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Dokumentenidentifikation DE10128181A1 19.12.2002
Titel E-Mail-Server und Verfahren zur Verwaltung von E-Mails
Anmelder Tenovis GmbH & Co. KG, 60326 Frankfurt, DE
Erfinder Wörmann, Michael, 65795 Hattersheim, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 11.06.2001
DE-Aktenzeichen 10128181
Offenlegungstag 19.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse G06F 17/60
Zusammenfassung E-Mail-Server (1) mit einem Zwischenspeicher (4) zur nutzerindividuellen Speicherung von empfangenen E-Mails und einer Sendeeinrichtung (5, 14) zum Senden einer Nachricht an ein vorab spezifiziertes Kommunikationsendgerät (2), bei dem eine Überwachungseinrichtung (9) zur Feststellung einer Abfrage der nutzerindividuell gespeicherten E-Mails, eine einstellbare Zeitgebereinrichtung (10) zur Zeitmessung und zur Ausgabe eines Steuersignals bei Ablauf eines vorbestimmten Zeitraumes nach einem Rücksetzvorgang und eine mit der Überwachungseinrichtung und der Zeitgebereinrichtung verbundene Steuereinrichtung (11, 12) zur Ausgabe eines Zugriffssteuersignals, falls innerhalb der vorbestimmten Zeitspanne keine Abfrage der abgespeicherten E-Mails festgestellt worden ist, welches ein Auslesen des Zwischenspeichers (4) oder eines Nachrichtenspeichers (1, 3) in die Sendeeinrichtung (5, 14) zum Senden einer gespeicherten E-Mail oder Nachricht an das Kommunikationsendgerät (2) bewirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen E-Mail-Server mit einem Zwischenspeicher zum Speichern von E-Mails gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie ein Verfahren zur Verwaltung der E-Mails gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 8.

E-Mails werden bekanntlich zum Versenden von Nachrichten verschiedenster Art zwischen Kommunikationseinrichtungen verwendet. Bei der Übertragung von E-Mails findet in der Regel ein Datentransfer zwischen den Einrichtungen innerhalb von Sekunden statt. E-Mail-Server bieten hierbei verschiedene Dienste im Zusammenhang mit dem Empfangen, Senden, Speichern und Verwalten der gespeicherten E-Mails an.

E-Mails werden üblicherweise in einem Zwischenspeicher, der als Mailbox bezeichnet wird und in einem E-Mail-Server angeordnet sein kann, gespeichert, so daß ein Benutzer die E-Mails zu beliebiger Zeit abrufen, ansehen, gegebenenfalls weiterverarbeiten, beantworten, weiterhin zwischenspeichern, ordnen, ausdrucken oder löschen kann. Der Benutzer kann in dem E-Mail-Server hierfür verschiedene Leistungsmerkmale einrichten bzw. aktivieren, welche beispielsweise eine Weiterleitung von empfangenen und in dem Zwischenspeicher abgespeicherten E-Mails bewirken. Eine solche Weiterleitung der E-Mails, die in einer benutzerspezifischen Mailbox des E-Mail-Servers abgespeichert sind, kann an ein Daten- oder Telekommunikationsendgerät, wie einen PC oder PDA oder ein Mobiltelefon, erfolgen. Die bekannten Leistungsmerkmale erlauben hierbei das unmittelbare Weiterleiten einer kurz zuvor eingegangenen E-Mail, wobei der Weiterleitungsvorgang für einen vorbestimmten Zeitraum eingerichtet werden kann. Dadurch ist es einem Benutzer möglich, bei einer zeitbefristeten Abwesenheit von seinem Arbeitsplatz, an dem er üblicherweise den Inhalt seiner Mailbox abfragt, auch in diesem Abwesenheitszeitraum die empfangenen E-Mails zu erhalten. Dies ist mit einem Nachsendeauftrag für Briefpost vergleichbar.

Der Benutzer eines komfortablen Mobiltelefons kann durch Anruf bei einem seiner Mailbox zugeordneten E-Mail-Server eine Abfrage starten, aufgrund derer der E-Mail-Server die in der Mailbox gespeicherten E-Mails ausliest und an das Mobiltelefon sendet. Dieser Abfragevorgang erfordert das Eingeben einer Rufnummer sowie einer Kennungsnummer, um dem E-Mail-Server anzuzeigen, daß der Anruf eines legitimierten Benutzers zur Abfrage der Mailbox vorliegt. Dieser Eingabevorgang nimmt nicht nur zusätzliche Zeit, sondern auch die Aufmerksamkeit des Benutzers in Anspruch, der sich während des Eingebens der Nummern nur schwer auf andere Tätigkeiten konzentrieren kann.

