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Dokumentenidentifikation DE10134805A1 06.02.2003
Titel Dichtungsanordnung für ein Karosseriefenster, insbesondere eines Kraftfahrzeugs
Anmelder METZELER Automotive Profile Systems GmbH, 88131 Lindau, DE
Erfinder Krause, Fritz, Dipl.-Ing., 88239 Wangen, DE;
Wengert, Christian, Dipl.-Ing., 88069 Tettnang, DE
Vertreter Flügel Preissner Kastel, 80802 München
DE-Anmeldedatum 17.07.2001
DE-Aktenzeichen 10134805
Offenlegungstag 06.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.2003
IPC-Hauptklasse B60J 10/02
IPC-Nebenklasse E06B 7/22   F16J 15/10   
Zusammenfassung Eine Dichtungsanordnung für ein Karosseriefenster, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, ist mit einer feststehenden Fensterscheibe (10, 11) und einem aus einem elastomeren Material bestehenden Rahmenprofil (20) versehen. Das Rahmenprofil (20) weist einen an einem Karosserieflansch (80) festlegbaren Befestigungsbereich (30) und einen durch zwei die Glasscheibe (10, 11) beidseitig umgreifende Schenkel (41, 42) gebildeten Aufnahmebereich (40) auf.
Um bei einer solchen Dichtungsanordnung eine wirksame und dauerhafte Abdichtung sowie eine zuverlässige Befestigung der Fensterscheibe zu erzielen, weist der Aufnahmebereich (40) einen sich zumindest zwischen der Stirnfläche (12) der Fensterscheibe (10, 11) und einer dieser gegenüberliegenden Wandung (43) erstreckenden Zwischenraum (44) auf. Das Rahmenprofil (20) ist zudem mit wenigstens einer Bohrung (50) versehen, die von einer Außenfläche (21) des Rahmenprofils (20) in den Aufnahmebereich (40) führt und durch die ein Klebemittel zum stoffschlüssigen Verbinden von Rahmenprofil (20) und Fensterscheibe (10, 11) in den Zwischenraum (44) einbringbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung für ein Karosseriefenster, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit einer feststehenden Fensterscheibe und einem aus einem elastomeren Material bestehenden Rahmenprofil, wobei das Rahmenprofil einen an einem Karosserieflansch festlegbaren Befestigungsbereich und einen durch zwei die Fensterscheibe beidseitig umgreifende Schenkel gebildeten Aufnahmebereich aufweist.

Im Bereich des Fahrzeugbaus werden Bauteile zunehmend häufiger als aus mehreren Bestandteilen bestehende Systemkomponenten vorgefertigt und als solche montiert. So ist es etwa für feststehende Fensterscheiben eines Kraftfahrzeugs, wie etwa die Windschutzscheibe, die Heckscheibe oder seitliche Dreieckscheiben der Türen, bekannt, eine Fensterscheibe zusammen mit einem diese einfassenden Rahmen in die Fensteröffnung einer Fahrzeugkarosserie einzusetzen.

So beschreibt die EP 0 614 775 B1 ein Karosseriefenster mit einem umlaufenden Rahmen, der zwei eine Fensterscheibe umgreifende Schenkel aufweist. Der einem Blech der Fahrzeugkarosserie zugewandte Schenkel ist mit Durchbrüchen versehen, durch die ein von außen auf den Schenkel aufgebrachter Kleber hindurchtreten kann. Der Kleber dient dazu, die Fensterscheibe stoffschlüssig mit dem Blech der Fahrzeugkarosserie zu verbinden. Der Kleber ist so beschaffen, daß er nicht an dem Rahmen haftet. Die Verbindung zwischen Fensterscheibe und Rahmen wird durch einen Formschluß herbeigeführt, der sich dadurch ergibt, daß sich der Kleber durch die Durchbrüche des zwischen dem Blech der Fahrzeugkarosserie und der Glasscheibe angeordneten Rahmens hindurch erstreckt.

Das bekannte Karosseriefenster zeichnet sich dadurch aus, daß der dem Blech der Fahrzeugkarosserie zugewandte Schenkel des Rahmens auf seiner der Fensterscheibe zugewandten Seite mit einem umlaufenden Kanal versehen ist, in den die Durchbrüche münden. Der umlaufende Kanal erhöht die wirksame Klebefläche, um die Haltekraft des Klebers zu steigern. In Hinsicht auf eine größtmögliche Klebefläche liegt der umlaufende Kanal an der dem Blech der Fahrzeugkarosserie zugewandten Seitenfläche der Fensterscheibe an.

