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Dokumentenidentifikation DE10126639A1 19.12.2002
Titel System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Sembritzki, Otto, Dr., 96193 Wachenroth, DE
DE-Anmeldedatum 31.05.2001
DE-Aktenzeichen 10126639
Offenlegungstag 19.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse G06F 11/22
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung (2), aufweisend eine an einem zentralen Ort (11) angeordnete Datenbank (10), die für die Fehlerdiagnose mit wenigstens einem an einem anderen Ort (1) als an dem zentralen Ort (11) angeordneten Rechner (5) über ein Informationsübertragungsnetz kontaktiert werden kann, wobei in der Datenbank (10) ein Rechnerprogramm gespeichert ist, das derart ausgeführt ist, dass die Fehlerdiagnose am Ort (1) des Rechners (5) mit dem Rechner (5) mit einem baumartig strukturierten Menü aus hierarchisch gegliederten Menülisten (a-h) mit Menüauswahlobjekten (32a-32c, 40a, 40b, 50a-91), die ihrerseits wieder Menülisten sein können, durchgeführt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung.

Insbesondere bei teueren bildgebenden medizintechnischen Geräten, wie z. B. bei Computertomographen, können Bildqualitätsprobleme aufgrund einer Fehlbedienung oder eines technischen Defekts des medizintechnischen Gerätes entstehen. Tritt ein Bildgualitätsproblem oder ein anderer Fehler während des Betriebs des medizintechnischen Gerätes auf, versucht in der Regel zuerst eine Bedienperson des medizintechnischen Gerätes die Ursache des Fehlers zu ermitteln, um den Fehler zu beseitigen. Aufgrund der Komplexität medizintechnischer Geräte kann solch eine Suche aufwändig und nicht immer erfolgversprechend sein, weshalb oft ein technischer Dienst zur Behebung des Fehlers in Anspruch genommen wird. Dies kann jedoch relativ lange Ausfallzeiten des medizintechnischen Gerätes zur Folge haben.

Die Aufgabe der Erfindung ist daher, ein System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung derart auszuführen, dass Voraussetzungen für eine schnellere und einfachere Fehlerdiagnose geschaffen sind.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung, aufweisend eine an einem zentralen Ort angeordnete Datenbank, die für die Fehlerdiagnose mit wenigstens einem an einem anderen Ort als an dem zentralen Ort angeordneten Rechner über ein Informationsübertragungsnetz kontaktiert werden kann, wobei in der Datenbank ein Rechnerprogramm gespeichert ist, das derart ausgeführt ist, dass die Fehlerdiagnose am Ort des Rechners mit dem Rechner mit einem baumartig strukturierten Menü aus hierarchisch gegliederten Menülisten mit Menüauswahlobjekten, die gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ihrerseits wieder Menülisten sein können, durchgeführt werden kann.

Erfindungsgemäß kann also mit dem Rechner, der sich vorteilhafterweise am Ort der fehlerhaften Einrichtung oder zumindest nahe der fehlerhaften Einrichtung befindet, die zentrale Datenbank über das Informationsübertragungsnetz kontaktiert werden. Aufgrund der zentralen Lage der Datenbank kann das in der Datenbank gespeicherte Rechnerprogramm in einfacher Weise gepflegt und somit nötigenfalls verbessert werden. Da sich außerdem der Rechner zumindest nahe an der fehlerhaften Einrichtung befindet, kann die Fehlerdiagnose mittels des Rechners schnell nach einem Eintreten des Fehlers begonnen werden, wodurch sich die für die Fehlerdiagnose nötige Zeit reduzieren lässt.

Weil das in der Datenbank gespeicherte Rechnerprogramm ferner derart ausgeführt ist, dass die Fehlerdiagnose menügesteuert erfolgt, ergibt sich eine relativ leichte Bedienung des Systems, wodurch eine schnelle Fehlerdiagnose erleichtert wird.

Die Arbeit mit dem erfindungsgemäßen System wird weiter erleichtert, wenn gemäß einer Variante der Erfindung Menüauswahlobjekte Fehlerbeschreibungen der Einrichtung umfassen. Somit kann sich eine die Fehlerdiagnose durchführende Person durch das Menü durcharbeiten und die Fehlerbeschreibungen der Menüauswahlobjekte mit dem Fehler der fehlerhaften Einrichtung vergleichen.

