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Dokumentenidentifikation DE69805601T2 21.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0956739
Titel GRILLELEMENT
Anmelder Whirlpool Corp., Benton Harbor, Mich., US
Erfinder ANDERSSON, Ann-Marie, I-21025 Comerio, IT;
GUNNAR, Nyren,c/o Whirlpool Europe srl, I-21025 Comerio, IT
Vertreter Jeck . Fleck . Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Aktenzeichen 69805601
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.01.1998
EP-Aktenzeichen 989079603
WO-Anmeldetag 20.01.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/EP98/00280
WO-Veröffentlichungsnummer 0009834436
WO-Veröffentlichungsdatum 06.08.1998
EP-Offenlegungsdatum 17.11.1999
EP date of grant 29.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.11.2002
IPC-Hauptklasse H05B 6/80

Beschreibung[de]
Erfindungsgebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mikrowellenherd mit einer Grillvorrichtung zur Infrarotbestrahlung von Nahrungsmitteln.

Technischer Hintergrund und Stand der Technik

Gegenwärtig sind Mikrowellenherde mit Grillelementen bekannt, die die im Herd zu erhitzenden Nahrungsmittel mit Infrarotstrahlen bestrahlen, um eine gegrillte Textur der Nahrungsmittel zu schaffen.

Ein Beispiel für einen Mikrowellenherd mit einer Grillvorrichtung ist in der GB-A- 2 152 790 offenbart.

Das übliche Verfahren besteht darin, die Grillelemente außerhalb der Herdkammer in einer sogenannten Grillbucht anzuordnen, damit die Bildung von ernsten Störungen des Mikrowellenmusters in der Herdkammer vermieden wird. Dadurch treten jedoch neue Probleme auf, weil ein Weg für die Infrarotstrahlen in die Herdkammer geschaffen werden muss. Dieser Weg führt zur Schaffung einer Öffnung in der Herdkammerwand, wobei durch diese Öffnung Mikrowellen in die Grillbucht gelangen, aus der die Mikrowellen in den umgebenden Raum austreten können.

Um einen solchen Austritt von Mikrowellen zu vermeiden, ist eine in der EP 0 420 319 offenbarte Lösung geschaffen worden. Die in diesem Patent dargelegte Erfindung bezweckt, den Austritt des in der Grillbucht vorhandenen Mikrowellenfelds in den umgebenden Raum zu verhindern. Für diesen Zweck sind zwei Maßnahmen erforderlich: erstens wird ein perforiertes Metallblech in der Öffnung der Herdkammerwand angeordnet, so dass dieses Blech die Grillbucht physikalisch von der Herdkammer abschirmt; obwohl diese Abschirmung die Mikrowellen etwas abschirmt, ist das resultierende Feld in der Grillbucht noch verhältnismäßig stark, so dass die Probleme mit dem Austritt der Strahlung in den umgebenden Raum auftreten; zweitens hat man zur Verhinderung dieses Austritts in den umgebenden Raum versucht, die Grillbucht von der Umgebung in solcher Weise zu isolieren, dass die verhältnismäßig kleine Menge an Mikrowellen, die trotz des Abschirmblechs ihren Weg in die Grillbucht findet, nicht in den umgebenden Raum eindringt. Diese Isolation ist im Wesentlichen durch das Blech geschaffen worden, das mit einem metallischen Reflektor elektrisch verbunden ist, der in der Grillbucht angeordnet ist und dazu benutzt wird, die von den Grillelementen kommende Infrarotstrahlung in die Herdkammer zu reflektieren. Der Reflektor und das Blech sind von den Wänden der Herdkammer elektrisch isoliert, so dass sie einen Käfig bilden, der als Mikrowellendichtung in Bezug auf den umgebenden Raum wirkt.

