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Dokumentenidentifikation EP1043173 21.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 1043173
Titel Spitzer für Weichminenstifte
Anmelder KUM Ltd., Dublin, IE
Erfinder Lüttgens, Dr., Fritz, 91054 Erlangen, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50000631
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IE, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 21.01.2000
EP-Aktenzeichen 001011378
EP-Offenlegungsdatum 11.10.2000
EP date of grant 16.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.11.2002
IPC-Hauptklasse B43L 23/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer für Weichminenstifte mit den im Oberbegriff von Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen (DE 44 40 271 A1). Wenn hier von

Weichminenstifte" die Rede ist, so sind darunter sowohl in einen schälbaren Werkstoff wie Holz oder Kunststoff gefasste als auch nackte Weichminen zu verstehen, wie sie in erster Linie als Schminkstifte bzw. Kosmetikstifte geläufig sind.

Bei einem bekannten Spitzer der eingangs genannten Art ist der Minenformer ein Fassonmesser, welches an einem Querschieber quer zur Längsachse des Spitzerkanals zwischen einer Fassonier- und einer Rückzugsstellung verstellbar ist. Dabei ist der Querschieber in dem Freiraum positioniert, welcher beim Spitzen den Stiftkonus aufnimmt und dem im Gehäuse befindlichen Führungskanal für den Stift, nämlich dem besagten Spitzerkanal vorgelagert ist. Dadurch kann je nach Querschieberstellung die Stiftspitze wahlweise relativ scharf und spitz oder abgerundet geformt werden, während das Spitzmesser beim mit einem Drehen des im Führungskanal geführten Stiftes verbundenen Spitzen die Formung des Stiftkonus und dabei gegebenenfalls gleichzeitig das Schälen des ihn umgebenden Stiftmantels übernimmt.

Eine Weiterbildung dieses vorbekannten Spitzers sieht vor, am Querschieber zwei Fassonmesser nebeneinander zur wahlweisen Formgebung unterschiedlich abgerundeter Spitzen anzuordnen. In Ansehung der beengten Raumverhältnisse im Bereich der dem Spitzerkanal abgewandten Seite des Freiraumes erfordert dieser Querschieber eine herstellungstechnisch aufwendige Konstruktion. Außerdem erschwert er die regelmäßig notwendige Reinigung des Spitzers im Umfeld des fassongebenden Minenformers von sich ansammelnder, stark zum Verschmieren neigender Minenmasse, die sich naturgemäß leicht in der Querschieberführung des Gehäuses festsetzt.

Bei einem aus EP 0 872 356 A1 vorbekannten Spitzer für Weichminenstifte ebenfalls der eingangs genannten Art ist der Minenformer eine an das Reinigungsende eines beigegebenen Reinigungsstäbchens angeformte Schabezunge. Bei diesem Spitzer ist das Reinigungsstäbchen in spitzbereitem Zustand des Spitzers mit einer Halterung am Spitzergehäuse derart verschnappt, dass die an die Stäbchenspitze einstückig angeformte Schabezunge mit ihrem freien Ende quer zur Längsachse des Führungskanals über eine Seitenwand des ihm vorgelagerten Freiraumes hinaus in den Freiraum in Richtung auf das Spitzmesser hineinsteht. Dabei untergreift die Schabezunge mit ihrer Zungenspitze das Spitzmesser geringfügig, so dass ein vollständiges Formen der Minenspitze bis zur Längsachse der zu formenden Mine sichergestellt ist. Diese Lösung erleichtert eine Reinigung des Spitzers, deren Hauptproblem in einer hygienisch einwandfreien Entfernung der angesammelten Weichminenmasse besteht.

