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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zusammensetzung, beinhaltend ein wasserabsorbierendes Polymer und einen Wirkstoff, ein Nährmedium und dessen Herstellungsverfahren, ein Verfahren zur Bekämpfung von Organismen, sowie die Verwendung einer Zusammensetzung, beinhaltend ein wasserabsorbierendes Polymer und einen Wirkstoff sowie ein Verfahren zum Steigern des Ertrags im Pflanzenanbau.

US 4,177,056; WO 85/017736; DE 25 28 068 A1 sowie DE 42 26 753 A1 offenbart den Einsatz von Pestiziden zusammen mit Hydrogelen, wobei als Hydrogele Polyacrylate, Polyacrylamide, Copolymere aus Acrylaten sowie natürliche Polymere genannt werden.

Außerdem offenbart US 5,037,654 eine Pestizidzubereitung, bei der absorbierende Polymere auf Basis von vernetztem Polyamid eine synergistische Wirkung mit einem Pestizid zeigt.

Allgemein liegt die erfindungsgemäße Aufgabe darin, die sich aus dem Stand der Technik ergebenden Nachteile zu überwinden.

Ferner besteht eine erfindungsgemäße Aufgabe insbesondere darin, Zusammensetzungen und Verwendungen dieser Zusammensetzungen zur Verfügung zustellen, die über das Bekämpfen von pflanzenschädigenden Organismen hinaus geht. In diesem Zusammenhang ist als Aufgabe von besonderem Interesse, das neben der den Schadorganismus Bekämpfenden Wirkung des eingesetzten Wirkstoffs gleichzeitig das Pflanzenwachstum gefördert wird.

Die vorstehenden Aufgaben werden gelöst durch eine Zusammensetzung, beinhaltend ein wasserabsorbierendes Polymer und einen Wirkstoff sowie gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe, wobei die Zusammensetzung mindestens eine, vorzugsweise mindestens zwei und besonders bevorzugt alle der folgenden Eigenschaften zeigt:

  • 1. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf einen Pflanzenkeim bei einer gleicher Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
  • 2. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf eine Pflanze bei einer gleichen Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
  • 3. erhöhte Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus im gleichen Zeitpunkt, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer; oder
  • 4. erhöhte Dauer der Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
und

mindestens eine der folgenden Eigenschaften:

  • a) maximale Aufnahme einer wäßrigen Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 500 ml/g Zusammensetzung, vorzugsweise /g Polymer,
  • b) der mit Wasser extrahierbare Anteil weniger als 30 Gew.-%, bezogen auf das wasserlösliche Polymers, beträgt,
  • c) Schwellzeit bis zum Erreichen von 80% der maximalen Aufnahme von einer wäßrigen Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 180 Minuten,
  • d) Schüttdichte in einem Bereich von 500 bis 1000 g/l,
  • e) pH-Wert von 1 g Zusammensetzung/l 0,9 Gew.-% NaCl-Wasserlösung in einem Bereich von 4 bis 10,
  • f) Absorption gegen einen Druck von 20 g/cm2 innerhalb von 2 h in einem Bereich von 10 bis 100 g Wasser/g Zusammensetzung, vorzugsweise /g Polymer,
  • g) Acrylamidgehalt von kleiner gleich 300 ppm, bezogen auf Zusammensetzung,
  • h) Teilchengröße von mindestens 10 Gew.-% aller Teilchen im Bereich von 10 bis 4000 µm.

Die sich aus den vorstehenden Eigenschaften (a) bis (h) ergebenden denkbaren Eigenschaftskombinationen von zwei und mehr dieser Eigenschaften stellen neben jeder einzelnen Eigenschaft jeweils bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dar. Weiterhin als erfindungsgemäße Ausführungsformen bevorzugt sind Zusammensetzungen mit den nachfolgend als Buchstaben oder Buchstabenkombinationen dargestellten Eigenschaften, bzw. Eigenschaftskombinationen: a, b, c, d, e, f, h, ab, abc, abcd, abcde, abcdef, abcdefg, abcdefgh, wobei a besonders bevorzugt ist.

Erfindungsgemäß wird unter phytotoxischer Wirkung auf Pflanzenkeime (α) ein Keimratenquotient verstanden. Der Keimratenquotient wird gebildet aus der Keimrate des unbehandelten Saatguts/der Keimrate des behandelten Saatguts. Die Keimrate steht wiederum für den Quotient des ausgekeimten Saatguts/die Anzahl des ausgebrachten Saatguts. Erfindungsgemäß ist ein Keimratenquotient von kleiner 1.

Erfindungsgemäß wird unter phytotoxischer Wirkung auf Pflanzen (β) ein Pflanzenwachstumsquotient verstanden. Der Pflanzenwachstumsquotient ist definiert über die Wachstumshöhe einer unbehandelten Pflanze/die Wachstumshöhe einer behandelten Pflanze. Erfindungsgemäß liegt der Pflanzenwachstumsquotient unter 1.

Erfindungsgemäß wird die Wirksamkeit nach Abbott nach folgender Gleichung bestimmt und in % ausgedrückt:





Erfindungsgemäß wird bei erhöhter Dauer der Wirksamkeit (δ) nach Abbott bvorzugt, dass diese über einen Zeitraum von mindestens 1, bevorzugt von 5 bis 80 und besonders von 10 bis 50 Tagen anhält.

Bevorzugte Ausführungsformen der Zusammensetzung ergeben sich aus den nachfolgenden Kombinationen der einzelnen Verwendungen, ausgedrückt durch Kombinationen der griechischen Buchstaben:

αβ, βγ, αγ, αβγ, αγδ, αβδ, βγδ, αβγδ, wobei αβγδ besonders bevorzugt ist.

Geeignete Zusatz- und Hilfsstoffe sind alle, wie dem Fachmann bekannt sind und die bei der Herstellung von Pflanzenschutzformulierungen Anwendung finden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Stabilisatoren, Emulgatoren, Dispergiermittel und Antioxidantien, Befeuchtungsmittel, oberflächenaktive Mittel, Farbstoffe, Spreitmittel sowie Stellmittel zu nennen.

Wasserabsorbierende Polymere im Sinne dieser Erfindung sind alle solche, wie sie in "Modern Superabsorbent Polymer Technology", F. L. Buchholz et al., Wiley-VCH, 1998 beschrieben sind. Somit sind grundsätzlich alle natürlichen und synthetischen Hydrogele bildende Substanzen als wasserabsorbierende Polymere geeignet.

Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass das wasserabsorbierende Polymer auf mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf das wasserabsorbierende Polymer, auf einem eine Carboxylgruppe tragenden ethylenisch ungesättigten Monomer, das vorzugsweise wasserlöslich ist, basiert.

Vorzugsweise beinhaltet das wasserabsorbierende Polymer zusätzlich zu dem eine Carboxylgruppe tragenden ethylenisch ungesättigten Monomer mindestens ein von diesem unterschiedliches Comomoner. Derartige geeignete Comonomere sind vorzugsweise ethylenisch ungesättigte, wasserlösliche Carboxylsäurederivate oder ethylenisch ungesättigte Sulfonsäuremonomere oder deren Derivate oder Acrylamide oder Acrylamidderivate oder mindestens zwei davon, wobei Acrylamide oder Acrylamidderivate bevorzugt sind und Acrylamid besonders bevorzugt ist.

Als eine Carboxylgruppe tragenden ethylenisch ungesättigten Monomer, deren Salze oder Carbonsäureanhydridmonomere sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Ethacrylsäure, α-Chloracrylsäure, α-Cyanoacrylsäure, β-Methylacrylsäure (Crotonsäure), α- Phenylacrylsäure, β-Acryloxypropionsäure, Sorbinsäure, α-Chlorsorbinsäure, 2'- Methylisocrotonsäure, Zimtsäure, p-Chlorzimtsäure, β-Stearylsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Mesacronsäure, Glutaconsäure, Aconitsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Tricarboxyethylen und Maleinsäureanhydrid bevorzugt, wobei Acrylsäure, Methacrylsäure besonders sind und Acrylsäure darüber hinaus bevorzugt ist. Bevorzugte Acrylsäurederivate sind hydroxyl- oder aminogruppenhaltige Ester der Acryl- oder Methacrylsäure, wie z. B. 2-Hydroxyethylacrylat, N,N- Dimethylaminoethylacrylat sowie die analogen Derivate der Methacrylsäure.

Ethylenisch ungesättigte Sulfonsäuremonomere sind vorzugsweise aliphatische oder aromatische Vinylsulfonsäuren oder acrylische oder methacrylische Sulfonsäuren. Als aliphatische oder aromatische Vinylsulfonsäuren sind Vinylsulfonsäure, Allylsulfonsäure, Vinyltoluolsulfonsäure und Stryrolsulfonsäure bevorzugt.

Als Acryl- bzw. Methacrylsulfonsäuren sind Sulfoethylacrylat, Sulfoethylmethacrylat, Sulfopropylacrylat, Sulfopropylmethacrylat, 2-Hydroxy-3-methacryloxypropylsulfonsäure und 2-Acrylamid-2-methylpropansulfonsäure bevorzugt.

Mögliche, vorzugsweise wasserlösliche, Acrylamidderivate sind alkylsubstituierte Acrylamide oder aminoalkylsubstituierte Derivate des Acrylamides oder des Methacrylamides, wie z. B. N,N-Dimethylpropylacrylamid, Dimethylacrylamid oder Diethylacrylamid und die entsprechenden Methacrylamidderivate.

Alle aufgeführten Säuren können als freie Säuren oder als Salze polymerisiert werden. Natürlich ist auch eine teilweise Neutralisation möglich. Ferner kann die Neutralisation teilweise oder ganz auch nach der Polymerisation erfolgen. Die Neutralisation der Monomere kann mit Alkalimetallhydroxiden, Erdalkalimetallhydroxide und Ammoniak erfolgen. Daneben ist jede weitere Base denkbar, die mit der Säure ein wasserlösliches Salz bildet. Auch eine Mischneutralisation mit verschiedenen Basen ist denkbar. Bevorzugt ist die Neutralisation mit Carbonaten, Bicarbonaten, Ammoniak und Alkalimetallhydroxiden, besonders bevorzugt Kaliumhydroxid und Ammoniak.

Vorzugsweise besteht das Copolymer aus 5 bis 95% Acrylamid und 95 bis 5% aus Acrylsäure, bevorzugt zu 10 bis 75% aus Acrylamid und 90 bis 25% aus Acrylsäure und besonders aus 20 bis 50% Acrylamid und 80 bis 50% aus Acrylsäure, wobei die Acrylsäure im Bereich von 30 bis 100%, bevorzugt von 50 bis 95%, besonders bevorzugt von 60 bis 80% und darüber hinaus bevorzugt von 65 bis 75% neutralisiert ist.

In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform liegt das wasserabsorbierende Polymer unvernetzt vor. Gemäß einer andern erfindungsgemäss bevorzugten Ausführungsform liegt das Wasser absorbierende Polymer mindestens teilweise verzweigt, jedoch nicht vernetzt, vor. In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform liegt das wasserabsorbierende Polymer mindestens teilvernetzt vor. Die Vernetzungsdichte beträgt vorzugsweise weniger als 20, besonders bevorzugt weniger als 10, und darüber hinaus bevorzugt liegt sie in einem Bereich zwischen 0,01 und 7%.

Die Vernetzung wird durch dem Fachmann allgemein bekannte Vernetzer erreicht. Derartige Vernetzer werden vorzugsweise in einer Menge von weniger als 7, bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der eingesetzten Monomere, eingesetzt. Erfindungsgemäß bevorzugte Vernetzer sind Polyacryl oder Polymethacrylsäureester, die beispielsweise durch die Umsetzung eines Polyols wie Ethylenglykol, Propylenglykol, Trimethylolpropan, 1,6-Hexandiolglycerin, Pentaerythrit, Polyethylenglykol oder Polypropylenglykol mit Acrylsäure oder Methacrylsäure gewonnen werden.

