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Dokumentenidentifikation DE69804159T2 28.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0884548
Titel Hochtemperatur-Wärmebehandlungsverfahren von Materialen und Ofenbodenkonstruktion für Hochtemperaturöfen
Anmelder Kanthal AB, Hallstahammar, SE
Erfinder Axelsson, Niclas, 113 37 Stockholm, SE
Vertreter Schroeter Lehmann Fischer & Neugebauer, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69804159
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.05.1998
EP-Aktenzeichen 988500880
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 13.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.11.2002
IPC-Hauptklasse F27D 1/00
IPC-Nebenklasse F27D 5/00   F27B 17/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Materialien bei hohen Temperaturen sowie auf eine Ofenbodenkonstruktion für Hochtemperaturöfen.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und auf die Konstruktion eines Ofenkammerbodens und einer Ofenbodenisolierung, die die Wärmebehandlung eines Materials ermöglichen, bei dem es sehr wahrscheinlich ist, daß es bei den betroffenen Wärmebehandlungstemperaturen mit dem Material reagiert, aus dem der Ofenkammerboden hergestellt ist.

In manchen industriellen Anwendungen besteht ein Bedarf dafür, ein Material bei sehr hohen Temperaturen mit Wärme zu behandeln. Gelegentlich ist es erforderlich, Materialien bei Temperaturen in der Nähe ihrer Schmelzpunkte mit Wärme zu behandeln.

Der Diffusionskoeffizient mancher Substanzen ist bei derartig hohen Temperaturen sehr hoch. Dieses bedeutet, daß Atome aus einem Gegenstand A, der zu 100% aus dem Material A besteht, das mit Wärme behandelt wird, in ein darunterliegendes Material B diffundieren, das zu 100% aus dem Material B besteht, das ein Ofenboden oder ein Schmelzbehältnis sein kann, das den Ofenboden bildet und das dafür vorgesehen ist, das wärmezubehandelnde Material aufzunehmen. Das Material B diffundiert natürlich auch in das Material A hinein. Die maximale Temperatur, die bei dem Wärmebehandlungsprozeß verwendet werden kann, ist durch die Temperatur begrenzt, bei der diese Materialien erstmals beginnen, eine Schmelze zu bilden.

Monokristalline und polykristalline oxidische Materialien, wie beispielweise Aluminiumoxid und andere Materialien auf der Basis von Aluminiumoxid, wie beispielsweise YAG, d.h. 3Y&sub2;O&sub3;·5Al&sub2;O&sub3; oder TiO&sub2;, sind Beispiele für Materialien, bei denen es wünschenswert ist, eine Wärmebehandlung bei Temperaturen sehr nahe an ihren Schmelzpunkten durchzuführen.

Ein gemeinsames Merkmal dieser Materialien ist es, daß sie einen sehr hohen Schmelzpunkt haben, wenn sie in sehr reinen Zuständen vorliegen. Eine Alternative für einen Ofen zur Wärmebehandlung derartiger Materialien sind Öfen, die mittels elektrischer Widerstandselemente aus Zirkoniumdioxid beheizt werden, wobei diese Öfen auch die einzige Alternative sind, wenn die Wärmebehandlung in einer oxidierenden Atmosphäre durchgeführt werden soll. Öfen auf der Basis von Zirkoniumdioxid-Elementen werden in den US-Patentschriften 4,041,236 und 3,440,322 beschrieben, sowie außerdem in der schwedischen Patentschrift 9502475-8. Wenn die Öfen als Kammeröfen oder Elevatoröfen konstruiert sind, wird der Boden der Ofenkammer aus dem gleichen Material wie die Wände und die Decke oder das Dach der Kammer hergestellt, welches Zirkoniumdioxid, Magnesiumoxid, Kalziumoxid oder einige andere oxidische Materialien oder eine Kombination oxidischer Materialien sein kann.

