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Dokumentenidentifikation DE69620646T2 14.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0959659
Titel ANORDNUNG FÜR NÄHVORRICHTUNG
Anmelder Rekordverken Sweden AB, Kvänum, SE
Erfinder HOLMEN, Bengt, S-532 74 Skara, SE
Vertreter Lichti und Kollegen, 76227 Karlsruhe
DE-Aktenzeichen 69620646
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.09.1996
EP-Aktenzeichen 969304658
WO-Anmeldetag 03.09.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/SE96/01086
WO-Veröffentlichungsnummer 0009708937
WO-Veröffentlichungsdatum 13.03.1997
EP-Offenlegungsdatum 01.12.1999
EP date of grant 10.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.2002
IPC-Hauptklasse A01D 41/12
IPC-Nebenklasse A01F 12/40   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein eine Anordnung in einer Schneideeinrichtung mit Schneidemitteln, welche in einem Gehäuse für zu häckselndes Schnittgut vorgesehen sind.

Gemäß der hierin beschriebenen und gezeigten, gegenwärtig bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Schneideeinrichtung ein Strohhäcksler zum Einsatz in einem Mähdrescher, wobei das Schneidemittel einen Häckselrotor mit Drehmessern umfaßt und drehbar in einem Gehäuse angeordnet ist, und Gegenwirkungsmesser stationär in dem Gehäuse angeordnet sind, um mit den Drehmessern zusammenzuwirken. Gemäß der Anwendung, auf die hierin Bezug genommen wird, besteht das Häckselgut aus gewöhnlichem trockenen Stroh, typischerweise von Weizen, Gerste, Roggen und Hafer, wobei das Häckselgut auch von Mais, Sonnenblumen oder anderen Pflanzen stammen kann, welche verhältnismäßig lange und steife Pflanzenteile besitzen.

Moderne Mähdrescher werden immer größer und ihre Schneidetische immer breiter, und zwar erheblich breiter als die eigentliche Breite des Mähdreschers. Die Schneideeinrichtung/der Drehhäcksler des Mähdreschers weist eine Breite auf, die der des eigentlichen Mähdreschers etwa entspricht, und ist zum Zerkleinern oder Häckseln des Schnittgutes/Strohs nach dem Dreschvorgang und zum Verteilen des Schnittgutes über einen Bodenbereich vorgesehen, der im wesentlichen der Breite des Tisches entspricht, von dem das Schnittgut in den Boden eingemulcht wird. Die Verteilungsbreite des Häckslers hat ihre äußerste Grenze erreicht, was bei den neuesten Mähdrescher-Modellen mit sehr großen Tischen (nahezu 9 m) bedeutet, daß das Schnittgut nicht über den gesamten Weg bis zu den Seitenrändern der Ausdruschspur auf dem abgeernteten Feld verteilt werden kann. Hieraus resultiert eine ungleichmäßige Verteilung des Schnittgutes über die Ausdruschspur (die der Tischbreite entspricht) und folglich unterschiedliche Kultivierungsbedingungen mit schwächerem Wachstum in den benachbarten Bereichen.

Die Erfindung hat zur Aufgabe, eine Einrichtung der oben genannten Art vorzuschlagen, welche eine bessere Verteilung des Schnittgutmaterials auf dem Boden über die gesamte Breite der Ausdruschspur gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird dieses Ziel durch eine Einrichtung zur Versorgung des Gehäuses mit zusätzlicher Luft erreicht, um somit die Menge und den Durchsatz der aus der Schneideeinrichtung austretenden Luft zu erhöhen und auf diese Weise für die gewünschte bessere Verteilung des Schnittgutes auf dem Boden zu sorgen.

Nachstehend ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Mähdreschers mit einer erfindungsgemäßen Einrichtung;

Fig. 2 eine vergrößert dargestellte Seitenansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung;

Fig. 3 einen Querschnitt gemäß III-III der Fig. 4;

Fig. 4 eine Rückansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung in Richtung des Pfeils A gemäß Fig. 1 und 2 und

Fig. 5 eine Ansicht der Einrichtung von unten in Richtung des Pfeils B gemäß Fig. 1 und 2.

Der in den Zeichnungen mit dem Bezugszeichen 1 versehene Mähdrescher ist im wesentlichen von herkömmlichem modernen Aufbau, außer daß er mit einer erfindungsgemäßen Schneideeinrichtung 2 in Form eines Drehhäckslers bestückt ist; er weist ferner eine Raufhaspel 3 und einen Schneidetisch 4 auf, dessen Breite erheblich größer, z. B. fünf bis sechs mal größer, als die Breite des eigentlichen Mähdreschers 1 ist. Die zu erntenden strohartigen Pflanzen 5 oder dergleichen werden auf dem Schneidetisch 4 abgeschnitten und mittels nicht dargestellter Förderer an eine ebenfalls nicht dargestellte Drescheinrichtung übergeben, in der das Stroh und das Korn getrennt werden. Mittels einer Schüttelrutsche (nicht gezeigt) wird das Stroh an einen am bezüglich der Fortbewegungsrichtung (Pfeil C) rückwärtigen Ende des Mähdreschers 1 angeordneten Drehhäcksler 6 überführt, wobei der Drehhäcksler die erfindungsgemäße Einrichtung 2 bildet. In der Schneideeinrichtung bzw. dem Drehhäcksler 6 wird das zu häckselnde Stroh oder Schnittgut 7 gehäckselt bzw. geschnitten, wobei das zerkleinerte Gut mittels eines nicht im Detail dargestellten Streuers verteilt und über einen Mähdrescher-Auslaß 8 über einen Bodenbereich, in diesem Fall das Feld 9, aufgebracht wird, wobei dieser Bereich im wesentlichen der Breite des Tisches 4, d. h. der Breite der zuvor gedroschenen bzw. abgeernteten Spur, entspricht.