Demzufolge liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen E-Mail-Server nutzerfreundlicher in Bezug auf die Handhabung gespeicherter E-Mails zu gestalten. Desweiteren liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verwaltung der beim E-Mail-Server gespeicherten E- Mails zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird vorrichtungsseitig durch einen E-Mail-Server mit den Merkmalen des Anspruches 1 und verfahrensseitig durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 8 gelöst.

Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, daß in einem Zwischenspeicher eines E-Mail-Servers abgespeicherte, zuvor empfangene E-Mails nur dann an ein vorab bestimmtes Kommunikationsendgerät gesendet werden, wenn der Nutzer die abgespeicherten E-Mails innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne nicht abgefragt hat. Die Überwachung der Durchführung eines Abfragevorgangs wird mittels einer Überwachungseinrichtung innerhalb des Servers durchgeführt.

Alternativ kann statt des Weiterleitens einer oder mehrerer der zwischengespeicherten E-Mails eine Benutzernachricht an das Kommunikationsendgerät nach der vorbestimmten Zeitspanne gesendet werden, um so dem Benutzer den Empfang von E-Mails in dem E-Mail-Server mitzuteilen.

Der Benutzer aktiviert den seiner Mailbox zugeordneten Überwachungsvorgang beispielsweise mittels eines Mausklicks. Weitere Tätigkeiten sind nicht notwendig. Das zeitaufwendige Eingeben einer Rufnummer und einer Kennungsnummer zum Abfragen der Mailbox erübrigt sich somit.

Auch wenn der Benutzer das den Überwachungsvorgang realisierende Leistungsmerkmal "Automatischen Absenden einer Nachricht bei Nichtabfragen von E-Mails" aktiviert hat, hat er auch weiterhin die Möglichkeit, die ihm zugeordnete Mailbox (Zwischenspeicher) auf herkömmliche Weise durch die Eingabe der Ruf- und Kennungsnummer abzufragen. Findet ein derartiges Abfragen durch den Benutzer statt, so wird keine weitere Nachricht durch den erfindungsgemäßen E-Mail-Server an das Endgerät gesendet.

Eine Zeitgebereinrichtung steuert die Überwachungseinrichtung dann bevorzugt derart, daß eine von dem Benutzer zuvor festgelegte Zeitspanne von neuem startet und nach Ablauf dieser Zeitspanne eine Nachricht an den Benutzer gesendet wird, sofern nicht zwischenzeitlich wieder ein Abfragevorgang durchgeführt worden ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß nach dem letzten Abfragevorgang immer die gleiche Zeitspanne bis zum Senden einer Nachricht an den Benutzer über den Eingang von E-Mails vergeht. In einer anderen Variante ist vorgesehen, daß der Zeitgeber bei Eingang einer neuen E-Mail gestartet wird, so daß nicht abgefragte E-Mails immer nur eine bestimmte Höchstdauer ohne Benachrichtigung des Benutzers im Server gespeichert werden. Schließlich ist auch eine Variante ausführbar, bei der - unabhängig von zwischenzeitlichen Abfragen und/oder dem zwischenzeitlichen Empfang neuer E-Mails - periodisch Nachrichten an das vom Nutzer spezifizierte Endgerät gesandt werden.

Die Variante, bei der durch jede Abfrage des Nutzers beim E- Mail-Server die Zeitgebereinrichtung rückgesetzt wird, ermöglicht in besonders einfacher Weise eine Realisierung des Überwachungsvorganges und die aus diesem abgeleitete Gewinnung eines Zugriffssteuersignals auf den E-Mail-Zwischenspeicher oder einen gesonderten Nachrichtenspeicher, denn das auslösende Signal ist dann das Zeitablaufsignal des Zeitgebers. Bei den anderen oben erwähnten sowie weiteren denkbaren Varianten werden das Zeitsignal der Zeitgebereinrichtung und das Ausgangssignal der Überwachungseinrichtung in einem vorbestimmten Auswertungsalgorithmus verarbeitet, um letztlich ein Zugriffssteuersignal von der Steuereinrichtung ausgegeben, um entweder den Zwischenspeicher für das Weitersenden der E-Mails oder einen Nachrichtenspeicher für das Senden einer Benutzernachricht auszulesen. Auf welchen dieser Speicher zurückgegriffen wird, entscheidet der Benutzer selbst bei der Aktivierung des Leistungsmerkmales. Der Benutzer kann auf diese Weise entscheiden, ob ihm eine kurze Nachricht über den Eingang einer E-Mail ausreicht, oder ob er die E-Mail selbst lesen möchte.

