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Dokumentenidentifikation DE10127973A1 19.12.2002
Titel Vorrichtung zum Fräsen von Rastnuten und Schaltanschlägen an den Zahnflanken einzelner Zähne von Schiebemuffen für Schaltgetriebe
Anmelder PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH, 37269 Eschwege, DE
Erfinder Kulle, Walter, 37269 Eschwege, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40472 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 08.06.2001
DE-Aktenzeichen 10127973
Offenlegungstag 19.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse B23F 15/00
IPC-Nebenklasse B23F 21/10   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fräsbearbeitung der Zähne (Z) von Schiebemuffen (S) für Schaltgetriebe mit einem rotierend angetriebenen Werkstückhalter (2) und einem rotierend angetriebenen Werkzeughalter (4), der mit einem Schlagmesser (5) zur Erzeugung von Rastnuten (R) an einzelnen Zähnen (Z1, Z2, Z3) der Schiebemuffe (S) bestückt ist, wobei die relative Lage der Rotationsachse (Dz) des Werkzeughalters (4) und der Rotationsachse (Ds) des Werkstückhalters (2) veränderbar ist und im Fräsbetrieb die Rotationsbewegung von Werkstückhalter (2) und Werkzeughalter (4) derart aufeinander abgestimmt sind, daß das die Rastnuten (R) fräsende Schlagmesser (5) eine geschlossene Hypozykloidenbahn (K1) beschreibt. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung lassen sich die an den Schiebemuffen auszubildenden Gestaltungsmerkmale, wie Rastnuten und Schaltanschläge, zeitsparend und kostengünstig herstellen. Dies wird dadurch erreicht, daß der Werkzeughalter (4) in einer um einen Winkelbetrag um die Drehachse (Dz) des Werkzeughalters gegenüber dem die Rastnuten (R) fräsenden Schlagmesser (5) versetzten Halteposition mindestens ein zusätzliches Schlagmesser (6, 7) zum Fräsen von Schaltanschlägen (A1, A2) trägt, die sich an einzelnen Zähnen (Z4, Z5, Z6) der Schiebemuffe (S), ausgehend von deren Stirnseite (V, H), in Richtung der Längsachse der Schiebemuffe (S) über einen Teil der Länge (L) des jeweiligen Zahns (Z4, Z5, Z6) erstrecken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fräsbearbeitung der Zähne von Schiebemuffen für Schaltgetriebe mit einem rotierend angetriebenen Werkstückhalter und einem rotierend angetriebenen Werkzeughalter, der mit einem Schlagmesser zur Erzeugung von Rastnuten an einzelnen Zähnen der Schiebemuffe bestückt ist, wobei die relative Lage der Rotationsachse des Werkzeughalters und der Rotationsachse des Werkstückhalters veränderbar ist und im Fräsbetrieb die Rotationsbewegung von Werkstückhalter und Werkzeughalter derart aufeinander abgestimmt sind, daß das die Rastnuten fräsende Schlagmesser eine geschlossene Hypozykloidenbahn beschreibt.

Bei in der Regel innenverzahnten Schiebemuffen der voranstehend erwähnten Art sind an bestimmten, über den Umfang der Muffe in regelmäßigen Abständen verteilten Zähne taschenartig ausgebildete Rastnuten vorgesehen, die mittig ausgerichtet ausgehend vorn Zahnkopf in die betreffenden Zähne eingeformt sind. Die derart ausgestalteten Schiebemuffen werden in synchronisierten Schaltgetrieben von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Die Rastnuten dienen dabei dazu, in der Nullstellung die Schiebemuffe durch in die Rastnuten einrastende Druckstücke zu steuern.

Als weiteres wesentliches Funktionsmerkmal weisen Schiebemuffen der in Rede stehenden Art in der Regel an mindestens einer Zahnflanke ihrer Zähne sogenannte Hinterlegungen in Form von Vertiefungen auf. Diese Hinterlegungen stellen sicher, daß das im Fahrbetrieb jeweils mit der betreffenden Schiebemuffe in Eingriff befindliche Zahnrad nicht aufgrund der in axialer Richtung auf das Zahnrad wirkenden Kräfte selbsttätig außer Eingriff gerät.