Die Schneideeinrichtung oder der Drehhäcksler 6 ist folglich auf herkömmliche Weise am bezüglich der Fortbewegungsrichtung (Pfeil C) rückwärtigen Ende des Mähdreschers 1 angeordnet und weist ein Gehäuse 10 mit einem Einlaß 11 zum Zuführen des gedroschenen, aber noch nicht gehäckselten Schnittgutes 7, welches, wie bereits erwähnt, in der Regel von Weizen, Gerste, Roggen und Hafer und ebensogut von verschiedenen Öl produzierenden Pflanzen sowie Mais, Sonnenblumen und dergleichen stammt, und einen Auslaß 12 zum Abführen des gehäckselten und zerkleinerten Gutes auf.

Der Häckslerrotor 13 ist mittels nicht dargestellter Lager in dem Gehäuse 10 des Drehhäckslers 6 derart angeordnet, daß er in Richtung des Pfeils D um eine im wesentlichen horizontale Drehachse 14 rotierbar ist. Der Häckslerrotor 13 ist mittels eines ebenfalls in den Zeichnungen nicht dargestellten herkömmlichen Antriebsmechanismus' in die gezeigte Richtung drehbar angetrieben und mit mehreren, beispielsweise 40 bis 50, nebeneinander angeordneten Sätzen von im wesentlichen radial ausgerichteten Messern ausgestattet, welche unter einem zentralen Abstand von etwa 25 mm vorgesehen sind. Die Messer 15 des Häckslerrotors 13 wirken zum Häckseln und Zerkleinern des Schnittgutes 7 mit Sätzen von Gegenwirkungsmessern 16 zusammen, deren Anzahl der Anzahl der Drehmesser 15 entspricht, wobei die Stellung der Gegenwirkungsmesser auf eine nicht näher gezeigte oder beschriebene Weise gemäß den jeweiligen Erfordernissen bedarfsweise einstellbar ist, um den Wurfaustrag und den Zerkleinerungsgrad von verschiedenen der oben beispielhaft genannten Schnittgütern zu erhöhen oder zu verringern.

Um für die bereits erwähnte verbesserte Verteilung des Schnittgutes 7 auf dem Feld 9 zu sorgen, ist eine Einrichtung 17 zum Versorgen des Gehäuses mit zusätzlicher Luft 30 vorgesehen, um die Menge und/oder den Durchsatz der aus der Schneideeinrichtung oder dem Häcksler 6 ausgetragenen Luft zu erhöhen. Die Einrichtung 17 kann verschiedenartig ausgestaltet sein und weist gemäß der dargestellten, bevorzugten Ausführungsform nach Anspruch 1 ein Gebläse 18 auf, welches in diesem Fall von der Schneideeinrichtung/dem Drehhäcksler insofern angetrieben ist, als es auf einem Verlängerungsstück 19 der Antriebswelle 20 des Häckslerrotors 13 sitzt.

Die Einrichtung 17 kann selbstverständlich anders als in Form eines Gebläses 18 ausgestaltet und z. B. von einem Kompressor, einem Druckbehälter etc. gebildet sein. Ebenso kann das Gebläse 18 selbstverständlich von anderen Mitteln als dem Häckslerrotor 13, z. B. von einem separaten Antrieb, wie einem Elektro- oder Hydraulikmotor, angetrieben sein. Der Vorteil einer Anordnung des Gebläses 18 an dem Verlängerungsstück 19 der Antriebswelle 20 des Häckslerrotors 13 liegt darin, daß keine zusätzlichen Leitungen, Antriebsriemen und dergleichen für den Antrieb des Gebläses 18 erforderlich sind, wobei letzteres von der Wirkbewegung des Rotors "mitgenommen" wird. Der Auslaß 21 des Gebläses 18 ist über von Leitblechen 22 im unteren Teile des Häckslers 6 begrenzte Durchlässe 23 mit einem Einlaß 24 in dem Gehäuse 10 zwischen dem Einlaß 11 und dem Auslaß 12 desselben, genau genommen unmittelbar stromab der Gegenwirkungsmesser 16, verbunden. Der Einlaß 24 muß nicht notwendigerweise in der in Fig. 3 dargestellten Weise angeordnet sein, sondern könnte auch unmittelbar oberhalb oder stromauf der Gegenwirkungsmesser in das Gehäuse einmünden. Desgleichen ist es möglich, die zusätzliche Luft 30 über den Einlaß 11 des Gehäuses 10 zuzuführen, was z. B. durch ein im Deckenbereich der Abdeckung 25 des Mähdreschers 1 angeordnetes Gebläse geschehen kann, um sowohl Luft als auch Schnittgut 7 über den Einlaß 11 in den Drehhäcksler 6 zu fördern.