Eine andere Gruppe von Vernetzern wird gewonnen durch die Reaktion von Polyalkylenpolyaminen wie Diethylentriamin und Triethylentetraaminmethacrylsäure oder Methacrylsäure.

Als Vernetzer bevorzugt sind 1,4-Butandioldiacrylat, 1,4-Butandioldimethacrylat, 1,3- Butylenglykoldiacrylat, 1,3-Butylenglykoldimethacrylat, Diethylenglykoldiacrylat, Diethylenglykoldimethacrylat, ethoxyliertes Bisphenol-A-diacrylat, ethoxyliertes Bisphenol-A-dimethacrylat, Ethylenglykoldimethacrylat, 1,6-Hexandioldiacrylat, 1,6- Hexandioldimethacrylat, Neopentylglykoldimethacrylat, Polyethylenglykoldiacrylat, Polyethylenglykoldimethacrylat, Triethylenglykoldiacrylat, Triethylenglykoldimethacrylat, Tripropylenglykoldiacrylat, Tetraethylenglykoldiacrylat, Tetraethylenglykoldiacrylat, Tetraethylenglykoldimethacrylat, Dipentaerythritpentaacrylat, Pentaerythrittetraacrylat, Pentaerythrittriacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, Trimethyloltrimethacrylat, Tris(2-hydroxyethyl)isocyanorattriacrylat, Tris(2-hydroxy)isocyanorattrimethacrylat, Divinylester von Polycarbonsäuren, Diallylester von Polycarbonsäuren, Triallylterephthalat, Diallylmaleat, Diallylfumarat, Hexamethylenbismaleinimid, Trivinyltrimellitat, Divinyladipat, Diallylsuccinat, Ethylenglykoldivinylether, Cyclopentadiendiacrylat, Triallylamin, Tetraallylammoniumhalide, Divinylbenzol, Divinylether, N,N'-Methylenbisacrylamid, N,N'- Methylenbismethacrylamid, Ethylenglykoldimethacrylat und Trimethylolpropantriacrylat. Erfindungsgemäß bevorzugte Vernetzer sind N,N'- Methylenbisacrylamid, N,N'-Methylenbismethacrylamid Polyethylenglykoldiacrylat, Polyethylenglykoldimethacrylat und Triallylamin, wobei N,N'-Methylenbisacrylamid besonders bevorzugt ist.

Die Vernetzung kann sowohl im Laufe der Polymerisationsreaktion zur Herstellung des wasserabsorbierenden Substsanz als auch im Anschluß an diese durch sogenannte "Nachvernetzung" erfolgen. In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist ein wasserabsorbierendes Polymer bevorzugt, bei dem die Vernetzung während der Polymersationsreaktion erfolgte. In einer anderen Ausführungsform ist eine erste Vernetzung während und eine weitere Vernetzung nach der Polymerisation bevorzugt.

Als sogenannte "Nachvernetzer" besonders bevorzugt sind organische Carbonate, polyquatere Amine, polyvalente Metallverbindungen und Verbindungen, die mindestens zwei funktionelle Gruppen aufweisen, die mit Carboxylgruppen des noch nicht nachvernetzten wasserlöslichen Polymers reagieren können. Hierbei handelt es sich insbesondere um Polyole und Aminoalkohole wie Ethylenglykol, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Tetraethylenglykol, Polyethylenglykol, Glycerin, Polyglycerin, Propylenglykol, Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Propanolamin, Polyoxypropylen, Oxyethylen-Oxypropylen-Blockpolymere, Sorbitanfettsäureesther, Polyoxyethylensorbitanfettsäureesther, Trimethylolpropanpentereritrit, Polyvinylalkohol- und Sorbitol-, Polyglycidylether-Verbindungen, - bitte überprüfen Sie diese Verbindungen wie Ethylenglykoldiglycidylether, Polyethylenglykoldiglycidylether, Glycerindiglycidylether, Glycerolpolyglycidylether, Pentereritritpolyglycidylether, Propylenglycoldiglycidylether und Polypropylenglykoldiglycidylether, Polyaceridin-Verbindungen, wie 2,2- Bishydroxymethylbuntanol-tris[3-(1-aceredinyl)propionat], 1,6- Hexamethylendiethylen-Harnstoff und Diphenylmethan-bis-4,4'-N,N'-diethylenharnstoff, Haloepoxyverbindungen wie Ethylendiamin, Diethylentrialmin, Triethylentetraamin, Tetraethylenpentaamin, Pentaethylenhexaamin und Polyethylenemine, Polyisocyanatverbindungen wie 2,4-Tolylen-diisocyanat und Hexamethylendiisocyanat, Zinkhydroxide, Kalzium-, Aluminium-, Eisen-, Titan- und Zirconhalogenide, Alkylencarbonate wie 1,3-Dioxalan-2-on und 4-Methyl-1,3- Dioxalan-2-On, polyvalente Metallverbindungen wie Salze, polyquartere Amine wie Kondensationsprodukte von Dimethylaminen und Epichlorhydrin, Homo- und Copolymere von Diallyldimethylamoniumchlorid und Homo- und Copolymere von Diethylallylamino(meth)acrylatmethylchloridamoniumsalzen. Unter diesen Verbindungen sind bevorzugt Diethylenglykol, Triethylenglykol, Polyethylenglykol, Glyzerin, Polyglyzerin, Propylenglykol, Diethanolamin, Triethanolamin, Polyoxypropylen, Oxyethylenoxypropylen Blockcopolymer, Sorbitanfettsäureesther, Polyoxyethylensorbitanfettsäureesther, Trimethylolpropan, Pentereritrit, Polyvenylalkohol, Sorbitol, Alkylencarbonate wie 1,3-Dioxolan-2-on, 1,3-Dioxolan-2- on, 4-Methyl-1,3-dioxolan-2-on, on, 4,5-Dimethyl-1,3-dioxolan-2-on, 4,4-Dimethyl 1,3-dioxolan-2-on, 4-Ethyl-1,3-dioxolan-2-on, 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan-2-on, 1,3-Dioxan-2-on, 4-Methyl-1,3-dioxan-2-on, 4,6-Dimethyl-1,3-dioxan-2-on, 1,3- Dioxopan-2-on, Poly-1,3-dioxolan-2-one und Ethylenglykoldiglycidylether.

Polyoxazoline wie 1,2-Ethylenbisoxazolin, Vernetzer mit Silangruppen wie γ- Glycidoxypropyltrimethoxysilan und γ-Aminopropyltrimethoxysilan, Oxazolidinone wie 2-Oxazolidinon, Bis- und Poly-2-oxazolidinone, Diglykolsilikate.

Von den vorgenannten Nachvernetzern ist Ethylencarbonat besonders bevorzugt.

Das wasserabsorbierende Polymer kann noch weitere wasserabsorbierende Substanzen aufweisen, wobei die verschiedenen Substanzen mit dem wasserabsorbierende Polymer chemisch oder physikalisch verbunden sein können. Bevorzugte Beispiele dieser weiteren wasserabsorbierenden Substanzen sind wasserabsorbierende Polyelektrolyte wie derivatisierte Stärke, Stärkeacrylsäurepropfcopolymere, Stärkemethacrylsäurepfropfcopolymere, Styrolmaleinsäureanhydridcopolymere, Polyacrylsäure, Polyvinylalkoholmaleinsäureanhydrid, Copolymere als Vinylester und ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren und deren Derivate, Isoprenmaleinsäureanhydridcopolymere, sulfonierter Polyvinylalkohol und Copolymere aus Vinylester und ungesättigten Dicarbonsäuren oder deren Derivate. Eine weitere Gruppe wasserabsorbierender Substanzen sind Nichtelektrolyte wie Polyalkylenoxid, Polyvinylalkohol, Polyamide und Stärke. Als weitere superabsorbierende Substanzen können sich die vorstehenden Polymere in mindestens teilverseifter Form oder als Salze, wobei die Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze bevorzugt sind, eignen.

In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung werden die, aus der einen Teil dieser Offenbarung bildenden WO 99/34843 als sogenannte "Mixed-Bed Ion-Exchange Absorbant Polymers" (MBIEA-Polymere) bekannten, alleine oder mit anderen wasserabsorbierenden Polymeren eingesetzt. In der Regel stellen MBIEA-Polymere eine Zusammensetzung dar, die zum einen basische absorbierende Polymere, die in der Lage sind, Anionen auszutauschen, und andererseits ein im Vergleich zu dem basischen absorbierenden Polymer saures absorbierendes Polymer, das in der Lage ist, Kationen auszutauschen, beinhalten. Das basische absorbierende Polymer weist basische Gruppen auf und wird typischerweise durch die Polymerisation von Monomeren erhalten, die basische Gruppen oder Gruppen tragen, die in basische Gruppen umgewandelt werden können. Bei diesen Monomeren handelt es sich vor allen Dingen um solche, die primäre, sekundäre und/oder tertiäre Amine und die entsprechenden Phosphine aufweisen. Zu dieser Gruppe von Monomeren gehören insbesondere Ethylenamin, Allylamin, Diallylamin, 4-Aminobuten, Alkyloxacyline, Vinylformamid, 5-Aminopenten, Carbodiimide, Formaldacin, Melanin und dergleichen, sowie deren sekundäre oder tertiäre Aminderivate.

In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der Zusammensetzung weist das wasserabsorbierende Polymer - in seiner nachvernetzten oder nicht nachvernetzten Form - an seiner Oberfläche eine Schicht aus einem anorganischen Material, insbesondere Siliziumdioxid in unterschiedlichsten Modifikationen, oder einen Polyzucker, insbesondere Stärke oder Cellulose, vorzugsweise Cellulose, oder mindestens zwei davon, auf. Die Schicht aus dem anorganischen Material oder dem Polyzucker ist vorzugsweise dünner als der mittlere Durchmesser des wasserlöslichen Polymerteilchens.

In einer anderen erfindungsgemäß bevorzugten Ausführungsform ist das wasserabsorbierende Polymer zumindest über einen Zeitraum von 90 Tagen zu mindestens 10, vorzugsweise 50 und besonders bevorzugt 70 Gew.-%, bezogen auf das anfangs in den Boden gebrachte wasserabsorbierende Polymer, in einer Tiefe von 5 cm im Ackerboden, ohne weitere Zusätze bei einer Temperatur von 20°C und 60% Luftfeuchtigkeit abbaubar und wird als "biologisch abbaubar" bezeichnet. Bevorzugte biologisch abbaubare wasserabsorbierende Polymer beinhalten Polyzucker, vorzugsweise Stärke oder Zellulose oder eine Mischung daraus; vorzugsweise in einer Menge mindestens 10, bevorzugt mindestens 30 und besonders bevorzugt mindestens 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das wasserabsorbierende Polymer. Bevorzugte biologisch abbaubare Polymere sind beispielsweise in DE 42 06 850 A1, DE 42 06 856 A1 und DE 42 06 857 beschrieben, die einen teil der Offenbarung bilden.

