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Dokumentenidentifikation DE10129478A1 16.01.2003
Titel Solarmodul-/Verbraucheraggregat
Anmelder Schnitzler, Anja, Dipl.-Ing., 44879 Bochum, DE;
Kaufmann, Karl-Heinz, 45329 Essen, DE
Erfinder Schnitzler, Anja, Dipl.-Ing., 44879 Bochum, DE;
Kaufmann, Karl-Heinz, 45329 Essen, DE
Vertreter Honke und Kollegen, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 21.06.2001
DE-Aktenzeichen 10129478
Offenlegungstag 16.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.01.2003
IPC-Hauptklasse H02N 6/00
IPC-Nebenklasse G08G 1/09   E04H 12/22   F21S 9/03   
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist ein Solarmodul-/Verbraucheraggregat, mit wenigstens einer ersten Haltevorrichtung (1) für das Solarmodul (2) und einer zweiten Haltevorrichtung (3) für den Verbraucher (4). Erfindungsgemäß werden die beiden Haltevorrichtungen (1, 3) fußseitig in einer gemeinsamen Basis (5) aufgenommen und sind kopfseitig miteinander verbunden. Auf diese Weise wird eine geschlossene Mehreckkonfiguration (1, 3, 5, 6, 7) gebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Solarmodul-/Verbraucheraggregat, mit wenigstens einer ersten Haltevorrichtung für das Solarmodul und einer zweiten Haltevorrichtung für den Verbraucher.

Ein solches Solarmodul-/Verbraucheraggregat wird im Rahmen der DE 199 19 987 A1 beschrieben. Ähnliche Ausgestaltungen finden sich in der Praxis. Bei solchen Aggregaten besteht ein ständiges Problem darin, dass diese bisher rein unter funktionalen Gesichtspunkten dargestellt werden. Die Ästhetik kommt also zu kurz. Im Übrigen bilden solche Aggregate zumeist keine geschlossene, harmonische Einheit, so dass die Akzeptanz zu wünschen übrig lässt. Auch die Montage ist kompliziert und genügt Ansprüchen an eine industrielle Fertigung nicht. - Hier setzt die Erfindung ein.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Solarmodul-/Verbraucheraggregat so weiterzubilden, dass bei ansprechendem Äußeren eine funktionale Einheit zur Verfügung gestellt wird, die durch kompakten Aufbau und einfache Montage besticht.

Zur Lösung dieser Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Solarmodul-/Verbraucheraggregat dadurch gekennzeichnet, dass beide Haltevorrichtungen fußseitig in einer gemeinsamen Basis aufgenommen sowie kopfseitig miteinander verbunden sind und eine geschlossene Mehreckkonfiguration bilden. Diese geschlossene Mehreckkonfiguration verfügt zumeist über zumindest zwei der Basis gegenüberliegende kopfseitige Ecken. Dabei hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn in diesen beiden kopfseitigen Ecken einerseits das Solarmodul und andererseits der Verbraucher angeordnet sind.

Das empfiehlt sich besonders für den Fall, dass es sich bei dem Verbraucher um einen Beleuchtungskörper, insbesondere eine LED (Light Emitting Diod)-Leuchteinheit handelt. Wenn nun noch das Solarmodul nach bevorzugter Ausführungsform manuell oder automatisch verstellbar in einer bogenförmigen Aufnahme befestigt ist und der Beleuchtungskörper regelmäßig in einer Hohlscheibe mit vorzugsweise konvexem Querschnitt aufgenommen wird, wird ein Betrachter in abstrakter Form an die Polaritäten Sonnen und Mond erinnert. Die beschriebene Mehreckkonfiguration mit dem Solarmodul sowie dem betreffenden Verbraucher wirkt als insbesondere in ästhetischer Hinsicht.

Hinzu kommt, dass die geschlossene Mehreckkonfiguration die Stabilität des gesamten Aggregates erhöht. Auch sind die Montage und die Aufstellung erleichtert. Denn es besteht zum einen die Möglichkeit, das gesamte Solarmodul-/Verbraucheraggregat komplett industriell zu montieren und dann als Gesamtheit aufzustellen. Zum anderen eröffnet sich natürlich die Option, eine Vormontage zu realisieren und im Rahmen einer Endmontage im Wesentlichen Solarmodul und Verbraucher anzubringen.

