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Dokumentenidentifikation DE10127639A1 19.12.2002
Titel Rad, insbesondere Speichenrad für Kraftfahrzeuge in Stahlblech-Bauweise
Anmelder ThyssenKrupp Stahl AG, 47166 Duisburg, DE;
Lightcon GmbH, 71229 Leonberg, DE
Erfinder Blümel, Klaus, Dipl.-Ing., 46537 Dinslaken, DE;
Stach, Jens, Dipl.-Ing., 71296 Heimsheim, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40472 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 07.06.2001
DE-Aktenzeichen 10127639
Offenlegungstag 19.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse B60B 3/00
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Radfelge, insbesondere Speichenradfelge für Kraftfahrzeuge aus Stahlblech, die aus verschiedenen Teilen gefügt ist, und zwar aus einem inneren Anschraubflansch (1b), einem mittleren Felgenring (1a) und einem äußeren Felgenbett (3, 4, 5). Der Felgenring (1a) und der Anschraubflansch (1b) bilden eine innere Tragschale (1) für die Haupttraglast der Radfelge. Diese Tragschale (1) ist unter Bildung eines Hohlraums (7) von einer äußeren Designschale (2) aus Stahlblech abgedeckt, die mit dem Anschraubflansch (1b) und dem Felgenhorn (3) fest verbunden ist und für eine Hilfstraglast ausgelegt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein mehrteiliges, gebautes Rad für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenfahrzeuge oder Motorräder. Bekannte aus Stahl gefertigte Räder dieser Art bestehen in der Regel aus einem einteiligen Felgenring und einem Grundträger, über den das Rad an einer Nabe des jeweiligen Kraftfahrzeugs befestigt wird.

Die Befestigung des Rades erfolgt dabei in der Regel mit mehreren Schraubenbolzen. Zu diesem Zweck ist bei den bekannten Rädern üblicherweise am Grundträger ein Anschraubflansch ausgebildet, in den mehrere vorzugsweise mit einem konischen Sitz versehene Anschrauböffnungen eingeformt sind. Durch diese Öffnungen werden die Schraubenbolzen gesteckt und in entsprechende Gewindebohrungen der Nabe bzw. der auf der Nabe angeordneten Bremse verschraubt.

Der Grundträger und der getrennt von ihm hergestellte Felgenring sind üblicherweise miteinander verschweißt. Dazu sind am Außenrand des Grundträgers nach außen umgebogene Laschen ausgebildet, die an der Innenfläche des Felgenrings anliegen und an denen die Verschweißung vorgenommen wird.

Räder der voranstehend erläuterten Art können kostengünstig hergestellt werden und gehören deshalb zur Standardausrüstung der meisten Kraftfahrzeuge. In vielen Fällen genügen sie jedoch nicht den gestiegenen Ansprüchen der Käufer hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes von Fahrzeugen. Zur Verbesserung des Aussehens kann zwar im Grundträger solcher Räder ein Lochkreis ausgebildet sein, doch kann ein solches Designelement nicht mit Speichen konkurrieren, die bei Radfelgen aus Stahlblech bisher nicht verwirklicht worden sind.

Um das Aussehen von Radfelgen in Blechbauweise zu verbessern, ist es auch bekannt, sie mit Zierblenden zu verkleiden. Abgesehen davon, daß derartige Zierblenden ohne weiteres als solche erkannt werden, lassen sich diese Blenden in der Regel nur ungenau zentrieren, was sich optisch zusätzlich nachteilig auswirkt. Schließlich verdecken sie in vielen Fällen die zur Bremsenkühlung erforderlichen Lufteintrittsöffnungen in den Radfelgen, so daß die Bremsenkühlung beeinträchtigt wird.

Solche Nachteile treten nicht bei gegossenen oder geschmiedeten Felgen aus Leichtmetallen auf, die unter Design-Gesichtspunkten problemlos auch als Speichenradfelgen gestaltet sein können. Gegossene Leichtmetallfelgen müssen jedoch mechanisch nachgearbeitet und für einen ruhigen Radlauf ausgewuchtet werden. Außerdem sind gegossene Leichtmetallfelgen nicht für höhere Radlasten geeignet. Bei gegossenen Rädern mit Hohlspeichen kann es zudem in den Hohlräumen der Speichen zu nicht kontrollierbarer Korrosion kommen, die eine Schwächung des Rades verursachen kann.

