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Dokumentenidentifikation DE69526786T2 05.12.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0749539
Titel STOSSDÄMPFER MIT AUSWENDIG EINSTELBARER KOMPRESSION
Anmelder GABRIEL RIDE CONTROL PRODUCTS, INC., Brentwood, Tenn., US;
Polaris Industries L.P., Roseau, Minn., US
Erfinder BELL, H., Stephen, Guelph, CA
Vertreter P.E. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Aktenzeichen 69526786
Vertragsstaaten DE, DK, ES, FR, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.03.1995
EP-Aktenzeichen 959135971
WO-Anmeldetag 07.03.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/US95/02870
WO-Veröffentlichungsnummer 0009524572
WO-Veröffentlichungsdatum 14.09.1995
EP-Offenlegungsdatum 27.12.1996
EP date of grant 22.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.12.2002
IPC-Hauptklasse F16F 9/46
IPC-Nebenklasse F16F 9/32   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Stoßdämpfer und im Besonderen einen in Zug- und Druckstufe wirkenden Rohrstoßdämpfer mit verbesserter Druckkräfteeinstelleinrichtung. Dieser Stoßdämpfer eignet sich insbesondere für Fahrzeuge wie Schneemobile.

An Fahrzeugen eingesetzte in Zug- und Druckstufe wirkende Rohrstoßdämpfer bestehen in der Regel aus einem Innenrohr, das an einem Ende und über eine Endkappe mit der ungefederten Masse des Fahrzeugs verbunden ist, und einem sich im Innenrohr bewegenden Kolben mit sich am anderen Ende, dem Kolbenstangenende des Innenrohrs, nach außen erstreckender Kolbenstange, wobei der Kolben über die Kolbenstange mit der gefederten Masse des Fahrzeugs verbunden ist, so dass sich, wenn das Fahzeug eine Bodenunebenheit passiert, der Kolben und das Innenrohr in zueinander entgegengesetzter Richtung bewegen. Das Innenrohr enthält eine geeignete Druckflüssigkeit, die über Ventüeinrichtungen im Kolben durch diesen aus einem Raum in den anderen überströmen kann. Beim so genannten Druckhub des Stoßdämpfers, d. h. wenn sich Achse und Rahmen aufeinander zu bewegen, wird eine relativ geringe Menge der Druckflüssigkeit aus dem Rohr in einen Druckflüssigkeitsvörratsraum verdrängt, der bei herkömmlichen Ausführungen einen ringförmigen Raum bildet, der von dem Innenrohr und einem dieses umgebenden Außenrohr gebildet wird.

Der Druckflüssigkeitsstrom aus dem Rohr während des Druckhubs wird in der Regel durch ein in der Bodenventilbaugruppe des Stoßdämpfers eingebautes Einfederungsventil gesteuert. Das Einfederungsventil ist durch Federvorspannung normal geschlossen.

Während des Druckhubs steigt der Flüssigkeitsdruck im Rohr an. Erreicht der Flüssigkeitsdruck einen bestimmten Wertebereich, so übersteigt der Druck die Federbelastung bzw. Vorspannung der Dröckfeder und öffnet das Einfederungsventil, so dass die Flüssigkeit aus dem Innenrohr in den Vorratsraum überströmen kann.

Unter Fachleuten ist bekannt, dass die Druckkräfte des Stoßdämpfers vom Druck oder von der Vorspannung der Feder des Einfederungsventils abhängig sind. Durch Einstellen der Vorspannung der Feder des Einfederungsventils können die Druckkräfte des Stoßdämpfers und somit der Federungskomfort in Abhängigkeit von den Schnee- oder Bodenbedingungen eingestellt werden.

