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Dokumentenidentifikation DE69715965T2 30.01.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0809217
Titel System zur Identifikation von geheimen Daten
Anmelder NEC Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Matsumoto, Mariko, Minato-ku, Tokyo, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69715965
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.05.1997
EP-Aktenzeichen 971082979
EP-Offenlegungsdatum 26.11.1997
EP date of grant 02.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.01.2003
IPC-Hauptklasse G07C 9/00
IPC-Nebenklasse G07F 7/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme zum Identifizieren persönlicher Information und insbesondere ein Identifizierungssystem, das eingegebene geheime Information verifiziert.

In automatischen Geldausgabeautomaten und ähnlichen Geräten, die in Bankeinrichtungen installiert sind, wird ein Benutzer durch Eingabe geheimer Daten, z. B. eines Paßwortes, authentifiziert, so daß z. B. die Verwendung seines Kontos durch andere Personen verhindert wird. D. h. in einem derartigen System wird ein eingegebenes Paßwort mit einem vorgegebenen Paßwort verglichen, wobei ein Automat oder Gerät betriebsbereit geschaltet wird, wenn die beiden Paßwörter miteinander übereinstimmen. In einem derartigen System ist ein vorgegebenes Paßwort im allgemeinen ein festes Paßwort. Es sind mehrere Systemtypen bekannt, z. B. ein erster Systemtyp, in dem ein Benutzer eine unbegrenzte Anzahl von Paßwörtern eingeben kann, und ein anderer Systemtyp, in dem die Paßworteingabefunktion blockiert, d. h. deaktiviert wird, wenn die Anzahl der Paßworteingaben eine vorgegebene Anzahl überschreitet (vergl. ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr. 62-219048).

Die vorstehend beschriebenen herkömmlichen Systeme haben die folgenden Nachteile. Im ersten Systemtyp, in dem ein Benutzer eine unbegrenzte Anzahl von Paßwörtern eingeben kann, kann ein Paßwort z. B. unter Verwendung eines Computers leicht geknackt werden. Im anderen Systemtyp, in dem eine Paßworteingabefunktion blockiert wird, um nachfolgende Paßworteingaben zu deaktivieren, wenn die Anzahl von Paßworteingaben eine vorgegebene Anzahl überschreitet, wird die Paßworteingabefunktion blockiert, wenn versehentlich falsche Paßwörter eingegeben werden, wobei in diesem Fall auch verhindert wird, daß ein autorisierter Benutzer den Automaten benutzt.

Gemäß der US-A-4449040 ist eine Identifizierungscodebestimmungsvorrichtung zur Verwendung in einer Transaktionsverarbeitungsvorrichtung bekannt. Die Transaktionsverarbeitungsvorrichtung ermöglicht eine Transaktionsverarbeitung, wenn ein Aufzeichnungemedium verwendet wird, in dem Kundenidentifizierungsinformation aufgezeichnet ist, und ein durch einen Kunden eingegebener Identifizierungscode gültig ist. Die Gültigkeit eines Identifizierungscodes wird festgestellt, wenn ein korrekter Identifizierungscode eingegeben wird, während weniger als eine vorgegebene Anzahl fehlerhafter Eingaben gemacht werden, oder wenn innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein korrekter Identifizierungscode eingegeben wird, falls mehr als die vorgegebene Anzahl fehlerhafter Eingaben gemacht wurde. Falls nach der vorgegebenen Anzahl fehlerhafter Eingaben erneut eine fehlerhafte Eingabe erfolgt, wird die vorgegebene Zeitdauer, während der es zulässign ist, die Gültigkeit des eingegebenen Identifizierungscodes festzustellen, verlängert, wenn die Anzahl fehlerhafter Eingaben zunimmt. Außerdem wird, falls die Anzahl fehlerhafter Eingaben eine relativ große Anzahl überschreitet, das Aufzeichnungsmedium als ungültige Karte registriert.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System bereitzustellen, in dem eine geheime Information schwer geknackt werden kann und eine Informationseingabefunktion nicht blockiert wird.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Eingabeinformation immer dann mit der vorgegebenen Information verglichen, wenn das Freigabesignal erzeugt wird, wobei, wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, eine Autorisierung bereitgestellt wird, indem z. B. eine Sperre freigegeben wird. Der Erzeugungszyklus oder das Erzeugungsintervall des Freigabesignals wird gemäß der Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" in den Vergleichsergebnisse verändert.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird die Eingabeinformation mit der vorgegebenen Information verglichen, und die Autorisierung wird in Antwort auf die Erzeugung des Freigabesignals bereitgestellt, wenn ein Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt. Das Erzeugungsintervall oder der Erzeugungszyklus des Freigabesignals wird gemäß der Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" in den Vergleichsergebnissen verändert.

Dadurch tritt, auch wenn alle möglichen geheimen Informationen eingegeben werden, keine Übereinstimmung auf. Dadurch wird ein Vorteil dahingehend erhalten, daß die geheime Information auch unter Verwendung eines Computers oder einer ähnlichen Vorrichtung nicht leicht geknackt werden kann. Außerdem wird erfindungsgemäß die Eingabefunktion für die geheime Information nicht blockiert. Dadurch wird ein weiterer Vorteil dahingehend erhalten, daß, auch nachdem fehlerhafte Informationen eingegeben wurden, die Sperre eines Systems durch Eingabe der vorgegebenen Information noch immer freigegeben werden kann.

