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Dokumentenidentifikation DE10133938A1 30.01.2003
Titel Türfeststeller für Schiebetüren von Kraftfahrzeugen
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Erfinder Kindermann, Thomas, 42899 Remscheid, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 12.07.2001
DE-Aktenzeichen 10133938
Offenlegungstag 30.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.01.2003
IPC-Hauptklasse E05C 17/62
Zusammenfassung Um bei einem Türfeststeller (1) für Schiebetüren von Kraftfahrzeugen, mit einem über einen Halter (3) an der Karosserie (5) befestigten, gegen eine vorgespannte Feder (22) verschwenkbaren Haltearm (2), der in der Offenstellung der Schiebetür über ein Rastglied (6) mit einem an der Schiebetür angeordneten Gegenrastglied (7) verrastet, die Montage bequem und unabhängig von der Laufmechanik der Schiebetür zu ermöglichen, wird er so ausgebildet, daß als Rastglied an dem Haltearm (2) eine Nase (6) und daß als Gegenrastglied ein quer zur Laufrichtung (X-X) der Schiebetür wirksamer Rastnocken (7) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Türfeststeller für Schiebetüren von Kraftfahrzeugen, mit einem über einen Halter an der Karosserie befestigten, gegen eine vorgespannte Feder verschwenkbaren Haltearm, der in der Offenstellung der Schiebetür über ein Rastglied mit einem an der Schiebetür angeordneten Gegenrastglied verrastet.

An Türfeststeller für Schiebetüren an Fahrzeugen werden besondere Anforderungen gestellt: Zunächst sollen sie die Schiebetür mit definierten Einfahr- und Ausfahrkräften in der geöffneten Stellung halten. Dabei soll die Schiebetür auch bei einem ungünstigen, z. B. schrägen Stand des Fahrzeugs sicher festgehalten werden, damit Unfälle, insbesondere durch eine in Schließstellung zurückrollende Schiebetüre, ausgeschlossen sind. Des weiteren darf die Betätigungskraft zum vollständigen Öffnen einerseits, bzw. zurück in die Schließstellung andererseits nicht zu hoch werden, damit die Schiebetür ohne große Mühe auch von durchschnittlich kräftigen Personen betätigt werden kann.

Bisher gibt es einen Türfeststeller der eingangs genannten Art, der einen einarmigen schwenkbaren Hebel umfaßt, der über eine Schenkelfeder gegen einen Halter vorgespannt ist. Der Hebel umfaßt als Rastglied eine senkrecht zur Laufrichtung der Schiebetür gelagerte drehbare Rastrolle. Der Halter ist an der Hinterseite einer Laufschiene der Schiebetür so befestigt, daß die Rastrolle an der Vorderseite der Laufschiene durch einen Schlitz hervorsteht und bei der Offenstellung der Schiebetür zwischen zwei in der Laufschiene geführte, senkrecht gelagerte Laufrollen eines Laufwagens der Schiebetür rasten kann. Die Laufrollen dienen somit als Gegenrastglieder.

Durch diesen Türfeststeller werden die Lager der Laufrollen des Laufwagens stark belastet, nämlich durch die infolge der Vorspannung sehr hohe Federkraft der Schenkelfeder, die so hoch sein muß, um eine ausreichende, sichere Haltekraft der geöffneten Schiebetür zu bewirken. Diese Federkraft beträgt bei voll gespannter Feder in einem Anwendungsfall 375 Newton. Diese starke und stoßartige Belastung führt zu einer kurzen Lebensdauer der Laufrollen, insbesondere, wenn die Türe sehr oft geöffnet und der Türfeststeller folglich sehr häufig benutzt wird, wie dies z. B. bei gewerblicher Nutzung von Bussen, Lieferwagen und dergleichen der Fall ist. Außerdem ist die Montage schwierig durchzuführen, da sie von der Hinterseite der Laufschiene her erfolgen muß und hierzu eine Öffnung in der Laufschiene, mindestens für die Rastrolle, erfordert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türfeststeller der eingangs genannten Art zu schaffen, der von der Laufmechanik der Schiebetür unabhängig und bequem zu montieren ist.

Zur Lösung sieht die Erfindung vor, daß als Rastglied an dem Haltearm eine Nase und als Gegenrastglied ein quer zur Laufrichtung der Schiebetür wirksamer Rastnocken angeordnet ist. Bei vollständigem Öffnen der Schiebetür betätigt der Rastnocken den Haltearm des Türfeststellers, indem der Haltearm kurze Zeit ausweicht, um anschließend den Rastnocken und damit die Schiebetür in Endposition, der Offenstellung, zu verriegeln.