Die die Fehlerdiagnose durchführende Person kann den Fehler der Einrichtung insbesondere dann in vorteilhafter Weise eingrenzen, wenn nach einer Ausführungsform der Erfindung ein eine erste Fehlerbeschreibung umfassendes Menüauswahlobjekt eine Menüliste mit mehreren Menüauswahlobjekten ist, wobei diese Menüauswahlobjekte weitere und verschiedene Fehlerbeschreibungen aufweisen, die die erste Fehlerbeschreibung präzisieren.

Eine weitere Erleichterung für die die Fehlerdiagnose durchführende Person ergibt sich, wenn gemäß einer weiteren Variante der Erfindung zumindest eine der Fehlerbeschreibungen mit wenigstens einem Bild verdeutlicht wird. Dieses Bild zeigt z. B. den Fehler an der fehlerhaften Einrichtung. Wenn insbesondere die fehlerhafte Einrichtung eine bildgebende Einrichtung ist, kann dieses Bild auch ein mit einer fehlerhaften Einrichtung aufgenommenes Bild sein. Die die Fehlerdiagnose durchführende Person kann dann z. B. dieses Bild mit einem mit der fehlerhaften Einrichtung angefertigten Bild vergleichen. Ähnelt das die Fehlerbeschreibung verdeutlichende Bild dem mit der fehlerhaften Einrichtung erstellten Bild, kann die die Fehlerdiagnose durchführende Person davon ausgehen, dass der durch das Menüauswahlobjekt beschriebene Fehler vorliegt.

Das Bild kann auch nach einer Variante der Erfindung während der Fehlerdiagnose erstellt und von dem Rechner an die Datenbank übermittelt werden. Somit ergibt sich die Möglichkeit, dass wenn die die Fehlerdiagnose durchführende Person über ein besonders interessantes Bild zur Verdeutlichung der Fehlerbeschreibung verfügt, sie dieses Bild mit dem Rechner an die Datenbank übermitteln kann.

Eine zusätzliche Verbesserung der Fehlerdiagnose kann erreicht werden, wenn gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wenigstens ein Menüauswahlobjekt eine Aufforderung zu einer Durchführung und/oder eine Beschreibung einer Durchführung einer Diagnosemaßnahme mit der fehlerhaften Einrichtung umfasst. Solch eine Diagnosemaßnahme kann beispielsweise ein mit einem Computertomographen hergestelltes Luftbild sein, wenn die fehlerhafte Einrichtung ein Computertomograph ist. Ein Luftbild ist ein CT-Bild, das ohne ein Untersuchungsobjekt aufgenommen wurde.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt eine Angabe der Fehlursache der fehlerhaften Einrichtung. Ein primitives Menüauswahlobjekt ist dabei ein Menüauswahlobjekt, welches selber keine Menüliste repräsentiert. Somit ist es z. B. möglich, aufgrund der sich immer weiter präzisierenden Fehlerbeschreibung mittels des Menüs am Ende der Fehlerdiagnose an ein primitives Menüauswahlobjekt zu gelangen, welches eine Angabe der Fehlerursache umfasst. Damit ist die Fehlerdiagnose abgeschlossen.

Wenn ferner wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt einen Vorschlag zum Austausch eines Bauteils oder einer Baugruppe der fehlerhaften Einrichtung umfasst, kann am Ende einer Fehlerdiagnose ein Vorschlag für die Behebung des Fehlers der fehlerhaften Einrichtung stehen. Dadurch kann der Fehler relativ schnell behoben werden, wodurch Ausfallzeiten der Einrichtung reduziert werden.

Wurde der Fehler beispielsweise durch eine Dejustage der Einrichtung bewirkt, kann die Einrichtung in einfacher Weise dadurch wieder justiert werden, wenn gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt eine Anweisung für eine Einstellung der fehlerhaften Einrichtung umfasst.

Sollten Angaben des Menüs verbesserungsfähig sein, kann die Fehlerdiagnose verbessert werden, wenn gemäß einer weiteren Variante der Erfindung die Fehlerbeschreibung mit dem Rechner aktualisiert werden kann.

Eine weitere Verbesserung der Fehlerdiagnose kann darüber hinausgehend erreicht werden, wenn gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Menü mit dem Rechner erweitert werden kann, indem weitere Menüauswahlobjekte, die zusätzliche Fehlerbeschreibungen umfassen, von dem Rechner an die Datenbank übermittelt werden können.

