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Dokumentenidentifikation DE69713157T2 30.01.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0958172
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM STERILISIEREN VON GEGENSTÄNDEN
Anmelder Stork Food & Dairy Systems B.V., Amsterdam, NL
Erfinder KAMSTRA, Rein, Paulus, NL-3474 JK Zegveld, NL
Vertreter Flaccus, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 50389 Wesseling
DE-Aktenzeichen 69713157
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.07.1997
EP-Aktenzeichen 979295805
WO-Anmeldetag 04.07.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/NL97/00383
WO-Veröffentlichungsnummer 0009801344
WO-Veröffentlichungsdatum 15.01.1998
EP-Offenlegungsdatum 24.11.1999
EP date of grant 05.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.01.2003
IPC-Hauptklasse B65B 55/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sterilisationsvorrichtung zum Sterilisieren von Gegenständen, umfassend Zuführungs- und Austragsvorrichtungen für Gegenstände, eine drehbare Behandlungseinheit, die in ihrem Umfangsbereich Behandlungshohlräume aufweist, von denen jeder eine Öffnung für die Zufuhr und den Austrag der Gegenstände aufweist, welche mit Hilfe von Verschlußmitteln geschlossen und geöffnet werden kann, wobei es möglich ist, die Behandlungshohlräume mit einer Zufuhr für verfahrensmedien zu verbinden.

Eine Sterilisationsvorrichtung dieser Art ist aus US-A- 4,981,649 bekannt. In diesem amerikanischen Patent ist eine Vorrichtung offenbart, die zum Befüllen und Verschließen von Behältern unter sterilen Bedingungen dient. Insbesondere ist hierin eine Behandlungseinheit beschrieben, die zum Sterilisieren und Zuführen von Abdeckungen zu den befüllten, sterilen Behältern eingesetzt wird. Die Behandlungshohlräume in dieser Behandlungseinheit sind durch einen festen, trommelartigen externen Umschließung verschlossen, die gleitend gegen die Behandlungseinheit drückt. Der externe Verschluß verfügt über Öffnungen für die Zufuhr und den Austrag von Abdeckungen und für die Zufuhr von Sterilisationsmedium, warme trockene Luft etc. in die Behandlungshohlräume.

Wie sich in der Praxis herausgestellt hat, ist bei dieser Behandlungseinheit die Abdichtung der Behandlungshohlräume unzureichend, und zwar aufgrund des Gleitkontaktes des Verchlußmittels der Behandlungseinheit. Hierdurch kann Sterilisationsmedium entweichen, Medien können zwischen den Behandlungshohlräumen ausgetauscht werden etc., was natürlich nicht erwünscht ist.

Es existiert bisher noch keine zufriedenstellende Lösung für die Erzielung einer Abdichtung von Behandlungshohlräumen in einer drehbaren Behandlungseinheit auf unkomplizierte aber sichere Weise.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Probleme zu lösen und zu diesem Zweck ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußmittel der Behandlungseinheit wenigstens ein Laufband umfassen, das über einen Teil des Umfangs der Behandlungseinheit gegen diese drückt.

Hierdurch wird eine unkomplizierte und sichere Abdichtung der Behandlungseinheiten erzielt. Das wahlweise angetriebene Laufband, das sich mit der Behandlungseinheit in Kontakt befindet, wird während der Rotation der Behandlungseinheit von dieser mitgenommen.

Für die vorliegende Erfindung soll Sterilisation sowohl interne wie auch äußerliche Sterilisation bedeuten.

In diesem Falle ist die Verwendung eines einzigen Laufbandes möglich, jedoch besteht abhängig von der spezifischen Anwendung auch die Möglichkeit, eine Mehrzahl von separaten Laufbändern einzusetzen. So können der Behandlungseinheit z. B. zu behandelnde Gegenstände von zwei gegenüberliegenden Seiten zugeführt werden, wobei die Gegenstände auch an den entgegengesetzten Seiten wieder entfernt werden. In diesem Falle findet daher die Sterilisation während einer halben Drehung der Behandlungseinheit statt. Sollen beide Hälften für die Sterilisation eingesetzt werden, so sind zumindest zwei Verschlußbänder erforderlich. Ein derartiges Laufband ist vorzugsweise ein geführtes bewegliches Band.