Die Erfindung ist völlig unabhängig von der Anordnung irgendeiner Laufmechanik, wie Laufrollen. Vorhandene Laufrollen und ihre Lager werden folglich nicht belastet. Die Montage des Türfeststellers ist bequem durchzuführen, denn es bieten sich vielseitige Montagemöglichkeiten: Die Kraftrichtung des Systems, d. h. des Hebels, kann entweder senkrecht oder waagerecht zur Laufrichtung der Schiebetür angeordnet sein, z. B. zu einer Laufschiene der Schiebetür. Je nach den Raumverhältnissen ist die Verwendung einer Druckfeder oder einer Schenkelfeder möglich. Im Gegensatz zur bekannten Rastrolle können aber sowohl der Rastnocken, als auch die Nase verschiedene Formen, insbesondere Querschnittsprofile, aufweisen, so daß die Funktion des Türfeststellers sehr weit variiert werden kann und somit sehr unterschiedliche Kundenwünsche erfüllbar sind, sei es bezüglich Betätigungskraft, Betätigungsweg oder Haltekraft. Die jeweils an der Schiebetür erforderliche Betätigungskraft, Einfahr- oder Ausfahrkraft, ist gering gehalten. Die gesamte erforderliche Mechanik, insbesondere der an der Karosserie, vorzugsweise an einer vorhandenen Laufschiene, zu befestigende federbeaufschlagte Haltearm, ist kompakt, vor allem kurz, und damit platz- und materialsparend auszubilden und kann bequem von vorne, von der Außenseite der Karosserie her, angebracht werden. Die Befestigung des Rastnockens an der Schiebetür erfolgt an geeigneter Stelle, vorzugsweise an einem üblicherweise vorhandenen Laufwagen oder einem diesen tragenden Laufwagenarm.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Nase zwei Rampen und eine dazwischen liegende Spitze auf. Durch die Rampen wird eine weitgehend gleichmäßige und ruckfreie Bewegung, im Sinne einer Abbremsung der Tür erzielt. Dieser weiche Übergang kann weiter dadurch unterstützt werden, daß die Spitze in Richtung der Rampen abgerundet ist.

Wird die Spitze auch quer zur Laufrichtung abgerundet, so bleibt selbst ein leichter Winkelversatz der beteiligten Rastglieder, Nase und Rastnocken, ohne Beeinträchtigung der Rastfunktion. Insofern können bei der Montage der Rastglieder oder der sie tragenden Halter große Maßtoleranzen vorgesehen werden, und Einstell- oder Nachstellarbeiten können ganz entfallen. Um beide vorgenannte Abrundungen gleich auszubilden, kann die Spitze eine Kugeloberfläche haben.

Eine gleichmäßige Belastung der Feder ist erzielt, wenn die Rampen gerade sind. So können die Rampen in einem Winkel Alpha und/oder Beta von 30° bis 60° zur Längsrichtung zur Laufrichtung stehen. Die Belastung der Feder kann je nach Wunsch variiert werden, indem die Rampen nicht gerade, sondern leicht gebogen sind.

Auf der anderen Seite der Verrastung, am Gegenrastglied, kann der Rastnocken ebenfalls eine unterschiedliche Geometrie aufweisen, um das Gefühl, das sogenannte Feeling, beim Betätigen der Schiebetür weitgehend dem Kundenwunsch anpassen zu können. So kann der Rastnocken eine Eingangsrampe und eine Halterampe und einen dazwischen liegenden Spitzenbereich aufweisen, kann der Spitzenbereich in Laufrichtung der Schiebetür als Gerade ausgebildet sein und der gerade Spitzenbereich über Abrundungen in die Rampen übergehen. Durch Abstimmung der Form und der Höhe des Nockens, also seines Spitzenbereichs, seiner Rampen und seiner Abrundungen, ist eine Feinabstimmung der an der Verrastung beteiligten Kräfte möglich.

Des weiteren kann die Eingangsrampe in einem kleineren Winkel zur Laufrichtung stehen als die Halterampe, wobei der Winkel Gamma zwischen der Laufrichtung und der Eingangsrampe vorzugsweise 10° bis 20° und der Winkel Delta zwischen der Laufrichtung und der Halterampe vorzugsweise 30° bis 60° ist.