In GB-A-778281 wird ein Stoßdämpfer beschrieben, bei dem die Stoßdämpfungswirkung einstellbar ist. Der Strom der Flüssigkeit zwischen einem Einfederungsraum und einem Vorratsraum wird durch eine an einem Ende einer Feder sitzende Muffe behindert. Das andere Ende der Feder stützt sich auf dem Flansch eines Schafts ab. Das distale Ende des Schafts berührt eine Reihe von in einen Kanal eingebrachten Kugeln, die ihrerseits an einer Schraube zum Anliegen kommen. Durch Verstellen der Schraube wird der Flansch bewegt, wodurcheine Einstellung der Federvorspannung und, der Dämpfungswirkung des Stoßdämpfers erfolgt.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Stoßdämpfer zur Verfügung zu stellen, bei dem die Druckkräfte leicht eingestellt, d. h. vergrößert oder verkleinert werden können, so dass der Nutzer des Fahrzeugs leicht einen gewünschten Federungskomfort, d. h. eine härtere oder weichere Federung, einstellen kann.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es des Weiteren, einen verbesserten Stoßdämpfer der beschriebenen Art mit einer Druckkrafteinstelleinrichtung zur Verfügung zustellen, die keine spezielle Ausrichtung des Innenrohrs und seiner Bodenventilbaugruppe gegenüber dem Außenrohr und der Endkappe erforderlich macht, wodurch eine Erleichterung der Montage des Stoßdämpfers erzielt wird.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es ferner, einen verbesserten Stoßdämpfer der beschriebenen Art mit einer Druckkrafteinstelleinrichtung zur Verfügung zustellen, für die· Bauteile vorgesehen sind, die in der Massenfertigung hergestellt werden können und deren Herstellung und Montage wirtschaftlich ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft im Besonderen einen Stoßdämpfer, bestehend aus einem Innenrohr, durch das ein Zylinderraum mit einer Längsmittelachse gebildet wird, einem Außenrohr, das koaxial zu derninnenrohr angeordnet ist; einem Kolben, der parallel zur Längsmittelachse des Zylinderraums gleitend in den Zylinderraum eingesetzt ist; einer Kolbenstange, die sich von einer Seite des Kolbens von einem Ende der Rohre nach außen erstreckt und eine koaxial zur Längsmittelachse des Zylinderraums angeordnete Längsmittelachse aufweist; einer an dem einen Ende des Rohrs angeordneten Einrichtung zum Verschließen des einen Endes des Rohrs und zum Aufnehmen und gleichzeitigen Abdichten der Kolbenstange bei der Gleitbewegung; einem mit Druckflüssigkeit gefüllten Ausfederungsraum und einem mit Druckflüssigkeit gefüllten Einfederüngsraum, die innerhalb des2ylinderraums auf der Kolbenstangenseite des Kolbens bzw. auf der gegenüberliegenden Seite des Kolbens vorhanden sind; einem Druckflüssigkeitsvorratsraum; einer Einrichtung zum Überströmenlassen von Druckflüssigkeit zwischen dem Vorratsraum und dem Einfederungsraum und zwischen dem Einfederungs- und dem Ausfederungsraum zur Aufnahme des durch die Bewegung des Kolbens und der Kolbenstange im Innenrohr verursachten Druckflüssigkeitsstroms;

einer Bodenventilbaugruppe, bestehend aus einem Ausgleichventil und einem mittig angeordneten, federbelasteten Einfederungsventil, über die die Flüssigkeit zwischen dem Vorratsraum und dem Einfederungsraum überströmen kann; einer ersten zylindrischen Senkbohrung mit einer ersten und einer zweiten Stirnseite und einer Längsmittelachse, die im Wesentlichen parallel zur Längsmittelachse des Zylinderraums angeordnet ist, wobei die erste Stimseite der ersten zylindrischen Senkbohrung unmittelbar am Einfederungsventil angeordnet ist und die zweite Stirnseite der ersten Senkbohrung von der Bodenventilbaugruppe her nach außen offen ist; einem in die erste Senkbohrung eingesetzten verschiebbaren Federteller, der dazu vorgesehen ist, dass er sich in der ersten Senkbohrung und parallel zur Längsmittelachse der ersten Senkbohrung in Richtung der ersten Stirnseite der ersten Senkbohrung und von dieser weg bewegt, und zu dem ein Element gehört, das teilweise an der zweiten Stimseite der ersten Senkbohrung hervorsteht; einer als Druckfeder dienenden und in die erste Senkbohrung eingesetzten Schraubenfeder, wobei ein Ende der Feder mit dem Einfederungsventil und das andere Ende der Feder mit dem Federteller verbunden ist;