Als Nachteil des bekannten Karosseriefensters erweist sich neben einer aufwendigen Montage, daß Feuchtigkeit zwischen dem dem Blech der Fahrzeugkarosserie abgewandten Schenkel des Rahmens und der Fensterscheibe eindringen und sich an der Stirnseite der Fensterscheibe ansammeln kann. Vor allem bei zunehmend häufiger anzutreffenden Verbundscheiben, die sich aus zwei oder mehreren Glasscheiben zusammensetzen, ist es möglich, daß Wasser zwischen die Glasscheiben eindringt und nicht mehr abtrocknet. Im Laufe der Zeit kann dies zu einer Trübung der Verbundscheibe führen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Führen und Abdichten feststehender Fensterscheiben, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, zu schaffen, mit der sich bei einfacher Montage eine wirksame und dauerhafte Abdichtung sowie eine zuverlässige Befestigung der Fensterscheibe erzielen lassen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist in Übereinstimmung mit Anspruch 1 bei einer Anordnung mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Aufnahmebereich einen sich zumindest zwischen der Stirnfläche der Fensterscheibe und einer dieser gegenüberliegenden Wandung erstreckenden Zwischenraum aufweist, wobei das Rahmenprofil mit wenigstens einer Bohrung versehen ist, die von einer Außenfläche des Rahmenprofils in den Aufnahmebereich führt und durch die ein Klebemittel zum stoffschlüssigen Verbinden von Rahmenprofil und Fensterscheibe in den Zwischenraum einbringbar ist.

Eine solchermaßen ausgebildete Dichtungsanordnung macht sich die Erkenntnis zu eigen, daß eine wirksame und dauerhafte Abdichtung, insbesondere von Verbundscheiben, dann erreicht wird, wenn die Stirnseite der Fensterscheibe versiegelt ist. Erfindungsgemäß wird eine derartige Versiegelung dadurch ermöglicht, daß der Aufnahmebereich an der Stirnfläche der Fensterscheibe einen Zwischenraum aufweist, in den ein Klebemittel einbringbar ist. Durch Ausfüllen des Zwischenraums mit Klebemittel wird sowohl die Stirnfläche der Fensterscheibe versiegelt als auch eine stoffschlüssige Verbindung zwischen dem Rahmenprofil und der Fensterscheibe erzeugt. Letzteres gewährleistet eine zuverlässige Befestigung der Fensterscheibe. Durch den auf den Karosserieflansch aufsteckbaren Befestigungsbereich ist außerdem eine einfache Montage sichergestellt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung stellen die Gegenstände der Unteransprüche dar. So kommt die Versiegelung der Stirnfläche der Fensterscheibe mittels des Klebemittels besonders dann zur Geltung, wenn die Fensterscheibe eine aus wenigstens zwei Glasscheiben zusammengesetzte Verbundscheibe ist, wobei vorzugsweise zwischen den Glasscheiben eine Folie angeordnet ist. Die Folie dient in erster Linie dazu, die beiden Glasscheiben miteinander zu verbinden. Anstelle von Glasscheiben können in bekannter Weise auch Kunststoffscheiben Anwendung finden.

Von besonderem Vorteil ist ferner, den Zwischenraum zusätzlich zwischen zumindest einem der den Aufnahmebereich bildenden Schenkeln und der diesen gegenüberliegenden Seitenfläche der Fensterscheibe auszubilden. Auf diese Weise kommt nicht nur die Stirnfläche der Fensterscheibe, sondern auch ein Randbereich wenigstens einer der beiden Seitenflächen der Fensterscheibe mit dem Klebemittel in Berührung, wodurch die wirksame Klebefläche vergrößert und damit die Adhäsionswirkung des Klebemittels erhöht wird. Eine solche Befestigung der Fensterscheibe an dem Rahmenprofil hält auch hohen Geschwindigkeiten eines Kraftfahrzeugs und der damit verbundenen Sogwirkung nach außen stand. Darüber hinaus ergibt sich eine hohe Sicherheit gegen Einbruch.