Ein Hersteller, eine Vertriebsorganisation oder eine Verkaufsorganisation einer Einrichtung kann die Attraktivität der Einrichtung für einen potentiellen Käufer insbesondere dadurch erhöhen, wenn nach einer Ausführungsform der Erfindung die Datenbank einem Hersteller, einer Vertriebsorganisation oder einer Verkaufsorganisation der Einrichtung zugeordnet ist.

Die Fehlerdiagnose kann insbesondere dann in einfacher und schneller Weise durchgeführt werden, wenn gemäß einer Ausführungsform der Erfindung das Informationsübertragungsnetz ein Telefonnetz oder das Internet ist.

Da insbesondere medizintechnische Geräte komplex aufgebaut sein können und somit eine Fehlerdiagnose dieser Geräte relativ kompliziert sein kann, ist gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die Einrichtung ein medizintechnisches Gerät.

Des Weiteren kann die Fehlerdiagnose in besonders einfacher und schneller Weise durchgeführt werden, wenn nach einer weiteren Variante der Erfindung die fehlerhafte Einrichtung den Rechner, mit dem die Fehlerdiagnose erstellt wird, umfasst.

Ausführungsbeispiele sind exemplarisch in den beigelegten schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 Ein für eine Fehlerdiagnose geeignetes erfindungsgemäßes System und

Fig. 2 bis 9 baumartig aufgebaute und für eine Fehlerdiagnose geeignete Menüs.

Die Fig. 1 zeigt einen Untersuchungsraum 1 einer Arztpraxis. In dem Untersuchungsraum 1 befindet sich ein Computertomograph 2 des Typs A, welcher während einer Untersuchung eines Patienten 3 von einer Bedienperson 4 bedient wird. Der Computertomograph 2 umfasst einen Steuerrechner 5, welcher den Computertomographen 2 während der Untersuchung des Patienten 3 in allgemein bekannter Weise steuert.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist der Steuerrechner 5 an das Internet angeschlossen, so dass mit ihm eine ebenfalls an das Internet angeschlossene Datenbank 10, die von dem Hersteller des Computertomographen 2 betrieben wird, kontaktiert werden kann. In der Datenbank 10 ist ein geeignetes Rechnerprogramm gespeichert, welches derart ausgeführt ist, dass bei einem Fehler des Computertomographen 2 eine Fehlerdiagnose mit einem baumartig strukturierten Menü aus hierarchisch gegliederten Menülisten mit Menüauswahlobjekten, die ihrerseits wieder Menülisten sein können, durchgeführt werden kann. Die einzelnen Menülisten umfassen Fehlerbeschreibungen eines Computertomographen des Typs A mit deren Hilfe die Bedienperson 4 den Fehler des Computertomographen 2 eingrenzen und somit die Ursache des Fehlers ermitteln kann. Die Datenbank 10 befindet sich im Übrigen in einem Geschäftsraum 11 des Herstellers des Computertomographen 2.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles weisen die mit dem Computertomographen 2 aufgenommenen und in der Fig. 1 nicht dargestellten CT-Bilder ringartige Artefakte auf; der Computertomograph 2 ist also fehlerhaft. Um den Fehler des Computertomographen 2 zu beheben oder zumindest dessen Ursache zu ermitteln, kontaktiert die Bedienperson 4 mit dem Steuerrechner 5 des Computertomographen 2 die Datenbank 10 des Herstellers des Computertomographen 2, um das obenstehend beschriebene Rechnerprogramm aufzurufen und mittels einer Tastatur 6, eines Monitors 7 und einer Mouse 8 des Steuerrechners 5 im Untersuchungsraum 1 eine Fehlerdiagnose des Computertomographen 2 durchzuführen. Ein solches Menü ist zumindest teilweise in der Fig. 2 dargestellt.

