PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10130252A1 23.01.2003
Titel Notenblatt für ein Tasteninstrument
Anmelder Veeh-Krauß, Johanna, 90441 Nürnberg, DE
Erfinder Veeh, Hermann, 97258 Hemmersheim, DE
DE-Anmeldedatum 22.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130252
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse G10G 1/02
IPC-Nebenklasse G09B 15/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Notenblatt (05, 05a, 05b) für ein Tasteninstrument (01) mit einer Tastatur (02), wobei auf dem Notenblatt (05, 05a, 05b) Notenköpfe (06) dargestellt sind, die durch ihre relative Lage zueinander jeweils eine anzuschlagende Taste (03, 04) angeben, und wobei die Notenköpfe (06) entsprechend der zu spielenden Reihenfolge zueinander beabstandet zwischen dem oberen und dem unteren Blattrand (07, 08) angeordnet sind. Die Breite des Notenblatts (05, 05a, 05b) entspricht zumindest der Breite des Tastaturabschnitts der Tastatur (02), dessen Tasten (03, 04) beim Spielen des auf dem Notenblatt (05, 05a, 05b) dargestellten Musikstücks angeschlagen werden müssen, wobei die Notenköpfe (06) derart zwischen dem linken und dem rechten Blattrand (10, 11) angeordnet sind, dass durch lagerichtige Anordnung des Notenblatts (05, 05a, 05b) in einer Spielposition an und/oder über der Tastatur (02) jeder Notenkopf (06) in der optischen Verlängerung der jeweils anzuschlagenden Taste (03, 04) anordenbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Notenblatt für ein Tasteninstrument nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein gattungsgemäßes Notenblatt ist beispielsweise aus der DE 195 17 076 A1 bekannt. Bei dem in dieser Druckschrift beschriebenen Notenblatt verlaufen die Notenlinien entgegen der sonst üblichen Schreibweise nicht horizontal von links nach rechts, sondern erstrecken sich vertikal zwischen dem oberen und dem unteren Blattrand. Der Abstand zwischen den einzelnen Notenlinien ist dabei entsprechend der Aufteilung einer Oktave auf einer üblichen Klaviatur gewählt. Die jeweils anzuschlagenden Tasten werden durch Notenköpfe symbolisiert, wobei die Schreibweise der Notenköpfe der üblichen Schreibweise herkömmlicher Notenblätter entspricht. D. h. die jeweils zu spielenden Tasten mit der jeweiligen Tonart werden durch die Position der Notenköpfe relativ zu den Notenlinien angegeben, wobei zur Angabe der richtigen Tonart zusätzlich zu den Notenköpfen am Anfang der Notenlinien Violinen- bzw. Bassschlüssel angebracht sind.

Durch das in der DE 195 17 076 A1 vorgeschlagene Notenschreibsystem wurde die Erlernbarkeit der Notenschrift insbesondere für Anfänger bereits dadurch erleichtert, da die Notenschreibweise ein intuitives Erkennen der jeweils anzuschlagenden Tasten erleichtert.

Nachteilig an der aus dieser Druckschrift bekannten Notenschreibweise ist es jedoch weiterhin, dass beim Umsetzen des von den Augen erkannten Notenkopfes zu einer entsprechenden Bewegung der Hände beim Anschlagen der Tasten ein erhebliches Nachdenken des Musikers erforderlich ist, um die Symbolik der Notenköpfe entsprechend der vereinbarten Notensystematik zu dekodieren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Notenblatt mit einer neuen Notenschreibweise vorzuschlagen, durch die das Spielen eines Tasteninstruments weiter vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird durch ein Notenblatt nach dem Anspruch 1 gelöst.