Die seitlich vom Reinigungsstäbchen abstehende Schabezunge indessen kann beim unter Zuhilfenahme des Reinigungsstäbchens durchgeführten Reinigungsprozess als störend empfunden werden, wenn sie die Stäbchenspitze beim Zugang zu verwinkelten Ecken des Spitzergehäuses bzw. des in ihm vorgesehenen Freiraumes für die Aufnahme des zu spitzenden Stiftkonus behindert. Außerdem erfordert nach dem Reinigungsvorgang die Fixierung des Reinigungsstäbchens am Spitzergehäuse mit der Neupositionierung der Schabezunge in ihre das Spitzmesser geringfügig untergreifende Sollposition eine gewisse Geschicklichkeit, wenn die Schabezunge nicht durch die bestimmungsgemäß scharfe Spitzmesserschneide beschädigt werden soll. Das Reinigungsstäbchen und damit die einstückig angeformte Schabezunge bestehen nämlich aus einem relativ weichen Kunststoff, weil beim Reinigungsvorgang ein Abstumpfen der bestimmungsgemäß scharfen Schneide des Spitzmessers vermieden werden sollte.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art so auszubilden, dass eine hygienisch einwandfreie Reinigung und Entfernung der klebrigen Weichminenmasse erleichtert und eine durch den Reinigungsvorgang möglicherweise verursachte Beschädigung des Minenformers mit größerer Sicherheit vermieden wird. Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 gelöst. Durch diese Lösung ist der Minenformer nicht mehr integrierter, einstückiger Bestandteil eines in aller Regel einem derartigen Weichminenspitzer beigegebenen Reinigungsstäbchens, dessen Reinigungsende hinsichtlich seiner Formgestaltung wieder allein den ihm zugedachten Reinigungszwecken entsprechend ausgebildet sein kann. Außerdem trägt diese Lösung in besonders günstiger Weise dem auf dem Gebiet der Kosmetikstifte zu beobachtenden Trend zu einer Diversifizierung der Stiftformen Rechnung. Kosmetikstifte sind mit den unterschiedlichsten Stiftdurchmessern marktüblich. Bei gleichem Stiftdurchmesser variiert oft der Minendurchmesser. Eine jeweilige Anpassung des ganzen Spitzers an die vielfältigen Stiftdimensionen ist werkzeugtechnisch sehr aufwendig, insbesondere wenn das Spitzergehäuse entsprechend der überwiegenden Üblichkeit aus einem Kunststoff einstückig gespritzt ist. Zu dieser Problematik tragen auch die immer komplexeren Rezepturen der Weichminen bei, denen der Spitzer ebenfalls gerecht werden muss, insbesondere was die Ausbildung von dessen Minenformer anbelangt. Durch die Erfindung ist es möglich, einen Spitzer zur Verfügung zu stellen, der durch seinen baukastenmäßigen Aufbau sehr flexibel und kostengünstig diesen Entwicklungstrends anpassbar ist und auch - wo nicht erforderlich - ohne minenformendes Einsatzteil verwendbar ist. Auch lässt sich der Minenformer durch die Erfindung in einfacher Weise erhöhten technischen Anforderungen anpassen, wie antibakterielle Kunststoffqualität, Beschichtung u. dgl.

Gemäß Anspruch 2 lässt sich der Minenformer als kompaktes und dadurch weniger beschädigungsempfindliches Bauteil ausbilden. Seine Lösung und Wiederfixierung lässt sich von der Benutzungsperson in einfacher Weise nach Anspruch 3 oder 4 bewerkstelligen. Das wird noch besonders durch eine Gestaltung nach Anspruch 5 und durch die Weiterbildung nach Anspruch 6 vereinfacht. Das Lösen und Wiedereinsetzen des Einsatzteils ist dadurch in besonders einfacher Weise ohne Behinderung durch das Spitzmesser möglich. Dadurch können die lösbaren Fixierverbindungen (z.B. Anspruch 3 oder 4) mit Passungen bzw. Gehemmen ausgestattet sein, die in Fügestellung eine sichere Positionseinhaltung gewährleisten und für ihre Lösung einen konstant vorbestimmbaren Kraftaufwand erfordern.

Dabei kann die Beaufschlagung des Einsatzteils mit dem Lösedruck ohne Zuhilfenahme eines gesonderten Lösewerkzeugs durch eine Ausgestaltung beispielsweise nach Anspruch 11 und insbesondere durch eine Ausgestaltung nach Anspruch 12 erleichtert werden.

Die Variabilität der Einsatzmöglichkeit eines Minenformers wird weiter durch Anspruch 7 und in der speziellen Ausgestaltung nach Anspruch 8 variierbar gemacht. Mit dem selben Minenformer können unterschiedliche Formgestaltungen bzw. Abrundungen der Minenspitze hergestellt werden.

Durch Anspruch 9 und insbesondere durch dessen Ausgestaltung nach Anspruch 10 ist das Einsatzteil in einfacher Weise und mit hoher Positionsstabilität im Spitzerkorpus unterhalb des Spitzmessers zu positionieren, indem es in Zwischenlage an den beiden gegenüberliegenden Seitenwänden durch an ihnen angebrachte Fixiermittel gehalten ist.