Nachdem die Bedienperson 4 mit dem Steuerrechner 5 die Datenbank 10 kontaktierte und ihre Zugangsberechtigung mittels einer ihr zugeordneten Kennung, die sie mit der Tastatur 6 eingab, bestätigte, baut sich auf dem Monitor 7 eine in der Fig. 2 gezeigte Menüliste a auf. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels stellt der Hersteller des Computertomographen 2 Computertomographen des Typs A, des Typs B und des Typs C her. Die Bedienperson 4 kann deshalb mittels der Menüliste a, die im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels Menüauswahlobjekte "Typ A", "Typ B" und "Typ C" umfasst, die durch Unterstreichung als solche gekennzeichnet sind, entscheiden, ob sie eine Fehlerdiagnose für einen Computertomographen des Typs A, des Typs B oder des Typs C durchführen möchte. Da die Bedienperson 4 einen Computertomographen 2 des Typs A bedient, wählt sie das Menüauswahlobjekt "Typ A" aus, indem sie eine in der Fig. 2 nicht dargestellte, aber allgemein bekannte Marke, die in die Menüliste a eingeblendet ist, mit der Mouse 8 an das Menüauswahlobjekt "Typ A" heranführt. Nachdem die Bedienperson 4 das Menüauswahlobjekt "Typ A" ausgewählt hat, aktiviert sie es, indem sie es mit der Mouse 8 in allgemein bekannter Weise anklickt.

Daraufhin baut sich auf dem Monitor 7 eine weitere Menüliste b auf, die eine erste und relativ allgemeine Fehlerbeschreibung eines fehlerhaften Computertomographen des Typs A umfasst. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Fehlerbeschreibung eine Beschreibung von mit einem fehlerhaften Computertomographen des Typs A angefertigten CT-Bilder. Die CT-Bilder können gemäß des Menüs b entweder Striche oder Ringe als Artefakte aufweisen. Die Wörter "Striche" und "Ringe" der Fehlerbeschreibung der Menüliste b sind außerdem Menüauswahlobjekte, denen weitere Menülisten mit detaillierteren Fehlerbeschreibungen zugeordnet sind. Weil die mit dem Computertomographen 2 aufgenommenen CT-Bilder ringartige Artefakte aufweisen, aktiviert die Bedienperson 4 im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels das Menüauswahlobjekt "Ringe".

Danach baut sich auf dem Monitor 7 eine weitere Menüliste c auf, die eine im Vergleich zur Menüliste b detailliertere Fehlerbeschreibung eines Computertomographen des Typs A umfasst, der CT-Bilder mit ringförmigen Artefakten produziert. Die ringförmigen Artefakten können gemäß der Menüliste c einzelne Ringe oder breite Ringe, sogenannten Rauchringe, sein. Die Wortfolgen "einzelne Ringe" und "breite Ringe" sind wieder Menüauswahlobjekte, denen weitere Menülisten mit noch detaillierteren Fehlerbeschreibungen zugeordnet sind. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels handelt es sich bei den ringartigen Artefakten der mit dem Computertomographen 2 aufgenommenen CT-Bilder um breite Ringe, so dass die Bedienperson 4 das Menüauswahlobjekt "breite Ringe" aktiviert.

Anschließend baut sich auf dem Monitor 7 eine weitere Menüliste d auf, mit deren Hilfe der Fehler des Computertomographen 2 weiter eingegrenzt werden kann. Gemäß der Menüliste d sind die Ringe der CT-Bilder kanalgebunden oder nicht kanalgebunden. Die Wortfolgen "kanalgebunden und "nicht kanalgebunden" sind wieder Menüauswahlobjekte mit zugeordneten Menülisten. Die ringartigen Artefakte der mit dem Computertomographen 2 aufgenommenen CT-Bildes sind im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels kanalgebunden. Die Bedienperson 4 aktiviert deshalb das Menüauswahlobjekt "kanalgebunden".

Daraufhin baut sich auf dem Monitor 7 eine Menüliste e auf. Aufgrund der Menüliste e kann die Bedienperson den Fehler des Computertomographen 2 dahingehen eingrenzen, indem sie entscheidet, ob die Ringe der mit dem Computertomographen 2 hergestellten CT-Bilder eine Ringdicke aufweisen, die weniger als ca. 20 Kanälen oder mehr als ca. 20 Kanälen entsprechen. Die Wortfolgen "weniger als ca. 20 Kanäle" und "mehr als ca. 20 Kanäle" sind wieder Menüauswahlobjekte. Die Ringe der CT- Bilder des Computertomographen 2 entsprechen im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels einer Ringdicke von weniger als ca. 20 Kanäle und die Bedienperson 4 aktiviert das Menüauswahlobjekt "weniger als ca. 20 Kanäle".