Eine besondere Schwierigkeit in diesem Zusammenhang bilden die elektrischen Verbindungen der Grillelemente, wobei diese Verbindungen als Antennen für die Mikrowellen arbeiten. Die von diesen Antennen aufgenommenen Mikrowellen können dann aus der Grillbucht mittels der aus der Grillbucht führenden Verbindungsdrähte austreten. Um dies zu verhindern, wird eine in diesem Patent gezeigte, besonders ausgebildete Abschirmvorrichtung für die Verbindungen und deren Leiter verwendet, wobei diese Abschirmvorrichtung die Aufgabe hat, die Mikrowellen zurück in die Grillbucht zu reflektieren.

Aufgaben der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Mikrowellenherd mit einer Grillvorrichtung zu schaffen, wobei die Herstellung der Grillbucht und der Grillelemente einschließlich der Verbindungen der Grillelemente zur Speisequelle beträchtlich einfacher und billiger sein soll und den Wirkungsgrad des Grills verbessern soll. Ferner besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, die technische Lebensdauer der Grillelemente zu erhöhen.

Erfindungszusammenfassung

Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Mikrowellenherd mit einer Grillvorrichtung gemäß dem Anspruch 1 gelöst. Weitere Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 7 beschrieben.

Die Erfindung gründet sich auf der Erkenntnis, dass es durch die Ausbildung der Hohlräume möglich ist, deren Eigenschaften hinsichtlich der Mikrowellenausbreitung in solcher Weise zu steuern, dass Teile dieser Hohlräume im Wesentlichen frei von Mikrowellen sind.

Es ist ein Mikrowellenherd vorgesehen, an dem ein Hohlraum für Infrarotstrahlen abstrahlende Mittel angeordnet ist, wobei dieser Hohlraum eine Verbindungsöffnung zur Herdkammer und einschließlich seiner Verbindungsöffnung solche Abmessungen aufweist, dass infolge der Mikrowellenausbreitungseigenschaften des Hohlraums dieser im Wesentlichen von Mikrowellen freibleibt.

Dies wird dadurch erreicht, dass der Hohlraum derart ausgebildet ist, dass er funktionell einen Teil der Herdkammer bildet. Das heißt, dass die diesen Hohlraum definierenden Wände elektrisch leitend und mit den Wänden der Herdkammer elektrisch verbunden sind. Die Verbindungsöffnung kann vollständig offen sein, aber bei einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung ist eine bestimmte Art eines Gitters in der Verbindungsöffnung angeordnet.

Dieser im Wesentlichen von Mikrowellen freier Hohlraum wird in vorteilhafter Weise dadurch erreicht, dass der Hohlraum und seine Verbindungsöffnung zur eigentlichen Herdkammer derart dimensioniert sind, dass sie eine Wellenführung bilden, in dem sich Mikrowellen mit der infrage kommenden Wellenlänge nicht ausbreiten.

Wesentlich für die Schaffung dieses im Wesentlichen mikrowellenfreien Hohlraums ist die Größe eines charakteristischen Maßes der Verbindungsöffnung.

Dieses charakteristische Maß ist vorzugsweise kleiner als die halbe Wellenlänge der infrage kommenden Mikrowellen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung ist die Verbindungsöffnung längsgestreckt, und das charakteristische Maß der Verbindungsöffnung ist die Breite.

Die Länge der Verbindungsöffnung und die Tiefe des Hohlraums sind in diesem Zusammenhang von geringerer Bedeutung.

Die Infrarotstrahlen werden in einer besonderen Unterkammer erzeugt, die eine verhältnismäßig große Verbindungsöffnung aufweist und über diese mit der eigentlichen Herdkammer verbunden ist. Diese Unterkammer und deren Verbindungsöffnung sind derart dimensioniert, dass die Mikrowellen sich innerhalb der Unterkammer im Wesentlichen nicht ausbreiten.

Die Unterkammer ist vorzugsweise in Verbindung mit dem Dach der Herdkammer gebildet, kann aber in einer der Wände oder im Boden der Herdkammer angeordnet sein.

Bei einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung wird der Hohlraum oder die Grillbucht mindestens teilweise durch einen elektrisch leitenden Reflektor gebildet, der derart ausgebildet ist, dass er die vom Grillelement erzeugte Infrarotstrahlung reflektiert, und der mit den Wänden der eigentlichen Herdkammer elektrisch verbunden ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung wird eine Hochtemperaturzone an der Verbindungsöffnung zwischen der Unterkammer und der eigentlichen Herdkammer geschaffen, so dass von den Nahrungsmitteln kommende Spritzer aus Fett oder dergleichen weggebrannt werden.

