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Dokumentenidentifikation DE69527554T2 16.01.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0809790
Titel EINGEBAUTE WÄGEVORRICHTUNG
Anmelder Zefira, Uri, Kfar Tavor, IL
Erfinder Zefira, Uri, Kfar Tavor, IL
Vertreter Schieber und Kollegen, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69527554
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.12.1995
EP-Aktenzeichen 959441569
WO-Anmeldetag 20.12.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/US95/16592
WO-Veröffentlichungsnummer 0009620391
WO-Veröffentlichungsdatum 04.07.1996
EP-Offenlegungsdatum 03.12.1997
EP date of grant 24.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.01.2003
IPC-Hauptklasse G01G 19/08

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET UND HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waage zum Wiegen von Lasten, und insbesondere eine Waage, die in ein Gabelstablerfahrzeug eingebaut ist.

Ein großer Anteil des Transportes in der Welt heute wird unter Verwendung von Paletten ausgeführt, welche normalerweise aus Holz oder Metall gefertigt sind. Die Ladung wird auf die Palette gesetzt, und die Palette wird dann unter Verwendung verschiedener Typen von Palettenträgern oder Gabelstablervorrichtungen, die normalerweise eine oder zwei Zacken haben, welche unter den Paletten eingeschoben werden, zu einem gewünschten Transportmittel überführt. Diese Gabelstablerfahrzeuge können mit einer eingebauten Waage ausgerüstet sein zum Wiegen der Lasten auf den Paletten, bevor sie befördert werden. Solche Waagen arbeiten unter Verwendung einer Wiegeplattform, die auf Druckmessdosen angebracht ist, welche die auf sie aufgebrachten Vertikalkräfte messen. Die Druckmessdosen sind normalerweise innerhalb von Vertiefungen angeordnet, die in den oberen Oberflächen der Zacken ausgebildet sind, so dass die Zacken ein niedriges Profil behalten und leicht unter der Palette eingeschoben werden können.

Einige Typen von Palettenträgern sind mit Rädern oder anderen Typen von Stützen unter dem nach vorne gerichteten Abschnitt der Zacken ausgerüstet. Bei anderen Typen von Palettenträgern jedoch sind die Zacken auf eine senkrechte Rahmenkonstruktion oder auf einen Mast abgestützt, oder sie hängen von einer senkrechten Rahmenkonstruktion oder einem Mast herunter, und haben keine Stütze unter ihren nach vorne gerichteten Abschnitten. Da die Träger schwere Lasten heben müssen, müssen die Zacken biegesteif gebaut sein, damit sie unter der Beanspruchung der Last sich nicht bleibend verbiegen oder brechen. Für den Fall, dass es erwünscht ist, eine Wägevorrichtung in die Zacken einzubauen, werden die Vertiefungen, die in den Zacken ausgebildet sind, um die Druckmessdosen aufzunehmen, die Gewichtskapazität der Zacken beeinträchtigen, da die Menge an Material in der Zacke verringert ist. Überdies kann die Ablenkung der Zacke unter der Beanspruchung der Last die Genauigkeit der Wägung wegen der Neigung der Druckmessdosen in Bezug auf die senkrechte Richtung der Kraft der Last verzerren.

Das frühere Dokument WO-A-94 258 33 beschreibt eine Wägevorrichtung mit einem Balken, von welchem das erste Ende ungestützt ist und das entgegengesetzte Ende an einem unbiegsamen und starren Glied befestigt ist, um die Ablenkung des Balkens durch eine Kraft zu verhindern, die auf ihn an der Schnittstelle des Balkens mit dem starren Glied ausgeübt wird. Außerdem ist eine Wiegeplattform über dem Balken angeordnet, um die Last zu stützen, und eine Vielzahl von Druckmessdosen sind zum Messen des Gewichts der Last zwischen dem Balken und der Wiegeplattform positioniert. Jede Druckmessdose umfasst Kontaktpunkte, die in Kontakt mit dem Balken und der Wiegeplattform sind und die Ankermittel umfassen, um die Druckmessdosen und die Lasttragenden Elemente zum Tragen der Last fest zu verankern.

