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Dokumentenidentifikation EP1106064 23.01.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1106064
Titel Hufeisenartiger, plattenförmiger Hufbeschlag aus Kunststoff
Anmelder CERA Handelsgesellschaft mbH, 87600 Kaufbeuren, DE
Erfinder Rafeld, Karl, 87499 Wildpoldsried, DE
Vertreter Patentanwälte Kern, Volpert und Kollegen, 81369 München
DE-Aktenzeichen 50000911
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 04.05.2000
EP-Aktenzeichen 001095389
EP-Offenlegungsdatum 13.06.2001
EP date of grant 11.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.2003
IPC-Hauptklasse A01L 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen hufeisenartigen, plattenförmigen Hufbeschlag aus Kunststoff dessen beide Schenkel zur Anpassung an die Größe des Hufes mit einer Einrichtung zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstandes in Form eines Verbindungssteges versehen sind, der mit den Schenkeln des Beschlags im Bereich ihrer Enden in Eingriff bringbar ist, wobei der Beschlag eine mit Profilkörpem versehene Lauffläche aufweist.

Ein Beschlag dieser Art ist aus der europäischen Patentanmeldung EP 893 057 bekannt. Der bekannte, aus Kunststoff bestehende Hufbeschlag ist offen und weist somit zwei Schenkel auf, die im Strahlbereich des Hufes mit Abstand voneinander getrennt sind. Eine im Bereich der weißen Linie des Hufes befindliche Lochreihe des Hufbeschlags dient zur Befestigung des Beschlags am Huf Dieser bekannte Hufbeschlag kennzeichnet sich insbesondere durch die Möglichkeit der Anpassung an unterschiedliche Hufgrößen durch Spreizung der Schenkel des Beschlags im Bereich ihrer Enden in gewissem Umfang, wodurch eine Beschlaggröße für mehrere Hufgrößen geeignet ist, da die jeweils gewünschte Hufbeschlaggröße mittels zwischen den Schenkelenden benutzbarer stegförmiger Verbindungsmittel so gespreizt bzw. kontrahiert werden kann, daß die im Beschlag befindliche Lochreihe über der jeweiligen weißen Linie des Hufes zu liegen kommt. Die bekannten Verbindungsmittel sehen verschiedenartige Ausbildungen vor, so beispielsweise eine Lasche, deren loses Ende stufenlos einstellbar und durch Verschrauben, Verkleben oder Verschweißen an dem gegenüberliegenden anderen Schenkelende befestigbar ist. Darüber hinaus werden auch zueinander verschiebbare Stegteile vorgeschlagen, die den Abstand zwischen den Schenkelenden des Hufbeschlags mit Hilfe einer Schraubverbindung überbrücken.

In jedem Fall sind die stegförmigen Verbindungsmittel bei der bekannten Konstruktion so geartet, daß sie die die Strahlöffnung begrenzenden Schenkelenden nur verbinden, jedoch nicht zu einem homogenen Verschluß dieser Enden führen, was bedeutet, daß die Verbindungsmittel in bezug auf die Längsachse des Hufbeschlags entweder asymmetrisch gestaltet sind und dabei auf einem der Schenkel aufliegen oder im Falle einer symmetrischen Ausbildung des Verbindungsstegs nur eine punktförmige Verbindung der Schenkelenden herstellen, wobei die Verbindung der Stege an den Schenkelenden mittels Verschraubung erfolgt, bei der in den Enden Gewindebohrungen vorgesehen werden, denen entsprechende Bohrungen in den Verbindungsstegen zugeordnet sind, in die entsprechende Schrauben eingeschraubt werden.

Darüber hinaus weisen die bekannten Hufbeschläge einen noppenartige Profilierung der Lauffläche auf, bestehend aus einzelnen Noppen, die durch Stege miteinander verbunden sind, wobei die Höhe der Stege geringer ist als die Höhe der Noppen. Durch diese Lauffläche soll der beschlagene Huf gegen Rutschen auf seiner Unterlage gesichert werden.

