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Dokumentenidentifikation DE10128803A1 19.12.2002
Titel Objekt im Behältnis
Anmelder J&B Consulting GmbH, 79576 Weil am Rhein, DE
Erfinder Bisch, Klaus, 79576 Weil am Rhein, DE;
Jerabek, Herald, 79395 Neuenburg, DE
DE-Anmeldedatum 18.06.2001
DE-Aktenzeichen 10128803
Offenlegungstag 19.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.12.2002
IPC-Hauptklasse B65D 81/36
IPC-Nebenklasse A47C 4/00   
Zusammenfassung Das Objekt im Behältnis hat zumindest zwei Zustandsformen, wobei eine stets den Lager- und Transportzustand und die zweite die Anwendung des Objektes beim Endverbraucher im Sinne der Nutzung des Objektes gerecht werdende Funktion darstellt. Durch die Nutzung von Geometrie und Physik der eingesetzten Materialien kann mit wenigen Komponeneten und unter Zuhilfenahme weniger Beschlagskomponenten ein Objekt entstehen. Steck- und Rastvorrichtungen bilden die Hauptverbindungskomponenten des Objektes. Dieses Objekt kann mit wenigen Handgriffen auf- und wieder abgebaut werden. Die Transportverpackung des Objektes ist gleichzeitig Teil des Objektes selbst. Dies ist im Zuge der ansteigenden Belastung unserer Umwelt bei gleichzeitigem Mobilitätsanspruch von Personen von ausschlaggebender Bedeutung für den Anspruch dieser Erfindung. Ein weiterer Aspekt dieser Erfindung ist der erhöhte Faktor "Fun". Die spielhafte Anwendung des Objektes für den privaten Nutzer ist von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Die Sicherung des Objektes im zusammengebauten Zustand wird mittels weniger Schraubverschlüsse gewährleistet, im Transportzustand wird dies durch das Aufstecken der Deckel (Figur 1B) erreicht.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verstaubares und entfaltbares Objekt, das sich aus den verschiedenen Konstruktionselementen zusammensetzt. In einem tonnenförmigen Behältnis befindet sich eine Anzahl an Komponenten aus denen sich durch eine spezielle Verbindungstechnik ein Objekt, hier ein Gebrauchsmöbel insbesondere eine Sitzgelegenheit (Sessel) bilden lässt.

Mit einem Tonnenförmigen Behältnis, im weiteren Röhre genannt, und dessen Innereien, lässt sich einfachst durch entfalten ein Objekt aufbauen, das sich insbesondere als Sitzmöbel, oder in anderer Kombination als Regal zur Aufnahme von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens formen lässt. Es können Regale, Tische, Podeste, Dekorflächen, Raumteiler, Aktionsmöbel, Anrichten, und Lagerregale, gebaut werden. Die Erfindung ist darüber hinaus überall dort einsetzbar, wo gestellähnliche Aufbauten und Sitzgelegenheiten benötigt werden.

Stand der Technik

Verschiedene auf dem Markt befindliche Produkte sind sowohl zusammenklappbar wie auch demontierbar. Zum Transport dieser Produkte wird in den meisten Fällen eine Schutz- oder Transportverpackung benötigt. Dies stellt eine Belastung der Umwelt (Verpackungsentsorgung!) und resultierend der Kosten dar. Die auf dem Markt bekannten Produkte, deplazierten den Aufwand des Aufbaus der Gebrauchsmöbel oder Gegenständen, zu einem notwendigen Übel. Fertig montierte Einheiten belasten weiterhin die gesamte Logistik des Produktes.