Die vorstehenden und andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen verdeutlicht; es zeigen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm zum Darstellen der Konfiguration einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Paßwortidentifizierungssystems;

Fig. 2 ein Ablaufdiagramm zum Darstellen einer Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 1;

Fig. 3 ein Zeitdiagramm zum Darstellen eines Beispiels der Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 1;

Fig. 4 ein Zeitdiagramm zum Darstellen eines anderen Beispiels der Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 1;

Fig. 5 ein Blockdiagramm zum Darstellen der Konfiguration einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Paßwortidentifizierungssystems;

Fig. 6 ein Ablaufdiagramm zum Darstellen einer Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 5;

Fig. 7 ein Zeitdiagramm zum Darstellen eines Beispiels einer Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 5;

Fig. 8 ein Zeitdiagramm zum Darstellen eines anderen Beispiels einer Funktionsweise des Paßwortidentifizierungssystems von Fig. 5;

Fig. 9 ein detailliertes Blockdiagramm zum Darstellen eines ersten Beispiels eines Freigabesignalgenerators von Fig. 1 oder Fig. 5;

Fig. 10 ein Zeitdiagramm zum Darstellen einer Funktionsweise des Freigabesignalgenerators von Fig. 9; und

Fig. 11 ein detailliertes Bockdiagramm zum Darstellen eines zweiten Beispiels des Freigabesignalgenerators von Fig. 1 oder Fig. 5.

Gemäß Fig. 1 hat eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Paßwortidentifizierungssystems die folgende Konfiguration. Eine Eingabevorrichtung 101, z. B. eine Tastatur, ermöglicht es einem Benutzer, ein Paßwort PWIN und andere notwendige Informationen einzugeben. Ein Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 überträgt das eingegebene Paßwort PWIN in Antwort auf ein Freigabesignal ST zu einem Prüfabschnitt 103. D. h., der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 hat eine Funktion zum Freigeben einer Prüfoperation in Antwort auf das Freigabesignal ST. Der Prüfabschnitt 103 prüft das eingegebene Paßwort PWIN durch Vergleichen dieses Paßwortes mit einem in einem Speicher 104 vorgespeicherten, registrierten Paßwort PWREG. Wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, gibt eine Sperrensteuerungseinrichtung 105 die Sperre eines Systems 106 frei. Ein Freigabesignalgenerator 107 empfängt das Vergleichsergebnis vom Prüfabschnitt 103 und erzeugt das Freigabesignal ST, wobei der Erzeugungszyklus bzw. das Erzeugungsintervall des Freigabesignals ST basierend auf dem Vergleichsergebnis geändert wird.

Der Freigabesignalgenerator 107 weist einen Zähler 108 zum Zählen aufeinanderfolgender Fehler auf, der die Anzahl aufeinanderfolgender, vom Prüfabschnitt 103 empfangener, Vergleichsergebnisse mit dem Inhalt "Nichtübereinstimmung" zählt. Eine Erzeugungsintervallsteuerungseinrichtung 109 steuert das Erzeugungsintervall (oder den Erzeugungszyklus) des Freigabesignals ST gemäß dem Zählwert des Zählers 108, wie später beschrieben wird. Ein Signalgenerator 110 erzeugt das Freigabesignal ST unter der Steuerung der Steuerungseinrichtung 109 und führt es dem Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 zu.

Gemäß Fig. 2 erzeugt der Freigabesignalgenerator 107 Freigabesignale ST als Triggersignale zum Freigeben der Prüfoperation. Normalerweise erzeugt der Freigabesignalgenerator 107 die Freigabesignale ST in minimalen Intervallen.

Wenn ein Paßwort PWIN über die Eingabevorrichtung 101 eingegeben wird (Schritt S201) wartet der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 auf die Erzeugung eines Freigabesignals ST durch den Freigabesignalgenerator 107 (Schritt S202). Wenn ein Freigabesignal ST erfaßt wird (JA in Schritt S202), vergleicht der Prüfabschnitt 103 das eingegebene Paßwort PWIN mit dem im Speicher 104 vorgespeicherten, registrierten Paßwort PWREG (Schritt S203). Wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, wird das Erzeugungsintervall der Freigabesignals ST minimiert (Schritt S204), und dann wird die Sperrensteuerungseinrichtung 105 aktiviert, um die Sperre des Systems 106 freizugeben (Schritt S205), so daß es auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt wird (Schritt S206).

Andererseits erfaßt der Prüfabschnitt 103, wenn das eingegebene Paßwort PWIN sich vom registrierten Paßwort PWREG unterscheidet, eine "Nichtübereinstimmung" (Schritt S203). Der im Freigabesignalgenerator 107 angeordnete Zähler 108 zum Zählen aufeinanderfolgender Fehler zählt aufeinanderfolgende Fehler eingegebener Paßwörter, und die Erzeugungsintervallsteuerungseinrichtung 109 setzt ein Freigabesignalerzeugungsintervall gemäß dem Zählwert des Zählers 108 (Schritt S207). In dieser Ausführungsform wird das Freigabesignalerzeugungsintervall (Freigabesignalerzeugungszyklus) verlängert, wenn der Zählwert zunimmt. Der Signalgenerator 110 erzeugt Freigabesignals ST mit dem derart gesetzten Zyklus oder Intervall.

In diesem Zustand, in dem das Freigabesignalerzeugungsintervall (Freigabesignalerzeugungszyklus) verlängert worden ist, schaltet der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102, auch wenn nach Ablauf einer kurzen Zeitdauer erneut ein Paßwort PWIN2 eingegeben wird, die Prüfoperation des Prüfabschnitts 103 nicht frei, weil aufgrund des verlängerten Freigabesignalerzeugungsintervalls kein Freigabesignal erzeugt wird. Einem Benutzer wird keine Freigabesignalerzeugungsinformation zur Verfügung gestellt. Wenn er ein weiteres Paßwort PWIN3 eingibt und dann nach Ablauf des Freigabesignalerzeugungsintervalls ein Freigabesignal ST erzeugt wird, schaltet der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 die Prüfoperation im Prüfabschnitt 103 frei (JA in Schritt S202). In Antwort darauf vergleicht der Prüfabschnitt 103 das eingegebene Paßwort PWIN3 mit dem registrierten Paßwort PWREG (Schritt S203). Die Tatsache, daß das eingegebene Paßwort PWIN2 keiner Prüfoperation unterzogen wird, ist das wichtige Merkmal dieses Systems. D. h., auch wenn das eingegebene Paßwort PWIN2 ein registriertes Paßwort ist, wird das System 106 nicht auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Wenn mit einem eingegebenen Paßwort PWIN3 erneut eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird der Zählwert für aufeinanderfolgende Fehler um eins erhöht. Dadurch verlängert die Erzeugungsintervallsteuerungseinrichtung 109 das Freigabeerzeugungsintervall weiter (Schritt S207), d. h., daß die Zeitdauer, in der der Prüfabschnitt 103 auf einen nichtbetriebsbereiten Zustand geschaltet ist, entsprechend verlängert wird. Wenn mit dem eingegebenen Paßwort PWIN3 eine "Übereinstimmung" erfaßt wird, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert gesetzt (Schritt S204), die Sperre freigegeben (Schrit S205), und das System 106 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt (Schritt S206).