Eine Vorrichtung, die einen vereinfachten Bearbeitungsablauf bei der Bearbeitung von Schiebemuffen der voranstehend erläuterten Art ermöglicht, ist beispielsweise aus der EP 0 625 399 B1 bekannt. Bei der bekannten Schlagmesserfräsmaschine sind ein rotierend angetriebener Werkstückhalter und ein ebenso rotierend angetriebener Werkzeughalter vorgesehen. Der Werkstückhalter kann dabei mit seiner Rotationsachse in Bezug auf die Rotationsachse des Werkstückhalters versetzt werden und ist mit einem Schlagmesser für die Hinterlegungen sowie einem dazu axial und radial versetzt angeordneten Schlagmesser für die Rastnuten bestückt. Durch eine entsprechende Verstellung kann zunächst das Schlagmesser für die Hinterlegungen und anschließend das Schlagmesser für die Rastnuten in eine Arbeitsstellung gebracht werden, in der das jeweilige Messer zum Eingriff in die Zähne der Schiebemuffe kommt. In der jeweiligen Arbeitsstellung sind die Drehbewegungen von Werkstückhalter und Werkzeughalter so miteinander synchronisiert, daß in der jeweiligen Arbeitsposition das Schlagmesser für die Rastnuten eine geschlossene und das Schlagmesser für die Hinterlegungen eine offene Hypozykloidenbahn beschreibt.

Durch die in der jüngeren Vergangenheit verstärkt in den Vordergrund gerückten 5- und 6-Gang-Getriebe für frontgetriebene Kraftfahrzeuge hat sich ein weiteres Gestaltungsmerkmal von Schiebemuffen der in Rede stehenden Art ergeben. So sind, um eine kürzere Bauform von 5- und 6-Gang-Getrieben zu ermöglichen, die Schaltanschläge der Schiebemuffe in Form von Ausnehmungen von deren ringförmigen Stirnseite nach innen in die Verzahnung der Schiebemuffen verlegt worden. Üblicherweise werden die Schaltanschläge zu diesem Zweck in drei Zähne der Schiebemuffe eingefräst, die jeweils um die Drehachse der Muffe um einen Winkel von 120° versetzt zueinander angeordnet sind. Dabei werden die betreffenden Zähne in der Regel jeweils mit einem sich von der vorderen und einem sich von der rückwärtigen Stirnseite in Längsrichtung der Zähne ins Innere der Muffe erstreckenden Schaltanschlag versehen.

Durch die Verlegung der Schaltanschläge in die Zähne der Schiebemuffen hinein konnte der zuvor auf der Stirnseite der Muffen für ihre Ausformung benötigte Raum eingespart werden. Diese Verlegung macht jedoch bei der Herstellung von derartigen Schiebemuffen einen zusätzlichen Arbeitsgang erforderlich. Dieser Arbeitsgang erfolgt bisher auf einer eigens zu diesem Zweck konzipierten Maschine, die im Einzelteilverfahren mit Stirnfräsern oder im Schlagfräsverfahren die Anschläge fräst. Um in solchen Maschinen die Schaltanschläge beidseitig in die betreffenden Zähne einbringen zu können, muß die in Bearbeitung befindliche Schiebemuffe nach Fertigstellung der der einen Stirnseite zugeordneten Anschläge gewendet werden, um die der anderen Stirnseite zugeordneten Anschläge bearbeiten zu können.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Schiebemuffen zu schaffen, mit der sich die an den Schiebemuffen auszubildenden Gestaltungsmerkmale, wie Rastnuten und Schaltanschläge, zeitsparend und kostengünstig herstellen lassen.

Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Werkzeughalter in einer um einen Winkelbetrag um die Drehachse des Werkzeughalters gegenüber dem die Rastnuten fräsenden Schlagmesser versetzten Halteposition mindestens ein zusätzliches Schlagmesser zum Fräsen von Schaltanschlägen trägt, die sich an einzelnen Zähnen der Schiebemuffe ausgehend von deren Stirnseite in Richtung der Längsachse der Schiebemuffe über einen Teil der Länge des jeweiligen Zahns erstrecken.

Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das für die Ausbildung der Rastnuten vorhandene Schlagmesser mit mindestens einem weiteren Schlagmesser kombiniert, das die Schaltanschläge ausbildet. Dieses Schlagmesser rotiert um einen bestimmten Winkelbetrag um die Drehachse des Werkzeughalters versetzt gemeinsam mit dem Schlagmesser für die Rastnuten. Dabei ist es so ausgerichtet und geformt, daß es die ihm zukommende Schneidaufgabe, nämlich die Ausbildung einer Schiebemuffe, die die Form einer sich ausgehend von einer Stirnseite der Schiebemuffe in deren Längsrichtung erstreckenden Ausnehmung aufweist, erfüllt.