In diesem Fall empfiehlt die Erfindung, die beiden Haltevorrichtungen jeweils als geteilte Hohlstangen aus insbesondere rostfreiem Stahl auszuführen. Denn nun können diese Hohlstangen an einer vorgegebenen (grundsätzlich beliebigen) Stelle geteilt werden, so dass beide Hohlstangen inklusive Fuß bzw. Basis eine vormontierte Einheit bilden. Diese vormontierte Einheit wird dann vor Ort mit den das Solarmodul sowie den Verbraucher tragenden verlängernden Hohlstangen vereinigt.

Bei der Basis handelt es sich bevorzugt um einen Hohlkörper, insbesondere einen Beton-Hohlkörper. Dieser verfügt zumeist über eine U-förmige Schale sowie einen geteilten Deckel. Dabei lässt sich ein Deckelteil (des Deckels) als feststehende Anschlagstütze ausführen, während der andere Deckelteil als hiergegen angelegte Klemmstütze fungiert. Die beiden Haltevorrichtungen bzw. Hohlstangen werden aus Stabilitätsgründen fußseitig mit einer Zweipunktlagerung ausgerüstet. Zum einen erfolgt eine Verschraubung mit der U-Basis der U-förmigen Schale im Rahmen eines ersten Festpunktlagers. Zum anderen dient der darüber angeordnete geteilte Deckel als zweites Festpunktlager für die beiden Haltevorrichtungen.

Bei dem Solarmodul handelt es sich regelmäßig um ein oder mehrere zwischen (zwei) Glasscheiben eingebettete Solarzellen. Diese zumeist auf Siliziumbasis hergestellten Solarzellen finden hierdurch eine geschützte Aufnahme, zumal es sich bei den beiden Glasscheiben üblicherweise um Sicherheitsglasscheiben handelt. Ebenso nehmen die beiden Glasscheiben das aus der Solarzelle heraustretende Stromkabel zwischen sich auf, so dass ein insgesamt gekapselter Aufbau erreicht wird. Dieser überzeugt durch seine besondere optischen Wirkung, die sich aus dem Kontrast der bläulich glänzenden Solarzellen und dem durchsichtigen Glas ergibt und noch dadurch verstärkt wird, dass demgegenüber die Haltevorrichtungen und eine das Solarmodul tragende bogenförmige Aufnahme hauptsächlich silbrig schimmern.

Innerhalb dieser bogenförmigen Aufnahme lässt sich das Solarmodul manuell oder automatisch verstellen. Diese Verstellung trägt dem Umstand Rechnung, dass sich der Sonnenstand - je nach geografischem Aufstellungsort des beschriebenen Solarmodul-/Verbraucheraggregates - jahreszeitbedingt ändert. So wird man wegen des niedrigen Sonnenstandes im Winter das Solarmodul gegenüber der bogenförmigen Aufnahme steil einstellen, während im Sommer flachere Positionen eingenommen werden.

Es ist denkbar, hier mit einer sogenannten Sommer- und Winterposition zu arbeiten. Das heißt, das Solarmodul wird zweimal im Jahr manuell verstellt. Selbstverständlich ist auch eine automatische Verstellung möglich. Diese berücksichtigt das jeweilige Datum (geliefert von einer Funkuhr), selbstverständlich die geografische Breite des Aufstellungsortes und damit den zugehörigen Sonnenstand. Dieser kann in einer zugehörigen elektronischen Mikroprozessor- Steueranlage abgelegt werden.

Anhand des jeweiligen Sonnenstandes lassen sich nun von der Mikroprozessor-Steueranlage Stellsignale zur optimalen Ausrichtung des Solarmoduls ableiten. Diese Stellsignale werden an eine Stellvorrichtung innerhalb der bogenförmigen Aufnahme weitergegeben. Auf diese Weise ist - unabhängig von der Jahreszeit und der geografischen Breite des Aufstellungsortes - eine jederzeit optimale Sonnenlichtausbeute gewährleistet.