Dennoch spricht keines der obigen Dokumente nach dem Stand der Technik wirksam und einfach das Problem an, Lasten zu wiegen, indem Zacken bereitgestellt werden, welche minimal durch das Gewicht der Last abgelenkt werden.

AUFGABE UND KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wägevorrichtung zum Wiegen von Lasten auf Palettenträgern, und insbesondere in Gabelstablerfahrzeugen, bereitzustellen.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Wägevorrichtung bereitzustellen, deren Druckmessdosen in Vertiefungen in den Zacken des Palettenträgers angeordnet sind, so dass die effektive Höhe der Zacken nicht zunimmt.

Es ist noch eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Wägevorrichtung bereitzustellen, welche nicht die Lastkapazität des Palettenträgers beeinträchtigt, und welche die Ablenkung der Zacken unter dem Einfluss der Last minimiert.

Es ist eine andere Aufgabe der Erfindung, einen Palettenträger bereitzustellen, der eine Wägevorrichtung enthält, die die obigen Vorteile aufweist.

In Übereinstimmung mit dieser Erfindung wird somit eine Waage zum Wiegen einer Last bereitgestellt, die folgendes umfasst:

einen Balken, der zwei Enden hat, wobei ein Ende ungestützt ist, wobei der Balken an einem im wesentlichen unbiegsamen starren Glied befestigt ist, so dass der Balken von einer Kraft, die auf ihn an der Schnittstelle des Balkens mit dem starren Glied ausgeübt wird, nicht abgelenkt wird, wobei das starre Glied in der Nähe eines- entgegengesetzten Endes des Balkens positioniert ist; eine Wiegeplattform, die über dem Balken positioniert ist, zum Stützen der Last; eine Vielzahl von Druckmessdosen, die zwischen dem Balken und der Wiegeplattform positioniert sind, zum Messen des Gewichts der Last, wobei jede der Druckmessdosen Kontaktpunkte umfasst, die einen ersten Kontaktpunkt, der mit dem Balken in Kontakt ist, und einen zweiten Kontaktpunkt, der mit der Wiegeplattform in Kontakt ist, einschließen; wobei die Kontaktpunkte ein Ankermittel umfassen, um die Druckmessdose und ein Last-tragendes Element zum Tragen der Last fest zu verankern; dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontaktpunkt von zumindest einer der Druckmessdosen mit dem Balken in Kontakt steht, und zwar an einer Stelle, die innerhalb der Schnittstelle fällt, oder an einer Stelle, die durch das entgegengesetzte Ende bestimmt ist, oder an einer Stelle zwischen der Schnittstelle und dem entgegengesetzten Ende.

Die Waage der Erfindung überwindet die Nachteile der Waagen nach dem Stand der Technik, indem ein Kontaktpunkt von zumindest einer der Druckmessdosen, welche in Kontakt mit der Zacke ist, an einer Stelle auf der Zacke positioniert ist, an der das Drehmoment gleich Null ist, oder an einer Stelle, welche ein entgegengesetztes Moment in der Zacke erzeugt. Dadurch, dass eine Druckmessdose so positioniert ist, wird das Gesamtmoment auf der Zacke verringert, wodurch die Möglichkeit vermindert wird, dass die Zacke durch die Last über ihren Elastizitätsbereich hinaus abgelenkt wird. Dadurch erhöht sich die Lastkapazität der Zacke sowie die Genauigkeit der Gewichtsmessung durch die Waage.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung unten offensichtlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird hier, nur beispielhaft, mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, worin:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Gabelstablers ist;

Fig. 2 ist eine vergrößerte Querschnittsseitenansicht von einer Zacke eines Gabelstablers, der eine Wägevorrichtung nach dem Stand der Technik enthält;

Fig. 3a ist eine vereinfachte Ansicht von Fig. 2;

Fig. 4a und Fig. 5a sind Querschnittsseitenansichten von einer Zacke eines Gabelstablers, der Wägevorrichtungen gemäß jeweils zwei Ausführungsformen der Erfindung enthält;

Fig. 3b, Fig. 4b, Fig. 5b und Fig. 5b' sind Diagramme, die die Ablenkung der Zacken von Fig. 3a, Fig. 4a bzw. Fig. 5a als eine Funktion von deren Abständen von dem starren Glied veranschaulichen;

Fig. 3c, Fig. 4c und Fig. 5c sind Diagramme, die die Kräfte auf die Zacken von Fig. 3a, Fig. 4a bzw. Fig. 5a in verschiedenen Abständen von dem starren Glied veranschaulichen; und

Fig. 3d, Fig. 4d und Fig. 5d sind Diagramme, die das Moment, das in den Zacken von Fig. 3a, Fig. 4a bzw. Fig. 5a erzeugt wird, als eine Funktion von deren Abständen von dem starren Glied veranschaulichen.