Es hat sich gezeigt, dass die Befestigung des Beschlags mit Hilfe bekannter Hufnägel, die eine genaue Justierung des Beschlags auf dem Huf dahingehend erfordert, dass die in den Huf einzuschlagenden Nägel die sogenannte weiße Linie des Hufes treffen, zeitaufwendig ist und nicht immer zielgenau ausgeführt werden kann, weil aufgrund der Elastizität des Kunststoffmaterials des Beschlags beim Einschlagen der Nägel mit einem Hammer die Nagehpitze oftmals dazu neigt, seitlich auszuweichen, so dass dann die weiße Linie nicht getroffen wird.

Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Verbindung der Schenkelenden zu verbessern und insbesondere so zu gestalten, daß über im wesentlichen die gesamten stirnseitigen Endflächen der Schenkelenden eine Kraftübertragung möglich wird und der diese Kraft übertragende, stegartige Verbindungskörper gleichzeitig die Aufgabe eines den gegenseitigen Abstand der Schenkelenden bestimmenden Einsatzes übernimmt und darüber hinaus eine Verbindung schafft, die flächenhomogen und einfacher ist und damit auch kostengünstiger.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, die mit Profilkörpern versehene Lauffläche des Hufbeschlags so auszubilden, daß die Hufnägel beim Einschlagen sicherer und zielgenauer geführt werden und insbesondere die Köpfe der Nägel nicht über die Profilkörper hinausragen. In diesem Zusammenhang soll eine bessere Justierungsmöglichkeit des Beschlags in Bezug auf die Plazierung der Hufnägel im Huf ermöglicht werden.

Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Verbindungssteg als flächendeckendes separates Paßstück ausgebildet ist, das die Uinrßform der Enden der Schenkel zu deren gegenseitiger Verbindung im wesentlichen vollständig ergänzt und selbst eine Urnißform aufweist, die in den Schenkelenden hinterschnittene Aussparungen in Form flächiger seitlicher Auswölbungen ausfüllt, und daß das Paßstück in die Oberfläche der Schenkelenden integerierbar ist, wobei es die Schenkelenden unter Spannung zusammenhält.

Desweiteren wird vorgeschlagen, daß wenigstens einige der Profilkörper die Gestalt lochförmiger Erhebungen aufweisen, welche zur Bildung einer Vertiefung, in die jeweils ein Hufnagel plazierbar ist, von einem Rand begrenzt sind.

Durch ein derartiges Paßstück zwischen den Schenkelenden des Hufbeschlags wird insbesondere erreicht, daß die Schenkelenden festgelegt werden, sich also unter Belastung in geringerem Maße spreizen, als dies der Fall ist, wenn als Verbindungsmittel der beiden Schenkelenden nur ein mehr oder weniger schmaler gerader oder gebogener Steg verwendet wird, an dem die Schenkelenden festgemacht werden. Das erfindungsgemäße Paßstück, das gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung die Schenkelenden formschlüssig verbindet und symmetrisch zur Längsachse des Hufbeschlags und damit zu den Schenkeln ausgebildet ist, hat den Vorteil, daß es den auf die Schenkelenden bei Benutzung des Hufbeschlags einwirkenden Kräfte, die bestrebt sind, die Schenkelenden zu verformen, in der Weise entgegenwirkt, daß auf Grund der besonderen Umrißgestaltung des Paßstücks die von ihm ausgehenden Rückhaltekräfte in eine wesentlich größere Querschnittsfläche der Schenkelenden übertragbar sind und daher zu einer geringeren Materialbeanspruchung der Schenkelenden führen, so daß der Verbindungssteg unter Belastung nicht mehr brechen kann. Letzteres ist insbesondere auch deshalb von Bedeutung, weil der Verformungswiderstand des Kunststoffmaterials unter dem Einfluß von Druck und Temperatur geringer ist als der des herkömmlichen Hufeisenmaterials, nämlich von Metall.

Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung von Paßstücken als Verbindungsmittel eine relativ einfache Anpassung einer bestimmten Hufbeschlaggröße an unterschiedliche Hufe, insbesondere an unterschiedliche Lagen der sogenannten weißen Linie des Hufes, die allein zur Aufnahme von Befestigungsmitteln, beispielsweise Hufnägeln oder Schrauben, zur Verfügung steht. Dies bedeutet, mittels unterschiedlicher Paßstückgrößen läßt sich eine bestimmte Hufplattengröße in gewissen Grenzen im Strahlbereich aufweiten.