Wegen des höheren Herstellungsaufwandes und der beschränkten Belastbarkeit gegossener Leichtmetallfelgen werden für höhere Ansprüche geschmiedete Felgen bevorzugt, die allerdings den Einsatz teurer Leichtmetall-Knetlegierungen erforderlich machen. Darüber hinaus ist es schwierig, Leichtmetallfelgen vor Korrosion durch aggressive Medien, wie beispielsweise im Winter ausgebrachtes Streusalz, zu schützen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rad für Kraftfahrzeuge zu schaffen, das ein geringes Gewicht hat und bei größtmöglicher Gestaltungsfreiheit hinsichtlich des Designs preiswert herzustellen ist.

Diese Aufgabe wird durch ein mehrteiliges, gebautes Rad für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenfahrzeuge oder Motorräder, mit einem Felgenring, gelöst, das mit einem in der vom Felgenring umgebenen Öffnung angeordneten, an einer Radnabe des jeweiligen Kraftfahrzeugs befestigbaren Grundträger und mit einer auf der vom Kraftfahrzeug im montierten Zustand abgewandten, äußeren Seite des Rades angeordneten Abdeckschale ausgestattet ist, wobei der Grundträger und die Abdeckschale gemeinsam den Felgenring tragen.

Bei einem erfindungsgemäßen Rad übernimmt im Unterschied zu den sonst bei Stahlfelgen verwendeten Zierblenden die Abdeckschale nicht nur die Funktion eines reinen Designelements, sondern sie nimmt gleichzeitig einen Teil der auf dem Felgenring im Fahrbetrieb lastenden Kräfte auf. Die Verteilung der jeweils von diesen beiden Bauelementen, Grundträger und Abdeckschale, aufgenommenen Kräfte kann dabei an die jeweilige Gestaltung des Rades angepaßt werden. Wesentlich ist allerdings, daß die Abdeckschale immer einen deutlichen Anteil, vorzugsweise bis zu 50%, der auf das Rad im Betrieb wirkenden Kräfte aufnimmt.

Bei erfindungsgemäßer Ausgestaltung eines Rades sind einerseits bei der Gestaltung der äußeren Erscheinung des Rades große Freiheiten eröffnet. Andererseits kann dadurch, daß die Abdeckschale auch einen Teil derjenigen Traglast übernimmt, für die das Rad insgesamt auszulegen ist, die Wandstärke des für den Grundträger verwendeten Materials vermindert werden.

Im Ergebnis steht mit der Erfindung somit ein Rad zur Verfügung, welches sich durch ein frei gestaltbares Erscheinungsbild und ein vermindertes Gesamtgewicht auszeichnet. Dabei läßt sich ein erfindungsgemäßes Rad aufgrund der Möglichkeit der Verwendung vorgefertigter Teile besonders kostengünstig herstellen. Ein erfindungsgemäßes Rad vereint so die Vorteile der optischen Erscheinung und des Gewichts von Leichtmetallrädern mit den Kostenvorteilen, die sich bei der Herstellung konventioneller Stahlräder ergeben.

Abhängig von der jeweiligen Gestaltung des Rades und der im Fahrbetrieb auftretenden Belastungen können die Abdeckschale und der Felgenring kraft-, form- und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden sein. Im Fall einer stoffschlüssigen Verbindung bietet sich bei Verwendung geeigneter Materialien für die Herstellung der einzelnen Teile des Rades das Verschweißen der aneinander anliegenden Teile an. Besonders geeignet ist für diesen Zweck das Plasmaschweißen. Alternativ kann die Abdeckschale auch mit dem Felgenring verklebt oder verlötet werden, sofern die Konstruktion, die im Betrieb auftretenden Belastungen und die Materialien der miteinander zu verbindenden Elemente dies zulassen.