Nach Anspruch 13 bzw. 14 ist es möglich, dasselbe Einsatzteil mit mehreren Formkanten zu versehen, deren jede durch entsprechende Drehstellung innerhalb des Gehäusekorpus in Einsatzposition gebracht werden kann.

Anspruch 15 schlägt eine Alternative für die Fixierung des Einsatzteils am Gehäusekorpus vor. Dieser Vorschlag trägt dem Umstand Rechnung, dass der in der Regel aus Kunststoff gespritzte Gehäusekorpus rundum weitgehend in sich geschlossen mit vergleichsweise dünnwandigen Lang- und Schmalseitenwänden ausgestattet ist, deren unteres Ende als Wandkante ausgebildet ist, wobei die Wandkanten aller Gehäusekorpusseiten in einer gemeinsamen Ebene liegen und einen infolge der funktionellen Ausgestaltung zerklüfteten Korpusboden zwischen sich einschließen. Dadurch ist der Korpusboden in der regelmäßigen, mit der Messerklinge nach oben weisenden Auflagestellung des Spitzers auf einer Tischoberfläche o.dgl. unsichtbar abgeschirmt. Diese regelmäßige Konstruktionsform des Gehäusekorpus eines aus Kunststoff einstückig gespritzten Gehäusekorpus ist nicht nur aus designerischen sondern auch aus spritztechnischen Gründen üblich, um weitgehend gleich dimensioniert dünne Wandstärken zu gewährleisten und dadurch unansehnliche, jedoch durch die Spritztechnik bedingte Einfallstellen zu vermeiden. Durch die als Alternative gemäß Anspruch 16 vorgeschlagene Aufsteckfixierung braucht der Gehäusekorpus selbst nicht mit zusätzlichen Fixiergestaltungen versehen zu werden. Dadurch ist es auch möglich, bereits existierende, jedoch nicht mit einem Minenformer ausgestattete Spitzer für Weichstifte nachträglich in einfacher Weise mit einem Minenformer auszustatten bzw. auszurüsten. Diese Variante hat den weiteren Vorteil, dass das Einsatzteil mit seinem auf die Gehäuseabschlusswand aufgesteckten Fixierbereich über die Abschlusswand nach außen vorsteht und dadurch eine bequeme Handhabe für das Lösen des Einsatzteils vom Spitzergehäuse zur Verfügung stellt.

Der Vorschlag nach Anspruch 16 schafft die Grundlage für ein Farbcodiersystem, welches eine Unterscheidbarkeit der Konturen der als Einsatzteil ausgebildeten Minenformer auch für den Benutzer erheblich erleichtert. Dadurch kann der Spitzer mit einer Vielzahl unterschiedlicher, nach Art eines Bausatzes ausgestalteter Minenformer in seinem Gebrauchswert wesentlich vergrößert werden.

Die Erfindung wird anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1
die perspektivische Draufsicht auf eine erste Ausführungsform des Spitzers mit gestrichelt eingezeichnetem und darunter in einer Explosionsdarstellung vom Spitzer gelöst in ausgezogenen Linien dargestelltem Einsatzteil als Minenformer.
Fig. 2
eine Draufsicht in Pfeilrichtung II von Fig. 1 auf die Gehäuseunterseite des Spitzers mit einsitzendem Einsatzteil.
Fig. 3
eine Rückansicht des Spitzers in Pfeilrichtung III von Fig. 2.
Fig. 4
eine Seitenansicht in Pfeilrichtung IV von Fig. 3.
Fig. 5
eine Draufsicht auf die Gehäuseoberseite des Spitzers in Pfeilrichtung V von Fig. 3 oder 4.
Fig. 6
eine Frontansicht auf die Stifteinführungsseite des Spitzers in Pfeilrichtung VI von Fig. 5.
Fig. 7
eine Rückansicht des als Minenformer wirksamen Einsatzteils in Pfeilrichtung VII von Fig. 1.
Fig. 8
eine Frontansicht des Einsatzteils in Pfeilrichtung VIII von Fig. 7.
Fig. 9
eine Draufsicht in Pfeilrichtung IX von Fig. 7.
Fig. 10
die perspektivische Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform des Spitzers und auf das bei ihm verwendete Einsatzteil ähnlich Fig. 1.
Fig. 11-15
Darstellungen analog den Fig. 2 bis Fig. 6 des Spitzers gemäß Fig. 10 von seinen sämtlichen Seiten in Blickrichtungen jeweils der in römischen Ziffern angegebenen Art.
Fig. 16
die Ansicht isoliert eines Einsatzteils als Minenformer von unten, dessen Einsatzstellung am Spitzer in Fig. 11 dargestellt ist.
Fig. 17
eine Seitenansicht des Einsatzteils entsprechend der Pfeilrichtung XVII in Fig. 16.
Fig. 18
eine Draufsicht auf das Einsatzteil in Blickrichtung XVIII von Fig. 17.
Fig. 19
eine Seitenansicht in Pfeilrichtung XIX von Fig. 17.
Fig. 20
die schematisierte Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines Spitzers mit in Freiraum einsitzendem Einsatzteil als Minenformer.
Fig. 21
eine Seitenansicht in Pfeilrichtung XXI von Fig. 20.
Fig. 22
eine schematisiert vereinfachte perspektivische Ansicht des Freiraumes im Gehäusekorpus 1 mit rechts daneben einem längsverschiebbaren Minenformer.
Fig. 23
eine modifizierte Ausführung des Freiraumes 5 nach Fig. 22 mit rechts daneben einem einsteckbaren, als Minenformer wirksamen Einsatzteil in seinen beiden unterschiedlichen Einsatzstellungen.