Anschließend baut sich auf dem Monitor 7 eine Menüliste f auf, mit deren Hilfe die Bedienperson 4 den Fehler des Computertomographen weiter eingrenzen kann, indem sie feststellen muss, ob ein mit dem Computertomographen 2 aufgenommenes Luftbild Ringe aufweist oder sauber ist. Ein Luftbild ist ein CT-Bild, das ohne ein Untersuchungsobjekt aufgenommen wurde. Daraufhin erstellt die Bedienperson 4 ein in der Fig. 1 nicht gezeigtes Luftbild mit dem Computertomographen 2, welches im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles Ringe aufweist. Ferner sind die Wörter "Ringe" und "sauber" der Menüliste f wieder Menüauswahlobjekte mit zugeordneten Menülisten. Da im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels das mit dem Computertomographen aufgenommene Luftbild Ringe aufweist, aktiviert die Bedienperson 4 das Menüauswahlobjekt "Ringe".

Daraufhin baut sich auf dem Monitor 7 eine Menüliste g auf, welche ein Beispiel für ein mit einem Computertomographen des Typs A aufgenommenes Luftbild 20 umfasst. Die Bedienperson 4 kann also dieses auf der Menüliste g abgebildete Luftbild 20 mit dem Luftbild vergleichen, das sie mit dem fehlerhaften Computertomographen 2 erstellt hat. Ähneln sich beide Luftbilder, kann die Bedienperson 4 davon ausgehen, dass der Fehler des Computertomographen 2 kanalgebunden ist und weniger als 20 Kanäle beeinträchtigt. Des Weiteren umfasst die Menüliste g eine Angabe über die Ursache des Fehlers des Computertomographen 2. Der Fehler entstand im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels durch eine Dejustage des Computertomographen 2. Der Fehler kann durch eine erneute Basiskalibrierung des Computertomographen 2 behoben werden. Das Wort "Basiskalibrierung" der Menüliste g ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ebenfalls ein Menüauswahlobjekt. Bei einer Aktivierung des Menüauswahlobjektes "Basiskalibrierung" baut sich auf dem Monitor 7 eine Liste h auf, die keine Menüliste darstellt, da sie keine weiteren Menüauswahlobjekte umfasst. Die Liste h ist vielmehr eine Anleitung zur Durchführung einer Basiskalibrierung für den Computertomographen 2.

Die Fig. 3 bis 9 zeigen eine alternative Form des obenstehend beschriebenen Menüs. Das in den Fig. 3 bis 9 gezeigte Menü hat ebenfalls die Struktur eines Verzweigungsbaums und kann beispielsweise mit dem Microsoft Explorer verwirklicht werden.

Nachdem die Bedienperson 4 mit dem Steuerrechner 5 die Datenbank 10 kontaktierte und ihre Zugangsberechtigung bestätigte, baut sich auf dem Monitor 7 eine in der Fig. 3 gezeigte Maske auf. Die Maske umfasst zwei Fenster 30 und 31, die nebeneinander angeordnet sind. Das Fenster 31 ist zunächst leer und das Fester 30, das links neben dem Fenster 31 angeordnet ist, umfasst den Anfangspunkt des Menüs, auch Hauptmenü genannt, welches Menüauswahlobjekte 32a, 32b und 32c umfasst, die die entsprechenden Titel "Typ A", "Typ B" und "Typ C" aufweisen. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Typen der von dem Hersteller hergestellten Computertomographen.

Da die Bedienperson 4 einen Computertomographen 2 des Typs A bedient, klick sie ein mit 33 bezeichnetes (+) Symbol, das dem mit dem Titel "Typ A" versehenen Menüauswahlobjekt 32a zugeordnet ist, in allgemein bekannter Weise mit der Mouse 8 an. Daraufhin erweitert sich der in der Fig. 3 dargestellte Verzweigungsbaum, da das mit dem Titel "Typ A" versehenen Menüauswahlobjekt 32a eine Menüliste mit den Menüauswahlobjekten 40a und 40b darstellt. Das Menüauswahlobjekt 40a ist mit dem Titel "Ringe" und das Menüauswahlobjekt 40b ist mit dem Titel "Striche" versehen. Außerdem verändert sich das dem Titel "Typ A" versehene Menüauswahlobjekt 32a zugeordnete (+) Symbol in ein (-) Symbol 41. Der erweiterte Verzweigungsbaum ist in der Fig. 4 dargestellt. Klickt die Bedienperson das (- ) Symbol 41 an, geht der in der Fig. 4 dargestellte Verzweigungsbaum wieder in den in der Fig. 3 dargestellten Verzweigungsbaum über.

