol

- 5 Uhr abends 16,7 mmol/l

- 6 Uhr morgens 10,7 mmol/l

Die Glucosurie betrug bis zu 670 mmol, die Ketone waren stark positiv.

Aufgrund der Schwere der Insulinresistenz der Patientin wurde, nach der Einwilligung der Patientin beschlossen, die Zubereitungen der GSSG-Serie zu verwenden.

Behandlungsschema: intravenös während 10 Tagen einmal täglich GSSG-Na&sub2; in 0,5%iger Liponsäure-Lösung (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag).

Während der nächsten 10 Tage intravenös jeden anderen Tag das Zinksalz von GSSG in 0,5%iger Liponsäure-Lösung (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag).

Während der nächsten 10 Tage (dritte Dekade) das Natriumsalz GSSG-Na&sub2; in 5%iger Ascorbinsäurelösung intramuskulär täglich während 20 Tagen (0,1 bis 0,5 mg/kg/Tag).

Nach Vervollständigung der Behandlung wurde die Insulinbehandlung abgeändert. Es wurde mit SU-Insulin begonnen, mit mehreren Injektionen pro Stunde, und mit dem laufend freigesetzten Insulin aufgehört.

Die Insulindosis wurde laufend gesenkt, und die Patientin wurde mit der folgenden Insulindosis entlassen:

6 Uhr morgens 4 Einheiten SU-Insulin

9 Uhr abends 50 Einheiten

2 Uhr nachmittags 36 Einheiten

7 Uhr abends 36 Einheiten

11 Uhr abends 8 Einheiten (totale Dosis 134 Einheiten)

Der Blutzucker sank auf normal und überstieg auch nach den Mahlzeiten 8 mmol/l nicht. Nach der Entlassung der Patientin erhielt sie ambulant während eines Monats eine Therapie mit Zubereitungen der GSSG-Serie. Das Behandlungsschema war wie folgt:

Während eines Monats das Natriumsalz von GSSG in 0,5%iger Liponsäure-Lösung (0,01 bis 0,5 mg/kg), intramuskulär, jeden anderen Tag.

Während der zwei folgenden Monate erlitt die Patientin zwei Anfälle von Hypoglykämie (1,8 bis 2,2 mmol/l), was die Senkung der Insulindosen erforderlich machte. Nach den zwei Monaten Behandlung wurde also die folgende Insulindosis angewendet:

6 Uhr morgens 4 Einheiten SU-Insulin

9 Uhr abends 36 Einheiten

2 Uhr nachmittags 12 Einheiten

7 Uhr abends 12 Einheiten

11 Uhr abends 4 Einheiten (totale Dosis 68 Einheiten)

Der Zustand der Patientin war zufriedenstellend, sie klagte über nichts. Siehe die Tabelle 37 für die Änderungen bei den Blutparametern. Die folgenden klinischen Auswirkungen scheinen also von Bedeutung zu sein: beendete Insulinresistenz, verringerte Insulindosis, Verbesserung der Lebensqualität und der Laborparameter.

Beispiel 22 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit Lungenkrebs

Diagnose: Krebs im oberen Lappen der rechten Lunge (T&sub3;N&sub2;M&sub0;), der sich in die obere Kavalvene und die Lungenarterie erstreckte. Metastasen in den mediastinalen Lymphknoten.

Im September 1995 wurde ein 59jähriger männlicher Patient in die chirurgische Abteilung des Instituts für Pulmonologie eingeliefert, mit einer vermuteten Lungengeschwulst. Bei der Aufnahme klagte der Patient über periodisches Fieber von bis zu 38,4ºC, verringerten Appetit, Gewichtsverlust von 8 kg und Atemnot nach Bewegung.

Bei mehreren CT-Untersuchungen der Brust (29.08.96) war die Grösse der rechten Lunge aufgrund der Hypoventilation des oberen Lappens verringert. Der Lungenast sah auf der rechten Seite anders aus. Die Bronchie des oberen rechten Lappens war verengt und verformt, mit einem fokalen Schatten von 4,0 · 5,60 · 6,0 cm. Es war möglicherweise eine Vergrösserung der paramelastinalen Lymphknoten vorhanden. Keine Flüssigkeit in den Kavitaten des Brustfells.

Bei der Bronchoskopie: Lymphangiitis der Seitenwand des unteren Drittels der Luftröhre, Lymphangiitis und Infiltration der Seitenwand der rechten Hauptbronchie, kompressive und infiltrative Stenose der Bronchie des rechten oberen Lappens (Seitenwand) im 1-2. Grad.

Bei der diagnostischen Thorakotomie (14.09.95): Ungleichmässig dichtes Gebilde des oberen Lappens der rechten Lunge von 4,0 · 5,0 · 6,0 cm, das in das obere parietale Brustfell wuchs. Bei der intraoperativen Untersuchung wurde nach der Öffnung des Herzbeutels deutlich, dass die Geschwulst sich in die obere Kavalvene und die Lungenarterie erstreckte. Histologisch wurde die Geschwulst als wenig differenziertes (kleinzelliges) Carcinom identifiziert. Der Fall wurde als nicht operabel eingestuft.

Der Zustand des Patienten verschlechterte sich weiter: Der rechte supraclaviculäre Knoten wurde grösser (3,5 · 4,0 cm). Der Patient wurde für eine Chemotherapie an das Institut für Onkologie überwiesen. Nach der ersten Behandlung mit Cisplatin, zusammen mit Etoposid verschlechterte sich der Zustand des Patienten signifikant; Übelkeit und Erbrechen, Haarausfall, Zunahme der Transaminasen, Kreatinin, Leukopenie.

Aufgrund der Schwere der Krankheit des Patienten und des Fehlens irgend einer anderen Behandlung wurde entschieden, eine mitfühlende Behandlung mit dem Lithiumsalz des GSSG als letzten Ausweg durchzuführen.

Mit den ersten Injektionen von GSSG-Li (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag, an abwechselnden Tagen jeweils intravenös/intramuskulär während 14 Tagen) verbesserte sich die Lebensqualität deutlich (Karnofsky-Index 80 (60)), der Appetit nahm zu, die Atemnot nahm ab.

Nach einer zweiwöchigen Behandlung mit dem Lithiumsalz des GSSG in 0,003%iger Wasserstoffperoxid-Lösung verbesserten sich die Blut-Indices wesentlich (Anzahl der Leukocyten, Anzahl der roten Zellen, Kreatinin, Transaminasen), und das gestattete es, eine weitere Chemotherapie zu versuchen (Cisplatin zusammen mit Etoposid). Im Vergleich zur ersten Behandlung traten bei der zweiten, als der Patient Li-GSSG erhielt, keine Komplikationen auf; es trat keine Übelkeit oder Erbrechen auf, der Appetit nahm zu (Gewichtszunahme 5 kg); die Ergebnisse der klinischen und biochemischen Bluttests waren innerhalb der normalen Grenzwerte.

Nach der zweiten Chemotherapie wurde die Therapie mit den Zubereitungen der GSSG-Serie wiederaufgenommen: Das Lithiumsalz des GSSG in 3%iger Dimethylsulfoxid-Lösung (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag intravenös/intramascualar dreimal pro Woche während 14 Tagen).

Der Patient erhielt dann eine weitere Chemotherapie im Institut für Onkologie. Es traten während der dritten Chemotherapie keine Komplikationen auf. Die Ergebnisse der Bluttests waren innerhalb der normalen Grenzwerte. Es fand eine vollständige Auflösung des vergrösserten rechten supraclavicularen Lymphknotens statt und die Röntgenuntersuchung zeigte eine Verbesserung der primären Läsion; keine Anzeichen von Atelektase, es wurden keine zusätzlichen Schatten im Mediastimum oder paratracheal gefunden, die Luftröhre lag an der normalen Stelle, es war kein verbleibender Hohlraum vorhanden.

Die zwei Chemotherapien, kombiniert mit Zubereitungen der GSSG-Serie (Lithiumsalz von GSSG) führten also zu einer zufriedenstellenden Lebensqualität, einer systematischen Rückbildung der Geschwulst und der Wiederherstellung der Laborparameter, was auf eine stabile Erhöhung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren (siehe Tabelle 38) zurückgeführt wurde. Später erhielt der Patient GSSG-Li&sub2; bei einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg/kg, während 14 Tagen eines Monats jeden anderen Tag, während eines Jahres.