Im Hinblick darauf, daß die bestehenden Probleme hervorgehoben werden sollen, wird angenommen, daß Aluminiumoxid bei 2.000ºC wärmebehandelt wird. In dieser Hinsicht bildet Al&sub2;O&sub3;-MgO ein Eutektikum bei 1.995ºC, CaO-Al&sub2;O&sub3; bildet ein Eutektikum bei ungefähr 1.600ºC, und ZrO&sub2;-Al&sub2;O&sub3; bildet ein Eutektikum bei 1.845ºC. Keine dieser Materialkombinationen kann daher dazu verwendet werden, Aluminiumoxid bei 2.000ºC mit Wärme zu behandeln.

Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem und ermöglicht es, daß eine Wärmebehandlung bei Temperaturen ausgeführt werden kann, die größer als die Temperatur sind, bei der ein Eutektikum zwischen dem wärmezubehandelnden Material und dem Material gebildet wird, aus dem der Boden der Ofenkammer hergestellt ist.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich somit auf ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Material bei hohen Temperaturen, wobei das Material, aus dem der Boden der Ofenkammer besteht, ein Eutektikum mit dem Material, das wärmebehandelt werden soll, bei einer Temperatur bildet, die niedriger ist als die Wärmebehandlungstemperatur, und sie ist gekennzeichnet durch ein Bewirken, daß ein Teil des Ofenkammerbodens, auf dem das Material ruhen soll, das wärmebehandelt werden soll, wobei dieser Teil die Gesamtheit des Bodens oder einen Teil davon aufweist, mindestens zum Teil aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie das Material, das wärmebehandelt werden soll; durch ein Bewirken, daß das Bodenteil keinen physikalischen Kontakt mit dem verbleibenden Teil des Ofenbodens in der Ofenkammer hat; und durch ein Anordnen des Bodenteils in der Ofenkonstruktion an einer Position, bei der die Kontaktstelle zwischen dem Bodenteil und einem Teil des Bodens, an dem das Bodenteil angeordnet ist, während des Wärmebehandlungsverfahrens eine Temperatur annimmt, die niedriger ist als die Temperatur, die erforderlich ist, eine geschmolzene Phase zwischen denjenigen Materialien zu bilden, die an der Kontaktstelle miteinander in Kontakt stehen.

Die Anordnung eines zwischengeordneten Elements, das aus einem anderen Material als demjenigen der Bodenauskleidung zwischen dem Boden und dem wärmezubehandelnden Gegenstand besteht, gehört zum Stand der Technik. In diesem Stand der Technik findet der Kontakt zwischen dem Boden und dem zwischengeordneten Element jedoch nicht außerhalb der Ofenkammer statt.

Die Erfindung bezieht sich außerdem auf eine Ofenbodenkonstruktion der in den nachfolgenden Ansprüchen definierten Art, wobei sie die dort dargelegten Merkmale hat.

Die Erfindung wird jetzt detaillierter unter Bezugnahme auf beispielhafte Ausführungsformen davon und auch unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen zusammen mit dem Diagramm beschrieben, wobei

Fig. 1 eine schematische, senkrecht geschnittene Ansicht eines Ofens gemäß einer ersten Ausführungsform ist, in der die Erfindung angewendet wird;

Fig. 2 ein Phasendiagramm zwischen zwei Materialien ist; und

Fig. 3 eine schematische, senkrecht geschnittene Ansicht eines Ofens ist, in dem eine zweite Ausführungsform der Erfindung angewendet wird.