Je nachdem ob die mit dem Computertomographen 2 hergestellten Bilder Strichartefakte oder Ringartefakte aufweisen, klickt die Bedienperson 4 das mit dem entsprechenden Titel versehene (+) Symbol, das dem entsprechenden Menüauswahlobjekt 40a bzw. 40b zugeordnet ist, an. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels weisen die mit dem Computertomographen 2 hergestellte CT-Bilder ringförmige Artefakte auf, worauf die Bedienperson das (+) Symbol des mit dem Titel "Ringe" versehenen Menüauswahlobjekt 40a anklickt.

Danach erweitert sich der in der Fig. 4 gezeigte Verzweigungsbaum erneut, da das Menüauswahlobjekt 40a wieder eine Menüliste mit Menüauswahlobjekten 50a und 50b darstellt, die mit den Titeln "breite Ringe (Rauchringe)" und "einzelne Ringe" versehen sind. Der wiederum erweiterte Verzweigungsbaum ist in der Fig. 5 dargestellt.

Wie obenstehend bereits beschrieben, weisen die mit dem Computertomographen 2 aufgenommenen CT-Bilder im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels breite Ringe auf, so dass die Bedienperson 4 das (+) Symbol anklickt, das dem mit dem Titel "breite Ringe" versehen Menüauswahlobjekt 50a zugeordnet ist. Daraufhin erweitert sich der Verzweigungsbaum erneut, da das mit dem Titel "breite Ringe" versehene Menüauswahlobjekt 50a eine Menüliste mit Menüauswahlobjekten 60a und 60b ist, die mit den Titeln "kanalgebunden" und "nicht kanalgebunden" versehen sind. Der erweiterte Verzweigungsbaum ist in der Fig. 6 gezeigt.

Weil die mit dem Computertomographen 2 erstellten CT-Bilder kanalgebundene ringförmige Artefakte aufweisen, klickt die Bedienperson das (+) Symbol, das dem mit dem Titel "kanalgebunden" versehenen Menüauswahlobjekt 60a zugeordnet ist, an, worauf sich der Verzweigungsbaum erneut erweitert, da das mit dem Titel "kanalgebunden" versehene Menüauswahlobjekt 60a eine Menüliste darstellt, die die mit den Titeln "weniger als ca. 20 Kanäle Ringdicke" und "mehr als ca. 20 Kanäle Ringdicke" versehenen Menüauswahlobjekte 70a und 70b umfasst. Der erweiterte Verzweigungsbaum ist in der Fig. 7 gezeigt.

Da im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels die Ringe der CT-Bildes des Computertomographen 2 einer Ringdicke von weniger als 20 Kanäle entsprechen, klickt die Bedienperson 4 das (+) Symbol an, das dem mit dem Titel "weniger als ca. 20 Kanäle Ringdicke" versehenen Menüauswahlobjekt 70a zugeordnet ist. Danach erweitert sich der Verzweigungsbaum nochmals, weil das mit dem Titel "weniger als ca. 20 Kanäle Ringdicke" versehene Menüauswahlobjekt 70a eine Menüliste mit Menüauswahlobjekten 80 und 81 darstellt, die mit den Titeln "Luftbild Ringe" und "Luftbild sauber" versehen sind. Der nochmals erweiterte Verzweigungsbaum ist in der Fig. 8 gezeigt.

Den Menüauswahlobjekten 80 und 81 sind keine (+) Symbole zugeordnet, da sie Menülisten darstellen, deren Menüauswahlobjekte primitive Menüauswahlobjekte sind, also Menüauswahlobjekte sind, die ihrerseits keine Menülisten darstellen.

Weil das mit dem Computertomographen 2 aufgenommene Luftbild Ringe aufweist, klickt die Bedienperson 4 das mit dem Titel "Luftbild Ringe" versehene Menüauswahlobjekt 80 an, wodurch in dem Fenster 31, wie in der Fig. 9 dargestellt, die (primitiven) Menüauswahlobjekte 90 und 91 erscheinen. Das Menüauswahlobjekt 90 ist mit dem Titel "air-scan-ring" versehen. Wenn die Bedienperson 4 das mit dem Titel "air-scan-ring" versehene Menüauswahlobjekt 90 anklickt, baut sich auf dem Monitor 7 ein Bild auf, das dem in der Fig. 2 dargestellten Luftbild 20 entspricht. Die Bedienperson 4 kann daraufhin das Luftbild 20 mit dem Luftbild vergleichen, das sie mit dem Computertomographen 2 angefertigt hat. Ähneln sich beide Luftbilder, kann die Bedienperson 4 davon ausgehen, dass der Fehler des Computertomographen 2 kanalgebunden ist und weniger als 20 Kanäle beeinträchtigt.