Ein Jahr später (14.10.96)

Bei der CT-Untersuchung des Brustkorbes war eine Stelle fibröser Änderungen in der Bronchie des rechten oberen Lappens von 1,5 · 1,5 · 2,0 cm vorhanden. Es waren keine neuen infiltrativen oder fibrösen Änderungen im Lungengewebe vorhanden. Die Lumen der Luftröhre und der Bronchien waren bei beiden Lungen weder verengt noch deformiert. Die mediastinalen und Lungenwurzel-Lymphknoten waren nicht verdickt. Es war keine Flüssigkeit in den Kavitäten des Brustfells vorhanden.

SCHLUSSFOLGERUNG:

Die kombinierte Behandlung mit Chemotherapie und GSSG-Li&sub2; ergab eine beträchtliche Verstärkung der chemotherapeutischen Wirkung und eine akzeptable Toleranz der Chemotherapie. Allgemein führte der Effekt der Kombination zu einer Rückbildung des Tumors, des Abbaus der Metastasen, der Wiederherstellung des Immun- und Blutbildungssystems, und zu einer verbesserten Lebensqualität.

Beispiel 23 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einer Patientin mit sigmoidem Krebs

Diagnose: Krebs (undifferenziertes Adenocarcinom) des rektosigmoiden Gebiets des Mastdarms (T&sub4;N&sub0;M&sub0;), kompliziert durch einen rechtsseitigen Adnextumor, einen rechtsseitigen Tuboovarialabszess und einer diffusen zellentzündlichen, eitrigen Bauchfellentzündung.

Im Juni 1996 wurde eine 48jährige Patientin mit der obigen Diagnose notfallmässig in die chirurgische Abteilung II des zentralen Krankenhauses N122 eingeliefert.

Die Operation: künstlicher Ausgang an der Schlaufe des Colon sigmoideum, Reinigung und Drainage der Bauchhöhle. Der Zustand der Patientin war schlecht: Karnofsky 30, Fieber 39 bis 40ºC. Trotz aggressiver klinischer Therapie verschlechterte sich der Zustand weiter und wurde durch eine beidseitige Lungenentzündung kompliziert. Eine zusätzliche intensive Therapie mit Antibiotika (Cephalosporine und Penicilline - Claforan 6 g/Tag, Ampillicin/Oxacillin 2 g/Tag) ergab keine gewünschte Wirkung.

Aufgrund der Wirkungslosigkeit der Behandlung wurde beschlossen, eine mitfühlende Therapie mit GSSG-Zn&sub2; als letzten Ausweg durchzuführen.

Während einer Woche erhielt die Patientin GSSG-Zn&sub2; in 0,1%iger Cystamin-Lösung, 0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag IV und IM, zusammen mit der vorherigen komplexen Therapie. Nach einwöchiger Behandlung verbesserte sich der physische Zustand der Patientin beträchtlich, der Appetit nahm zu, die Schwäche verschwand, der Schlafwurde normal und die lokale Heilung der Wunde beschleunigte sich. Es waren Anzeichen einer Normalisierung der Blutparamenter vorhanden (siehe Tabelle 39), bei der Röntgenuntersuchung waren keine Hinweise auf Lungenentzündung da.

Diese positiven Effekte erlaubten es, eine zweite chirurgische Behandlung durchzuführen, wobei die Bauchhöhle erneut geöffnet wurde, mit erneuter Operation des sigmoiden Gebiets des Rektums und der rechten Adnexe einschliesslich des Eierstocks. Die postoperative Periode war durch eine rechtsseitige Pleuropneumonie des unteren Lappens gekennzeichnet. Wiederum wurde GSSG-Zn&sub2; in 0,1%iger Cystamin- Lösung zusätzlich bei der Behandlung verwendet (0,01 bis 0,5 mg/kg täglich intravenös und intramuskulär während einer Woche). Die klinischen und radiologischen Anzeichen für eine Lungenentzündung verschwanden innert drei Tagen.

Es traten keine Komplikationen der postoperativen Wunde auf. Die Nähte wurden am siebten Tag entfernt. Die Patientin wurde in zufriedenstellendem Zustand entlassen, um ambulat weiterbehandelt zu werden.

Die allgemeinen Wirkungen können wie folgt zusammengefasst werden: Verbesserung der Lebensqualität, Verstärkung der antibakteriellen Therapie; Wiederherstellung der Labor-Indices; Beschleunigung der Wundheilung Ermöglichung einer radikalen chirurgischen Behandlung.

Beispiel 24 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit Bauchspeicheldrüsen-/Zwölffingerdarznkrebs

Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs, der sich in den Zwölffingerdarm erstreckte (T&sub3;N&sub2;M&sub1;).

Im Januar 1996 wurde ein männlicher 67jähriger Patient in die chirurgische Abteilung II des Hospitals N122 mit obstruktiver Gelbsucht eingeliefert. Die Diagnose war eine infiltrative Verengung des Gallen-Hauptgangs. Die chrurgische Behandlung: Transkutane und transhepatische externe/interne Drainage.

Im Februar 1996 wurde eine Cholecystektomie und eine Cholecho-Duodenoanostomose durchgeführt (Verfahren nach Jurash). Der Patient litt unter schweren Schmerzen in dem linken Gebiet unterhalb der Rippen, die in den Rücken ausstrahlten, und es wurden narkotische Analgetika verschrieben. Er hatte keinen Appetit und einen Gewichtsverlust von 13 kg pro Monat. Der Karnofsky-Index war 40. Periodische Übelkeit, Erbrechen, Steatorrhoe. Erhöhte Amylase und Lipase im Blutserum, Amylase im Urin, Anämie. Im über dem Kopf der Bauchspeicheldrüse liegenden Gebiet konnte ein tumoröses Objekt abgeklopft werden. Bei der Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung: Infiltration der Zwölffingerdarm- Schleimhaut bis zur Papilla Vateri.

Aufgrund der Schwere des Zustandes des Patienten, der andauernden Verschlechterung und des Fehlens alternativer Behandlungsmetoden wurde entschieden, eine mitfühlende Behandlung mit GSSG-Zn&sub2; in Dimethylsulfoxid (DMSO) durchzuführen.

Nach zwei Wochen Behandlung verbesserte sich der Zustand des Patienten offensichtlich. Der Karnofsky-Index war 80. Der ständige Schmerz nahm ab, obwohl de Patient unter periodischen mässigen Schmerzen litt, und die Narkotika wurden abgesetzt. Keine Übelkeit oder Erbrechen, Gewichtszunahme 4 kg; Verbesserung der Blutparameter (siehe Tabelle 40).

Die klinische und labormässige Verbesserung gestattete es, mit einer kombinierten Behandlung mit hochdosierter Chemotherapie (5-Fluorouracil - 10 g /Durchgang) zu beginnen, die mit GSSG-Zn&sub2; kombiniert wurde. Der Patient erhielt während drei Tagen Fluorouracil endolymphatisch (1. Tag - 3 g, 2. Tag - 3 g, 3. Tag - 4 g) und hohe Dosen von GSSG-Zn&sub2; in DMSO (0,1 bis 1,0 mg/kg/Tag).

Der Patient tolerierte die Behandlung ohne hämatologische oder andere toxische Komplikationen (hinsichtlich der Blutparameter siehe Tabelle 40). Während der drei folgenden Monate (Februar-April) erhielt der Patient unterstützende Dosen von GSSG-Zn&sub2; in DMSO (0,01 bis 0,3 mg/Tag, intravenös und intramuskulär, zweimal wöchentlich). Der Zustand des Patienten war recht gut; der Karnofsky-Index 90. Keine Schmerzen; guter Appetit; Gewichtszunahme 8 kg.

3 Monate später (Mai 1996) wurde ein 3tägiger Durchgang einer hochdosierten Chemotherapie zusammen mit GSSG-Zn&sub2; durchgeführt (gesamte Dosis Fluorouracil 10 g, GSSG-Zn&sub2; 0,1 bis 1,0 mg/kg, täglich) ohne dass Komplikationen gemeldet wurden. Der Patient wurde in zufriedenstellendem Zustand entlassen, um ambulant behandelt zu werden. Die Behandlung mit GSSG-Zn&sub2; wurde während drei hintereinanderfolgenden Monaten durchgeführt (0,01 bis 0,5 mg/kg IV und IM, zweimal wöchentlich).

6 Monate später (September 1996) folgte der dritte Durchgang hochdosierter Chemotherapie gemäss dem obigen Schema ohne Komplikationen; der Zustand des Patienten war zufriedenstellend; der Karnofsky-Index war 90. Guter Appetit; keine Übelkeit oder Erbrechen. Gewichtszunahme 12 kg seit Beginn der Beobachtung. Bei der Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung eine signifikante Abnahme der Infiltrierung der Zwölffingerdarm-Schleimhaut mit Anzeichen einer Stabilisierung des neoplastischen Prozesses.

