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Dokumentenidentifikation EP0950345 28.11.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0950345
Titel Antriebsvorrichtung für Hubräder mit Paddelanordnung bei mehrreihigen Rübenerntemaschinen
Anmelder Holmer, Alfons, 84069 Schierling, DE
Erfinder Holmer, Alfons, 84069 Schierling, DE
DE-Aktenzeichen 59903139
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 19.01.1999
EP-Aktenzeichen 991008483
EP-Offenlegungsdatum 20.10.1999
EP date of grant 23.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.11.2002
IPC-Hauptklasse A01D 25/04
IPC-Nebenklasse A01D 25/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Hubräder für Rübenerntemaschinen sind beispielsweise aus der DE 195 04 252.2 bekannt. Hieraus ist eine Rodevorrichtung für Rüben zu entnehmen, die pro Rübenreihe aus einem Paar von Platten- oder Zinkenscharen besteht und einem zugeordneten, die Rübe von zwei Seiten erfassenden und klemmenden, nach hinten hochfördernden Hubrad mit fingerartigen Ansätzen besteht. Die Schare greifen in das Erdreich ein, lockern die Rüben und heben die Rüben an. Die beiden Hubräder stehen in Aufsicht nach hinten und in Vorderansicht zum Boden hin, jeweils mit einem Zwischenraum, konvergierend V-förmig zueinander. Mindestens eines der Hubräder ist angetrieben; vorzugsweise sind beide Hubräder angetrieben.

Bei herkömmlichen Antriebsvorrichtungen dieser Art sind die Antriebswellen der Hubräder durchgehend ausgebildet ist und die Einzelwellen miteinander gekoppelt. Unabhängig davon werden die Paddel getrennt angetrieben. Da die Hubräder sehr hohem Verschleiß ausgesetzt sind, müssen sie häufig ausgewechselt werden. Dies stellt einen erheblichen Aufwand, sowohl in Hinblick auf die Kosten als auch auf die Arbeitszeit (wegen der schwierigen Zugänglichkeit) dar.

Desweiteren war es bisher erforderlich, die beiden Getriebewellen über Gelenkwellen miteinander zu verbinden, was einen hohen Verschleiß und zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Aufgabe der Erfindung ist es, für die pro Rübenreihe jeweils aus zwei Hubradelementen bestehende Hubradanordnung einen besonders zweckmäßigen Antrieb, eine leichte und bequeme Austauschbarkeit des Antriebs und der Hubräder zu erzielen, Gelenkwellen und Kreuzgelenke zu vermeiden, und ein einfaches und effektives Getriebe zu schaffen.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Antrieb der Hubradanordnungen pro Rübenreihe als Einzelantrieb und als Einheit ausgebildet ist, und daß den Hubrädern zugeordnete, durch Getriebe angetriebene Paddel über eine für sämtliche Rübenreihen gemeinsame Antriebswelle angetrieben sind.

Der Antrieb für die Paddel erfolgt über eine gemeinsame, durchgehende und geteilte Antriebswelle, auf der die einzelnen Getriebeanordnungen sitzen, die über Getriebeverbindungen die die Hubräder antreiben, so daß die einzelnen Hubradantriebe von der Hauptwelle ausgehen, und die einzelnen Hubräder antriebsmäßig nicht unmittelbar miteinander verbunden sind. Die Paddel umschließen zumindest teilweise die Paddelantriebe und sind so angeordnet, daß sie einen Abstand zwischen den beiden Paddelschaufeln einschließen, der so gewählt ist, daß die Rüben bei Normalmaß jeweils an diametral gegenüberliegenden Seiten mit den Paddeln in Eingriff kommen und die Wurzel der Rüben nicht erfaßt und damit auch nicht beschädigt wird.

Der jeweilige Paddelantrieb besteht aus einem Getrieberad mit beidseitigen Kugellagern, die auf der Hauptwelle sitzen. Die beiden Paddelelemente bilden auf der Hauptwelle aufsitzende Lagerschilde. In Umfangsrichtung sind drei Paddelelementpaare um jeweils um 120° versetzt angeordnet. Die radial inneren Teile der Paddel sind in Lagerkörpern festgeschraubt, die auf der Hauptantriebswelle sitzen und damit leicht lösbar befestigt sind.