Während der Drehung der Behandlungseinheit werden die Gegenstände verschiedenen Sterilisierungsschritten unterzogen. Diese können z. B. einen oder mehrere der folgenden Schritte umfassen: Vakuumbeaufschlagung, Behandlung mit Sterilisierungsmittel, Zuführen von steriler Luft, Erhitzen etc.

Die mit Hilfe der Vorrichtung zu sterilisierenden Gegenstände unterliegen keiner besonderen Beschränkung, allerdings ist die Vorrichtung für die Sterilisation von Behältern wie z. B. Flaschen, Gefäßen und ähnlichem besonders geeignet. Zur größeren Klarheit wird im folgenden Text jedoch in erster Linie die Behandlung von Flaschen besprochen.

Zwar kann die Behandlungseinheit verschiedene Formen aufweisen und z. B. verschiedene Segmente umfassen, die beweglich miteinander verbunden sind, z. B. mittels Führungsstangen geführt werden und jede gewünschte Form aufweisen können, doch weist die Behandlungseinheit bevorzugt eine im wesentlichen kreisrunde Konstruktion auf.

Um einen Schutz der sterilisierten Gegenstände vor äußeren Einflüssen wie Verunreinigung und ähnlichem zu gewährleisten, ist die Unterbringung der gesamten Behandlungseinheit in einem Gehäuse, das mit einem geringen Überdruck beaufschlagt werden kann, bevorzugt.

Die Behandlungseinheit umfaßt insbesondere eine Zufuhr und einen davon getrennten Austrag für die zu sterilisierenden Gegenstände. Hierdurch wird eine erneute Verunreinigung der sterilisierten Gegenstände durch noch nicht sterilisierte Gegenstände oder von diesen mitgenommenes nichtsteriles Gas (Luft) verhindert.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sterilisationsvorrichtung sind die Zufuhr und der Austrag für die zu sterilisierenden Objekte über die Breite wenigstens eines Behandlungshohlraumes voneinander beabstandet und durch Trennvorrichtungen voneinander getrennt, die über die Breite wenigstens einer Behandlungseinheit eine Abdichtung gegenüber der Behandlungseinheit bereitstellen. Sind die Zufuhr- und Austragsöffnungen um mehr eine Behandlungseinheit voneinander beabstandet, so können die Trennvorrichtungen eine solche Abdichtung über die entsprechende Strecke bereitstellen. Es ist ein Laufband vorgesehen, das über im wesentlichen den restlichen Teil des Umfangs der Behandlungseinheit gegen diese drückt.

"Über die Breite eines Behandlungshohlraumes beabstandet" oder "um eine Behandlunseinheit beabstandet" soll den Abstand zwischen der Mitte eines Behandlungshohlraumes und der Mitte eines benachbarten Behandlungshohlraumes bedeuten.

Die Trennvorrichtungen können in Form eines Trennelementes konstruiert sein, das in gleitender Weise gegen die Behandlungseinheit drückt, jedoch wird ein zusätzliches Laufband, das gegen die Behandlungseinheit drückt, bevorzugt.

Die Erfindung betrifft des weiteren ein Verfahren zur Sterilisation von Gegenständen unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei das Verfahren zumindest die folgenden Schritte umfaßt:

- rotierbares Antreiben der Behandlungseinheit;

- Zuführen der zu sterilisierenden Gegenstände in die Behandlungshohlräume;

- Schließen der Behandlungshohlräume;

- die Gegenstände in den geschlossenen Behandlungshohlräumen unter Verwendung eines Sterilisationsmediums einer Sterilisationsbehandlung unterziehen;

- Öffnen der Behandlungshohlräume;

- Austragen der sterilisierten Gegenstände aus den Behandlungshohlräumen.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, Gegenstände auf vielfältige Weise unter Verwendung aller Arten von Sterilisationsmedien wie z. B. Gasen, Dämpfen, Flüssigkeiten und ähnlichem zu sterilisieren. Die Gegenstände werden mit Vorteil in separate Behandlungshohlräume gegeben, die vorzugsweise an die Ausmessungen der zu behandelnden Gegenstände angepaßt sind.