Das Senden der Nachricht (Benutzernachricht oder E-Mail) an das Endgerät kann in Abhängigkeit von einer der jeweils eingegangenen E-Mail zugeordneten Wichtigkeitsklassifizierung (Priorität) durchgeführt werden. Der Benutzer kann bei der Aktivierung des Überwachungsvorganges die Option einstellen, daß nur dann eine Nachricht an das Endgerät gesendet wird, wenn eine E-Mail mit hoher Priorität in der Mailbox eingeht.

Alternativ oder in Kombination mit dieser Prioritätsaussortierung können durch eine Sortiereinrichtung die in der Mailbox gespeicherten E-Mails nach ihrem Absender klassifiziert werden, indem mittels einer Vergleichereinrichtung die Adressen der Absender mit in einem Adressenverzeichnis gespeicherten Adressen verglichen werden. Sobald eine Übereinstimmung festgestellt wird, wird die empfangene E-Mail (gegebenenfalls mit Hinweisen, die in dem Adressenverzeichnis abgespeichert sind) an das Endgerät gesendet. Derartige Hinweise können beispielsweise Schlagworte zur besseren Einordnung der Absenderadresse durch den Benutzer oder Prioritätsvermerke sein. Auf diese Weise werden dem Benutzer des Endgerätes nicht nur die E-Mails ausgewählter Absender selber, sondern zusätzliche Informationen über den Sender der E-Mail übertragen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann das Weiterleiten einer E-Mail auch von dem Dateninhalt der Betreffzeile der jeweiligen E-Mail abhängig gemacht werden. Der jeweiligen, vorher konfigurierten Nachsendeadresse eines Endgerätes wird eine Speichereinrichtung mit Schlagworten zugeordnet, die zur Selektion der E-Mails mittels einer Vergleichseinrichtung dienen. Sobald die Vergleichseinrichtung eine Übereinstimmung der gespeicherten Schlagworte mit solchen in der empfangenen E-Mail feststellt, wird (nur) diese E-Mail nach Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne an die angegebene Nachsendeadresse, nämlich an das Endgerät, gesendet. Somit ist mittels der Sortiereinrichtung eine Vorselektion der weiterzuleitenden E-Mails möglich. Der Benutzer wird somit weniger oft gestört.

Die Nachsendeadresse des ausgewählten Endgerätes, welches beispielsweise ein PC mit Internet-Browser, ein Festnetztelefon oder ein Mobiltelefon sein kann, ist als E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Fax-Nummer oder dergleichen ausgebildet. Zur Umwandlung der Nachricht, die entweder eine weiterzuleitende E-Mail oder eine Benutzernachricht über den Eingang einer E-Mail ist, in eine entsprechend endgerät-konforme Nachricht wird durch eine Umwandlungseinrichtung, welche innerhalb des E-Mail-Servers (E-Mail-Server) angeordnet ist, durchgeführt. Dem Benutzer ist somit die Möglichkeit gegeben, daß als Endgerät alternativ zu einem PC ein Mobiltelefon, ein Faxgerät, ein herkömmliches Telefon oder jede andere Art von handelsüblichem Endgerät verwendet werden kann.

Vorteile und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:

Fig. 1 ein stark vereinfachtes Funktions-Blockschaltbild eines E-Mail-Servers gemäß einer Ausführungsform der Erfindung und

Fig. 2 eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrensablaufs.

Fig. 1 zeigt ein Funktions-Blockschaltbild von im Zusammenhang mit der Erfindung wesentlichen Komponenten eines E-Mail-Servers 1, auf dessen Mailbox durch ein Kommunikationsendgerät 2 zugegriffen wird. Eine in dem E-Mail-Server 1 eingehende E-Mail, die durch einen gestrichelten Pfeil angedeutet ist, wird von einer Empfangseinrichtung 3 empfangen. Die Empfangseinrichtung 3 gibt die E-Mail an einen dem Benutzer zugeordneten Zwischenspeicher (Mailbox) 4 weiter, in welchem die E-Mail abgespeichert wird.