Nachstehend wird ein Fall betrachtet, in dem ein registriertes Paßwort eingegeben wird, nachdem N falsche Paßworteingaben gemacht wurden. In diesem Fall werden Freigabesignale ST in Freigabesignalerzeugungsintervallen erzeugt, die der Anzahl N aufeinanderfolgender Fehler entsprechen. Wenn ein registriertes Paßwort PWREG eingegeben wird und der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 ein Freigabesignal ST empfängt, das nach Ablauf des Freigabesignalerzeugungsintervalls erzeugt wird, das der Anzahl N aufeinanderfolgender Fehler entspricht, gibt der Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 das eingegebene Paßwort PWIN an den Prüfabschnitt 102 aus, um die Prüfoperation freizuschalten. Wenn der Prüfabschnitt 103 das eingegebene Paßwort PWIN mit dem registrierten Paßwort PWREG vergleicht und eine "Übereinstimmung" erfaßt, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert zurückgesetzt (Schritt S204), die Sperre freigegeben (Schritt S205) und das System 106 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt (Schritt S206).

Nachstehend wird das Freigabesignalerzeugungsintervall unter Bezug auf in den Fig. 3 und 4 dargestellte Zeitdiagramme beschrieben. Jedes der Fig. 3 und 4 zeigt eingegebene Paßwörter PWIN, das Freigabesignal ST, ein Vergleichsergebnisse ("Übereinstimmung" oder "Nichtübereinstimmung") anzeigende Vergleichsausgangssignale des Prüfabschnitts 103 und ein von der Sperrensteuerungseinrichtung 105 ausgegebenes Sperrenfreigabesignal SRL. In jeder der Fig. 3 und 4 stellt die horizontale Achse die Zeit dar, während geschwärzt dargestellte Abschnitte der Vergleichsausgangssignale und der Sperrenfreigabesignale SRL aktive Zustände und die übrigen Abschnitte inaktive Zustände darstellen.

In den Freigabesignalen ST von Fig. 3(b) ist eine Freigabe durch einen hohen Pegel dargestellt. Die Freigabesignale ST von Fig. 4(b) werden als Triggersignale verwendet, und Operationen werden an den Anstiegsflanken der Triggersignale ausgeführt. Wenn kein Paßwort eingegeben wird, wird auch dann keine Prüfoperation ausgeführt, wenn ein Freigabesignal ST erzeugt wird. In diesem Beispiel wird zur Vereinfachung der Beschreibung vorausgesetzt, daß das registrierte Paßwort PWREG "6" lautet und nur die Eingabe von Paßwörtern im Bereich von "0" bis "9" zulässig ist.

Gemäß Fig. 3 ist die Sperre im Normalzustand, in dem das Freigabesignalerzeugungsintervall auf einen Minimalwert (in diesem Beispiel "0") gesetzt ist, freigegeben, und das System 106 wird auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt, sobald das registrierte Paßwort PWREG "6" eingegeben wird.

Nachstehend wird ein Fall betrachtet, in dem ein Benutzer, der beabsichtigt, das Paßwort zu knacken, alle möglichen Paßwörter "0" bis "9" eingibt. Wenn ein erstes Paßwort PWIN1 "0" eingegeben wird, erfaßt der Prüfabschnitt 103 eine "Nichtübereinstimmung", und die Anzahl aufeinanderfolgender Fehler wird "1". Dadurch wird das Freigabesignalerzeugungsintervall, das in seinem Anfangszustand auf "0" gesetzt war, auf "1" gesetzt. Wenn ein nächstes Paßwort PWIN2 "1" eingegeben wird, wird die Prüfoperation nicht ausgeführt, weil kein Freigabesignal ST erzeugt wird. Weil dem Benutzer keine Freigabesignalerzeugungsinformation zur Verfügung gestellt wird, gibt er ein nächstes Paßwort PWIN3 "2" ein. Weil anschließend ein Freigabesignal ST erzeugt wird, wird das eingegebene Paßwort mit dem registrierten Paßwort PWREG verglichen. Als Ergebnis wird erneut eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt, wodurch die Anzahl aufeinanderfolgender Fehler "2" wird und das Freigabesignalerzeugungsintervall ebenfalls auf "2" gesetzt wird.

Wenn anschließend nacheinander Paßwörter PWIN4 und PWIN5 (d. h. "3" und "4") eingegeben werden, wird die Prüfoperation nicht ausgeführt, weil keine Freigabesignale erzeugt werden. Wenn ein weiteres Paßwort PWIN6 "5" eingegeben wird, wird anschließend ein Freigabesignal ST erzeugt, so daß das eingegebene Paßwort PWIN6 der Prüfoperation unterzogen wird. Weil eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird die Anzahl aufeinanderfolgender Fehler "3", so daß das Freigabesignalerzeugungsintervall wird auf "3" gesetzt wird.

Obwohl als nächstes das registrierte Paßwort PWIN7 "6" eingegeben wird, führt der Prüfabschnitt 103 keine Prüfoperation aus, weil kein Freigabesignal ST erzeugt wird. Anschließend werden nacheinander Paßwörter PWIN8 bis PWIN10 "7" bis "9" eingegeben. Weil nach der Eingabe des Paßwortes PWIN10 "9" ein Freigabesignal ST erzeugt wird, wird lediglich dieses Paßwort einer Prüfoperation unterzogen. Weil erneut eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird die Anzahl aufeinanderfolgender Fehler "4", und das Freigabesignalerzeugungsintervall wird auf "4" gesetzt. Anschließend wird der Prüfabschnitt 103 nicht aktiviert, weil keine Paßworteingabe erfolgt. Daher wird weder eine "Übereinstimmung" noch eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt, und das Freigabesignalerzeugungsintervall wird bei "4" gehalten.