Am Grundträger sollten in bekannter Weise Anschrauböffnungen vorhanden sein, über welche die Befestigung an der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs erfolgt. Diese Anschrauböffnungen sind vorzugsweise in einen Anschraubflansch des Grundträgers einzuformen. Ein solcher in der Regel einstückig mit dem Grundträger ausgebildeter Anschraubflansch kann so gestaltet werden, daß er eine optimale Auflagefläche für die Befestigung an der Nabe des Fahrzeugs bildet und gleichzeitig durch seine Formgebung die Steifigkeit des Rades unterstützt.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung ist zudem dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale und der Grundträger gemeinsam mittels mindestens einer Schraubverbindung mit der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs verschraubbar sind. Bei dieser Variante der Erfindung sind sowohl der Grundträger als auch die Abdeckschale mit Hilfe der für die Befestigung des Rades verwendeten Schraubenbolzen direkt mit dem Fahrzeug verbunden. Alle Kräfte, die von ihnen aufgenommen werden, werden auf diese Weise direkt in den jeweiligen Schraubenbolzen geleitet, so daß eine optimale Aufteilung der von dem Felgenring aufgenommenen Kräfte auf den Grundträger und die Abdeckschale gewährleistet ist. Alternativ oder ergänzend zu einer gemeinsamen Befestigung kann die Abdeckschale im Bereich der Anschrauböffnungen auch fest mit dem Grundträger verbunden sein. Dazu kann die Abdeckschale mit dem Grundträger verschweißt, verklebt oder verlötet sein. Ebenso kann die Abdeckschale durch eine eigenständige Schraubverbindung fest und dennoch lösbar mit dem Grundträger verbunden sein.

Eine weitere in der Praxis wichtige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Grundträger mindestens eine Speiche aufweist, über die der Felgenring mit dem Anschraubflansch verbunden ist. Vorteilhaft in Bezug auf die Gewichtsoptimierung ist es dabei, wenn der Grundträger und die Abdeckschale zumindest abschnittsweise beabstandet angeordnet sind, so daß sie zwischen sich einen Raum einschließen. Dies kann beispielsweise dadurch bewerkstelligt werden, daß der Grundträger im Bereich seiner Speichen die Form eines U- Profils besitzt, dessen offene Seite durch die korrespondieren Speichen der Abdeckschale verdeckt wird. Auf diese Weise läßt sich eine so hohe Steifigkeit der Gesamtkonstruktion erreichen, daß sich ein erfindungsgemäßes Rad auch als Speichenrad ausbilden läßt.

Erfindungsgemäße Räder lassen sich besonders wirtschaftlich erzeugen, wenn zu ihrer Herstellung Stahl verwendet wird. Bei diesem Stahl kann es sich um konventionell für diesen Zweck eingesetzte kohlenstoffhaltige Stähle handeln. Besonders gute Gebrauchseigenschaften bei gleichzeitig optimiertem Aussehen lassen sich jedoch dann erreichen, wenn der Felgenring, der Grundträger und/oder die Abdeckschale aus Edelstahl hergestellt sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, aus unterschiedlichen Stählen oder anderen Werkstoffen, wie Karbon, hergestellte Teile zur Herstellung erfindungsgemäßer Räder miteinander zu verbinden.

Das Felgenbett kann unter Berücksichtigung der in den einzelnen Bereichen erforderlichen Belastung aus verschieden festen und/oder verschieden dicken Blechen gefügt sein.

Auf der inneren Seite des Grundträgers kann ein Ringelement angeordnet sein, welches im am Kraftfahrzeug montierten Zustand das Rad in einem Abstand zu der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs hält. Dieses Ringelement übernimmt dabei zum einen die Funktion eines reinen Abstandhalters, durch den der Radstand des Fahrzeugs vergrößert wird. Zum anderen kann das Ringelement als Sperre gegen eine übermäßige Erwärmung der Abdeckschale und des Grundträgers eingesetzt werden. Ebenso ist es denkbar, mit Hilfe des Ringelements die Übertragung von Schwingungen vom Rad auf das Fahrwerk des Fahrzeugs zu dämpfen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben und werden im Zusammenhang mit den nachfolgend anhand einer Zeichnung beschriebenen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Rad für ein Personenkraftfahrzeug im Längsschnitt,

Fig. 2 das in Fig. 1 dargestellte Rad in einem Schnitt entlang der in Fig. 1 eingezeichneten Linie X-X,

Fig. 3 die im am Fahrzeug befestigten Zustand sichtbare Außenseite des in Fig. 1 dargestellten Rads,

Fig. 4 die im am Fahrzeug befestigten Zustand nicht sichtbare Innenseite des in Fig. 1 dargestellten Rads,

Fig. 5-10 einen Ausschnitt jeweils einer Variante des in Fig. 1 dargestellten Rades im Längsschnitt.