Die zugrundeliegende Konstruktion des in Fig. 1 gezeigten Ofens ist detaillierter in der schwedischen Patentschrift 9502475-8 beschrieben. Der Ofen umfaßt eine innere Ofenkammer 15 und eine äußere Ofenkammer 13. Die innere Ofenkammer ist durch ein Dach oder eine Decke 6, einen Boden 7 und Seitenwände 1 begrenzt. Die Seitenwände, das Dach und der Boden sind idealerweise aus keramischem Material hergestellt, vorzugsweise stabilisiertem Zirkoniumdioxid. Der innere Ofenraum ruht auf Trägern und Säulen aus Zirkoniumdioxid- Material 10. Der innere Ofenraum wird an seinen vier Ecken außerdem von Eckpfosten aus Aluminiumoxid getragen. Das Dach und der Boden des inneren Ofenraums weisen Löcher auf, durch die Einführungen 3 zu Zirkoniumdioxid-Elementen durchtreten, deren Glühzonen 2 in dem inneren Ofenraum angeordnet sind. Die Leiter 3 sind aus dem gleichen Material wie die Glühzonen 2 hergestellt, d.h. Zirkoniumdioxid stabilisiert mit Yttriumoxid, wobei Platin/Rodiumdrähte 4 zum Leiten elektrischer Energie vorgesehen sind. Die Drähte sind um die Einführungen 3 an der Stelle herumgewunden, an der die Einführungen durch das Dach des äußeren Ofenraums hindurchtreten, und die Platindrähte erstrecken sich von dort aus dem Ofen hinaus. Der äußere Ofenraum ist durch ein selbsttragendes Dach 11, einen Boden 16 und Wände 14 begrenzt.

Die den äußeren Ofenraum gegenüber der Umgebung begrenzenden Wände bestehen aus einem der Materialien Aluminiumoxid-Ziegel und Aluminiumoxid-Fasermaterial.

In dem äußeren Ofenraum sind Widerstandselemente 17 angeordnet, die vorzugsweise aus einem Molybdän-Disilicid-Material bestehen. Die Einführungen, die zu diesen Elementen führen, erstrecken sich durch das Dach 11 des äußeren Ofenraums hinaus und sind typischerweise U-förmig.

In dem äußeren Ofenraum 13 ist ein Thermoelement 18 zum Erfassen der Temperatur der äußeren Ofenkammer angeordnet. Dieses Thermoelement wird dazu verwendet, die Temperatur in der äußeren Ofenkammer zu regulieren. Die Temperatur der inneren Ofenkammer wird mit der Hilfe eines optischen Pyrometers reguliert, das die Temperatur mit der Hilfe einer Faseroptik mißt.

Die Außenseite des Ofens ist mit Fasermaterial 5 isoliert. Die Ofenöffnung besteht aus einer äußeren Tür und einer inneren Tür. Ein Ofen gemäß dieser Beschreibung ist ein kastenartiger oder kammerartiger Ofen. Die Ofenkonstruktion ist auch für einen Elevatorofen geeignet, wenn die Ofenöffnung zu dem Boden des Ofens verlagert wird. Der zuvor beschriebene Ofen ist ein geeigneter Typ von Ofen zur Ausführung der vorliegenden Erfindung, obwohl die Erfindung auch auf andere bestehende Arten von Hochtemperaturöfen angewendet werden kann.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Wärmebehandlung von Material bei hohen Temperturen, wobei das Material, aus dem der Boden der Ofenkammer hergestellt ist, ein Eutektikum mit dem Material, das wärmebehandelt werden soll, bei einer Temperatur bildet, die niedriger ist als die Wärmebehandlungstemperatur.

Fig. 2 ist ein schematisches Phasendiagramm zwischen den Substanzen A und B, wobei L eine flüssige Phase kennzeichnet. Der eingekreiste Bereich weist ein Eutektikum auf, d.h. die niedrigste Temperatur, bei der die Substanzen A und B eine flüssige Phase annehmen, wenn sie zusammengebracht werden. Diese Temperatur ist es, die die zuvorgenannte begrenzende Wärmebehandlungstemperatur bildet.

Gemäß der Erfindung wird ein Teil 20 des Bodens 7 der Ofenkammer, wobei dieser Teil die Gesamtheit oder einen Teil des Ofenkammerbodens umfaßt, auf dem das Material ruhen soll, das wärmebehandelt werden soll, veranlaßt, mindestens zum Teil aus einem Material zu bestehen, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie die chemische Zusammensetzung des Materials, das wärmebehandelt werden soll.