Bei dem Verbraucher kann es sich zunächst einmal um jedes denkbare elektrisch betriebene Gerät handeln. Beispiele hierfür sind Parkscheinautomaten, Hinweis- und Anzeigemodule, Lichtzeichen etc. Bevorzugt kommt jedoch als Verbraucher ein Beleuchtungskörper zum Einsatz, bei dem es sich insbesondere um eine LED-Leuchteinheit handelt. Sofern dieser Beleuchtungskörper einzig Aufhellungsfunktionen übernehmen soll, empfiehlt es sich, sogenannte Weißlicht- LED's einzusetzen. Selbstverständlich können auch rote, grüne oder andersfarbige LEDs Verwendung finden, wenn zusätzlich oder alternativ beispielsweise Leuchtzeichen in Form von Piktogrammen dargestellt werden sollen.

So oder so wird der betreffende Beleuchtungskörper in einer Hohlscheibe mit vorzugsweise konvexem Querschnitt aufgenommen. Diese Hohlscheibe verfügt im Bereich der konvexen Schnittlinien über Hohlräume, in denen Zuleitungen, Stecker usw. untergebracht sind. Dazwischen ist eine Aufnahmekammer für eine Platte mit den hierin befindlichen LEDs vorgesehen. Diese Aufnahmekammer wird von Glas- oder Kunststoffscheiben nach außen hin abgedeckt, die dem jeweils konvexen Verlauf folgen.

Um die erforderliche Stabilität der Mehreckkonfiguration darstellen zu können, sind die bogenförmige Aufnahme und die Hohlscheibe regelmäßig mittels eines Auslegers untereinander verbunden. Dieser Ausleger mag ebenfalls als Hohlstange - wie die beiden Haltevorrichtungen - aus insbesondere rostfreiem Stahl ausgeführt sein.

Der betreffende Werkstoff kommt durchgängig auch für die bogenförmige Aufnahme und die Hohlscheibe mit integriertem Beleuchtungskörper zum Einsatz. Folglich lassen sich die einzelnen Metallbestandteile industriell fertigen und miteinander verbinden, beispielsweise durch Schweißen. Infolge des praktisch modularen Aufbaus aufgrund der geteilten Hohlstangen als Haltevorrichtungen gelingt die flexible Fertigung und der problemlose Aufbau vor Ort. Gleichzeitig gewährleistet die Verwendung von rostfreiem Stahl ein formschönes und dauerhaftes Aussehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1a und 1b das erfindungsgemäße Solarmodul-/Verbraucheraggregat mit dem Solarmodul in der Sommerstellung (Fig. 1a) und Winterstellung (Fig. 1b),

Fig. 2 einen Schnitt durch einen Verbraucher in Gestalt der LED-Leuchteinheit,

Fig. 3 eine Aufsicht auf die Basis,

Fig. 4 einen Schnitt durch das Solarmodul und

Fig. 5a und 5b abgewandelte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach den Fig. 1a, 1b.

In den Figuren ist ein Solarmodul-/Verbraucheraggregat dargestellt, das in seinem grundsätzlichen Aufbau mit wenigstens einer ersten Haltevorrichtung 1 für das Solarmodul 1 und zumindest einer zweiten Haltevorrichtung 3 für den zugehörigen Verbraucher 4 ausgerüstet ist. Bei den beiden Haltevorrichtungen 1, 3 handelt es sich im Rahmen des Ausführungsbeispiels um geteilte Hohlstangen 1, 3 aus rostfreiem Stahl. Die beiden Hohlstangen 1, 3 sind im Bereich einer angedeuteten Teilungsebene T geteilt.

Auf diese Weise können die jeweils unteren Stangenbestandteile der Hohlstangen 1, 3 zusammen mit einem Fuß 5 ein vormontiertes Aggregat bilden, welches am Aufstellungsort mit den oberen Stangenbestandteilen sowie dem darauf befindlichen Solarmodul 2 und Verbraucher 4 komplettiert wird.