Es kann also der folgende Effekt der Kombination von GSSG-Zn&sub2; mit der Chemotherapie betont werden: Verbesserung der Lebensqualität, Abschwächung des Schmerzes, günstige Änderungen der Laborwerte, Stabilisierung des neoplastischen Prozesses, gute Toleranz der Chemotherapie.

Beispiel 25 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei einem Patienten mit schweren postoperativen Komplikationen.

Diagnose: Stenose der Narbe der Luftröhre nach einer Intubation, tracheoösophagale Fistel, postoperativer Eiterherd in der rechten Pleuralkavität.

Ein männlicher 22jähriger Patient wurde im März 1996 in die chirurgische Abteilung des Staatlichen Wissenschaflichen Zentrums für Pulmonologie des Gesundheitsministeriums der Russischen Föderation eingeliefert, nachdem ein linearer Luftröhrenstent eingesetzt worden war. Nach dessen Entfernung trat ein Rückfall der trachealen Stenose auf und es erschienen Anzeichen einer tracheoösophagalen Fistel. Deswegen wurde im April 1996 eine Operation durchgeführt: Kreisförmige Resektion der Luftröhre, Verschluss der tracheoösophagalen Fistel, Omentoplastik.

Während der postoperativen Periode entwickelte sich ein rechtsseitiger pleuraler Eiterherd. Trotz massiver Antibiotikatherapie, Detoxifikation und Drainage der Pleuralkavität war der Zustand des Patienten sehr schlecht. Der Patient war sehr bleich, der Puls war 120/min. rythmisch, Blutdruck von 90/50 mm Hg, Atemfrequenz 28/min. die leichteste körperliche Anstrengung rief Atemnot hervor, die Temperatur war 38,8 bis 39,6ºC.

Bei der Röntgenuntersuchung des Brustkorbs: Erhöhte Dichte der linken Lunge aufgrund diffuser Inflitration (Ödem). Parakostal in den seitlichen Gebieten des Brustkorbs und rückseitig in den interlobulären Spalten war eine grosse Menge Flüssigkeit vorhanden. Im oberen Gebiet ein vergrösserter in der Mitte liegender Schatten.

Signifikante Leukocytose (30 · 109/l), erhöhte Anzahl Neutrophiler, erhöhte ESR (58 mm/h), Hypertransaminasämie (siehe Tabelle 41).

Aufgrund der Schwere der Krankheit des Patienten, der Lungeninsuffizienz und des Fehlens jeder alternativer Behandlungsmöglichkeit wurde beschlossen, eine mitfühlende Behandlung mit dem Lithiumsalz von GSSG (GSSG-Li&sub2;) in einer komplexen Therapie durchzuführen.

Unmittelbar nach den ersten Injektionen von GSSG- Li&sub2; (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag) war ein gewisser positiver Effekt vorhanden; eine verringerte Intoxikation (Abnahme der Temperatur auf 37,3ºC) Puls 88/min. behobene Lungeninsuffizienz. Dieser auf der Verwendung der Behandlung beruhende positive Effekt wurde nach den anschliessenden Injektionen stärker (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag, intravenös während 5 Tagen).

Nach einer weiteren Woche der Behandlung mit GSSG- Li&sub2; (0,01 bis 0,5 mg/kg/Tag), kombiniert mit Antibiotika (Clarofan 6 g/Tag, Ampillicin und Oxacillin, 2 g/Tag) war der Zustand des Patienten zufriedenstellend. Keine Klagen; Puls 80/min. Blutdruck 115/70 mm Hg, Atmung auf der rechten Seite leicht verringert, in allen Gebieten.

Keine lokale Entzündung nach der Thorakotomie. Eine granulierende Wunde am Ort der rückseitigen Thorakotomie ohne Sekretionen. Die Bronchoskopie zeigte eine weite Anastomose ohne Granulierung. Das Röntgenbild des Brustkorbs war normal.

Nach einem Monat Behandlung mit GSSG-Li&sub2; (0,01 bis 0,5 mg/kg täglich abwechselnd IM und IV während drei Wochen) war der Zustand des Patienten zuriedenstellend. Die Blutparameter liegen innerhalb der normalen Grenzwerte (siehe Tabelle 41).

Die Zusammenfassung des Effekts: Schnelle Rückbildung des purulenten Prozesses; Potenzierung der Wirkung der antibakteriellen Therapie; günstige Änderungen im Blut; Detoxifikation; Wiederherstellung der Laborparameter.

Beispiel 26 Therapeutische Wirkung von Zubereitungen der GSSG-Serie bei Patienten mit multipler Sklerose

Wir haben 19 Patienten im Alter zwischen 23 und 52 Jahren mit der cerebrospinalen Form der Multiplen Sklerose (MS) untersucht und behandelt (Tabelle 42). Alle Patienten wurden in sich verschlimmerndem Zustand in das Hospital eingeliefert. Die Diagnose wurde gemäss den Empfehlungen der International Association of MS Studies (1992) bestätigt. Die Mehrzahl der Patienten wiesen progressive MS mit Rückfällen auf. Bei 5 Patienten betrug die Länge des Rückfalls einen Monat; bei 7 einen bis drei Monate, bei 7 über drei Monate.

Die 90tägige Behandlung wurde auf die folgende Weise durchgeführt:

1. GSSG-Na in 10%iger S-Adenosyl-Methionin-Lösung intravenös, einmal täglich während 10 Tagen, tägliche Dosis 0,01 bis 0,5 mg/kg

2. Zwei Wochen Pause

3. GSSG-Zn in 10%iger S-Adenosyl-Methionin intravenös, jeden anderen Tag während 20 Tagen, tägliche Dosis 0,01 bis 0,5 mg/kg

4. Zwei Wochen Pause

5. Bis-Methionyl-GSSG in 5%iger Ascorbinsäure-Lösung (Vitamin C) intravenös und intramuskulär, abwechselnde Verabreichungswege (je eine an einem Tag), tägliche Dosis 0,01 bis 0,5 mg/kg während 30 Tagen.

Die Untersuchung der Patienten wurde vor der Behandlung, einen Monat nach Beginn der Behandlung und am 3. und 6. Monat nach Beginn der Behandlung durchgeführt. Die Anzahl der CD3&spplus;-, CD4&spplus;-, CD8&spplus;- und CD20&spplus;-Lymphocyten wurden im peripheren Blut unter Verwendung des Immunofluoreszenzverfahrens mit monoklonalen Antikörpern durchgeführt; das Verhältnis CD4&spplus;/CD8&spplus; wurde bestimmt (Tabelle 43). Die celluläre Immunität wurde über die Reaktion der Suppression der Leukocyten-Adhäsion in Gegenwart neurospezifischer Antigene bestimmt: Protein S-100, Neuronalmembran-Antigene, Myelin- Basisprotein (Tabelle 44). Es wurden 25 Blutspender und Patienten mit Radioculopathie als Vergleichsgruppe verwendet. [0266] Der Anfangszustand des Immunsystems wurde durch eine Abnahme der totalen CD3&spplus;-Anzahl, einer signifikanten Abnahme der CD4&spplus;-Anzahl, einer Zunahme der CD8&spplus;-Anzahl, einem Ungleichgewicht zwischen den Subpopulationen der Helfer- und Suppressorzellen und einer Zunahme der CD20&spplus;-Anzahl charakterisiert.

Nach der Behandlung war eine Verbesserung der cellulären Immunitätsparameter - die Normalisierung der CD3&spplus;-, CD4&spplus;- und CD8&spplus;- (T-Suppressorzellen-)Anzahl. Gleichzeitig fand eine Abnahme der Sensibilisierung der Lymphocyten gegen eines bis mehrere der Hirngewebe-Antigene statt. Es war auch ein Phänomen der immunologischen Inversion der Spiegel von Protein S-100 und Myelin-Basisprotein aufgetreten (Tabelle 44)..

Die Wiederherstellung des Immunsystems wurde durch das Verschwinden der neurologischen Symptome bei 84% der Patienten begleitet.

Die endogenen Spiegel von IFN-α und -γ unf TNF wurden im Serum und der Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) der Patienten gemessen (Tabelle 45). Eine Zunahme an IFN-α während der Behandlung der Patienten sollte betont werden. Der Spiegel des TNF korrelierte mit den neurologischen Gebrechen, die durch die Skala nach Kurtzke bestimmt wurden.