Das Bodenteil 20 wird so angeordnet, daß es nicht in einem physikalischen Kontakt mit einer anderen Bodenauskleidung in der Bodenkammer 15 steht. Darüberhinaus wird das Bodenteil 20 der Ofenkonstruktion an einer Stelle derart angeordnet, daß die Position des Kontakts 21 zwischen dem Bodenteil 20 und dem Teil 10 (Ofenauskleidungsmaterial) des Bodens 7, an dem das Bodenteil angeordnet ist, so ausgelegt ist, daß es während des Wärmebehandlungsverfahrens eine Temperatur annimmt, die unter der Temperatur liegt, bei der eine geschmolzene Phase zwischen den Materialien gebildet wird, die an der Kontaktstelle miteinander in Kontakt stehen. Das Bodenteil kann ein monokristallines oder polykristallines Material aufweisen.

Gemäß einer in hohem Maße bevorzugten Ausführungsform erhält das Teil des Bodenteils, das aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie das Material, das wärmebehandelt werden soll, die Form eines Körpers 22, dessen obere Oberfläche 23 auf einem Niveau oberhalb des verbleibenden Teils 19 des Ofenkammerbodens angeordnet ist, und der sich durch ein Loch 24 in dem verbleibenden Teil 19 des Ofenbodens erstreckt. Ein Spalt 25 ist zwischen dem Körper 22 und dem Loch 24 vorhanden. Die Bodenoberfläche 26 des Körpers wird dazu veranlaßt, auf einem Teil 10 des Bodens 7 zu ruhen, das unterhalb des verbleibenden Teils 19 des Ofenbodens 7 angeordnet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Körper 22 ein geschichteter Körper, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Der Körper weist einen Stopfen 27, Trägerbeine 28 und eine Platte 29 auf. In dieser Ausführungsform ist mindestens der obere Teil des Körpers, d.h. die Platte 29, aus einem Material hergestellt, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie das Material, das wärmebehandelt werden soll. Die Trägerbeine 28 können beispielsweise aus monokristallinem oder polykristallinem Aluminiumoxid bestehen. Der Stopfen 27 besteht geeigneterweise aus einem hochtemperaturisolierenden Material, wie beispielsweise einem Material auf der Basis von Aluminiumoxid.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bildet der oberste Teil des Körpers einen Schmelztiegel 30. Die Platten 29 und der Schmelztiegel 30 sind wechelseitig aus dem gleichen Material hergestellt und haben somit die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie das Material, das wärmebehandelt werden soll.

Gemäß einer anderen Ausführungsform, die in Fig. 3 gezeigt ist, ist der Körper 31 ein homogener Körper. Obwohl es nicht dargestellt ist, kann der Körper 31 auch einen darauf stehenden Schmelztiegel 30 aufweisen.

Unabhängig von der Ausführungsform in anderer Hinsicht wird es bevorzugt, daß der Körper die Form einer Säule hat.

In der Einleitung wurde erwähnt, daß Aluminiumoxid nicht bei 2.000ºC wärmebehandelt werden kann, wenn die Ofenkammer aus Zirkoniumdioxid, Magnesiumoxid oder Kalziumoxid besteht. Al&sub2;O&sub3;-MgO bildet ein Eutektikum bei 1.995ºC, CaO-Al&sub2;O&sub3; bildet ein Eutektikum bei ungefähr 1.600ºC, und ZrO&sub2;-Al&sub2;O&sub3; bildet ein Eutektikum bei 1.845ºC.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht jedoch eine derartige Wärmebehandlung. In bezug auf Aluminiumoxid wird ein Körper 22, 31 verwendet, der aus monokristallinem oder polykristallinem Aluminiumoxid besteht, was bedeutet, daß Al&sub2;O&sub3; auf Al&sub2;O&sub3; an dem Kontaktpunkt zwischen dem Körper 22, 31 und dem wärmezubehandelnden Material trifft. Die Ofenkammer hat eine Temperatur von 2.000ºC, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Reines Aluminiumoxid bildet eine geschmolzene Phase bei 2.050ºC.