Zu diesem Zweck werden die beiden Haltevorrichtungen bzw. Hohlstangen 1, 3 fußseitig in der gemeinsamen Basis 5 aufgenommen und sind kopfseitig miteinander verbunden, nämlich mittels eines Auslegers 6. Hierdurch wird insgesamt eine geschlossene Mehreckkonfiguration 1, 3, 5, 6, 7, 8 gebildet, die die Hohlstangen 1, 3, den Fuß 5, den Ausleger 6, eine bogenförmige Aufnahme 7 für das Solarmodul 2 und schließlich eine Hohlscheibe 8 mit darin integriertem Beleuchtungskörper 9 als Verbraucher 4 umfasst.

Insbesondere anhand der Fig. 1 und 5 erkennt man, dass die Mehreckkonfiguration 1, 3, 5, 6, 7, 8 (Fig. 1a, 1b) bzw. 1, 3, 5, 6, 7 (Fig. 5a, 5b) zumindest zwei der Basis 5 gegenüberliegende kopfseitige Ecken aufweist, in welchen einerseits das Solarmodul 2 und andererseits der Verbraucher 4, 24 bzw. der Beleuchtungskörper 9 angeordnet sind. Bei dem Beleuchtungskörper 9 handelt es sich um eine LED-Leuchteinheit, die in der Hohlscheibe 8 mit konvexem Querschnitt aufgenommen ist. Zu diesem Zweck ist die Hohlscheibe 8 ausweislich der Fig. 2 im Wesentlichen in zwei Kammern unterteilt, nämlich eine ringförmig umlaufende Hohlkammer 10, die sich an die Schnittpunkte der konvexen Linien anschließt und eine dazwischen im Zentrum befindliche Beleuchtungskammer 11. Innerhalb dieser Beleuchtungskammer 11 ist eine Aufnahmeplatte 12 angeordnet, in welche einzelne LED's 13 eingesetzt sind.

Die einzelnen LED's 13 sind ausweislich der Fig. 2 gegenüber der Waagerechten geneigt. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Bereich unterhalb des Beleuchtungskörpers 9, insbesondere der Boden, angrenzende Wege etc. optimal ausgeleuchtet wird. Das gilt insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich bei den LED's 13 um sogenannte Weißlicht-LED's handelt. Selbstverständlich können auch andere Konfigurationen Verwendung finden. Aus diesem Grund ist die Hohlscheibe 8 lösbar an den zugehören Hohlstangen 1, 3 befestigt. Das Gleiche gilt für die bogenförmige Aufnahme 7 sowie den Verbraucher 24.

Folglich können ganz unterschiedliche bogenförmige Aufnahmen 7 wie auch Hohlscheiben 8 oder vergleichbare Halterungen Verwendung finden. Dadurch lässt sich das beschriebene Solarmodul-/Verbraucheraggregat an wechselnde Einsatzzwecke, geforderte Beleuchtungsverhältnisse etc. anpassen.

Bei der bogenförmigen Aufnahme 7 handelt es sich um eine nachgebildete Mondsichel, während die Hohlscheibe 8 mit den darin befindlichen LED's 13 an eine Sonne erinnert. Hierdurch wird eine besonders ansprechende ästhetische Gestaltung erreicht. Die Hohlscheibe 8 mag darüber hinaus in ihrem Innern, und zwar in der Hohlkammer 10, eine Fotozelle inklusive Dämmerungsschalter aufweisen, damit die LED's 13 tatsächlich nur bei Bedarf aktiviert werden.

Die Stromversorgung der LED's 13 erfolgt entweder direkt mit Hilfe des Solarmoduls 2 oder - im Regelfall - indirekt über einen in der Basis 5 platzierten Speicher 14, insbesondere Akkumulator 14. Damit dieser Akkumulator 14 sicher und dennoch zugänglich in der Basis 5 aufgenommen wird, handelt es sich insofern um einen Hohlkörper, nach dem Ausführungsbeispiel einen Beton-Hohlkörper. Dieser verfügt über eine U-förmige Schale mit U-Basis 5a und U- Schenkeln 5b, welche durch einen geteilten Deckel 5c, 5d abgedeckt werden.