Die humorale Immunität wurde mittels der folgenden Parameter festgestellt: Die B-Lymphocyten wurden gezählt, indem die oberflächlichen Immunoglobuline in einem Immunofluoreszentest bestimmt wurden, die Spiegel an IgA, IgM, IgG wurden über die Radikal-Immunodiffusion in Gel gemessen, zirklierende Immunkomplexe wurden in Polethylenglykol gefällt (Tabelle 46). Vor der Behandlung wiesen alle Patienten eine signifikante Zunahme an zirkulierenden Immunkomplexen und IgM sowie eine Abnahme des IgG auf. Der IgG- Spiegel war signifikant tiefer als bei der Vergleichsgruppe.

Der neurologische Zustand aller Patienten verbesserte sich während der Behandlung mehr oder weniger, es fand eine Abnahme des motorischen Index nach Hauzer statt sowie eine Verbesserung der Lebensqualität.

Während spezifische Ausführungsformen der Erfindung gezeigt und beschrieben worden sind, sind viele Modifikationen möglich. Für die Anwendung im Körper können zum Beispiel andere Zusätze, die die Wirkung von GSSG, seiner Derivate und/oder der Verlängerer sowie Verstärker/Modulatoren nicht beeinflussen, zu dem GSSG alleine oder zu den Kombinationen mit sowohl den Verlängerern als auch den Verstärkern/Modulatoren hinzugemischt werden. Die Dosierformen können in Form eines Kit-Satzes zusammen mit einer Spritze oder einem Applikator beliebigen Typs abgepackt werden. Vorzugsweise sind in jedem Kit die Anleitungen zur Anwendung für spezifische Krankheiten enthalten, einschliesslich des therapeutischen Agens. Wir geben hier im folgenden bevorzugte Anwendungen von GSSG und/oder seiner Derivate an, mit oder ohne der Verlängerer und Verstärker/Modulatoren, in Dosen von 0,01 bis 0,5 mg GSSG-Base pro kg Körpergewicht bei GSSG und seinen Salzen (0,01 bis 1,0 mg pro kg für die GSSG-Derivate), während einem oder mehrerer Tage, intravenös, intramuskulär, intralymphatisch, epikutan oder intrakavitär während bis zu 6 Monaten; wie sie bei den folgenden, unten angegebenen Krankheiten als wirksam gefunden wurden:

Für immunodefiziente Zustände, wo Individuen bei Unfällen wie nuklearen Katastrophen radioaktiver und chemischer Einwirkung ausgesetzt wurden, können die therapeutischen Verfahren und Wirkstoffe der vorliegenden Erfindung in prophylaktischer und therapeutischer Art eingesetzt werden.

Wurden sowohl verschiedene Verlängerer als auch verschiedene Verstärker/Modulatoren angegeben, können andere spezifische Verlängerer, die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions verlängern, und/oder andere spezifische Verstärker/Modulatoren, die die Effekte des GSSG und seiner Derivate günstig abändern, verwendet werden. In einigen Fällen können sowohl einer oder mehrere verschiedene Verlängerer als auch verschiedene Verstärker/Modulatoren in Kombination verwendet werden.

Obwohl die Arznei zur parenteralen Anwendung vorzugsweise in Lösungsform vorliegt, können in einigen Fällen auch kolloide Suspensionen oder ähnliches verwendet werden. Ebenso können topische Anwendungen die Verwendung von pharmazeutisch annehmbaren Salben, Cremen oder anderen Grundstoffen wie der Petrolatum-Base einschliessen, die mit GSSG oder den Derivaten, den Verlängerern und den Verstärkern/Modulatoren nicht wechselwirken. Solche Grundstoff- Materialien sind aus der Technik bekannt (Petrolatum, Lanolin, Spermaceti, mit Zusatz von u. a. Acetylsalicylsäure).

Infektiöse und immunopathologische Krankheiten

Merke: Alle im folgenden Abschnitt angegebenen Dosierungen sind für GSSG und seine Salze auf die GSSG-Base bezogen. Da das Konzept der "GSSG-Base" bei den Derivaten nicht völlig richtig ist, ist es angebracht zu definieren, dass die entsprechende Dosierung für GSSG-Derivate im Intervall zwischen der unteren Grenze von GSSG und dem Zweibis Dreifachen der oberen Grenze von GSSG und dessen Salzen liegen sollte.

AIDS: Dosierung von 5 bis 30 mg pro Tag, die gesamte Behandlung dauert 6 Monate, mit einem zweiwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- Die Verabreichung während der ersten Woche ist eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge: an einem Tag intravenöse Injektion, an jedem anderen Tag intramuskuläre Injektion;

- während der zweiten Woche zweimal täglich: einmal(am Morgen) intravenös, das andere Mal (am Abend) intramuskulär;

- die dritte und vierte Woche dreimal pro Woche: das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

Im Falle der Encephalopathie wird empfohlen, die Medizin lumbar einmal pro Woche während drei Wochen zu injizieren.

Hepatitis: Dosierung 5 bis 10 mg pro Tag, die gesamte Behandlung dauert 1 bis 2 Monate;

- während der ersten drei Wochen eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge: an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intamuskuläre Injektion;

- danach: zwei bis drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion.

Herpes: Die Verabreichung der Medizin geschieht wie bei Hepatitis.

Tuberkulose: Inaktive Phase: Dosierung von 5 bis 10 mg täglich, die gesamte Behandlung dauert 6 Monate, mit einem zweiwöchigen Unterbruch nach jedem Monat und einem einmonatigen Unterbruch nach drei Monaten der Verabreichung der Medizin.

- während der ersten drei Wochen: eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion;

- während der vierten Woche zwei oder drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

Aktive Phase: Dosierung von 5 bis 10 mg pro Tag, die gesamte Behandlung dauert 6 Monate, die Verabreichung geschieht bei der aktiven Phase gleich wie bei der inaktiven;

Meningitis: Dosierung von 5 bis 90 mg pro Tag, die gesamte Behandlung dauert 2 Monate;

- während der ersten zwei Wochen zweimal täglich, einmal (am Morgen) intravenös, das andere Mal (am Abend) intramuskulär;

- danach: zwei bis drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

bei lumbaren Injektionen der Medizin wird eine einzelne tägliche Injektion während drei Tagen empfohlen.

Peritonitis: Die Verabreichung geschieht gleich wie bei der Meningitis (ausser bei lumbaren Injektionen).

Sepsis: Dosierung von 5 bis 60 mg pro Tag, die Behandlung dauert nicht weniger als 1 Monat bis zur völligen Normalisierung des klinischen Zustandes und der Blutwerte;

- während der ersten zwei oder drei Wochen zweimal täglich, einmal (am Morgen) intravenös, das andere Mal (am Abend) intramuskulär;

- danach: zwei bis drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

Purulente postoperative infektiöse Komplikationen: die Verabreichung der Medizin geschieht gleich wie bei der Sepsis.

Immunodepression: Dosierung von 5 bis 20 mg pro Tag, die Behandlung dauert 6 Monate mit einem zweiwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- während der ersten drei Wochen: eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion;

- während der vierten Woche zwei oder drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

Durch Infektionen, Bestrahlungen oder Vergiftungen hervorgerufene Immunodefizienzen: Dosierung von 5 bis 30 mg pro Tag, die Verabreichung der Medizin ist dieselbe wie bei der Immunodepression.

Multiple Sklerose: Dosierung von 5 bis 20 mg pro Tag, die gesamte Behandlung dauert 3 Monate mit zweiwöchigen Unterbrüchen nach jedem Monat, und nach einer sechsmonatigen Pause Wiederholung der ganzen Behandlung;

- der erste Monat der ganzen Behandlung: eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion;

- der zweite Monat der ganzen Behandlung: drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

- der dritte Monat der ganzen Behandlung: zwei intramuskuläre Injektionen pro Woche, Dosis von 5 bis 10 mg.

Neurodegenerative Krankheiten: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Multiplen Sklerose.

Alzheimer-Sklerose: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Multiplen Sklerose.

Amyotrope laterale Sklerose: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Multiplen Sklerose.

Glomerulonephritis: Dosierung von 5 bis 30 mg pro Tag, die Behandlung dauert 1 bis 3 Monate mit einem zweiwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- während der ersten zwei Wochen eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion;

- danach: zwei bis drei Injektionen pro Woche, das erste Mal intravenöse Injektion, das zweite und dritte Mal intramuskuläre Injektion;

Collagenosen: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Glomerulonephritis.