Um Schwung zum Lösen der Verrastung bei geöffneter Schiebetür zu holen, schließt sich an die Halterampe eine in Laufrichtung gerichtete Überlaufstrecke an. Über diese Überlaufstrecke ist die Verrastung der Haltearmnase durch die zusätzlich zur Vorspannung auf die Feder aufgebrachte Haltekraft völlig sichergestellt. Jedoch kann durch den Anlauf der Schiebetür über diese Überlaufstrecke die Halterampe besser überwunden werden. Um die Nase, und damit die Schiebetür, in Richtung der maximalen Öffnung der Schiebetür abzubremsen, schließt sich an die Überlaufstrecke eine Erhöhung an, die eine Rampe umfassen kann. Die Erhöhung muß nicht als Endanschlag für die Schiebetür dienen, wenn an anderer Stelle der Schiebetür und ihrer Führung ein üblicher, separater, entsprechend belastbar ausgebildeter Anschlag vorgesehen ist.

Um den Haltearm trotz hoher Federkraft möglichst kompakt zu halten, stützt sich die Nase über eine Druckfeder am Halter ab und ist der Haltearm als zweiarmiger Hebel ausgebildet, der in einem Halter verschwenkbar gelagert ist. Vorzugsweise wird vorgesehen, daß der zweiarmige Hebel einen kurzen und einen langen Hebelarm umfaßt, der lange Hebelarm sich über die Druckfeder am Halter abstützt und der kurze Hebelarm sich unmittelbar am Halter abstützt und damit die Druckfeder vorspannt.

Der Haltearm kann vorzugsweise in einem Blechbiegeteil gelagert sein, wenn der Halter den zweiarmigen Hebel zwischen zwei U-förmig gebogenen Lappen aufnimmt und ihn über einen die Lappen und den Hebel durchdringenden Stift verschwenkbar festhält. Das Blechbiegeteil kann so geformt sein, daß der Halter zwei abgewinkelte Lappen aufweist, an deren durch eine längslaufende Sicke oder einen aufgeschweißten Winkel verstärkten Verbindungssteg sich die Druckfeder abstützt, und einen weiteren abgewinkelten Lappen, an dem sich der kurze Hebelarm abstützt. Zur Befestigung kann der Halter mindestens einen abgewinkelten Lappen mit Mitteln zum lösbaren Befestigen des Halters aufweisen. Diese Mittel können aus einer Schraubbefestigung, wie Schrauben oder entsprechenden Bohrungen, Muttern, Gewindebohrungen oder dergleichen bestehen.

Besteht der Haltearm oder mindestens seine Nase und/oder der Rastnocken aus einem abriebfesten, gleitfähigen Kunststoff, so ergeben sich nur geringe Schleifgeräusche bei nur wenig Verschleiß.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das nun näher beschrieben wird.

Fig. 1 zeigt einen Türfeststeller in einer Einbaulage im Bereich einer an der Karosserie angeordneten Laufschiene, in perspektivischer Ansicht.

Fig. 2 zeigt den Türfeststeller nach Fig. 1 in der Draufsicht.

Fig. 3 zeigt einen Halter für einen Haltearm in perspektivischer Ansicht.

Fig. 4 zeigt einen Haltearm des Türfeststellers in perspektivischer Ansicht.

Fig. 5 zeigt den Haltearm nach Fig. 4 in der Draufsicht.

Fig. 6 zeigt den Schnitt VI-VI in Fig. 5, in vergrößertem Maßstab.

Fig. 7 zeigt einen Rastnocken mit seinem Halter, in perspektivischer Ansicht.

Fig. 8 zeigt den Rastnocken in der Draufsicht seiner Einbaulage, in stark vergrößertem Maßstab.

Der Türfeststeller 1 besteht zunächst aus Haltearm 2, der in einem Halter 3 verschwenkbar gelagert ist. Der Halter 3 ist am hinteren Ende einer Laufschiene 4 befestigt, die mit der Karosserie 5 verbunden ist.