Eine bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung weist einen Aufbau, vorzugsweise ein Gitter, auf, der in der restlichen Beschreibung als Gitter bezeichnet wird. Dieses Gitter bildet eine Oberfläche, die zu einem gewissen Grad aus elektrisch leitendem Material besteht, die aber im Wesentlichen Öffnungen oder Löcher aufweist, wobei das Gitter in der Verbindungsöffnung zwischen dem Hohlraum und der eigentlichen Herdkammer angeordnet ist. Dieses Gitter kann einen oder mehrere der folgenden Aufgaben in Abhängigkeit von seiner Ausbildung erfüllen.

Das Gitter kann derart ausgebildet sein, dass es verhindert, dass ein Benutzer mit den Grillelementen in Berührung kommt, wenn die Nahrungsmittel dem Herd entnommen werden. Dies ist deshalb wichtig, weil die Grillelemente bei ihrer Benutzung sehr heiß werden können.

Das Gitter kann derart ausgebildet sein, dass es einen Teil der Mikrowellenstrahlung reflektiert, der auf das Gitter fällt, wodurch die Menge der in die Unterkammer gelangende Mikrowellenstrahlung weiter vermindert wird.

Das Gitter kann derart ausgebildet sein, dass es einen Teil der von den Grillelementen kommenden Infrarotstrahlung absorbiert, um eine Hochtemperaturzone um das Gitter zu schaffen. Der Grund, warum das Wegbrennen von Spritzern erwünscht ist, ist der, dass sonst Fett und dergleichen den Reflektor verschmutzen können, so dass dessen Wirkungsgrad wesentlich vermindert werden würde.

Das Gitter kann derart ausgebildet sein, dass es einen großen Teil der Infrarotstrahlen, die auf eine bestimmte Stelle oder auf bestimmte Stellen gerichtet sind, absorbiert oder reflektiert und dass es nur einen kleinen Teil der übrigen Infrarotstrahlen absorbiert oder reflektiert. Dadurch ist es möglich, dass nur eine kleine Menge der Infrarotstrahlen beispielsweise die Herdtür bestreicht, die deshalb nicht auf sehr hohe Temperaturen aufgeheizt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung sind die Öffnungen im Gitter längsgestreckt und im Wesentlichen parallel zur Herdtür angeordnet.

Da ein im Wesentlichen mikrowellenfreier Hohlraum geschaffen ist und da deshalb keine große Notwendigkeit für besondere Mittel besteht, die den Hohlraum von den Mikrowellen abschirmen, ist gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung das Gitter im Vergleich mit den normalerweise benutzten, perforierten Metallblechen mit sehr großen Öffnungen ausgestattet. Der Grund für die Ausstattung des Gitters mit großen Öffnungen ist der, dass in dieser Weise verhindert wird, dass die Benutzer mit den Grillelementen in Berührung kommen, während gleichzeitig die Infrarotbestrahlung der Nahrungsmittel im Herd nicht wesentlich vermindert wird.

Der gewählte Gitteraufbau ist ein Metallblech, in das eine Anzahl von Längsschlitzen geschnitten sind, die jeweils an kurzen Schlitzen enden, die rechtwinklig zu den Längsschlitzen stehen; danach werden die derart gebildeten Blechabschnitte nach oben gebogen.

Es hat sich erwiesen, dass dieser Gitteraufbau eine große Fähigkeit zum Reflektieren von Mikrowellen hat. Das heißt, dass die Übertragung von Mikrowellen in den Grillhohlraum weiter vermindert wird.

Die Tatsache, dass diese größeren Öffnungen eine weiter verminderte Übertragung vorsehem, liegt höchstwahrscheinlich in der Kapazität, die über den Öffnungen gebildet wird und zu einem kapazitiven Strom über dem Loch führt. Dieser Strom bewirkt eine Verminderung der Impedanz, die zu einer besseren Reflektion der Welle führt, die sonst durch die Öffnung gehen würde.