Rheumatoide Arthritis: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Glomerulonephritis.

Systemischer Lupus erythematosus: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Glomerulonephritis.

Allergische Krankheiten: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Glomerulonephritis, zusammen mit der topischen Anwendung einer Salbe (enthaltend 1 bis 3% der aktiven Verbindung) während 2 Wochen, eine einzelne Anwendung pro Tag, danach zwei Anwendungen pro Woche.

Psoriasis: Die Verabreichung der Medizin ist gleich wie bei der Glomerulonephritis, zusammen mit der topischen Anwendung einer Salbe (enthaltend 1 bis 3% der aktiven Verbindung) während 2 Wochen, eine einzelne Anwendung pro Tag, danach zwei Anwendungen pro Woche.

Geschwülste: Dosierung von 5 bis 90 mg pro Tag, die ganze Behandlung dauert 1 bis 6 Monate mit einem zwei- bis vierwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion, ohne oder mit endolymphatischer Anwendung (Dosierung von 30 bis 90 mg pro Tag) während 10 Tagen und lokale Anwendung (regionale Perfusion) mittels Katheter (Dosierung von 30 bis 90 mg pro Tag) während 7 Tagen, drei bis vier Anwendungen pro Woche;

- Es wird empfohlen, das Behandlungsschema zusammen mit einer polychemotherapeutischen Behandlung durchzuführen.

Metastatische Prozesse und Hämoblastosen: Dosierung von 5 bis 90 mg pro Tag, die Behandlung dauert 1 bis 6 Monate mit einem zwei- bis vierwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion, zusammen mit lokaler Anwendung (regionale Perfusion) mittels Katheter (Dosierung von 30 bis 90 mg pro Tag) während 7 Tagen, drei bis vier Anwendungen pro Woche;

Lymphoproliferative Krankheiten (Lymphogranulomastose und Lymphom): Dosierung von 5 bis 90 mg pro Tag, die ganze Behandlung dauert 1 bis 6 Monate mit einem zweibis vierwöchigen Unterbruch nach jedem Monat;

- während der ersten drei Wochen eine einzelne Injektion täglich in abwechselnder Folge, an einem Tag intravenöse Injektion, am anderen Tag intramuskuläre Injektion, zusammen mit endolymphatischer Anwendung (Dosierung von 30 bis 90 mg pro Tag) während der ersten 10 Tage;

- danach: dieselbe Behandlung, in Kombination mit Glucocorticoiden und Cytostatika.

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Tabelle 1. GSSG-Wirkung auf die in vitro-Produktion von Cytokinen bei menschlichen mononuklearen Leukocyten (M±m)

(*) - Unterschiede zum Vergleichsexperiment sind statistisch signifikant (p < 0,01)

Tabelle 2. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,003% Wasserstoffperoxid auf die in vitro-Produktion von Cytokinen bei menschlichen mononuklearen Leukocyten (M±m)

(*) - Unterschiede zum Vergleichsexperiment sind statistisch signifikant (p < 0,01)

Tabelle 3. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Inosin auf die in vitro-Produktion von Cytokinen bei menschlichen mononuklearen Leukocyten (M±m)

(*) - Unterschiede zum Vergleichsexperiment sind statistisch signifikant (p < 0,01)

Tabelle 4. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Cystamin auf die in vitro-Produktion von Cytokinen bei menschlichen mononuklearen Leukocyten (M±m)

(*) - Unterschiede zum Vergleichsexperiment sind statistisch signifikant (p < 0,01)

Tabelle 5. Wirkung der Testsubstanzen auf die Produktion von IL-2 und GM-CSF bei Splenocyten, auf die zellulären Indices des Knochenmarks und des Bluts, und die Immunreaktion auf SRBC bei Mäusen, die mit Cyclophosphamid behandelt wurden (M±m)

Die Unterschiede sind signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 6. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Inosin auf die Produktion von IL-2 und GM-CSF bei Splenocyten, die cellulären Indices des Knochenmarks und Bluts, und die Immunreaktion auf SRBC bei mit Cyclophosphamid behandelten Mäusen (M±m)

Die Differenzen sind statistisch signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 7. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Cystamin auf die Produktion von IL- 2 und GM-CSF bei Splenocyten, die cellulären Indices des Knochenmarks und Bluts, und die Immunreaktion auf SRBC bei mit Cyclophosphamid behandelten Mäusen (M±m)

Die Differenzen sind statistisch signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 8. Wirkung der Testsubstanzen auf die Produktion von IL-2 und GM-CSF bei Splenocyten, die cellulären Indices des Knochenmarks, der Milz und des Bluts, und die Fähigkeit zur Bildung hämatopoetischer Kolonien der Milz bei bestrahlten Mäusen (M±m)

Die Differenzen sind statistisch signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 9. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Cystamin auf die Produktion von IL- 2 und GM-CSF bei Splenocyten, die cellulären Indices des Knochenmarks, der Milz und des Bluts, und die Fähigkeit zur Bildung hämatopoetischer Kolonien der Milz bei bestrahlten Mäusen (M±m)

Die Differenzen sind statistisch signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 10. Wirkung von GSSG in Kombination mit 0,1% Inosin auf die Produktion von IL-2 und GM-CSF bei Splenocyten, die cellulären Indices des Knochenmarks, der Milz und des Bluts, und die Fähigkeit zur Bildung hämatopoetischer Kolonien der Milz bei bestrahlten Mäusen (M±m)

Die Differenzen sind statistisch signifikant (p < 0,05) im Vergleich zu:

(*) - der Gruppe der intakten Tiere; (#) - der Vergleichsgruppe (CP + normale Salzlsg.);

(@) - der Gruppe der mit GSH behandelten Tiere.

Tabelle 11. Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl normaler Leukocyten pro Vertiefung (· 10&sup4; Zellen) während der 96stündigen Inkubation (M±m)

*die Unterschiede sind im Vergleich zu 10%igem fötalem Kalbsserum statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 12 Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl HL-60-Zellen pro Vertiefung (· 10&sup4; Zellen) während der 96stündigen Inkubation (M±m)

*die Unterschiede sind im Vergleich zu 10%igem fötalem Kalbsserum statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 13. Wirkung der Testsubstanzen auf die Cytokin-Spiegel im Serum, die Anhäufung ascitischer Flüssigkeit und die mittlere Überlebenszeit von Mäusen, die mit Zellen der Leukämie L1210 infiziert wurden (M±m)

Die Unterschiede sind im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 13 (Fortsetzung)

Die Unterschiede sind im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 14. Wirkung der Testsubstanzen auf die Cytokin-Spiegel im Serum, die Anhäufung ascitischer Flüssigkeit und die mittlere Überlebenszeit von Mäusen, die mit Zellen der Leukämie P388 infiziert wurden (M±m)

Die Unterschiede sind im Vergleich zur Vergleichsgruppe statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 14 (Fortsetzung)

Die Unterschiede sind im Vergleich zur Vergleichsgruppe statistisch signifikant (p < 0,05)