BESCREIBUNG VON BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bezugnehmend jetzt auf die Fig. 1 ist ein Gabelstabler 2 veranschaulicht, der ein Paar senkrechter Masten 4 aufweist (wovon nur einer gezeigt ist), welche Führungsmittel für die senkrechte Bewegung eines Querbalkens 6 bereitstellen. Ein Paar L-förmiger Zacken 8 (wovon nur eine gezeigt ist) wird an den Querbalken gekoppelt, und der Abstand zwischen ihnen kann eingestellt werden, indem sie entlang des Querbalkens verschoben werden. Die Zacken sind unter einer Palettenplattform 10 eingesetzt, zwischen parallelen Reihen rechteckiger Blöcke 12, um eine Last 14, die auf der Palette ruht, anzuheben. Die Zacken werden durch Bewegung des Querbalkens an dem Mast angehoben und gesenkt. Eine Wiegeplattform 16 ist auf der Zacke befestigt und ragt über deren ungestütztes Ende hinaus.

Eine Zacke 8 nach dem Stand der Technik ist detaillierter in der Fig. 2 und Fig. 3a veranschaulicht und umfasst eine verlängerte Konsole oder einen verlängerten Balken 18, welcher mit einem senkrechten, im wesentlichen unbiegsamen starren Glied 20 integral ausgebildet - ist, das senkrecht zu dem Balken positioniert ist. Ein Ende 22 des Balkens ist ungestützt, während das entgegengesetzte Ende 24 auf dem Querbalken (6 in der Fig. 1) des Gabelstablers über das starre Glied 20 abgestützt ist. Das starre Glied wird an dem Querbalken durch Einschieben des Querbalkens in einen Einschnitt 26 in der Rückseite 28 des starren Glieds befestigt, so dass die senkrechte Innenwand 30 des Einschnitts an den Querbalken anstößt.

Die obere Oberfläche des Balkens 18 enthält zwei Druckmessdosen 34a und 34b, die in Vertiefungen 32 angeordnet sind, die links von (vor) der nach vorne gerichteten Seite 35 des starren Gliedes positioniert sind. Eine Druckmessdose 34b ist an dem ungestützten Ende 22 des Balkens positioniert, während die zweite Druckmessdose 34a nahe an dem starren Ende positioniert ist. Die Druckmessdosen sind auf dem Balken durch Ankermittel wie Schrauben (nicht gezeigt) verankert, und haben Last-tragende Elemente wie Kugellager 36, die über die obere Oberfläche des Balkens hinausragen. Obwohl die vorliegende Erfindung die Lasttragenden Elemente als Kugellager beschreibt, wird es für den Fachmann erkennbar sein, dass alternative Konstruktionen eingesetzt werden können. Die Wiegeplattform 16 ruht auf den Kugellagern 36 über dem Balken.

Wenn eine Last, wie z. B. ein Behälter auf einer Palette, auf die Wiegeplattform gesetzt wird, wird die Kraft F des Gewichts der Last auf die Plattform 16 aufgebracht. Die Kraft F wird dargestellt als zusammengesetzt aus zwei Komponenten, F&sub1; und F&sub2;, welche durch die Kugellager 36 auf die Druckmessdosen 34a bzw. 34b übertragen werden, welche die Kraft F messen und in eine Messgröße umwandeln, welche das Gewicht der Last darstellt. Diese Messgröße wird dann durch bekannte elektronische Mittel (nicht gezeigt) zu einer Anzeige übertragen, wo sie von dem Bediener abgelesen werden kann. Es wird für einen Fachmann ohne weiteres erkennbar sein, dass die Ausrichtung der Druckmessdosen umgekehrt sein kann, so dass sie an der Wiegeplattform verankert sind, während ihre Lasttragenden Elemente in Kontakt mit dem Balken sind, ohne dass der Betrieb der Waage beeinträchtig wird.