Auf der Basis dieser Erkenntnis kann eine Ausführung gestaltet werden, so dass ein dreidimensionaler Kondensatoraufbau erreicht wird, der im Vergleich zu einem zweidimensionalen Kondensatoraufbau zu einer bedeutend höheren Kapazität führt. Daher können die dreidimensionalen Kondensatoraufbauten, die auf unterschiedlicher Weise zu dem oben genannten Kondensatoraufbau hergestellt worden ist, dazu benutzt werden, die gleiche Wirkung zu erzielen.

Eine bevorzugte Ausführung eines solchen Gitters wird dadurch hergestellt, dass Längsschlitze in einem Metallblech geschnitten werden, dass die Längsschlitze in kürzere Schlitze enden, die im Wesentlichen in einem rechten Winkel zu den Längsschlitzen stehen, und dass die dadurch gebildeten Blechabschnitte im Wesentlichen im rechten Winkel zur Blechebene nach oben gebogen werden. Auf diese Weise wird in leichter Weise ein Gitter geschaffen, das in der Blechebene einen hohen Offenheitsgrad aufweist und das gleichzeitig eine verhältnismäßig große Oberfläche in einer Ebene hat, die im rechten Winkel zu der Blechebene steht. Diese große Oberfläche ergibt den oben erwähnten dreidimensionalen Kondensatoraufbau.

Zusätzlich ist es möglich, das Gitter derart auszubilden, dass es eine große Oberfläche für die Infrarotstrahlen darbietet, die nach vorn in Richtung auf die Herdtür gerichtet sind, und dass es eine kleine Oberfläche für die Infrarotstrahlen darbietet, die auf die Nahrungsmittel gerichtet sind, die durch sie gegrillt werden sollen, wodurch gesichert ist, dass eine geringstmögliche Grillkapazität verloren geht und gleichzeitig die Herdtür geringstmöglich bestrahlt wird, damit diese nicht erheblich aufgeheizt wird.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden nun bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische, durchsichtige Ansicht eines Mikrowellenherds mit einer Grillbucht,

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Reflektorkombination in einem ein Grillelement aufweisenden Mikrowellenherd,

Fig. 3 eine schematische Ansicht der Reflektorkombination der Fig. 2, jedoch mit Gittern, die in den Verbindungsöffnungen zwischen den Hohlräumen angeordnet sind, die durch die Reflektoren und die eigentliche Herdkammer bestimmt sind, und

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Gitters von oben und unter einem bestimmten Winkel, wobei dieses Gitter bei einer Ausführung der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Fig. 1 zeigt einen Mikrowellenherd mit einem Grillelement oder einer Grillbucht. Der Herd umfasst ein Gehäuse 1, ein Steuerfeld 2, eine Kammer 3, die im Gehäuse angeordnet ist und in der sich während des Kochvorgangs Nahrungsmittel befinden, und eine Tür 4 zum Schließen der Herkammer während des Kochvorgangs. In der Nähe des Kammerbodens befindet sich eine rotierende Bodenplatte 5 mit einem zugeordneten Antriebsmechanismus 6, die dafür sorgt, dass sich die Bodenplatte 5 mit den darauf befindlichen Nahrungsmitteln während des Kochvorgangs in der durch den Pfeil 12 gekennzeichneten Richtung dreht. Die Bodenplatte und der Antriebsmechanismus können von der Art sein, die eine leichte Entfernung ermöglicht, wenn eine stationäre Beladung der Herdkammer gewünscht wird. Fig. 1 zeigt auch Mikrowelleneinspeisemittel 7 und eine Mikrowellenquelle 8 zur Erzeugung von Mikrowellen. Mittels der Einspeisemittel 7 werden die Mikrowellen über zwei Speiseöffnungen 10 und 10' eingespeist, die in einer der Seitenwände der Kammer in der Nähe des Kammerdachs bzw. des Kammerbodens angeordnet sind. Im Dach der Herdkammer 3 sind zwei Reflektoren I und II(s. Fig. 2) angeordnet, die Hohlräume 9 festlegen, die in diesem Fall jeweils mit einer Schutzabdeckung 9a zum Schutz der Reflektoren abgedeckt sind und die jeweils ein Grillelement 18 enthalten. Die entsprechenden Verbindungsöffnungen zwischen den Hohlräumen 9 und der eigentlichen Herdkammer sind langgestreckt, verlaufen parallel zur Herdtür und haben eine Breite, die zwei Fünftel der Wellenlänge der Mikrowellen beträgt. Die Hohlräume selbst haben eine Tiefe von etwas mehr als eine Wellenlänge.