In diesem Zusammenhang hat es sich besonders bewährt, das Paßstück aus zwei in die Oberfläche der Schenkelenden voll integrierbaren, flachen, seitlichen, kleeblattähnlichen Flügeln und einem diese verbindenden, erhabenen Mittelstück auszubilden, wobei zweckmäßigerweise die seitlichen Flügel und die der Flügelform entsprechenden Aussparungen in den Schenkelenden zur Längsachse des Hufbeschlags schräg verlaufende Umrißlinien aufweisen.

Diese Umrißlinien bestehen vorteilhafterweise aus drei im wesentlichen geraden Teilen und zwei S-förmig gebogenen Teilen, die die geraden Teile verbinden. Dadurch ergibt sich für das Paßstück annähernd die Konfiguration eines Kleeblatts.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung befindet sich je ein gerades Teil am inneren Umriß und am äußeren Umriß jedes Schenkelendes, wobei diese beiden geraden Innen- und Außenteile entgegengesetzt zur Längsachse des Hufbeschlags geneigt ausgebildet sind. In diesem Zusammenhang läßt sich der zwischen dem geraden Innenteil und dem geraden Außenteil befindliche dritte gerade Teil des Umrißes, der mit letzteren über die beiden S-förmig gebogenen Teile verbunden ist, entsprechend dem geraden Außenteil zur Längsachse des Hufbeschlags schräg verlaufend ausbilden, wodurch das Paßstück in Verbindung mit den es umgebenden Randkanten der Schenkelenden einen konischen Sitz erhält, auf Grund dessen nicht nur das Aufweiten der Hufplatte im Strahlbereich des Hufes erleichtert wird, sondern auch verhindert wird, daß das Paßstück aus diesem Bereich herausrutscht.

Besonders hervorzuheben ist, daß die Hufbeschlagkonstruktion so ausgebildet sein kann, daß der äußere Umriß und der innere Umriß der Schenkelenden durch die obere Umrißlinie bzw. untere Umrißlinie des Paßstücks fortgesetzt werden, so daß das Paßstück auch als flächige Ergänzung der Schenkelenden in Erscheinung tritt, wobei dann, wenn die Schenkelenden in Richtung auf den Kopfteil des Hufbeschlags gebogen ausgebildet sind, die obere Umrißlinie konvex und die untere Umrißlinie des Paßstücks konkav gekrümmt sind und zur Längsachses des Hufbeschlags symmetrisch liegen.

Damit das Paßstück einerseits mit der Oberfläche des Hufbeschlags, insbesondere derjenigen der Schenkelenden bündig abschließt, andererseits aber innerhalb der Schenkelenden eine Auflage erhält, die ein Durchrutschen des Paßstücks verhindert, hat es sich in diesem Zusammenhang besonders bewährt, das erhabene Mittelstück des Paßstücks mit einer der Hufoberfläche abgewandten Oberseite zu versehen, die mit derjenigen mit seinen seitlichen Auswölbungen in einer Ebene liegt und mit der Oberfläche der Schenkelenden bündig ist, und die der Hufoberfläche zugewandte Unterseite des Paßstücks zur Bildung des erhabenen Mittelstücks gestuft auszubilden, derart, daß die beiden Flügel durch eine Öffnung im Hufbeschlag begrenzende Randkanten gegen das dickere Mittelstück abgesetzt sind und auf den Öffnungsrand umgebende, abgesetzte Lagerflächen in den Schenkelenden aufliegen.

Darüber hinaus hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Hufbeschlag beim Beschlagen in Bezug auf die weiße Linie des Hufes durch seitliches Verschieben des Beschlags auf der Hufoberfläche genauer justieren zu können und die Hufnägel mit ihrem Kopf mit Sicherheit in der Lauffläche versenken zu können. In diesem Zusammenhang wird zweckmäßigerweise dem Boden der Vertiefung eine Dicke gegeben, die geringer ist als die Beschlagdicke, weil der Nagel sich dann besser einschlagen läßt, da das von ihm zu verdrängende Kunststoffmaterial eine geringere Masse besitzt.

Um diesen obigen Vorteil noch zu bekräftigen, könnte, gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, der Boden der Vertiefung mit wenigstens einem Loch zur Aufnahme der Spitze bzw. des Schaftes des Hufnagels versehen werden.