Der Gehäusekorpus 1 umgibt an seinem der Einführungsseite 2 für den zu spitzenden Weichminenstift zugewandten Ende einen sich in Einführungsrichtung 31 konisch verjüngenden Führungskanal 3, der zur gehäuseseitigen Führung des im Wesentlichen kegelförmig anzuspitzenden Endes eines nicht dargestellten Weichminenstiftes dient. Oberhalb des Führungskanals 3 trägt das Gehäuse 1 ein schraubfixiertes Spitzmesser 4. Dieses flankiert den Führungskanal 3 im Bereich einer Seitenöffnung 33.

Der Führungskanal 3 läuft sich verjüngend in Richtung auf einen den Stiftkonus aufnehmenden und unterhalb des vorderen Endes des Spitzmessers 4 positionierten Freiraum 5 des Gehäuses 1 aus. Dieser Freiraum 5 ist im Falle des in Fig. 1 dargestellten Gehäuses 1 in Richtung der Längsachse 11 des Führungskanals 3 auf der dem Führungskanal 3 abgewandten Gehäuserückseite offen und im Falle der Ausführungsform nach Fig. 10 durch eine Gehäuserückwand 9 geschlossen. Beim Spitzen wird der nicht dargestellte Stift innerhalb des Führungskanals 3 in Spitzrichtung (Drehrichtung) 32 gegen die Schneide 34 des Spitzmessers 4 gedreht. Dadurch hebt die Schneide 34 des Spitzmessers 4 einen Schälspan von der Spitze des Weichminenstiftes ab.

In den Freiraum 5 steht ein mit einer Formkante 6 für die Minenformung versehenes Einsatzteil 7 als Minenformer zur Fassongebung der Minenspitze hinein. Das Einsatzteil 7 schließt im Falle der Ausführungsform von Fig. 1 den Freiraum 5 an seinem rückseitigen, dem Führungskanal 3 abgewandten Ende ab. Er stellt gewissermaßen den Abschluss des Führungskanals 3 zur Gehäuserückseite 12 hin dar und trägt an seiner dem Führungskanal 3 zugewandten Vorderende die Formkante 6 zur schabenden Minenformung. Die Formkante 6 wird von der Mine des nicht dargestellten, in Spitzrichtung 32 gedrehten Weichminenstiftes von unten nach oben beaufschlagt, so dass die Schabespäne nach unten fallen. Während also die Schneide des Spitzmessers 4 bezüglich der abgehobenen Schälspäne nach oben (Fig. 1,10) wirksam ist, richtet sich die Wirksamkeit der Formkante 6 des Einsatzteils 7 bezüglich der Fig. 1 und 10 nach unten.

Bei der Ausführungsform des Spitzers gemäß Fig. 1 bis 6 ist das Einsatzteil 7 mittels Reibschluss (Verklemmung) oder Verschnappung vor dem auslaufenden Vorderende des Führungskanals 3 im Freiraum 5 fixiert. Die Fixierung innerhalb des Freiraumes 5 erfolgt durch ein Aufstecken von unten, also von der Gehäuseunterseite 35 her in Steckrichtung 8 auf die beiden Seitenabschnitte der Gehäuserückwand 9. Dazu enthält das Einsatzteil 7 im Falle von Fig. 1 eine die Seitenabschnitte der Gehäuserückwand 9 umgreifende Aufstecknut 10.