Fig. 2 zeigt zwei Reflektoren I und II, die im Dach des Mikrowellenherds angeordnet sind und in denen Grillelemente 18 zur Erzeugung von Infrarotstrahlung angeordnet sind. Die Reflektoren I und II sind mit mindestens einer der Wände 21 elektrisch verbunden, die die Kammer 3 bilden. Diese elektrischen Verbindungen teilt die durch die Reflektoren I, II festgelegten Hohlräume 9 in Unterkammern der eigentlichen Herdkammer 3 auf. Bei diesem Ausführungsbeispiel haben die Verbindungsöffnungen 23a und 23b eine Breite, die zwei Fünftel der Wellenlänge der Mikrowellen beträgt. Wie bereits erwähnt wurde, bilden die Reflektoren zusammen mit ihren Verbindungsöffnungen 23a und 23b vom Gesichtspunkt der Mikrowellen her Wellenführungen, in denen sich die Mikrowellen nicht ausbreiten. Daher bilden die Reflektoren Unterkammern, in denen die Feldstärke des Mikrowellenfelds niedrig ist, trotz der Tatsache, dass die Reflektoren zur eigentlichen Herdkammer hin völlig offen sind. Aus diesem Grund haben die in Fig. 2 gezeigten Reflektoren verschiedene Formen, um die auf die Herdtür fallende Infrarotstrahlungsmenge zu vermindern. Der Pfeil 20a zeigt die Richtung an, in der sich die Herdtür befindet.

Fig. 3 zeigt die gleiche Reflektorkombination wie in Fig. 2, doch mit dem Unterschied, dass ein Gitter 30 in den Verbindungsöffnungen zwischen den durch die Reflektoren I und II und der eigentlichen Herdkammer 3 gebildeten Hohlräumen angeordnet ist. Dieses Gitter 30 ist in Fig. 4 näher dargestellt und hat drei Funktionen: erstens hindert es einen Benutzer daran, mit den Grillelementen 18 in Kontakt zu geraten und verbrannt zu werden; zweitens reflektiert oder absorbiert das Gitter einen Teil der Infrarotstrahlung, die zur Herdtür gerichtet ist; und drittens vermindert das Gitter weiter die Übertragung von Mikrowellen in die durch die Reflektoren festgelegten Hohlräume.

Wie vorher erwähnt worden ist, ist die Breite (oder die Länge, abhängig davon, welche Richtung als Breite und welche Richtung als Länge definiert wird) der Verbindungsöffnungen zwischen den Hohlräumen und der eigentlichen Herdkammer die bestimmende Abmessung. Diese Breite sollte geringer als die halbe Wellenlänge, d. h. geringer als λ/2, sein. Die Tiefe des Hohlraums ist von geringer oder ohne Bedeutung.

Die Grillelemente 18 weisen eine Wendel aus einem elektrisch leitfähigem Material auf und stecken in einem Glasrohr. Die Wendel wird von elektrischem Strom durchflossen und sendet dabei Infrarotstrahlung aus. Da im Hohlraum nur ein minimales Feld vorhanden ist, müssen die elektrischen Verbindungen der Wendel hinsichtlich der Mikrowellen nicht großartig geschützt werden, wodurch die Herstellung und die Montage dieser Verbindungen billiger und einfacher als bei den bekannten Anordnungen gemacht werden können.