Vom Paddelantrieb bzw. dem zentralen Getrieberad erfolgt der Antrieb über hintereinander geschaltete Stirnräder in zentraler Ausrichtung zur Längswelle auf ein zentrales Getrieberad des Hubradantriebes und von diesem über Winkelgetriebe, die beidseitig angeordnet sind, an Verbindungswellen zu den Hubrädern, die in Kugellagern laufen und die von zylindrischen Gehäusen umschlossen sind. Die beiden die Hubradachsen bildenden Wellen sitzen auf Lagerkörpern, die mit den Lagerschilden der beiden Hubradelemente verschraubt sind, und die beiden zu den Hubradelementen führenden Wellen, die im Winkel zur Horizontalen geneigt sind, sind nach außen über Dichtungen und Schraubverschlüsse abgedichtet. Damit bestehen keine Antriebsverbindungen zwischen benachbarten Hubrädern, und die Hubräder können auf einfache Weise einzeln ausgewechselt werden, ohne daß das jeweils benachbarte Hubrad davon beeinflußt wird. Das Auswechseln eines gesamten Hubrades erfolgt dabei durch Lösen von Befestigungsschrauben am Nabenkörper, der mit dem die Stirnräder aufnehmenden Gehäuse verbunden ist, so daß damit ein Wechsel auf schnelle, einfache und bequeme Weise ermöglicht wird.

Das die Stirnräder aufnehmende Gehäuse, das die Verbindung zwischen dem Paddelantrieb und dem Hubradantrieb darstellt, ist über Flansche mit einem Rahmenträger verbunden, der Halteschalen aufweist, die am Rahmen festgelegt sind und die Flanschverbindung tragen.

Mit der Erfindung wird somit eine Lösung vorgeschlagen, bei der eine durchgehende obere Antriebswelle vorhanden ist, die die Paddel aufnimmt. Von der Hauptantriebswelle aus erfolgt der Antrieb der Hubräder in Einzelbauweise, so daß eine Antriebsverbindung zwischen den einzelnen Hubrädern entfällt. Dabei kann die gesamte Antriebseinheit für die einzelnen Hubräder in der Höhe gefüht werden und auslenken, so daß im Hubradbereich zentrale Antriebswellen als starre Wellen entfallen und Kreuzgelenke eingespart werden können.

Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Auführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:

Fig. 1
einen Scharkörper mit zugeordnetem Hubrad und Antrieb in seitlicher Ansicht,
Fig. 2
eine Schnittansicht einer Antriebsvorrichtung für Paddel und Hubrad, und
Fig. 3
eine Schnittansicht durch mehrere nebeneinander angeordnete Einheiten, bestehend aus Hubrad und Paddel.

Aus Fig. 1 ergibt sich die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung mit dem Scharkörper 1, dem Schargrindel 2 und der exzentrischen Lagerung 3 des Scharkörpers, der mit einem Rahmenteil 4 der Rübenerntemaschine befestigt ist. Am Rahmen 4 ist über einen Flansch 5 die Anordnung aus Hubrad 6 mit Fingern 7 und Getriebe 8 befestigt. Im oberen Abschnitt des Getriebes 8 ist ein Paddel 9 mit Paddelschaufeln auf einer durchgehenden Hauptwelle 11 gelagert.

Diese Lagerung bzw. die Ausbildung des Getriebes ergibt sich im einzelnen aus Fig. 2. Auf der Hauptwelle 11 ist ein Lagerschild 12 festgelegt. Das Lagergehäuse 13 ruht auf auf der Antriebswelle 11 festgelegten Kugel lagern 14. Die Welle 11 nimmt ferner ein zentrales Getrieberad 15 auf, das in der zentralen Achse 16 angeordnet ist, in der auch die von dem Getrieberad 15 angetriebene Serie von Stirnrädern 17 angetrieben wird, die ihrerseits ein zentrales Getrieberad 18 antreiben, von dem aus der Antrieb zu den Hubrädern erfolgt. Die Stirnräder 17 werden von einem Gehäuse 17' aufgenommen. Das Getrieberad 18 ist mit Winkeltrieben 19 gekoppelt, die beidseitig einen Abtrieb für die Wellen 20, 20' bilden, welche in Kugellagern 21, 21' gelagert sind und in zylindrischen Lagergehäusen 22, 22' untergebracht sind. Mit 23, 23' ist jeweils ein Träger für die Habe 24, 24' der Hubradanordnung 25 mit den beiden Hubradelementen 26, 26' dargestellt. Die Ausbildung der Hubräder ist an sich bekannt, und wird hier nicht näher erläutert.