Die erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Vorrichtung der in Rede stehenden Art ermöglicht es, die Rastnuten und die Schaltanschläge in einem Arbeitsgang zu erzeugen. Ein umständliches Umspannen und Transportieren des Werkstücks zwischen zwei getrennten Maschinen ist dementsprechend nicht mehr erforderlich. Durch die Nutzung einer einzigen Maschine zur Erzeugung von voneinander unabhängigen Formelementen (Rastnuten/Schaltanschläge) ermöglicht die Erfindung vielmehr eine zeitsparende und durch die Einsparung zusätzlicher Maschinen kostengünstige Bearbeitung von Schiebemuffen, die mit Rastnuten ausgestattet sind und bei denen die Schaltanschläge in das Innere der Muffe verlegt sind.

Durch den Winkelversatz und das zwischen den Drehzahlen von Werkstückhalter und Werkzeughalter eingestellte Übersetzungsverhältnis kann bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung festgelegt werden, welche Zähne der Schiebemuffe mit einer Rastnut und welche mit einem Schaltanschlag versehen werden. In der Praxis hat es sich in diesem Zusammenhang als günstig erwiesen, wenn das die Schaltanschläge fräsende Messer um 180° versetzt gegenüber dem die Rastnuten fräsenden Messer angeordnet ist.

Wird bei einer solchen Anordnung der Schlagmesserfräser zwischen der Drehzahl des Werkstückhalters und der Drehzahl des Werkzeughalters ein Übersetzungsverhältnis von 1/3 eingestellt, so ergibt sich die für die Praxis wichtige Ausgestaltung von Schiebemuffen, bei der auf jeden mit einer Rastnut versehenen Zahn der Schiebemuffe in einem auf die Drehachse der Schiebemuffe bezogenen Winkelabstand von 60° ein mit einem Schaltanschlag versehener Zahn folgt. D. h., die mit einer Schiebemuffe versehenen Zähne sind genauso um jeweils 120° versetzt zueinander angeordnet, wie die mit einem Schaltanschlag ausgestatteten, wobei die mit einer Rastnut oder einem Schaltanschlag versehenen Zähne in Winkelabständen von 60° abwechselnd verteilt angeordnet sind.

Sollen an den betreffenden Zähnen jeweils beidseitig Schaltanschläge erzeugt werden, so läßt sich dies bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch bewerkstelligen, daß der Werkzeughalter zwei um denselben Winkelbetrag gegenüber dem die Rastnuten fräsenden Schlagmesser versetzt angeordnete Schlagmesser zum Fräsen von Schaltanschlägen trägt, von denen das eine Schlagmesser der bezogen auf die Position des Werkzeughaltes vorderen Stirnseite der jeweils in Bearbeitung befindlichen Schiebemuffe und das zweite Schlagmesser der hinteren Stirnseite der Schiebemuffe zugeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung kommen die beiden zum Fräsen der Schaltanschläge bestimmten Schlagmesser gleichzeitig zum Eingriff mit dem Werkstück. Auf diese Weise werden die den beiden Stirnseiten der Schiebemuffen zugeordneten Schaltanschläge gleichzeitig und synchron zueinander geformt. Ein Wenden des Werkstücks ist dazu nicht erforderlich, so daß sich auch Schiebemuffen mit beidseitig ausgebildeten Schaltanschlägen auf einer erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nur besonders präzise, sondern auch besonders zeitsparend herstellen lassen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter in einer axial und radial gegenüber dem die Rastnuten fräsenden Schlagmesser versetzten Halteposition ein Schlagmesser zum Fräsen von Hinterlegungen trägt, der Werkzeughalter aus einer Arbeitsposition, in der das die Hinterlegungen fräsende Schlagmesser zum Eingriff in die Schiebemuffe kommt, in eine Arbeitsposition verstellbar ist, in der die die Rastnuten und die Schaltanschläge fräsenden Schlagmesser zum Eingriff mit der Schiebemuffe kommen, und bei in Arbeitsstellung befindlichem Schlagmesser für das Fräsen der Hinterlegungen die Rotationsbewegung des Werkstückhalters und des Werkzeughalters derart miteinander verkoppelt sind, daß das die Hinterlegungen fräsende Schlagmesser eine offene Zykloidenbahn beschreibt. Diese Ausgestaltung der Erfindung nutzt die aus der EP 0 625 399 B1 an sich bekannte Möglichkeit, durch eine geeignete Ausbildung des Werkzeughalters nicht nur die Rastnuten, sondern auch Hinterlegungen in einer Aufspannung des Werkstücks zu erzeugen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Werkstückhalter und einen Werkzeughalter einer Vorrichtung zur Bearbeitung von Schiebemuffen beim Fräsen einer Rastnut in einer ersten Arbeitsposition,