Der Haltearm 2 arbeitet über eine angeformte Nase 6 mit einem als Gegenrastglied wirkenden Rastnocken 7 im Sinne einer Verriegelung zusammen. Der Rastnocken 7 ist hierzu über einen Halter 8 indirekt, nämlich über einen Laufwagenarm 9, mit der nicht dargestellten Schiebetür verbunden. Der Laufwagenarm 9 verbindet die Schiebetür über einen schwenkbar angelenkten Laufwagen 10 mit der Laufschiene 4. Der Laufwagen 10 ist in bekannter Weise ausgebildet und führt die Schiebetür während ihrer Verschiebung an der Karosserie in die geöffnete oder geschlossene Stellung. Die Laufrichtung oder Hauptlaufrichtung der Schiebetür ist mit X - X bezeichnet. In dieser Richtung wirkt der Türfeststeller 1 verriegelnd zwischen der Schiebetür und der Karosserie 5, wenn die Schiebetür ihre vorgesehene geöffnete Endstellung erreicht hat.

Der Haltearm 2 ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, mit einem kurzen Hebelarm 11 und einen etwa drei bis vier Mal längeren Hebelarm 12. Der Halter 3 ist im wesentlichen aus einem Blechteil in U-Form gebogen (Fig. 3). Er umfaßt einen über seine ganze Länge laufenden Verbindungssteg 13, der zur Verstärkung eine nach außen gewölbte Sicke 14 und einen angeschweißten Winkel 15 umfaßt. Zur Lagerung des Haltearms 2 ist dieser zwischen den Hebelarmen 11 und 12 mit einer Durchgangsbohrung 16 versehen. Dem Verbindungssteg 13 des Halters 3 sind zur Bildung einer U-Form zwei Lappen 17 angeformt. In die Lappen 17 sind Bohrungen 18 eingebracht, so daß der Haltearm 2 mit Hilfe eines Stiftes 19, der Durchgangsbohrung 16 und die Bohrungen 18 durchdringt, schwenkbar im Halter 3 gehalten ist. Die Schwenkachse Y-Y des Stiftes 19 und damit des Haltearms 2 und der Nase 6 erstreckt sich senkrecht zur Laufrichtung X-X der Schiebetür.

Neben den Lappen 17 sind zwei weitere Lappen 20 zunächst im rechten Winkel abgewinkelt, zwischen denen sich der lange Hebelarm 12 des Haltearms 2 erstreckt, dem die Nase 6 angeformt ist. Hinter der Nase 6 ist der Hebelarm 12 mit einer Ausnehmung 21 versehen, die das Ende einer Druckfeder 22 aufnimmt. Das andere Ende der Druckfeder 22 stützt sich gegen den Verbindungssteg 13 ab.

Um die Druckfeder 22 auf ihre Vorspannungskraft von z. B. 150 Newton zu bringen und zu halten, ist dem Verbindungssteg 13 ein seitlicher Lappen 23 angeformt und rechtwinkelig abgebogen. Der kurze Hebelarm 11 stützt sich, nach dem Zusammendrücken der Druckfeder 22 bis auf ihre Vorspannungskraft, auf dem abgewinkelten Lappen 23 ab: Die Druckfeder 22 ist gefangen zwischen dem langen Hebelarm 12 des Haltearms 2 einerseits und dem Verbindungssteg 13 des Halters 3 andererseits. Den abgewinkelten Lappen 20 sind zwei Winkel 24 angeformt, die sich etwa parallel zum Verbindungssteg 13 erstrecken. An einem Winkel 24 sind zwei Bohrungen 25eingebracht und zwei Muttern 26 aufgeschweißt. Diese dienen zum Anschrauben des Halters 3 an die Laufschiene 4.

Die Nase 6, oder auch der gesamte Haltearm 2, und der Rastnocken 7 sind aus einem abriebfesten und gleitfähigen Kunststoff, z. B. einem mit Kohlenstoff-Fasern gefüllten Kunststoff, wie er unter der Marke ZYTEL vertrieben wird. Nase 6 und Rastnocken 7 haben besondere, miteinander zusammenarbeitende Flächen, die nun näher beschrieben werden.

Die Nase 6 besteht aus zwei geraden Rampen 27 und 28, die den gleichen Neigungswinkel Alpha bzw. Beta zwischen 30° und 60° aufweisen können. Hier ist für Alpha und Beta 45° gewählt. Die Rampe 27, die Einfahrrampe, ist etwas weiter heruntergezogen als die Rampe 28 und bildet das freie Ende des langen Hebelarmes 12. Die Rampe 28 bildet die Halterampe, die mit dem Rastnocken 7 in der Offenstellung der Schiebetür zusammenwirkt und wieder in die Höhe des Hebelarms 12 zurückgeht. Die Rampen 27 und 28 gehen in einer in Richtung der Rampen 27 und 28 abgerundeten Spitze 29 ineinander über. Ein Scheitel der Spitze 29 erstreckt sich immer quer zur Laufrichtung X-X, hier senkrecht. Er kann aber auch waagerecht oder jeden beliebigen Winkel dazwischen einnehmen, wenn es die Einbauverhältnisse erfordern. Die Spitze 29 kann sogar ohne ausgeprägten Scheitel, z. B. als kugelförmige Fläche, ausgebildet sein.