Darüber hinaus ist es zweckmäßig, die Höhe des Randes der Vertiefung bzw. der lochförmigen Erhebung so zu bemessen, dass sie der Höhe des Hufnagelkopfes entspricht, während die Länge der lochförmigen Vertiefung ein ausreichendes Spiel für die Platzierung des Hufnagels bieten soll und deshalb wenigstens der doppelten Längenabmessung eines Hufnagels entsprechen sollte.

Die langlochförmigen Erhebungen sind zweckmäßigerweise im vorderen Bereich des Beschlags so anzuordnen, dass sie beim Beschlagen des Hufs auf der sogenannten weissen Linie liegen, in die die Hufnägel einzuschlagen sind.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1
eine Draufsicht des Hufbeschlags mit eingebautem Paßstück,
Fig. 2
eine Schnittansicht des Hufbeschlags von Fig. 1 längs der Linie A-A,
Fig. 3
eine Draufsicht des Paßstücks,
Fig. 4
eine Stirnansicht des Paßstücks,
Fig. 5
eine vergrößerte Detaildraufsicht des linken Schenkelendes des Hufbeschlags von Fig. 1.
Fig. 6
eine gegenüber Fig. 1 vergrößerte Draufsicht auf die Lauffläche des plattenförmigen Hufbeschlags gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 7
eine Schnittansicht längs der Linie E-E von Fig. 6,
Fig. 8
eine Schnittansicht des als flächendeckendes Paßstück ausgebildeten Verbindungsstegs im Bereich der Schenkelenden des Beschlags längs der Linie D-D von Fig. 6 und
Fig. 9
eine Schnittansicht eines der beiden Schenkel des Beschlags von Fig. 6 längs der Linie B-B.

Der in Fig. 1 gezeigte plattenförmige Hufbeschlag 1 aus Kunststoff weist grundsätzlich die bekannte hufeisenförmige Konfiguration auf und ist in seiner Oberfläche 11 mit Löchern 25 versehen, die zur Befestigung des Beschlags mit Hilfe von Nägeln, Schrauben u.dgl. im Bereich der sogenannten weißen Linie des Hufe dienen. Er besitzt zwei Schenkel 2, 3, deren Enden 4, 5 im Strahlbereich des Hufes mit hinterschnittenen Aussparungen 7, 8 in Form flächiger, seitlicher Auswölbungen 9, 10 versehen sind, wie auch aus der Detailansicht von Fig. 5 ersichtlich ist. In diese Aussparungen ist ein entsprechend geformtes Paßstück 6 eingesetzt, das in der Oberfläche 11 der Schenkelenden im wesentlichen vollständig integriert ist, um diese Oberfläche wie bei einem in sich geschlossenen Hufbeschlag zu schließen.

Das Paßstück 6 verbindet die beiden Schenkelenden 4, 5 formschlüssig und ist symmetrisch zur Längsachse 12 des Hufbeschlags 1 ausgebildet, wie aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich. Es besitzt zwei in die Oberfläche der Schenkelenden integrierbare, flache seitliche Flügel 13, 14 und ein diese verbindendes, erhabenes Mittelstück 15, das, wie aus den Fig. 2 und 4 ersichtlich, in bezug auf die seitlichen Flügel 13, 14 eine der Hufoberfläche zugewandte Unterseite 31 aufweist sowie eine der Hufoberfläche abgewandte Oberseite 30, die mit den Flügeln 13,14 oder seitlichen Auswölbungen 9, 10 in einer Ebene liegt und im Einbauzustand, wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, mit der Oberfläche 11 der Schenkelenden 4, 5 bündig ist.

Zu diesem Zweck sind die den seitlichen Flügeln 13, 14 des symmetrisch zur Längsachse 12 des Hufbeschlags 1 und damit zu den Schenkeln 2, 3 ausgebildeten Paßstücks 6 hinsichtlich ihrer Konfiguration entsprechenden Aussparungen 7, 8 in den Schenkelenden mit zur Längsachse 12 schräg verlaufenden Umrißteillinien 16, 17, 18 versehen, wie aus Fig. 5 ersichtlich. Je ein gerader Linienteil 16, 18 befindet sich am inneren Umriß 21 und am äußeren Umriß 22 jedes Schenkelendes 4, 5, und diese beiden Innen- und Außenteile 16, 18 sind entgegengesetzt zur Längsachse 12 des Hufbeschlags geneigt. Zwischen dem geraden Innenteil 16 und dem geraden

