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Dokumentenidentifikation DE10045781A1 23.01.2003
Titel Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen und zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen
Anmelder MedicoPlus AG, 22926 Ahrensburg, DE
Vertreter Heldt, G., Dipl.-Ing. Dr.jur., Pat.- u. Rechtsanw., 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 09.09.2000
DE-Aktenzeichen 10045781
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse G03C 5/04
IPC-Nebenklasse A61B 5/05   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen, mit einer Spannungsquelle, einer Elektrode, an die eine Hochspannung von der Spannungsquelle anlegbar ist, einer Aufnahmeposition zur Aufnahme eines Untersuchungsobjektes und einem Abbildungsmittel, das zwischen der Elektrode und der Aufnahmeposition angeordnet ist. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Auswertungsvorrichtung zum Auswerten von Kirlian-Bildsignalen sowie ein Verfahren zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen.

Eine Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen ist auf der Internetseite "http:/ / www.cebunet.com/kirlian/plans.htm" beschrieben. Als Spannungsquelle ist ein Transformator vorgesehen, der die Spannung einer handelsüblichen Batterie von einigen Volt in eine hochfrequente Wechselspannung von einigen Kilovolt umsetzt. Als Elektrode dient eine Metallplatte, die elektrisch mit dem Transformator verbunden ist. Die Platte ist im Inneren einer Dunkelkammer am Boden der Kammer angeordnet. Die Aufnahmeposition ist als eine dünne Klarsichtfolie aus Kunststoff ausgebildet und oberhalb der Oberfläche der Metallplatte angeordnet. Als Abbildungsmittel ist ein Filmmaterial vorgesehen. Zum Erstellen eines Kirlian-Bildes wird das Filmmaterial in der Dunkelkammer zwischen die Folie und die Metallplatte gebracht. Das Untersuchungsobjekt, etwa die Kuppe eines Zeigefinger, wird an die der Metallplatte abgewandte Oberfläche der Folie angelegt. Der Transformator wird in Betrieb genommen und erzeugt die hochfrequente Wechselspannung an der Elektrode. Der Kirlian-Effekt tritt auf. Im Bereich der Fingerkuppe entsteht ein energetisches Koronarfeld. Im Bereich des Koronarfeldes bildet sich ein Lichtschimmer. Der Lichtschimmer belichtet das Filmmaterial.

In der PS 37 07 338 ist eine Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen offenbart, deren Transformator dasselbe Bezugspotential wie das Untersuchungsobjekt hat. Der Transformator ist für zwei Betriebszustände vorgesehen, in denen er jeweils gleichgerichtete Spannungspulse erzeugt. Die Betriebszustände unterscheiden sich voneinander durch eine entgegengesetzte Polarität der gleichgerichteten Spannungspulse. Zur Auswertung der Kirlian- Bilder können die in den beiden Betriebszuständen gewonnenen Kirlian-Bilder überlagert werden. Die bekannte Vorrichtung dient einer Bestimmung der Verteilung und gegenseitigen Beeinflussung von positiven und negativen elektrischen Ladungen in der Umgebung und an der Oberfläche von beliebigen Objekten.

Eine mögliche Anwendung der Kirlian-Untersuchungsvorrichtung besteht in ihrem Einsatz als medizinisches Diagnosemittel. Allerdings sind die mittels bekannter Untersuchungsvorrichtungen gewonnenen Kirlian-Bilder außerordentlich schwer auswertbar, so daß einem Auswertungsergebnis eine große Ungewißheit anhaftet.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Kirlian-Untersuchungsvorrichtung zu schaffen, mit der Kirlian-Bilder sicherer auswertbar sind.

Diese Aufgabe wird bei der Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Abbildungsmittel als Sensor ausgebildet ist.