Vorzugsweise zeigt das erfindungsgemäße wasserabsorbierende Polymer mindestens eine der folgenden Eigenschaften:

  • a) maximale Aufnahme einer synthetischen Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 500, bevorzugt von 10 bis 300, besonders bevorzugt von 15 bis 200 und darüber hinaus bevorzugt von 20 bis 100 ml/g wasserabsorbierender Polymer,
  • b) der mit Wasser extrahierbare Anteil weniger als 30 bevorzugt weniger als 20 und besonders bevorzugt weniger als 10%, bezogen auf das wasserabsorbierende Polymer beträgt,
  • c) Schwellzeit zum Erreichen von 80% der maximalen Aufnahme von synthetischer Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 180, bevorzugt von 10 bis 150 und besonders bevorzugt von 30 bis 120 Minuten,
  • d) Schüttdichte im Bereich von 500 bis 1000, bevorzugt 550 bis 950 und besonders bevorzugt 600 bis 900 g/l,
  • e) pH-Wert von 1 g wasserabsorbierenden Polymer pro 1 l 0,9 Gew.-% NaCl- Wasserlösung in einem Bereich von 4 bis 10, bevorzugt von 5 bis 9 und besonders bevorzugt von 5,5 bis 7,5,
  • f) Absorption von synthetischer Bodenlösung gegen einen Druck von 20 g/cm2 innerhalb von 2 h in einem Bereich von 10 bis 100, bevorzugt von 15 bis 80 und besonders bevorzugt von 20 bis 50 g Wasser/g wasserabsorbierendes Polymer,
  • g) Restmonomergehalt von kleiner gleich 300, bevorzugt kleiner gleich 200 und besonders bevorzugt kleiner gleich 100 ppm, jeweils bezogen auf die wasserabsorbierendes Polymer, vorzugsweise das Polyacrylamid,
  • h) Teilchengröße mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 50 Gew.-% und besonders bevorzugt mindestens 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf die wasserabsorbierendes Polymer, vorzugsweise auf das Polyarylamid, im Bereich von 10 bis 4000, bevorzugt 50 bis 2000 und besonders bevorzugt 700 bis 1200 µm.

Die sich aus den vorstehenden Eigenschaften ergebenden denkbaren Eigenschaftskombinationen von zwei und mehr dieser Eigenschaften stellen neben den einzelnen Eigenschaften jeweils bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung dar. Weiterhin als erfindungsgemäße Ausführungsformen bevorzugt sind Zusammensetzungen mit den nachfolgend als Buchstaben oder Buchstabenkombinationen dargestellten Eigenschaften, bzw. Eigenschaftskombinationen: a, b, c, d, e, f, h, ab, abc, abcd, abcde, abcdef, abcdefg, abcdefgh, wobei a besonders bevorzugt ist.

Weiterhin es erfindungsgemäß bevorzugt, dass er die Zusammensetzung der den Wirkstoff in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 50, bevorzugt von 0,09 bis 25 und besonders bevorzugt von 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Zusammensetzung, beinhaltet.

Als Wirkstoff kommen bevorzugt Akarizide (AC), Algizide (AL), Attractantien (AT), Reppelentien (RE) Bakterizide (BA), Fungizide (FU), Herbizide (HB), Insektizide (IN), Molluskizide (MO), Nematizide (NE), Rodentizide (RO), Savener (SA), Sterilantien (ST), Synergentien (SY), Virizide (VI) Wachstumsregulatoren (PG) oder mindestens zwei davon in Betracht. Hierunter sind HB, FU, IN, NE bevorzugt und FU, IN besonders bevorzugt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Zusammensetzung mindestens zwei, vorzugsweise unterschiedliche Wirkstoffe.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Zusammensetzung mindestens drei, vorzugsweise unterschiedliche Wirkstoffe.

Zudem beinhaltet in einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform die Zusammensetzung mindestens hier, vorzugsweise unterschiedliche Wirkstoffe.

Nachstehend sind einige bevorzugte Wirkstoffklassen, Wirkstoffverbindungen oder Organismen als Wirkstoffe zusammen mit ihrer Verwendung bzw. ihren Verwendungen angegeben:

Abamectine AC, IN; AC 92553, HE; Acephate IN; AC 382042 FU; Aceqinocyl, AC; Acetamiprid, IN, Acetochlor HB; N-Acetylthiazolidin-4-carbonsäuren; Acetoprole AC; Acilflorfen-Na, HE; Aibenzolar-S-methyl; Acifluorfen HB; Aclonifen HB; Acridinic bases RE; Acrinathrin IN, AC; Alachlor HB; Alanycarb IN; Aldicarb NE, IN; Aldimorph FU; Alkyldimethylbenzylammoniumchloride HB; Alkyldimethylethylbenzylammoniumchlorid HB; Alkyltrimethylammoniumchlorid BA,FU; Alkyltrimethylbenzylammoniumchlorid HB; einen IN; Allidochlor, HE; Alloxydim HB; Allylalkohol HB; Alphacypermethrin (= α-Cypermethrin); Alphamethrin (= α-Cypermethrin) IN; Aluminiumammoniumsulfat RE; Aluminiumphosphid IN, RO; Aluminiumsulphat MO, PG; Ametryn HB; Amicarbazone HB; Amidosulfuron HB; Aminosäuren PG; 2-Aminobutan FU; Amitraz AC, IN; Amitrole (= Aminotriazole) HB; Ammoniumcarbonate FU; Ammoniumhydroxyd FU; Ammoniumsulphamat HB; Ammonium sulphat HB; Ammoniumthiocyanat HB; Amosulfuron HB; Ampropylofos FU; Ancymidol PG; Andoprim FU; Anilazine FU; Anilofos, HE; Anthracenöl IN, AC, HB, RO; Anthraquinon RE; Arsenanhydrid; Asulam HB; Atrazine HB; Azaconazol IN, FU; Azadirachtin IN; Azafenidin FU; Azamethiphos IN; Azinphos-methyl IN, AC; Aziprotryne HB; Azocyclotin AC; Azoxystrobin FU; BAS 500F; Barban HB; Bariumfluosilicat IN; Bariumnitrat RE; Bariumpolysulphid IN, FU; BAY MKH 6561 HB; Beflubutamid HB; Benfluamid HB; Benalaxyl FU; Benazolin (-ethyl) HB; Bendiocarb IN; Benefin, HE; Benbiclon/Benzobicyclon HB; Benfluralin HB; Benfuracarb IN, NE; Benfuresate HB; Benodanil FU; Benomyl FU; Bensulfuron (-methyl) HB; Bensulide HB; Bensultap IN; Bentaluron FU; Bentazone HB; Benzalkoniumchlorid HB; Benzamacril FU; Benzoximate AC; Benzoylprop (-ethyl) HB; Benzthiazuron HB; 6-benzyladenine PG; Benzofenap, HE; Benzofluor, HE; 2-Benzyl-4-chlorophenol FU; Bialophos FU; Bifenazate, IN; Bifenox HB; Bifenthrin IN, AC; Biloxazol FU; Binapacryl FU; Biphenyl FU; Bioallethrin IN; Bioresmethrin IN; Bitertanol 386 FU; Blasticidin S FU; Bordeaux mixture = Calcium Kupfer sulphate; Boric acid IN; BPMC, IN; Brandol FU; Brassinolide PG; Brodifacoum RO; Brofenprox = Halfenprox; Bromacil HB; Bromadiolone RE; Bromethalin RE; Bromobutide, HE; Bromocyclen IN; Bromofenoxim HB; Bromophos IN; Bromophos-ethyl IN; Bromopropylate AC; Bromoxynil HB; Bromuconazole FU; Bronopol FU, BA; Buminapho, HE; Bupirimate FU; Buprofezin IN; Burgundy mixture FU; Butachlor HB; Butam (= Tebutam); Butenachlor FU; Buthidiazo, HE; Buthiobate FU; Butocarboxim IN; Butoxycarboxim IN, AC; Butralin HB, PG; Buturon, HE; sec-Butylamin IN; Cadusafos IN, NE; Calciferol RO; Calciumcarbid RE; Calciumcyanamid HB; Calciumchlorid FU,PG; CalciumKupferoxychlorid FU; CalciumKupfersulfat FU; Calciumcyanid (see cyanides) RO; Calciumphosphat RO; Calciumphosphid RO; Caloxidim, HE; Captan FU; Captafol FU; Carbaryl IN, PG; Carbatene (see Metiram); Carbendazim FU; Carbetamide HB; Carbofuran IN, NE, AC; Carbondioxyde IN, RO; Carbon disulfide IN, NE; Carbophenothion IN, AC; Carbosulfan IN, NE; Carboxin FU; Cartap (hydrochloride) IN; Carpropamid FU; Carvone FU; Cetrimide HB; Chinomethionat AC, FU; Chlomethoxyfen HB; Chloral-semi-acylal HB; Chloralose RO; Chloramben HB; Chlorates HB; Chlorbenzthiazon FU; Chlorbromuron HB; Chlorbufam HB; Chloretazate PG; Chlorethoxyfos, IN; Chlorfenapyr, IN; Chlorfenazol FU; Chlorfenprop (-methyl) HB; Chlorfenson IN, AC; Chlorfena, HE; Chlorfenvinphos IN; Chlorfluazuron IN; Chlorflurenol (Chlorflurecol) PG; Chloridazon HB; Chlormephos IN; Chlormequat (chloride) PG; Chlorobenzilat AC; Chlorobufam, HE; Chlorofenizon = Chlorfenson; 4-Chloro-3-methylphenol FU; Chloroneb FU; p-Chloronitrobenzol IN; Chlorophacinon RO; Chlorophenprop-methyl HE; Chlorophyllin FU, BA; Chloropicrin NE, FU; Chloropropylat AC; Chlorothalonil FU; Chloroxuron HB; Chlorphonium chlorid PG; Chlorpropham PG, HB; Chlorpyrifos IN, AC; Chlorpyrifos-methyl IN, AC; Chlorsulfuron HB; Chlorthal-dimethyl HB; Chlorthiamid HB; Chlorthiamidin IN; Chlorthiophos IN; Chlortoluron HB; Chlozolinate FU; Cholecalciferol RO; Cholin chlorid RO; Cimetacarb ethyl (see Trinexapac); Cimidon-ethyl HB; Cinemthylin HE; Cinidon-ethyl HE; Cinosulfuron HB; Cintofen PG; Citronellol IN, RE; Ciz-zeathin PG; Clefoxydim HB; Clethodim 508 HB; Clodinafop HB; Clofencoet PG; Clofentezine AC; Clomazone HB; Clomeprop HE; Clopoxydim, HE; Clopyralid HB; Clozylacon FU; Codlemone (vgl. 8,10-Dodecadien-1-ol) AT; Kupferacetat FU; Kupferammonium carbonat FU; Kupfer-β-cyclodextrinehydroxid FU; Kupfercarbonat basisch FU; Kupferhydroxid FU; Kupfernaphtenat FU, RE; Kupferoxychlorid FU; Kupfersalze der Fett- und Rosinsäuren FU; Kupfersulfat FU; Kupfersulfat, tri-basisch FU; Coumachlor RO; Coumafuryl RO; Coumaphen (vgl. Warfarin); Coumatetralyl RO; 4-CPA (4- Chlorophenoxyessigsäure) PG; p-Cresylacetat RE; Cresylicsäure ST, FU; Crimidine RO; Cubiet FU; Cufraneb FU; Cuprammonium FU; Cuprousoxid FU; Cyanamid PG, HB; Cyanazin HB; Cyanides IN, RO; Cycloat HB; Cycloxydim HB; Cycloheximid FU; Cycloprothrin, IN; Cycluron HB; Cyfluthrin IN, AC; β-Cyfluthrin IN; λ-Cyhalothrin IN; Cyhexatin AC; Cymoxanil FU; Cyprazin, HE; Cypermethrin IN,AC; α- Cypermethrin IN; ζ-Cypermethrin IN; Cyproconazol FU; Cyprodinil FU; Cyprofuram FU; Cyromazin IN; Cystein PG; 2,4-D HB, PG; DADZ (Zinc-dimethylditiocarbamat) RE; Dalapon(-Natrium) HB; Daminozid PG; Daphneöl RE; Dazomet NE, FU, HB, ST; 2,4-DB HB; DCPA, HE; D-D NE, FU, IN; Debacarb FU; 1-Decanol PG; 5-Decen-1-ol AT; 5-Decen-1-ylacetat AT; Decanoncsäure; DEH 112, HE; Deltamethrin IN; Demeton-S-methyl IN, AC; Demeton-S-methyl sulphone IN; Denathoniumbenzoat RE; Desmedipham HB; Desmetryn HB; Diafenthiuron IN, AC; Dialifos IN, AC; Di-allate HB; Diammoniumphosphat AC; Diazinon IN, AC; Dicamba HB; Dichlobenil HB; Dichlofenthion IN; Dichlofluanid FU; Dichlone FU; Dichloran FU; p-Dichlorobenzol RO; Dichlorobenzoesäuremethylester FU; Dichlorophen HB, FU; 1,2-Dichloropropan ST; 1,3-Dichloropropen NE,HB; 1,3-Dichloropropen (cis) NE, HB; Dichlorprop HB; Dichlorprop-P HB; Dichlorvos IN,AC; Diclobutrazol FU; Diclofop (-methyl) HB; Diclocymet FU; Dicloran FU; Diclomezine FU; Dicofol AC; Dicrotophos IN, AC; Dicyclopentadiene PG, Didecyl-dimethylammonium chloride FU, Dienochlor AC, Diethatyl (-ethyl) HB, Diethion (see Ethion), Diethofencarb FU, Difenacoum RO, Difenamide = Diphenamid, Difenoconazole FU, Difenoxuron HB, Difenzoquat (methyl sulfate) HB, FU, Difethialone RO, Diflubenzuron IN, Diflufenican HB, Diflufenzopyr, HB; Diflumetorim FU; Dimefluazole FU; Dikegulac (-Natrium) PG, Dimefox IN, Dimefuron HB, Dimepiperate HB; Di-methyl-p-menthene PG; Dimethachlor HB, Dimethenamide HB; Dimethipin PG, HB, Dimethirimol FU; Dimethoate IN, AC; Dimethomorph FU; Dimeturon, HE; 3,7-Dimethyl-2,6-octadienal AT; 3,7-Dimethyl- 2,6-octadien-1-ol AT; Dimeturon HE; Dimexano HB; Diniconazole FU; Dinitramine HB; Dinobuton AC, FU; Dinocap FU, AC; Dinosep-Acetat, HE; Dinoterb HB; Dioctyldimethylammoniumchlorid FU, BA; Dioxacarb IN, 1,7-Dioxaspiro-5,5-undecan AT; Dioxathion AT; Diphacinone RO; Diphenamid HB; DNCO HE; Diphenylamine PG; 1,3-Diphenylharnstoff PG; Diquat (dibromide) HB; (Di-natrium)-ethylene-diaminetetra-acetat und deren Salze HB; Dipyrithione FU; Disodiumoctaborat HB, Disulfoton IN, Ditalimfos FU, Dithianon FU, 2-(Dithiocyanomethylthio)-benzothiazol FU; Diuron HB; DNOC IN, AC, FU, HB; (4Z-9Z)-7,9-Dodecadien-1-ol AT; (E)7-(Z)9- Dodecadienylacetat AT; (Z)-8-Dodecenol AT; (Z)-5-Dodecen-1-ylacetat AT, (Z)-8- Dodecenylacetat AT, (E/Z)-8-Dodecenylacetat AT; (Z)-9-Dodecenylacetat 422 AT; (E)- 10-Dodecenylacetat AT; trans-9-Dodecylacetat AT; Dodecylalcohol AT; Dodemorph FU; Dodine FU; DPX HE; Drazoxolon FU; Dymrone HE; Ebufos (vgl. Cadusafos), Egliazin-ethyl HE; Edifenphos FU; Emamectinbenzoat IN; Endosulfan IN, AC; Endothal HB, δ-Endotoxin des bacillus thuringiensis IN; Enilconazole (vgl. Imazalil); Epocholeone PG; Epoxiconazole FU; 7,8-Epoxi-2-methyl-octadecan AT; EPTC HB; Esfenvalerate IN; Esprocarb HE; Etacelasil PG; Etaconazol FU; Ethaboxam FU; Ethalfluralin HB; Ethanethiol RO; Ethanol MO; Ethephon PG; Etbidimuron HB; Ethiozin HE; Ethiofencarb IN; Ethion IN, AC; Ethoxyfen HE; Ethirimol FU; Ethoatemethyl IN; Ethofumesate HB; Ethoprophos NE, IN; Ethoxyquin PG; Ethylhexanoate FU, BA; Ethyloleate PG; Etofenprox IN; Etoxazole IN; Etridiazole FU; Etrimfos IN, AC; Eucalyptus oil RE, Farnesol AT, Famoxadone FU; Fettsäureester IN, PG; Natriumssalze der Fettsäuren HB, IN; Fettalkohole PG; Fenapanil FU; Fenamidone FU; Fenaminosulf FU; Fenamiphos NE; Fenarimol FU; Fenazaflor AC; Fenazaquin AC; Fenbuconazol FU; Fenbutatinoxid AC; Fenfuram FU; Fenhexamid FU; Fenitropan FU; Fenitrothion IN, AC; Fenizon = Fenson, Fenoprop PG, HB; Fenothiocarb IN,AC; Fenoxanil FU; Fenoxaprop (ethyl) HB, Fenoxaprop-P (ethyl) HB; Fenoxycarb IN; Fenpiclonil FU; Fenpropathrin IN, AC; Fenthiapropyl-etyl HE; Fenpropidin FU; Fenpropimorph FU; Fenpyroximate AC; Fenridazon PG; Fenson AC; Fenthion IN; Fenthiosulf IN; Fentin FU; Fentinacetat FU, EIB; Fentin hydroxide FU, HB; Fenuron HB; Fenvalerate IN, AC; Ferbam FU; Ferimzone FU; Fipronil IN; Flamprop (isopropyl) HB; Flamprop (methyl) HB, Flamprop-M (isopropyl) HB; Flazasulforon HE; Flocumafen RO; Fluacrypyrim AC; Fluazifop (-butyl) HB; Fluazifop-P (-butyl) HB; Fluazinam FU; Flubenzimine AC; Flucarbazone HB; Fluchloralin HE; Flucycloxuron AC; Flucythrinate IN; Fludioxonyl FU; Flufenoxuron IN, Flumequine BA; Flumetover FU; Flufenacet HB; Flufenpyr HB; Flumethralin PG; Fluometuron HB, Flumioxazin HE; Flumipropyn HE; Flumicloralyl HE; Flumetsulam HE; Fluorbentranil HE; Fluoroacetamide RO; Fluorodifen HB; Fluoroglycofene (-ethyl) HB; Flupoxam HB; Fluproxyfen IN; Fluquinconazole FU; Flurenol (Flurecol) HB; Fluridone HB; Flurochloridone HB; Fluoromid FU; Fluroxypyr HB Flurprimidole PG; Flurtramone HE; Flusilazole FU; Flusulfamid FU; Flutenzine, IN; Flutolanil FU; Flutriafol FU; (Tau)Fluvalinate IN; Focus HE; Folic acid PG; Folpet FU; Fomesafen HB; Fonofos IN; Foramsulfuron HB; Formaldehyde FU, ST; Formetanate IN, AC; vor Forminsäure IN; Formothion IN, AC; Fosamine (ammonium) HB; Fosetyl (-aliminium) FU; Fosthiazate IN; Fosthietan NE; Formamsulfuron HB; Fuberidazole FU; Furalaxyl FU; Furametpyr FU; Furacarbonil FU; Furathiocarb IN; Furconazole-cis FU; Furathiocarb IN; Furconazole FU; Furfural HB; Furmecyclox FU; Furyloxyfen HE; Gelantine IN; Gentianic violet BA; Gibberellic acid PG; Gibberellin PG; Glufosinate (-ammonium) HB; Glutaraldehyde FU, BA; Glutardialdehyde (vgl. Glutaraldehyde); Glyphosate (einschließlich Trimesium-Salz) HB; Glyphosate (trimesium) (vgl. Glyphosate); Guazatine FU, RE; Halfenprox AC; Halofenozide IN; Haloxyfop HB; Haloxyfop-R HB; Haloxyfop-P-methyl HE; Haloxyfopethoxyethyl HE; Halosulfon HE; Heptenophos IN; HW 52 HE; Hexachlorobenzol FU; Hexachlorophene FU; Hexaconazole FU; cis- 7,trans-11-Hexadecadienylacetat AT; (Z)-11-Hexadecanole AT; Z-9-Hexadecenal AT; (7Z-11Z)-7,11-Hexadien-1-yl- acetate AT; Hexaflumuron IN; Hexazinone HB; Hexythiazox AC, IN; Hydramethylnon IN; hydrolisierte Proteine AT; Hydroxyisoxazole FU; Hydroxy-MCPA PG; Hydroxyphenyl-salicylamide FU; 8- Hydroxyquinoline sulfate FU; Hymexazol FU; IKF-916 FU; ILIA 0051 HE; Imazalil FU; Imazamethabenz (-methyl) HB; Imazapyr HB; Imazaquin PG; Imazethabenz HB; Imazethapyr HB, PG; Imibenconazole FU; Imidacloprid IN; Iminoctadine FU; Indolylbutylsäure PG; Indolyl-Essigsäure PG; Indoxacarb IN; Iodocarb FU; Iodofenphos IN; Iodosulfuron HB; Ioxynil HB; Ipconazole FU; Iprobenfos FU; Irpovalicarb FU; Iprodione FU; Eisen-di-Natrium-EDTA HB; Iron-II-sulphat HB, MO; Eisen-III-sulphat HB; Isazofos IN, HB; Isocarbamide HB; Isofenphos IN; Isolan IN; Isoprocarb IN; Isopropalin HB; Isoprothiolane FU; Isoproturon HB; Isoron, HE; Isoval RO; Isovaledione FU; Isoxaben HB; Isoxathion IN; Isoxapyrifop HE; JC 940 HE; Karbutilate HB; Kasugamycin FU, BA; KH 218 HE; Kinoprene IN; Kitazin P FU; Kresoximmethyl FU; KZ-165 FU; Milchsäure PG; Lactofen HE; Lambda-cyhalothrin IN; Lauryldimethylbenzylammoniumbromid FU, BA; Lauryldimethylbenzylammonium chlorid HB; Lecithin FU; Lenacil 163 HB; Limephosphat PG, Limesulfur 17 FU, IN, AC; Lindan IN, RO; Linuron HB; Lufenuron IN; Magnesiumphosphid IN, RO; Malathion IN, AC; Maleinhydrazid PG, ManKupfer ("Man" für Mn) FU; Mancozeb FU; Maneb FU; MCPA HB; MCPA-thioethyl MO; MCPB HB; Mecarbam IN, AC; Mecoprop HB; Mecoprop-P HB; MCPA HE; MCPB HE; Mefenacet HB; Mefenoxam FU; Meferimzone FU; Mefluidide HE; Mepanipyrim FU; Mefluidide PG; Mephospholan IN; Mepronil FU; Merphos PG; Mesosulfuron HB; Metalaxyl FU; Metalaxyl-M FU; Metaldehyde MO; Metam (-Natrium) FU, IN, HB, NE; Metamitron HB; Metazachlor NE; Metconazole FU; Methabenzthiazuron HB; Methacrifos IN; Methamidophos IN, AC; Methasulfocarb FU; Methazole HB; Metrifuroxam FU, Methidathion IN, AC; Methiocarb IN, MO, RE; Methomyl IN; Methoprene IN; Methoprothryne HB; Methoxychlor IN; Methoxyfenozide IN; Methylarsonsäure (vgl. MSMA), Methylbromid FU, IN, NE, HB Methylenebisthiocyanate FU; 7-Methyl-3- methylene-7-octene-1-yl- AT; Methylnaphthylacetamide PG; Methylnaphthylessigsäure PG; Methyl-trans-6-nonenoate AT; Methylnonylketon RE; Methylisothiocyanat FU, NE, HB, IN; Metiram FU; Metobromuron HB; Metolachlor HB; Metomeclam FU; Metominostrobin FU; Metometuron (see Tribenuron), Metosulam HB; Metoxuron HB; Metribuzin HB; Metsulfovax FU, Metsulfuron (- methyl) HB; Mevinphos IN, AC; Milbemectin IN; Molinate HB; MON 65500 FU; Monalide HB; Monocarbamide-dihydrogensulphat PG, HB; Monocrotophos AC, IN; Monolinuron HB; Monuron HB; MSMA HB; MIT-466 IN; Myclobutanil FU; Myclozolin FU; Nabam FU, HB, Naled IN, AC; Naphtalen RE; 1-Naphthylacetamid PG; 1-Naphthyl-essigsäure PG, Naphthylessigsäureethylester. PG, StdT Naphtylessigsäurehydrazid PG; 2-Naphthyloxyacetamide PG, HB; 2- Naphthyloxyessigsäure PG; Napropamid HB; Naptalam HB; Natriumthiocyanat (vgl. Sodium thiocyanate); Neburon HB; Neoasozin FU; Nerolidol (vgl. 3,7-Dimethyl-2,6- octadien-1-ol; Nickeldimethyldithiocarbamat FU; Nicosulfuron HB; Nicotin IN; Nipyraclofen; HE; Nitenpyram IN; Nitralin HB; Nitrofen HE; Nitrofuorfen HE; Nitrothal (-isopropyl) FU; NNF-9850 FU; trans-6-Nonen-1-ol AT; Nonylphenoletherpolyoxyethyleneglycol PG; Nonylphenolethoxylat FU; Norflurazon HB; Noruron HB; Novaluron IN; NSK 850; HE; Nuarimol FU; (Z, Z) Octadienylacetat AT; (Z)-13-Octadecanole AT; Octhilinone FU; Octyldecyldimethyl ammoniumchloride FU, BA; Ofurace FU; Omethoate IN, AC; Orbencarb HB; Organo mercury compounds FU; Oryzalin HB; Oxadiazon HB; Oxadixyl FU; Oxamocarb FU; Oxasulfuron FU; Oxamyl IN, NE; Oxine-Kupfer FU; Oxycarboxin FU; Oxydemeton-methyl IN, AC; Oxyfluorfen HB; Oxyquinoleine FU; Oxytetracycline BA; Paclobutrazol PG; Papaine RO; Paraffin oil IN, AC; Paraformaldehyd IN; Paraquat HB; Parathion IN, AC; Parathion-methyl IN, RE; PCPA (vgl. 4-CPA)Pebulate HB; Pefurazoate FU; Pelargonsäure; Penconazole FU; Pencycuron FU; Pendimethalin HB; Penoxsulam HB; Pentachlorophenol HB; Pentanochlor HB; 4-t-Pentylphenol BA; Pepper IN; Perfluidone HB; Permethrin IN; Petroleum oils FU, HB, IN, AC; Phenazineoxide FU; Phenamiphos (vgl. Fenamiphos); Phenisopham HE; Phenmedipham HB; Phenols HB, ST, Phenothiol (see MCPA-thioethyl); Phenothrin IN; Phenthoate IN; 2-Phenylphenol (einschließlich der Natriumssalze) FU; Pherodim AT; Phorate IN; Phosalone IN, AC; Phosametine HB; Phosdiphen FU; Phosmet IN; Phosphamidon IN, AC; Phosphorsäure Phoxim IN; Phthalide FU; Picloram HB; Picoxystrobin FU; Picolinafen HB; Piperophos HE; Piperalin FU; Pimaricin FU; Pirimicarb IN; Pirimiphos-ethyl IN; Pirimiphos-methyl IN; Primisulforon HE; Plant oils IN, AC, OT, FU, PG; Polybutene IN; Polyoxin FU; Kaliumchlorat (vgl. Chlorate), Polyram FU; Kaliumpermanganat FU, BA, MO; Kaliumsseife (vgl. Fettsäuresalze des Kaliums); Kaliumsorbat FU; Pretilachlor HB; Primisulfuron HB; Probenazole FU; Profluazole ER; Prochloraz FU; Procyacim HE; Procymidone FU; Prodiamin HE; Profenofos IN; Profluazol HB; Profluralin HE; Promecarb IN; Prometon HE; Prometryne HB; Pronamid HE; Pronumone AT; Propachlor HB; Propamocarb FU; Propanil HB; Propham HE; Propaphos IN; Propaquizafop HB; Propargite AT; Propazine HB; Propetamphos IN; Propham HB, PG; Propiconazole FU; Propineb FU; Propionsäure FU, BA; Propoxur IN; Propyl-3-t- butylphenoxyacetat PG; Propyzamide HB; Pyrazolat HE; Pyrazosulforon-ethyl HE; Prosulfocarb HB; Prothiocarb FU; Prothiofos IN; Prothoate IN, AC; Pymetrozine IN; Pyraclofos AC; Pyraclonil HB; Pyraflufen-ethyl; HB; Pyranocumann RO; Pyrazone (vgl. Chloridazon); Pyrazolymate HB; Pyrazophos FU; Pyrazoxyfen HB; Pyracarbolid FU; Pyrethrins IN; Pyributicarb HE; Pyridaben AC, IN; Pyridafenthion IN, AC; Pyriftalid HB; Pyridate HB; Pyrifenox FU; Pyrimethanil FU; Pyrimidifen IN; Pyriproxyfen IN; Pyrnachlor HE; Pyroquilone FU; Pyroxyfur FU; Quinconazole FU; Quassia IN, RE; Quinalphos IN; Quinclorac HB; Quinmeral HE; Quinoclamine HB, AL; Quinoxyfen FU; Quintozene FU; Quinmerac HB; Quinomethionate (vgl. Chinomethionat); Quintozene FU; Quizalofop HB; Quizalofop-P HB; Rabenzole FU; Rapssahmenöl (vgl. Pflanzenöle) Renriduron (vgl. Rimsulfuron) Resmethrin IN, RH- 7281 FU; Rimilure-8L (vgl. (Z, E)-11-Tetradecadien-1yl-acetat); Rimsulfuron HB; Rotenone IN; Scilliroside RO; Seealgenextrakt PG; Sebazinsäure RE; Sechumeton HB; Seconal OT; Serricornin AT; Sethoxydim HB; Siduron HB; Silafluofen IN; Silthiofam FU; See Silberjodid RE; Silbernitrat PG, FU; Simazine HB; Simeconazole FU; Natrium-p-t-amylphenat FU, BA; Natrium-p-t-amylphenoxide FU; Natriumarsenit FU, IN; Natrium-o-benzyl-p-chlorphenoxide FU; Natriumchlorat (vgl. Chlorate); Natriumchlorid HB; Natriumcyanid (vgl. Cyanide); Natriumdiacetoneketogulonat PG; Natriumdichlorophenat FU, BA; Natriumdimethylarsinat RO; Natriumdimethyldithiocarbamat FU; Natriumdioctylsulfosuccinat AC; Natriumfluosilicat IN; Natriumhydrogencarbonat FU; Natriumhydroxid HB; Natriumhypochlorit BA; Natriumlaurylsulfat FU, BA; Natriummetabisulphit FU; Natriummonochloroacetat HB; Natrium-o-nitrophenolat PG; Natrium-bis-p- nitrophenolat PG; Natrium-5-nitroguaiacolat PG; Natrium-pentaborat PG; Natrium-2- phenylphenat (vgl. 2-Phenylphenol); Natriumpropionat FU; Natriumsilberthiosulphat HB; Natriumtetraborat IN, HB, MO; Natriumtetrathiocarbamat NE; Natriumtetrathiocarbonat NE, FU; Natriumthiocyanat HB; Natrium-p-toluenesulfonchloramid BA; Sojabohnenöl, epoxyliert IN; Spinosad IN; Spinosyn IN; Spiroxamine FU; SSF-126 FU; SSF-129 FU; Streptomycine BA; Strychnine RO; Sulcotrione JE; Sulfentranzone HE; Sulfodiazol (vgl. Ethidimuron); Sulfosate (vgl. Glyphosate trimesium); Sulfotep IN, AC; Schwefel FU, AC, RE; Schwefelsäure HB; Sulprofos IN; 2,4,5-T 6 HB; Tamagrowth (TS303) PG; Tarsäure IN; Taröle IN, HB; 2,3,6-TBA HB; TCA HB; TCMTB FU; Tebuconazole FU; Tebufenozide IN; Tebufenpyrad AC; Tebupyrimiphos IN; Tebutam HB; Tebuthiuron HB; Tecloftalame FU; Tecnazene FU, PG; Teflubenzuron IN; Tefluthrin IN; Temephos IN; Tepraloxydim HB; Terbacil HB; TerbucarbHE; TerbuchlorHE; Terbufos IN; Terbumeton HB; Terbuthylazine HB; Terbutryn HB; Terrazole FU; Tefcyclasis FU; Tetrachlorvinphos IN; Tetraconazole FU; (Z, E)-11-Tetradecadien-1-yl acetate AT; (Z)-7-Tetradecanole AT; (Z)-7-Tetradecenal AT; (Z)-9-Tetradecenyl acetate AT; (E)-11-Tetradecenyl acetate AT; Tetradifon AC, IN; Tetramethrin IN; Tetrasul AC; TH 913, HE; Thallium sulphate RO; Thiabendazole FU, Thiamethoxam IN; Thiameturon see Thifensulfuron); Thiazafluron HB; Thiazopyr HB; Thidiazuron PG; Thifensulfuron (-methyl) HB; Thifluzamide FU; Thiobencarb HB; ThiocarbIN; Thiocyclam (hydrogen oxalate) IN; Thicyofen FU; Thiodicarb IN; Thiofanox IN; Thiometon IN, AC; Thionazin NE; Thiophanate-ethyl FU; Thiophanate-methyl FU; Thiourea RO; Thiram FU; Tioxymid FU; Tiocarbazil HB; Tolclofos-methyl FU; Tolylfluanid FU, AC; Tolylphtalam PG, Tralkoxydim HB; Tralomethrin IN; Transfluthrin IN; Triadimefon FU; Triadimenol FU; Triapenthenol PG; Triasulfuron HB; Triazamate IN; Triazbutyl FU; TriazofenamidHE; Triazophos IN, AC; Triazoxide FU; Tribenuron (-methyl) HB; S,S,S-tributylphosphorotrithioat PG; Tributylphosphorotrithioit (vgl. Merphos); Tributyltinoxyd FU; Tricalciumphosphat RO; Trichamid FU; Trichlorfon IN; Trichloronat IN; Triclopyr HB, Z-9-Tricosene IN; Tricyclazole FU; (4E-7Z)-4,7-Tridecadien-1-yl-acetate AT; Tridemorph FU; Tridiphane HB; Trietazine HB; Trifenmorph MO; Trifloxystrobin FU; Trifloxysulfuron HB; Triflumizole FU; Triflumuron IN; Trifluralin HB; Triflusulfuron (-methyl) HB; Triforine FU, AC; Trimedlure AT; TrimeturonHE; Trinexapac PG; Trioxymethylen FU; TritazinHE; Triticonazole FU; Harnstoff FU; Uniconazole FU; Validamycin FU; Vamidothion IN, AC; Vapam FU; Vernolate HB; Vinclozolin FU; Warfarin RO; Wax RO; XRD-563 FU; Xylylmethylcarbamat IN; Xylachlor He; Xylylcarb IN; Zarilamid FU; Zetacypermethrin (vgl. zeta-Cypermethrin) IN; Zinkphosphide RO; Zineb FU; Zinebethylenethiuram disulphidaddukt (vgl. (Z)-9- Dodecenylacetat); (Z)-11-Tetradecen-1-yl-acetat AT; Z-9-Tricosen; Bitumen Pruning c, Bone Oil RE; Schmierfette IN; Quartzsand RE; Geruchsrepellantien RE; AD-67 Safener SA; Benoxacor Safener SA; Cloquintocet-mexyl-Safener SA; N,N-Diallyl-2,2- dichloroacetamide (R 25 788) Safener SA; Extender Syn. SY; Fenchlorazol (-ethyl) Safener SA; Fenchlorim Safener SA; Flurazol Safener SA; Mefenpyr-diethyl Safener SA; Piperonyl butoxide Syn. SY; Sulfaquinoxaline Syn SY; Aschersonia aleyrodis IN; Agrotis segetum granulosis virus IN; Bacillus sphaericus IN; Bacillus subtilis FU; Amelomyces quisqualis FU; Autographica californica NFV FU; Bacillus thuringiensis IN; subspecies aizawai, subspecies israelensis, subspecies kurstaki, subspecies tenebrionis, Beauveria bassiana IN; Bassiana brongniartii, Cydia pomonella granulosis virus IN; Gliocladium catenulatum FU; Heterorhabditis megidis IN; Lagenidium giganteum IN; Mamestra brassica nuclear polyhedrosis virus IN; Metarhizium anisopliae IN; Neodiprion sertifer nuclear polyhedrosis virus, Phasmarhabditis hermaphrodita IN; Phlebiopsis gigantea FU; Pseudomonas aureofacicuc FU; Pseudomonas cholororaphis FU; Pseudomonas fluorescens FU; Rhizobium spp. OT; Steinernema carpocapsae IN; Steinernema feltiae IN; Streptomyces griseoviridis FU; Tomato mosaic virus VI; Trichoderma harzianum FU; Trichoderma polysporum FU; Trichoderma viride FU; Trichoderma spp. (Trichobiol) FU; Verticillium dahliae Kleb. FU; Verticillium lecanii IN.