einer Endkappenbaugruppe, die mit einer zweiten zylindrischen Senkbohrung mit einer ersten und einer zweiten Stirnseite ausgebildet ist, wobei die erste Stimseite der zweiten Senkbohrung nach der Außenseite der Endkappenbaugruppe offen ist; und einer Schraube mit einem ersten und einem zweiten Ende, wobei die Schraube in die zweite Senkbohrung' eingeschraubt ist und das erste Ende der Schraube mit einem Schraubenkopf versehen und in der Nähe der ersten Stimseite der zweiten Senkbohrung so angeordnet ist, dass durch eine wahlweise Verstellung der Schraube durch Hinein- oder Herausschrauben in die zweite Senkbohrung bzw. aus ihr heraus der Federteller wahlweise in Richtung der besagten Stirnseite der ersten Senkbohrung oder von dieser weg bewegt wird. Entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen der Erfindung wird der Vorratsraum durch das Innenrohr und das Außenrohr gebildet, ist die Bodenventilbaugruppe so ausgelegt, dass sie als vollkommen selbständige Baugruppe am anderen Ende des Innenrohrs aufgesetzt und daran befestigt werden kann, und gehören zu den Bestandteilen der Baugruppe eine Einrichtung zur Begrenzung der Bewegung des Federtellers in Richtung der ersten Stirnseite der ersten Senkbohrung und eine Einrichtung zur Begrenzung der Bewegung des Federtellers weg von der ersten Stinseite der ersten Senkbohrung und zur Verhinderung des Sichlösens der Feder und des Federtellers von der zweiten Stirnseite der ersten Senkbohrung, ist die Endkappenbaugruppe so ausgelegt, dass sie als vollkommen selbständige Baugruppe am anderen Ende des Außenrohrs aufgesetzt und daran befestigt werden kann, nachdem die Bodenventilbaugruppe am anderen Ende des Innenrohrs befestigt wurde, und ist das zweite Ende der Schraube mit einem Element versehen, das an der zweiten Stirnseite der zweiten Senkbohrung hervorsteht, so dass es an dem hervorstehenden Teil des Federtellers anliegt, ist ein Abschnitt der Endkappenbaugruppe so geformt, dass er der Form eines Abschnitts der Bodenventilbaugruppe entspricht, so dass die Abschnitte der Bodenventil- und der Endkappenbaugruppe im Wesentlichen aneinander anliegen, wenn die Endkappenbaugruppe am anderen Ende des Außenrohrs aufgesetzt und daran befestigt wurde, und grenzen die zweiten Stirnseiten der ersten und zweiten Senkbohrung aneinander an, so dass das zweite Ende der Schraube am hervorstehenden Teil des Federtellers anliegen kann. Eine Ausführungsform der Erfindung soll nun anhand eines Beispiels und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt eines Stoßdämpfers, der die Prinzipien der vorliegenden Erfindung verkörpert,

Fig. 2 einen Querschnitt der Bodenventilbaugruppe und der Endkappe des Stoßdämpfers von Fig. 1 mit auf härte Federung eingestellter verbesserter Einstelleinrichtung,

Fig. 3 einen Querschnitt der Bodenventilbaugruppe und der Endkappe des Stoßdämpfers von Fig. 1 mit auf weiche Federung eingestellter verbesserter Einstelleinrichtung.

In der folgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform werden die Begriffe "obere(r)", "untere(r)", "nach oben" und "nach unten" und dergleichen verwendet. Diese Begriffe beziehen sich auf die Darstellung der Ausführungsform in den Zeichnungen.

In Fig. 1 wird ein in Zug- und Druckstufe wirkender Stoßdämpfer mit einem im Wesentlichen zylindrischen Außenrohr oder Gehäuse 10 gezeigt. Das obere oder kolbenstangenseitige Ende des Rohrs 10 nimmt eine Abschlussbaugruppe 12 auf und wird durch diese verschlossen. Das untere Ende des Rohrs 10 nimmt eine Endkappe 14 auf und wird durch diese verschlossen.