Mit einer derartigen Antriebsvorrichtung erfolgt der Antrieb der Paddel 10 über eine gemeinsame, durchgehende obere Antriebswelle, auf der sämtliche Paddel der mehrreihigen Rübenerntemaschine sitzen, wobei die Antriebswelle geteilt ist und durch flexible Kupplungen verbunden ist. Von diesem Paddelantrieb aus wird über eine mechanische Antriebsverbindung, nämlich die Stirnräder 17, der Einzelantrieb der Hubräder vorgenommen, wobei die beiden Hubradelemente von dem zentralen Antrieb aus gemeinsam angetrieben werden. Der Vorteil einer derartigen Antriebsart besteht darin, daß der Hubradantrieb als Einzelantrieb ausgebildet ist, und daß benachbarte Hubräder mechanisch nicht miteinander verbunden sind, d.h., keine Gelenkwellen die Hubradachsen miteinander verbinden, so daß der Antrieb dadurch wesentlich vereinfacht und wesentlich weniger aufwendig wird.

In Fig. 3 sind drei der in Fig. 2 dargestellten Antriebseinheiten 26, 27, 28 auf der gleichen gemeinsamen Hauptwelle 11 unmittelbar nebeneinander angeordnet. Die voneinander unabhängigen Antriebseinheiten sind einzeln auf der Hauptwelle abnehmbar gelagert. Die Hauptwelle 11 ist an ihren beiden Enden jeweils durch Hauptlager 29 gelagert. Die Paddelantriebe 30, 31, 32 auf der Hauptwelle 11 stehen über jeweils einen Stirnrad-antrieb 17 mit dem jeweiligen Hubradantrieb 32, 33, 34 in Verbindung, wobei die einzelnen Hubradantriebe keine Verbindung miteinander aufweisen und somit die einzelnen Hubradsysteme ausschließlich über die Hauptwelle und die Paddelantriebe angetrieben werden.

Bezugszeichenliste

1
Scharkörper
2
Schargrindel
3
Exzenterantrieb
4
Rahmen
5
Tragflansch
6
Hubrad
7
Zinken
8
Getriebe
9
Paddel
10
Paddelschaufel
11
Hauptwelle
12
Lagerschild
13
Lager
14
Lagergehäuse
15
Getrieberad
16
Achse
17
Stirnräder
18
Getrieberad
19
Winkeltrieb
20
Welle
21
Lagerung
22
Lagergehäuse
23
Träger für
24
Hubradnabe
25
Hubrad
26, 27, 28
Hubradanordnung
29
Hauptwellenlagerung
30,31,32
Paddelgetriebe
33, 34, 35
Hubradgetriebe


Anspruch[de]
  1. Antriebsvorrichtung für Hubräder von mehrreihigen Rübenerntemaschinen, die Scharkörpern zugeordnet sind und die von den Scharkörpern gerodete Rüben aufnehmen, hochfördern und abführen, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (33, 34, 35) der aus zwei miteinander zusammenwirkenden Hubeinzelrädern (25, 25') bestehenden Hubradanordnung (26, 27, 28) als Einzelantrieb und als Einheit pro Hubradanordnung ausgebildet ist, und daß den Hubrädern (25, 25') zur Abförderung der Rüben zugeordnete, durch Getriebe (30, 31, 32) angetriebene Paddel (10) über eine gemeinsame Hauptantriebswelle (11) angetrieben sind.
  2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Paddel (10) paarweise auf der Hauptantriebswelle (11) und außen am Gehäuse (13) des jeweiligen Paddelantriebs (30, 31, 32) befestigt sind.
  3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Paddelantriebe (30, 31, 32) jeweils über Stirnräder (17) oder dergl. mit der Antriebswelle (20) für die beiden Hubradelemente (25, 25') einer Hubradanordnung (26, 27, 28) gekoppelt sind.
  4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsverbindung zwischen Paddelgetriebe (30, 31, 32) und Hubradgetriebe (33, 34, 35) über beidseitige Winkeltriebe erfolgt, die über den gemeinsamen Stirnradantrieb (17) von den Paddelantrieben (30, 31, 32) aus erfolgt.
  5. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Paddelanordnung (10) aus zwei voneinander beabstandeten Paddelelementen (10', 10'') besteht, die zwischen die Zinken (7) der beiden Hubräder der Hubradanordnung (26, 27, 28) beidseitig der Mittelachse (6) eingreifen.
  6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebeanordnung (8) mittels Flanschträger (5) am Rahmen (4), z.B. über Halteschalen, befestigt ist.






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