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Dokumentenidentifikation DE69901044T2 14.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0950752
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Textildrucken von verschachtelten Bildern
Anmelder Gerber Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Williams, Kevin M., Cromwell, US;
Clarino, Thomas N., East Haven, US
Vertreter Schaumburg und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69901044
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.04.1999
EP-Aktenzeichen 991075607
EP-Offenlegungsdatum 20.10.1999
EP date of grant 20.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.11.2002
IPC-Hauptklasse D06P 5/00
IPC-Nebenklasse B41J 2/01   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Systeme und Verfahren zum Herstellen von Kleidung, Polstern und dergleichen aus Stoffbahnen und behandelt insbesondere Geräte und Verfahren zum Erzeugen von Schnittmusterteilen vorbestimmter Konfigurationen, die aus bahnförmigem Stoffmaterial ausgeschnitten werden, um zu Kleidung und dergleichen zusammengefügt zu werden, wobei der Stoff jedes Schnittmusterteils ein Stoffmuster hat, bei dem Mustermerkmale in einer vorbestimmten Art und Weise bezüglich Linien angeordnet sind, welche die Begrenzung des Teils definieren.

Hintergrund der Erfindung

Das computergestützte Erzeugen von Schnittmustern für Stoffe ist auf dem Fachgebiet wohlbekannt. Unter den bekannten Systemen sind die von der Anmelderin der vorliegenden Erfindung angebotenen Systeme, wie beispielsweise die Accu- Mark Schnittmustersysteme der Gerber Garment Technology, Inc. (GGT). Im allgemeinen verwenden diese bekannten Systeme ein mit einem Computer erstelltes Schnittmuster, um die Dichte der Schnittmusterteile zu optimieren und somit den Stoffabfall zu minimieren. Stoffe mit Karos, Streifen, Aufdrucken oder anderen sich regelmäßig wiederholenden Stoffmustern sind jedoch schwierig, da der Designer eventuell eine besondere Ausrichtung des Stoffmusters in verschiedenen Schnittmusterteilen verlangt, die im fertigen Kleidungsstück oder dem anderen Produkt nebeneinander oder übereinander liegen. Folglich ist die größte Dichte der Schnittmusterteile in dem Schnittmuster, das über den Stoff gelegt oder in anderer Art und Weise zum Schneiden des Stoffes eingesetzt wird, nicht notwendigerweise diejenige, die die spezielle Ausrichtung des Stoffmusters liefert. Mit anderen Worten: Schnittmuster, welche die spezielle Ausrichtung des Stoffmusters liefern, haben im allgemeinen eine niedrigere Schnittmusterteildichte als vergleichbare Schnittmuster, in denen das Stoffmuster nicht berücksichtigt wird. Dies wiederum führt zu einem höheren Anteil ein Stoffabfall.

Viele der betroffenen Stoffe, insbesondere solche mit einem anderen regelmäßig wiederholten Muster als Streifen oder Karos, werden durch einen Druckvorgang hergestellt, bei dem das Muster auf einen geeigneten glatten, unbedruckten Stoff gedruckt wird. Zu diesem Zweck wurden lange Zeit Rotationsscheiben- und Seidenschablonendruck oder Variationen davon eingesetzt. Heute ist es auch möglich, Stoffe unter Verwendung zahlreicher winziger Strahlen geeigneter Tinte, Farbe oder Pigmente zu bedrucken. Dieser Prozeß ist analog zu dem weitverbreiteten Tintenstrahldruck auf Papier. Wie das Tintenstrahldrucken auf Papier, wird auch das Strahldrucken auf Stoff computergesteuert durchgeführt. Der relevante Stand der Technik ist in der JP-A-309607 und der EP-A-607539 beschrieben.

Die durch die vorliegende Erfindung zu lösende Aufgabe besteht daher darin, ein Gerät und ein Verfahren zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen anzugeben, wobei der Stoff jedes Schnittmusterteils ein angepaßtes Druckmuster hat, bei dem die Mustermerkmale in einer vorbestimmten Art und Weise bezüglich den die Begrenzung des Teils definierenden Linien angeordnet sind, während der Stoffabfall minimiert wird.