Das in Fig. 1 dargestellte Rad 1 ist als Speichenfelgenrad aus gepreßten Stahlblechteilen hergestellt. Es ist aus einem Grundträger 2, einem Felgenring 3 und einer Abdeckschale 4 gebildet. Insbesondere die im montierten Zustand nach außen sichtbare Abdeckschale 4 kann dabei aus Edelstahl hergestellt sein.

Der Grundträger 2 weist eine zentral angeordnete Nabenöffnung 5 auf, deren Rand bei der Montage des Rades 1 an dem nicht gezeigten dargestellten Personenkraftfahrzeug - kurz "PKW" - auf einer an der jeweiligen Nabe ausgebildeten Montagehilfe sitzt. Die Nabenöffnung 5 ist von einem ringförmig ausgebildeten Anschraubflansch 6 umgeben, in den in regelmäßigen Winkelabständen um die Nabenöffnung 5 verteilt Anschrauböffnungen 7 eingeformt sind. Der Randbereich der Anschrauböffnungen 7 ist dabei ausgehend von der Außenseite A des Rades 1 konisch zulaufend geformt, so daß ein konischer, selbstzentrierender Sitz für den bei der Montage durch die jeweilige Anschrauböffnung 7 geführten, hier nicht dargestellten Schraubenbolzen ausgebildet ist. Um den Anschraubflansch 6 herum in gleichen Winkelabständen sternförmig verteilt weist der Grundträger 2 sich radial erstreckende Speichen 8 auf, deren Enden jeweils laschenförmig ausgebildet und in Richtung der Außenseite A abgekantet mit der Innenfläche 3i des Felgenrings 3 verschweißt sind. Die Speichen weisen jeweils einen U-Profil-förmigen Querschnitt auf, durch den eine hohe Formsteifigkeit der Speichen 8 gewährleistet ist.

Der Felgenring 3 ist nach Art eines "Taylored Blank" aus drei ringförmigen Formteilen 3a, 3b, 3c zusammengesetzt, die aus verschieden festen und/oder dicken Stahlblechqualitäten bestehen und stumpf miteinander verschweißt sind. Beim in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Formteil 3a an seinem der Außenseite A zugeordneten Randabschnitt in radialer Richtung abgekröpft, so daß durch den abgekröpften Randabschnitt das äußere Felgenhorn 9 des Felgenrings 3 gebildet ist. Selbstverständlich kann der Felgenring 3 aus einem ringförmigen Formteil bestehen, welches durch Fließdrücken unterschiedliche Wanddicken oder in Folge der gezielt vorgenommenen Kaltverfestigung unterschiedliche Festigkeiten besitzt (sog. "Flowforming- Felgen").

Von der Außenseite A auf den Grundträger 2 aufgesetzt ist die Abdeckschale 4. Ihre Abmessungen und Form sind dabei so ausgestaltet, daß der Grundträger 2 mit seinen Speichen 8 und seinem Anschraubflansch 6 sowie der Felgenring 3 auf der Außenseite A durch entsprechende Formelemente der Abdeckschale 4 abgedeckt sind. So weist die Abdeckschale 4 ebenfalls eine zentrale Öffnung 10, einen der Form des Anschraubflansches 6 des Grundträgers 2 angepaßten, um die zentrale Öffnung 10 herum angeordneten Ring 11 mit der Lage der Anschrauböffnungen 7 angepaßten Durchgangsöffnung 12, um den Ring 11 herum angeordnete Speichenabdeckungen 13 und einen den Felgenring 3 auf der Außenseite A abdeckenden Außenring 14 auf.