Weiter ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Notenblatthaltevorrichtung vorzuschlagen, die zur Fixierung erfindungsgemäßer Notenblätter geeignet ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Notenblatthaltevorrichtung gemäß eines der Hauptansprüche gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Notenblätter bzw. der erfindungsgemäßen Notenblatthaltevorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß wird das Notenblatt zumindest so breit ausgebildet, dass die Breite des Notenblattes der Breite des Tastaturabschnittes entspricht, dessen Tasten beim Spielen des auf dem Notenblatt dargestellten Musikstücks angeschlagen werden müssen. Dadurch wird es ermöglicht, die Notenköpfe auf dem Notenblatt derart zwischen dem linken und dem rechten Blattrand anzuordnen, dass bei lagerichtiger Anordnung des Notenblattes an und/oder über der Tastatur jeder Notenkopf in der optischen Verlängerung der jeweils anzuschlagenden Taste zu liegen kommt.

Das bedeutet mit anderen Worten, dass beim Spielen eines auf einem erfindungsgemäßen Notenblatt dargestellte Musikstücks der Musiker jeweils den nächsten der Spielfolge entsprechenden Notenkopf auf dem Notenblatt sucht und durch Auswahl der Taste, die sich in der optischen Verlängerung des jeweiligen Notenkopfs befindet, die jeweils zum Spiel des Musikstücks richtige Taste findet. Das Erlernen einer bestimmten Notenschrift, durch deren Symbolik verschiedene Tastenanschläge kodiert werden, ist bei der Verwendung erfindungsgemäßer Notenblätter nicht erforderlich, da sich die jeweils spielrichtig anzuschlagende Taste allein aus der relativen Anordnung eines Notenkopfs zu dem jeweils zu bespielenden Tastaturabschnitt ergibt. Dadurch wird es insbesondere Anfängern oder Personengruppen mit eingeschränktem kognitivem Auffassungsvermögen ermöglicht, bereits nach kurzer Zeit auch komplizierte Musikstücke an einem Tasteninstrument zu spielen und entsprechende Erfolgserlebnisse zu haben.

Die Orientierung beim Spielen eines Musikstückes unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Notenblattes kann noch dadurch erleichtert werden, dass auf dem Notenblatt Notenlinien vorgesehen sind, die sich bei lagerichtiger Anordnung des Notenblattes parallel zueinander zwischen dem oberen und dem unteren Blattrand des Notenblattes erstrecken. Mit Hilfe dieser Notenlinien, die als Orientierungshilfen dienen, wird die Aufteilung des Notenblattes strukturiert, so dass die jeweilig optische Verlängerung zwischen einem Notenkopf und der jeweils zu spielenden Taste, insbesondere auch bei größeren Abständen zwischen der Taste und dem Notenkopf, leicht aufgefunden werden kann.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Notenlinien gerade so gewählt, dass er der Breite einer Taste auf der Tastatur entspricht. Im Ergebnis kann dadurch auf dem Notenblatt ein Raster aus parallel vom oberen zum unteren Blattrand verlaufende Notenlinie geschaffen werden, das mit der Aufteilung der Tastatur übereinstimmt. Durch Anordnung der Notenköpfe auf und/oder zwischen den Notenlinien kann dann letztendlich jede auf der Tastatur vorhandene Taste auf dem Notenblatt lagerichtig dargestellt werden.

Der Abstand zwischen zwei benachbarten Notenlinien kann dabei insbesondere der Breite der weißen Taste entsprechen, da diese Taste die Breite der Tastatur insgesamt bestimmen.

Zusätzlich dazu bzw. alternativ dazu können auch Notenlinien vorgesehen sein, die der Breite der schwarzen Taste entsprechend zueinander beabstandet auf dem Notenblatt angeordnet sind.

Auch ist es möglich, auf dem Notenblatt zusätzliche Notenlinien vorzusehen, die sich in der optischen Verlängerung von bestimmten Tasten, insbesondere der schwarzen Tasten befinden, so dass das Notenlinienraster im Ergebnis nicht entsprechend den Trennlinien zwischen den Tasten, sondern ungefähr entsprechend der Mittellinien der einzelnen Tasten ausgerichtet wird.