Aufgabe der Erfindung

Der Einsatz im Privatbereich von Personen erfordert jedoch zunehmend höhere Flexibilität einerseits und kürzere Aufbauzeiten andererseits. Ein weiterer Effekt muss darüber hinaus immer mehr im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Der Faktor "Fun". In der heutigen Zeit, wo Stress und Alltagsprobleme das Tagesgeschehen bestimmen und in einer Zeit, in der eine Sättigung des Konsums zu verzeichnen ist, muss einem weiterer Effekt Rechnung getragen werden: Das Wecken von Bedürfnissen über raffinierte und technische hochwertige Produkte und der Spaß, Dinge aufzubauen und wieder abzubauen, also die spielerische Handhabung des Gesamten. Die Erfindung zielt darüber hinaus auf den Faktor: "Was könnte man noch schenken". Wie oben aufgeführt führt die Sättigung des Marktes durch eine Flut von Produkten zur Stagnation des Umsatzes der Wirtschaft einerseits und zu einem Überdruss der Konsumenten andererseits. Diese Erfindung zielt auf genau diesen Kernpunkt. Ein Mitnahmeprodukt für jedermann.

Übersicht über die Erfindung

Die Röhre als Basisteil des Systems ist das zentrale Bindeglied von Röhre und Objekt. Eigenstabile Materialien und Flächen wie Bleche und Rohre und Verbindungsbeschläge bilden im eingerollten Zustand das Innenleben der Röhre. Die Röhre hat darüber hinaus zum besseren Handling und Abtransport einen Tragegriff. Die Gestalt der Röhre kann sowohl tonnenförmig, wie auch in jeder anderen, der Gestaltung des aufgebauten Gegenstandes entgegenkommenden Form, sein.

Im Zusammenbau der Konstruktionsteile sind die unterschiedlichsten Aufbauten vorstellbar. Erfindungsgemäss können alle Gestaltungsaufgaben mit speziellen der Geometrie dienlichen Formteilen aus Bestandteilen der Röhre und dessen Innenleben realisiert werden. Durch die speziell angeformte Ausgestaltung der Röhrenenden können diese beim Aufbau des Objektes in umgedrehter Position einen optisch sauberen Abschluss bilden. Es wird darüber hinaus gewährleistet, das etwaig entstandene Transportbeschädigungen durch dieses Herumdrehen unsichtbar im Objekt eingebaut werden.

Dies ermöglicht den wirtschaftlichen Einsatz der eingesetzten Materialien da zum einen diese Materialien durch eine raffiniert ausgeklügelte Verbindungstechnik ausgestattet sind und zum anderen die Transportverpackung mitverbaut und reversibel integriert wird. Reversibel meint, das im umgekehrten Fall das Objekt wieder auseinandergebaut und in der Röhre verstaut werden kann. Dies eröffnet die Erschließung einer weiteren Dimension im Privaten Wohnmöbel- und Objekt- Einsatz.

Durch unterschiedliche Farb- und Oberflächenkomponenten lassen sich sehr variantenreiche und effektvolle Gestaltungen erzielen.

Die hiesige Erfindung erfüllt die weitreichenden Wünsche der Anwender. Klare, einfache Strukturen und eine überschaubare Teilevielfalt ermöglichen ein einfaches Verständnis und dadurch eine einfache und schnelle Montage. Die Anordnung von Röhre und eingepacktem Innenleben erlauben eine einfache und dadurch preiswerte Herstellung der Komponenten. Die Verbindung von Rahmen, Knoten und Schrauben lassen einen spielerischen Aufbau möglich machen. Es werden alle eingesetzten Komponenten steckbar und durch Ihre eigene Form und Geometrie eigenstabil ausgelegt. Dadurch erhält das aufgebaute Objekt einen hohen Stabilitätsfaktor.

Diese Eigenstabilität der Komponenten Röhre/Rohre/und Flächigen Materialien erlauben eine Reduzierung der Materialstärke bei Beibehaltung der notwendigen Stabilität der Gesamtaufbauten. Dies wiederum bewirkt eine Materialeinsparung mit Gewichtsreduzierung, was auch das Handling vereinfacht.