Falls die Bedienperson 4 das mit dem Titel "Bascal neu aufnehmen" versehene Menüauswahlobjekt 91 anklickt, baut sich auf dem Monitor 7 eine Liste auf, die der in der Fig. 2 dargestellten Liste h entspricht. Diese Liste umfasst eine Anleitung zur Durchführung einer Basiskalibrierung für den Computertomographen 2.

Somit ergeben sich Voraussetzungen, dass die Bedienperson 4 schnell eine Fehlerdiagnose des fehlerhaften Computertomographen 2 durchführen und am Ende der Fehlerdiagnose selber den Fehler beheben kann, da insbesondere die Bedienung der Menüs relativ einfach ist.

Des Weiteren ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Bedienperson 4 während des Durchlaufens der obenstehend beschriebenen Menüs die Menüs mit dem Steuerrechner 5 des Computertomographen nötigenfalls verändern kann. So kann sie beispielsweise ein zusätzliches Bild zur Verdeutlichung der Fehlerbeschreibung durch das Menü von dem Steuerrechner 5 an die Datenbank 10 übermitteln oder die Anweisung zur Basiskalibrierung des Computertomographen 2 modifizieren, wenn sie der Meinung ist, diese sei verbesserungswürdig. Auch kann sie weitere Menüauswahlobjekte einfügen, um z. B. ein detailliertere Fehlerbeschreibung zu erhalten.

Am Ende des Durchlaufens der obenstehend beschriebenen Menüs stehen im Falle der vorliegenden Ausführungsbeispiele u. a. Anweisungen zum Durchführen einer Basiskalibrierung, also Anweisungen einen dejustierten Computertomographen 2 wieder zu justieren. Am Ende des Durchlaufens der Menüs kann aber insbesondere auch eine Anweisung zum Ersetzen defekter Bauteile oder Baugruppen des Computertomographen 2 stehen.

Außerdem kann wenigstens ein Menüauswahlobjekt des erfinderischen Systems eine Aufforderung zu einer Durchführung und/oder eine Beschreibung einer Durchführung einer Diagnosemaßnahme mit der fehlerhaften Einrichtung umfassen. So kann beispielsweise das in der Fig. 2 dargestellte Menüauswahlobjekt f eine Aufforderung umfassen, aufgrund derer die Bedienperson 4 während der Fehlerdiagnose ein Luftbild mit dem Computertomographen 2 erstellt. Das Menüauswahlobjekt f kann darüber hinausgehend eine Beschreibung zur Herstellung des Luftbildes umfassen.

Die obenstehend beschriebene Menüs müssen auch nicht von der Bedienperson 4 aufgerufen werden. Sie können insbesondere auch zur Unterstützung eines Technikers zur Unterstützung einer Wartung oder einer Reparatur des Computertomographen 2 benutzt werden. Die Menüs können auch zur Weiterbildung von technischem Personal nützlich sein.

Die fehlerhafte Einrichtung muss auch nicht notwendigerweise ein Computertomograph 2 sein. Sie kann auch ein anderes medizintechnisches Gerät oder auch ein nichtmedizintechnisches Gerät sein.

Die Datenbank 10 muss nicht notwendigerweise von einem Rechner kontaktiert werden, der ein Teil der fehlerhaften Einrichtung ist. Die Datenbank 10 kann auch von einem separaten Rechner kontaktiert werden, der jedoch zumindest nahe der fehlerhaften Einrichtung angeordnet sein sollte, um eine schnelle Fehlerdiagnose zu ermöglichen.

Die Datenbank 10 muss auch nicht dem Hersteller der fehlerhaften Einrichtung zugeordnet sein. Sie kann insbesondere von einer Verkaufsorganisation oder einer Vertriebsorganisation der fehlerhaften Einrichtung betrieben werden. Auch andere Institutionen können die Datenbank 10 betreiben. Die Datenbank 10 muss sich auch nicht in einem der Geschäftsräume 11 des Herstellers befinden.