Mit der Erfindung erhält man eine Kirlian-Untersuchungsvorrichtung, die als medizinisches Diagnosegerät eine Analyse des Gesundheitszustandes auf wissenschaftlich und systemisch gesicherter Grundlage ermöglicht. Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann eine Entwicklung des Gesundheitszustandes beobachtet werden. Die Vorrichtung eignet sich zur Therapiekontrolle. Mit der Vorrichtung lassen sich Reaktionstests durchführen, die einer Therapie- und Maßnahmenoptimierung dienen können.

Der Sensor der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist zum Spüren des energetischen Koronarfeldes des Untersuchungsobjekts im Bereich der Aufnahmeposition vorgesehen. Der Sensor ist der Aufnahmeposition zugewandt und wandelt von der Aufnahmeposition einfallendes Licht in ein Spannungssignal um. Das Spannungssignal enthält eine Information über das Koronarfeld des Untersuchungsobjekts an der Aufnahmeposition. Vorzugsweise weist der Sensor mehrere Sensorelemente auf. Die Sensoreelemente erlauben ein räumlich differenziertes Spüren des Koronarfeldes. Die von den Sensorelementen abgegebenen Signale enthalten eine Information über die räumliche Verteilung des Koronarfeldes. Bei einer Ausführungsform ist der Sensor plattenförmig ausgebildet. Die Sensorelemente sind etwa nach Art von Feldern eines Schachbrettes in einer Ebene angeordnet.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor für Licht einer Beleuchtungsquelle transparent ausgebildet. Die Beleuchtungsquelle leuchtet den Bereich der Aufnahmeposition aus. Vorzugsweise gibt sie Licht eines engen Frequenzbandes ab. Bei einer Ausführungsform ist die Beleuchtungsquelle als Natriumdampflampe ausgebildet. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Beleuchtungsquelle als Laser ausgebildet. Vorzugsweise ist die Elektrode lichtdurchlässig ausgebildet. Bei einer Ausführungsform ist die Elektrode als Gitter ausgebildet; bei einer anderen Ausführungsform besteht sie aus einem Material, das zumindest für Licht der Beleuchtungsquelle transparent ist.

Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist eine Steuereinheit auf. Die Steuereinheit ist zur Ablaufsteuerung eines Untersuchungsvorganges vorgesehen. Die Steuereinheit ist mit einem Mittel zur Überwachung der Untersuchungsvorrichtung bzw. des Untersuchungsobjekts verbunden. Das Mittel gibt Meßsignale an die Steuereinheit ab.

Als Mittel zur Überwachung ist ein Berührungssensor vorgesehen, der im Zugangsbereich zu der Aufnahmeposition angeordnet ist. Ein weiteres Mittel zu Überwachung ist ein Meßfühler, der im Bereich der Aufnahmeposition angeordnet ist.

Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung als Mittel zur Überwachung eine Kamera auf. Die Kamera ist auf die Aufnahmeposition gerichtet. Vorzugsweise ist die Kamera empfindlich für das Licht der Beleuchtungsquelle ausgebildet. Mit der Kamera kann die Lage des Untersuchungsobjekts an der Aufnahmeposition festgestellt werden, wenn das Untersuchungsobjekt das Licht der Beleuchtungsquelle in Richtung der Kamera reflektiert.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Steuereinheit ein Mittel zur Bildverarbeitung auf. Das Bildverarbeitungsmittel verarbeitet ein von der Kamera aufgenommenes Bild und ermittelt ein Bildverarbeitungssignal. Aus dem Bildverarbeitungssignal sowie ggf. weiteren Signalen ermittelt die Steuereinheit ein Steuersignal.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Aufnahmeposition als eine Untersuchungskammer ausgebildet. In die Untersuchungskammer fällt von außen kein Licht. Beim Betrieb der Vorrichtung sind Luftfeuchtigkeit und/oder Luftreinheit und/oder Temperatur in der Untersuchungskammer von den Bedingungen außerhalb der Untersuchungskammer unabhängig. Bei einer Ausführungsform weist die Vorrichtung eine mit einem auf Aktivkohlebasis arbeitenden Ozonfilter versehene Klimatisierungseinrichtung zur Klimatisierung eines Bereiches der Aufnahmeposition, insbesondere des Inneren der Untersuchungskammer auf. Die Klimatisierungseinrichtung ist vorzugsweise an die Steuereinheit angeschlossen und mit dem Steuersignal ansteuerbar. Bei einer Ausführungsform ist die Klimatisierungseinrichtung an ein Gasreservoir angeschlossen und führt der Untersuchungskammer von dem Reservoir ein Gas zu.