Bestandteil des Stoßdämpfers ist auch ein Innenrohr 16, das einen Zylinderraum bildet und in das ein Kolben 20 (wobei es sich auch um eine Kolbenbaugruppe handeln kann) gleitend eingesetzt ist. Der Kolben 20 unterteilt den Zylinderraum in einen oberen Ausfederungsraum 22 und einen unteren Einfederungsraum 24.

Mit dem Kolben 20 ist eine sich über das obere oder kolbenstangenseitige Ende des Stoßdämpfers hinaus durch die Baugruppe 12 erstreckende Kolbenstange 26 verbunden. Von der Baugruppe 12 wird eine herkömmliche Dichtung 13 aufgenommen, die die Kolbenstange 26 bei ihrer-Gleitbewegung in der Baugruppe 12 abdichtet.

Das obere Ende der Kolbenstange 26 (nicht gezeigt) ist in herkömmlicher Weise mit der gefederten Masse eines Fahrzeugs verbunden. Die Endkappe 14 ist zur Verbindung des unteren Endes des Stoßdämpfers mit der ungefederten Masse des Fahrzeugs in der in Fachkreisen wohl bekannten Art an ihrer unteren Außenseite bzw. an der Unterseite mit einer Ringöse (nicht dargestellt) versehen.

Der Ausfederungs- und der Einfederungsraum sind in herkömmlicher Weise mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt. Das Innenrohr 16 ist konzentrisch zum Gehäuse 10 in einem bestimmten Abstand dazu eingesetzt, so dass der durch das Gehäuse 10, das Rohr 16, die Abschlussbaugruppe 12 und die Endkappe 14 gebildete ringförmige Raum einen im Wesentlichen ringförmigen Vorratsraum 18 für die Druckflüssigkeit im Stoßdämpfer ergibt.

Der Kolben 20, die mit ihm verbundene Kolbenstange 26 und die Abschlussbaugruppe 12 können den gleichen Aufbau und die gleiche Funktion haben wie die entsprechenden Elemente, die in dem US-Gemeinschaftpatent Nr. 5 234 084 beschrieben sind.

Wie bereits erwähnt wurde, sind das untere Ende des Innenrohrs 16 mit einer Bodenventilbaugruppe 30 und das untere Ende der Bodenventilbaugruppe 30 mit der Endkappe 14 verbunden. Zur Bodenventilbaugruppe 30 gehören eine Öffnung 32 mit gleichbleibendem Durchmesser und ein Einfederungsventilsitz 34, der diese umgibt. Ein Einfederungsventil 36 ist normal geschlossen und wird dabei durch eine Druckschraubenfeder 38 gegen den Einfederungsventilsitz 34 gedrückt. Diese Druckfeder sitzt auf einem unteren Federteller 44, der gleitend in die untere stimseitige zylindrische Senkbohrung in der Bodenventilbaugruppe 30 eingesetzt ist. Eine Begrenzungsscheibe 46 mit einer mittleren Öffnung begrenzt die Abwärtsbewegung des Federtellers 44 und stützt das Einfedemngsvenfil 36, die Druckfeder 38 und den Federteller 44 in der Sodenventilbaugruppe 30 ab. Der Federteller 44 ist mit einem unten mittig angeordneten sich nach unten erstreckenden Element 48 versehen, das gleitend in der Öffnung der Scheibe 46 aufgenommen wird und unterhalb der Scheibe 46 nach unten heraussteht.

Während des Druckhubs wirkt Druck der Druckflüssigkeit auf das Einfederungsventil 36, was dazu führt, dass sich dieses vom Ventilsitz 34-abhebt. Dabei strömt Druckflüssigkeit über die Öffnung 32 aus dem Einfederungsraum 24 in den Vorratsraum 18.