Als IN können weiterhin folgende Oraganismen eingesetzt werden: Acremonium spp. (sp., berkeleyanum, furcatum, psammosporum, roseum), Acrodontium crateriforme, Akanthomyces gracilis, Aphanocladium album, Arthrobotrys spp. (amerospora, brochopaga, cladodes, conoides, dactyloides, musiformis, oligospora, oligospora var. oligospora, psychrophilum, superba, thaumasia), Aschersonia spp. (sp., aleyrodis, goldiana, insperata, turbinata), Aspergillus spp. (sp., clavatus, flavus, niger, ochraceus, parasiticus, tamarii), Beauvaria spp. (sp., amorpha, bassiana, brongniartii caledonica, tenella, velata, vermiconia), Calcarisporium ovalisporum, Candida sp., Cladosporium sp., C. cladosporioides, Culicinomyces bisporalis clavisporus, Dactylaria candida, Dactylella spp. (aphrobrocha, leptospora, lobata, oxyspora), Drechmeria coniospora, Duddingtonia flagrans, Engyodontium aranearum, Fusarium spp. (sp., acuminatum, avenaceum, coccophilum, lateritium, moniliforme, moniliforme var. intermedium, nygamai, oxysporum, polyphialidicum, sambucinum, semitectum, solani, subglutinans), Geniculifera paucispora, Geotrichum sp., Gibellula sp., G. clavulifera var. alba, G. pulchra, Gliocladium sp., G. roseum, Harposporium spp. (anguillulae, arcuatum, cerberi, cycloides, helicoides, janus, leptospira, lilliputanum, subuliforme), Hirsutella spp. (sp., bogoriensis, brownorum, citriformis, fusiformis, gigantea, guyana, haptospora, illustris, kirchneri, nodulosa, radiata, repens, rhossiliensis, satumaensis, strigosa, subulata, thompsonii, thompsonii var. synnematosa, versicolor, verticilloides), Humicola sp., Hymenostilbe verrucosa, Mariannaea spp. (elegans [Teleomorph: Nectria mariannaeae], pruinosa), Metarhizium spp. (sp., album, anisopliae, anisopliae var. anisopliae, anisopliae var. frigidum, anisopliae var. majus, flavoviride, flavoviride var. flavoviride, flavoviride var. minus, taii), Microhilum oncoperae, Monacrosporium spp. (sp., doedycoide,s elegans, ellipsosporum, eudematum, gephyropagum, parvicollis, thaumasium), Myriodontium keratinophilum, Nematoctonus spp. (sp., concurrens, leiosporus, leptosporus), Nomuraea spp. (sp., anemonoide,s atypicola, rileyi), Ostracoderma sp., Paecilomyces spp. (sp., amoenoroseus, andoi, canadensis, farinosus, fumosoroseus, javanicus, lilacinus, marquandii, reniformis, tenuipes, viridis), Penicillium sp., P. thomii, Phialophora malorum, Phoma cava, Plesiospora globosa, Polycephalomyces formosus, P. tomentosus, Pseudogibellula formicarum, Rotiferophthora spp. (sp., amamiensis, angustispora, japonica, lacrima, minutispora), Scopulariopsis sp., Sorosporella sp., S. uvella, Sporothrix insectorum, Stachybotrys sp., Stilbella buquetti, Syngliocladium sp., Synnematium jonesii Tolypocladium spp. (cylindrosporum, extinguens, geodes, lignicola, microsporum, nubicola, parasiticum, tundrense), Trichoderma lignorum, Trichothecium roseum, Tritirachium isariae, Verticillium spp. (aranearum, bactrosporum, balanoides, cephalosporum, chlamydosporium, cinnamoneum, coccosporum, epiphytum, fungicola, fungicola var. flavidum, fusisporum, indicum, insectorum, lamellicola, lecanii, pseudohemipterigenum, psalliotae); Zygomycetes: Entomophthorales, Basidiobolus spp. (haptosporus, microsporus, ranarum), Batkoa spp. (apiculata, gigantea, major), Conidiobolus spp. (adiaeretus, bangalorensis, brefeldianus, coronatus, firmipilleus, lachnodes, lamprauges, obscurus [synonym: Entomophthora thaxteriana] osmodes, pseudapiculatus, pumilus, rhysosporus, thromboides [synonyms: Entomophthora virulenta, E. pyriformis, E. destruens]), Entomophaga spp. (asiatica, aulicae, australiensis, calopteni, conglomerata, grylli, macleodii, maimaiga, praxibuli, tabanivora, tenthredinis), Entomophthora spp. (chromaphidis, culicis, muscae, planchoniana, schizophorae), Erynia spp. (aquatica, conica, curvispora, ovispora, rhizospora, sciarae, Eryniopsis spp. (caroliniana, ptychopterae, Furia spp. (americana, crustosa, ithacensis, neopyralidarum, pieris, virescens), Macrobiotophthora vermicola, Massospora spp. (cicadina, levispora), Neozygites spp. (floridana, fresenii, parvispora, tetranychi, turbinata), Pandora spp. (blunckii, bullata, delphacis, dipterigena, echinospora, kondoiensis, neoaphidis, nouryi), Schizangiella sp., S. serpentis, Strongwellsea castrans, Zoophthora spp. (anglica, aphidis, lanceolata, occidentalis, phalloides, phytonomi, radicans); Zygomycetes: Mucorales, Mortierella spp. (claussenii, histoplasmatoides, hyalina), Sporodiniella umbellata; Zygomycetes: Harpellales, Smittium culicis, S. culisetae; Oomycetes: Saprolegniales, Aphanomyces sp., Leptolegnia sp., Saprolegnia sp.; Oomycetes: Lagenidiales, Crypticola clavulifera, Lagenidium caudatum, L. giganteum; Pyrenomycetes: Clavicipitales, Atricordyceps harposporifera, Cordycepioideus bisporus; Cordyceps spp. (sp., aphodii, militaris, ophioglossoides, roseostromata, variabilis); Torrubiella homopterorum, T. ratticaudata; Chytridiomycetes: Chytridiales, Catenaria anguillulae, Coelomycidium simulii; Plectomycetes: Ascosphaerales; Ascosphaera spp. (aggregata, apis, atra, duoformis, flava, major, proliperda); Ascomycota: Sordariales; Syspastospora parasitica; Basidiomycetes: FilobasidialesFilobasidiella arachnophila.