Die Erfindung löst dieses Problem durch die Merkmale des Verfahrensanspruchs 1 bzw. des Vorrichtungsanspruchs 3. Vorteilhafte Weiterentwicklungen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem beiliegenden Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß dem beiliegenden Anspruch 4 zum Herstellen von Schnittmusterteilen aus Arbeitsmaterial, wobei jedes Musterteil ein gedrucktes Muster zum Zusammenfügen zu Kleidungsstücken und dergleichen trägt. Das Muster wird nur innerhalb die Begrenzung des Schnittmusterteils, oder nur leicht darüber hinausgehend gedruckt. Dadurch werden die Probleme umgangen, die bisher in Verbindung dem Ausrichten von Schnittmusterteilen relativ zu einem wiederkehrenden Muster aufgetreten sind, das über die gesamte Fläche des Arbeitsmaterials vorgedruckt war, und ermöglicht eine kompaktere Verschachtelung der Schnittmusterteile auf dem Arbeitsmaterial. Eine elektronische Schnittmusterteil-Datenbank wird erzeugt, die für jedes gewünschte Schnittmusterteil eine Schablone enthält. Graphikbilder, die repräsentativ für den wiederholbaren Abschnitt des Musters sind, werden ebenfalls erzeugt und individuell mit den Schnittmusterteil-Schablonen zusammengeführt. Die Schablonen werden dann in verschachtelter Beziehung angeordnet, um ein Schneide- und Druckschnittmuster zu erstellen, wobei ein Stoffdruckmuster in jedem Teil so erscheint, wie dies, sowohl hinsichtlich der Ausrichtung als auch der Passung, in den entsprechenden fertigen Schnittmusterteilen gewünscht ist. Das Schneide- und Druckschnittmuster wird dann zum Steuern einer Schneidmaschine, um die Schnittmusterteile aus der Bahn zu schneiden, und zum Steuern eines Druckers verwendet, um die gewünschten Muster in die den Schnittmusterteilen entsprechenden Bereiche auf die Stoffbahn zu drucken, wobei das Drucken vorzugsweise vor dem Schneiden erfolgt.

Zum Zusammenführen des Stoffdruckmusters mit den Schnittmusterteil- Schablonen werden die Schablonen eine nach der anderen aus der Datenbank aufgerufen und visuell angezeigt. Dann wird ein Bild eines Musterabschnitts des Stoffdruckmusters über das Schablonenbild gelegt und bezüglich der Ausrichtungspunkte innerhalb der Schablonengrenzen korrekt positioniert. Das Stoffdruckmuster wird dann in beiden Koordinatenrichtungen wiederholt, um die Schablone vollständig zu füllen. Eine Aufzeichnung der ausgerichteten und mit dem Muster bedeckten Schablone wird in einer Verarbeitungsdatei oder Datenbank gespeichert. Schließlich werden die Aufzeichnungen in verschachtelter Beziehung angeordnet, um das Schneide- und Druckschnittmuster zu erzeugen.

Durch individuelles Anpassen des Druckmusters in jedem der Schnittmusterteile werden Probleme, die bisher in Verbindung mit der Musterwiederholung des Stoffes auftraten, umgangen. So ist es möglich, Schnittmusterteile auf der Stoffbahn so eng zu verschachteln, als ob kein Muster vorhanden wäre. Dieses engere Verschachteln der Schnittmusterteile minimiert den Stoffabfall.

Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden ausführlichen Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Schnittmuster-Druckvorgangs gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines einzelnen Mustarabschnitts, der an einem Ausrichtungspunkt auf dem Schnittmuster ausgerichtet ist.

Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines Schnittmusterteils, eingeschlossen in einem mit einem Muster ausgefüllten Minimum/Maximum-Kasten.

Fig. 4 ist eine Teilansicht eines Schnittmusterteils, die einen Flächenabschnitt des Musters zeigt, der über die Begrenzung des Schnittmusterteils hinausgeht.

Fig. 5 ist eine Ansicht des Flächenabschnitts und des Schnittmusterteils der Fig. 4, wobei der Flächenabschnitt mit einer transparenten Farbe gefüllt ist.

Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung.