Insbesondere wird die Behandlungseinheit mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit rotierend angetrieben. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die Behandlungseinheit in-line in einer Befüllungsanlage zu inkorporieren, ohne die Geschwindigkeit der Anlage zu stören. Darüber hinaus führt eine im wesentlichen konstante Umdrehungsgeschwindigkeit der Behandlungseinheit zu geringerem Verschleiß der Komponenten und ist weniger fehleranfällig. Die Behandlungseinheit kann auch mit sich sinusförmig verändernder Geschwindigkeit angetrieben werden; Zufuhr und Austrag der zu sterilisierenden Gegenstände können dann in vorteilhafter Weise bei minimaler Geschwindigkeit der Behandlungseinheit erfolgen. Diese Minimalgeschwindigkeit kann wahlweise Null sein.

Mit besonderem Vorteil sind Heizvorrichtungen zur Steuerung/Regelung der Temperatur der Behandlungseinheit vorgesehen. Hierdurch wird es möglich, die Sterilisierung der Gegenstände zu unterstützen. Die Behandlungseinheit wird bei Verwendung eines Sterilisationsgases häufig bei einer Temperatur gehalten, bei der keine Kondensation stattfindet. Wird H&sub2;O&sub2; verwendet, liegt diese Temperatur bei 70-80 ºC.

Um die Sterilisationswirkung des Sterilisationsmediums noch weiter zu verbessern, ist es bevorzugt, die Behandlungshohlräume unter Vakuum zu setzen, bevor das Sterilisationsmedium zugeführt wird.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erklärt und veranschaulicht.

Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1: einen schematischen Querschnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sterilisationsvorrichtung;

Fig. 2: einen schematischen Querschnitt eines Behandlungshohlraumes in einer erfindungsgemäßen Behandlungseinheit;

Fig. 3: eine teilweise verdeckte Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 4: eine teilweise verdeckte Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

Fig. 5: einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausführungsform der Vorrichtung, die eine Behandlungseinheit mit gekoppelten Segmenten aufweist;

In Fig. 1, bezeichnet 1 eine Behandlungseinheit, die in ihrem Umfangsbereich Behandlungshohlräume 2 aufweist und in Richtung des Pfeils rotierend angetrieben werden kann, und zwar durch einen Antrieb (nicht näher dargestellt) z. B. mit konstanter Geschwindigkeit oder mit sich sinusförmig verändernder Geschwindigkeit. 3 bezeichnet ein Laufband, das über Rollen 4 geführt wird und über einen erheblichen Teil des Außenumfangs der Behandlungseinheit 1 gegen die Behandlungseinheit 2 drückt. Ein Gehäuse 5 umschließt die Behandlungseinheit 1 und das Laufband 3 und umfaßt eine Zufuhröffnung 6 und eine Austragsöffnung 7, wobei die Zufuhr- und die Austragsvorrichtung für die Flaschen 8 hier schematisch dargestellt sind. Vorzugsweise sind die Zuführungsöffnung 6 und die Austragsöffnung 7 so klein wie möglich konstruiert, um den Kontakt mit der Umgebung zu vermeiden.

Das Laufband 3 drückt über einen erheblichen Teil des Umfangs der Behandlungseinheit gegen die Behandlungseinheit und verschließt somit den Zuführungseingang 9 einer Anzahl von Behandlungshohlräumen 2. über den Zuführungseingang 9 kann ein zu sterilisierender Gegenstand in den entsprechenden Behandlungshohlraum 2 eingeführt und aus diesem wieder entfernt werden.

Das Gehäuse 5 umfaßt des weiteren eine Zufuhr- und eine Austragsleitung (10 bzw. 11), um den Durchfluß eines sterilen Gases wie z. B. steriler Luft, das sich vorzugsweise unter geringem Oberdruck befindet, durch das Innere des Gehäuses ermöglicht.

Vorzugsweise befindet sich in der Behandlungseinheit in den Behandlungshohlräumen 2 oder nahe des Behandlungshohlraums eine zusätzliche Aussparung für einen Verschluß wie etwa im Falle von Flaschen einen Deckel oder dergleichen.