Vorzugsweise ist der Sensor an eine Auswertungsvorrichtung zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen anschließbar. Der Sensor gibt das Signal mit der Information über das Koronarfeld an die Auswertungsvorrichtung ab.

Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch eine Auswertungsvorrichtung zum Auswerten von Kirlian-Bildsignalen gelöst, mit einem Kommunikationsmittel, das an die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen anschließbar ist, und einem Verarbeitungsmittel zum Verarbeiten von Signalen mit der Information über das Koronarfeld von dem Sensor. Bevorzugt ist das Verarbeitungsmittel zur Aufnahme von Meßsignalen ausgebildet. Das Verarbeitungsmittel verarbeitet das Signal zu einem Kirlian-Bildsignal. Desweiteren verarbeitet das Verarbeitungsmittel das Kirlian-Bildsignal ggf. unter Aufnahme eines oder mehrerer Meßsignale von der Untersuchungsvorrichtung zu einem normierten Kirlian-Bildsignal. Anhand des normierten Kirlian-Bildsignals erstellt das Verarbeitungsmittel ein normiertes Kirlian-Bild, das von einer Ausgabeeinheit ausgegeben werden kann. Anhand der Meßsignale erstellt das Verarbeitungsmittel ein parametrisiertes Kirlian-Bildsignal. Bei einer Ausführungsform weist die Auswertungsvorrichtung einen Massenspeicher auf. Die Auswertungsvorrichtung speichert das Kirlian-Bildsignal sowie ggf. das Meßsignal bzw. die Meßsignale und/oder das parametrisierte Kirlian-Bildsignal in dem Massenspeicher ab. Die Auswertungsvorrichtung ordnet das Kirlian-Bildsignal einer Meßreihe zu und speichert das Kirlian-Bildsignal als zu der Meßreihe gehörig ab.

Die normierten Kirlian-Bildsignale einer Meßreihe sowie ggf. normierte Kirlian-Bildsignale verschiedener Meßreihen sind miteinander vergleichbar. Anhand der miteinander vergleichbaren Kirlian- Bilder ist eine medizinische Diagnose besonders sicher möglich, wenn es sich bei dem Untersuchungsobjekt um eine oder mehrere Finger- oder Zehenkuppen eines Probanten handelt. Die parametrisierbaren Kirlian-Bildsignale können verglichen und etwa auf einen Einfluß der Parameter hin untersucht werden. Die Kirlian-Bildsignale einer Meßreihe können miteinander verglichen werden, um eine Entwicklung festzustellen, die das Untersuchungsobjekt im Laufe der Meßreihe vorgenommen hat.

Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch ein Verfahren zur Durchführung einer Kirlian-Untersuchung gelöst, das die nachfolgend genannten Schritte aufweist:

  • - Nehmen von Meßwerten und Abgabe der Meßwerte an die Steuereinheit,
  • - Bestimmen der Lage des Untersuchungsobjekts an der Aufnahmeposition sowie ggf. von Klimawerten im Bereich der Aufnahmeposition und ggf. weiterer Parameter anhand der Meßwerte,
  • - Ermitteln eines oder mehrerer Steuersignale,
  • - Abgeben des Steuersignals zum Ändern der zu steuernden Größe,
  • - Anlegen einer Spannung an die Elektrode,
  • - Abgeben eines Signals von dem Sensor sowie ggf. eines Meßsignals des Mittels zur Überwachung der Untersuchungseinrichtung an die Auswertungseinrichtung zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen,
  • - Verarbeiten des Signals von dem Sensor sowie ggf. des Meßsignals des Mittels zur Überwachung der Untersuchungseinrichtung mittels der Auswertungseinrichtung zu einem normierten Kirlian-Bildsignal.