An der Bodenventilbaugruppe 38 befindet sich oben ein Ausgleichventil 42, das während, des Ausfederungshubs des Stoßdämpfers ein Überströmen von Druckflüssigkeit in das Innenrohr 16 ermöglicht.

Zur Druckkräfteeinstellung des Stoßdämpfers und damit zur Einstellung der Vorspannung der Druckfeder 30 ist eine Druckkräfteeinstelleinrichtung vorgesehen, die allgemein mit 50 bezeichnet wird. Zur Cr uckkräfteeinstelleinrichtung 50 gehört eine Schraube 52, die in eine in der Endkappe 14 vorhandene Bohrung 53 eingeschraubt ist. Die Mittelachse der Bohrung 53 bildet einen spitzen Winkel, beispielsweise von 65º zu einer Längsmittellinie des Stoßdämpfers. Die Schraube 52 hat ein Außengewinde, das in das Innengewinde der Bohrung 53 paßt, wenn die Schraube 52 in die Bohrung eingeschraubt wird. An ihrem äußeren Ende weist die Schraube 52 einen Kopf 54 mit Schlitz auf. Der geschlitzte Kopf 54 ist zum Ansetzen eines Schraubendrehers oder eines ähnlichen Werkzeugs zum Verstellen der Schraube um ihre Mittelachse und damit verbundenen Heraus- oder Einschrauben der Schraube aus der bzw. in die Bohrung 53 bestimmt. Am inneren Ende weist die Schraube 52 eine Kegelspitze 56 auf. Durch weiteres Einschrauben der Schraube 52 in die Bohrung werden die Druckkräfte im Stoßdämpfer erhöht. Dabei liegt die Kegelspitze 56 an der unteren Stirnfläche des Elements 48 des Federtellers 44 an, wobei die untere Stimfläche in einem geeigneten Winkel ausgeführt und so angeordnet ist, dass sie an der Kegelspitze 56 anliegt.

Wenden wir uns nun Fig. 2 zu. Durch weiteres Einschrauben der Schraube 52 in die Bohrung 53 in der Endkappe 14 drückt die Kegelspitze 56 gegen die untere Stimfläche des Elements 48. Dadurch wird der Federteller 44 in der BodenVentilbaugruppe 30 nach oben bewegt. Im Ergebnis wird die Vorspannung der Druckfeder erhöht, wodurch die Druckkräfte erhöht werden. Die größte Druckkraft (oder die härteste Federungseinstellung) ist erreicht, wenn eine weitere Aufwärtsbewegung des unteren Federtellers 44 aufgrund der Einwirkung der Kegelspitze 56 dadurch unmöglich wird, dass der untere Federteller 44 das Ende der Senkbohrung erreicht, in der er sich in der Bodenventilbaugruppe bewegt.

Wenden wir uns nun Fig. 3 zu. Durch Herausschrauben der Schraube 52 aus der Bohrung 53 in der Endkappe 14 werden die Druckkräfte verringert. Dadurch kann die Druckfeder 38 den Federteller 44 nach unten drücken, der dann der Kegelspitze 56 am Ende der Schraube folgt. Bei der Abwärtsbewegung des Federtellers 44 in·der Bodenventilbaugruppe 30 dehnt sich die Druckfeder 38 aus, wodurch ihre Vorspannung verringert wird und beim Einfedern Druckkräfte reduziert werden. Die durch Ausdehnung der Druckfeder 38 bedingte Abwärtsbewegung des Federtellers 44 ist durch die Begrenzungsscheibe 46 begrenzt, die an der Unterseite bzw. Stimseite der Bodenventilbaugruppe 30 befestigt ist. Die der weichen Einstellung entsprechende Vorspannung der Druckfeder 38 ist dann eingestellt, wenn der Federteller 44 an der Begrenzungsscheibe zum Anliegen kommt. Zur Begrenzung des Wertes, um den die Schraube herausgeschraubt wird, dient eine nach unten gerichtete Kante 62 an der Endkappe 14. Diese Kante 62 berührt einen Bund neben dem Innenbereich des schlankeren Abschnitts 58 der Schraube 52 am Schraubenkopf 54 und verhindert so, dass die Schraube noch weiter aus der Bohrung 53 herausgeschraubt wird.