Die Ablenkung 'd' des Balkens 18 ist in der Fig. 3b, Fig. 4b, Fig. 5b und Fig. 5b' grafisch dargestellt, worin der Balken, bevor er durch die Kraft F abgelenkt wird, durch Linie 38 dargestellt wird, der Balken, der durch die Kraft F abgelenkt ist, durch die gestrichelte Linie 39 dargestellt wird, und das starre Glied durch Linie 40 dargestellt wird. Der Auflagepunkt 42 des Balkens auf dem starren Element ist auf Linie 40 positioniert, da dies der senkrechten Innenwand 30 des Einschnitts 26 entspricht, welche an den Querbalken des Gabelstablers anstößt. Für diese Stelle auf dem Balken wird angenommen, dass die Ablenkung Null ist wegen der Nähe des starren Glieds zu dem Querbalken. Der Abstand von Linie 40 ('l&sub0;') zu der Linie von der Kraft F&sub1;, die auf Druckmessdose 34a einwirkt, ist dargestellt durch 'l&sub1;', und der Abstand zu F&sub2; ist dargestellt durch 'l&sub2;'.

Es kann aus der Fig. 3b ersehen werden, dass die Ablenkung des Balkens sich als eine Funktion des Abstandes von dem festen Auflager vergrößert. Die Ablenkung d&sub2;, verursacht durch die Kraft F&sub2; an Position l&sub2; auf dem Balken, kann mit der Formel (a) unten berechnet werden, und die Ablenkung d&sub1;, verursacht durch die Kraft F&sub1; an Position l&sub1; auf dem Balken, kann aus Formel (b) unten berechnet werden:

(a) d&sub2; = (F&sub2; · l&sub2;³)/3EI

(b) d&sub1; = ((F&sub1; · l&sub1;²)/6EI) · (2l&sub1; + 3[l&sub2; - l&sub1;])

worin E ein Elastizitätskoeffizient ist, der abhängig von dem Material des Balkens ist, und I ein Trägheitskoeffizient ist, der durch die Abmessungen des Balkens bestimmt wird. Die Gesamtablenkung d des Balkens ist gleich d&sub1; + d&sub2;.

Fig. 3c, Fig. 4c und Fig. 5c veranschaulichen die Kräfte, die auf den Balken in verschiedenen Abständen von dem festen Auflager einwirken. Bezugnehmend auf die Fig. 3c ist die Kraft zwischen den Abständen l&sub2; und l&sub1; gleich F&sub2;, während zwischen l&sub1; und l&sub0; die Kraft F&sub1; zu F&sub2; addiert wird, um F zu ergeben. Die Reaktion des starren Glieds bei 10 auf die Kräfte, die auf den Balken einwirken, ist gleich ihrer Summe F&sub1; + F&sub2; = F und in der Richtung entgegengesetzt, so dass es an dieser Stelle keine Ablenkung gibt.

Fig. 3d, Fig. 4d und Fig. 5d veranschaulichen die Momente, die in dem Balken als ein Ergebnis der Kräfte, die auf ihn einwirken, erzeugt werden. Bezugnehmend auf die Fig. 3d und mit l&sub0; als Bezugspunkt, ist das Moment der Kraft F&sub2; gleich M&sub2; = F&sub2; · l&sub2;, und das Moment der Kraft F&sub1; ist M&sub1; = F&sub1; · l&sub1;. Somit wird das Gesamtmoment M bei l&sub0; gleich M&sub1; + M&sub2; sein.

Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Fig. 4a veranschaulicht, worin eine der Druckmessdosen 34a direkt unter der senkrechten Innenwand 30 des Einschnitts 26 in dem starren Glied 20 positioniert ist. Die andere Druckmessdose 34b ist in der Nähe des ungestützten Endes 22 des Balkens 18 positioniert. Da, wie in der Fig. 4b grafisch dargestellt, die erste Druckmessdose 34a mit dem Auflagepunkt 42 zwischen dem Balken und dem starren Glied ausgerichtet ist an einer Stelle auf dem Balken (Linie 40), wo es keine Ablenkung d gibt, resultiert die Gesamtablenkung des Balkens aus der Kraft F&sub2; auf die Druckmessdose 34b allein. Kraft F&sub2; ist die einzige Kraft, welche auf den Balken einwirkt, wie in der Fig. 4c dargestellt, während die Kraft F&sub1; auf das starre Auflager und nicht auf den Balken einwirkt. Das Moment, das in dem Balken erzeugt wird, ist gleich F&sub2; · l&sub2;, wie in der Fig. 4d dargestellt. Dieses Moment ist kleiner, als wenn die Druckmessdose links von dem starren Glied positioniert worden wäre, wie in der Fig. 3a, da in dieser Ausführungsform der Erfindung F&sub1; kein Moment an der Druckmessdose 34a erzeugt. Somit gibt es eine kleinere Ablenkung des Balkens, und die Tragfähigkeit des Balkens ist gesteigert.

Es ist wichtig, hervorzuheben, dass der Teil der Druckmessdose, welcher unter dem starren Glied 20 untergebracht werden muss, der Teil ist, welcher die Kraft auf den Balken überträgt. In der Ausführungsform, die in der Fig. 4a veranschaulicht ist, ist das Ankermittel 44 der Druckmessdose an dem Balken 18 befestigt, während das Last-tragende Elemente 46 die Wiegeplattform 16 stützt. In dieser Ausführungsform könnte das Last-tragende Element 46&supmin; links von dem starren Glied positioniert sein, so lange das Ankermittel 44 unter dem starren Glied positioniert ist. Für den Fall, dass die Druckmessdose so ausgerichtet wäre, dass das Ankermittel an der Wiegeplattform befestigt wäre und das Last-tragende Element in Kontakt mit dem Balken wäre, müsste das Last-tragende Element unter dem starren Glied positioniert werden.

Fig. 5a veranschaulicht eine zweite Ausführungsform der Erfindung, in welcher eine der Druckmessdosen 34a seitlich von dem starren Glied 20 in der Nähe des entgegengesetzten Endes 24 des Balkens 18 positioniert ist. In dieser Ausführungsform ist die Kraft F der Last aus zwei Komponenten zusammengesetzt, wobei F&sub1; auf die Druckmessdose 34a einwirkt, und F&sub2; auf die Druckmessdose 34b einwirkt, welche angrenzend zum ungestützten Ende 22 des Balkens positioniert ist. Wie in der Fig. 5b veranschaulicht ist, würde jede dieser Komponentenkräfte, wenn sie allein einwirkte, entgegengesetzte Ablenkungen in dem Balken 38 hervorrufen. Ausdrücklicher würde F&sub1; eine Ablenkung d&sub1; im Uhrzeigersinn zu Position 48 des Balkens, rechts von dem starren Auflager (Linie 40), hervorrufen, und F&sub2; würde eine Ablenkung d&sub2; entgegen dem Uhrzeigersinn zu Position 49 des Balkens, links von dem starren Auflager (Linie 40), hervorrufen. Die tatsächlich resultierende Ablenkung d des Balkens ist veranschaulicht durch die gestrichelte Linie 50 in Fig. 5b', und ist die Summe der zwei Ablenkungen d&sub1; und d&sub2;.

Die Kräfte F&sub2; und F&sub1; wirken auf den entsprechenden Seiten des Balkens, wie in der Fig. 5c veranschaulicht, und rufen eine Reaktionskraft in dem starren Glied von -F = F&sub1; + F&sub2; hervor. Das in dem Balken erzeugte Moment ist gleich der Summe der Einzelmomente, die aus den darauf einwirkenden Kräften resultieren. Wie in der Fig. 5d veranschaulicht, ist das Moment von der Kraft F&sub2; bei 10 gleich M&sub2; = F&sub2; · l&sub2;, und das Moment von der Kraft F&sub1; bei l&sub0; ist M&sub1; = F&sub1; · l&sub1;. Es ist klar ersichtlich aus der Zeichnung, dass M&sub1; < M&sub2;, da der Kraftarm l&sub1; kürzer ist als der Kraftarm l&sub2;. Da die Kräfte auf beiden Seiten des starren Glieds wirken, wirken außerdem die Momente, die in dem Balken von ihnen erzeugt werden, in entgegengesetzte Richtungen. Somit ist das resultierende Moment M an dem starren Glied gleich M&sub2; - M&sub1;, und die Ablenkung des Balkens ist sogar noch mehr verringert als in der ersten Ausführungsform, wo M&sub1; = 0 ist.