Für das Aufstecken bzw. Einsetzen des Einsatzteils 7 von unten, also von der Gehäuseunterseite 35 her in Steckrichtung 8 in den Freiraum 5 dient das Spitzmesser 4 als Endanschlag. Das Einsatzteil 7 streckt sich über die gesamte Breite des Freiraumes 5 und kann daher auch im Freiraum 5 verspreizt sein. Die Unterseite 13 des die unten vorstehende Schaberippe 14 mit ihrer Formkante 6 tragenden Einsatzteils 7 bildet eine schalen- oder tablettartige Auflagefläche für die Weichminenspäne.

Zur Erleichterung seiner Entfernung aus dem Freiraum 5 enthält das Einsatzteil 7 einen über die Kontur des Gehäuses 1 nach oben und/oder nach hinten hinausstehenden Handhabungsvorsprung 15. Der Handhabungsvorsprung 15 ist an einer dem Spitzmesser 4 abgewandten Seite des Einsatzteils 7 positioniert und steht im Falle der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 9 nach hinten zur Gehäuserückseite 12 über den Gehäusekorpus 1 hinaus. Das Einsatzteil 7 kann auch zwischen den Seitenflanken 16,17 des Freiraumes 5 verklemmt oder zwischen an diesen angebrachten Positionierungsmitteln verspannt sein.

Der Freiraum 5 der Ausführungsform gemäß Fig. 10 bis 19 des Spitzers ist nach hinten durch die Gehäuserückwand 9 verschlossen. Dort wird ein anderes Einsatzteil 18 verwendet. Es ist ebenfalls mittels Reibschluss im Freiraum 5 fixiert. Hier handelt es sich um eine Spreizverbindung, mit der das Einsatzteil 18 zwischen den Flanken 16,17 des Freiraumes 5 verspreizt ist. Es ist ebenfalls von unten in Steckrichtung 8 in den Freiraum 5 eingesetzt. Dabei bildet das Spitzmesser 4 wiederum einen Endanschlag für die Einsetzbewegung des Einsatzteils 18.

Auch das Einsatzteil 18 weist einen hier aber nach oben über den Gehäusekorpus 1 hinausstehenden Handhabungsvorsprung 19 auf.

Das Einsatzteil 20 der Ausführungsform gemäß Fig. 20 bis 23 unterscheidet sich von den anhand der Fig. 1 bis 19 beschriebenen Einsatzteilen 7 und 18 in mehrerlei Hinsicht. Es ist zunächst in unterschiedlichen Abständen 21 vom Ende des Führungskanals 3 positionierbar bzw. festklemmbar. In Fig. 20 sind z. B. die wahlweise möglichen Positionsstellungen A und B eingezeichnet.

In Fig. 22 ist der Freiraum 5 schematisiert perspektivisch als U mit den beiden U-Schenkeln 23 und 24 dargestellt. An den Innenflanken 25 der hier als U-Schenkel 23,24 dargestellten Seitenwände des Freiraumes 5 sind stufenlose Längsführungen 26 für Einsatzteile 27 vorgesehen, die an ihren beiden Enden eine wahlweise in Einsatzstellung umsetzbare Formkante 28 für die Minenformung enthalten.

Im Falle von Fig. 23 ist anstelle einer Längsführung 26 für das Einsatzteil 27 eine in den unterschiedlichen Fixierstellungen A und B vorgesehene Schnappfixierung zwischen den Formschlussteilen 29, 30 möglich.

Bei einer Vielzahl von mit unterschiedlichen Formkanten 6 ausgestatteten Einsatzteilen 7, 18, 20, 27 ist es vorteilhaft, diese hinsichtlich der unterschiedlichen Formen ihrer durch unterschiedliche Farbgebung (Farbcode) voneinander zu unterscheiden.