Aufgrund der Ausführung mit der Kegelspitze 56 und der entsprechend angewinkelt ausgeführten Stirnfläche des Elements 48 kann die Druckkräfteeinstelleinrichtung 50 in jeder Position radial um die Längsmittelachse des Stoßdämpfers eingebaut werden, d. h. bei ihr ist keine genau vorgegebene radiale Ausrichtung für die Schraube 52 zur Längsmittellinie des Stoßdämpfers erforderlich. Die Konstruktien der Einrichtung macht somit eine Ausrichtung des Innenrohrs 16 und der Bodenventilbaugruppe 30 auf das Außenrohr 10, die Endkappe 14 und die Einstelleinrichtung 50 überflüssig, weshalb die Montage des Stoßdämpfers wesentlich erleichtert und vereinfacht wird.

Hier wurde zwar die Druckkräfteeinstelleinrichtung 50 im Zusammenhang mit einem Typ der Kolbenventilanordnung erläutert, doch kann die Erfindung auch bei anderen Kolbenventilanordnungen angewendet werden. Die vorliegende Erfindung kann im Besonderen bei einer Kolbenventilanordnung angewendet werden, die in der US-Patentschrift Nr. 5 234 084 beschrieben ist.


Anspruch[de]

1. Stoßdämpfer, bestehend aus einem Innenrohr, durch den ein Zylinderraum (16) mit einer Längsmittelachse gebildet wird, einem Außenrohr (10), das koaxial zu dem Innenrohr angeordnet ist; einem Kolben (20), der parallel zur Längsmittelachse des Zylinderraums gleitend in den Zylinderraum eingesetzt ist; einer Kolbenstange (26), die sich von einer Seite des Kolbens von einem Ende der Rohre nach außen erstreckt und eine koaxial zur Längsmittelachse des Zylinderraums angeordnete Längsmittelachse aufweist; einer an dem einen Ende des Behälterrohrs angeordneten Einrichtung (12) zum Verschließen des einen Endes des Behälterrohrs und zum Aufnehmen und gleichzeitigen Abdichten der Kolbenstange (26) bei der Gleitbewegung; einem mit Druckflüssigkeit gefüllten Ausfederungsraum (22) und einem mit Druckflüssigkeit gefüllten Einfederungsraum (24), die innerhalb des Zylinderraums auf der Kolbenstangenseite des Kolbens bzw. auf der gegenüberliegenden Seite des Kolbens vorhanden sind; einem Druckflüssigkeitsvorratsraum (18); einer Einrichtung zum Überströmenlassen von Druckflüssigkeit zwischen dem Vorratsraum (18) und dem Einfederungsraum (24) und zwischen dem Einfederungs- und dem Ausfederungsraum (24 bzw. 22) zur Aufnahme des durch die Bewegung des Kolbens (20) und der Kolbenstange (26) im Innenrohr (16) verursachten Druckflüssigkeitsstroms; einer Bodenventilbaugruppe (30), bestehend aus einem Ausgleichventil (42) und einem mittig angeordneten, federbelasteten Einfederungsventil (36), über die die Flüssigkeit zwischen dem 'Vorratsraum (18) und dem Einfederungsraum (24) überströmen kann; einer ersten zylindrischen Senkbohrung mit einer ersten, einer zweiten Stirnseite und einer · Längsmittelachse, die im Wesentlichen parallel zur Längsmittelachse des Zylinderraums angeordnet ist, wobei die erste Stirnseite der ersten zylindrischen Senkbohrung unmittelbar am Einfederungsventil (36) angeordnet ist und die zweite Stirnseite der ersten Senkbohrung von der Bodenventilbaugruppe (30) her nach außen offen ist; einem in die erste Senkbohrung eingesetzten verschiebbaren Federteller (44), der dazu vorgesehen ist, dass er sich in der ersten Senkbohrung und parallel zur Längsmittelachse derersten Senkbohrung in Richtung der ersten Stirnseite der ersten Senkbohrung und von dieser weg bewegt, und zu dem ein Element (48) gehört, das teilweise an der zweiten Stimseite der ersten Senkbohrung hervorsteht; einer als Druckfeder dienenden und in die erste Senkbohrung eingesetzten Schraubenfeder (38), wobei ein Ende der Feder mit dem Einfederungsventil (36) und das andere Ende der Feder mit dem Federteller (44) verbunden ist;