Tabelle 15. Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl der REF-Zellen (· 10³ Zellen) während der 72stündigen Inkubation (M±m)
Tabelle 16. Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl der Klonen von e-ras-Zellen während der 72stündigen Inkubation (M±m)
Tabelle 17. Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl der REF-Zellen (· 10³ Zellen) während der 72stündigen Inkubation (M±m) nach UV-Bestrahlung
Tabelle 18. Wirkung der Testsubstanzen auf die Zahl der Klonen von e-ras-Zellen während der 72stündigen Inkubation (M±m) nach UV-Bestrahlung
Tabelle 19. Wirkung der Testsubstanzen auf die Anhäufung ascitischer Flüssigkeit und die mittlere Überlebenszeit bei Mäusen, die mit Leukämie L1210-Zellen infiziert wurden (M±m)
Tabelle 19 (Fortsetzung)
Tabelle 20. Wirkung der Testsubstanzen auf die Anhäufung ascitischer Flüssigkeit und die mittlere Überlebenszeit bei mit Erlich-Adenocarcinomzellen infizierten Mäusen (M±m)
Tabelle 20 (Fortsetzung)
Tabelle 21. Wirkung der Testsubstanzen auf die Anhäufung ascitischer Flüssigkeit und die mittlere Überlebenszeit bei mit Leukämie P388-Zellen infizierten Mäusen (M±m)
Tabelle 21 (Fortsetzung)
Tabelle 22. Mortalität der Tiere während dem Experiment
Tabelle 23. Ausmass der neurologischen Symptome (Bewertungsschema)
Tabelle 24. Parameter der Sensibiliserung von Blut-Lymphocyten aus Meerschweinchen mit EAE gegen Hirn-Antigene in RILA (%, vor/nach der Behandlung mit den Testsubstanzen
Tabelle 25. Parameter der Sensibiliserung von Blut-Lymphocyten aus Meerschweinchen mit EAE gegen Hirn-Antigene in RILM (Migrationsindex, vor/nach der Behandlung mit den Testsubstanzen
Tabelle 26. Wirkung von intravenös verabreichtem GSSG auf die Cytokin und Erythropoietin-Spiegel im Serum von Krebspatienten
Tabelle 27. Wirkung von GSSG auf die Blut-Indices, die Serumspiegel von Cytokin und Erythropoietin und die immunologischen Parameter bei einem Patienten mit colorectalem Krebs und einer durch Chemotherapie bewirkten Hämodepression
Tabelle 28. Wirkung von GSSG auf die Blut-Indices, die Serumspiegel von Cytokin und. Erythropoietin und die immunologischen Parameter bei einem Patienten mit AIDS und cryptococcaler Hirnhautendzündung
Tabelle 29. Wirkung von GSSG auf die Blut-Indices, die Serumspiegel von Cytokin und Erythropoietin und die immunologischen Parameter bei einem Patienten mit AIDS und Isosporiasis
Tabelle 30. Wirkung von GSSG auf die Blut-Indices und den Serumspiegel von Cytokin bei einem Patienten mit hypoplastischer Anämie und Pancytopenie
Tabelle 31. Wirkung von Glutamed MF-R-30 auf die Blut- und Immunologieindices und die Cytokinspiegel bei einem Patienten mit Magenkrebs, Peritonealmetastasen, Ascites und Splenomegalie
Tabelle 31 (Fortsetzung)
Tabelle 32. Wirkung von GSSG auf die Blut- und Immunologieindices und die Cytokinspiegel bei einem Patienten mit Hautkrebs (Zellkarzinom nach Merkel), lokalen Lymphknotenmetastasen und chemotherapieinduzierter Hämo- und Immunodepression
Tabelle 32 (Fortsetzung)
Tabelle 33. Änderungen in den hämatologischen, immunologischen, serologischen und biochemischen Parametern während 24 Tagen nach Beginn der Behandlung unter Verwendung der Zubereitungen der GSSG-Serie
Tabelle 33 (Fortsetzung)
Tabelle 34. Änderungen in den hämatologischen, immunologischen, serologischen und biochemischen Parametern während 24 Tagen nach der ersten und zweiten Behandlung der Zubereitungen der GSSG-Serie
Tabelle 34 (Fortsetzung)
Tabelle 35. Änderungen in der Hämatologie und der Indices der Blutchemie
Tabelle 36. Laborindices bei einem Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs im Verlauf der Beobachtungsperiode
Tabelle 37. Hämatologie-, Blutchemie- und Immunologieparameter bei einem Patienten mit juvenilem Diabetes mellitus
Tabelle 38. Laborparameter bei einem Patienten mit Lungenkrebs während der Beobachtungsperiode
Tabelle 38 (Fortsetzung)
Tabelle 39. Laborparameter bei einem Patienten mit Sigmoidalkrebs während der Beobachtungsgperiode
Tabelle 40. Laborparameter bei einem Patienten mit Bauchspeicheldüsen- /Zwölffingerdarmkrebs während der Beobachtungsperiode
Tabelle 41. Laborparameter bei einem Patienten mit schweren postoperativen Komplikationen
Tabelle 42
Tabelle 43. Änderungen in den mittleren Anzahlen der T- und B-Lymphocyten bei MS- Patienten während der Behandlung mit Zubereitungen der GSSG Serie
Tabelle 44. Parameter der Sensibilisierung der Blut-Lymphocyten bei MS-Patienten gegen Hirngewebe-Antigene in der Reaktion der Suppression der Adhäsion der Leukocyten (%)
Tabelle 45. Änderungen im Cytokin-Spiegel (pcg/ml) nach der Induktion durch GSSG- Arzneien bei MS-Patienten
Tabelle 46. Änderungen in mittleren Werten der Immunglobuline und zirkulierenden Immunkomplexe bei MS während der Behandlung mit GSSG-Arzneien


Anspruch[de]

1. Verwendung einer Form des oxidierten Glutathions, die aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in der Herstellung von Medikamenten zur Verwendung in einem Verfahren der Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren, wobei die besagten Medikamente zur Einfuhr einer wirksamen Menge einer Form des oxidierten Glutathions, die aus der Gruppe bestehend aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions und den Mischungen davon ausgewählt ist, in einen Säugetierkörper, der die Anregung der Cytokine oder blutbildenden Faktoren oder beides benötigt, während eines Zeitraums, um die besagte endogene Produktion zwecks Erzielung einer therapeutischen Wirkung anzuregen, angepasst sind, mit der Massgabe, dass die besagten Medikamente, in relativen Mengen, nicht enthalten: zwischen 50 und 3000 mg einer gereinigten Verbindung, die aus oxidiertem und nicht oxidiertem gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, gamma-L-Glutamyl-L-cystein, N-Acetyl-L-cystein, N-Acetyl-L-cysteinglycin und jeder anderen Verbindung, die den Spiegel von gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin in einem Säugetier direkt erhöht, ausgewählt ist, sowie jedes Salz oder jeden Ester der besagten Verbindung, und zwischen 50 und 3000 mg gereinigtes L-Glutamin, zwischen 50 und 10000 mg gereinigtes Vitamin C, zwischen 50 und 500 mg gereinigtes Vitamin E, zwischen 10 und 100 mg gereinigtes beta-Carotin und zwischen 1,0 und 25 mg gereinigtes Vitamin B&sub6;; und mit der weiteren Massgabe, dass, während die Form des oxidierten Glutathions sich im Blutkreislauf des besagten Säugetiers befindet, dem besagten Säugetier keine wirksame Dosis elektromagnetischer Mikrowellen-Strahlung verabreicht wird.

2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei der besagte Säugetierkörper die Anregung der Produktion der Cytokine oder blutbildenden Faktoren benötigt, um einen Zustand zu behandeln, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den neoplastischen, infektiösen, hämatologischen und immunologischen (ischämischen, diastrophischen, degenerativen) Krankheiten.

3. Verwendung nach Anspruch 2, wobei die besagte Krankheit ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus AIDS, Hepatitis, Herpes, Tuberkulose, Meningitis, Peritonitis, Sepsis, den purulenten postoperativen durch Infektion bewirkten Komplikationen, Immunodepression, multipler Sklerose, Alzheimer-Sklerose, den neurodegenerativen Krankheiten, amyotroper lateraler Sklerose, Glomerulonephritis, Collagenose, rheumatoider Arthritis, Lupus, Psoriasis, Diabetes Mellitus, den allergischen Krankheiten, den metastatischen Ausbreitungen, Hämoblastose, den malignen Tumoren, Lymphogranulomatose, den Lymphomen und der durch radioaktive oder chemische Einwirkung bewirkten Immunodefizienz.

4. Verwendung nach Anspruch 1, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions angepasst ist, um das Absterben von Tumorzellen in einer Apoptose-ähnlichen Weise zu bewirken.

5. Verwendung einer Form des oxidierten Glutathions, die aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in der Herstellung von Medikamenten zur Verwendung in einem Verfahren der Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren zur Behandlung eines Zustandes, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus den neoplastischen, infektiösen und hämatologischen Krankheiten besteht, wobei die besagten Medikamente zur Einfuhr einer wirksamen Menge einer Form des oxidierten Glutathions, die aus der Gruppe bestehend aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in einen Säugetierkörper, der die Anregung der Cytokine oder blutbildenden Faktoren oder beides benötigt, während eines Zeitraums, um die besagte endogene Produktion zwecks Erzielung einer therapeutischen Wirkung anzuregen, angepasst sind, mit der Massgabe, dass die besagten Medikamente, in relativen Mengen, nicht enthalten: zwischen 50 und 3000 mg einer gereinigten Verbindung, die aus oxidiertem und nicht oxidiertem gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin, gamma-L-Glutamyl-L-cystein, N-Acetyl- L-cystein, N-Acetyl-L-cysteinglycin und jeder anderen Verbindung, die den Spiegel von gamma-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin in einem Säugetier direkt erhöht, ausgewählt ist, sowie jedes Salz oder jeden Ester der besagten Verbindung, und zwischen 50 und 3000 mg gereinigtes L-Glutamin, zwischen 50 und 10000 mg gereinigtes Vitamin C, zwischen 50 und 500 mg gereinigtes Vitamin E, zwischen 10 und 100 mg gereinigtes beta-Carotin und zwischen 1,0 und 25 mg gereinigtes Vitamin B6.