Bevorzugt weist das Verfahren ferner den Schritt auf, wonach das Kirlian-Bildsignal ggf. durch Vergleich mit einem in der Speichereinrichtung gespeicherten zweiten normierten Kirlian-Bildsignal ausgewertet wird. Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen sowie ggf. der erfindungsgemäßen Auswertungsvorrichtung durchgeführt.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen; und

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Auswertungsvorrichtung zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen.

Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung ist als Untersuchungskammer mit einem oberen Kammerabschnitt 101 und einem unteren Kammerabschnitt 103 ausgebildet. Oberer und unterer Kammerabschnitt 101 bzw. 103 sind etwa auf halber Höhe der Untersuchungskammer in einer waagerechten Trennebene 107 voneinander getrennt.

Der obere Kammerabschnitt 101 weist eine Handeinführungsöffnung 105 auf, die mittels einer Haube 2 abdeckbar ist. Unterhalb der Haube 2 ist eine flexible Verschlußeinrichtung 3 angeordnet, die die Handeinführungsöffnung 105 nach Art eines Kragens bis auf einen zentralen Abschnitt überdeckt. Ein Abschnitt des Innenrandes der kragenförmigen Verschlußeinrichtung 3 weist einen Berührungssensor 4 auf.

Im Innenraum 5 des oberen Kammerabschnitts 101 ist ein Leuchtkörper 7 angeordnet. Dem Leuchtkörper 7 gegenüberliegend ist ein Meßfühler 6 angeordnet. Im Bereich nahe der Trennebene 107 sind an eine Klimatisierungseinrichtung (nicht dargestellt) angeschlossene Belüftungskanäle 9 durch die Kammerwand ins Innere der Untersuchungskammer geführt. Die Klimatisierungseinrichtung weist ein - nicht dargestelltes - Gebläse auf. Ferner ist im Bereich nahe der Trennebene 107 eine Kontrolleinheit 8 angeordnet, die zur manuellen Bedienung vorgesehen ist.

Im unteren Kammerabschnitt 103 ist eine Videokamera 14 mit einem Objektiv 111 derart nach oben gerichtet angeordnet, daß die Objektivachse 109 die Handeinführungsöffnung 105 etwa mittig durchsetzt. Ferner ist ein zweiter Leuchtkörper 13 im Bereich der Kammerinnenwand etwa auf Höhe des Objektivs 111 angeordnet. Im Wandbereich des unteren Kammerabschnitts 103 sind ferner ein Restlichtverstärker 12, Module einer Steuereinheit 15 und eine Stromversorgung 16 sowie Anschlüsse angeordnet, die zur Verbindung der Steuereinheit 15 mit einem Netzwerk wie etwa dem Internet und/oder Peripheriegeräten wie etwa einem Drucker sowie ferner einem Personalcomputer (PC) vorgesehen sind. Ein Anschluß 17 ist zur elektrischen Verbindung der Vorrichtung mit der Erde (Masse) vorgesehen. Die Module der Steuereinheit 15 sind als ein Spannungsregelungsmodul, als ein Ablaufsteuerungsmodul zur Steuerung der Leuchtkörper 7, 13, der Videokamera 14, des Sensors 10 sowie der Klimatisierungseinrichtung, als ein Kamerasteuerungsmodul, als ein Verschlüsselungsmodul zur Umwandlung von Meß- und Bilddaten, als ein Netzwerkmodul mit einer Sende- und Empfangseinheit, als ein Prozessormodul zur Bild- und Kommandoauswertung bzw. als ein Transaktionsmodul zur Übermittlung von Betriebsdaten ausgebildet. An die Steuereinheit ist ein Kontrollmonitor 1 mit einem Lautsprecher angeschlossen, der gut einsehbar außerhalb der Untersuchungskammer im Bereich der Handeinführungsöffnung 105 angeordnet ist.