Selbstverständlich ist es dabei auch möglich, auf einem Notenblatt die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Anordnung der Notenlinien, d. h. einmal entsprechend der Trennlinien zwischen den Tasten und einmal entsprechend der Mittellinien der Tasten, miteinander zu kombinieren. Dabei kann die Übersichtlichkeit des Notenblattes und die damit verbundene Orientierungsmöglichkeiten für den Musiker noch verbessert werden, wenn bestimmte Notenlinien optisch hervorgehoben, beispielsweise zumindest teilweise verdickt, dargestellt sind. So können insbesondere Notenlinien, die entsprechend der Lage der schwarzen Tasten auf der Tastatur im Notenblatt dargestellt sind, verdickt dargestellt werden, so dass das von den verschiedenen Notenlinien dargestellte Notenlinienraster der Aufteilung der Tastatur mit schwarzen und weißen Tasten entspricht.

Da es beim Spielen eines Musikstückes unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Notenblattes erforderlich ist, jeweils die optische Verlängerung zwischen einem Notenkopf und der jeweils anzuschlagenden Taste aufzufinden, sollte der Abstand zwischen Notenblatt und Tastatur möglichst kurz sein. Es ist deshalb besonders vorteilhaft, wenn das Notenblatt mit seinem unteren Blattrand in unmittelbarer Nähe an bzw. über der Tastatur anordenbar ist. Dazu kann das Notenblatt beispielsweise unter Verwendung einer geeigneten Notenblatthaltevorrichtung unmittelbar auf den Tasten eines Tastaturinstruments abgestellt werden.

Um dem menschlichen Auge das Auffinden der optischen Verlängerung zwischen Notenkopf und anzuschlagender Taste zu erleichtern, soll das Notenblatt möglichst nicht zu steil und nicht zu flach relativ zur Tastatur angeordnet sein. Es ist deshalb besonders vorteilhaft, wenn die Ebene entlang der Vorderseite des Notenblattes mit der Ebene entlang der Oberseite der Tastatur einen Winkel von 100 bis 170 Grad, insbesondere einen Winkel von 120 bis 150 Grad, einschließt.

Zur Fixierung des Notenblattes an und/oder über der Tastatur in der lagerichtigen Position kann eine Notenblatthaltevorrichtung verwendet werden. Da es beim Spiel unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Notenblattes von entscheidender Bedeutung ist, dass das Notenblatt zu jeder Zeit in der richtigen Lage relativ zur Tastatur positioniert ist, sollte die Notenblatthaltevorrichtung ein Verrutschen des unteren Blattrandes relativ zur Tastatur zuverlässig ausschließen können.

Um einen möglichst kurzen Abstand zwischen dem Notenblatt und der Tastatur gewährleisten zu können, sollte die Notenblatthaltevorrichtung mit einer Anlagefläche auf der Tastatur zur Anlage bringbar sein.

Um das unerwünschte Verrutschen des Notenblattes relativ zur Tastatur im Wesentlichen auszuschließen, kann in der Anlagefläche ein Kontaktelement an der Notenblatthaltevorrichtung vorgesehen werden. Durch dieses Kontaktelement wird die Reibung zwischen Tastatur und Notenblatthaltevorrichtung erhöht, so dass die Verrutschgefahr abgesenkt wird. Zur konstruktiven Realisierung dieses Merkmals kann beispielsweise an der Unterseite der Notenblatthaltevorrichtung, die als Anlagefläche dient, eine Gummilippe oder Ähnliches befestigt werden, die einen hohen Reibungsfaktor aufweist.

Zur konstruktiven Realisierung der Notenblatthaltevorrichtung sind unterschiedliche Bauweisen grundsätzlich denkbar. Nach einer ersten Alternative kann an der Notenblatthaltevorrichtung ein hinteres Stützelement und ein sich an der Unterkante des Stützelements nach vorne erstreckendes Auflageelement vorgesehen sein. Das Notenblatt kann dann auf dem Auflageelement von oben abgelegt werden und wird vom hinteren Stützelement von der Rückseite her abgestützt. Eine derartige Notenblatthaltevorrichtung kann dann beispielsweise unter Zwischenlegung eines Kontaktelements, auf der Tastatur abgestellt werden.