Ein erfindungswesentliches Merkmal besteht darin, daß die dem Gehäuse 10 auf eine beliebige vorgenannte Art zugeführte zusätzliche Luft 30 zur Erzeugung eines geringeren oder höheren Überdruckes im Gehäuse 10 des Häckslers 6 dient, um eine größere Menge und erhöhte Geschwindigkeit der aus dem Drehhäcksler 6 über den Auslaß 12 abgeführten Luft zu erzielen und somit für die gewünschte Verteilung des zerkleinerten Gutes 7 zu sorgen.

Der Verteilungseffekt wird im Falle der beschriebenen und dargestellten Ausführungsform zusätzlich durch die Aufteilung des Einlasses 24 in das Gehäuse 10 des Häckslers 6 in zwei Teile unterstützt, welche jeweils an entgegengesetzten Seiten des Drehhäckslers 6 angeordnet sind und bei der gezeigten Ausführungsform eine Breite von etwa einem Drittel der Gesamtbreite des Drehhäckslers 6 aufweisen. Auf diese Weise wird ein stärkerer Luftstrom in das Gehäuse 10 über die beiden Teile 26, 27 des Einlasses 24 in den Seitenabschnitten des Drehhäckslers 6 als in seinem Mittelabschnitt 28 erzeugt, wie es durch den Richtungspfeil E angedeutet ist. Eine noch wirksamere Zuleitung der zusätzlichen Luft wird durch Ausstattung der Einlaßteile 26, 27 mit schräg nach außen gerichteten Führungsscheiben 29 erzielt.

Zur Einstellung der Verteilungsbreite ist die Menge und der Durchsatz der aus dem Drehhäcksler 6 abgeführten zusätzlichen Luft durch Variieren der Größe des Einlasses zum Gebläse 18 veränderbar, was beispielsweise mit Hilfe einer vor der Gebläseeinlaßöffnung angeordneten, axial verlagerbaren Platte oder dergleichen geschehen kann.

Die Erfindung ist nicht auf die hier dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt, sondern kann auf unterschiedliche Weise innerhalb des beanspruchten Schutzbereichs modifiziert werden.


Anspruch[de]

1. Mit einem hinteren Ende eines Mähdreschers (1) verbundener Drehhäcksler (6), der mit einem hinteren Ende eines Mähdreschers (1) verbundenen ist, mit einem Gehäuse (10) zur Zerkleinerung von Schnittgut (7) und einem darin angebrachten Häckslerrotor (13) zur Zerkleinerung des Schnittgutes, wobei der Häckslerrotor (13) von einer Antriebswelle (20) angetrieben ist und das Gehäuse (10) einen Einlaß (11) zum Zuführen des Schnittgutes (7), einen Auslaß (12) zum Abführen des zerkleinerten Gutes und ein Paar seitlich beabstandeter Seiten aufweist, die die Breite des Häckslereinlasses und -auslasses (11, 12) definieren, aufweist, wobei der Häckslerrotor (13) an jeder Seitenwand gelagert ist und mit einer Mehrzahl hieran angeordneter Drehmesser (15) ausgestattet ist, wobei das Gehäuse mehrere Gegenwirkungsmesser (16) aufweist, die so daran angeordnet sind, daß sie bezüglich der Mehrzahl von Drehmessern (15) komplementär anpaß- und positionierbar sind, gekennzeichnet durch ein Gebläse (18) zur Versorgung des Gehäuses (10) mit zusätzlicher Luft (30), um die Menge an abgeführtem zerkleinertem Gut (7) zu erhöhen und eine verbesserte Verteilung des zerkleinerten Gutes auf dem Boden (9) zu erzielen, wobei das Gehäuse (10) einen darin zwischen dem Gehäuseeinlaß und -auslaß (11, 12) ausgebildeten Lufteinlaß (24) aufweist, wobei das Gebläse (18) von der Antriebswelle (20) des Häckslerrotors (13) direkt angetrieben ist und die dem Lufteinlaß (24) zugeführte zusätzliche Luft (30) gemäß einer gewünschten Verteilungsbreite des zerkleinerten Gutes (7) einstellbar ist.

2. Häcksler nach Anspruch 1, wobei der Lufteinlaß (24) den Gegenwirkungsmessern (16) unmittelbar nachgeschaltet ist.

3. Häcksler nach Anspruch 1, wobei eine Einlaßöffnung zum Gebläse (18) ein Mittel (31) zur Steuerung der Abgabegeschwindigkeit der dem Gehäuse (10) zugeführten zusätzlichen Luft (30) enthält.

4. Häcksler nach Anspruch 3, wobei das Mittel (31) zur Steuerung der Abgabegeschwindigkeit des Gebläses (18) eine vor der Gebläseeinlaßöffnung angeordnete, verlagerbare Platte (31) ist.







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