Außenteil 18 ist ein dritter gerade Umrißlinienteil 17 vorgesehen, der mit den beiden erstgenannten Teilen 16 und 18 durch zwei S-förmig gebogene Umrißlinienteile 19, 20 verbunden ist und ebenfalls zur Längsachse des Hufbeschlags geneigt ausgebildet ist. Die rechtwinklig zur Längsachse 12 des Hufbeschlags gemessene Breite jedes Flügels 13, 14 entspricht etwa der Breite des die beiden Flügel verbindenden Mittelstücks 15.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, werden der äußere Umriß 22 und der innere Umriß 21 der Schenkelenden 4, 5 durch die obere Umrißlinie 23 bzw. untere Umrißlinie 24 des Paßstücks 6 fortgesetzt, wobei die Schenkelenden 4, 5 in Richtung auf das kopfseitige Ende 32 des Hufbeschlags konvex bzw. konkav gekrümmt und symmetrisch zur Längsachse 12 ausgebildet sind.

Die Schenkelenden 4, 5 begrenzen somit eine Öffnung, deren Rand so geformt ist, daß er im Bereich der Schenkeloberfläche 11 dem äußeren Umriß des Paßstücks 6 entspricht und auf der der Oberfläche 11 abgewandten Unterseite des Paßstücks durch eine Kante begrenzt ist, die die Randkanten 28, 29 des erhabenen Mittelteils 15 des Paßstücks umschließen, wobei die das Paßstück aufnehmende Öffnung abgesetzte Lagerflächen 26, 27 zur Aufnahme der Flügel 13, 14 aufweist.

Auf diese Weise erhält das Paßstück zwischen den Schenkelenden 4, 5 einen Sitz, der nicht nur eine Höhenbegrenzung mit Hilfe der Lagerflächen 26, 27 innerhalb der Schenkelenden, sondern auch eine Seitenbegrenzung mit Hilfe des Randes der Aussparungen 7, 8 aufweist. Somit läßt sich das Paßstück nach seinem Einbau entweder mit den Schenkelenden verschweißen oder verschrauben oder anderweitig befestigen, wobei im Falle der Verschraubung die kleeblattförmigen Auswölbungen 9, 10, die auf den Lagerflächen 26, 27 aufliegen, miteinander verbunden werden.

Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, das Paßstück mit Rastelementen zu versehen, die beim Einbau in entsprechend ausgebildete Gegenelemente an den Schenkelelementen einrasten, um die gewünschte Konfiguration des Hufbeschlags sicherzustellen.

Der aus Kunststoff bestehende plattenförmige Hufbeschlag 100 in den Fig. 6 bis 9 weist zwei Schenkel 109, 110 auf, die im Bereich ihrer Enden durch einen Verbindungssteg in Form eines flächendeckenden separates Passstücks 111, das in die Schenkelenden eingesetzt wird und erforderlichenfalls wieder entfembar bzw. aus den Schenkelenden herausnehmbar ist, miteinander verbunden sind. Die Lauffläche 112 des Beschlags ist mit Profilkörpem in Gestalt von langlochförmigen Erhebungen 2 sowie Noppen 8 versehen. Diese Erhebungen sind

Ausbildungen von Vertiefungen 4, in die jeweils ein nicht dargestellter Hufnagel plazierbar ist, und werden von einem Rand 3 begrenzt, dessen Höhe im allgemeinen der Höhe des Hufnagelkopfes entspricht. Der Boden 105 der Vertiefimg 104 weist eine Dicke auf, die, wie aus Fig. 9 ersichtlich, geringer ist als die Beschlagdicke.

In dem Boden 105 kann sich wenigsten ein Loch zur Aufnahme der Spitze bzw. des Schaftes des Hufnagels befinden. Dieses Loch ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Die Länge der langlochförmigen Erhebung 102 bzw. der entsprechend gestalteten Vertiefung 104 entspricht wenigstens der doppelten Längenabmessung eines Hufnagels, so dass beim Beschlagen des Hufes der Hufbeschlag im Hinblick auf die Hufoberfläche seitlich justiert werden kann, um die weiße Linie H des Hufes, in die die Hufnägel einzuschlagen sind, mit den Vertiefungen 104 in Überdeckung zu bringen.