Die abgespeicherten E-Mails können über eine Sende- und Empfangseinrichtung 5 an eine Empfangs- und Sendeeinrichtung 6 des Endgerätes 2 gesendet werden. Wenn der Benutzer mittels einer Abfrageeinrichtung 7 über die Empfangs- und Sendeeinrichtungen 5 und 6 auf die E-Mails im Zwischenspeicher 4 zugreift, so findet eine Übertragung der E-Mails an das Endgerät 2 statt, um die E-Mails auf dessen Anzeigevorrichtung 8 dem Benutzer als Textmeldung anzuzeigen.

Zugriffe auf den Zwischenspeicher 4 werden durch eine Überwachungseinrichtung 9 laufend überwacht. Die sich daraus ergebenden Überwachungsergebnisse zeigen zum einen an, ob eine Abfrage des Speicherinhaltes stattgefunden hat, und zum anderen, ob der Speicher innerhalb einer vorangegangenen Zeitspanne neu eingegangene E-Mails beinhaltet. Sobald eine Zeitgebereinrichtung 10 signalisiert, daß die vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen ist, überträgt die Überwachungseinrichtung 9 die Überwachungsergebnisse an eine Auswerteeinrichtung 11, welche bei nicht erfolgter Abfrage und Vorhandensein neuer E-Mails ein entsprechendes Signal an eine Steuereinrichtung 12 ausgibt. Diese veranlaßt ein Auslesen des Zwischenspeichers 4 oder eines Nachrichtenspeichers 13. Nach jedem Auslesevorgang werden die Überwachungseinrichtung 9 und die Zeitgebereinrichtung 10 zurückgesetzt (RESET).

Die Steuereinrichtung 12 veranlaßt mittels eines ersten Zugriffssteuersignales das direkte Auslesen des Zwischenspeichers 4, wenn der Benutzer bei Aktivierung des Leistungsmerkmales festgelegt hat, daß die E-Mails selbst an das Endgerät 2 weitergeleitet werden sollen. Sofern der Benutzer lieber das Weiterleiten einer Benutzernachricht wünscht und das System entsprechend konfiguriert hat, veranlaßt die Steuereinrichtung 12 mittels eines zweiten Zugriffssteuersignales das Auslesen des Nachrichtenspeichers 13. Eine von dem Benutzer zuvor definierte Benutzernachricht, die in dem Nachrichtenspeicher 13 abgespeichert ist, wird dann über eine Sendeeinrichtung 14 an die Empfangseinrichtung 15 des Endgerätes 2 gesendet und auf der Anzeigevorrichtung 8 angezeigt. Alternativ kann auch ein Tonsignal ausgegeben werden.

Sofern der Benutzer das direkte Übertragen der eingegangenen E- Mails wünscht, werden diese über die Sende- und Empfangseinrichtungen 5 und 6 auf die Anzeigevorrichtung 8 des Endgerätes 2 übertragen. Alternativ ist wiederum eine akustische Ausgabe über einen Text-Sprache-Wandler möglich.

Mittels einer Sortiereinrichtung 16 können die E-Mails nach ihrem Eingang in dem Zwischenspeicher 4 nach bestimmten Klassifizierungskriterien sortiert werden. So ist es beispielsweise möglich, daß E-Mails mit hoher Priorität oder einem bestimmten Schlagwort in der Betreffzeile oder mit einer bestimmten Absenderadresse in einen separat zugreifbaren Sub-Speicher 4a des Zwischenspeichers gebracht werden. Sofern der Benutzer bei Aktivierung des Leistungsmerkmals die Aktivierung dieses Sub- Speichers eingerichtet hat, greift das Zugriffssteuerungssignal der Steuereinrichtung 12 nur auf diesen zu. Demzufolge werden nur E-Mails mit hoher Priorität bzw. einem bestimmten Dateninhalt in der Betreffzeile oder mit einer bestimmten Absenderadresse an das Endgerät 2 weitergeleitet bzw. es erfolgt nur dann eine Benachrichtigung, wenn eine solche E-Mail neu eingegangen ist.

Aufgrund des automatischen Weiterleitens von E-Mails bzw. einer Benutzernachricht nach einer verstrichenen abfragelosen Zeit ist es dem Benutzer auch dann möglich, Benachrichtungen zu erhalten, wenn er aufgrund von Krankheit, Vergeßlichkeit oder temporären Störungen in den Übertragungswegen etc. keine aktive Abfrage der gespeicherten E-Mails durchgeführt hat. Durch die Vorselektion von empfangenen, in dem Zwischenspeicher 4 abgespeicherten E-Mails mittels der Sortiereinrichtung 16 ist es möglich, ausschließlich ausgewählte E-Mails an das Endgerät weiterzuleiten. Eine unnötige Störung und Ablenkung des Benutzers aufgrund des Eingangs von unwichtigen E-Mails wird somit vermieden.