Fig. 4 zeigt ein Gitter 30 derjenigen Art, die in Fig. 3 in der Verbindungsöffnung zwischen einem Reflektor I und der eigentlichen Herdkammer angeordnet ist. Das Gitter weist ein Metallblech 31 auf, in dem eine Anzahl von Löchern 32 gefertigt worden sind, und zwar dadurch, dass längs dreier Kanten 33a, 33b und 33c der Löcher Schlitze geschnitten worden sind und dann das Blech längs der vierten Kante 34 nach oben gebiogen worden ist. Daher weist das Gitter eine Anzahl von aufrecht stehenden Blechabschnitten 35 auf. Die Blechabschnitte 35 vervielfältigen die Kondensatorwirkung der Löcher 32, weil über jedem Loch 32 ein dreidimensionaler Kondensator anstelle eines zweidimensionalen Kondensators geschaffen wird, der in demjenigen Fall vorhanden sein würde, in dem keine Blechabschnitte nach oben gebogen sind. Die Anordnung dieses dreidimensionalen Kondensators bedeutet, dass die Schutzwirkung des Gitters auf die Mikrowellen gegenüber einer solchen Anordnung beträchtlich ansteigt, bei der das Blech im Wesentlichen zweidimensionale Kondensatoren bildet. Bei dieser Ausführung sind die Blechabschnitte 35 nach oben gebogen, und der Abstand zwischen zwei benachbarten Blechabschnitten entspricht der Höhe der Blechabschnitte 35. Das bedeutet, dass es sehr wenig Blechmaterial in der Ebene des Blechs 31 gibt. Durch Verwendung dieses Herstellungsverfahrens kann ein Offenheitsgrad von mehr als 90% erreicht werden.

Da die Blechabschnitte 35 bei dieser Ausführung im Wesentlichen im rechten Winkel zur Ebene des Blechs 31 verlaufen, absorbieren sie einen großen Teil der Infrarotstrahlung, die im Wesentlichen nicht nach unten in Richtung auf den Herdboden gerichtet ist, und einen kleinen Teil der Infrarotstrahlung, die zum Herdboden und damit in Richtung auf die Nahrungsmittel gerichtet ist, die in den Herd zum Erhitzen gelegt worden sind. Weil bei dieser bevorzugten Ausführung das Gitter mit hoher Porösität versehen worden ist, wird ein kleiner Teil der auf die Nahrungsmittel im Herd gerichteten Infrarotstrahlung absorbiert, während gleichzeitig ein verhältnismäßig großer Teil der beispielsweise auf die Herdtür gerichteten Infrarotstrahlung absorbiert wird. Diese Absorptions- und Durchlässigkeitseigenschaften haben zwei Vorteile: erstens tragen die Grillelemente in sehr geringem Maß dazu bei, dass die Temperatur der Herdtür ansteigt, so dass die Gefahr vermindert wird, dass ein Benutzer verbrannt wird; zweitens wird infolge der absorbierten Infrarotstrahlung eine Hochtemperaturzone in und um das Gitter geschaffen, die von den Nahrungsmitteln herkommende Spritzer wegbrennt, die sonst den Reflektor treffen könnten und dessen Wirkungsgrad vermindern würden. Mit der richtigen Ausbildung der Reflektor- Gitter-Kombination kann sogar eine Reinigungswirkung erzielt werden, d. h., dass doch noch den Reflektor treffende Spritzer mit der Zeit weggebrannt werden und damit feste Teilchen bilden, die von selbst herunterfallen.

Dieses Wegbrennen und Reinigen sind die Hauptvorteile, weil der Benutzer dann nicht den Reflektor reinigen muss. Zusätzlich zu der Tatsache, dass das Reinigen zeitaufwändig ist, besteht die große Gefahr, dass die Grillelemente zerstört werden, weil diese auf mechanische Einflüsse empfindlich reagieren.

Die vorstehend offenbarten, bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung sind nur als Beispiele gedacht und dienen nur zum leichteren Verständnis der Erfindung. Sie sollen nicht den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung begrenzen; der Schutzumfang ist in den beigefügten Ansprüchen niedergelegt.

