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Dokumentenidentifikation DE10130443A1 23.01.2003
Titel Leiterfuß mit Erdspitze
Anmelder Klein, Eckhard, 67435 Neustadt, DE
Erfinder Klein, Eckhard, 67435 Neustadt, DE
DE-Anmeldedatum 23.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130443
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse E06C 7/42
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schwenkfuß für Anlegeleitern, der mit einer Erdspitze kombiniert wird, wobei die Erdspitze mit dem Leiterfuß am Holmen befestigt wird und die Erdspitze bei Bedarf in eine mit der Spitze zum Boden gerichtete Stellung gebracht wird, damit die Erdspitze in den Boden eindringen kann, wobei die Eindringtiefe der Erdspitze durch eine quer zur Erdspitze angeordnete Fläche begrenzt wird. Die Erdspitze (10) ist in einem Führungsrohr (4) eingesetzt, das über Verbindungsteile mit dem Holmen (18) verbunden ist und das mit einem Längsschlitz (5), sowie mit zwei von dem Längsschlitz (5) abgehenden Nuten (6) versehen ist. An der Erdspitze (10) ist ein Bedienelement (11) mit einer Sperre (12) angebracht, womit die Erdspitze (10) in den beiden Nuten (6), einmal in der oberen Stellung und in der Arbeitsstellung positioniert und arretiert werden kann, wobei die Erdspitze (10) in der Arbeitsstellung durch eine Durchdringung (16) des Schwenkfußes (13) geführt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Leiterfuß der mit einer Erdspitze kombiniert wird, bestehend aus einem Schwenkfuß mit einem Antirutschbelag und einer bei Bedarf durchsteckbaren Erdspitze. Leiterfüße die mit Erdspitzen kombiniert werden, sind bekannt als sogenannte Kombifüße, wobei die Erdspitze an dem Fußende eines Schwenkfußes angesetzt ist und bei Bedarf, so beim Aufstellen einer Leiter auf gewachsenem Boden einfach umgeklappt wird, so daß dann die Spitze nach unten zeigt und in den Boden dringt. Die Nachteile dieser bekannten Ausführungen liegen darin, daß sowohl die nach den einschlägigen Vorschriften geforderte Mindestlänge der Erdspitze, als auch die geforderte Flächengröße gegen das Einsinken des Leiterfußes in das Erdreich, hierbei nicht erreicht wird. Eine konstruktive Veränderung dieser Bauformen, um das vorgeschriebene Längen- und Flächenmaß an einem solchen bekannten Kombifuß zu erreichen, wäre schwierig. Diese bekannte Bauform hat noch einen weiteren Nachteil. Zum Umschwenken auf die Erdspitze benötigt dieser Kombifuß einen Freiwinkel, der aber zu einem selbstätigen Umklappen des Fußes führen kann. Durch die drehbare Lagerung des Kombifußes paßt sich der Antirutschbelag immer großflächig an den Boden an und bringt die optimale Haftung. Trifft aber der Fußbelag auf einen vom Gebäude abfallen Untergrund, führt der zusätzliche Schub über das verstärkte Drehmoment zu diesem Umklappen. Kommt dann die Erdspitze auf einem harten Belag zu stehen, kann der Leiterfuß abrutschen.

Die Erfinderische Aufgabe bestand darin, die Vorteile eines Schwenkfußes zu erhalten, den Schwenkwinkel aber zu begrenzen und einen solchen Schwenkfuß mit einer Erdspitze zu kombinieren, die bei Bedarf durch den Schwenkfußbelag hindurch gesteckt und arretiert werden kann. Der Antirutschbelag ersetzt mit der geforderten Flächengröße den für Erdspitzen benötigten Stützteller. Die Erdspitze wird sowohl in der absenkten, als auch in der abgehobenen Stellung arretiert. Damit wird eine gefährliche Zwischenstellung, wie sie bei Klemmverbindungen möglich ist, vermieden und sowohl die vorgeschriebene Mindestlänge der Erdspitze, als auch der sichere Rückzug der Erdspitze konstruktiv vorbestimmt.