Die Temperatur unmittelbar unterhalb des Ofenbodens 19 ist zum Beispiel 1.900ºC, vergl. Fig. 3. Der Körper 21, 31 hat keinen physikalischen Kontakt mit dem Abschnitt 19 des Ofenbodens 7 aufgrund des Vorhandenseins des Spalts 21. Die Temperatur der Bodenoberfläche des Körpers ist zum Beispiel 1.800ºC. Diese liegt an dem Ofenmaterial an, und folglich muß die Temperatur, bei der sich ein Eutektikum zwischen dem Material des Körpers und dem Ofenmaterial bildet, berücksichtigt werden.

Der Ofenraum und die Ofenkonstruktion können somit aus MgO bestehen, da Al&sub2;O&sub3;-MgO ein Schmelzeutektikum bei 1.995ºC haben, was höher ist als 1.800ºC. ZrO&sub2; kann ebenfalls verwendet werden, da ZrO&sub2;-Al&sub2;O&sub3; ein Eutektikum bei 1.845ºC bilden.

Wenn CaO als Ofenmaterial verwendet wird, muß sich der Körper 22, 31 weiter nach unten in der Ofenkonstruktion erstrecken, wo die Temperatur niedriger ist als die Temperatur, bei der CaO-Al&sub2;O&sub3; ein Eutektikum bilden, nämlich bei einer Temperatur von ungefähr 1.600ºC.

Es ist ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung es ermöglicht, daß verschiedene Materialien bei sehr hohen Temperaturen wärmebehandelt werden.

Es ist außerdem ersichtlich, daß verschiedene Materialkombinationen zwischen einem Ofenkammerauskleidungsmaterial, einem Körpermaterial, dem Material, gegen das die Bodenseite des Körpers ruht, und dem Material, das wärmebehandelt werden soll, existieren können, wenn die vorliegende Erfindung ausgeführt wird. Der Fachmann wird in der Lage sein, Materialkombinationen zu wählen, die keine Schmelze während des Wärmebehandlungsverfahrens bilden.

Verschiedene Materialkombinationen und verschiedene Arten von Öfen sind in dem Vorhergehenden genannt worden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Materialkombinationen oder Öfen beschränkt. Es versteht sich deshalb, daß die Erfindung nicht auf die zuvor beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen davon beschränkt ist, und daß Veränderungen innerhalb des Umfangs der nachfolgenden Ansprüche vorgenommen werden können.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Material bei hohen Temperaturen, wobei das Material, aus dem der Boden (7) der Ofenkammer (15) hergestellt ist, ein Eutektikum mit dem Material, das wärmebehandelt werden soll, bei einer Temperatur bildet, die niedriger ist als die Wärmebehandlungstemperatur, gekennzeichnet durch ein Bewirken, daß ein Teil (20) des Ofenkammerbodens (7), wobei dieser Teil die Gesamtheit oder einen Teil des Ofenkammerbodens (7) umfassen kann, auf dem das Material ruhen soll, das wärmebehandelt werden soll, mindestens zum Teil aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie die chemische Zusammensetzung des Materials, das wärmebehandelt werden soll; ein Anordnen des Bodenteils (20) derart, daß das Teil keinen physikalischen Kontakt mit dem verbleibenden Teil (19) des Ofenbodens (7) in der Ofenkammer (15) hat; und ein Anordnen des Bodenteils (20) in der Ofenkonstruktion an einer Position derart, daß die Kontaktstelle (21) zwischen dem Bodenteil (20) und einem Teil (10) des Bodens (7), an dem das Bodenteil (20) angeordnet ist, während des Wärmebehandlungsverfahrens eine Temperatur annimmt, die niedriger ist als die Temperatur, bei der eine geschmolzene Phase zwischen den Materialien gebildet wird, die an der Kontaktstelle (21) miteinander in Kontakt stehen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil des Bodenteils (20), das aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie das Material, das wärmebehandelt werden soll, die Form eines Körpers (22, 31) erhält, dessen obere Oberfläche (23) auf einem Niveau oberhalb des verbleibenden Teils (19) des Ofenkammerbodens (7) angeordnet ist, wobei sich der Körper durch ein Loch (24) in dem verbleibenden Teil (19) des Ofenbodens (7) erstreckt; daß ein Spalt (25) zwischen dem Körper (22, 31) und dem Loch (24) vorhanden ist; und daß die Bodenoberfläche (26) des Körpers (22, 31) veranlaßt wird, auf einem Teil (10) des Ofenbodens (7) zu ruhen, das unterhalb des verbleibenden Teils (19) des Ofenbodens (7) angeordnet ist.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (31) homogen ist.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (22) ein geschichteter Körper ist, wobei mindestens sein oberer Teil aus einem Material besteht, dessen chemische Zusammensetzung die gleiche oder eine ähnliche ist wie die chemische Zusammensetzung des Materials, das wärmebehandelt werden soll.

