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Dokumentenidentifikation DE10131113A1 23.01.2003
Titel Rotations-Elektromotor
Anmelder Siemens Linear Motor Systems GmbH & Co. KG, 80997 München, DE
Erfinder Hoppe, Thomas, 85247 Schwabhausen, DE;
Matscheko, Gerhard, 82319 Starnberg, DE;
Wollenberg, Johannes, 82166 Gräfelfing, DE
DE-Anmeldedatum 28.06.2001
DE-Aktenzeichen 10131113
Offenlegungstag 23.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse H02K 1/06
Zusammenfassung Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, bei großdimensionierten Rotationselektromotoren den Stator bzw. den Rotor in einzelne Segmente (20, 30) zu unterteilen.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden die Fertigung, der Transport, die Montage, Demontage sowie die Reparatur von großen Elektromotoren erleichtert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Elektromotoren und insbesondere auf großdimensionierte Elektromotoren (Synchronmotoren, Asynchronmotoren, Torquemotoren), deren Durchmesser beispielsweise mehr als 700 mm betragen. Derartige Elektromotoren werden beispielsweise in Werkzeugmaschinen, Bestückungsautomaten oder als Fahrzeugantriebe verwendet.

Wegen der Dimensionen und dem damit verbundenen Gewicht bereiten diese Motoren Probleme bei der Montage, Handhabung etc.

Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, den Stator und/oder den Rotor des Elektromotors in einzelne Segmente in Umfangsrichtung des Motors zu unterteilen.

Durch diese Unterteilung können problemlos Torquemotoren mit großen Durchmessern hergestellt werden und vor Ort montiert bzw. demontiert werden. Da ggf. nur defekte Segmente bei einer Fehlfunktion auszutauschen sind, gestaltet sich die Reparatur einfach.

Vorzugsweise werden identische Statorsegmente bzw. identische Rotorsegmente verwendet, die sich fertigungstechnisch einfach in großer Stückzahl herstellen lassen.

Durch Weglassen einiger Statorsegmente, so daß nicht die gesamte Umfangsfläche des Rotors von Statorsegmenten überdeckt wird, kann das Drehmoment des Motors angepaßt werden. Dies erlaubt auch den Einbau des Motors in beengten Platzverhältnissen; im Bereich eines fehlenden Statorsegments kann sich beispielsweise eine Trägerstruktur, ein Maschinenrahmen od. dgl. erstrecken.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die eine schematiche Frontansicht des erfindungsgemäßen Motors darstellt.

Der Torquemotor der Fig. 1 umfaßt einen Rotor 10, der aus Rotorsegmenten 20 aufgebaut ist. Die Rotorsegmente 20 sind für den Fall eines Synchronmotors beispielsweise gebogene Trägerplatten, die an der Außenseite aneinandergereiht Permanetmagnete tragen.

Um den Rotor herum und von diesem durch einen Luftspalt getrennt, sind Statorelemente 30 angeordnet, in denen die für den Antrieb erforderlichen Spulen (nicht dargestellt) enthalten sind. Die Statorsegmente sind an der dem Rotor 10 zugewandten Seite entsprechend der Krümmung des Rotors gebogen ausgebildet und tragen an der entgegengesetzten Seite an Befestigungsmitteln 50 befestigte Montageplatten 40.

Die Montageplatten 40 sind eben ausgebildet und können somit in einfacher Weise an einem Gestell, Gerüst od. dgl. montiert werden.

Anders als in Fig. 1 dargestellt, können die Statorsegmente so ausgebildet sein, daß sie den Rotor 10 vollständig umschließen, so daß der fertige Motor im wesentlichen einem konventionellen Motor entspricht. In Fig. 1 dargestellt ist jedoch ein "Satellitenkonzept", bei dem weniger Statorsegmente 30 verwendet werden. Die Statorsegmente 30 können entlang des Umfangs des Rotors 10 verschoben montiert werden, wie durch den Doppelpfeil P angedeutet ist, wobei nicht notwendigerweise ein symmetrischer Aufbau verwendet werden muß. Dadurch können zusätzliche Räume R geschaffen bzw. freigelassen werden, durch die sich ein Traggerüst, Pfeiler od. dgl. erstrecken kann, so daß nicht der gesamte Außendurchmesser des fertigen Motors für die Montage benötigt wird.

Desweiteren weist der Stator und/oder der Rotor elektrische Anschlüsse auf, die hier jedoch nicht einzeln dargestellt und beschrieben sind, da sie dem Fachmann geläufig sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Rotations-Elektromotor mit einem Rotor (10) und einem Stator, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator und/oder der Rotor (10) in Umfangsrichtung des Motors aus einzelnen Segmenten (20, 30) aufgebaut ist.
  2. 2. Rotations-Elektromotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Statorsegmente (30) auf der dem Rotor (10) abgewandten Seite ebene Montageplatten (40) aufweisen.
  3. 3. Rotations-Elektromotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Statorsegmente (30) nicht die gesamte Umfangsfläche des Rotors (10) überdecken.
  4. 4. Rotations-Elektromotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch identische Statorsegmente bzw. identische Rotorsegmente.






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