Fig. 2 zeigt schematisch einen Verfahrensablauf gemäß der vorliegenden Erfindung. In einem Schritt S1 werden E-Mails in einem E-Mail-Server 1 empfangen. Die E-Mails werden in Abhängigkeit von ihrer Adresse in einer Mailbox eines bestimmten Benutzers abgespeichert (Schritt S2). Anschließend findet eine Aussortierung der E-Mails entsprechend ihrer Priorität, dem Dateninhalt in der Betreffzeile oder der Absenderadresse statt (Schritt S3).

In einem Schritt S4 wird der Zwischenspeicher auf Abfragevorgänge von Seiten des entfernt liegenden Endgerätes 2 überwacht. Sofern festgestellt wird, daß innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne keine Abfragevorgänge stattfanden (S5), wird geprüft, ob der Benutzer das Weitersenden der E-Mail selber oder das Senden einer Benutzernachricht bei der Aktivierung des Leistungsmerkmals gewünscht hat (S7). Wenn ein Abfragevorgang stattgefunden hat, so wird die Zeitgebereinrichtung zurückgesetzt, um so den Ablauf einer neuen Zeitspanne zu starten (S6). Anschließend wird eine neue Überwachungsperiode gemäß dem Schritt S4 eingeleitet.

Sofern der Benutzer das Senden einer Benutzernachricht gewünscht hat, wird in einem Schritt S9 die Benutzernachricht aus dem Nachrichtenspeicher ausgelesen und an das Endgerät gesendet. Ansonsten werden in einem Schritt S8 die ausgewählten E- Mails aus dem Zwischenspeicher ausgelesen und an das Endgerät weitergeleitet. In Schritten S10 und S11 werden die E-Mails bzw. die Benutzernachricht in dem Endgerät empfangen und auf der Anzeigevorrichtung angezeigt.

Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf das beschriebene Beispiel und die oben hervorgehobenen Aspekte beschränkt, sondern im Rahmen der Ansprüche ebenso in einer Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachgemäßen Handelns liegen. Bezugszeichenliste 1 E-Mail-Server

2 Kommunikationsendgerät

3 Empfangseinrichtung

4 Zwischenspeicher

4a Sub-Speicher

5 Empfangs- und Sendeeinrichtung

6 Empfangs- und Sendeeinrichtung

7 Abfrageeinrichtung

8 Anzeigevorrichtung

9 Überwachungseinrichtung

10 Zeitgebereinrichtung

11 Auswerteeinrichtung

12 Steuereinrichtung

13 Speicher für Benutzernachricht

14 Sendeeinrichtung

15 Empfangseinrichtung

16 Sortiereinrichtung

S1 Empfangen von E-Mails

S2 Speichern von E-Mails

S3 Aussortieren von E-Mails

S4 Überwachen des Zwischenspeichers

S5 Feststellen, ob Abfragevorgang stattgefunden hat

S6 Zurücksetzen des Zeitgebers

S7 Feststellen, welche Nachricht gesendet werden soll

S8 Auslesen und Weiterleiten aussortierter E-Mails

S9 Auslesen und Senden einer Benutzernachricht

S10 Empfangen und Anzeigen der E-Mails

S11 Empfangen und Anzeigen der Benutzernachricht


Anspruch[de]
  1. 1. E-Mail-Server (1) mit einem Zwischenspeicher (4) zur nutzerindividuellen Speicherung von empfangenen E-Mails und einer Sendeeinrichtung (5, 14) zum Senden einer Nachricht an ein vorab spezifiziertes Kommunikationsendgerät (2), gekennzeichnet durch

    eine Überwachungseinrichtung (9) zur Feststellung einer Abfrage der nutzerindividuell gespeicherten E-Mails,

    eine einstellbare Zeitgebereinrichtung (10) zur Zeitmessung und zur Ausgabe eines Steuersignals bei Ablauf eines vorbestimmten Zeitraumes nach einem Rücksetzvorgang und