12 und 13 bezeichnen Führungskomponenten, die dazu dienen, die Flaschen 8 in die Vorrichtung und aus der Vorrichtung zu führen.

Ein Trennelement 14, durch das die Möglichkeit einer erneuten Verunreinigung der sterilisierten Flaschen 8 vermieden wird, befindet sich zwischen der Zufuhröffnung 6 und der Austragsöffnung 7. Mit Vorteil ist dieses Trennelement jedoch in Form eines zusätzlichen Laufbandes konstruiert, das gegen die Behandlungseinheit drückt. Das Trennelement 14 kann in das Gehäuse 5 integriert sein.

Wie schematisch dargestellt, werden die Flaschen 8 mit Hilfe eines beweglichen Bandes 15 zugeführt und mit Hilfe eines beweglichen Bandes 16 ausgetragen. 17 bezeichnet einen Kolben, der zur Bewegung der Kolbenstange 18 dient, durch die die Flaschen 8 in die Behandlungshohlräume eingeführt werden. Dieser Einführungsvorgang kann durchgeführt werden, während die Behandlungseinheit 1 rotiert, oder, falls die Einheit mit sich sinusförmig verändernder Geschwindigkeit angetrieben wird, während sich die Rotationsgeschwindigkeit der Behandlungseinheit 1 auf ihrem Minimum befindet.

Wie in Fig. 1 dargestellt, wird bei der Behandlungseinheit 1 eine in einen Behandlungshohlraum eingeführte Flasche 8 zunächst auf die richtige Temperatur gebracht, und zwar unter Verwendung warmer steriler Luft. Der Zuführungseingang 9 wird dann durch das Laufband 3 verschlossen und der Behandlungshohlraum 2 unter Vakuum gesetzt. Sodann wird ein Sterilisationsmedium, in diesem Falle H&sub2;O&sub2;, eingeleitet, das über eine gewisse Zeitspanne wirken kann. Schließlich wird mehrere male ein Vakuum angelegt und der Hohlraum mit warmer steriler Luft durchgespült.

Die verschiedenen Arbeitsvorgänge sind, in grober Zeitaufteilung, sämtlich in der Figur dargestellt. Jedoch sind auch andere zeitliche Aufteilungen möglich. Schließlich verläßt die Flasche die Vorrichtung über die Öffnung 7 und das bewegliche Band 16, wobei sich letzteres vorzugsweise ebenfalls in einem Gehäuse 19 befindet, um die Sterilität der ausgetragenen Flaschen 8 zu gewährleisten.

Während der aufeinanderfolgenden Schritte der Behandlung wird die Behandlungseinheit 1 auf einer Temperatur, im Falle der Verwendung von H&sub2;O&sub2; als Sterilisierungsmedium 75ºC, gehalten, und zwar mittels eines Heizelementes, das nicht näher dargestellt und das in der Behandlungseinheit untergebracht ist. Es ist ersichtlich, daß eine Vielzahlanderer Heizungsformen ebenfalls geeignet ist.

Während des Sterilisierungsvorgangs bewegt sich eine in einem Behandlungsraum befindliche Flasche 8 von einer im wesentlichen vertikalen Ausrichtung über eine horizontale Ausrichtung in eine entgegengesetzt vertikale Ausrichtung. Die Flasche 8 kann sich daher in dem Behandlungshohlraum 2 in Bezug auf die Wände so bewegen, daß alle Seiten der Flasche mit dem Sterilisationsgas in Berührung kommen.

Fig. 2 ist eine klarere Darstellung eines Behandlungshohlraumes 2 in der Behandlungseinheit 1, in dem sich eine Flasche 8 befindet. Die Flasche 8 liegt frei in dem Behandlungshohlraum 8. Der Behandlungshohlraum 2 ist mit einer Leitung 21 verbunden, die über ein Vierwegeventil 22 mit verschiedenen Quellen A, B, C für Medien verbunden werden kann. Zunächst kommen hier als Medien Vakuum, Sterilisationsmedium und sterile Luft in Frage. Natürlich ist die Anzahl der Verbindungen nicht beschränkt. Die verschiedenen Medien könnten auch in der in US-A-4,981, 649 oder EP-A- 0,632,965 offenbarten Weise zugeführt werden.