Der Rand 103 der langlochförmigen Erhebung 102 ist umlaufend, also nicht unterbrochen, und diese Erhebungen sind im vorderen Bereich des Beschlags so angeordnet, dass sie beim Beschlagen des Hufe auf der weißen Linie H zu liegen kommen, die in Fig. 6 nur in Form einer Strichreihe dargestellt ist, welche durch den Boden 105 jeder Vertiefung 104 hindurch sichtbar ist, weil hier als Kunsstoff für den Beschlag ein transparentes Material benutzt wird.

Wie aus Fig. 6 ersichtlich, sind die Erhebungen 102 im vorderen Bereich des Beschlags 100 beidseitig seiner Symmetrieachse F-F in gleichmäßigen Abständen angeordnet, und zwischen ihnen und neben ihnen ist die Lauffläche 106 des Hufbeschlags mit die Profilierung ergänzenden Noppen 107, 108 ausgestattet, die unterschiedlich aber auch gleich gestaltet sein können und voneinander beabstandet sind. Bei der in Fig. 7 gezeigten Schnittansicht sind zwei dieser Noppen 108 dargestellt, woraus erkennbar ist, dass die Noppen einen konischen Querschnitt aufweisen, sich also zur Laufflächenoberfläche hin verjüngen, so daß Verunreinigungen in der Lauffläche des Hufbeschlags leichter entfernbar sind.