In der Trennebene 107 ist eine Klarsicht-Hochspannungselektrode 11 zentral angeordnet. Oberhalb der Elektrode 11 befindet sich eine Klarsicht-Sensorplatte 10. Die Sensorplatte 10 ist zur Licht/Energieumwandlung vorgesehen.

Die in Fig. 2 dargestellte Auswertungsvorrichtung 113 weist einen Netzwerkprozessor 18 auf. Der Netzwerkprozessor 18 ist zum Anschluß an das Internet mit einer Sende- und Empfangseinheit ausgebildet. Ferner weist die Auswertungsvorrichtung 113 eine Verschlüsselungseinheit 19 auf, die auch zum Entschlüsseln geeignet ist. An der Auswertungsvorrichtung 113 sind Anschlüsse 20 zum Anschluß von Stromversorgung, dem Netzwerk und einem PC ausgebildet. Darüberhinaus weist die Auswertungsvorrichtung 113 einen Bildvergleichsprozessor 21 auf, der zur Anwendung eines neuronalen Netz- Vergleichverfahrens ausgebildet ist, sowie ein Datenbankmodul 22 zum Speichern von Bild-, Meß- und anderen relevanten Daten.

Nachfolgend wird der Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß dem Ausführungsbeispiel beschrieben:

Die Untersuchungskammer wird zunächst durch Einschalten der Stromversorgung 16 in Betriebsbereitschaft genommen. Der Proband entblößt seinen Arm. An vorgegebenen Abschnitten der Hand des Probanden werden Reflektoren befestigt. Der Proband führt seine Hand durch die Handeinführungsöffnung 105 im oberen Kammerabschnitt 101 in das Innere der Untersuchungskammer ein. Der Arm berührt den Berührungssensor 4. Der Berührungssensor 4 meldet die Berührung der Steuereinheit 15. Die Steuereinheit 15 schaltet aus der Betriebsbereitschaft in eine Betriebsstellung. Die Klimatisierungseinrichtung (nicht dargestellt) belüftet den oberen Kammerabschnitt 101 durch die Belüftungskanäle 9. Das Innere des oberen Kammerabschnitts 101 wird von dem Licht des Leuchtkörpers 7 ausgeleuchtet.

Der Proband legt in der Trennebene 107 seine Fingerkuppen gegen die Klarsicht-Sensorplatte 10. Die Videokamera 14 nimmt durch die Klarsicht-Hochspannungselektrode 11 und die Klarsicht-Sensorplatte 10 hindurch ein Bild der Hand des Probanden auf und gibt es an die Steuereinheit 15 ab. Die Reflektoren an den vorgegebenen Abschnitten der Hand des Probanden sind auf dem Bild besonders gut erkennbar. Die Steuereinheit 15 vergleicht die Stellung der Hand des Probanden mit einer vorgegebenen Stellung und ermittelt ggf. eine erforderliche Korrekturbewegung. Die Steuereinheit 15 ermittelt anhand der erforderlichen Korrekturbewegung ein erstes Korrektursignal und gibt das erste Korrektursignal an das Sprachmodul ab, das das erst Korrektursignal in eine Korrekturanweisung umsetzt. Das Sprachmodul gibt die Korrekturanweisung an den Kontrollmonitor 1 mit dem Lautsprecher ab. Der Lautsprecher gibt die Korrekturanweisung für den Probanden hörbar aus. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis die Handstellung des Probanden der vorgegebenen Handstellung entspricht.