Es wird leicht aus dem obigen verstanden werden, dass je größer der Abstand der Druckmessdose 34a von dem starren Glied in Richtung des entgegengesetzten Endes 24 des Balkens ist, umso größer ist das Moment M&sub1; (M&sub1; = F&sub1; · l&sub1;), und umso kleiner ist die resultierende Ablenkung des gesamten Balkens, womit zu der Belastbarkeit der Zacke beigetragen wird.

Während die vorliegende Erfindung in Form von mehreren bevorzugten Ausführungsformen beschrieben worden ist, wird erwartet, dass verschiedene Modifikationen und Verbesserungen dem Fachmann bei Betrachtung dieser Offenbarung einfallen werden.

Der Schutzumfang der Erfindung soll nicht als durch die beispielhaften Ausführungsformen, die hier dargestellt wurden, begrenzt aufgefasst werden, sondern ist in Übereinstimmung mit den anliegenden Ansprüchen zu bestimmen.


Anspruch[de]

1. Eine Waage zum Wiegen einer Last, die folgendes umfasst:

einen Balken (18), der zwei Enden hat, wobei ein Ende (22) ungestützt ist, wobei der Balken an einem im wesentlichen unbiegsamen starren Glied (20) befestigt ist, so dass der Balken von einer Kraft, die darauf an der Schnittstelle des Balkens (18) mit dem starren Glied (20) ausgeübt wird, nicht abgelenkt wird, wobei das starre Glied (20) in der Nähe eines entgegengesetzten Endes des Balkens (18) positioniert ist;

eine Wiegeplattform (16), die über dem Balken (18) positioniert ist, zum Stützen der Last;

eine Vielzahl von Druckmessdosen (34a, 34b), die zwischen dem Balken (18) und der Wiegeplatte (16) positioniert sind, zum Messen des Gewichts der Last, wobei jede der Druckmessdosen (34a, 34b) Kontaktpunkte umfasst, die einen ersten Kontaktpunkt, der mit dem Balken (18) in Kontakt ist, und einen zweiten Kontaktpunkt, der mit der Wiegeplatte (16) in Kontakt ist, einschließen;

wobei die Kontaktpunkte ein Ankermittel (44) umfassen, um die Druckmessdose und ein Last-tragendes Element (46) zum Tragen der Last fest zu verankern;

dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontaktpunkt von zumindest einer der Druckmessdosen (34a, 34b) mit dem Balken (18) in Kontakt steht, und zwar an einer Stelle, die innerhalb der Schnittstelle fällt, oder an einer Stelle, die durch das entgegengesetzte Ende (24) bestimmt ist, oder an einer Stelle zwischen der Schnittstelle und dem entgegengesetzten Ende (24).

2. Eine Wiege nach Anspruch 1, wobei der erste Kontaktpunkt das Ankermittel (44) umfasst und der zweite Kontaktpunkt das Last-tragende Element (46) umfasst.

3. Eine Waage gemäß Anspruch 1, wobei der zweite Kontaktpunkt das Ankermittel (44) umfasst und der erste Kontaktpunkt das Last-tragende Element (46) umfasst.

4. Eine Waage nach irgendeinem der Ansprüche 1-3, wobei die Druckmessdosen (34a, 34b) in Vertiefungen in der oberen Oberfläche des Balkens (18) angebracht sind.

5. Eine Waage nach irgendeinem der Ansprüche 1-4, wobei das starre Glied (20) eine senkrechte Säule ist, die senkrecht zum Balken (18) positioniert ist.

6. Eine Waage nach irgendeinem der Ansprüche 1-5, wobei der Balken (18) eine Zacke eines Gabelstaplerfahrzeugs ist, und wobei das starre Glied (20) an einem Querbalken des Fahrzeugs angebracht ist.







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