23 bezeichnet ein Gitter, das dazu dient, die Flasche 8 in einem Abstand von der Öffnung der Leitung 21 zu halten, um zu verhindern, daß die Flasche während der Beaufschlagung mit Vakuum auf diese Öffnung gesaugt wird.

Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Fig. 1, die z. T. abgedeckt ist; wie zu erkennen ist, umfaßt die Behandlungseinheit 1 eine einzige Reihe von Behandlungshohlräumen 2, die sich in der Nähe ihres Umfangs befinden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform beschränkt, sondern die Behandlungseinheit kann in der Nähe ihres Umfangs auch eine Vielzahl von Abfolgen von Behandlungshohlräumen 2 aufweisen, wie in Fig. 4 dargestellt, in der 4 Reihen vorliegen. In diesem Falle ist die Kolbenstange entsprechend angepaßt, wie bei 18' dargestellt.

Schließlich zeigt Fig. 5 eine Variante der Sterilisationsvorrichtung gemäß Fig. 1 mit einem Gehäuse 5 und einer Behandlungseinheit 1, wobei die Behandlungseinheit ein mittels Leitrollen 25 gelenktes Laufband 26 umfaßt, an welches Segmente 27 bei 28 gekoppelt sind. Es ist ersichtlich, daß die die Segmente 27 umfassende Konstruktion eine große Vielfalt von Möglichkeiten für die Konstruktion der Behandlungseinheit 1 bietet. Aus Gründen der Einfachheit ist das Laufband für den Verschluß der Behandlungshohlräume 2 nicht dargestellt.

Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die aufeinander folgenden Arbeitsvorgänge der Vakuumbeaufschlagung, Sterilisierung und dergleichen während der Rotation der Behandlungseinheit 1 ablaufen, kann die Sterilisation kontinuierlich in-line mit Bezug auf das Herstellungsverfahren, die Sterilisation und das Befüllen der Flaschen durchgeführt werden. Die Abmessungen der Behandlungseinheit 1, die Anzahl der Behandlungshohlräume 2 und die Anzahl der Reihen können als Funktion der Aufgabegeschwindigkeit der Flaschen festgelegt werden.

Zwar ist die Behandlungseinheit in den Zeichnungen vertikal ausgerichtet, und diese Ausgestaltung ist bevorzugt, doch könnte auch eine andere Ausrichtung der Behandlungseinheit Verwendung finden. Jedoch muß sichergestellt sein, daß ein zu sterilisierendes Objekt während der Sterilisation vollständig sterilisiert wird und somit nicht kontinuierlich an einer Stelle gestützt ist. Es stehen eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung, um dies sicherzustellen. Soll die Behandlungseinheit horizontal angeordnet sein, so können, die Behandlungshohlräume z. B. so konstruiert sein, daß sie um ein Achse rotieren können, die in Bezug auf die Behandlungseinheit radial verläuft. Folglich können die Gegenstände durch die Kammern rollen und auf allen Seiten sterilisiert werden.

Des weiteren wird darauf hingewiesen, daß der Ort, an dem die Zufuhröffnung 6 für die Zufuhr der zu sterilisierenden Gegenstände 8 vorgesehen werden kann, nicht beschränkt ist. Bei einer vertikalen Anordnung der Vorrichtung kann sich die Zufuhröffnung 6 auf der linken oder der rechten Seite der Behandlungseinheit 1 befinden, so daß der Gegenstand 8 in einer horizontalen Position in die Behandlungseinheiten 2 eingeführt werden kann. Die Zufuhröffnung 6 kann sich auch zwischen einer der besagten Seiten und der Oberseite der Behandlungseinheit 1 befinden. Wenn sich die Zuführungsöffnung 6 an einer solchen Stelle befindet, können die Gegenstände 8 ohne die Hilfe einer kolbengetriebenen Aufwärtsbewegung, hingegen mit Hilfe der Schwerkraft, in die Behandlungseinheiten 2 eingeführt werden.