    eine mit der Überwachungseinrichtung und der Zeitgebereinrichtung verbundene Steuereinrichtung (11, 12) zur Ausgabe eines Zugriffssteuersignals, falls innerhalb der vorbestimmten Zeitspanne keine Abfrage der abgespeicherten E-Mails festgestellt worden ist, welches ein Auslesen des Zwischenspeichers (4) oder eines Nachrichtenspeichers (1, 3) in die Sendeeinrichtung (5, 14) zum Senden einer gespeicherten E-Mail oder Nachricht an das Kommunikationsendgerät (2) bewirkt.
  2. 2. E-Mail-Server nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung (14) dazu eingerichtet ist, eine in dem Nachrichtenspeicher (13) abgespeicherte Mitteilung über den Empfang von E-Mails an das Kommunikationsendgerät (2) zu senden.
  3. 3. E-Mail-Server nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendeeinrichtung (5) dazu eingerichtet ist, mindestens eine abgespeicherte E-Mail an das Kommunikationsendgerät (2) zu senden.
  4. 4. E-Mail-Server nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitgebereinrichtung durch den Empfang einer neuen E-Mail und/oder durch die Absendung einer Nachricht an das Kommunikationsendgerät (2) rücksetzbar ist.
  5. 5. E-Mail-Server nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine mit einem Steuereingang der Steuereinrichtung (11, 12) verbundene und die Absendung einer Nachricht an das Kommunikationsendgerät (2) beeinflussende Sortiereinrichtung (16) zum Aussortieren der in dem Zwischenspeicher (4) abgespeicherten E-Mails nach vorgegebenen Klassifizierungskriterien, wie Wichtigkeit, Absender, Schlagworte in der Betreffzeile der E-Mail oder dergleichen Klassifizierungen.
  6. 6. E-Mail-Server nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sortiereinrichtung mindestens einen Referenzdatenspeicher zum Speichern vorgegebener Absenderadressen und/oder Wichtigkeitskennzeichen und/oder Schlagworte und eine Vergleichereinheit zum Vergleich der Absenderadressen empfangener E-Mails und/oder von deren Wichtigkeitseinstufung und/oder von Schlagworten in deren Betreffzeile mit dem Speicherinhalt des Referenzdatenspeichers umfaßt.
  7. 7. E-Mail-Server nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Umwandlungseinrichtung zum Umwandeln der Nachrichten in das Telefax- oder SMS-Format oder eine Sprachdatei in Abhängigkeit von einer Kennzeichnung, insbesondere dessen Rufnummer in einem Telekommunikationsnetz, des Kommunikationsendgerätes (2).
  8. 8. Verfahren zur Verwaltung von in einem Zwischenspeicher (4) eines E-Mail-Servers (1) benutzerindividuell abgespeicherten, empfangenen E-Mails, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer vorbestimmbaren Zeitspanne, innerhalb welcher die abgespeicherten E-Mails nicht abgefragt wurden, eine Nachricht an ein vorab spezifiziertes Kommunikationsendgerät (2) gesendet wird (S8, S9), indem durch ein von einer Steuereinrichtung (12) ausgegebenen Zugriffssteuersignals der Zwischenspeicher (4) oder Nachrichtenspeicher (13) an eine Sendeeinrichtung (5, 14) ausgelesen wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die abgespeicherten E-Mails an das Kommunikationsendgerät (2) weitergeleitet werden (S8).
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine vorbestimmte, in einem Nachrichtenspeicher (13) abgespeicherte Mitteilung über den Empfang von E-Mails an das Kommunikationsendgerät (2) gesendet wird (S9).
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die E-Mails, welche die Absendung einer Nachricht auslösen, in Abhängigkeit von einer Wichtigkeitsklassifizierung der abgespeicherten empfangenen E-Mails ausgewählt werden (S3).
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die E-Mails, welche die Absendung einer Nachricht auslösen, in Abhängigkeit von der Absenderadresse ausgewählt werden (S3).
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die E-Mails, welche die Absendung einer Nachricht auslösen, in Abhängigkeit von einem Schlagwort in der Betreffzeile ausgewählt werden (S3).
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Nachrichtenspeicher (13) in einem IP-Netzkonformen Datenformat gespeicherte Nachricht vor der Absendung in Abhängigkeit von einer Kennzeichnung des Kommunikationsendgerätes (2), insbesondere dessen Rufnummer in einem Telekommunikationsnetz, einer Formatumwandlung, insbesondere in das Telefax- oder SMS-Format oder eine Sprachdatei, unterzogen wird.






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