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Dokumentenidentifikation DE10134853A1 06.02.2003
Titel Teppicheinfassung
Anmelder Reif, Günther, 92348 Berg, DE
Erfinder Reif, Günther, 92348 Berg, DE
DE-Anmeldedatum 18.07.2001
DE-Aktenzeichen 10134853
Offenlegungstag 06.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.2003
IPC-Hauptklasse D04D 9/00
IPC-Nebenklasse D03D 1/00   A47G 27/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Teppicheinfassung aus heute gängigen Materialien, zum Einfassen der Ränder von Teppichen. Sie ist durch einzelne austauschbare Elemente gekennzeichnet die durch heute gängige Befestigungsmöglichkeiten auf dem Teppich aufgebracht werden.

Bekannte Einfassungen dieser Art sind aus textilen Materialien und werden an den Rändern von Teppichen angenäht um diese zu schützen und zu sichern. Das Annähen solcher Teppicheinfassbänder ist mühsam und arbeitsintensiv. Darüber hinaus können die Nähte in optisch unerwünschter Weise in Erscheinung treten. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine alternative zu den bisher angebotenen textilen Einfassungen zu schaffen.

Stand der Technik

Eine Gebrauchsmuteranmeldung über Teppicheinfassung ist unter der Anmeldung DE 299 12 240 U1 vom 13.7.99 bekannt. Die dortige Anmeldung bezieht sich auf Teppicheinfassung aus textilem Material wobei in einfacher Form ein Band aufgeklebt wird. Nachteil der Anmeldung ist, daß kein Vorteil gegenüber Konfektionssystemen besteht und außerdem diese Variante in der Praxis noch nicht erprobt ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Einfassung von Teppichen zu automatisieren indem die Teppicheinfassung aus einzelnen vorgefertigten Elementen besteht die weitestgehend maschinell an der Teppicheinfassung angebracht werden. Durch das Verwenden von vorgefertigten Elementen ist es möglich die verschiedensten Werkstoffe vor allem Metall mit veredelter Oberfläche einzusetzen um so der Einfassung viel Eleganz zu geben.

Ausführungsbeispiel

Anhand der Fig. 1 bis 3 wird ein Ausführungsbeispiel näher erläutert.

Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung die Einfasselemente 1 die am Rande des Teppichs 4 und 5 angebracht sind. Die Elemente 1 sind mit dem Band 2 vorgefertigt verbunden. Diese Verbindung kann durch Verkleben, durch Verschrauben, durch Vernieten, durch Verkrallen oder durch Kombination der Möglichkeiten erfolgen. Ein weiteres Band 3 ist bereits auf dem Teppich in bekannter Weise aufgebracht. Das Aufbringen der Einfasselemente erfolgt durch Verbinden der Bänder 2 und 3. Dieses Verbinden kann über Klettbänder und oder durch Verkleben erfolgen. Der Teppich 4 wird zweckmäßigerweise im Bereich der Teppicheinfasselemente 5 abgefräst.

Fig. 2 zeigt in Ergänzung zu Fig. 1 eine mögliche Ausbildung der Teppichecke durch das Element 6 in quadratischer Form.

Fig. 3 zeigt in Ergängzung zu Fig. 1 die Elemente 7 als Teilsegmente bei runden Ecken.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Die Elemente nach Fig. 1 werden zweckmäßigerweise zweiteilig ausgeführt. In ein Unterteil das auf das Band 2 auch aufgenäht werden kann, da es flächenmäßig wesentlich kleiner als das Oberteil sein kann. Das Oberteil wird dabei mit den heute gängigen Verbindungsverfahren auf das Unterteil aufgebracht. Ein Lösen des Oberteils kann bei Auswechslung mit einem einfachen Werkzeug z. B. Schraubenzieher erfolgen. Das Oberteil kann mit einer edlen Oberfläche versehen sein. Oberteil und Unterteil können aus verschiedenen Materialien beschaffen sein. Das Unterteil z. B. aus Aluminiumdruckguß und das Oberteil aus Kunststoff mit Chromüberzug. Vor allem bei dünneren Teppichen können die Elemente 1 auch direkt auf den Teppich aufgebracht werden. Es entfallen dann die Bänder 2 und 3 in Fig. 1. Die Form der Elemente beschränkt sich nicht auf die in Fig. 1 gezeigte Rechteckform. Es ist jede auch künstlerisch denkbare Form möglich. Dies betrifft vor allem bei einem geteilten Element das Oberteil. Auch eine Verbindung der einzelnen Teppicheinfasselemente in seitlicher Reihenfolge ist möglich durch Scharnierform der Elemente und Verbingung mit Drahtstiften, Bolzen, Niet, Hohlniet, Feder oder den sonst heute noch üblichen Verbindungen. Die Materialien für die Elemente können vorzugsweise Metalle mit oder ohne Oberflächen, Holz mit oder ohne Furnier, Kunststoffe mit oder ohne Oberfläche (auch Kunststoff mit aufgalvanisierter Metalloberfläche) sein. Muß der Teppich nicht unbedingt rollbar sein sondern es genügt auch eine Faltmöglichkeit, so können die Elemente 1 auch größere Abmessungen haben. Auch kann bei geteilten Teppicheinfasselementen ein Element des Oberteil mehrere Elemente des Unterteils aufweisen oder ein Unterteil mehrere z. B. verschiedenfarbige Oberteile aufweisen. Auch hier sind alle Formen und Farben möglich. In zweckmäßigerweise werden die Teppicheinfasselemente nach Fig. 1 über die Teppichkante gezogen um ein Ausfransen zu verhindern. Auch werden die Teppichkanten gerundet um Verletzungen zu vermeiden. Bei Verwendung von Klettbändern können die Einfasselemente beim Reinigen des Teppichs abgenommen werden. Auch ein Austausch z. B. von versilberten Elementen zu vergoldeten Elementen ist so möglich. Eine Befestigung der Teppicheinfasselemente ist auch von der Unterseite des Teppichs vor allem bei dünneren Teppichen möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Teppicheinfassung aus heute gängigen Materialien zum Befestigen der Ränder von Teppichen dadurch gekennzeichnet, daß die Einfassung aus einzelnen Teppicheinfasselementen (1) besteht.
  2. 2. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) aus einem Oberteil und einem Unterteil bestehen.
  3. 3. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Elemente austauschbar sind.
  4. 4. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Elemente alle möglichen Formen aufweisen können.
  5. 5. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß bei geteilten Elementen (Ober- und Unterteil) verschiedene Materialien zum Einsatz kommen können.
  6. 6. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Materialien beschichtet sein können.
  7. 7. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß bei geteilten Elementen mit Ober- und Unterteil das Unterteil unterteilt ist.
  8. 8. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß bei geteilten Elementen mit Ober- und Unterteil das Oberteil unterteilt ist.
  9. 9. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil mehrfarbig ist.
  10. 10. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil auf ein Band (2) befestigt ist.
  11. 11. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Band (3) in heute gängiger Form auf dem Teppichrand befestigt ist.
  12. 12. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das Band (2) mit Band (3) ein Kletteverbindung aufweist.
  13. 13. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente 1 ohne Band (2) und Band (3) mit heute üblichen Verbindungsmöglichkeiten direkt auf dem Teppichrand angebracht werden.
  14. 14. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der Elemente (1) vom Teppichboden aus erfolgt.
  15. 15. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) über den Teppichrand überstehen.
  16. 16. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) über den Teppichrand gebogen sind.
  17. 17. Teppicheinfasselemente nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) seitlich miteinander verbunden sind.






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