Befindet sich die Zuführöffnung 6 an oder über der Seite der Behandlungseinheit, so kann die Austragsöffnung 7 für den Austrag der Objekte 8 gerade unterhalb dieser Seite, oder der gegenüberliegenden Seite, liegen, wobei die Gegenstände zur Sterilisierung fast über eine gesamte bzw. eine halbe Drehung der Behandlungseinheit rotiert und mit Hilfe der Schwerkraft ausgetragen werden.

Die oben beschriebene horizontale Zuführung von Gegenständen, z. B. von Flaschen, hat den Vorteil, daß vor dem Zuführen auch die Böden der Flaschen freiliegen und z. B. für eine zusätzliche Wärme-Vorbehandlung frei zugänglich sind. Eine solche Behandlung kann nämlich von Bedeutung sein, um zu vermeiden, daß innerhalb der Behandlungseinheit 1 eine Kondensation des Sterilisierungsmediums auf relativ kalten Flächen der Flaschen stattfindet.

Wie oben skizziert wurde, kann die Sterilisierungsbehandlung auch innerhalb einer halben oder einer Drei-Viertel- Umdrehung der Behandlungseinheit 1 durchgeführt werden. Der übrige Teil der Behandlungseinheit 1 kann durch Trennvorrichtungen (siehe oben) abgedichtet werden, oder dazu verwendet werden, Zugang zu den Behandlungshohlräumen zu erhalten, z. B. um Gegenstände zu entfernen, die während der Sterilisierungsbehandlung in den Behandlungshohlräumen eingeschlossen wurden, oder für Wartungszwecke.


Anspruch[de]

1. Sterilisationsvorrichtung zum Sterilisieren von Gegenständen (8), umfassend Zuführungs- und Austragsvorrichtungen für Gegenstände, eine drehbare Behandlungseinheit (1), die in ihrem Umfangsbereich Behandlungshohlräume (2) aufweist, von denen jeder einen Eingang (9) für die Zufuhr und den Austrag der Gegenstände (8) aufweist, welcher mit Hilfe von verschlußmitteln geschlossen und geöffnet werden kann, wobei es möglich ist, die Behandlungshohlräume (2) mit der Zufuhr (21) für Verfahrensmedien zu verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verchlußmittel wenigstens ein Laufband (3) umfassen, das über einen Teil des Umfangs der Behandlungseinheit (1) gegen diese drückt.

2. Sterilisationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Behandlungseinheit (1) in einem Gehäuse (5) untergebracht ist, in dem ein geringer Überdruck angelegt werden kann.

3. Sterilisationsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungseinheit (1) eine Zufuhr und einen davon getrennten Austrag für die zu sterilisierenden Gegenstände (8) umfaßt.

4. Sterilisationsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr und der Austrag für die zu sterilisierenden Gegenstände (8) über die Breite zumindest eines Behandlungshohlraumes (2) voneinander beabstandet und durch Trennvorrichtungen (14) voneinander getrennt sind, welche über die Breite wenigstens eines Behandlungshohlraumes (2) einen Abschluß gegenüber der Behandlungseinheit (1) bereitstellen, und daß ein Laufband (3) vorgesehen ist, das gegen die Behandlungseinheit (1) drückt, und zwar über im wesentlichen den verbleibenden Teil des Umfangs der Behandlungseinheit (1).

5. Behandlungseinheit für eine Sterilisationsvorrichtung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1-4.

6. Verfahren zum Sterilisieren von Gegenständen unter Verwendung der Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, zumindest umfassend die Schritte:

- rotierbares Antreiben der Behandlungseinheit (1);

- Zuführen der zu sterilisierenden Gegenstände (8) in die Behandlungshohlräume (2);

- Schließen der Behandlungshohlräume (2);

- die Gegenstände (8) in den geschlossenen Behandlungshohlräumen (2) unter Verwendung eines Sterilisationsmediums einer Sterilisationsbehandlung unterziehen;

- Öffnen der Behandlungshohlräume (2);

- Austragen der sterilisierten Gegenstände (8) aus den Behandlungshohlräumen (2).

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungseinheit (1) in einer Rotationsbewegung mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß Heizvorrichtungen zur Steuerung/Regelung der Temperatur der Behandlungseinheit (1) vorgesehen sind.

9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsräume (2) vor der Zuführung des Sterilisationsmediums mit Vakuum beaufschlagt werden.







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