Kurzbeschreibung der beigefügten Zeichnungen

Es zeigen:

Fig. 1A ein Basiselement in Gestalt eine Röhre mit offenen Endungen;

Fig. 1B ein Basiselement in Gestalt eines Deckels;

Fig. 1C ein Basiselement in Gestalt eines Bügels;

Fig. 1D ein Basiselement in Gestalt einer Fläche mit den notwendigen Bohrungen;

Fig. 1E ein weiteres Basiselement in Gestalt einer Fläche mit den notwendigen Bohrungen;

Fig. 1F Ein Basiselement in Gestalt eines Rohres;

Fig. 1G Ein Basiselement in Gestalt eines Stopfens:

Fig. 1H Eine Schraube;

Fig. 2A eine Röhre in Form eines Zylinders mit zwei gegenüberliegenden geschlossenen Enden und einem angesetzten Tragegriff (Fig. 1C);

Fig. 2B ein Gestellelement in Form eines Sitzmöbels;

Ausführungsbeispiele

Nachfolgend erfolgt die detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen zum erfindungsgemäßen Basisteil, zu der verwendeten Röhre und den darin verpackten Einzelkomponenten, ohne die Erfindung darauf beschränken zu wollen.

Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Im Interesse der Übersichtlichkeit wird auf die wiederholte Bezeichnung von Bauteilen in weiteren Figuren zumeist verzichtet, sofern zeichnerisch eindeutig erkennbar ist, dass es sich um "wiederkehrende" Bauteile handelt. Der Bezug der Beschreibung wird mit Hinweis auf die entsprechende Figur getätigt.

Fig. 1A

Das Basisteil, hier in Gestalt einer Röhre, besitzt zwei Öffnungen, und einen eigenstabilen Zylindrischen Aufbau.

Fig. 1B

Das Basisteil, hier in Gestalt eines Deckels, besitzt eine "intelligente" Auslegung beider Seiten, eine Seite ist im Einzelzustand die Außenseite. Dies ist gleichzeitig in Verbindung mit Fig. 1A Die Transport Außen Seite und im aufgebauten Objektzustand wie Fig. 2B Die optisch saubere Anwendungsseite. Die Geometrie des Basisteiles erlaubt die zweiseitige Anwendung, durch Herumdrehen desselben und wiederzusammenfügen auf das Basisteil 1A.

Fig. 1C

Der Bügel bildet den im Zusammenbau des Teiles gemäß der Fig. 2A anwendbaren Griff der Röhre, Fig. 2A.

Fig. 1D

Das Basisteil in Form einer Fläche ist ein Materialzuschnitt mit den notwendigen Durchbrüchen beziehungsweise Bohrungen. Die Flächigkeit des Materials und die Materialdicke erlauben ein Einrollen desselben und somit die problemlose Verstaufähigkeit innerhalb der Röhre (Fig. 2A). Im ausgerollten und der Erfindung gerecht werdenden eingebauten Zustand bildet dieses Bauteil die Sitzfläche des Objektes.

Fig. 1E

Das Basisteil in Form einer Fläche ist ein Materialzuschnitt mit den notwendigen Durchbrüchen beziehungsweise Bohrungen. Die Flächigkeit des Materials und die Materialdicke erlauben ein Einrollen desselben und somit die problemlose Verstaufähigkeit innerhalb der Röhre (Fig. 2A). Im ausgerollten und der Erfindung gerecht werdenden eingebauten Zustand bildet dieses Bauteil die Rückenlehne des Objektes.

Fig. 1F

Die Rohre dienen der aussteifenden Funktion des Objektes. Im Einzelnen betrachtet sind diese Basisteile, gerade abgelenkte, Rohrabschnitte, die nach dem Einbringen in der Konstruktion (Fig. 2B) den Rücken (Fig. 1E) und die Sitzfläche (Fig. 1D) verbinden.