Auch wenn anschließend ein registriertes Paßwort PWIN11 "6" eingegeben wird, wird solange keine Prüfoperation ausgeführt, bis ein Freigabesignal ST erzeugt wird. Der Prüfabschnitt 103 führt seine Prüfoperation aus, wenn ein Freigabesignal ST zu einem Zeitpunkt T1 nach Ablauf eines Freigabesignalerzeugungsintervalls "4" erzeugt wird. Weil zu diesem Zeitpunkt eine Paßwortübereinstimmung erfaßt wird, wird die Sperre freigegeben, und das System 106 wird auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Gemäß Fig. 4 ist das Freigabesignalerzeugungsintervall wie im Fall des Beispiels von Fig. 3 im Normalzustand auf den Minimalwert gesetzt. In diesem Beispiel wird das Freigabesignal ST als Triggersignal mit aufeinanderfolgendem Intervallanstieg erzeugt. Wenn in diesem Zustand ein registriertes Paßwort PWREG "6" eingegeben wird, wird die Sperre unmittelbar freigegeben und das System 106 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Wenn ein Benutzer, der beabsichtigt, das Paßwort zu knacken, alle möglichen Paßwörter "0" bis "9" eingibt, wie im Fall des Beispiels von Fig. 3, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall mit einer zunehmenden Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" in den Vergleichsergebnissen verlängert. Nachdem die Anzahl aufeinanderfolgender Fehler den Wert "4" erreicht hat und das Freigabesignalerzeugungsintervall auf "4" gesetzt wurde, wird der Prüfabschnitt 103 nicht aktiviert, wenn keine Paßworteingabe erfolgt. Daher wird weder eine "Übereinstimmung" noch eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt, und das Freigabesignalerzeugungsintervall wird bei "4" gehalten.

Auch wenn anschließend ein registriertes Paßwort PWIN11 "6" eingegeben wird, wird so lange keine Prüfoperation ausgeführt, bis ein Freigabesignal ST erzeugt wird. Der Prüfabschnitt 103 führt seine Prüfoperation aus, wenn ein Freigabesignal ST zu einem Zeitpunkt T1 nach Ablauf eines Freigabesignalerzeugungsintervalls "4" erzeugt wird. Weil zu diesem Zeitpunkt eine Paßwortübereinstimmung erfaßt wird, wird die Sperre freigegeben und das System 106 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Gemäß Fig. 5 hat eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Paßwortidentifizierungssystem die folgende Konfiguration. Eine Eingabevorrichtung 301, z. B. eine Tastatur, ermöglicht es einem Benutzer, ein Paßwort PWIN und andere notwendige Informationen einzugeben. Das Paßwort PWIN wird einem Prüfabschnitt 302 zugeführt, der das eingegebene Paßwort PWIN prüft, indem er es mit einem in einem Speicher 303 vorgespeicherten, registrierten Paßwort PWREG vergleicht. Das Vergleichsergebnis des Prüfabschnitts 302 wird einem Sperrenfreigabeabschnitt 304 und einem Freigabesignalgenerator 307 zugeführt. Der Sperrenfreigabeabschnitt 304 gibt in Antwort auf das Vergleichsergebnis "Übereinstimmung" und ein Freigabesignal ST ein Sperrenfreigabesignal an die Sperrensteuerungseinrichtung 305 aus. D. h., der Sperrenfreigabeabschnitt 304 hat eine Funktion zum Freigeben der Sperre in Antwort auf das Vergleichsergebnis und das Freigabesignal ST. Wenn die Sperrensteuerungseinrichtung 305 das Sperrenfreigabesignal vom Sperrenfreigabeabschnitt 304 empfängt, gibt die Sperrensteuerungseinrichtung 305 die Sperre eines Systems 306 frei. Der Freigabesignalgenerator 307 empfängt das Vergleichsergebnis vom Prüfabschnitt 302 und erzeugt das Freigabesignal ST, wobei das Erzeugungsintervall bzw. der Erzeugungszyklus des Freigabesignals ST basierend auf dem Vergleichsergebnis verändert wird.

Der Freigabesignalgenerator 307 weist einen Zähler 308 zum Zählen aufeinanderfolgender Fehler auf, der die Anzahl aufeinanderfolgender Vergleichsergebnisse mit dem Inhalt "Nichtübereinstimmung" zählt, die vom Prüfabschnitt 302 empfangen werden. Eine Erzeugungsintervallsteuerungseinrichtung 309 steuert das Erzeugungsintervall (oder den Erzeugungszyklus) des Freigabesignals ST gemäß dem Zählwert des Zählers 308, wie später beschrieben wird. Ein Signalgenerator 310 erzeugt das Freigabesignal ST unter der Steuerung der Steuerungseinrichtung 309 und führt es dem Sperrenfreigabeabschnitt 304 zu.

Gemäß Fig. 6 erzeugt der Freigabesignalgenerator 307 Freigabesignale ST als Triggersignale für die Sperrenfreigabeoperation. Normalerweise erzeugt der Freigabesignalgenerator 307 Freigabesignale ST in minimalen Intervallen. Wenn ein Paßwort PWIN über die Eingabevorrichtung 301 eingegeben wird (Schritt S401), vergleicht der Prüfabschnitt 302 das eingegebene Paßwort PWIN mit einem im Speicher 303 vorgespeicherten, registrierten Paßwort PWREG (Schritt 402). Wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, wartet der Sperrenfreigabeabschnitt 304 auf die Erzeugung eines Freigabesignals ST durch den Freigabesignalgenerator 307 (Sehritt S403). Wenn ein Freigabesignal ST empfangen wird (JA in Schritt S403), gibt, nachdem das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert zurückgesetzt wurde (Schritt S404), der Sperrenfreigabeabschnitt 304 das Sperrenfreigabesignal an die Sperrensteuerungseinrichtung 305 aus. Die Sperrensteuerungseinrichtung 305 gibt in Antwort auf das Sperrenfreigabesignal die Sperre des Systems 306 frei (Schritt 405), um das System auf einen betriebsbereiten Zustand einzustellen (Schritt S406).