Ausführliche Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels

Wie in Fig. 1 schematisch dargestellt beginnt ein Verfahren zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen gemäß der vorliegenden Erfindung mit dem Erstellen einer Schnittmusterteil-Datenbank 10, die in einem (nicht dargestellten) Computerprozessor gespeichert ist. Die Schnittmusterteil-Datenbank 10 ist eine elektronische Datei von Schablonen, die jeweils einem der Schnittmusterteile entsprechen. Diese Schablonen enthalten Ausrichtungspunkte, die innerhalb der Schablonengrenzen liegen und verwendet werden, um ein Schnittmusterteil auf einem Schnittmuster wie unten beschrieben auszurichten. Die Schnittmusterteil- Datenbank kann durch verschiedene, dem Fachmann bekannte Systeme erstellt werden. Als besonders effektiv hat sich jedoch das von Gerber Garment Technology, Inc. (GGT) hergestellte und vertriebene Schnittmustersystem AccuMarkTM erwiesen.

Zusätzlich zu den Schnittmusterteil-Schablonen werden auch elektronisch erzeugte Graphikbilder oder -schablonen, die Stoffdruckmustern entsprechen, erzeugt und in der Datenbank gespeichert, wie durch Kasten 20 in Fig. 1 angedeutet. Diese Schablonen können durch verschiedene, dem Fachmann bekannte Systeme erstellt werden. Als zum Erzeugen von Druckmusterbildern besonders geeignet hat sich dabei ein als Artworks System bekanntes System erwiesen, das von GGT hergestellt und vertrieben wird.

Wie weiter in Fig. 1 dargestellt, können eine oder mehrere der Stoffdruckmuster- Schablonen durch weiter unten beschriebene Mittel mit einer oder mehreren der Schnittmusterteil-Schablonen zusammengeführt werden, um ein Schneide- und Druckschnittmuster 30 zu erzeugen, wobei das Stoffdruckmuster individuell in jedem Teil so erscheint, wie es in dem entsprechenden fertigen Schnittmusterteil erscheinen würde.

Eine in Fig. 1 schematisch als 40 dargestellte Farbstrahl-Druckvorrichtung, die auf Befehle reagiert, die von der Steuerung ausgegeben werden, und geeignet ist, auf Stoff zu drucken, ist ebenfalls vorgesehen. Eine derartige Druckvorrichung ist das Gerät NOVAJET PROSERIES, das von Encad, Inc., San Diego, CA vertrieben wird. Während hier ein Farbstrahldrucker beschrieben wurde, ist die vorliegende Erfindung in dieser Hinsicht nicht eingeschränkt, da andere Druckerarten, wie beispielsweise Tintenstrahl- oder Thermodrucker stattdessen eingesetzt werden können, ohne von den breiteren Aspekten der vorliegenden Erfindung abzuweichen.

Die Steuerung verwendet das Schneide- und Druckschnittmuster zum Ausgeben von Befehlen an die Druckvorrichtung, welche sie anweist, das Schneide- und Druckschnittmuster auf eine Stoffbahn zu drucken. Vorzugsweise ist der Stoff zunächst unbedruckt, doch ist die vorliegende Erfindung in dieser Hinsicht nicht eingeschränkt, da das Schnittmuster auch auf ein Stück gemusterten Stoff 50 gedruckt werden könnte. Die gedruckten Schnittmusterteile 60 können dann aus dem Stoff ausgeschnitten werden, und zwar manuell oder mittels einer Schneidvorrichtung, die auf Befehle der Steuerung anspricht.

In Fig. 2 ist eine aus der Schnittmusterteil-Datenbank 10, Fig. 1, gewählte Schnittmusterteilschablone 62 auf einem Display 56 dargestellt. Das Bild auf dem Display 56 stellt ein Stück oder eine Lage Stoff dar, die mit den Schnittmusterteilen bedruckt und dann geschnitten wird. Das angezeigte Schnittmusterteil 62 kann in die gewünschte Ausrichtung bezüglich des Stoffstücks gedreht werden. Ein "Musterabschnitt" des Stoffdruckmusters 64 wird auf dem Schnittmusterteil positioniert und so gedreht, daß er mit dem Schnittmusterteil ausgerichtet ist. Da jeder Musterabschnitt 64 des Stoffes ein identifizierbares Wiederholungsmuster hat, muß nur ein Musterabschnitt in der Datenbank gespeichert werden, wodurch der für das Implementieren des Systems benötigte Speicherplatz reduziert wird.