Die Erfindung wir anhand der Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 zeigt das Kompletteil mit Erdspitze und Schwenkfuß

Fig. 2 zeigt die Draufsicht zum Führungsrohr

Fig. 3 zeigt das Führungsrohr mit der Erdspitze

Fig. 4 zeigt das Kopfteil der Erdspitze

Fig. 5 zeigt die Draufsicht zu Fig. 4

Das nachfolgend beschriebene Lösungsbeispiel zeigt ein Kompletteil, das auch zur nachträglichen Kombination mit einem Schwenkfuß geeignet ist. Das neue Teil mit Erdspitze besteht aus einem Rechteckrohr (1), mit einem daran befestigten Rechteckprofil (2), das mit zwei Verstärkungswinkel (3) versteift ist und damit sowohl als Winkelbegrenzung für den Schwenkfuß (13), als auch zur Befestigung für des Führungsrohr (4) dient. Das Führungsrohr (4) führt die Erdspitze (10) und ist an seinem oberen Ende mittels der Unterlage (7) und der Befestigungsschraube (15) mit dem in den Holmen (18) eingeschobenen Rechteckrohr (1) verschraubt. Der zweite Befestigungspunkt wird durch die Fußverbindung (14) hergestellt, wobei das in den Holmen eingeschobene Rechteckrohr (1) in diese Verbindung eingebunden wird, so daß für die Kombination eines Schwenkfußes mit einer Erdspitze nur eine zusätzliche Befestigungsschraube (15) notwendig ist. Das Rechteckrohr (1) ist an seinem unteren Ende im Bereich des Schwenkfußes schräg angeschnitten und begrenzt damit den Schwenkwinkel auch in der der Erdspitze abgewandten Seite. Damit wird das Überkippen des Schwenkfußes (13) auch für den Fall einer unsachgemäßen Bedienung, wenn die Leiter mit der falschen Seite angestellt wird, verhindert.

Die Erdspitze (10) besteht aus einem Rundmetall, das am unteren Ende angespitzt und am oberen Ende mit einer Metallfahne, die als Bedienelement (11) dient, versehen ist, wobei neben dem Bedienteil (11) eine Aussparung (20) für die Sperre (12) vorgesehen ist. Das Führungsrohr (4) ist mit einem Längsschlitz (5) versehen, wobei einmal am unteren Schlitzende und einmal oben, unterhalb der Elastikmasse (8) jeweils eine Verbreiterung durch eine Nute (6) besteht.

Das Führungsrohr (4) ist am Kopfende mit einer Elastikmasse (8), die mit einer Metallauflage (9) versehen ist, verschlossen, wird von der Befestigungsschraube (15) durchdrungen und damit gleichzeitig mit dem Führungsrohr (4) befestigt. Die Unterlage (7) zwischen dem Kopf des Führungsrohr (4) und dem Holmen (18) dient als Ausgleichsteil für die unterschiedlichen Wandstärken von Leiterholmen.

Das Bedienelement (11) ist mit einem Winkelprofilstück versehen, das als Sperre (12) dient und das mit einer Befestigung (19) mit dem Bedienelement (11) schwenkbar verbunden ist, wobei der obenliegende Schenkel des Winkelprofiles sich beim Hochschwenken der Sperre (12) auf dem Bedienelement (11) aufsetzt und damit den Schwenkwinkel auf den notwendigen Weg begrenzt.

Der Schwenkfuß (13) ist mit einer Antirutschauflage (17) versehen und mittels der Fußbefestigung (14) mit dem Holmen (18) schwenkbar verbunden. Die Fußplatte des Schwenkfußes (13) sowie der Antirutschbelag (17) sind mit einer langlochförmigen Durchdringung (16) zum durchführen der Erdspitze (10) versehen. Die Länge der Durchdringung (16) ist so gewählt, daß die Erdspitze (10) bei jedem möglichen Schwenkwinkel des Schwenkfußes (13) ungehindert durch die Durchdringung (16) geführt werden kann.

Mit der gewählten Lösung sind die beiden Stellungen der Erdspitze (10) genau definiert. Es gibt keine Zwischenstellung wie bei den bekannten Klemmverbindungen. Damit ist sowohl die nach den Vorschriften geforderte aktive Spitzenlänge, als auch der komplette Rückzug der Erdspitze (10) konstruktiv vorgegeben.

Die Erdspitze (10) wird zum Transport eingefahren, indem der Benutzer die über das Bedienelement (11) nach unten überstehende Sperre (12) anhebt. Damit schwenkt die Sperre (12) aus dem Längsschlitz (5) und das Bedienelement (11) kann aus der unteren Nute (6) in die Flucht des Längsschlitz (5) gedreht werden. Nun kann die Erdspitze mithilfe des Bedienelement (11) aus dem Schwenkfußbelag gezogen werden. Die Sperre (12) läuft dabei jetzt außerhalb des Längsschlitz (5) und kann erst wieder eingelegt werden, wenn das Bedienelement (11) die Nute (6) am oberen Anschlages erreicht und das Bedienelement in die Nute (6) einschwenkt wird. Die Arretierung der beiden Stellungen der Erdspitze (10) funktioniert gleich, indem das Bedienelement (11) in die Nute (6) geschwenkt und die Sperre (12) in den freigewordenen Längsschlitz (5) gedrückt wird und damit das Bedienelement (11) in der oberen Nute (6) hält.