Andererseits erfaßt der Prüfabschnitt 302, wenn das eingegebene Paßwort PWIN sich vom registrierten Paßwort PWREG unterscheidet, eine "Nichtübereinstimmung" (Schritt S402). Der im Freigabesignalgenerator 307 angeordnete Zähler 308 zum Zählen aufeinanderfolgender Fehler zählt fehlerhafte Paßworteingaben, und die Erzeugungsintervallsteuerungseinrichtung 309 setzt ein Freigabesignalerzeugungsintervall gemäß dem Zählwert des Zählers 308. Der Signalgenerator 310 erzeugt das Freigabesignal ST, dessen Erzeugungsintervall (-zyklus) gemäß dem gesetzten Freigabesignalerzeugungsintervall verlängert wird (Schritt S407).

Wenn in diesem Zustand ein Paßwort PWIN2 eingegeben und eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird der Fehlerzählwert um eins erhöht, so daß das Freigabesignalerzeugungsintervall weiter verlängert wird. Andererseits gibt der Sperrenfreigabeabschnitt 304, auch wenn in diesem Zustand eine "Übereinstimmung" erfaßt wird, die Sperre nicht unmittelbar frei, weil aufgrund des verlängerten Freigabesignalerzeugungsintervalls kein Freigabesignal erzeugt wird.

Einem Benutzer wird keine Freigabesignalerzeugungsinformation zur Verfügung gestellt. Wenn er ein weiteres Paßwort PWIN3 eingibt, wird die Prüfoperation ausgeführt, und dann wird nach Ablauf des Freigabesignalerzeugungsintervalls ein Freigabesignal ST erzeugt. Wenn das Vergleichsergebnis des Paßwortes PWIN3 eine "Nichtübereinstimmung" anzeigt, springt die Steuerung zum Paßworteingabewartezustand zurück (Schritt S401). Wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert gesetzt (Schritt S404), die Sperre freigegeben (Schritt S405) und das System 306 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt. Die Tatsache, daß die Sperre, wie vorstehend beschrieben, auch dann nicht freigegeben wird, wenn das eingegebene Paßwort PWIN2 ein registriertes Paßwort ist und das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" anzeigt, ist das wichtige Merkmal dieses Systems. Wenn mit einem eingegebenen Paßwort PWIN3 erneut eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird der Fehlerzählwert um eins erhöht. Dadurch wird das Freigabesignalerzeugungsintervall weiter verlängert, d. h. daß die Zeitdauer, während der die Sperre blockiert ist, entsprechend verlängert wird.

Nachstehend wird ein Fall betrachtet, in dem ein registriertes Paßwort eingegeben wird, nachdem N falsche Paßworteingaben gemacht wurden. In diesem Fall werden Freigabesignale ST in Freigabesignalerzeugungsintervallen erzeugt, die der Anzahl N aufeinanderfolgender Fehler entsprechen. Wenn ein registriertes Paßwort PWREG eingegeben wird, erfaßt der Prüfabschnitt 302 eine "Übereinstimmung", und der Sperrenfreigabeabschnitt 304 erfaßt ein Freigabesignal ST, das nach Ablauf des Freigabesignalerzeugungsintervalls erzeugt wird, das der Anzahl N von Fehlern entspricht, und schaltet die Sperrenfreigabeoperation frei. Dann wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert zurückgesetzt (Schritt S404), die Sperre freigegeben (Schritt S405) und das System 306 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt (Schritt S406).

Nachstehend wird das Freigabesignalerzeugungsintervall unter Bezug auf in den Fig. 7 und 8 dargestellte Zeitdiagramme beschrieben. Jede der Fig. 7 und 8 zeigt eingegebene Paßwörter PWIN, Freigabesignale ST, Vergleichsergebnisse des Prüfabschnitts 302 anzeigende Vergleichsausgangssignale, und von der Sperrensteuerungseinrichtung 305 ausgegebene Sperrenfreigabesignale SRL. In jeder der Fig. 7 und 8 stellt die horizontale Achse die Zeit dar, während geschwärzt dargestellte Abschnitte der Vergleichsausgangssignale und der Sperrenfreigabesignale SRL aktive Zustände und gestrichelte Linien inaktive Zustände darstellen.

Ein hoher Pegel der Freigabesignale ST von Fig. 7(b) stellt einen Freigabezustand dar. Die Freigabesignale ST von Fig. 8(b) werden als Triggersignale verwendet, und Operationen werden an den Anstiegsflanken der Triggersignale ausgeführt. Wenn kein Paßwort eingegeben wird, wird keine Prüfoperation ausgeführt. In diesem Beispiel wird zur Vereinfachung der Beschreibung vorausgesetzt, daß das registrierte Paßwort PWREG "6" lautet und nur die Eingabe von Paßwörtern PWIN im Bereich von "0" bis "9" zulässig ist.

Gemäß Fig. 7 ist die Sperre im Normalzustand, in dem das Freigabesignalerzeugungsintervall auf einen Minimalwert (in diesem Beispiel "0") gesetzt ist, freigegeben, und das System 306 wird auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt, sobald das registrierte Paßwort "6" eingegeben wird. Nachstehend wird ein Fall betrachtet, in dem ein Benutzer, der beabsichtigt, das Paßwort zu knacken, alle möglichen Paßwörter "0" bis "9" eingibt. Wenn ein erstes Paßwort PWIN "0" eingegeben wird, erfaßt der Prüfabschnitt 302 eine "Nichtübereinstimmung", und die Fehleranzahl wird "1". Dadurch wird das Freigabesignalerzeugungsintervall, das in seinem Anfangszustand auf "0" eingestellt war, auf "1" gesetzt. Wenn ein nächstes Paßwort PWIN "1" eingegeben wird, erfaßt der Prüfabschnitt 302 eine "Nichtübereinstimmung", und die Fehleranzahl wird "2", und das Freigabesignalerzeugungsintervall wird auf "2" gesetzt. Dann werden nacheinander Paßwörter PWIN "3" bis "5" eingegeben, so daß die Fehleranzahl "6" wird und das Freigabesignalerzeugungsintervall auf "6" gesetzt wird.