Die die Speichen 8 des Grundträgers 2 abdeckenden Speichenabdeckungen 13 weisen ebenfalls einen U-Profilförmigen Querschnitt auf, wobei ihre Schenkel 13a, 13b in Richtung der der Außenseite A gegenüberliegenden Innenseite I des Rades 1 weisen. Auf diese Weise sind die Speichen 8 in ihrem andernfalls von der Außenseite A her sichtbaren seitlichen Bereich abgedeckt. Gleichzeitig ist durch die U-Profil-Form der Speichenabdeckungen 13 eine hohe Formstabilität der Abdeckschale 4 gewährleistet.

Beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der um den Umfang des Außenrings 14 der Abdeckschale 4 umlaufende Randabschnitt 14a um das am Felgenring 3 ausgebildete Felgenhorn 9 umgefalzt, so daß der Felgenring 3 und die Abdeckschale 4 in diesem Bereich form- und kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Gleichzeitig liegt der Ring 11 der Abdeckschale 4 auf dem Anschraubflansch 6 des Grundträgers 2 auf und die Randbereiche der Durchgangsöffnungen 12 der Abdeckschale 4 überdecken die Randbereiche der Anschrauböffnungen 7 des Grundträgers 2. Auf diese Weise wird bei der Montage des Rades 1 an dem nicht dargestellten PKW die Abdeckschale 4 und der Grundträger 2 im Bereich der Durchgangs- und der Anschrauböffnung 12 bzw. 7 gemeinsam von dem jeweils zur Befestigung in eine an der Nabe des PKW's ausgebildete Gewindebohrung eingeschraubten Schraubenbolzen erfaßt und fest an der Nabe gehalten. Selbstverständlich ist es zusätzlich möglich, die Abdeckschale 4 im Bereich des Rings 11 mit dem Anschraubflansch 6 des Grundträgers 2 zu verschweißen.

Zwischen der der Innenseite I zugeordneten Fläche des Anschraubflanschs kann ein hier nicht dargestelltes Ringelement angeordnet sein, daß das Rad 1 in einem festen Abstand zu der jeweiligen Nabe hält und eine zu starke Erwärmung des Rades durch die beim Bremsen des Fahrzeugs erzeugte Wärme verhindert.

Bei der in Fig. 5 dargestellten Variante des Rades 1 sind die dem Felgenring 3 zugeordneten Enden der Speichen 8 des Grundträgers 2 in Richtung der Innenseite I abgekantet mit der Innenfläche 3i des Felgenrings 3 verschweißt. Der Felgenring 3 weist dabei keinen zu einem Felgenhorn geformten äußeren Randbereich auf, sondern endet in Richtung seiner Breite etwa auf Höhe der Speichen 8. Das Felgenhorn 9a ist bei dieser Variante statt dessen durch den mehrfach gekröpften äußeren Randbereich des Außenrings 14 der Abdeckschale 4 gebildet. Die Abkröpfung ist dabei so ausgeführt, daß ihr Rand 14a stumpf auf den ihm zugeordneten Rand 3e des Felgenrings 3 stößt. Durch eine umlaufende Schweißnaht S sind der Felgenring 3 und die Abdeckschale 4 im Bereich ihrer aneinanderstoßenden Ränder 3e und 14a stoffschlüssig fest miteinander verbunden. Ebenso kann die stoffschlüssige Verbindung auch durch eine auf bestimmte Abschnitte oder Punkte beschränkte Verschweißung erzeugt werden.

Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführung des Rades 1 ist der äußere, das Felgenhorn 9b bildende Randabschnitt des Felgenrings 3 um den Außenrand 14 der Abdeckschale 4 gefalzt. Am umlaufenden Rad des umgefalzten Abschnitts 3f sind der Felgenring 3 und die Abdeckschale 4 ebenfalls durch eine Schweißnaht S stoffschlüssig fest miteinander verbunden.

Bei der in Fig. 7 dargestellten Variante des Rades 1 ist das Felgenhorn 9c wie bei der Variante gemäß Fig. 5 durch eine Abkröpfung des äußeren Randbereichs des Außenrings 14 der Abdeckschale 4 gebildet. Im Unterschied zur in Fig. 5 dargestellten Variante erstreckt sich der dem Felgenring 3 zugeordnete Schenkel 14b der Abkröpfung nur in radialer Richtung, während der Felgenring 3 in Richtung der Außenseite A über das Ende der Speichen 8 des Grundträgers 2 hinaussteht. Auf diese Weise treffen sich der Schenkel 14b und der Felgenring 3 in einem Kantenbereich, in dem sie durch eine Schweißnaht stoffschlüssig fest miteinander verbunden sind.