Ferner ist es erfindungsgemäß bevorzugt, daß als Wirkstoffe biologische, lebende oder tote Organismen, die eine von der Pflanze verschiedenen Schadorganismuns töten oder in seinem Wachstum hemmen, eingesetzt werden können.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sind verschiedene, vorzugsweise mindestens zwei, Wirkstoffverbindungen oder Wirkstoffgruppen miteinander kombiniert. Es ist weiterhin in einer erfindungsgemäßen Ausführungsform bevorzugt, daß der die Zusammensetzung Steinernema feltiae-frei ist.

Jede einzelne vorstehend genannten Wirkstoffklassen, Wirkstoffverbindungen oder Organismen können für sich von der erfindungsgemäßen Zusammensetzung als Wirkstoff beinhaltet werden; vorzugsweise zu mindestens 5, bevorzugt mindestens 25 und besonders bevorzugt mindestens 75 Gew.-%, bezogen auf den Wirkstoff.

Von der Pflanze verschiedene Organismen sind vorzugsweise Organismen, die nicht zu der Klasse der Pflanzen gehören, insbesondere Antopoden, Bakterien und Osmyceten. Diese Organismen habe immer gemeinsam, dass sie das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Nährmediums für Pflanzen, wobei eine der vorstehenden Zusammensetzungen mit einem Nährsubstrat in Kontakt gebracht wird.

Als Nährsubstrat kommen alle dem Fachmann bekannten, das Pflanzen Wachstum fördernde Substanzen in Betracht. Unter diesen Substanzen sind anorganische oder organische, vorzugsweise organische Düngemittel bevorzugt. Hier sind Kalksticktoff und Methylenharnstoff beisielhaft zu nennen.

Weiterhin kann das in Nährmedium sowohl feste als auch flüssige Trägerstoffe beinhalten. Als flüssiger Trägerstoff ist Wasser bevorzugt. Als feste Trägerstoffe kommen sowohl im wesentlichen wasserunlösliche Mineralien als auch im wesentlichen wasserunlösliche Kunststoffe in Betracht. Als Mineralien sind beispielsweise Sand, Kiesel oder Tonmineralien und auch Gips bevorzugt. Als Trägerstoffe einsetzbare wasserunlösliche Kunststoffe sind beispielsweise Polyamide, Polypropylen, Polyethylen und insbesondere aus diesen Polymeren gebildete Fasern, die vorzugsweise zu Geweben, Gewirken oder Geflechten verarbeitet sind. Weitere bevorzugte organische Trägermaterialien sind Holzmehl und Papierfasern.

Für den Fall, dass das Nährmedium flüssig ist, ist es bevorzugt, dass das Inkontaktbringen durch Imprägnieren der Zusammensetzung mit dem Nährsubstrat erfolgt. Hierbei ist es bevorzugt, dass das wasserabsorbierende Polymere mit dem Nährsubstrat imprägniert wird. Das Imprägnieren kann in Gegenwart des Wirkstoffs aber auch vor der Zugabe des Wirkstoffs zum wasserabsorbierenden Polymer erfolgen. Vorzugsweise erfolgt das Imprägnieren durch mindestens teilweises anquellen des wasserabsorbierenden Polymers.

Ferner betrifft die Erfindung ein Medium, das durch das vorher beschriebenen Verfahren erhältlich ist sowie einen Nährmedium, das eine erfindungsgemäße Zusammensetzung beinhaltet.

Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Bekämpfung eines von einer bestimmten Pflanze verschiedenen Organismus, wobei die bestimmte Pflanze mit einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung oder einem erfindungsgemäßen Nährmedium in Kontakt gebracht wird.

Außerdem betrifft die Erfindung die Verwendung einer Zusammensetzung, beinhaltend ein wasserabsorbierendes Polymer und einen Wirkstoff sowie gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe zur

  • 1. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf einen Pflanzenkeim bei einer gleicher Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
  • 2. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf eine Pflanze bei einer gleichen Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
  • 3. erhöhte Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus im gleichen Zeitpunkt, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer; oder
  • 4. erhöhte Dauer der Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, vorzugsweise um mindestens 2, bevorzugt um mindestens 10 und besonders bevorzugt um mindestens 20%, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer
oder mindestens zwei als Verwendungen.