einer Endkappenbaugruppe (14), die mit einer zweiten zylindrischen Senkbohrung (53) mit einer ersten und einer zweiten Stirnseite ausgebildet ist, wobei die erste Stirnseite der zweiten Senkbohrung nach der Außenseite der Endkappenbaugruppe offen ist, und einer Schraube (52) mit einem ersten und einem zweiten Ende, wobei die Schraube in die zweite Senkbohrung eingeschraubt ist und das erste Ende der Schraube mit einem Schraubenkopf (54) versehen und in der Nähe der ersten Stirnseite der zweiten Senkbohrung (53) so angeordnet ist, dass durch eine wahlweise Verstellung der Schraube (52) durch Hihein- oder Herausschrauben in die zweite Senkbohrung (53) bzw. aus ihr heraus der Federteller (44) wahlweise in Richtung der besagten Stirnseite der ersten Senkbohrung oder von dieser weg bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsraum durch das Innenrohr (16) und das Außenrohr (10) begrenzt ist, die Bodenventilbaugruppe so ausgelegt ist, dass sie als vollkommen selbständige Baugruppe am anderen Ende des Innenrohrs (16) aufgesetzt und daran befestigt werden kann und zu den Bestandteilen der Baugruppe eine Einrichtung zur Begrenzung der Bewegung des Federtellers (44) in Richtung der ersten Stirnseite der ersten Senkbohrung und eine Einrichtung (46) zur Begrenzung der Bewegung des Federtellers (44) weg von der ersten Stimseite der ersten Senkbohrung und zur Verhinderung des Sichlösens der Feder (38) und des Federtellers (44) von der zweiten Stirnseite der ersten Senkbohrung gehören, die Endkappenbaugruppe so ausgelegt ist, dass sie als vollkommen selbständige Baugruppe am anderen Ende des Außenrohrs (16) aufgesetzt und daran befestigt werden kann, nachdem die Bodenventilbaugruppe (30) am anderen Ende des Innenrohrs (16) befestigt wurde, und das zweite Ende der Schraube (52) mit einem Element (56) versehen ist, das an der zweiten Stirnseite der zweiten Senkbohrung hervorsteht, so dass es an dem hervorstehenden Teil (48) des Federtellers (44) anliegt, ein Abschnitt der Endkappenbaugruppe (14) so geformt ist, dass er der Form eines Abschnitts der Bodenventilbaugruppe (30) entspricht, so dass die Abschnitte der Bodenventil- und der Endkappenbaugruppe (30 bzw. 14) im Wesentlichen aneinander anliegen, wenn die Endkappenbaugruppe am anderen Ende des Außenrohrs (10) aufgesetzt und daran befestigt wurde, und die z weiten Stirnseiten der ersten und zweiten Senkbohrung aneinander angrenzen, so dass das zweite Ende derl Schraube (52) am hervorstehenden Teil (48} des Federtellers (44) anliegen kann.

2. Stoßdämpfer nach Anspruch 1, bei dem die Längsmittelachsen der Schraube (52) und der zweiten Senkbohrung (53) in einem spitzen Winkel zur Längsmittelachse des Zylinderraums verlaufen und bei dem das andere Ende der Schraube (52) mit einer kegelförmigen Ansätzoberseite (56) ausgebildet ist, mit der sie an der entsprechenden Oberfläche des hervorstehenden Teils (48) des Federtellers (44) anliegt.

3. Stoßdämpfer nach Anspruch 1 oder 2, bei dem es hinsichtlich der radialen Ausrichtung der Längsmittelachse der Schraube (52) zur Längsmittelachse des Zylinderraums keinerlei Begrenzung gibt.







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