In Hinsicht auf eine zuverlässige Abdichtung der Fensterscheibe weist bevorzugt zumindest einer der Schenkel eine unmittelbar an der Seitenfläche der Fensterscheibe anliegende Auflagefläche auf.

In einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung ist an der der Stirnfläche der Fensterscheibe gegenüberliegenden Wandung des Aufnahmebereichs wenigstens ein als Abstandshalter für die Fensterscheibe dienender Vorsprung angeordnet, der zumindest bereichsweise an der Stirnfläche der Fensterscheibe anliegt. Der Vorsprung dient zum einen dazu, den Zwischenraum zwischen der Stirnfläche der Fensterscheibe und der dieser gegenüberliegenden Wandung des Rahmenprofils definiert vorzugeben. Zum anderen ermöglicht der Vorsprung eine genaue Positionierung der Fensterscheibe in dem Aufnahmebereich des Rahmenprofils. Liegt der Vorsprung nur bereichsweise an der Stirnfläche etwa einer Verbundscheibe an, so ist es auf diese Weise zudem möglich, Fertigungsungenauigkeiten der Verbundscheibe, beispielsweise einen Versatz der die Verbundscheibe bildenden Glasscheiben zueinander, auszugleichen. Um zu gewährleisten, daß sich das durch wenigstens eine Bohrung in den Aufnahmebereich einbringbare Klebemittel gleichmäßig in dem Zwischenraum verteilt, ist es von Vorteil, mehrere, in Längsrichtung des Rahmenprofils voneinander beabstandete Vorsprünge, die vorzugsweise den Zwischenraum mittig durchsetzen, vorzusehen. Insbesondere die Ausgestaltung der Vorsprünge als beispielsweise den Zwischenraum mittig durchsetzende Nocken stellt sicher, daß das Klebemittel die Nocken umfließt und damit den Zwischenraum vollständig ausfüllt.

Bevorzugt mündet die Bohrung an einer Außenfläche des Rahmenprofils, die sich auf der dem Karosserieflansch zugewandten Seite des Rahmenprofils befindet. Auf diese Weise kommt die Mündung der Bohrung im eingebauten Zustand des Rahmenprofils an dem Karosserieflansch zu liegen und ist somit vor Umgebungseinflüssen, wie etwa Feuchtigkeit, weitgehend geschützt. Eine zuverlässige Abdichtung der Mündung der Bohrung ergibt sich in vorteilhafter Weise dann, wenn die Außenfläche des Rahmenprofils mit Dichtnocken versehen ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung sind mehrere, in Längsrichtung des Rahmenprofils voneinander beabstandete Bohrungen vorgesehen, die vorzugsweise einen Durchmesser von maximal 5 mm aufweisen. Das Vorsehen mehrerer Bohrungen trägt zu einer gleichmäßigen Füllung des Zwischenraums bei, und zwar insbesondere dann, wenn als Abstandshalter dienende Vorsprünge vorgesehen sind. In diesem Fall hat es sich zudem als Vorteil erwiesen, die Vorsprünge und die Bohrungen alternierend anzuordnen. Ein vergleichsweise geringer Durchmesser der Bohrungen von maximal 5 mm gewährleistet, daß die Bohrungen bei einem verhältnismäßig geringen Verbrauch an Klebemittel bis zur Mündung an der Außenfläche des Rahmenprofils mit Klebemittel befüllt werden können.

In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Anordnung wird überdies vorgeschlagen, das Rahmenprofil aus Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPDM) zu extrudieren und als Klebemittel einen Zweikomponentenkleber vorzusehen. Neben einer einfachen und in wirtschaftlicher Hinsicht kostengünstigen Fertigung des Rahmenprofils läßt sich auf diese Weise auf handelsübliche Klebemittel zurückgreifen, um die Fensterscheibe und das Rahmenprofil stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Zudem wird vorgeschlagen, den Befestigungsbereich mit einem in Längsrichtung des Rahmenprofils verlaufenden Aufnahmekanal zu versehen, der auf den Karosserieflansch aufsteckbar ist, so daß sich eine einfache Montage der erfindungsgemäßen Anordnung an einer Fahrzeugkarosserie ermöglichen läßt.