Mögliche Verwendungen als bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den nachfolgenden Kombinationen der einzelnen Verwendungen, ausgedrückt durch Kombinationen der griechischen Buchstaben: αβ, βγ, αγ, αβγ, αγδ, αβδ, βγδ, αβγδ, wobei αβγδ besonders bevorzugt ist.

Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Steigern des Ertrags im Pflanzenanbau durch Ausbringen einer erfindungsgemäßen oder eines erfindungsgemäßen Nährmediums in einen Boden, vorzugsweise, wobei das Ausbringen mit mindestens folgenden Schritten:

  • a) Verteilen der Zusammensetzung oder des Nährmediums, vorzugsweise der Zusammensetzung, auf den Boden;
  • b) Einarbeiten der Zusammensetzung oder des Nährmediums, vorzugsweise der Zusammensetzung, unter die Oberfläche des Bodens
erfolgt.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ausbringen einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung oder eines erfindungsgemäßen Nährmediums, vorzugsweise der Zusammensetzung, in einen Boden, mit dem folgenden Schritten:

  • a) Verteilen der Zusammensetzung oder des Nährmediums, vorzugsweise der Zusammensetzung, auf den Boden;
  • b) Einarbeiten der Zusammensetzung oder des Nährmediums, vorzugsweise der Zusammensetzung, unter die Oberfläche des Bodens;
vorzugsweise gefolgt von einer Bewässerung, vorzugsweise mit einem linearen Polymer, als Schritt iii. Die Schritte i., ii. und gegebenenfalls iii. erfolgen vorzugsweise nachdem der Boden abgeerntet wurde oder in den Zeitraum beginnend mit der Aussaat bis eine Woche nach der Aussaat. In einer anderen Ausführungsform erfolgt das Ausbringen im Zeitraum von 10, bevorzugt 5 und besonders bevorzugt 2 Tagen vor und nach Ausbringen der Saat.

Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung oder das erfindungsgemäßen Nährmedium bis zu 50 Zentimeter unter die Oberfläche des Bodens eingearbeitet. Besonders bevorzugt wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung oder das erfindungsgemäßen Nährmedium 1 bis 40, bevorzugt 5 bis dreißig und besonders bevorzugt 10 bis 20 cm tief in den Boden eingearbeitet. Im allgemeinen orientiert sich die Tiefe der Einarbeitung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung oder des erfindungsgemäßen Nährmediums an der Tiefe, in der das Saatgut in den Boden gebracht wird. Daher ist es besonders bevorzugt, dass die erfindungsgemäße Zusammensetzung oder das erfindungsgemäßen Nährmedium in einem Bereich von maximal 5, bevorzugt maximal 2 und besonders bevorzugt maximal 1 cm oberhalb und unterhalb der durchschnittlichen Tiefe des Saatguts in den Boden eingearbeitet wird.

In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform der beiden zuletzt genannten Verfahren wird in die erfindungsgemäße Zusammensetzung so in den Boden eingebracht, dass sie sich oberhalb des Saatguts befindet. In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, dass die Zusammensetzung sich mindestens 0,5, bevorzugt mindestens 1 und besonders bevorzugt mindestens 5 cm oberhalb des Saatguts befindet.

Testmethoden für die verwendeten Superabsorber Absorption synthetischer Bodenlösung gegen Druck

Das Flüssigkeitsaufnahmevermögen gegen einen äußeren Druck wurde in Anlehnung an die European Dispodables and Nonwovens Association (EDANA)-Methode Nr. 442.1- 99 bestimmt.

0,90 g der Prüfsubstanz wurden in einen Testzylinder mit 60,0 mm Innendurchmesser und einem Siebboden (400 mesh) eingewogen (Konzentration: 0,032 g/cm2) und gleichmäßig verteilt. Auf die Prüfsubstanz wurde ein zylindrisches Gewicht (20 g/cm2) mit einem Außendurchmesser von 59,2 mm gelegt. In eine Kunstoffschale wurden Filterplatten gelegt, die mit einem Filterpapier abgedeckt wurden. Die Kunststoffschale wurde mit synthetischer Bodenlösung gefüllt, bis der Flüssigkeitsspiegel mit der Oberkante der Filterplatten abschließt. Anschließend wurden die vorbereiteten Meßeinheiten auf die Filterplatten gestellt. Nach einer Quellzeit von 120 Minuten wurden die Meßeinheiten entnommen und das Gewicht entfernt. Die aufgenommene Flüssigkeitsmenge wurde gravimetrisch ermittelt und auf 1 g Prüfsubstanz umgerechnet. Synthetische Bodelösung 1000 g Lösung enthalten

0,0019 g FeCl3-6H2O

0,0353 g NH4Cl

0,0712 g NaCl

0,2980 g KCl

0,3363 g MgSO4-6H2O

1,5661 g CaCl2-6H2O

0,0065 g NaN3

997,6847 g H2O

Schwellzeit zur Aufnahme synthetischer Bodenlösung

1,00 g Superabsorber wurden eingewogen und in 200 ml Prüflösung eingerührt. Nach 15 min Rühren wurde 105 min stehengelassen. Anschließend wurde über ein Spitzsieb (100 mesh) abfiltriert und so die aufgenommene Menge an Flüssigkeit bestimmt. Das Ergebnis wurde in aufgenommenem Flüssigkeitsvolumen pro Gramm Superabsorber angegeben. Die Bestimmung der Schwellzeit, bei der 80% der Aufnahme erreicht wurden, erfolgte durch Variation der Messzeit und graphische Auftragung und Interpolation des 80%-Wertes.

Restmonomergehalt

Die Bestimmung des Restmonomerengehaltes an Acrylamid erfolgte durch Quellung in einem Überschuß an 0,9 proz. NaCl-Lösung, Scherung mit dem Ultra-Turrax und anschließender Gehaltsbestimmung mittels HPLC.

pH-Wert

0,1 g Superabsorber wurden in 100 ml 0,9 proz. NaCl-Lösung eingerührt und 30 min stehengelassen. Anschließend wurde der pH-Wert bestimmt.

Schüttdichte

Die Schüttdichte von superabsorbierenden Polymeren wird bestimmt, indem eine repräsentative Probe von 100 g in ein Dichtebestimmungsgefäß von bekanntem Volumen fließt. Das Gefäß wird gewogen und das Gewicht der Probe pro Einheitsvolumen berechnet und als Schüttdichte in g/l erfaßt.

Löslicher Anteil

Der extrahierbare Anteil wurde mittels GPC bestimmt. Dazu wurde die Probe 16 h in 0,9 proz. NACl-Lösung gerührt und abfiltriert. Das Filtrat wird über eine GPC analysiert. Aus der Peakfläche des Chromatogramms wird der lösliche Anteil errechnet. Die Kalibrierung des Systems erfolgt derart, dass das Filtrat eingedampft wird und vom Rückstand der Gesamtkohlenstoff bestimmt wird. Wirksamkeit nach Abbot



Retention

0,20 g einer Prüfsubstanz wurde in einen Teebeutel eingewogen und über 30 Minuten in einer 0,9%igen NaCl-Lösung gequollen. Nach zehnminütigem Abtropfen wurde der Teebeutel in einer Zentrifuge fünf Minuten, beispielsweise einer handelsübliche Wäscheschleuder, bei 1400 U/m abgeschleudert. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde gravimetrisch ermittelt und auf 1 g Prüfsubstanz umgerechnet.

Beispiele Beispiel 1

Cymoxanil wird in einer Konzentration von 2,5% in einen Superabsorber Favor® 990 der Firma Stockhausen GmbH & Co. KG (Na-Polyacrylat, schwach vernetzt) mittels eines Kneters in das Superabsorbergel eingearbeitet und zu einem Granulat von einer durch Siebanalyse bestimmte Korngröße von 150 bis 850 µm verarbeitet. Das Granulat - wird anschließend in Pflanzerde eingearbeitet, so dass die Konzentration an Cymoxanil in der Pflanzerde (Einheitserde) 0,5 ppm beträgt (erfindungsgemäß).

Vergleichsbeispiel 1

In einer Vergleichsuntersuchung wird das Cymoxanil im Gegensatz zu Beispiel 1 unformuliert in gleicher Konzentration in die Erde eingebracht.

Nach jeweils 14, 28 und 42 Tagen wird die Wirkung des Cymoxanils gegen den falschen Mehltau bestimmt. Hierzu wird der Krankheitsbefall der Pflanzen verglichen mit dem Krankheitsbefall einer unbehandelten Pflanze. Die Wirksamkeit wird gemäß Abbott in % in Tabelle 1 wiedergegeben. Tabelle 1



Beispiel 2

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 5 g des Fungizids Triadimenol der wird unter Zusatz von Wasser eine homogene Mischung bereitet. Die Mischung wird getrocknet, und auf eine Korngröße von 200-800 µm gemahlen.

Beispiel 3

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g Cymoxanil wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 4

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 5 g Imidacloprid wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung bereitet.

Beispiel 5

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2,5 g Tebuconazol wird entsprechend Beispiel 1 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 6

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2,5 g Dimethomorph wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 7

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g Metalaxyl wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 8

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g Acetamiprid wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 9

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g Oxamyl wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 10

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g Clorpyriphos wird entsprechend Beispiel 2 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 11

Aus 100 g des Superabsorbers Favor® 990 der Stockhausen GmbH & Co. KG und 2.5 g 2,4-D wird entsprechend Beispiel 1 eine homogene Mischung hergestellt.

Beispiel 12-21

Die Beispiele 2-11 werden wiederholt, jedoch wird statt des Superabsorbers Favor® 990 der Superabsorber STOCKOSORB® 410 K der Stockhausen GmbH & Co. KG verwendet. Dieser Superabsorber besitzt die folgenden Eigenschaften:

  • a) Flüssigkeitsaufnahme in synthetischer Bodenlösung: 50 ml/g
  • b) Extrahierbarer Anteil: 12-15%
  • c) Schwellzeit zum Erreichen von 80% der Aufnahme gemäß a) 45 min
  • d) Schüttdichte: 600-850 g/l
  • e) pH-Wert 6,0-7,5
  • f) AASP 40 g/g
  • g) Restacrylamidgehalt: < 30 ppm
  • h) Teilchengröße: Anteil zwischen 200 und 3000 µm > 97%

Beispiel 22-31

Die Beispiele 2-11 werden wiederholt, jedoch wird statt des Superabsorber Favor® ein Superabsorber gemäß Beispiel 7 aus P 42 06 850 A1, die hiermit Bestandteil der Offenbarung wird, verwendet.

Vergleichsbeispiele 2-11

Die Beispiele 2-11 werden wiederholt, jedoch wird statt des Superabsorbers Seesand verwendet.

Vergleichsbeispiel 12-21

Die Beispiele 2-11 werden wiederholt, jedoch wird statt des Superabsorbers ein Tonmineral (handelsübliches Katzenstreu (Biocats) der Süd-Chemie) verwendet.