Auch die in Fig. 8 dargestellte Variante entspricht im Grundsatz den in den Fig. 5 und 7 dargestellten Ausführungen des Rades 1. So ist auch bei dieser Variante das Felgenhorn 9d durch eine Abkröpfung des Außenrings 14 der Abdeckschale 4 gebildet. In diesem Fall erstreckt sich der abgekröpfte, dem Felgenring 3 zugeordnete Schenkel 14c des Außenrings nur über etwa ein Drittel der Höhe des Felgenhorns 9d. Dort trifft er auf den Rand des äußeren Randbereichs 3g des Felgenrings 3, der in diesem Fall wie beim in Fig. 1 gezeigten Beispiel in radialer Richtung abgekröpft ausgebildet ist. Im Bereich der aufeinanderstoßenden Ränder des Außenrings 14 der Außenschale 4 und des abgekröpften Randbereichs 3g des Felgenrings 3 sind der Felgenring 3 und die Abdeckschale 4 durch eine Schweißnaht miteinander verbunden.

Beim in Fig. 9 dargestellten Beispiel einer Ausführung des Rades 1 treffen sich der abgekröpfte Randbereich 3h des Felgenrings 3 und der äußere Rand des flach auf dem Randbereich 3h aufliegenden Außenrings 14 der Abdeckschale 4 an der umlaufenden freien Kante des Felgenhorns 9e und sind dort durch eine umlaufende Schweißnaht miteinander verbunden.

Bei dem in Fig. 10 gezeigten Beispiel einer Variante des Rades 1 ist der äußere Randbereich 14f des Außenrings 14 der Abdeckschale 4 wie beim in Fig. 5 dargestellten Beispiel doppelt abgekröpft ausgeführt, so daß sein freier, zur Innenseite I weisender Randabschnitt 14f' im wesentlichen parallel zum über das Ende der Speichen 8 hinaus verlängerten Randbereich 3j des Felgenrings 3 verläuft. Dieser verlängerte Randbereich 3f liegt dabei auf dem Randabschnitt 14f' auf und reicht bis in den Eckbereich, an dem der Randbereich 14f' radial zum Felgenhorn 9f umknickt. Durch eine in diesen Bereich eingebrachte Schweißnaht S sind der Felgenring 3 und die Abdeckschale 4 fest miteinander verbunden. Die in Richtung der Innenseite I abgekanteten Enden 8f der Speichen 8 liegen dabei auf der vom Felgenring 3 abgewandten Unterseite des Randabschnitts 14f' auf. Durch die Schweißnähte S' sind der Randabschnitt 14f' und die Enden der Speichen 8 ebenfalls fest miteinander verbunden. Zusätzlich ist der freie Rand des abgekröpften Randabschnitts 14f mit der Innenfläche 3i des Felgenrings durch eine Schweißnaht S" verschweißt.

Durch die bei den erläuterten Beispielen jeweils hergestellte stoff-, form- und/oder kraftschlüssige Verbindung zwischen der Abdeckschale 4 und dem Felgenring 2 sowie zwischen dem Grundträger 2 und dem Felgenring 3 wird erreicht, daß der Grundträger 2 und die Abdeckschale 4 gemeinsam die auf dem Felgenring 3 lastende Kraft aufnehmen. Bei entsprechender Dimensionierung und Gestaltung ist es möglich, jeweils bis zur Hälfte der betreffenden Kräfte von der Abdeckschale 4 aufnehmen zu lassen. Die Abdeckschale 4 dient somit nicht mehr nur als reines Gestaltungselement, sondern nimmt wesentlich an der Funktion des Rades 1 teil. BEZUGSZEICHEN 1 Rad