Fig. 2 den Werkstückhalter und den Werkzeughalter beim Fräsen eines Schaltanschlags in der ersten Arbeitsposition,

Fig. 3 den Werkstückhalter und den Werkzeughalter in einer zweiten Arbeitsposition,

Fig. 4 die Bewegungsbahn der vom Werkzeughalter gehaltenen Schlagmesser bei sich in der ersten und in Fig. 1 dargestellten Arbeitsposition befindender Vorrichtung.

Die weiter nicht dargestellte Vorrichtung zur spanenden Bearbeitung von mit einer Innenverzahnung versehenen Schiebemuffen S weist einen Kopf 1 auf, an dem ein mit einem nicht gezeigten Drehantrieb verkoppelter Werkstückhalter 2 drehbar gelagert ist. Der Werkstückhalter 2 hält mittels Spannklauen 3 die jeweils in Bearbeitung befindliche Schiebemuffe S in einer konzentrisch zu seiner horizontal ausgerichteten Drehachse Ds ausgerichteten Stellung.

Vor dem Werkstückhalter 2 ist ein ebenfalls mit einem nicht dargestellten Drehantrieb verbundener Werkzeughalter 4 in einem ebenso nicht gezeigten Support drehbar gelagert. Über den nicht dargestellten Support kann der Werkzeughalter 4 in horizontaler Längsrichtung X auf die vom Werkzeughalter 2 gehaltene Schiebemuffe S zu bzw. von dieser weg bewegt werden. Neben der Möglichkeit seiner Verstellung in Längsrichtung X kann durch eine Verstellung des Supports in eine quer zur Längsrichtung X gerichteten Richtung Y der Abstand der Drehachse Dz des Werkzeughalters 4 zur koaxial zu ihm ausgerichteten Drehachse Ds des Werkstückhalters 2 verstellt werden. Durch diese Änderung der relativen Lage der Drehachsen Dz und Ds können nach entsprechender Längsverstellung die vom Werkstückhalter 2 getragenen Werkzeuge zum Eingriff mit den Zähnen Z der Schiebemuffe S gebracht werden.

Bei diesen Werkzeugen handelt es sich zunächst um ein Schlagmesser 5, welches jeweils eine Rastnut R in drei Zähne Z1, Z2, Z3 der Schiebemuffe S fräst. Das Schlagmesser 5 ist dabei in der Mitte der Längserstreckung eines Absatzes 10 des Werkzeughalters 4 befestigt, dessen Durchmesser etwa einem Drittel des Innendurchmessers der Schiebemuffe S entspricht. Um 180° um die Drehachse Dz des Werkzeughalters 4 gegenüber dem Schlagmesser 5 versetzt ist an den beiden freien Stirnflächen 10a, 10b des Absatzes 10 jeweils ein weiteres Schlagmesser 6, 7 befestigt. Der Abstand zwischen den inneren Kanten der Schlagmesser 6, 7 entspricht dabei dem Abstand, der zwischen den Enden der in drei Zähne Z4, Z5, Z6 der Schiebemuffe jeweils eingeformten Paare von Schaltanschlägen A1, A2. Der eine Schaltanschlag A1 erstreckt sich dabei jeweils ausgehend von der vorderen, dem Werkzeughalter 4 zugeordneten Stirnseite V über einen Teil der Länge L der Schiebemuffe S. während der gleichlange Schaltanschlag A2 sich von der anderen Stirnseite H in die Schiebemuffe S erstreckt. Die Schlagmesser 5, 6, 7 sind jeweils durch nach Verschleiß auswechselbare Hartmetall-Schneidplatten gebildet.