Der Meßfühler 6 mißt den Wert relevanter Klimameßgrößen wie etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. und gibt den Werte an die Steuereinheit 15 ab. Die Steuereinheit 15 vergleicht den gemessenen Wert mit einem vorgegebenen Wert, ermittelt ein zweites Korrektursignal und gibt das zweite Korrektursignal an die Klimatisierungseinrichtung ab. Die Klimatisierungseinrichtung verändert entsprechend dem zweiten Korrektursignal die Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. der vom Gebläse durch die Luftkanäle 9 in das Innere der Untersuchungskammer geblasenen Luft. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis der von dem Meßfühler 6 gemessene Meßwert dem vorgegebenen Meßwert entspricht.

Die Steuereinheit 15 ordnet der vorgegebenen Handstellung und dem vorgegebenen Meßwert einen vorgegebenen Kirlian-Aufnahmeprozess zu und steuert die Hochspannung an der Klarsicht-Hochspannungselektrode 11 entsprechend dem vorgegebenen Kirlian-Aufnahmeprozess. Ferner steuert die Steuereinheit 15 zur Hintergrundbeleuchtung den Leuchtkörper 13 an, insbesondere um eine Koronarinnenkranzbelichtung vorzunehmen.

Die Steuereinheit 15 kommuniziert mittels der Sende- und Empfangseinheit in dem Netzwerkmodul mit der Auswertungsvorrichtung 113. Die Kommunikation zwischen der Steuereinheit 15 und der Auswertungsvorrichtung 113 erfolgt automatisch über das Internet. Bild-, Aufnahme- und Meßdaten werden von dem Verschlüsselungsmodul der Steuereinheit 15 verschlüsselt und von der Steuereinheit 15 an die Auswertungsvorrichtung 113 abgegeben. Die Verschlüsselungseinheit 19 der Auswertungsvorrichtung entschlüsselt die von der Steuereinheit 15 gesendeten Daten. Der Netzwerkprozessor 18 der Auswertungsvorrichtung 113 setzt die Bild- und Meßdaten in numerische Sequenzen um und wertet sie mittels des Bildvergleichsprozessors 21 durch interaktiven Vergleich mit in dem Datenbankmodul 22 gespeicherten Bildern aus. Die Auswertungsergebnisse werden in aufbereiteter und ausdruckfähiger Form von der Verschlüsselungseinheit 19 verschlüsselt, an die Steuereinheit 15 gesendet und dort von dem Verschlüsselungsmodul entschlüsselt.

Das Transaktionsmodul der Steuereinheit 15 übermittelt Betriebsdaten der Kirlian-Untersuchungsvorrichtung an die Auswertungsvorrichtung 113. Die Auswertungsvorrichtung 113 nimmt anhand der übermittelten Betriebsdaten eine Qualitätssicherung, Wartung und Leistungsabrechnung der Kirlian-Untersuchungsvorrichtung vor. Bezugszeichenliste 1 Kontrollmonitor