Alternativ dazu kann die Notenblatthaltevorrichtung auch in der Art einer Klemmschiene ausgebildet sein, die am unteren Blattrand des Notenblattes fixiert wird. Dabei sind allerdings Notenblätter aus einem Material, beispielsweise Pappkarton, erforderlich, die eine ausreichende Eigensteifigkeit aufweisen. Die Klemmschiene ihrerseits kann dann wiederum auf der Tastatur abgestellt werden, beispielsweise unter Zwischenlegung eines reibungserhöhenden Kontaktelements, so dass sich die erforderliche lagerichtige Anordnung des erfindungsgemäßen Notenblattes ergibt.

Grundsätzlich ist es bei erfindungsgemäßen Notenblättern ausreichend, wenn jeder Notenkopf durch seine Anordnung auf dem Notenblatt den Anschlag einer Taste angibt. Bei der Darstellung von aufwendigeren Kompositionen auf einem Notenblatt sind jedoch für ein richtiges Abspielen noch weitere Angaben, beispielsweise die Tonlänge, unabdingbar. Bei dem erfindungsgemäßen Notenblatt können die Notenköpfe zur Kodierung derartiger zusätzlicher Informationen, wie beispielsweise der Tonlänge, eine jeweils unterschiedliche Gestalt bzw. Größe aufweisen. So ist es denkbar, auf einem Notenblatt je nach vereinbarter Notenkopfsymbolik kreisringförmige, elliptische oder eckige Punkte als Notenköpfe zu verwenden bzw. insbesondere die Tonlänge durch die Größe und/oder Form der Punkte zu kodieren.

Um dem Musiker beim Abspielen eines Musikstückes die jeweils einzuhaltende Reihenfolge der anzuschlagenden Taste in vereinfachter Form darzustellen, können die Notenköpfe entsprechend der Spielfolge durch Verbindungslinien verbunden sein. Beim Abspielen des Musikstückes muss der Musiker dann nur der sich ergebenden Schlangenlinie zwischen den einzelnen Notenköpfen folgen. Sollen gleichzeitig mehrere Tasten angeschlagen werden, kann dies durch Anordnung mehrerer Notenköpfe in gleicher Höhe auf dem Notenblatt dargestellt werden, wobei zur Verdeutlichung die jeweiligen in gleicher Höhe vorgesehenen Notenköpfe durch horizontal verlaufende Verbindungslinien verbunden werden können.

Soll gleichzeitig mehrere Tasten von unterschiedlichen Händen des Musikers angeschlagen werden, kann dies durch eine entsprechend unterschiedliche Farbgebung der auf dem Notenblatt dargestellten Notenköpfe kodiert werden.

Um die lagerichtige Anordnung eines erfindungsgemäßen Notenblattes relativ zum jeweiligen Tastaturabschnitt zu erleichtern, kann auf dem Notenblatt eine Referenzmarkierung angebracht werden. Vor Beginn des Musikspiels wird das Notenblatt dann mit der Referenzmarkierung an einer Referenzmarkierung der Tastatur, beispielsweise der Trennlinie zwischen zwei ganz bestimmten Tasten, ausgerichtet. Als Referenzmarkierung können selbstverständlich auch die seitlichen Blattränder dienen.

Für die meisten Anwendungen wird es am vorteilhaftesten sein, wenn das erfindungsgemäße Notenblatt auf Papier gedruckt ist. Diese Art der Herstellung erfindungsgemäßer Notenblätter ist aber keineswegs zwingend. So ist es beispielsweise auch denkbar, ein erfindungsgemäßes Notenblatt durch elektronische Anzeigeelemente, beispielsweise LED oder Flüssigkristallelemente, auf einen elektronischen Display darzustellen. Dabei ist selbstverständlich eine geeignete Steuerung der elektronischen Anzeigeelemente vorzusehen, so dass jeweils nur die Anzeigeelemente angezeigt werden, die der Spielweise des darzustellenden Musikstücks entsprechen.