Schließlich wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, mehrere in Längsrichtung des Rahmenprofils mit Abstand zueinander angeordnete Lamellen vorzusehen, die von der Wandung des Aufnahmebereichs in den Zwischenraum ragen. Auf diese Weise läßt sich der Zwischenraum in mehrere Kammern unterteilen, die, etwa mittels entsprechend angeordneten Bohrungen, separat mit Klebemittel gefüllt werden können.

Einzelheiten und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles. In den dieses vornehmlich schematisch zeigenden Zeichnungen veranschaulichen im einzelnen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Rahmenprofil entlang einer Bohrung und eine mit dem Rahmenprofil noch nicht verbundene Verbundscheibe;

Fig. 2 einen Querschnitt gemäß Fig. 1 bei miteinander verbundenen Rahmenprofil und Verbundscheibe und

Fig. 3 einen Querschnitt durch das Rahmenprofil entlang eines als Abstandshalter dienenden Vorsprungs bei miteinander verbundenen Rahmenprofil und Verbundscheibe.

In Fig. 1 ist eine Dichtungsanordnung für das Karosseriefenster eines Kraftfahrzeugs dargestellt. Die Anordnung weist eine aus zwei feststehenden Glasscheiben 10, 11 und einer zwischen den Glasscheiben 10, 11 angeordneten Folie 15 zusammengesetzte Verbundscheibe und ein aus EPDM bestehendes Rahmenprofil 20 auf. Das beispielsweise als Formteil gefertigte Rahmenprofil 20 ist an dem Karosserieflansch 80 einer Fahrzeugkarosserie festlegbar. Zu diesem Zweck weist das Rahmenprofil 20 einen mit einem Aufnahmekanal 31 versehenen Befestigungsbereich 30 auf, der auf den Karosserieflansch 80 aufsteckbar ist. Das Rahmenprofil 20 ist ferner mit einem Aufnahmebereich 40 versehen, der durch zwei die Verbundscheibe beidseitig umgreifende Schenkel 41, 42 gebildet wird, wie insbesondere in den Fig. 2 und 3 zu erkennen ist.

Der Aufnahmebereich 40 weist bei eingeführter Verbundscheibe einen sich zwischen der Stirnfläche 12 der Verbundscheibe und einer dieser gegenüberliegenden Wandung 43 des Rahmenprofils 20 sowie zwischen den Seitenflächen 13, 14 der Verbundscheibe und den diesen jeweils gegenüberliegenden Wandungen der Schenkel 41, 42 erstreckenden Zwischenraum 44 auf. Der Zwischenraum 44 wird auf der der Wandung 43 gegenüberliegenden Seite durch Absätze 47, 48 der Schenkel 41, 42 begrenzt. Die Absätze 47, 48 der Schenkel 41, 42 weisen einander gegenüberliegende Auflageflächen 45, 46 auf, die bei eingeführter Verbundscheibe unmittelbar an den Seitenflächen 13, 14 anliegen.

Die Wandung 43 ist mit einer Vielzahl an in Längsrichtung des Rahmenprofils 20 voneinander beabstandeten Vorsprüngen 60 versehen, die den Zwischenraum 44 mittig durchsetzen. Die Vorsprünge 60 dienen als Abstandshalter für die Verbundscheibe und weisen eine im wesentlichen kreiszylindrische Form auf. Die Vorsprünge 60 sind derart angeordnet, daß sie lediglich an einer der beiden Glasscheiben 10, 11 der Verbundscheibe anliegen, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Auf diese Weise wird eine lagegenaue Positionierung der Verbundscheibe in dem Aufnahmebereich 40 durch die an der Stirnfläche 12 anliegenden Vorsprünge 60 und die an den Seitenflächen 13, 14 anliegenden Auflageflächen 45, 46 sichergestellt. Zudem können fertigungsbedingte Ungenauigkeiten bei der Herstellung der Verbundscheibe ausgeglichen werden, wie Fig. 3 erkennen läßt.