2 Haube

3 Verschlußeinrichtung

4 Berührungssensor

5 Innenraum

6 Meßfühler

7 erster Leuchtkörper

8 Kontrolleinheit

9 Belüftungskanäle

10 Klarsicht-Sensorplatte

11 Klarsicht-Hochspannungselektrode

12 Restlichtverstärkung

13 zweiter Leuchtkörper

14 Videokamera

15 Module der Steuereinheit

16 Stromversorgung

17 Anschlüsse

18 Netzwerkprozessor

19 Verschlüsselungseinheit

20 Versorgungsanschlüsse

21 Bildvergleichsprozessor

22 Datenbankmodul

101 oberer Kammerabschnitt

103 unterer Kammerabschnitt

105 Handeinführungsöffnung

107 Trennebene

109 Objektivachse

111 Objektiv

113 Auswertungsvorrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Durchführung von Kirlian-Untersuchungen, mit einer Spannungsquelle, einer Elektrode (11), an die eine Hochspannung von der Spannungsquelle anlegbar ist, einer Aufnahmeposition (5) zur Aufnahme eines Untersuchungsobjektes und einem Abbildungsmittel, das zwischen der Elektrode (11) und der Aufnahmeposition (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Abbildungsmittel als Sensor (10) ausgebildet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) einfallendes Licht in ein Spannungssignal umwandelt.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) mehrere Sensorelemente aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) plattenförmig ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) für Licht einer Beleuchtungsquelle (7) transparent ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (11) lichtdurchlässig ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuereinheit (15), die zur Ablaufsteuerung eines Untersuchungsvorganges vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (15) mit einem Mittel (4, 6, 14) zur Überwachung der Untersuchungsvorrichtung bzw. des Untersuchungsobjekts verbunden ist, das Meßsignale an die Steuereinheit (15) abgibt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Überwachung eine Kamera (14) vorgesehen ist, die auf die Aufnahmeposition (5) gerichtet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (15) ein Mittel zur Bildverarbeitung aufweist, das die von der Kamera (14) aufgenommenen Bilder verarbeitet und ein Bildverarbeitungssignal ermittelt.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeposition als Untersuchungskammer (5) ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Klimatisierungseinrichtung (9) zur Klimatisierung eines Bereiches der Aufnahmeposition (5).
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (10) an eine Auswertungsvorrichtung (113) zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen anschließbar ist, an die der Sensor (10) das Signal mit der Information über das Koronarfeld abgibt.
  14. 14. Auswertungsvorrichtung (113) zum Auswerten von Kirlian-Bildsignalen, mit einem Kommunikationsmittel (18), dadurch gekennzeichnet, daß das Kommunikationsmittel (18) an eine Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche anschließbar ist, und gekennzeichnet durch ein Verarbeitungsmittel (21) zum Verarbeiten eines von dem Kommunikationsmittel (18) empfangenen Signals zu einem Kirlian-Bildsignal.
  15. 15. Auswertungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Verarbeitungsmittel (21) zur Aufnahme von Meßsignalen ausgebildet ist.
  16. 16. Auswertungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Verarbeitungsmittel (21) zum Verarbeiten des Kirlian-Bildsignals und der Meßsignale zu einem normierten Kirlian- Bildsignal ausgebildet ist.
  17. 17. Auswertungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Verarbeitungsmittel (21) zum Parametrisieren des Kirlian-Bildsignals anhand der Meßsignale und vorzugsweise zum Zuordnen des parametrisierten Kirlian-Bildsignals zu einer Meßreihe ausgebildet ist.
  18. 18. Auswertungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, gekennzeichnet durch einen Massenspeicher (22), in dem das Verarbeitungsmittel das aus der Verarbeitung bzw. der Zuordnung resultierende Kirlian-Bildsignal abspeichert.
  19. 19. Verfahren zur Durchführung einer Kirlian-Untersuchung, vorzugsweise unter Verwendung der Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit den Schritten:
    1. - Nehmen von Meßwerten und Abgabe der Meßwerte an die Steuereinheit (15),
    2. - Bestimmen der Lage des Untersuchungsobjekts an der Aufnahmeposition (5) sowie ggf. von Klimawerten im Bereich der Aufnahmeposition (5) und ggf. weiterer Parameter anhand der Meßwerte, Ermitteln eines oder mehrerer Steuersignale,
    3. - Abgeben des Steuersignals zum Ändern der zu steuernden Größe,
    4. - Anlegen einer Spannung an die Elektrode (11),
    5. - Abgeben eines Signals von dem Sensor (10) sowie ggf. eines Meßsignals des Mittels (4, 6, 14) zur Überwachung der Untersuchungseinrichtung an die Auswertungseinrichtung zur Auswertung von Kirlian-Bildsignalen,
    6. - Verarbeiten der Signals von dem Sensor (11) sowie ggf. des Meßsignals des Mittels zur Überwachung der Untersuchungseinrichtung mittels der Auswertungseinrichtung zu einem normierten Kirlian-Bildsignal.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch den Schritt:
    1. - Auswerten des normierten Kirlian-Bildsignals ggf. durch Vergleich mit einem in dem Massenspeicher (22) gespeicherten zweiten normierten Kirlian-Bildsignal.






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