6. Verwendung nach Anspruch 5, wobei die besagte Krankheit ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Hepatitis, Herpes, Tuberkulose, Meningitis, Peritonitis, Sepsis, den purulenten postoperativen, durch Infektion bewirkten Komplikationen, multipler Sklerose, Alzheimer-Sklerose, den neurodegenerativen Krankheiten, amyotroper lateraler Sklerose, Glomenilonephritis, Collagenose, rheumatoider Arthritis, Lupus, Psoriasis, Diabetes Mellitus, den allergischen Krankheiten, den metastatischen Ausbreitungen, Hämoblastose, den malignen Tumoren, Lymphogranulomatose und den Lymphomen.

7. Verwendung nach Anspruch 5, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions das Absterben von Tumorzellen in einer Apoptose-ähnlichen Weise verursacht.

8. Verwendung einer Form des oxidierten Glutathions, die aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in der Herstellung von Medikamenten zur Verwendung in einem Verfahren der Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren zur Behandlung eines Zustandes, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Tuberkulose, Meningitis, Peritonitis, Sepsis, multipler Sklerose, Alzheimer-Sklerose, den neurodegenerativen Krankheiten, amyotroper lateraler Sklerose, Glomerulonephritis, Collagenose, rheumatoider Arthritis, Lupus, Psoriasis und den allergischen Krankheiten besteht, wobei die besagten Medikamente zur Einfuhr einer wirksamen Menge einer Form des oxidierten Glutathions, die aus der Gruppe bestehend aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in einen Säugetierkörper, der die Anregung der Cytokine oder blutbildenden Faktoren oder beides benötigt, während eines Zeitraums, um die besagte endogene Produktion zwecks Erzielung einer therapeutischen Wirkung anzuregen, angepasst sind.

9. Verwendung einer Form des oxidierten Glutathions, die aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählt ist, in der Herstellung von Medikamenten zur Verwendung in einem Verfahren der Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren, wobei die besagten Medikamente zur Einfuhr einer wirksamen Menge einer Form des oxidierten Glutathions, die aus der Gruppe bestehend aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions und den Mischungen davon ausgewählt ist, in einen Säugetierkörper, der die Anregung der Cytokine oder blutbildenden Faktoren oder beides benötigt, während eines Zeitraums, um die besagte endogene Produktion zwecks Erzielung einer therapeutischen Wirkung anzuregen, angepasst sind, und die besagten Medikamente das besagte Glutathion in der Form eines pharmazeutisch annehmbaren Derivates des oxidierten Glutathions umfassen oder zur Einfilhr eines Verlängerers der Halbwertszeit der besagten Form des oxidierten Glutathions oder eines Verstärkers/günstigen Modulators der biologischen oder therapeutischen Wirkungen der besagten Form des oxidierten Glutathions zusammen mit der besagten Form des oxidierten Glutathions angepasst sind, mit der Massgabe, dass der Verlängerer kein organisches Peroxid oder Hydroperoxid ist.

10. Verwendung nach Anspruch 9, wobei der besagte Säugetierkörper die Stimulierung der Produktion der Cytokine oder blutbildenden Faktoren benötigt, um den Tod von Tumorzellen in einer Apoptose-ähnlichen Weise zu bewirken oder um einen Zustand zu behandeln, der aus Gruppe ausgewählt ist, die aus den neoplastischen, infektiösen, hämatologischen und immunologischen (ischämischen, diastrophischen, degenerativen) Krankheiten besteht.

11. Verwendung nach Anspruch 10, wobei die besagte Krankheit aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus AIDS, Hepatitis, Herpes, Tuberkulose, Meningitis, Peritonitis, Sepsis, den purulenten postoperativen, durch Infektion bewirkten Komplikationen, Immunodepression, multipler Sklerose, Alzheimer-Sklerose, den neurodegenerativen Krankheiten, amyotroper lateraler Sklerose, Glomerulonephritis, Collagenose, rheumatoider Arthritis, Lupus, Psoriasis, Diabetes Mellitus, den allergischen Krankheiten, den metastatischen Ausbreitungen, Hämoblastose, den malignen Tumoren, Lymphogranulomatose, den Lymphomen und der durch radioaktive oder chemische Einwirkung bewirkten Immunodefizienz besteht.

12. Verwendung nach Anspruch 9, wobei der besagte Verlängerer aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Prooxidans-Verbindungen, den Agentien, die schwache ionische oder koordinative, das oxidierte Glutathionmolekül stabilisierende Bindungen ausbilden können, den Materialien, die Kompetitoren der von der reduzierten Form von Nicotinamid-adenindinucleotidphosphat abhängenden, durch Glutathion-Reduktase katalysierten Reduktion von oxidiertem Glutathion zu reduziertem Glutathion sind, den Verbindungen, die zur reversiblen Inhibition der durch Glucose-6-phosphat-dehydrogenase oder durch andere von der reduzierten Form von Nicotinamidadenindinucleotidphosphat abhängenden Enzymen katalysierten Reduktion der oxidierten Form von Nicotinamid-adenindinucleotidphosphat zur reduzierten Form von Nicotinamid-adenindinucleotidphosphat befähigt sind, oder den Mischungen davon besteht.

13. Verwendung nach Anspruch 12, wobei der besagte Verlängerer Wasserstoffperoxid, Ascorbinsäure, Dimethylsulfoxid, Inosin oder Cystamin ist.

14. Verwendung nach Anspruch 9, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus den Methylgruppendonoren und den Repräsentanten von intracellulären Redoxpaaren oder den Mischungen davon besteht.

15. Verwendung nach Anspruch 14, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator Cholinchlorid, S-Adenosylmethionin, Liponsäure oder Folsäure ist.

16. Verwendung nach Anspruch 1, 5, 8 oder 9, wobei das besagte pharmazeutisch annehmbare Derivat des oxidierten Glutathions kovalent an Cysteamin gebundenes oxidiertes Glutathion (S-Thioethylamin-glutathiondisulfid), kovalent an Liponsäure gebundenes oxidiertes Glutathion (Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid), kovalent an Carnosin gebundenes oxidiertes Glutathion ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid), kovalent an Adenosin gebundenes oxidiertes Glutathion ([9-β-D-Ribofitranosyladenyl]glutathiondisulfid) oder kovalent an Methionin gebundenes oxidiertes Glutathion (Bis-[2- atnino-4-[methylthio]butanoyl]glutathiondisulfid) ist.

17. Verwendung nach Anspruch 1, 5, 8 oder 9, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions parenteral einzuführen ist.

18. Verwendung nach Anspruch 1, 5, 8 oder 9, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions topisch einzuführen ist.

19. Verwendung nach Anspruch 16, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions mindestens einmal alle 24 Stunden in einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg oxidierter Glutathionbase pro Kilogramm Körpergewicht bei oxidierter Glutathionbase oder bei pharmazeutisch annehmbaren Salzen des oxidierten Glutathions, oder in einer Dosis von 0,01 bis 1,0 mg pro Kilogramm Körpergewicht bei den pharmazeutisch annehmbaren Derivaten des oxidierten Glutathions einzuführen ist, bis die therapeutische Wirkung erzielt wird.

20. Verwendung nach Anspruch 19, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions in einer pharmazeutisch annehmbaren Lösung in einer Konzentration von 0,01 bis 2,0 Gewichtsprozenten an Base des oxidierten Glutathions bei oxidierter Glutathionbase und bei pharmazeutisch annehmbaren Salzen des oxidierten Glutathions oder in einer Konzentration von 0,01 bis 4 Gewichtsprozenten bei pharmazeutisch annehmbaren Derivaten des oxidierten Glutathions parenteral einzuführen ist.

21. Verwendung nach Anspruch 20, wobei die besagte Lösung des Weiteren einen Verlängerer einschliesst, der aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus 0,03 bis 0,0003 Gewichtsprozenten Wasserstoffperoxid, 0,1 bis 10 Gewichtsprozenten Ascorbinsäure, 0,1 bis 30 Volumenprozenten Dimethylsulfoxid, 0,1 bis 5,0 Gewichtsprozenten Inosin, 0,1 bis 3,0 Gewichtsprozenten Cystamin und den Mischungen daraus ausgewählt ist, oder in einer Kombination mit diesem Verlängerer zu verabreichen ist.