Mit anderen Worten bedeutet dies, dass Notenblatt im Sinne dieser Erfindung jedes Darstellungsmedium ist, auf dem ein Musikstück in der erfindungsgemäßen Art dargestellt ist.

Erfindungsgemäß ist es möglich, dass das durch die Notenköpfe auf dem Notenblatt dargestellte Musikstück zusätzlich auch in konventioneller Notenschrift auf dem Notenblatt dargestellt ist. Dass heißt, das Musikstück wird in zwei äquivalenten Schreibweisen dargestellt. Die konventionelle Notenschrift kann beispielsweise am oberen Blattrand eines erfindungsgemäßen Notenblatts zusätzlich aufgedruckt sein.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die Tastatur eines schematisch dargestellten Tasteninstruments mit einem erfindungsgemäßen Notenblatt in perspektivischer Ansicht von schräg oben;

Fig. 2 das Tasteninstrument mit Notenblatt gemäß Fig. 1 in schematisch dargestellter seitlicher Ansicht;

Fig. 3 die Tastatur eines Tasteninstruments mit einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Notenblattes in schematisch dargestellter perspektivischer Ansicht von schräg oben;

Fig. 4 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Notenblattes in schematisch dargestellter Ansicht von oben.

In Fig. 1 ist ein Tasteninstrument 01, beispielsweise ein Klavier, mit einer Tastatur 02 dargestellt. Die Tastatur 02 wird in der üblichen Weise von weißen Tasten 03 und schwarzen Tasten 04 gebildet, wobei die Tasten 03 und 04 entsprechend der auf dem Tasteninstrument 01 spielbaren Tonhöhen von links nach rechts geordnet sind.

Auf der Tastatur 02 ist ein erfindungsgemäßes Notenblatt 05 angeordnet, auf dem zur Darstellung eines einfachen Musikstückes sechs Notenköpfe 06 aufgedruckt sind. Entsprechend der Spielfolge des dargestellten Musikstückes sind die Notenköpfe 06 in unterschiedlicher Höhe zwischen dem oberen Blattrand 07 und dem unteren Blattrand 08 des Notenblattes 05 aufgedruckt, wobei zur Verdeutlichung der Spielfolge zwischen den einzelnen Notenköpfen 06 Verbindungslinien 09 aufgedruckt sind.

Die Breite des Notenblattes 05 entspricht der Breite des für das dargestellte Musikstück zu bespielenden Tastaturabschnitts auf der Tastatur 02. Die einzelnen Notenköpfe 06 sind dabei relativ zwischen dem linken Blattrand 10 und dem rechten Blattrand 11 des Notenblattes derart aufgedruckt, dass sich die entsprechend jedem Notenkopf anzuschlagende Taste aus der optischen Verlängerung zwischen dem jeweiligen Notenkopf und der anzuschlagenden Taste ergibt. Beispielsweise kann der Musikspieler die für das Musikstück erste anzuschlagende Taste 03a aus der Anordnung des Notenkopfes 06a auf dem Notenblatt 05 erkennen, da sich der Notenkopf 06a in der optischen Verlängerung der ersten anzuschlagenden Taste 03a befindet, was in Fig. 1 durch eine Strichlinierung angedeutet ist. Beim Abspielen des dargestellten Musikstücks muss sich der Musiker also jeweils ausgehend vom nächsten Notenkopf 06 die Taste 03 oder 04 heraussuchen, die sich in der optischen Verlängerung des Notenkopfes befindet und dann diese Taste anschlagen. Daran anschließend wird die Taste 03 oder 04 zum nächsten Notenkopf 06 aufgesucht und wiederum angeschlagen.

Im Ergebnis wird dadurch das Erlernen einer speziellen Notenschrift überflüssig gemacht, da der Musiker die jeweils anzuschlagende Taste unmittelbar aus der relativen Anordnung zwischen den Notenköpfen 06 und den Tasten 03 und 04 auf der Tastatur 02 erkennt. Ein analysierendes Umdenken zur Dekodierung der Notenschrift, wie bei sonstigen Notenschriften üblich, ist somit nicht notwendig.