Beispiel 32-36

Die Produkte aus den Beispielen 2, 12, 22, Vergleichsbeispiel 2 und 12 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 30 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingepflanzt. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingepflanzt, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizität des Wirkstoffs auf einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und die für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 2 aufgeführt. Tabelle 2



Beispiel 37-41

Die Produkte aus den Beispielen 3, 13, 23, Vergleichsbeispiel 3 und 13 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 30 ppm beträgt. In diesen Boden wird jeweils 1 Tomatenpflanze pikiert. Zusätzlich wird in einem Vergleichsversuch eine Tomatenpflanze pikiert, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffes auf eine Pflanze ist die mittlere Länge der Tomatenpflanze nach 21 Tagen in der nachfolgenden Tabelle 3 aufgeführt. Tabelle 3



Beispiel 42-46

Die Produkte aus den Beispielen 4, 14, 24, Vergleichsbeispiel 4 und 14 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 100 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für den Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und die für die Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 3 aufgeführt. Tabelle 3



Beispiel 47-51

Die Produkte aus den Beispielen 5, 15, 25, Vergleichsbeispiel 5 und 15 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 30 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 4 aufgeführt. Tabelle 4



Beispiel 52-56

Die Produkte aus den Beispielen 6, 16, 26, Vergleichsbeispiel 6 und 16 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 30 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 5 aufgeführt. Tabelle 5



Beispiel 57-61

Die Produkte aus den Beispielen 7, 17, 27, Vergleichsbeispiel 7 und 17 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 30 ppm beträgt. In diesen Boden wird jeweils 1 Tomatenpflanze pikiert. Zusätzlich wird in einem Vergleichsversuch eine Tomatenpflanze pikiert, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffes für eine Pflanze ist die mittlere Länge der Tomatenpflanze nach 21 Tagen in der nachfolgenden Tabelle 6 aufgeführt. Tabelle 6



Beispiel 62-66

Die Produkte aus den Beispielen 8, 18, 28, Vergleichsbeispiel 8 und 18 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 100 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 7 aufgeführt. Tabelle 7



Beispiel 67-71

Die Produkte aus den Beispielen 9, 19, 29, Vergleichsbeispiel 9 und 19 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 100 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 8 aufgeführt. Tabelle 8



Beispiel 72-76

Die Produkte aus den Beispielen 10, 20, 30, Vergleichsbeispiel 10 und 20 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 100 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Balle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wirkstoffs für einen Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 9 aufgeführt. Tabelle 9



Beispiel 77-81

Die Produkte aus den Beispielen 11, 21, 31, Vergleichsbeispiel 11 und 21 werden mit Pflanzerde (gartenbauliche Topferde) homogen gemischt, so daß die Konzentration an Pflanzenschutzmittel im Boden 10 ppm beträgt. In diesen Boden werden jeweils 10 Saatkörner Weizen (Ralle) eingeplant. Zusätzlich werden in einem Vergleichsversuch 10 Saatkörner eingeplant, jedoch wird kein Pflanzenschutzmittel zugesetzt.

Es werden jeweils 4 Replikationen der beschriebenen Versuche durchgeführt. Als Indikator der auftretenden Phytotoxizitäten des Wiarkstoffs für eine Pflanzenkeim ist die Anzahl der ausgekeimten Weizenkörner und für eine Pflanze die mittlere Länge des Weizens in der nachfolgenden Tabelle 10 aufgeführt. Tabelle 10



Beispiel 82-86

Die Beispiele 32 bis 36 werden wiederholt, jedoch wird statt des Weizens Gerste eingepflanzt. Die Ergebnisse sind qualitativ die gleichen, d. h. die Auskeimrate der Saat in den Böden in denen sich die Formulierungen mit den Superabsorbern und dem Triadimenol befinden ist besser als die in denen sich die Formulierungen mit mineralischen Trägern befinden, außerdem zeigen die Superabsorberformulierungen einen geringeren Einfluß (Depression) des Pflanzenwachstums als die mineralischen Formulierungen.

Beispiel 87-89

Die Beispiele 7, 17, 27 werden wiederholt, jedoch wird zusätzlich zum Metalaxyl ein Anteil von 2% Lignin und 2% TiO2 (mikrokristallin) Ensole® T2000 der Firma Merk AG in den Absorber eingebracht.

Beispiele 90-92

Die Beispiele 57-59 werden wiederholt (hierzu wird auch eine unbehandelte Vergleichsprobe pikiert), jedoch werden die gemäß Beispiel 87-89 hergestellten Zubereitungen verwendet. Die Ergebnisse sind Qualitativ die selben, die sich nach den Beispielen 57-59 ergeben haben.

Beispiel 93-97

Die Beispiele 46-50 werden wiederholt, jedoch werden die Formulierungen nicht homogen mit der Pflanzenerde gemischt; vielmehr wird die Formulierung ca. 2 mm oberhalb des Saatgutes als Schicht im Boden abgelegt. Die beobachteten Phytotoxizitäten unterscheiden sich im Falle der Superabsorberformulierungen nur gering von den Beispielen 47-49 (leicht erhöhte Phytotoxizität), im Falle der mineralischen Träger ist jedoch eine starke Zunahme der Phytotoxizität zu beobachten.

Materialien Favor® 990

In einem zylindrischen Kunststoffgefäß wird eine Monomerlösung aus 247,5200 g Acrylsäure, 350,8603 g vollentsalztem Wasser, 0,15% (bez. auf Acrylsäure) Craynor 454 der Firma Cray Valley und 0,25% (bez. auf Acrylsäure) Acrylsäureester eines 10EO-Allylalkohols angesetzt. Unter Rühren und Kühlen wird mit 192,3302 g 50%iger Natronlauge (70% Neutralisationsgrad) teilneutralisiert. Die Lösung wird auf 7-8°C abgekühlt und mit Stickstoff solange durchperlt, bis der Sauerstoffgehalt in der Monomerlösung auf einen Wert von unter 0,2 ppm abgesunken ist. Anschließend gibt man 0,0884 g Azobis(2-amidinopropan)dihydrochlorid gelöst in 10,0000 g vollentsalztem Wasser, 0,2652 g Natriumpersulfat gelöst in 7,5000 g VE-Wasser, 0,0619 Wasserstoffperoxid (35%ige Lösung) in 10,0000 g VE-Wasser hinzu. Danach wird die Polymerisation durch Zugabe von 0,0080 g Ascorbinsäure gelöst in 2,0000 g VE-Wasser gestartet, worauf eine deutliche Temperaturerhöhung festgestellt wird. Das wasser absorbierende Polymer wird anschließend gewölft, bei 150°C im Umlufttrockenschrank getrocknet, gemahlen und auf die Kornfraktion 150-850 µm abgesiebt.

Das erhaltenen wasserabsorbierende Polymer weist folgende Kenndaten auf:

  • a) pH-Wert im Bereich von 5,5 bis 6,5
  • b) Schüttdichte im Bereich von 500 bis 650 g/l
  • c) Korngröße im Bereich von 0,15 bis 0,85 mm
  • d) Neutralisationsgrad von 70 mol-%
  • e) Retention im Bereich von 28 bis 30 g/g in einer 0,9% NaCl-Lösung

Beispiel 7 aus P 42 06 850 A1 Vorprodukt

Die Mischung, 38 g CMC, (Walocel 30000), 2 g "SABA" werden bei Raumtemperatur (15 bis 20°C) in je 360 ml Wasser eingerührt und drei Stunden stehen gelassen. Danach werden die erhaltenen Gele zwei Stunden bei 100°C im Umlufttrockenschrank getrocknet, anschließend gemahlen und auf eine Korngröße von 90-630 µm abgesiebt.

Superabsorber

5 g des Vorproduktes werden mit 0,25 g Aerosil R 972 (pyrogene Kieselsäure, Teilchendurchmesser: 16 mm Degussa AG), 0,25 g säureterminiertem TONE 230, 0,5 ml Wasser und 1 ml i-Propanol kräftig vermischt und versetzt und für eine Stunde auf 50°C im Ofen erhitzt. Zusätzlich wird (vor dem ersten Erhitzen) 0,25 g Faser Be 600/30 eingearbeitet. TBT (max./ret.) = 49 g/g/28 g/g; AUL = 18,9 g/g; FT: B C D nach den in P 42 06 850 A1 offenbarten Methoden.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusammensetzung, beinhaltend ein wasserabsorbierendes Polymer und mindestens einen Wirkstoff sowie gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe, wobei die Zusammensetzung mindestens eine der folgenden Eigenschaften zeigt:
    1. 1. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf einen Pflanzenkeim bei einer gleicher Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
    2. 2. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf eine Pflanze bei einer gleichen Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
    3. 3. erhöhte Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus im gleichen Zeitpunkt, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer; oder
    4. 4. erhöhte Dauer der Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer
    oder mindestens zwei davon,

    und

    mindestens eine der folgenden Eigenschaften:
    1. 1. maximale Aufnahme einer wäßrigen Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 500 ml/g Zusammensetzung,
    2. 2. der mit Wasser extrahierbare Anteil weniger als 30 Gew.-%, bezogen auf das wasserabsorbierende Polymer beträgt,
    3. 3. Schwellzeit bis zum Erreichen von 80% der maximalen Aufnahme von einer wäßrigen Bodenlösung in einem Bereich von 1 bis 180 Minuten,
    4. 4. Schüttdichte in einem Bereich von 500 bis 1000 g/l,
    5. 5. pH-Wert von 1 g Zusammensetzung/10,9 Gew.-% NaCl-Wasserlösung in einem Bereich von 4 bis 10,
    6. 6. Absorption gegen einen Druck von 20 g/cm2 innerhalb von 2 h in einem Bereich von 10 bis 100 g Wasser/g Zusammensetzung,
    7. 7. Acrylamidgehalt von kleiner gleich 300 ppm, bezogen auf die Zusammensetzung,
    8. 8. Teilchengröße von mindestens 10 Gew.-% aller Teilchen im Bereich von 10 bis 4000 µm.
  2. 2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die Zusammensetzung den Wirkstoff in einer Menge im Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Zusammensetzung, beinhaltet.
  3. 3. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wasserabsorbierende Polymer auf mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf das wasserabsorbierende Polymer, auf einem eine Carboxylgruppe tragenden ethylenisch ungesättigten Monomer, basiert.
  4. 4. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wirkstoff ein Akarizid (AC), ein Algizid (AL), ein Attractantie (AT), ein Reppelentie (RE), ein Bakterizid (BA), ein Fungizid (FU), ein Herbizid (HB), ein Insektizid (IN), ein Molluskizid (MO), ein Nematizid (NE), ein Rodentizid (RO), ein Savener (SA), ein Sterilantie (ST), ein Synergentie (SY), ein Virizid (VI), ein Wachstumsregulator (PG) oder mindestens zwei davon ist.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung eines Nährmediums für Pflanzen, wobei die Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Nährsubstrat in Kontakt gebracht wird.
  6. 6. Nährmedium, erhältlich das Verfahren nach Anspruch 5.
  7. 7. Nährmedium, beinhaltend die Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und ein Nährsubstrat.
  8. 8. Verfahren zur Bekämpfung von eines von einer bestimmten Pflanze verschiedenen Organismus, wobei die bestimmte Pflanze mit einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder des Nährmediums nach Anspruch 5 oder 6 in Kontakt gebracht wird.
  9. 9. Verwendung einer Zusammensetzung, beinhaltend einwasserabsorbierendes Polymer und mindestens einen Wirkstoff sowie gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe zur
    1. 1. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf einen Pflanzenkeim bei einer gleicher Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
    2. 2. verminderte phytotoxische Wirkung des Wirkstoffs auf eine Pflanze bei einer gleichen Wirkstoffgabe im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
    3. 3. erhöhte Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus im gleichen Zeitpunkt, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer; oder
    4. 4. erhöhte Dauer der Wirksamkeit nach Abbott des Wirkstoffes in der Zusammensetzung im Vergleich zur gleichen Wirkstoffgabe ohne das wasserabsorbierende Polymer bei der Bekämpfung eines von der Pflanze verschiedenen Organismus, bezogen auf die Wirkstoffgabe ohne wasserabsorbierendes Polymer;
    oder mindestens zwei davon bei der Bekämpfung von einem von der Pflanze verschiednen Oragnismus.
  10. 10. Verfahren zum Steigern des Ertrags im Pflanzenanbau durch Ausbringen einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 oder eines Nährmediums nach Anspruch 5 oder 6 in einen Boden.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Ausbringen mit mindestens folgenden Schritten:
    1. a) Verteilen der Zusammensetzung oder des Nährmediums auf den Boden;
    2. b) Einarbeiten der Zusammensetzung oder des Nährmediums unter die Oberfläche des Bodens
    erfolgt.






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