Wenn anschließend ein registriertes Paßwort PWIN "6" eingegeben wird, erfaßt der Prüfabschnitt 302 eine "Übereinstimmung". Weil kein Freigabesignal ST erzeugt wird, gibt der Sperrenfreigabeabschnitt 304 die Sperre jedoch nicht frei. Anschließend werden nacheinander Paßwörter PWIN "7" bis "9" eingegeben, so daß die Fehleranzahl "9" wird und das Freigabesignalerzeugungsintervall auf "9" gesetzt wird. Anschließend wird der Prüfabschnitt 309 nicht aktiviert, wenn keine Paßworteingabe erfolgt. Daher wird weder eine "Übereinstimmung" noch eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt, und das Freigabesignalerzeugungsintervall wird bei "9" gehalten.

Wenn anschließend ein registriertes Paßwort PWIN "6" eingegeben wird, wird eine "Übereinstimmung" erfaßt, aber die Sperre wird solange nicht freigegeben, bis ein Freigabesignal ST erzeugt wird. Wenn zu einem Zeitpunkt T2 nach Ablauf eines Freigabesignalerzeugungsintervalls "9" ein Freigabesignal ST erzeugt wird, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert gesetzt, die Sperre freigegeben und das System 306 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Gemäß Fig. 8 ist das Freigabesignalerzeugungsintervall wie im Fall des Beispiels von Fig. 7 im Normalzustand minimal, und Freigabesignale ST werden aufeinanderfolgend in minimalen Intervallen erzeugt. Wenn in diesem Zustand ein registriertes Paßwort PWREG "6" eingegeben wird, wird die Sperre unmittelbar freigegeben und das System 306 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Nachstehend wird ein Fall betrachtet, in dem ein Benutzer, der beabsichtigt, das Paßwort zu knacken, alle möglichen Paßwörter "0" bis "9" eingibt. In diesem Fall wird, wie im Fall des Beispiels von Fig. 7, das Freigabesignalerzeugungsintervall mit einer zunehmenden Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" der Vergleichsergebnisse verlängert. Nachdem die Fehleranzahl den Wert "9" erreicht hat und das Freigabesignalerzeugungsintervall auf "9" gesetzt worden ist, wird der Prüfabschnitt 302 nicht aktiviert, wenn keine Paßworteingabe erfolgt. Weil weder eine "Übereinstimmung" noch eine "Nichtübereinstimmung" erfaßt wird, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall bei "9" gehalten.

Wenn anschließend ein registriertes Paßwort PWREG "6" eingegeben wird, wird eine "Übereinstimmung" erfaßt, die Sperre wird jedoch nicht freigegeben, weil kein Freigabesignal ST erzeugt wird. Wenn zu einem Zeitpunkt T2 nach Ablauf eines Freigabesignalerzeugungsintervalls "9" ein Freigabesignal ST erzeugt wird, wird das Freigabesignalerzeugungsintervall auf den Minimalwert gesetzt, die Sperre freigegeben und das System 306 auf einen betriebsbereiten Zustand eingestellt.

Gemäß Fig. 9 kann der Freigabesignalgenerator 107 oder 307 beispielsweise aus den folgenden Komponenten gebildet werden. Ein Referenzoszillator 501 gibt ein Referenztaktsignal CLK an einen Zähler 502 aus. Der Zähler 502 führt in Antwort auf Taktimpulse des Referenztaktsignals CLK eine Zähloperation aus. Eine Logikschaltung 503 empfängt die Ausgangssignale des Zählers 502 und erzeugt Taktsignale ST0 bis ST2 mit verschiedenen Zyklen basierend auf den Zählwertausgangssignalen des Zählers 502. Ein Zähler 505 empfängt das Nichtübereinstimmungssignal vom Prüfabschnitt 103 oder 302 und gibt die Fehleranzahl NE durch Zählen der Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" aus. Außerdem empfängt der Zähler 505 das Sperrenfreigabesignal SRL als ein Zählwertrücksetzsignal von der Sperrensteuerungseinrichtung 105 oder 305. Alternativ kann in der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform das Sperrenfreigabesignal vom Sperrenfreigabeabschnitt 304 empfangen werden. Eine Auswahleinrichtung 504 wählt eines der Taktsignale ST0 bis ST2 gemäß der Fehleranzahl NE aus und gibt das ausgewählte Taktsignal als Freigabesignal ST an den Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 oder den Sperrenfreigabeabschnitt 304 aus.

Die Logikschaltung 503 besteht aus einem NAND-Gatter NAND1, dem invertierte Ausgangssignale und des Zählers 502 als Eingangssignale zugeführt werden, und einem anderen NAND-Gatter NAND2, dem invertierte Ausgangssignale und des Zählers 502 als Eingangssignale zugeführt werden. Die NAND-Gatter NAND1 und NAND2 geben die Taktsignale ST1 und ST2 an die Auswahleinrichtung 504 aus. Das invertierte Ausgangssignal des Zählers 502 wird außerdem der Auswahleinrichtung 504 als Taktsignal 5T0 zugeführt.