In Fig. 2 ist die Anordnung des Notenblattes 05 auf der Tastatur 02 des Tasteninstruments 01 in seitlicher Ansicht erkennbar. Der untere Blattrand 08 des Notenblattes 05 ist in einer als Notenblatthaltevorrichtung dienenden Klemmschiene 12 fixiert, die beispielsweise aus einem Kunststoffprofil gefertigt sein kann. Auf der Unterseite der Klemmschiene 12 ist dabei ein Kontaktelement 13 befestigt, an dessen Unterseite eine Gummilippe vorgesehen ist. Mit dieser Gummilippe kommt das Kontaktelement 13 von oben auf den schwarzen Tasten 04 der Tastatur 02 zur Anlage und sichert aufgrund seines hohen Reibungsfaktors die relative Lage zwischen Tastatur 02 und Notenblatt 05. Das Notenblatt 05 weist dabei eine gewisse Eigensteifigkeit auf, beispielsweise durch Druck auf ein kartonartiges Papier, so dass eine separate Abstützung des Notenblattes 05 von hinten nicht erforderlich ist.

Je nach Anordnung des Kontaktelements 13 entlang der Länge der schwarzen Tasten 04 können unterschiedliche Winkel α, die zwischen dem Notenblatt 05 und der Tastatur 02 eingeschlossen sind, eingestellt werden.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung des Kontaktelements 13 weist α einen Wert von ungefähr 100 Grad auf.

In Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform 05a eines erfindungsgemäßen Notenblattes dargestellt. Die Darstellung der Notenköpfe 06 auf dem Notenblatt 05a entspricht dabei der Darstellung im Notenblatt 05. Beim Notenblatt 05a sind zusätzlich zur Darstellung des Musikstückes Notenlinien 14 aufgedruckt, die entsprechend der Breite der weißen Taste 03 parallel beabstandet zwischen dem oberen Blattrand 07 und dem unteren Blattrand 08 verlaufen. Durch die Notenlinien 14 ergibt sich ein Raster, das der Aufteilung der weißen Tasten 03 auf der Tastatur 02 entspricht, so dass der Musikspieler die optische Verlängerung zwischen den einzelnen Notenköpfen 06 und der jeweils anzuschlagenden Taste einfach auffinden kann. Dementsprechend, ob es sich bei der jeweils anzuschlagenden Taste um eine weiße Taste 03 oder um eine schwarze Taste 04 handelt, werden die Notenköpfe 06 entweder zwischen den Notenlinien 14 (für eine weiße Taste) oder auf den Notenlinien 14 (für eine schwarze Taste) angeordnet.

In Fig. 4 ist eine dritte Ausführungsform Notenblatt 05b in Ansicht von oben dargestellt. Das auf dem Notenblatt 05b dargestellte Musikstück erfordert eine zweihändige Spielweise, was durch die horizontalen Verbindungslinien 15 zwischen jeweils auf gleicher Höhe angeordneten Notenköpfen verdeutlicht ist. Die jeweils zu spielende Tonlänge wird durch Größe der verschiedenen Notenköpfe 06 bzw. deren Gestalt als Vollellipsen bzw. elliptischen Ringen symbolisiert. Um die Orientierung auf dem Notenblatt 05b zu verbessern, sind jeweils die Notenlinien 014a, die entsprechend der Lage von schwarzen Tasten 03 auf der Tastatur 02 angeordnet werden, teilweise verdickt dargestellt. Im Ergebnis ergibt sich damit ein optisches Raster, das der optischen Aufteilung einer Klaviertastatur entspricht.