Wenn die Ausrichtung des Musterabschnitts 64 des Stoffdruckmusters relativ zu dem Schnittmusterteil 62 festgelegt ist, berechnet der Computer wie in Fig. 3 dargestellt einen Bereich, der als Minimum/Maximum-Kasten 66 bezeichnet wird und einen Umfang "P" definiert, der das angezeigte Schnittmusterteil enthält. Dann wird der Minimum/Maximum-Kasten 66 in Abhängigkeit von Befehlen von der Steuerung mit einer Vielzahl einzelner Musterabschnitte 64 gefüllt und auf dem Display 56 als kontinuierliches Stoffmuster dargestellt. Die Position jedes der Musterabschnitte 64 wird von dem Computerprozessor anhand zumindest zweier Koordinaten identifiziert, vorzugsweise die Kartesischen Koordinaten X und Y, die in maschinenlesbarer Form in der Datenbank gespeichert werden. Wenn der Minimum/Maximum-Kasten 66 mit den oben beschriebenen Musterabschnitten 64 gefüllt ist, berechnet der Computerprozessor als nächstes, wo die Umfangskanten des Schnittmusterteils 62 die Musterabschnitte schneiden.

Wenn ein Schnittpunkt wie in Fig. 4 gezeigt bestimmt wird, schneidet das System den betroffenen Musterabschnitt 64 elektronisch ab und erzeugt eine geometrische Struktur 68, die dem abgeschnittenen Flächenbereich des Musterabschnitts entspricht, der außerhalb des Schnittmusterteils 62 liegt. Diese Information wird dann in der Datenbank gespeichert. Dieser Prozeß wird fortgesetzt, bis alle Musterabschnitte 64 analysiert worden sind. Die resultierende Datenbank enthält eine Bitmap-Darstellung der Musterabschnitte, eine Reihe von X- und Y- Koordinaten, welche die Plazierung und Ausrichtung jedes der Musterabschnitte 64 identifizieren, eine geometrische Definition des Schnittmusterteils/der Schnittmusterteile 62 sowie eine Reihe von abgeschnittenen geometrischen Bereichen 68.

Wie in Fig. 5 angedeutet, identifiziert der Computerprozessor nach dem Erzeugen und Ausweiten der Datenbank auf die oben beschriebenen Daten als nächstes jeden Pixel in den abgeschnittenen geometrischen Bereichen 68 (gestrichelte Linien, Fig. 5) jedes Musterabschnitts 64, die über die Begrenzung des entsprechenden Schnittmusterteils 62 hinausgehen. Der Charakter jedes dieser Pixel wird dann so verändert, daß der Pixel transparent ist oder eine Farbe hat, die auf die Nichtdruckfarbe einer jeweiligen Druckvorrichtung abgebildet werden kann. Folglich wird nur das Stoffmuster innerhalb des Umfangs der Form des Schnittmusterteils/der Schnittmusterteile dargestellt und bedruckt. Dadurch können Schnittmusterteile in verschachtelter Folge angeordnet werden, wodurch das Druck- und Schneideschnittmuster erzeugt wird.

Der Leser wird erkennen, daß das individuelle Anpassen des Stoffdruckmusters in jedem der Schnittmusterteile die Probleme umgeht, die mit der Musterwiederholung des Stoffes zusammenhängen, d. h. zwischen Schnittmusterstücken auf der Stoffbahn ist keine Musterausrichtung notwendig. Zudem entfällt der Bedarf an großen Stoffbeständen durch das Drucken gemusterter Stoffe.

Fig. 6 zeigt eine Vorrichtung zum Bedrucken und Schneiden von Stoff, die allgemein mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet ist und einen auf Beinen 104 gehaltenen Tisch 102 umfaßt. Der Tisch 102 enthält eine flache obere Arbeitsfläche 120, auf der ein Stück Arbeitsmaterial 106 aufliegen kann.

Ein erster Schlitten 108, der quer über den Tisch 102 verläuft, ist so angebracht, daß er in einer ersten Koordinatenrichtung X beweglich ist, und trägt einen Schneidschlitten 112, der so an ihm befestigt ist, daß er in einer Koordinatenrichtung Y bewegbar ist.