Anhand der Fig. 3 erkennt man, dass das eine Deckelteil 5c als feststehende Anschlagstütze ausgeführt ist, während das andere Deckelteil 5d als hiergegen angelegte Klemmstütze für die beiden Haltevorrichtungen bzw. Hohlstangen 1, 3 fungiert. Anders ausgedrückt, werden die beiden Haltevorrichtungen bzw. Hohlstangen 1, 3 zwischen den beiden Deckelteilen 5c, 5d festgeklemmt. Für eine entsprechende Dichtung sorgen angedeutete Pressdichtungen 15. Selbstverständlich sind die beiden Deckelteile 5c, 5d durch zusätzliche Dichtungen 16 gegenüber der U-förmigen Schale 5a, 5b ebenso abgedichtet.

Folglich formt die Basis 5 mit den darin einerseits an der U-Basis 5a und andererseits an den beiden Deckelteilen 5c, 5d gelagerten Hohlstangen 1, 3 eine kompakte Baueinheit, die in der Regel inklusive Akkumulator 14 und zugehörigen elektrischen Zuleitungen vormontiert wird. Denn die beiden Hohlstangen 1, 3 lassen sich - wie beschrieben - entlang ihrer jeweiligen Trennebenen bzw. Trennstellen T separieren. Erst am Aufstellungsort werden folglich die entsprechenden Stangenstümpfe zu den kompletten Haltevorrichtungen 1, 3 komplettiert. Ebenso lassen sich dort die gewünschte austauschbare bogenförmige Aufnahme 7 und die ebenfalls austauschbare variable Hohlscheibe 8 ebenso wie der beide vorgenannten Einheiten 7, 8 verbindende Ausleger 6 montieren. Das gilt auch für den optionalen Verbraucher 24, bei dem es sich im Beispiel um eine Parkuhr handelt.

Anhand der Fig. 4 erkennt man, dass das Solarmodul 2 aus einer oder mehreren zwischen zwei Glasscheiben 17 eingebetteten Solarzellen 18 aufgebaut ist. Auch Ableitungen 19 werden zwischen den beiden Glasscheiben 17 aufgenommen. Bei diesen Glasscheiben 17 handelt es sich um Sicherheitsglasscheiben, damit bei einem Bruch keine Verletzungen durch Glassplitter zu befürchten sind. - L-förmige Winkel 20 an der unteren Glasscheibe 17 sorgen für eine Befestigung des Solarmoduls 2 in der bogenförmigen Aufnahme 7, und zwar an dortigen Schraubhalterungen 21.

Im Rahmen einer ersten Variante sind wenigstens zwei Schraubhalterungen 21 in der bogenförmigen Aufnahme 7 realisiert, um einerseits die Sommerstellung des Solarmoduls nach Fig. 1a und andererseits die Winterstellung des Solarmoduls 2 gemäß Fig. 1b darstellen zu können. Daneben eröffnet die Erfindung auch die Möglichkeit, das Solarmodul 2 automatisch dem jeweiligen Sonnenstand nachzufahren. Zu diesem Zweck ist eine Funkuhr inklusive Steuereinrichtung als komplette Steuereinheit 22 in den Fuß 5 integriert. Diese Steuereinheit 22 gibt je nach Sonnenstand Stellsignale an eine nur angedeutete Stellvorrichtung 23 in der bogenförmigen Aufnahme 7 ab. So oder so lässt sich das Solarmodul 2 hinsichtlich der Lichtausbeute optimieren, sei es nun durch eine manuelle oder sei es durch eine automatische Verstellung.

Anstelle der Funkuhr, welche das Datum und (in Verbindung mit der geographischen Breite) den hieraus resultierenden Sonnenstand vorgibt, kann auch ein Beleuchtungssensor vorgesehen werden, der zur Optimierung der Lichtausbeute dient. Denkbar ist es, diesen Beleuchtungssensor in die Aufnahme 7 zu integrieren. Ebenso ist es schlicht und ergreifend möglich, das Solarmodul 2 immer solange zu verstellen, bis die Stromausbeute maximal ist. Das kann in einem geschlossenen Regelkreis erfolgen, welcher von der Steuereinheit 22 und einem Positionssensor innerhalb der Stellvorrichtung 23 gebildet wird.