In Richtung des Werkzeughalters 2 versetzt vor dem Absatz 10 angeordnet weist der Werkzeughalter 4 einen weiteren Absatz 11 auf, dessen Durchmesser kleiner ist als der des Absatzes 10. Dieser Absatz 11 trägt mindestens zwei weitere Schlagmesser 8, 9, mit denen Hinterlegungen H1, H2 an jedem der Zähne Z (einschließlich der Zähne Z1-Z6) erzeugt werden können.

Zur Herstellung der Rastnuten R und der Schaltanschläge A1, A2 wird der Werkzeughalter 4 horizontal soweit verfahren, bis sein Absatz 10 in Längsrichtung X mittig zur Schiebemuffe S ausgerichtet ist. Anschließend wird durch eine Verstellung des Werkzeughalters 4 in vertikaler Richtung der Absatz 10 so an die Zähne Z der Schiebemuffe S angenähert, daß die Schlagmesser 5, 6, 7 im Fräsbetrieb in die unbearbeiteten Zähne Z schneiden (Fig. 1, 2).

Bei der anschließend einsetzenden Fräsbearbeitung rotieren der Werkstückhalter 2 und der Werkzeughalter 4 um ihre jeweilige Drehachse Ds bzw. Dz. Das dabei eingestellte Übersetzungsverhältnis zwischen den Drehzahlen von Werkstückhalter 2 und Werkzeughalter 4 beträgt dabei 1/3. Infolge dieses Drehzahlverhältnisses, der Geometrie des Absatztes 10 und der gegenüberliegenden Anordnung der Schlagmesser 6, 7 am Absatz 10 des Werkzeughalters 4, bewegen sich die Schneiden der Schlagmesser 6, 7 auf den in Fig. 4 dargestellten geschlossenen Hypozykloiden K1 und K2, von denen die dem die Rastnuten R erzeugenden Schlagmesser 5 zugeordnete Hypozykloide K1 gestrichelt und die den die Schaltanschläge A1, A2 erzeugenden Schlagmessern 6, 7 zugeordnete Hypozykloide K2 gepunktet dargestellt ist. Die Anordnung der Schlagmesser 5, 6, 7, die Geometrie des Absatzes 10 und das eingestellte Durchmesserverhältnis ergibt dabei, daß die Schlagmesser 6, 7 jeweils um einen Winkel von 60° versetzt gegenüber dem Schlagmesser 5 in einen der Zähne Z der Schiebemuffe S eintauchen. Gleichzeitig wird dadurch, daß sich die Schlagmesser 5, 6, 7 jeweils auf einer geschlossenen Hypozykloide H1 bzw. H2 bewegen, erreicht, daß jeweils nur drei Zähne Z1, Z2, Z3 bzw. Z4, Z5, Z6 von den Schlagmessern 5 bzw. 6, 7 bearbeitet werden. Auf diese Weise sind die mit einer Rastnut R versehenen Zähne Z1, Z2, Z3 bezogen auf die Drehachse Ds um jeweils 120° versetzt zueinander angeordnet. Genauso sind auch die mit Schaltanschlägen A1, A2 versehenen Zähne Z4, Z5, Z6 um 120° versetzt zueinander positioniert, wobei in einem auf die Drehachse Ds des Werkstückhalters 2 bezogenen Winkelversatz von 60° auf jeden mit einer Rastnut R versehenen Zahn Z1, Z2, Z3 ein mit Schaltanschlägen A1, A2 versehener Zahn Z4, Z5, Z6 folgt.

Nachdem die Rastnuten R und die Anschläge A1, A2 an den Zähnen Z1-Z6 erzeugt worden sind, wird der Werkzeughalter 4 in horizontaler und vertikaler Richtung verfahren, bis die Schlagmesser 8, 9 sich in der für die Erzeugung der Hinterlegungen H1, H2 richtigen Position befinden. Beim anschließenden Fräsbetrieb sind die Rotationsbewegungen von Werkstückhalter 2 und Werkzeughalter 4 so aufeinander abgestimmt, daß die Schlagmesser 8, 9 sich auf einer offenen Hypozykloide bewegen. Auf diese Weise werden nach einer ausreichenden Anzahl von Umläufen an jedem der Zähne Z die Hinterlegungen H1, H2 erzeugt. BEZUGSZEICHEN 1 Kopf