Zwischen den Vorsprüngen 60 sind jeweils eine oder mehrere Bohrungen 50 angeordnet, die von dem Aufnahmebereich 40 zu einer Außenfläche 21 des Rahmenprofils 20 führen. Die Außenfläche 21 befindet sich auf der dem Flansch zugewandten Seite des Rahmenprofils 20. Durch die einen Durchmesser von beispielsweise 5 mm aufweisenden Bohrungen 50 läßt sich ein Klebemittel 70 in den Zwischenraum 44 einbringen. Das Klebemittel 70 dient zum einen dazu, das Rahmenprofil 20 und die Glasscheiben 10, 11 der Verbundscheibe stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Darüber hinaus hat das Klebemittel 70 zum anderen den Zweck, eine Versiegelung der Stirnfläche 12 der Verbundscheibe zu erzeugen, um so ein Eindringen von Feuchtigkeit zwischen die Glasscheiben 10, 11 der Verbundscheibe zu verhindern.

Alternativ oder zusätzlich kann die Wandung 43 mit mehreren Lamellen 49 versehen sein, die in Längsrichtung des Rahmenprofils 20 voneinander beabstandet sind und von der Wandung 43 in den Zwischenraum 44 ragen. Durch die in Fig. 1 zu erkennenden Lamellen 49 wird der Aufnahmebereich 40 in einzelne Kammern unterteilt, denen jeweils wenigstens eine Bohrung 50 zum Einbringen des Klebemittels 70 zugeordnet ist. Zweckmäßigerweise sind zwei Bohrungen 50 je Kammer vorgesehen. Die eine Bohrung 50 dient dann zum Einbringen des Klebemittels 70, wohingegen die andere Bohrung 50 als Entlüftungs- oder Steigbohrung fungiert. Auf diese Weise läßt sich eine von Lufteinschlüssen freie Füllung der durch die Lamellen 49 gebildeten Kammern mit Klebemittel 70 erreichen.

Wie in den Fig. 2 und 3 zu erkennen, füllt das Klebemittel 70 sowohl den Zwischenraum 44 als auch die Bohrungen 50 vollständig aus. Um das Klebemittel 70 an der Mündung der Bohrungen 50 vor Umgebungseinflüssen zu schützen, ist die Außenfläche 21 des Rahmenprofils 20 mit Dichtnocken 24 versehen, die bei auf dem Karosserieflansch 80 aufgestecktem Befestigungsbereich 30 an der Fahrzeugkarosserie anliegen und auf diese Weise die Mündung der Bohrungen 50 abdichten. Für eine sichere Befestigung des Rahmenprofils 20 an dem Karosserieflansch 80 ist eine vorsprungartige Befestigungslippe 32 in dem Aufnahmekanal 31 des Befestigungsbereichs 30 vorgesehen, die einen zusätzlichen Formschluß zwischen Karosserieflansch 80 und Rahmenprofil 20 bewirkt. Auf der den Bohrungen 50 abgewandten Seite des Befestigungsbereichs 30 ist das Rahmenprofil 20 mit Dichtungslippen 22 versehen, die auf ihrer Oberseite eine Beflockung 23 aufweisen und an der Fahrzeugkarosserie anliegen.

Die zuvor beschriebene Dichtungsanordnung mit einer feststehenden Fensterscheibe, die als Verbundscheibe ausgebildet ist, zeichnet sich durch eine wirksame und dauerhafte Abdichtung aus. Grund hierfür ist, daß das Klebemittel 70 eine Versiegelung der Stirnfläche 12 der Verbundscheibe schafft, durch die das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen die Glasscheiben 10, 11 vermieden wird. Darüber hinaus ergibt sich eine zuverlässige Befestigung der Verbundscheibe an dem Rahmenprofil 20. Denn das in dem Zwischenraum 44 befindliche Klebemittel 70 erzeugt einen Stoffschluß zwischen den Glasscheiben 10, 11 und dem Rahmenprofil 20. Indem der Zwischenraum 44 sowohl zwischen der Stirnfläche 12 und der gegenüberliegenden Wandung 43 als auch teilweise zwischen den Seitenflächen 13, 14 und den diesen gegenüberliegenden Schenkeln 41, 42 ausgebildet ist, ergibt sich eine vergleichsweise große Klebefläche, die hohe Adhäsionskräfte sicherstellt. Nicht zuletzt gewährleisten die an der Wandung 43 angeordneten Vorsprünge 60 eine definierte Ausgestaltung des Zwischenraums 44 und eine genaue Positionierung der Verbundscheibe innerhalb des Aufnahmebereichs 40. Bezugszeichenliste 10 Glasscheibe