5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der oberste Teil des Körpers aus einem Schmelztiegel (30) gebildet ist.

6. Ofenbodenkonstruktion für Hochtemperaturöfen für die Wärmebehandlung von Material, wobei das Material, aus dem der Boden (7) der Ofenkammer (15) hergestellt ist, ein Eutektikum mit dem Material, das wärmebehandelt werden soll, bei einer Temperatur bildet, die niedriger ist als die Wärmebehandlungstemperatur, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (20) des Ofenkammerbodens (7), wobei dieser Teil die Gesamtheit oder einen Teil des Oferkammerbodens (7) umfaßt, auf dem das Material ruhen soll, das wärmebehandelt werden soll, mindestens zum Teil aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung hat wie das Material, das wärmebehandelt werden soll; daß das Bodenteil (20) so angeordnet ist, daß es keinen physikalischen Kontakt mit dem verbleibenden Teil (19) des Ofenbodens (7) in der Ofenkammer (15) hat; und daß das Bodenteil (20) in der Ofenkonstruktion an einer Position derart angeordnet ist, daß die Kontaktstelle (21) zwischen dem Bodenteil (20) und einem Teil (10) des Bodens (7), an dem das Bodenteil (20) angeordnet ist, während des Wärmebehandlungverfahrens eine Temperatur annimmt, die niedriger ist als die Temperatur, bei der die Materialien, die an der Kontaktstelle (21) wechselseitig miteinander in Kontakt stehen, eine geschmolzene Phase bilden.

7. Ofenbodenkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil des Bodenteils (20), das aus einem Material besteht, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie das Material hat, das wärmebehandelt werden soll, die Form eines Körpers (22, 31) hat, der so angeordnet ist, daß seine obere Oberfläche (23) auf einem Niveau oberhalb des verbleibenden Teils (19) des Ofenkammerbodens (7) angeordnet ist, wobei sich der Körper (22, 31) durch ein Loch (24) in dem verbleibenden Teil (19) des Ofenbodens (7) erstreckt; daß ein Spalt (25) zwischen dem Körper (22, 31) und dem Loch (24) vorhanden ist; und daß die Bodenoberfläche (26) des Körpers (22, 31) auf einem Teil (10) des Bodens (7) ruht, das unterhalb des verbleibenden Teils (19) des Ofenbodens (7) angeordnet ist.

8. Ofenbodenkonstruktion nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (31) homogen ist.

9. Ofenbodenkonstruktion nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (22) ein geschichteter Körper ist, wobei mindestens sein oberer Teil aus einem Material hergestellt ist, das die gleiche chemische Zusammensetzung oder eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie das Material hat, das wärmebehandelt werden soll.

10. Ofenbodenkonstruktion nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der oberste Teil des Körpers (22, 31) aus einem Schmelztiegel (30) besteht.







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