Um die lagerichtige Anordnung des Notenblatts 05b an der Tastatur zu erleichtern, ist am unteren Rand des Notenblatts 05b eine Referenzmarkierung 16 angebracht, die mit einer Referenzmarkierung an der Tastatur, beispielsweise der Trennlinie zwischen zwei bestimmten Tasten, in Übereinstimmung gebracht werden muss. Bezugszeichenliste 01 Tasteninstrument

02 Tastatur

03 weiße Tasten

03a erste anzuschlagende weiße Taste

04 schwarze Tasten

05 Notenblatt

05a Notenblatt (2. Ausführungsform)

05b Notenblatt (3. Ausführungsform)

06 Notenkopf

06a Notenkopf (erste Taste)

07 oberer Blattrand

08 unterer Blattrand

09 Verbindungslinien

10 linker Blattrand

11 rechter Blattrand

12 Klemmschiene

13 Kontaktelement

14 Notenlinie

14a teilweise verdickte Notenlinie

15 horizontale Verbindungslinie

16 Referenzmarkierung


Anspruch[de]
  1. 1. Notenblatt für ein Tasteninstrument mit einer Tastatur, wobei auf dem Notenblatt Notenköpfe dargestellt sind, die durch ihre relative Lage auf dem Notenblatt jeweils eine anzuschlagende Taste angeben, und wobei die Notenköpfen entsprechend der zu spielenden Reihenfolge zueinander beabstandet zwischen dem oberen und dem unteren Blattrand angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Notenblatts (05, 05a, 05b) zumindest der Breite des Tastaturabschnitts der Tastatur (02) entspricht, dessen Tasten (03, 04) beim Spielen des auf dem Notenblatt (05, 05a, 05b) dargestellten Musikstücks angeschlagen werden müssen, wobei die Notenköpfe (06) derart zwischen dem linken und dem rechten Blattrand (10, 11) angeordnet sind, dass durch lagerichtige Anordnung des Notenblatts (05, 05a, 05b) in einer Spielposition an und/oder über der Tastatur (02) jeder Notenkopf (06) in der optischen Verlängerung der jeweils anzuschlagenden Taste (03, 04) anordenbar ist.
  2. 2. Notenblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Notenblatt (05, 05a, 05b) Notenlinien (14, 14a) vorgesehen sind, die sich während der Nutzung parallel zueinander zwischen dem oberen und dem unteren Blattrand (07, 08) des Notenblatts erstrecken.
  3. 3. Notenblatt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen zumindest zwei benachbarten Notenlinien (14, 14a) der Breite einer Taste auf der Tastatur entspricht.
  4. 4. Notenblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen zumindest zwei benachbarten Notenlinien (14, 14a) der Breite der die Breite der Tastatur (02) insgesamt bestimmenden Tasten (03), insbesondere der Breite der weißen Tasten, entspricht, so dass die Notenlinien (14, 14a) in der optischen Verlängerung der Trennlinien zwischen diesen Tasten (03) anordenbar sind.
  5. 5. Notenblatt nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen zumindest zwei benachbarten Notenlinien (14, 14a) der Breite der die Breite der Tastatur insgesamt nicht bestimmenden Tasten (04), insbesondere der Breite der schwarzen Tasten, entspricht, so dass die Notenlinien (14, 14a) in der optischen Verlängerung der Trennlinien zwischen diesen Tasten (04) und benachbarten Tasten (03) anordenbar sind.
  6. 6. Notenblatt nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Notenblatt zusätzliche Notenlinien (14a) vorgesehen sind, die in der optischen Verlängerung von bestimmten, insbesondere schwarzen, Tasten anordenbar sind.
  7. 7. Notenblatt nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Notenlinien (14a) optisch hervorgehoben, beispielsweise zumindest teilweise verdickt, dargestellt sind.
  8. 8. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Notenblatt (05, 05a, 05b) derart anordenbar ist, das der untere Blattrand (08) des Notenblatts (05, 05a, 05b) in unmittelbarer Nähe über der Tastatur (02) zu liegen kommt.
  9. 9. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene entlang der Vorderseite des Notenblatts (05, 05a, 05b) mit der Ebene entlang der Oberseite der Tastatur (02) einen Winkel (α) von 100 bis 170 Grad, insbesondere einen Winkel (α) von 120 bis 150 Grad, einschließt.
  10. 10. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Notenblatt (05, 05a, 05b) und Tastatur eine Notenblatthaltevorrichtung (12) vorgesehen ist, die ein Verrutschen des Notenblatts (05, 05a, 05b) relativ zur Tastatur (02) im wesentlichen ausschließt.