Der Rastnocken 7 ist in Fig. 8 vergrößert dargestellt. Er umfaßt eine zur Vorderseite hin abgerundete mit der Höhe H 30 beginnenden Eingangsrampe 30 mit einem Winkel Gamma von etwa 15° und eine Halterampe 31 mit einem Winkel Delta von etwa 45°. Der dazwischen liegende Spitzenbereich 32 ist als gerade Fläche ausgebildet, die sich in Laufrichtung X-X erstreckt. Der Spitzenbereich 32 geht über Abrundungen 33 und 34 in die Rampen 30 und 31 über. An die Halterampe 31 schließt sich über eine weitere Abrundung 35 eine in Laufrichtung X-X gerichtete Überlaufstrecke 36 mit der Höhe H 36 an. Die Höhe H 36 entspricht etwa der Höhe H 30. Die Überlaufstrecke 36 endet über eine Abrundung 37 und eine Rampe 38 mit einer Erhöhung 39, die das Ende des Rastnockens 7 darstellt.

Die Funktion des Türfeststellers 1 ist folgende:

In der in Fig. 2 dargestellten Offenstellung der Schiebetür, der Verriegelungsstellung, liegt die Nase 6 ohne oder nur unter leichtem Druck an der Überlaufstrecke 36 und der Rampe 31 des Rastnockens 7 an. Zum Schließen der Schiebetür in Schließrichtung S wird die Schiebetür etwas weiter in Öffnungsrichtung O verschoben, und mit ihr der Rastnocken 7, bis die Nase 6 mit ihrer Rampe 27 gegen die Rampe 38 der Erhöhung 39 stößt, sowie der nicht dargestellte Endanschlag der Schiebetür beaufschlagt wird. Die Überlaufstrecke 36 ist somit voll ausgenutzt.

Nun wird die Schiebetür, und mit ihr der Rastnocken 7, in die Schließrichtung S verschoben. Hierbei überstreicht der Rastnocken 7 mit seiner Überlaufstrecke 36 die Nase 6 ohne wesentlichen Widerstand, so daß die Schiebetür - und der Rastnocken - einen gewissen Schwung oder Impuls bekommen. Dieser Impuls hilft beim weiteren Verschieben in die Schließrichtung S, daß die Nase 6 die Steigung Delta der Halterampe 31, die Abrundung und den Spitzenbereich 32 überwinden kann. Denn beim Überstreichen der Nase 6 über die genannten Gleitbereiche wird die schon vorgespannte Druckfeder 22 noch mehr gespannt, nämlich von ca. 150 Newton auf ca. 375 Newton. Diese Federkraft wirkt über die Spitze 29 der Nase 6 auf die genannten Gleitbereiche des Rastnockens 7, im Spitzenwert auf den Spitzenbereich 32. Beim weiteren Verschieben in Schließrichtung S überstreicht die Nase 6 die absteigende Rampe 30, entlastet damit die Druckfeder 22 kontinuierlich, bis die Nase 6 am Ende der Rampe 30 frei wird. Nun sind die Rastglieder 6 und 7 des Türfeststellers 1 voneinander gelöst und keinerlei Reibungskräfte des Türfeststellers 1 mehr wirksam. Die Schiebetür kann nun endgültig in ihre Schließstellung verschoben werden.

Durch die vorgenannte Geometrie und die infolge der genannten Ausbildung und Lagerung des Haltearms erzeugte Hebelwirkung ist für die Betätigung der Schiebetür jedoch eine akzeptable Kraft von ca. 120 Newton zum Schließen und von ca. 105 Newton zum Öffnen aufzuwenden.