2 Werkstückhalter

3 Spannklauen

4 Werkzeughalter

5-9 Schlagmesser

10 Absatz des Werkzeughalters 4

11 Absatz des Werkzeughalters 10a, 10b Stirnflächen des Absatzes 10

A1, A2 Schaltanschläge

Ds Drehachse des Werkstückhalters 2

Dz Drehachse des Werkzeughalters 4

H hintere Stirnseite der Schiebemuffe S

H1, H2 Hinterlegungen

K1, K2 Hypozykloiden

L Länge der Schiebemuffe S

R Rastnut

S Schiebemuffe

V vordere Stirnseite der Schiebemuffe S

X horizontale Längsrichtung

Y Quer zur Längsrichtung X gerichtete Richtung

Z, Z1-Z6 Zähne der Schiebemuffe S


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Fräsbearbeitung der Zähne (Z) von Schiebemuffen (S) für Schaltgetriebe mit einem rotierend angetriebenen Werkstückhalter (2) und einem rotierend angetriebenen Werkzeughalter (4), der mit einem Schlagmesser (5) zur Erzeugung von Rastnuten (R) an einzelnen Zähnen (Z1, Z2, Z3) der Schiebemuffe (S) bestückt ist, wobei die relative Lage der Rotationsachse (Dz) des Werkzeughalters (4) und der Rotationsachse (Ds) des Werkstückhalters (2) veränderbar ist und im Fräsbetrieb die Rotationsbewegung von Werkstückhalter (2) und Werkzeughalter (4) derart aufeinander abgestimmt sind, daß das die Rastnuten (R) fräsende Schlagmesser (5) eine geschlossene Hypozykloidenbahn (K1) beschreibt, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (4) in einer um einen Winkelbetrag um die Drehachse (Dz) des Werkzeughalters gegenüber dem die Rastnuten (R) fräsenden Schlagmesser (5) versetzten Halteposition mindestens ein zusätzliches Schlagmesser (6, 7) zum Fräsen von Schaltanschlägen (A1, A2) trägt, die sich an einzelnen Zähnen (Z4, Z5, Z6) der Schiebemuffe (S) ausgehend von deren Stirnseite (V, H) in Richtung der Längsachse der Schiebemuffe (S) über einen Teil der Länge (L) des jeweiligen Zahns (Z4, Z5, Z6) erstrecken.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Schaltanschläge (A1, A2) fräsende Schlagmesser (6, 7) um 180° versetzt gegenüber dem die Rastnuten (R) fräsenden Schlagmesser (5) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Drehzahl des Werkstückhalters (2) und der Drehzahl des Werkzeughalters (4) ein Übersetzungsverhältnis von 1/3 eingestellt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (4) zwei um denselben Winkelbetrag gegenüber dem die Rastnuten (R) fräsenden Schlagmesser (5) versetzt angeordnete Schlagmesser (6, 7) zum Fräsen von Schaltanschlägen (A1, A2) trägt, von denen das eine Schlagmesser (6) der bezogen auf die Position des Werkzeughalters (4) vorderen Stirnseite (V) der jeweils in Bearbeitung befindlichen Schiebemuffe (S) und das zweite Schlagmesser (7) der hinteren Stirnseite (H) der Schiebemuffe (S) zugeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (4) in einer axial und radial gegenüber dem die Rastnuten (R) fräsenden Schlagmesser (5) versetzten Halteposition ein Schlagmesser (8, 9) zum Fräsen von Hinterlegungen (H1, H2) trägt, daß der Werkzeughalter (4) aus einer Arbeitsposition, in der das die Hinterlegungen (H1, H2) fräsende Schlagmesser (8, 9) zum Eingriff in die Schiebemuffe (S) kommt, in eine Arbeitsposition verstellbar ist, in der die die Rastnuten (R) und die Schaltanschläge (A1, A2) fräsenden Schlagmesser (5, 6, 7) zum Eingriff mit der Schiebemuffe (S) kommen, und daß bei in Arbeitsstellung befindlichem Schlagmesser (8, 9) für das Fräsen der Hinterlegungen (H1, H2) die Rotationsbewegung des Werkstückhalters (3) und des Werkzeughalters (2) derart miteinander verkoppelt sind, daß das die Hinterlegungen (H1, H2) fräsende Schlagmesser (8, 9) eine offene Zykloidenbahn beschreibt.






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