  11. 11. Notenblatt nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung (12) mit einer Anlagefläche auf der Tastatur zur Anlage bringbar ist.
  12. 12. Notenblatt nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlagefläche zumindest abschnittsweise ein die Reibung zwischen Tastatur (02) und Notenblatthaltevorrichtung (12) erhöhendes Kontaktelement (13), insbesondere in der Form einer Gummilippe oder ähnlichem, vorgesehen ist.
  13. 13. Notenblatt nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung in der Art eines Notenständers mit einem hinteren Stützelement und einem sich an der Unterkante des Stützelements nach vorne erstreckenden Auflageelement ausgebildet ist.
  14. 14. Notenblatt nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung in der Art einer Klemmschiene (12) ausgebildet ist, die am unteren Blattrand (08) des Notenblatts (05, 05a, 05b) fixierbar ist.
  15. 15. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenköpfe (06) die Gestalt von kreisringförmigen, elliptischen oder eckigen Punkten aufweisen.
  16. 16. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Tonlänge der jeweils zu spielenden Tasten (03, 04) durch die Größe und/oder die Form der Notenköpfe (06) dargestellt ist.
  17. 17. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenköpfe (06) entsprechend der Spielfolge durch Verbindungslinien (09) verbunden sind.
  18. 18. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenköpfe (06) abhängig davon, mit welcher Hand bzw. mit welchem Finger einer Hand eine Taste (03, 04) angeschlagen werden soll, unterschiedliche Farbmarkierungen aufweisen.
  19. 19. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Notenblatt (05, 05a, 05b) eine Referenzmarkierung (16) angebracht ist, die zur lagerichtigen Positionierung des Notenblatts in der Spielposition an einer Referenzmarkierung am Tasteninstrument (01) ausrichtbar ist.
  20. 20. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Notenblatt (05, 05a, 05b) auf Papier gedruckt ist.
  21. 21. Notenblatt nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Notenblätter (05, 05a, 05b), insbesondere durch Spiralbindung, zu einem Notenbuch gebunden sind.
  22. 22. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Notenblatt durch elektronische Anzeigeelemente, beispielsweise unter Verwendung einer geeigneten Software, auf einem Display realisiert ist.
  23. 23. Notenblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Notenköpfe auf dem Notenblatt dargestellte Musikstück zusätzlich auch in konventioneller Notenschrift dargestellt ist.
  24. 24. Notenblatthaltevorrichtung zur Fixierung eines Notenblatts nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung (12) derart zwischen Notenblatt (05, 05a, 05b) und Tastatur (02) anordenbar ist, dass durch lagerichtige Anordnung des Notenblatts (05, 05a, 05b) an der Notenblatthaltevorrichtung (12) jeder Notenkopf (06) in der optischen Verlängerung der jeweils anzuschlagenden Taste (03, 04) zu liegen kommt.
  25. 25. Notenblatthaltevorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung (12) mit einer Anlagefläche auf der Tastatur (02) zur Anlage bringbar ist.
  26. 26. Notenblatthaltevorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlagefläche zumindest abschnittsweise ein die Reibung zwischen Tastatur (02) und Notenblatthaltevorrichtung (12) erhöhendes Kontaktelement(13), insbesondere in der Form einer Gummilippe oder ähnlichem, vorgesehen ist.
  27. 27. Notenblatthaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung in der Art eines Notenständers mit einem hinteren Stützelement und einem sich an der Unterkante des Stützelements nach vorne erstreckenden Auflageelement ausgebildet ist.
  28. 28. Notenblatthaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Notenblatthaltevorrichtung in der Art einer Klemmschiene (12) ausgebildet ist, die am unteren Blattrand (08) des Notenblatts (05, 05a, 05b) fixierbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com