Das Gitter mit dem Aufbau eines dreidimensionalen Kondensators und mit weiteren Vorteile, die mit allgemeinen Bezeichnungen und in der Beschreibung der bevorzugten Ausführungen beschrieben worden sind, kann selbstverständlich für die Abwehr von Mikrowellen im Zusammenhang mit anderen Räumen als den Unterkammern verwendet werden, die in der vorliegenden Erfindung definiert sind.


Anspruch[de]

1. Mikrowellenherd mit einer Grillvorrichtung, einer Kammerwände aufweisenden Herdkammer (3), einer Herdtür (4), einer Beladungszone (5), die in der Herdkammer zur Aufnahme von in den Herd gelegten Nahrungsmitteln angeordnet ist, einer Mikrowelleneinheit (7, 8, 10, 10') zur Einspeisung von Mikrowellen in die Herdkammer, Mitteln (18) zum Erzeugen von der Herdkammer zuzuführender Infrarotstrahlung, Mitteln zur Bildung eines außerhalb der eigentlichen Herdkammer angeordneten Hohlraums (9) mit einer Verbindungsöffnung zur eigentlichen Herdkammer (3), wobei die Mittel (18) zum Erzeugen der Infrarotstrahlung als Griffvorrichtung dienen und einen mit einem der Kammerwände elektrisch verbundenen Hohlraum bilden, der eine Unterkammer darstellt, die mit der eigentlichen Herdkammer verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Reflektor (I, II) hinter den Mitteln (18) zur Erzeugung der Infrarotstrahlung angeordnet ist, um die Infrarotstrahlung in Richtung auf die Beladungszone zu reflektieren, wobei der Reflektor (I, II) elektrisch leitfähig und in den den Hohlraum bildenden Mitteln aufgenommen ist und wobei die Verbindungsöffnung (23a, 23b) zwischen dem Hohlraum und der eigentlichen Herdkammer (3) derart dimensioniert ist, dass sich im Wesentlichen keine Mikrowellen innerhalb des Hohlraums (9) ausbreiten, und dass in der Verbindungsöffnung (23a, 23b) Mittel (30) angeordnet sind, die die Infrarotstrahlung absorbieren und damit eine der Verbindungsöffnung benachbarte Hochtemperaturzone schaffen.

2. Mikrowellenherd nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Absorbieren der Infrarotstrahlung derart angeordnet sind, dass sie einen kleinen Absorptionsbereich für Infrarotstrahlen zeigen, die zur Beladungszone (5) gerichtet sind, und dass sie einen großen Absorptionsbereich für Infrarotstrahlen zeigen, die zur Herdtür (4) gerichtet sind.

3. Mikrowellenherd nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Absorbieren der Infrarotstrahlung ein Gitter oder ähnliches Bauteil aufweisen, das zwischen den Mitteln (18) zum Erzeugen der Infrarotstrahlung und der Beladungszone (5), vorzugsweise in direkter Verbindung mit der Verbindungsöffnung (23a, 23b), angeordnet ist.

4. Mikrowellenherd nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Absorbieren der Infrarotstrahlung derart ausgebildet sind, dass eine erste Seite dieser Mittel, die den Mitteln (18) zum Erzeugen der Infrarotstrahlung zugewandt ist, eine erste Oberfläche und eine zweite Seite dieser Mittel, die im Wesentlichen im rechten Winkel zur ersten Seite angeordnet ist, eine zweite Oberfläche aufweist, wobei die erste Oberfläche wesentlich kleiner als die zweite Oberfläche ist.

5. Mikrowellenherd nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Absorbieren der Infrarotstrahlung eine Durchlässigkeit für Infrarotstrahlen hat, die zwischen 70 und 95% liegt.

6. Mikrowellenherd nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein charakteristisches Maß der Verbindungsöffnung (23a, 23b) geringer als die halbe Wellenlänge der Mikrowellen ist.

7. Mikrowellenherd nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsöffnung (23a, 23b) längsgestreckt ist und das charakteristische Maß die Breite der Verbindungsöffnung ist.







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