Der Zähler 502 und die Logikschaltung 503 erzeugen mehrere Taktsignale ST0 bis ST2 mit verschiedenen Perioden vom Referenztakt CLK. Die Auswahleinrichtung 504 wählt eines der Taktsignale ST0 bis ST2 gemäß der durch den Zähler 505 gezählten Fehleranzahl NE aus. Das Nichtübereinstimmungssignal, das eines von zwei Vergleichsergebnissen des Prüfabschnitts 103 oder 302 darstellt, wird dem Zähler 505 als Taktsignal zugeführt. Ein Signal zum Setzen des Freigabesignalerzeugungsintervalls auf den Minimalwert, z. B. das Sperrenfreigabesignal SRL, wird dem Zähler 505 als Rücksetzsignal zugeführt. Auf diese Weise wird die Funktion zum Setzen des Freigabesignalerzeugungsintervalls auf den Minimalwert, wenn das Vergleichsergebnis eine "Übereinstimmung" darstellt, realisiert (Schritt S204 in Fig. 2 oder Schritt S404 in Fig. 6).

Wie in Fig. 10 dargestellt, empfängt die Auswahleinrichtung 504 in diesem Beispiel drei Arten von Wellenformen ST0 bis ST2. Wenn die Fehleranzahl NE "0" beträgt (Normalzustand), wird ein Taktsignal ST0 mit einem vorgegebenen Zyklus bzw. einer vorgegebenen Frequenz als Freigabesignal ST ausgewählt. Wenn die Fehleranzahl NE "1" beträgt, wird ein Taktsignal ST1 mit der halben Frequenz als Freigabesignal ST ausgewählt. Wenn die Fehleranzahl NE "2" beträgt, wird ein Taktsignal ST2 mit einem Viertel der Frequenz als Freigabesignal ST ausgewählt. D. h., die Frequenz oder der Zyklus des Freigabesignals ST wird gemäß der Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" in den Vergleichsergebnissen gesteuert.

In diesem Beispiel beträgt die maximale zählbare Fehleranzahl "3", weil der Zähler 505 ein 2-Bit-Zähler ist. Die zählbare Fehleranzahl kann durch Erhöhen der Bitzahl des Zählers 505 und der Art der durch den Zähler 502 und die Logikschaltung 503 erzeugten Signale, d. h. von der Art verschiedener Frequenzen, erhöht werden. Im allgemeinen können N (N ist eine ganze Zahl) Frequenzteiler mit verschiedenen Untersetzungsverhältnissen verwendet werden, um N Taktsignale ST0-STN mit verschiedenen Frequenzen zu erzeugen. Eine Auswahleinrichtung wählt eines der N Taktsignale als Freigabesignal ST aus. Außerdem kann die Schaltungskonfiguration von Fig. 9 unter Verwendung eines bekannten DSP-Prozessors (digitaler Signalprozessor), einer CPU (Zentraleinheit) oder einer ähnlichen Einrichtung leicht implementiert werden.

Wie in Fig. 11 dargestellt, in der Schaltungsblöcke, die den vorstehend unter Bezug auf Fig. 9 beschriebenen Schaltungsblöcken ähnlich sind, durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind, kann ein Prozessor (oder eine Logikschaltung) 506 verwendet werden, um die Auswahleinrichtung 506 basierend auf der Fehleranzahl NE zu steuern. Beispielsweise kann durch diese Konfiguration ein Fall verarbeitet werden, in dem die Fehleranzahl NE einen zulässigen Bereich überschreitet. Insbesondere kann die Prüfoperation deaktiviert werden, wenn die Fehleranzahl NE einen zulässigen Bereich überschreitet, z. B. 0 ≤ NE ≤ 8.

Es kann erreicht werden, daß ein Paßwort schwerer zu knacken ist, indem die Beziehung zwischen der Fehleranzahl NE und dem Freigabesignalerzeugungsintervall durch den Prozessor 506 komplexer gemacht wird. Beispielsweise können durch den Prozessor 506 gemäß der Fehleranzahl NE Zufallszahlen erzeugt werden, um die Auswahleinrichtung 504 zu veranlassen, die Zyklen der Taktsignale zufällig auszuwählen. In diesem Fall wird es, weil die Frequenz des Freigabesignals ST gemäß den Zufallszahlen zufällig verändert wird, schwieriger, das Paßwort zu knacken.

Obwohl in den vorstehenden Ausführungsformen für eine vereinfachende Beschreibung vorausgesetzt wurde, daß das Paßwort eine einstellige Zahl ist, ist offensichtlich, daß die Erfindung auch auf einen Fall angewendet werden kann, in dem das Paßwort zwei oder mehr Stellen aufweist. Im letztgenannten Fall können die Ausführungsformen so angepaßt werden, daß das vollständige eingegebene Paßwort mit dem im Speicher vorgespeicherten, vollständigen Paßwort verglichen wird.

Außerdem kann der in Fig. 1 dargestellte Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102 aus Verzögerungs-Flipflop-Schaltungen bestehen, die das Freigabesignal 304 als Taktsignal verwenden. Der in Fig. 5 dargestellte Sperrenfreigabeabschnitt 304 kann aus einem UND-Gatter bestehen, dem das Freigabesignal ST und das das Vergleichsergebnis anzeigende Signal eingegeben werden. Die Konfiguration, die aus dem Prüfoperationsfreigabeabschnitt 102, dem Prüfabschnitt 103, der Sperrensteuerungseinrichtung 105 und dem Freigabesignalgenerator 107 besteht, kann durch einen programmgesteuerten Prozessor (DSP oder CPU) implementiert werden. Ähnlicherweise kann die Konfiguration, die aus dem Prüfabschnitt 302, dem Sperrenfreigabeabschnitt 304, der Sperrensteuerungseinrichtung 305 und dem Freigabesignalgenerator 307 besteht, durch einen programmgesteuerten Prozessor (DSP oder CPU) implementiert werden.

Wie vorstehend beschrieben, wird erfindungsgemäß das Intervall zwischen Prüfoperationen oder das Intervall zwischen Sperrenfreigabeoperationen gemäß der Anzahl von "Nichtübereinstimmungen" in Paßwort-Vergleichsergebnissen verlängert. Daher tritt, auch wenn alle möglichen Paßwörter eingegeben werden, keine Übereinstimmung auf. Dadurch wird ein Vorteil dahingehend erhalten, daß ein Paßwort auch unter Verwendung eines Computers oder einer ähnlichen Einrichtung nicht leicht geknackt werden kann. Außerdem wird erfindungsgemäß die Paßworteingabefunktion nicht blockiert. Dadurch wird ein weiterer Vorteil dahingehend erhalten, daß, auch nachdem ein falsches Paßwort eingegeben wurde, die Sperre eines Systems weiterhin freigegeben werden kann, wenn ein registriertes Paßwort eingegeben wird.