An dem Schneidschlitten 112 ist ein Schneidkopf 114 montiert. Der Fachmann wird erkennen, das verschiedene Schneidvorrichtungen, darunter rotierende Messer, hin- und hergehenden Messer, Laser oder Wasserstrahlen in dem Schneidkopf 114 verwendet werden können, ohne von den breiteren Aspekten der vorliegenden Erfindung abzuweichen.

Ein zweiter Schlitten 116 verläuft ebenfalls quer über den Tisch 102 und ist, ähnlich wie der erste Schlitten 108, so angeordnet, daß er in Längsrichtung beweglich ist. Der zweite Schlitten 116 trägt einen Druckerschlitten 122, der in Y-Richtung beweglich daran montiert ist.

An dem Druckerschlitten 122 ist ein Druckkopf 124 montiert, der einen Pigmentstrahldrucker verwendet, wie beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, einen Farbstrahl- oder Tintenstrahldrucker, oder auch andere Druckerarten, wie beispielsweise Thermotransferdrucker.

Die Druck- und Schneidvorrichtung 100 enthält eine Steuerung 126, die über die Leitungen 128 Signale sendet und empfängt und diese Signale verarbeitet. Die Steuerung enthält ein Display 130 bekannter Art und eine Tastatur 132. Die Steuerung enthält einen Computerprozessor, der über genügend Speicherplatz und andere periphere Hardware verfügt, um die oben beschriebenen Funktionen auszuführen.

Die vorliegende Erfindung kann besonders für kurze Produktionsdurchgänge und die Herstellung von Prototypen oder Mustern verwendet werden. Sie ist ferner besonders gut geeignet, um gedruckte Schnittmuster in voller Größe für das Nähen zu Hause herzustellen. Bei einer derartigen Anwendung könnte der Käufer/die Käuferin den gewünschten Kleidungsstil, die Größe, Farbe und das Stoffmuster bestimmen. Die geeigneten Schnittmusterteile würden dann auf eine Stoffbahn gedruckt, um später geschnitten und genäht zu werden. Auch könnten Nähanweisungen oder Teilidentifikationen direkt auf den Stoff gedruckt werden. Während hier wiederholt auf die Herstellung von Kleidung verwiesen wurde, sollte es offensichtlich sein, daß die vorliegende Erfindung gleichermaßen für Polster und dergleichen angewendet werden kann.

Wie der Fachmann erkennen wird, können zahlreiche Änderungen und Modifikationen an den oben beschriebenen sowie anderen Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden, ohne von ihrem Umfang, wie er in den zugehörigen Ansprüchen definiert ist, abzuweichen. Insbesondere sei darauf hingewiesen, daß verschiedene andere Prozesse verwendet werden können, um das Stoffdruckmuster mit dem Schneidendster zusammenzuführen, wobei die gewählten Prozesse größtenteils von der Speicherkapazität und der Verarbeitungsgeschwindigkeit des verwendeten Computers abhängen. Ferner sei darauf hingewiesen, daß der Druck- und der Schneidvorgang von getrennten Systemen durchgeführt werden können, die beide abwechselnd das Schneide- und Druckschnittmuster verwenden. Alternativ dazu kann das Schneiden manuell erfolgen. Folglich ist die vorstehende ausführliche Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels rein beispielhaft und keineswegs einschränkend zu verstehen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen (62), wobei jedes Schnittmusterteil (62) ein Druckmuster hat, das innerhalb der die Begrenzung des Teiles definierenden Linien angeordnet ist, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:

Bereitstellen einer Druckeinrichtung (40, 122) zum Drucken von Schnittmusterteilen (62) und von Mustern innerhalb dieser Schnittmusterteile (62) auf eine Lage von Arbeitsmaterial (50),

Bereitstellen einer Steuerung (126), die betriebsmäßig mit der Druckeinrichtung (40, 122) verbunden ist, um an die Druckeinrichtung (40, 122) Befehlssignale auszugeben,

Erzeugen einer elektronischen Schnittmusterteil-Datenbank (10), die für jedes der Schnittmusterteile (62) eine Schablone enthält, die in der Steuerung (126) gespeichert ist,

Erzeugen eines Bildes, das repräsentativ für einen wiederholbaren Abschnitt (64) eines auf die Schnittmusterteile (62) zu druckenden Musters ist, und Speichern des Bildes in der Steuerung (126),

individuelles Zusammenführen des wiederholbaren Abschnittes (64) mit dem entsprechenden Schnittmusterteil (62),

