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Dokumentenidentifikation DE10128987A1 23.01.2003
Titel Verbundsicherheitsglasscheibe für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Windschutzscheibe
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Wühr, Manfred, 82223 Eichenau, DE
DE-Anmeldedatum 15.06.2001
DE-Aktenzeichen 10128987
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse B60J 1/00
Zusammenfassung Eine als eine Windschutzscheibe eines Personenkraftwagens dienende Verbundsicherheitsglasscheibe (1) weist eine äußere Glasscheibe (2) und eine innere Glasscheibe (3) auf, die miteinander über mehrere, aus Polyvinylbutyral bestehende Zwischenschichten (5 und 6) miteinander verbunden sind. Dabei erstreckt sich die auf der Innenseite der äußeren Glasscheibe (2) angebrachte erste Zwischenschicht (5) bis zum freien Rand der äußeren Glasscheibe (2), wobei von diesem unter Bildung einer Stufe (7) die Zwischenschichten (6) und die innere Glasscheibe (3) zurückgesetzt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbundsicherheitsglasscheibe der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten und beispielsweise aus der DE 21 48 730 B1 (Fig. 2 und 3) hervorgehenden Art.

Wie in den Fig. 2 und 3 dieser Druckschrift ersichtlich, ist die äußere Glasscheibe mit der inneren Glasscheibe der Verbundsicherheitsglasscheibe durch eine aus Polyvinylbutyral bestehende Zwischenschicht verbunden, wobei die äußere Glasscheibe an gegenüberliegenden Rändern stufenartig über die innere Glasscheibe und die Zwischenschicht hinausragt und dabei an den Randbereichen in eine fahrzeugaufbaufestes Aufnahmeprofil eingesetzt ist. Wie sich jedoch herausgestellt hat, können sich bei einer außenseitigen Beaufschlagung der Verbundsicherheitsglasscheibe durch einen schweren Gegenstand, wie Stein oder dergleichen, an der äußeren Glasscheibe speziell im Bereich der Stufe Risse bilden, so dass die Verbundsicherheitsglasscheibe durch eine neue ersetzt werden muss.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Verbundsicherheitsglasscheibe der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art derart auszubilden, dass ihre Bruchgefahr speziell im Stufenbereich bei außenseitiger Beaufschlagung durch schwere Gegenstände, wie Steine oder dergleichen, vermindert wird.

Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vorgesehen.

Da sich die an der Innenseite der äußeren Glasscheibe anliegende, erste Zwischenschicht erfindungsgemäß über den Eckbereich der Stufe hinaus erstreckt und dabei die Verbundsicherheitsglasscheibe über die erste Zwischenschicht auf dem fahrzeugaufbaufesten Fensterrahmen aufliegt, wird bei einer außenseitigen Beaufschlagung der Verbundsicherheitsglasscheibe durch Steine oder dergleichen von dieser die Krafteinwirkung speziell im Winkelbereich der Stufe dämpfend aufgenommen und dadurch dort eine Rissbildung an der Verbundsicherheitsglasscheibe weitgehend vermieden. Dabei ist die Verlängerung der ohnehin vorhandenen ersten Zwischenschicht ohne nennenswerte Mehrkosten vorzusehen. Schließlich wird auch verhindert, dass Glassplitter oder dergleichen in den Fahrzeuginnenraum gelangen.

Zweckmäßigerweise erstreckt sich jedoch die erste Zwischenschicht mindestens bis zum freien Rand der äußeren Glasscheibe, so dass eine optimale Auflage der Verbundsicherheitsglasscheibe auf dem Fensterrahmen und damit eine gute Dämpfungswirkung bei Steinbeaufschlagung der Verbundsicherheitsglasscheibe vorhanden ist (Merkmal des Patentanspruchs 2).

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung schließen sich an die erste Zwischenschicht mehrere, beispielsweise fünf, jeweils miteinander verbundene Zwischenschichten an, welche jeweils bis zur Randkante der inneren Glasscheibe verlaufen und dabei die Stufe der Verbundsicherheitsglasscheibe bilden. Diese kann dabei eine Gesamtdicke von etwa 10 bis ungefähr 15 mm haben. Durch die sich an die erste Zwischenschicht anschließenden fünf weiteren Zwischenschichten wird eine hohe Dämpfungswirkung bei einer außenseitigen Steinbeaufschlagung oder dergleichen an der Verbundsicherheitsglasscheibe erreicht (Merkmale der Patentansprüche 3 und 4).

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden erläutert. Diese zeigt den Seitenbereich einer Verbundsicherheitsglasscheibe im Schnitt.

Die in der Zeichnung dargestellte Verbundsicherheitsglasscheibe 1 dient als eine Windschutzscheibe in einem Personenkraftwagen und besteht aus einer äußeren Glasscheibe 2 und einer inneren Glasscheibe 3, die über sechs, jeweils aus Polyvinylbutyral bestehende Zwischenschichten 5 und 6 miteinander verbunden sind. Dabei ist auf der Innenseite der äußeren Glasscheibe 2 eine erste Zwischenschicht 5 befestigt, die sich bis zum freien Rand der äußeren Glasscheibe 2 erstreckt. Ferner sind auf der ersten Zwischenschicht 5 fünf weitere Zwischenschichten 6 aufgeklebt, die jeweils miteinander verklebt sind, wobei auf die innenliegenden Zwischenschicht 6 die dem Fahrzeuginnenraum a zugewandte, innere Glassscheibe 3 aufgeklebt ist.

Wie in der Zeichnung ersichtlich, ragt die äußere Glasscheibe 2 und die mit dieser verbundene erste Zwischenschicht 5 über die Zwischenschichten 6 und die innere Glasscheibe 3 hinaus, so dass die äußere Glasscheibe 2 mit der ersten Zwischenschicht 5 in Bezug auf die Zwischenschichten 6 und die innere Glasscheibe 3 eine Stufe 7 bilden. In deren Bereich ist die Verbundsicherheitsglasscheibe 1 über die erste Zwischenschicht 5 mit dem fahrzeugaufbaufesten Fensterrahmen 10 verklebt. Schließlich hat die Verbundsicherheitsglasscheibe 1 eine Gesamtdicke von etwa 10 bis 15 mm.


Anspruch[de]
  1. 1. Verbundsicherheitsglasscheibe für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Windschutzscheibe, im Wesentlichen bestehend aus mindestens einer äußeren und wenigstens einer inneren Glasscheibe, die über mindestens eine erste Zwischenschicht miteinander verbunden sind, wobei die äußere Glasscheibe längs wenigstens eines Scheibenrandes unter Bildung einer Stufe über die innere Glasscheibe hinausragt, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Zwischenschicht (5) über den Eckbereich der Stufe (7) hinaus erstreckt.
  2. 2. Verbundsicherheitsglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Zwischenschicht (5) zumindest bis zum freien Rand der äußeren Glasscheibe (2) erstreckt.
  3. 3. Verbundsicherheitsglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die erste Zwischenschicht (5) mehrere, jeweils miteinander verbundene Zwischenschichten (6) anschließen, die jeweils unter Bildung der Stufe (7) bis zur Randkante (3') der inneren Glasscheibe (3) verlaufen.
  4. 4. Verbundsicherheitsglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundsicherheitsglasscheibe (1) eine Gesamtdicke von etwa 10 bis 15 mm hat.






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