22. Verwendung nach Anspruch 1, 5, 8, 9, 17 oder 18, wobei das besagte oxidierte Glutathion in einer Salzform ist.

23. Verwendung nach Anspruch 22, wobei das Salz das Dinatriumsalz, das Dilithiumsalz, ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Kalium, ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Calcium, ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Zink, ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Molybdän, ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Vanadium oder ein Salz mit einem oder mehreren Atomen Fluorid ist.

24. Verwendung nach Anspruch 18, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions in einer Dosis von 0,01 bis 0,5 mg pro Quadratmeter topisches Gebiet bei oxidierter Glutathionbase und den pharmazeutisch annehmbaren Salzen des oxidierten Glutathions, oder in einer Dosis von 0,01 bis 1,0 mg pro Quadratmeter topisches Gebiet bei den pharmazeutisch annehmbaren Derivaten des oxidierten Glutathions einzuführen ist.

25. Therapeutisches Agens zur Behandlung neoplastischer, infektiöser, hämatologischer, immunologischer und anderer Krankheiten, bei denen die Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren als nützlich erachtet wird, wobei das besagte therapeutische Agens eine wirksame Menge einer aus der Gruppe bestehend aus oxidiertem Glutathion, einem pharmazeutisch annehmbaren Salz des oxidierten Glutathions, einem pharmazeutisch annehmbaren Derivat des oxidierten Glutathions oder den Mischungen davon ausgewählten Form des oxidierten Glutathions als eine wirksame Substanz zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger umfasst, und das besagte therapeutische Agens wahlweise einen pharmazeutisch annehmbaren Verlängerer enthält, der zur Verstärkung und Verlängerung einer therapeutischen Wirkung des besagten Agens befähigt ist, indem die Halbwertszeit der Form der oxidierten Glutathions erhöht wird, oder einen pharmazeutisch annehmbaren Verstärker/günstigen Modulator enthält, der zur Verstärkung und/oder günstigen Änderung einer therapeutischen Wirkung des besagten Agens mittels eines Mechanismus, der keine Erhöhung der Halbwertszeit des oxidierten Glutathions ist, befähigt ist, mit der Massgabe, dass das besagte Agens das oxidierte Glutathion in Form eines pharmazeutisch annehmbaren Derivates des oxidierten Glutathions oder zusammen mit einem Verstärker/günstigen Modulator oder einem Verlängerer enthält, und mit der weiteren Massgabe, dass der besagte Verlängerer nicht ein organisches Peroxid oder Hydroperoxid ist.

26. Therapeutisches Agens nach Anspruch 25, wobei die besagte Form des oxidierten Glutathions für parenterale Einfuhr formuliert ist, vorzugsweise in Form einer sterilen injizierbaren Lösung in einem pharmazeutisch annehmbaren Lösungsmittel.

27. Therapeutisches Agens nach Anspruch 25, wobei der besagte Verlängerer Wasserstoffperoxid, Ascorbinsäure, Dimethylsulfoxid, Inosin oder Cystamin ist.

28. Therapeutisches Agens nach Anspruch 25, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus den Methylgruppendonoren, den Repräsentanten von intracellulären Redoxpaaren oder den Mischungen davon ausgewählt ist.

29. Therapeutisches Agens nach Anspruch 28, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator Cholinchlorid, S-Adenosylmethionin, Liponsäure oder Folsäure ist.

30. Arzneiform nach Anspruch 25, wobei das besagte pharmazeutisch annehmbare Derivat des oxidierten Glutathions kovalent an Cysteamin gebundenes oxidiertes Glutathion (S-Thioethylamin-glutathiondisulfid), kovalent an Liponsäure gebundenes oxidiertes Glutathion (Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid), kovalent an Carnosin gebundenes oxidiertes Glutathion ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid), kovalent an Adenosin gebundenes oxidiertes Glutathion ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid) oder kovalent an Methionin gebundenes oxidiertes Glutathion (Bis-[2-amino-4- [methylthio]butanoyl)glutathiondisulfid) ist.

31. Therapeutisches Agens zur Behandlung neoplastischer, infektiöser, hämatologischer, immunologischer und anderer Krankheiten, bei denen die Stimulierung der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren als nützlich erachtet wird, wobei das besagte therapeutische Agens als eine aktive Substanz eine wirksame Menge eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes des oxidierten Glutathions, das aus der Gruppe bestehend aus dem Dinatriumsalz, dem Dilithiumsalz, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Kalium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Calcium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Zink, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Molybdän, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Vanadium oder einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Fluorid ausgewählt ist, zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger enthält.

32. Pharmazeutisch annehmbare Glutathionderivate ausgewählt aus der Gruppe, die aus kovalent an Cysteamin gebundenem oxidiertem Glutathion (S-Thioethylaminglutathiondisulfid), kovalent an Liponsäure gebundenem oxidiertem Glutathion (Bis- [6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid), kovalent an Carnosin gebundenem oxidiertem Glutathion ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid), kovalent an Adenosin gebundenem oxidiertem Glutathion ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid) und kovalent an Methionin gebundenem oxidiertem Glutathion (Bis-[2-amino-4-[methylthio]butanoyl]- glutathiondisulfid) besteht, zur Verwendung in der Medizin.

33. Pharmazeutisch annehmbare Glutathionderivate ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus kovalent an Cysteamin gebundenem oxidiertem Glutathion (S- Thioethylamin-glutathiondisulfid), kovalent an Liponsäure gebundenem oxidiertem Glutathion (Bis-[6,8-dithiooctanoyl]glutathiondisulfid), kovalent an Carnosin gebundenem oxidiertem Glutathion ([β-Alanyl-histidyl]glutathiondisulfid), kovalent an Adenosin gebundenem oxidiertem Glutathion ([9-β-D-Ribofuranosyladenyl]glutathiondisulfid) und kovalent an Methionin gebundenem oxidiertem Glutathion (Bis-[2-amino-4- [methylthio]butanoyl]glutathiondisulfid), zur Verwendung als Stimulatoren der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren.

34. Pharmazeutisch annehmbare Salze des oxidierten Glutathions ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus dem Dinatriumsalz, dem Dilithitunsalz, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Kalium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Calcium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Zink, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Molybdän, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Vanadium oder einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Fluorid, zur Verwendung in der Medizin.

35. Pharmazeutisch annehmbare Salze des oxidierten Glutathions ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus dem Dinatriumsalz, dem Dilithiumsalz, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Kalium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Calcium, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Zink, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Molybdän, einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Vanaditun oder einem Salz mit einem oder mehreren Atomen Fluorid, zur Verwendung als Stimulatoren der endogenen Produktion von Cytokinen und blutbildenden Faktoren.

36. Verfahren zur in vitro-Verstärkung und/oder günstigen in vitro-Mvdulierung der Fähigkeit von oxidiertem Glutathions und/oder seinem pharmazeutisch annehmbaren Salz und/oder seinem pharmazeutisch annehmbaren Derivat, die Bildung von Cytokinen und blutbildenden Faktoren durch Säugetierzellen zu stimulieren, wobei oxidiertes Glutathion und/oder sein pharmazeutisch annehmbares Salz und/oder sein pharmazeutisch annehmbares Derivat entweder in einer Zusammensetzung, die mindestens eine weitere pharmazeutisch annehmbare Komponente enthält, die die Halbwertszeit des oxidierten Glutathions nicht verlängert, verwendet wird, oder zusammen mit dieser Komponente eingesetzt wird, wobei das besagte Verfahren die Bereitstellung einer Lösung, die das oxidierte Glutathion und/oder sein pharmazeutisch annehmbares Salz und/oder sein pharmazeutisch annehmbares Derivat enthält, und deren Vermischen mit oder deren Verabreichen zusammen mit einem Verstärker/günstigen Modulator umfasst, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus den Methylgruppendonoren, den Repräsentanten von intracellulären Redoxpaaren und den Mischungen daraus ausgewählt ist.

37. Verfahren nach Anspruch 36, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator Cholinchlorid ist.

38. Verfahren nach Anspruch 36, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator S-Adenosylmethionin ist.

39. Verfahren nach Anspruch 36, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator Liponsäure ist.

40. Verfahren nach Anspruch 36, wobei der besagte Verstärker/günstige Modulator Folsäure ist.







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