Erzeugen eines Schneide- und Druckschnittmusters (30) durch Auffüllen jedes der Schnittmusterteile (62) mit einer Vielzahl von Kopien der wiederholbaren Abschnitte (64), von denen jeder Seite an Seite relativ zu dem unmittelbar folgenden wiederholbaren Abschnitt (64) angeordnet wird,

wobei ein Stoffdruckmuster in jedem Schnittmusterteil (62), sowohl hinsichtlich der Ausrichtung als auch der Passung, in den entsprechenden fertigen Schnittmusterteilen erscheint,

Betreiben der Druckeinrichtung (40, 122) gemäß Befehlen, die aus der Steuerung (126) ausgegeben werden, um das Schnittmuster (30) auf das Arbeitsmaterial (50) zu drucken.

2. Verfahren zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Erzeugens eines Schneide- und Druckschnittmusters (30) ferner gekennzeichnet ist durch das Erzeugen eines Umfangs (P), der die Begrenzung, die von jedem der genannten Schnittmusterteile (62) definiert wird, einschließt,

Ausfüllen des Umfangs (P) mit einer Vielzahl der wiederholbaren Abschnitte (64), die relativ zueinander Seite an Seite angeordnet werden,

Festlegen von Flächenabschnitten (68) der Vielzahl von wiederholbaren Abschnitten (64), die sich außerhalb der von jedem der Schnittmusterteile (62) definierten Begrenzung erstrecken,

Verändern der Flächenabschnitte (68) derart, daß sie nicht-druckbar sind, wodurch verursacht wird, daß der Umfang (P) Schnittmusterteile (62) enthält, die mit dem Muster ausgefüllt sind und von nicht-druckbaren Flächenabschnitten (68) umgeben sind, und

Speichern der Schnittmusterteile (62) und der nicht-druckbaren Flächenabschnitte (68) in der Steuerung (126).

3. Verfahren zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend die Schritte:

Bereitstellen einer Schneideeinrichtung (112, 114) zum Schneiden der Schnittmusterteile (62) aus dem Arbeitsmaterial (50), und

Veranlassen, daß die Schneideeinrichtung (112, 114) die Schnittmusterteile (62) aus dem Arbeitsmaterial (50) gemäß dem Schneide- und Druckschnittmuster (30) abhängig von aus der Steuerung (126) ausgegebenen Befehlen schneidet.

4. Vorrichtung zum Herstellen von Stoffschnittmusterteilen (62), wobei der Stoff jedes Schnittmusterteiles (62) ein Stoffdruckmuster mit Mustermerkmalen hat, die in einer vorgegebenen Weise in bezug zu Linien angeordnet sind, welche die Begrenzung jedes Schnittmusterteiles (62) definieren, umfassend:

eine numerisch gesteuerte Druckeinrichtung (40, 122) zum Drucken eines gewünschten Stoffdruckmusters auf eine Bahn eines unbedruckten Stoffes (50),

eine Steuerung (126) zum Steuern der Druckeinrichtung (40, 122), Mittel zum Erzeugen einer elektronischen Schnittmusterteil-Datenbank (10), einschließlich einer Schablone für jedes der gewünschten Schnittmusterteile (62), in der Steuerung (126),

Mittel zum Erzeugen eines graphischen Bildes in der Steuerung (126), das repräsentativ für ein gewünschtes Stoffdruckmuster ist, und

Mittel zum Zusammenführen des Stoffmuster-Graphikbildes mit der Schnittmusterteil-Datenbank (10), um ein Schneide- und Druckschnittmuster (30) zu erzeugen, wobei das Stoffdruckmuster, sowohl hinsichtlich der Ausrichtung als auch der Passung, individuell in jedem Schnittmusterteil (62) erscheint, wie dies in den entsprechenden fertigen Stoffteilen gewünscht ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, ferner mit einer numerisch gesteuerten Schneideeinrichtung (112, 114), die betriebsmäßig mit der Steuerung (126) verbunden ist, um bedruckte Schnittmusterteile (62) aus einer Stofflage zu schneiden.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtung (40, 122) Mittel (124) enthält, um Mehrfachstrahlen pigmentierter Farbe auf eine Stoffbahn zu richten.







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