Anspruch[de]
  1. Hufeisenartiger, plattenförmiger Hufbeschlag aus Kunststoff, dessen beide Schenkel zur Anpassung an die Größe des Hufes mit einer Einrichtung zur Veränderung ihres gegenseitigen Abstandes in Form eines Verbindungssteges versehen sind, der mit den Schenkeln des Beschlags im Bereich ihrer Enden in Eingriff bringbar ist, wobei der Beschlag eine mit Profilkörpern versehene Lauffläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg als flächendeckendes separates Passstück (6, 111) ausgebildet ist, das die Umrissform der Enden (4, 5) der Schenkel (2, 3; 109, 110) zu deren gegenseitiger Verbindung im wesentlichen vollständig ergänzt und selbst eine Umrissform aufweist, die in den Schenkelenden hinterschnittene Aussparungen (7, 8) in Form flächiger seitlicher Auswölbungen (9, 10) ausfüllt, und daß das Passstück (6, 111) in die Oberfläche (11) der Schenkelenden (4, 5) einsetzbar ist, um die Schenkelenden unter Spannung miteinander verbunden zu halten und aus den Schenkelenden ausbaubar ist, um ausgetauscht zu werden..
  2. Hufbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) die beiden Schenkelenden (4, 5) formschlüssig und kraftschlüssig verbindet.
  3. Hufbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) symmetrisch zur Längsachse (12, FF) des Hufbeschlags (1, 100) und damit zu den Schenkeln (2, 3; 109, 110) ausgebildet ist.
  4. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) aus zwei in die Oberfläche der Schenkelenden (4, 5) integrierbaren, flachen, seitlichen Flügeln (13, 14; 113, 114) und einem diese verbindenden, erhabenen Mittelstück (15, 115) besteht.
  5. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Flügel (13, 14; 113, 114) und die der Flügelform entsprechenden Aussparungen (7, 8) in den Schenkelenden (4, 5) zur Längsachse (12) des Hufbeschlags (1, 100) schräg verlaufende Umrissteillinien (16, 17, 18) aufweisen und eine kleeblattähnliche Gestalt haben.
  6. Hufbeschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die schräg verlaufenden Umrissteillinien (16, 18) aus drei im wesentlichen geraden Teilen bestehen, die durch zwei S-förmig gebogene Teile (19,20) verbunden sind.
  7. Hufbeschlag nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass je ein gerades Teil (16, 17, 18) sich am inneren Umriss (21) und am äußeren Umriss (22) jedes Schenkelendes (4, 5) befindet, und dass diese beiden geraden Innen- und Außenteile entgegengesetzt zur Längsachse (12) des Hufbeschlags (1) geneigt ausgebildet sind.
  8. Hufbeschlag nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem geraden Innenteil (16) und dem geraden Außenteil (18) befindliche dritte gerade Teil (17) des Umrisses, der mit diesen über die beiden S-förmigen gebogenen Teile (19, 20) verbunden ist, entsprechend dem geraden Außenteil (18) zur Längsachse (12) des Hufbeschlags geneigt ist.
  9. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 5 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die rechtwinklig zur Längsachse (12) des Hufbeschlags (1) gemessene Breite jedes Flügels (13, 14) etwa der Breite des die beiden Flügel verbindenden Mittelstücks (15) entspricht.
  10. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) mit Rastelementen versehen ist, die beim Einbau in entsprechend ausgebildete Gegenelemente an den Schenkelenden (4, 5) einrastbar sind.
  11. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelenden (4 5) in Richtung auf das kopfseitige Ende (32) des Hufbeschlags (1) konkav bzw. konvex gekrümmt sind.
  12. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Umriss (29) und innere Umriss (21) der Schenkelenden (4, 5) durch die obere Umrisslinie (23) bzw. untere Umrisslinie (24) des Passstücks (6) fortgesetzt wird.
  13. Hufbeschlag nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Umrisslinie (23) konvex und die untere Umrisslinie (24) konkav gekrümmt und zur Längsachse (12) des Hufbeschlags (1) symmetrisch ausgebildet sind.
  14. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 4 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass das erhabene Mittelstück (15, 115) des Passstücks (6, 111) eine der Hufoberfläche abgewandte Oberseite (30) aufweist, die mit der Oberfläche der seitlichen Auswölbungen (9, 10) in einer Ebene liegt und mit der Oberfläche (11) der Schenkelenden (4, 5) bündig ist.
  15. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 4 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die der Hufoberfläche zugewandte Unterseite (31, 131) des Passstücks (6, 111) zur Bildung des erhabenen Mittelstücks (15, 115) gestuft ist, derart, dass die beiden Flügel (13, 14; 113, 114) durch eine Öffnung im Hufbeschlag ( 1, 100) begrenzende Randkanten (28, 29; 128, 129) gegen das dickere Mittelstück abgesetzt sind und auf den Öffnungsrand umgebende, abgesetzte Lagerflächen (26, 27) in den Schenkelenden (4, 5) aufliegen
  16. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) in die für dieses vorgesehenen Aussparungen (7, 8) der Schenkel (2, 3; 109, 110) einschweißbar ist.
  17. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) mit den Schenkeln (2, 3; 109, 110) verschraubbar ist.
  18. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 1 - 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Passstück (6, 111) seiner äußeren Form nach kleeblattähnlich ausgebildet ist.
  19. Hufbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Profilkörper die Gestalt langlochförmiger Erhebungen (102) aufweisen, welche zur Bildung einer Vertiefung (104), in die jeweils ein Hufnagel platzierbar ist, von einem Rand (103) begrenzt sind.
  20. Hufbeschlag nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (105) der Vertiefung (104) eine Dicke aufweist, die geringer ist als die Hufbeschlagdicke.
  21. Hufbeschlag nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Boden (105) der Vertiefung (104) wenigstens ein Loch zur Aufnahme der Spitze bzw. des Schaftes des Hufnagels befindet.
  22. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Randes (103) der Höhe eines Hufnagelkopfes entspricht.
  23. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19 - 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der langlochförmigen Erhebung (102 wenigstens der doppelten Längenabmessung eines Hufnagelkopfes entspricht.
  24. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19-23, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (103) umlaufend ist.
  25. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19 - 24, dadurch gekennzeichnet, dass die langlochförmigen Erhebungen (102) im vorderen Bereich des Hufbeschlags (1, 100) so angeordnet sind, dass sie beim Beschlagen des Hufe auf der sogenannten weißen Linie liegen, in die die Hufnägel einzuschlagen sind.
  26. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19 - 25, dadurch gekennzeichnet, dass die langlochförmigen Erhebungen (102) im vorderen Bereich des Hufbeschlags (1,100) beidseitig seiner Symmetrieachse (F-F) in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind.
  27. Hufbeschlag nach einem der Ansprüche 19 - 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche des Hufbeschlags (100) zwischen und neben den langlochförmigen Erhebungen (102) eine Profilierung aus Noppen (107, 108) aufweist.
  28. Hufbeschlag nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Noppen (107, 108) voneinander beabstandet und kegelstumpfförmig ausgebildet sind.






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