Bezugszeichenliste

1
Gehäusekorpus
2
Einführungsseite
3
Führungskanal
4
Spitzmesser
5
Freiraum
6
Formkante
7
Einsatzteil
8
Steckrichtung
9
Gehäuserückwand
10
Aufstecknut
11
Längsachse
12
Gehäuserückseite
13
Unterseite
14
Schaberippe
15
Handhabungsvorsprung
16
Flanke
17
Flanke
18
Einsatzteil
19
Handhabungsvorsprung
20
Einsatz
21
Abstand
23
U-Schenkel
24
U-Schenkel
25
Innenflanke
26
Längsführung
27
Einsatzteil
28
Formkante
29
Formschlussteil
30
Formschlussteil
31
Einführungsrichtung
32
Spitzrichtung
33
Seitenöffnung
34
Schneide
35
Gehäuseunterseite
36
Gehäuseoberseite


Anspruch[de]
  1. Spitzer für Weichminenstifte mit einem Gehäusekorpus (1) und darin einem das Stiftende zentrierend lagernden, konischen Führungskanal (3), der an einer Seitenöffnung von einem Spitzmesser (4) für den zu spitzenden Stiftkonus flankiert ist,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass dem Führungskanal (3) in Richtung seiner konischen Verjüngung ein Freiraum (5) mit einem darin auswechselbar fixierten Einsatzteil (7,18;20,27) vorgelagert ist, welches an seiner dem verjüngten Ende des Führungskanals (3) zugewandten Seite mit Abstand von der Schneide des Spitzmessers (4) eine zur Minenformung bestimmte Formkante (6,28) trägt.
  2. Spitzer nach Anspruch 1,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7) eine den Freiraum (5) zur Gehäuserückseite (12) hin abschließende Begrenzungswand bildet.
  3. Spitzer nach Anspruch 1 oder 2,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7,18) mittels Verschnappung fixierbar ist.
  4. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7,18) mittels Reibschluss fixierbar ist.
  5. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Freiraum (5) zur dem Spitzmesser (4) abgewandten Gehäuseunterseite 35 hin offen und das Einsatzteil (7,17) von der Gehäuseunterseite (35) her in den Freiraum (5) eingesetzt ist.
  6. Spitzer nach Anspruch 5,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Spitzmesser (4) einen Endanschlag für das Einsatzteil (7,18) bildet.
  7. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7) in Achsrichtung (11) des Führungskanals (3) innerhalb des Freiraumes (5) des Gehäusekorpus (1) verstellbar, insbesondere verschiebbar oder in unterschiedlichen Axialabständen zum Führungskanal (3) verschnappbar oder verrastbar ist.
  8. Spitzer nach einem der Ansprüche 1-6,

       gekennzeichnet durch

    eine stufenlose Längsverstellbarkeit des Einsatzteils innerhalb des Freiraumes.
  9. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass sich das Einsatzteil (7,18) über die gesamte Breite des Freiraumes (5) erstreckt.
  10. Spitzer nach Anspruch 9,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass die dem Spitzmesser (4) abgewandte Unterseite (13) einer die Formkante (6) des Einsatzteils (7) tragenden Schaberippe (14) eine tablettartige Auflagefläche für die Weichminenspäne bildet.
  11. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7) zur Erleichterung seiner Entfernung aus dem Freiraum einen über die Gehäuseoberseite (36) hinausstehenden Handhabungsvorsprung (15,19) aufweist.
  12. Spitzer nach Anspruch 11,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Handhabungsvorsprung (15,19) an einer dem Spitzmesser (4) abgewandten Seite des Einsatzteils (7,18) positioniert ist und über den Gehäusekorpus (1) nach oben hinaussteht.
  13. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (7) zwischen den Seitenflanken (16,17) des Freiraumes (5) verklemmbar oder zwischen an diesen angebrachten Positionierungsmitteln verspannbar ist.
  14. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Einsatzteil (30) an seinem Mantel mehrere, insbesondere zwei einander diametral gegenüberliegende Formkanten (28) mit unterschiedlichen Formkonturen trägt und dass es hinsichtlich der Orientierung der Formkanten (28) im Freiraum (5) umsetzbar ist derart, dass mehrere Formkanten (28) einzeln wahlweise in ihre Formstellung bringbar sind.
  15. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Gehäusekorpus (1) am äußeren Ende des Freiraumes (5) durch eine Gehäusewand (9) abgeschlossen ist.
  16. Spitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,

       gekennzeichnet durch

    eine Mehrzahl von mit unterschiedlichen Formkanten (6) versehenen, wahlweise einsetzbaren Einsatzteilen (7,18,20,27), die durch unterschiedliche Farbgebung voneinander unterscheidbar sind.






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