Die LED's 13 kommen zusammengenommen mit einem Energiebedarf von lediglich einigen Watt aus. Dennoch wird durch ihre Schrägstellung in der Aufnahmeplatte 12 am Boden eine Helligkeit von ca. 3 Lux erreicht. Die Winkelstellung im Rahmen der Sommerposition nach Fig. 1a beträgt ca. 27° gegenüber der Waagerechten, während die Winterstellung nach Fig. 1b zu einem Winkel von ca. 73° korrespondiert.

Die Hohlscheibe 8 besteht im Wesentlichen aus zwei Metallscheiben, die durch entsprechende Wölbung die gewünschte zusammengenommene konvexe Gestalt einnehmen. Sie lassen sich durch Schweißen oder andere Verbindungsarten zusammenfügen. Das gilt auch für das die Beleuchtungskammer 11 jeweils nach außen hin abdichtende durchsichtige Fenster.

Sämtliche übrigen Bestandteile des beschriebenen Solarmodul-/Verbraucheraggregates werden größtenteils ebenfalls durch Schweißen oder Schrauben vereinigt. Als bevorzugt eingesetztes Material hat sich wahlweise Edelstahl, Rohstahl oder Kupfer als besonders geeignet herausgestellt. Um ein ansprechendes Äußeres zu erhalten, ist die Oberfläche zumeist gebürstet oder poliert. Darüber hinaus gewährleistet ein aufgetragener Schutzlack eine Versiegelung der Oberfläche. Es versteht sich, dass die einzelnen Stromverbindungen über Stecker und Buchsen innerhalb der Haltevorrichtungen 1, 3 hergestellt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Solarmodul-/Verbraucheraggregat, mit wenigstens einer ersten Haltevorrichtung (1) für das Solarmodul (2) und einer zweiten Haltevorrichtung (3) für den Verbraucher (4), dadurch gekennzeichnet, dass beide Haltevorrichtungen (1, 3) fußseitig in einer gemeinsamen Basis (5) aufgenommen sowie kopfseitig miteinander verbunden sind und eine geschlossene Mehreckkonfiguration (1, 3, 5, 6, 7, 8) bilden.
  2. 2. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehreckkonfiguration (1, 3, 5, 6, 7, 8) zumindest zwei der Basis (5) gegenüberliegende kopfseitige Ecken aufweist, in welchen einerseits das Solarmodul (2) und andererseits der Verbraucher (4) angeordnet sind.
  3. 3. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (5) als Hohlkörper, insbesondere Beton-Hohlkörper, mit U-förmiger Schale (5a, 5b) und geteiltem Deckel (5c, 5d) ausgebildet ist.
  4. 4. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Deckelteil (5c) als feststehende Anschlagstütze und der andere Deckelteil (5d) als hiergegen angelegte Klemmstütze für die beiden Haltevorrichtungen (1, 3) fungiert.
  5. 5. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Solarmodul (2) ein oder mehrere zwischen Glasscheiben (17) eingebettete Solarzellen (18) aufweist.
  6. 6. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Solarmodul (2) manuell oder automatisch verstellbar in einer bogenförmigen Aufnahme (7) befestigt ist.
  7. 7. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Verbraucher (4) um einen Beleuchtungskörper (9), insbesondere LED-Leuchteinheit, handelt.
  8. 8. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Beleuchtungskörper (9) in einer Hohlscheibe (8) mit vorzugsweise konvexem Querschnitt aufgenommen ist.
  9. 9. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmige Aufnahme (7) und die Hohlscheibe (8) mittels eines Auslegers (6) untereinander verbunden sind.
  10. 10. Solarmodul-/Verbraucheraggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltevorrichtungen (1, 3) jeweils als geteilte Hohlstangen (1, 3) aus insbesondere rostfreiem Stahl ausgeführt sind.






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