11 Glasscheibe

12 Stirnfläche

13 Seitenfläche

14 Seitenfläche

15 Folie

20 Rahmenprofil

21 Außenfläche

22 Dichtungslippen

23 Beflockung

24 Dichtnocken

30 Befestigungsbereich

31 Aufnahmekanal

32 Befestigungslippe

40 Aufnahmebereich

41 Schenkel

42 Schenkel

43 Wandung

44 Zwischenraum

45 Auflagefläche

46 Auflagefläche

47 Absatz

48 Absatz

49 Lamelle

50 Bohrung

60 Vorsprung

70 Klebemittel

80 Karosserieflansch


Anspruch[de]
  1. 1. Dichtungsanordnung für ein Karosseriefenster, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, mit einer feststehenden Fensterscheibe (10, 11) und einem aus elastomerem Material bestehenden Rahmenprofil (20), das einen an einem Karosserieflansch (80) festlegbaren Befestigungsbereich (30) und einen durch zwei die Fensterscheibe (10, 11) beidseitig umgreifende Schenkel (41, 42) gebildeten Aufnahmebereich (40) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmebereich (40) einen sich zumindest zwischen der Stirnfläche (12) der Fensterscheibe (10, 11) und einer dieser gegenüberliegenden Wandung (43) erstreckenden Zwischenraum (44) aufweist, wobei das Rahmenprofil (20) mit wenigstens einer Bohrung (50) versehen ist, die von einer Außenfläche (21) des Rahmenprofils (20) in den Aufnahmebereich (40) führt und durch die ein Klebemittel (70) zum stoffschlüssigen Verbinden von Rahmenprofil (20) und Fensterscheibe (10, 11) in den Zwischenraum (44) einbringbar ist.
  2. 2. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fensterscheibe eine aus wenigstens zwei Glasscheiben (10, 11) zusammengesetzte Verbundscheibe ist, wobei vorzugsweise zwischen den Glasscheiben (10, 11) eine Folie (15) angeordnet ist.
  3. 3. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (44) zusätzlich zwischen zumindest einem der den Aufnahmebereich (40) bildenden Schenkeln (41, 42) und der diesem gegenüberliegenden Seitenfläche (13, 14) der Fensterscheibe (10, 11) ausgebildet ist.
  4. 4. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der Schenkel (41, 42) eine unmittelbar an der Seitenfläche (13, 14) der Fensterscheibe (10, 11) anliegende Auflagefläche (45, 46) aufweist.
  5. 5. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Stirnfläche (12) der Fensterscheibe (10, 11) gegenüberliegenden Wandung (43) des Aufnahmebereichs (40) wenigstens ein als Abstandshalter für die Fensterscheibe (10, 11) dienender Vorsprung (60) angeordnet ist, der zumindest bereichsweise an der Stirnfläche (12) der Fensterscheibe (10, 11) anliegt.
  6. 6. Dichtungsanordnung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch mehrere, in Längsrichtung des Rahmenprofils (20) voneinander beabstandete Vorsprünge (60), die vorzugsweise den Zwischenraum (44) mittig durchsetzen.
  7. 7. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (50) an einer Außenfläche (21) des Rahmenprofils (20) mündet, die sich auf der dem Karosserieflansch (80) zugewandten Seite des Rahmenprofils (20) befindet.
  8. 8. Dichtungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche (21) des Rahmenprofils (20) mit Dichtnocken (24) versehen ist.
  9. 9. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch mehrere, in Längsrichtung des Rahmenprofils (20) voneinander beabstandete Bohrungen (50), die vorzugsweise einen Durchmesser von maximal 5 mm aufweisen.
  10. 10. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rahmenprofil (20) aus Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPDM) extrudiert und das Klebemittel (70) ein Zweikomponentenkleber ist.
  11. 11. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsbereich (30) einen in Längsrichtung des Rahmenprofils (20) verlaufenden Aufnahmekanal (31) aufweist, der auf den Karosserieflansch aufsteckbar ist.
  12. 12. Dichtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch mehrere in Längsrichtung des Rahmenprofils (20) mit Abstand zueinander angeordnete Lamellen (49), die von der Wandung (43) des Aufnahmebereichs (40) in den Zwischenraum (44) ragen.






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