Die Kraft zum Öffnen und Verschieben der Schiebetür in ihre verriegelte Offenstellung ist geringer: Zum ersten, weil in der Öffnungsrichtung O die Schiebetür zunächst einen erheblich längeren Weg ohne Bremswirkung des Türfeststellers 1 zurücklegt und damit einen größeren Impuls erhält. Zum zweiten, weil die Nase 6 die geringere Steigung der Eingangsrampe 30, gekennzeichnet durch den Winkel Gamma, leichter überwinden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Türfeststeller für Schiebetüren von Kraftfahrzeugen, mit einem über einen Halter (3) an der Karosserie (5) befestigten, gegen eine vorgespannte Feder (22) verschwenkbaren Haltearm (2), der in der Offenstellung der Schiebetür über ein Rastglied (6) mit einem an der Schiebetür angeordneten Gegenrastglied (7) verrastet, dadurch gekennzeichnet, daß als Rastglied an dem Haltearm (2) eine Nase (6) und daß als Gegenrastglied ein quer zur Laufrichtung (X-X) der Schiebetür wirksamer Rastnocken (7) angeordnet ist.
  2. 2. Türfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nase (6) zwei Rampen (27, 28) und eine dazwischen liegende Spitze (29) aufweist.
  3. 3. Türfeststeller nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (29) in Richtung der Rampen (27, 28) abgerundet ist.
  4. 4. Türfeststeller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (29) auch quer zur Laufrichtung (X-X) abgerundet ist.
  5. 5. Türfeststeller nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (29) eine Kugeloberfläche hat.
  6. 6. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampen (27, 28) gerade sind.
  7. 7. Türfeststeller nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampen (27, 28) in einem Winkel (Alpha) und/oder (Beta) von 30° bis 60° zur Laufrichtung (X-X) stehen.
  8. 8. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampen gebogen sind.
  9. 9. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastnocken (7) eine Eingangsrampe (30) und eine Halterampe (31) und einen dazwischen liegenden Spitzenbereich (32) aufweist.
  10. 10. Türfeststeller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Spitzenbereich (32) in Laufrichtung (X-X) als Gerade ausgebildet ist.
  11. 11. Türfeststeller nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Spitzenbereich (32) über Abrundungen (33, 34) in die Rampen (30, 31) übergeht.
  12. 12. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsrampe (30) in einem kleinerem Winkel zur Laufrichtung (X-X) steht als die Halterampe (31).
  13. 13. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (Gamma) zwischen der Laufrichtung (X-X) und der Eingangsrampe (30) 10° bis 20° beträgt.
  14. 14. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (Delta) zwischen der Laufrichtung (X-X) und der Halterampe (31) 30° bis 60° beträgt.
  15. 15. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Halterampe (31) eine in Laufrichtung (X-X) gerichtete Überlaufstrecke (36) anschließt.
  16. 16. Türfeststeller nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Überlaufstrecke (36) eine Erhöhung (39) anschließt.
  17. 17. Türfeststeller nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhung eine Rampe (38) umfaßt.
  18. 18. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Nase (6) sich über eine Druckfeder (22) am Halter (3) abstützt.
  19. 19. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm als zweiarmiger Hebel (2) ausgebildet ist, der in dem Halter (3) verschwenkbar gelagert ist.
  20. 20. Türfeststeller nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (2) einen kurzen Hebelarm (11) und einen langen Hebelarm (12) umfaßt, der lange Hebelarm (12) sich über die Druckfeder (22) am Halter (3) abstützt und der kurze Hebelarm (11) sich unmittelbar am Halter (3) abstützt und damit die Druckfeder (22) vorspannt.
  21. 21. Türfeststeller nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) den zweiarmigen Hebel (2) zwischen zwei U-förmig gebogene Lappen (17) aufnimmt und ihn über einen die Lappen (17) und den Hebel (2) durchdringenden Stift (19) verschwenkbar festhält.
  22. 22. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) zwei abgewinkelte Lappen (20) aufweist, an deren Verbindungssteg (13) sich die Druckfeder (22) abstützt.
  23. 23. Türfeststeller nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungssteg (13) eine in seiner Längsrichtung verlaufende Sicke (14) und/oder einen Verstärkungswinkel (15) aufweist.
  24. 24. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) einen abgewinkelten Lappen (23) aufweist, an dem sich der kurze Hebelarm (11) abstützt.
  25. 25. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (3) mindestens einen abgewinkelten Lappen (24) mit Mitteln (25, 26) zum lösbaren Befestigen des Haltes (3) aufweist.
  26. 26. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (2) oder seine Nase (6) und/oder der Rastnocken (7) aus einem abriebfesten und gleitfähigen Kunststoff besteht bzw. bestehen.






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