Fig. 1G

Diese Stopfen bilden den verletzungsgefährdenden Schutz der Rohrenden (Fig. 1F).

Fig. 1H

Eine Schraube als Sicherungselement der Konstruktion.

Fig. 2A

Diese beidseitig geschlossene Röhre mit angesetzten Tragegriff beinhaltet alle weiteren Einzelkomponenten (Fig. 1D bis 1H). Dieser Zustand ist der Gesamtumfang der verkaufbaren Einheit. Zum Transport des Objektes werden keine weiteren Materialien und Verpackungsteile benötigt. Diese Figur zeigt das komplette Verkaufsteil.

Fig. 2B

Dieses Gestellelement hat die Form eines Sessels und beinhaltet alle zuvor aufgeführten Figuren (Fig. 1A bis 2A). Durch die ausgeklügelte Verbindungsstecktechnik werden die unterschiedlichen Komponenten zusammen gesteckt und mittels einer Schraube (Fig. 1H) gesichert.


Anspruch[de]
  1. 1. Objekt im Behältnis mit:
    1. a) zumindest acht Basisteilen und/oder mehreren Komponenten, in der, der Erfindung entsprechenden angewandten Anwendungen.
    2. b) zumindest zwei generellen Zustandsformen, dadurch gekennzeichnet, dass
    3. c) die geschlossene Röhre (Fig. 2A) die abgebaute beziehungsweise die dem Transport und der Lagerung dienenden Form darstellt und
    4. d) das aufgebaute Objekt (Fig. 2B) hier in Form und Gestalt und Anwendung einer Sitzgelegenheit darstellt;
    5. e) die Röhre in Form und Gestalt und Abmassen unterschiedlicher Art sein können und somit die geometrische Ausgestaltung des aufgebauten Objektes unterschiedlich sein kann.
  2. 2. Objekt im Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) Die Umverpackung beziehungsweise die Transportverpackung des Objektes (Fig. 2A) gleichzeitig ein konstruktives Bauteil des aufgebauten Objektes (Fig. 2B) darstellt und
    2. b) Diese Verpackung durch die geometrische Wiedereinbindung derselben im aufgebauten Objekt Transportschäden unsichtbar verdecken und der Erscheinung des Objektes entgegenkommender Form entspricht, sodass diese
    3. c) unterschiedlicher Form und Gestalt sein kann. Erfindungsgemäß bedeutet dies die geometrische Anpassung an einem Nutzen ergibt die Form der Umverpackung beziehungsweise der Verwendung des Bauteils.
  3. 3. Objekt im Behältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) mit wenigen Verbindungsteile und unter Einsatz von reduzierten Materialquerschnitten einzig durch die Nutzung der physikalischen Eigenschaften der einzelnen Komponenten diese
    2. b) die erforderlichen Statischen Notwendigkeiten erfüllen.
  4. 4. Objekt im Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) sowohl die Auslegung des Objektes zu einem Sitzmöbels (Fig. 2B) als auch
    2. b) die Anwendung der Erfindung für andere Objekte, wie zum Beispiel ein Regal, ein Tisch, ein Display, ein Paravent und alle der Erfindung zugrunde gelegte Ausrichtung gerecht werdenden Objekten möglich sind.
  5. 5. Objekt im Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) die Masse der einzelnen Bauteile in Abhängigkeit der Anwendung des Objektes unterschiedlich sein können und
    2. b) die Form der Röhre (Fig. 2A) zylindrischen als auch anderer geometrischer Prägung sein kann. Dies steht in keinem Widerspruch zum Anspruch der Erfindung, sondern ist die Grundlage einer gesamthaft ausgelegten Produktfamilie.
  6. 6. Objekt im Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) der Spielhafte Anteil beim Auf- und Abbau des Objektes einen wesentlichen Faktor dieser Erfindung ausmacht. Die Sättigung des Marktes verlangt nach neuen Strategien und entsprechend neuen Produkten.






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