Die Sicherung der oberen Stellung mit der Sperre (12) wäre für den Transport wegen der unterschiedlichen Lagen und der Erschütterungen nicht ausreichend. Deshalb wurde die Sperre (12) an der oberen Stellung zusätzlich gesichert. Die Elastikmasse (8), ein gummiartiges Material, dient als Verschlußpfropfen für des Führungsrohr (4), als Begrenzungsanschlag für die Erdspitze (10) und als Sicherung für die Sperre (12). Die Elastikmasse (8) ist im Bereich des Längsschlitz (5) mit einer Metallauflage (9) versehen. Wenn die Erdspitze (10) die oberste Stellung erreicht hat, wird das Bedienelement (11) in die obere Nute (6) geschwenkt und die Sperre (12) in den Längsschlitz (5) gedrückt. Dabei passiert die Sperre (12) die Metallauflage (9) der Elastikmasse (8) und drückt damit die Elastikmasse (8) zusammen. Durch die runde Formgebung der Sperre (12) an deren Spitze, wird dieser Druckpunkt auf die Metallauflage (9) beim runterschwenken in den Längsschlitz (5) wieder unterschritten. Die Sperre (12) kann den Druckpunkt selbsttätig nicht überschreiten, so daß die Sperre (12) auch bei Transporterschütterungen ausreichend gesichert ist. Bezugszeichenliste 1 Rechteckrohr

2 Rechteckprofil

3 Verstärkungswinkel

4 Führungsrohr

5 Längsschlitz

6 Nute

7 Unterlage

8 Elastikmasse

9 Metallauflage

10 Erdspitze

11 Bedienelement

12 Sperre

13 Schwenkfuß

14 Fußbefestigung

15 Befestigungsschraube

16 Durchdringung

17 Antirutschauflage

18 Holmen

19 Befestigung

20 Aussparung


Anspruch[de]
  1. 1. Leiterfuß mit Erdspitze, wobei ein schwenkbarer Leiterfuß mit einer Erdspitze kombiniert wird und die Erdspitze mit dem Leiterfuß am Holmen befestigt ist und bei Bedarf in eine mit der Spitze zum Boden gerichtete Stellung gebracht wird, damit die Erdspitze in den Boden eindringen kann, wobei die Eindringtiefe der Erdspitze durch eine quer zur Erdspitze angeordnete Fläche begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdspitze (10) in einem Führungsrohr (4), das über Verbindungsteile mit dem Holmen (18) verbunden ist und das mit einem Längschlitz (5), und mit zwei von dem Längschlitz (5) abgehenden Nuten (6) versehen ist und daß die Erdspitze (10) mit einem Bedienteil (11), das mit einer Sperre (12) ausgerüstet ist, womit die Erdspitze (10) positioniert und arretiert werden kann und daß die Erdspitze (10) in der Arbeitsstellung durch eine Durchdringung (16) des Schwenkfußes (13) geführt wird.
  2. 2. Leiterfuß mit Erdspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsteile aus einem Rechteckrohr (1) sowie einem Rechteckprofil (2) und zwei Verstärkungswinkel (3) besteht, und daß diese Teile sowohl als Halterung für das Führungsrohr (4), als auch als Winkelbegrenzung für den Schwenkfuß (13) dient.
  3. 3. Leiterfuß mit Erdspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr (4) am Kopfende mit einer Elastikmasse (8), die als Verschlußpfropfen, sowie als Begrenzungsanschlag für die Erdspitze (10), und zusammen mit der Metallauflage (9) als Sicherung für die Sperre (12) dient, ausgestattet ist.
  4. 4. Leiterfuß mit Erdspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdspitze als Kompletteil mit einer Befestigungsschraube (15) am Kopfende des Führungsrohres (4) mit dem Holmen (18) verbunden wird und daß der zweite Befestigungspunkt über die Fußbefestigung (14) erfolgt.
  5. 5. Leiterfuß mit Erdspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdspitze als Kompletteil für einen nachträglichen Einbau zur Kombination mit einem bereits vorhandenen Schwenkfuß (13) geeignet ist, wobei die unterschiedliche Wandstärke des Holmen (18) mit der Unterlage (7) ausgeglichen werden kann.






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