2 Grundträger

3 Felgenring

4 Abdeckschale

5 Nabenöffnung

6 Anschraubflansch

7 Anschrauböffnungen

A Außenseite des Rades 1

8 Speichen

3i Innenfläche des Felgenrings 3

3a, 3b, 3c Formteile

9 äußeres Felgenhorn

10 zentrale Öffnung

11 Ring

12 Durchgangsöffnung

13 Speichenabdeckungen

14 Außenring

13a, 13b Schenkel der Speichenabdeckungen 13

I Innenseite des Rades 1

14 Außenring

14a Randabschnitt des Außenrings 14

9a Felgenhorn

14a Rand

3e Rand des Felgenrings 3

S Schweißnaht

9b Felgenhorn

3f umgefalzter Abschnitt

9c Felgenhorn

9d Felgenhorn

3g Randbereich des Felgenrings 3

3h Randbereich des Felgenrings 3

9e Felgenhorn

14f Randbereich

14f' Randabschnitt

3j Randbereich des Felgenrings 3

8f Enden der Speichen 8

S' Schweißnähte

S" Schweißnaht


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrteiliges, gebautes Rad für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenfahrzeuge oder Motorräder, mit einem Felgenring, mit einem in der vom Felgenring umgebenen Öffnung angeordneten, an einer Radnabe des jeweiligen Kraftfahrzeugs befestigbaren Grundträger und mit einer auf der vom Kraftfahrzeug im montierten Zustand abgewandten, äußeren Seite des Rades angeordneten Abdeckschale, wobei der Grundträger und die Abdeckschale gemeinsam den Felgenring tragen.
  2. 2. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale kraftschlüssig mit dem Felgenring verbunden ist.
  3. 3. Rad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale formschlüssig mit dem Felgenring verbunden ist.
  4. 4. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale stoffschlüssig mit dem Felgenring verbunden, insbesondere verschweißt, verlötet oder verklebt ist.
  5. 5. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundträger Anschrauböffnungen aufweist, über welche die Befestigung an der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs erfolgt.
  6. 6. Rad nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschrauböffnungen in einen Anschraubflansch des Grundträgers eingeformt sind.
  7. 7. Rad nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale und der Grundträger gemeinsam mittels mindestens einer Schraubverbindung mit der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs verschraubbar sind.
  8. 8. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale im Bereich der Anschrauböffnungen fest mit dem Grundträger verbunden ist.
  9. 9. Rad nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundträger mindestens eine Speiche aufweist, über die der Felgenring mit dem Anschraubflansch verbunden ist.
  10. 10. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale und der Grundträger mindestens abschnittsweise beabstandet angeordnet sind.
  11. 11. Rad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Speiche mindestens abschnittsweise U-Profil-förmig ausgebildet ist.
  12. 12. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Stahl hergestellt ist.
  13. 13. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Felgenring, der Grundträger und/oder die Abdeckschale aus Edelstahl hergestellt sind.
  14. 14. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Felgenring an seiner im am Kraftfahrzeug montierten Zustand äußeren Seite ein Felgenhorn aufweist.
  15. 15. Rad nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale mit ihrem dem Felgenring zugeordneten Rand mindestens abschnittsweise fest mit dem Felgenhorn verbunden ist.
  16. 16. Rad nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Felgenring zugeordnete Rand der Abdeckschale um das Felgenhorn gefalzt und/oder mit dem Felgenhorn stoffschlüssig, insbesondere verschweißt, verklebt oder verlötet ist.
  17. 17. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Felgenhorn aus einem dem Felgenring zugeordneten Randabschnitt der Abdeckschale gebildet ist.
  18. 18. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Felgenring aus mehreren Ringelementen gebildet ist, die eine unterschiedliche Dicke und/oder Festigkeit haben.
  19. 19. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der inneren Seite des Grundträgers ein Ringelement angeordnet ist, welches im am Kraftfahrzeug montierten Zustand das Rad in einem Abstand zu der jeweiligen Nabe des Kraftfahrzeugs hält.
  20. 20. Rad nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringelement eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist.
  21. 21. Rad nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringelement schalldämpfend wirkt.
  22. 22. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bei einer Belastung des Felgenrings von der Abdeckschale aufgenommene Kraft im wesentlichen gleich der Kraft ist, die der Grundträger aufnimmt.
  23. 23. Rad nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschale auf ihrer sichtbaren Außenseite mit einer Farbbeschichtung versehen ist.






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