Die Datenbank 10 kann auch über ein anderes Informationsübertragungsnetz als das Internet kontaktiert werden. Das Informationsübertragungsnetz kann insbesondere ein Telefonnetz sein.

Das Menü des erfindungsgemäßen Systems kann auch mehre Bilder umfassen; Bilder sind jedoch optional. Auch ein Veränderung des Menüs von dem Steuerrechner 5 ist optional.


Anspruch[de]
  1. 1. System zur Fehlerdiagnose einer fehlerhaften Einrichtung, aufweisend eine an einem zentralen Ort (11) angeordnete Datenbank (10), die für die Fehlerdiagnose mit wenigstens einem an einem anderen Ort (1) als an dem zentralen Ort (11) angeordneten Rechner (5) über ein Informationsübertragungsnetz kontaktiert werden kann, wobei in der Datenbank (10) ein Rechnerprogramm gespeichert ist, das derart ausgeführt ist, dass die Fehlerdiagnose am Ort (1) des Rechners (5) mit dem Rechner (5) mit einem baumartig strukturierten Menü aus hierarchisch gegliederten Menülisten (a-h) mit Menüauswahlobjekten (32a-32c, 40a, 40b, 50a-91), die ihrerseits wieder Menülisten sein können, durchgeführt werden kann.
  2. 2. System zur Fehlerdiagnose nach Anspruch 1, bei dem Menüauswahlobjekte (32a-32c, 40a, 40b, 50a-91) Menülisten sind.
  3. 3. System zur Fehlerdiagnose nach Anspruch 1 oder 2, bei dem Menüauswahlobjekte Fehlerbeschreibungen der Einrichtung (2) umfassen.
  4. 4. System zur Fehlerdiagnose nach Anspruch 3, bei dem ein eine erste Fehlerbeschreibung umfassendes Menüauswahlobjekt eine Menüliste mit mehreren Menüauswahlobjekten ist, wobei diese Menüauswahlobjekte weitere und verschiedene Fehlerbeschreibungen aufweisen, die die erste Fehlerbeschreibung präzisieren und somit eine Eingrenzung des Fehlers der Einrichtung (2) erlauben.
  5. 5. System zur Fehlerdiagnose nach Anspruch 3 oder 4, bei dem zumindest einer der Fehlerbeschreibungen mit wenigstens einem Bild (20) verdeutlicht wird.
  6. 6. System zur Fehlerdiagnose nach Anspruch 5, bei dem das Bild während der Fehlerdiagnose erstellt und von dem Rechner (5) an die Datenbank (10) übermittelt wurde.
  7. 7. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem wenigstens ein Menüauswahlobjekt eine Aufforderung zu einer Durchführung und/oder eine Beschreibung einer Durchführung einer Diagnosemaßnahme mit der fehlerhaften Einrichtung (2) umfasst.
  8. 8. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt eine Angabe der Fehlerursache der fehlerhaften Einrichtung (2) umfasst.
  9. 9. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt einen Vorschlag zum Austausch eines Bauteils oder einer Baugruppe der fehlerhaften Einrichtung (2) umfasst.
  10. 10. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem wenigstens ein primitives Menüauswahlobjekt (71) eine Anweisung für eine Einstellung der fehlerhaften Einrichtung (2) umfasst.
  11. 11. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 3 bis 10, bei dem die Fehlerbeschreibungen mit dem Rechner (5) aktualisiert werden können.
  12. 12. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 3 bis 11, bei dem das Menü mit dem Rechner (5) erweitert werden kann, indem weitere Menüauswahlobjekte, die zusätzliche Fehlerbeschreibungen umfassen, von dem Rechner (5) an die Datenbank (10) übermittelt werden.
  13. 13. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei dem die Datenbank (10) einem Hersteller, einer Vertriebsorganisation oder einer Verkaufsorganisation der Einrichtung (2) zugeordnet ist.
  14. 14. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei dem das Informationsübertragungsnetz ein Telefonnetz oder das Internet ist.
  15. 15. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem die Einrichtung ein medizintechnisches Gerät (2) ist.
  16. 16. System zur Fehlerdiagnose nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei dem die fehlerhafte Einrichtung (2) den Rechner (5), mit der die Fehlerdiagnose erstellt wird, umfasst.






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