Anspruch[de]

1. System zum Bereitstellen einer Autorisierung in Abhängigkeit davon, ob eine Eingabeinformation (PWIN) mit einer vorgegebenen Information (PWREG) übereinstimmt, mit:

einer Informationsprüfeinrichtung (103, 104, 302, 303) zum Vergleichen der Eingabeinformation mit der vorgegebenen Information (PWREG), um ein Vergleichsergebnis (SCOMP) zu erzeugen, das eine Übereinstimmung oder eine Nichtübereinstimmung anzeigt;

einem Taktgenerator (107, 307) zum Erzeugen eines Freigabesignals (ST), wobei ein Erzeugungsintervall des Freigabesignals basierend auf dem Vergleichsergebnis verändert wird;

wobei der Taktgenerator aufweist:

einen Referenzoszillator (501) zum Erzeugen eines Referenztaktsignals; und

eine Frequenzsteuerungseinrichtung (502-506, 601) zum Verändern einer Frequenz des vom Referenzoszillator empfangenen Referenztaktsignals, um das Freigabesignal basierend auf dem Vergleichsergebnis zu erzeugen;

wobei die Frequenzsteuerungseinrichtung aufweist:

einen Frequenzteiler (502, 503, 601) zum Erzeugen mehrerer Taktsignale vom Referenztaktsignal, wobei die Taktsignale verschiedene Frequenzen aufweisen;

einen Zähler (505) zum Zählen von eine Nichtübereinstimmung anzeigenden Vergleichsergebnissen, um einen Nichtübereinstimmungszählwert zu erzeugen; und

eine Auswahleinrichtung (504) zum Auswählen eines der Taktsignale als Freigabesignal basierend auf dem Nichtübereinstimmungszählwert; und

einer Steuerungseinrichtung (102, 105, 304, 305) zum Bereitstellen der Autorisierung basierend sowohl auf dem Freigabesignal als auch auf dem Vergleichsergebnis.

2. System nach Anspruch 1, wobei

die Informationsprüfeinrichtung das Vergleichsergebnis in Antwort auf das vom Taktgenerator empfangene Freigabesignal erzeugt; und

die Steuerungseinrichtung die Autorisierung bereitstellt, wenn sie das eine Übereinstimmung anzeigende Vergleichsergebnis von der Informationsprüfeinrichtung empfängt.

3. System nach Anspruch 2, wobei die Informationsprüfeinrichtung aufweist:

ein Prüffreigabe-Schaltglied (102) zum Durchschalten der Eingabeinformation zur Informationsprüfeinrichtung in Antwort auf das vom Taktgenerator empfangene Freigabesignals; und

einen Vergleicher (103) zum Vergleichen der Eingabeinformation mit der vorgegebenen Information, um das Vergleichsergebnis zu erzeugen.

4. System nach Anspruch 1, wobei die Steuerungseinrichtung die Autorisierung bereitstellt, wenn sie das Freigabesignal vom Taktgenerator empfängt und das Vergleichsergebnis eine Übereinstimmung anzeigt.

5. System nach Anspruch 4, wobei die Steuerungseinrichtung aufweist:

ein Freigabe-Schaltglied (304) zum Übertragen des von der Informationsprüfeinrichtung empfangenen Vergleichsergebnisses in Antwort auf das vom Taktgenerator empfangene Freigabesignal; und

eine Sperrensteuerungseinrichtung (305) zum Bereitstellen einer Autorisierung für die Sperrenfreigabe, wenn sie das eine Übereinstimmung anzeigende Vergleichsergebnis vom Freigabe-Schaltglied empfängt.

6. System nach Anspruch 2 oder 4, wobei der Taktgenerator das Erzeugungsintervall des Freigabesignals basierend auf dem Vergleichsergebnis der Eingabeinformation verlängert.

7. System nach Anspruch 6, wobei der Taktgenerator das Erzeugungsintervall des Freigabesignals verlängert, wenn die Anzahl von eine Nichtübereinstimmung anzeigenden Vergleichsergebnissen zunimmt.

8. System nach Anspruch 2 oder 4, wobei der Taktgenerator eines der Taktsignale gemäß einer Zufallszahl auswählt, die gemäß dem Vergleichsergebnis der Eingabeinformation erzeugt wird.

9. System nach Anspruch 1, wobei die Auswahleinrichtung ein Taktsignal mit einer Frequenz auswählt, die niedriger ist, wenn der Nichtübereinstimmungszählwert zunimmt.

10. System nach Anspruch 1, wobei die Auswahleinrichtung eines der Taktsignale gemäß einer Zufallszahl auswählt, die gemäß dem Nichtübereinstimmungszählwert erzeugt wird.

11. Verfahren zum Bereitstellen einer Autorisierung in Abhängigkeit davon, ob eine Eingabeinformation (PWIN) mit einer vorgegebenen Information (PWREG) übereinstimmt, mit den Schritten:

Vergleichen der Eingabeinformation mit der vorgegebenen Information, um ein Vergleichsergebnis zu erzeugen, das eine Übereinstimmung oder eine Nichtübereinstimmung anzeigt;

Erzeugen eines Referenztaktsignals;

Erzeugen mehrerer Taktsignale vom Referenztaktsignal, wobei die Taktsignale verschiedene Frequenzen aufweisen;

Zählen von Vergleichsergebnissen, die eine Nichtübereinstimmung anzeigen, um einen Nichtübereinstimmungszählwert zu erzeugen;

Auswählen eines der Taktsignale basierend auf dem Nichtübereinstimmungszählwert, um ein Freigabesignal zu erzeugen; und

Bereitstellen der Autorisierung basierend sowohl auf dem Freigabesignal als auch auf dem Vergleichsergebnis.







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