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Dokumentenidentifikation DE10138343A1 06.02.2003
Titel Wechelvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken
Anmelder Hainbuch GmbH Spannende Technik, 71672 Marbach, DE
Erfinder Hetschel, Wilhelm, 74336 Brackenheim, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 27.07.2001
DE-Aktenzeichen 10138343
Offenlegungstag 06.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.2003
IPC-Hauptklasse B25B 7/12
IPC-Nebenklasse B25B 11/00   B23B 31/20   
Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, eine Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken zu entwickeln, bei denen eine vereinfachte Bedienung und eine größere Arbeitssicherheit ermöglicht wird.
Eine derartige Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken besteht aus einer Trägerplatte mit einer Bohrung. Bezüglich der Trägerplatte axial versetzt sind Schwenkarme konzentrisch zur Bohrung angeordnet. Sie sind mittels eines Gelenkes derart angelenkt, dass sie in einer Ebene derart verschwenkbar sind, die die Bohrungsachse umfasst. Daher verläuft die Schwenkbewegung radial zur Bohrungsachse. An den Schwenkarmen sind Koppelglieder angeordnet, mittels derer die Wechselvorrichtung an den Spannbacken des Spannkopfes ankoppelbar und wieder lösbar ist. Darüber hinaus weist die Wechselvorrichtung einen axial beweglichen in der Bohrung der Trägerplatte angeordneten Zugbolzen auf, der an den Schwenkarmen angreift. Daher wird über die Position des Zugbolzens die radiale Schwenklage der Schwenkarme beeinflusst. Zur manuellen Betätigung der Wechselvorrichtung sind Betätigungshebel vorgesehen. Ein erster Betätigungshebel ist dabei bezüglich der Trägerplatte feststehend angeordnet. Der zweite Betätigungshebel ist gegenüber dem ersten drehbeweglich angeordnet und greift wenigstens mittelbar an dem Zugbolzen an.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken. Bei Drehmaschinen ist es bekannt, zweiteilig ausgebildete Spannzangen zu verwenden. Derartige Spannzangen bestehen zum einen aus einem Spannrohrteil und einem Spannkopf. Über eine Kopplungsvorrichtung können Spannrohr mit dem Spannkopf in axialer Richtung miteinander gekoppelt werden und im Bedarfsfalle voneinander getrennt werden.

Zum Kuppeln und Entkuppeln von Spannkopf an der Spannzange sind Wechselvorrichtungen bekannt.

Eine Wechselvorrichtung für derartige Spannköpfe ist beispielsweise aus der DE 28 31 140 C2 bekannt.

Eine dort beschriebene Wechselvorrichtung für Spannköpfe umfasst eine Trägerplatte mit einer Bohrung. Bezüglich der Trägerplatte axial versetzt sind Schwenkarme konzentrisch zur Bohrung mittels eines Gelenks an der Trägerplatte angelenkt. Das Gelenk ist so ausgerichtet, dass die Schwenkarme in einer radial zur Bohrungsachse verlaufenden Ebene schwenkbar sind. Die Schwenkarme weisen Koppelglieder zur Kopplung der Wechselvorrichtung an den Spannbacken des Spannkopfes auf. Mittels eines axial beweglichen Zugbolzens wird an den Schwenkarmen angegriffen. Der Zugbolzen durchsetzt dabei die Trägerplatte.

Die Wechselvorrichtung dient dazu, die Wechselvorrichtung an dem Spannkopf anzusetzen und mittels der Koppelglieder eine Verbindung zwischen der Wechselvorrichtung und den Spannbacken auszubilden und anschließend durch Betätigung durchzuführen, die dazu führt, dass die Verbindung zwischen Spannkopf und Spannrohr gelöst wird bzw. wiederhergestellt werden kann.

Dabei erfolgt die Betätigung der Wechselvorrichtung gemäß der darin dargestellten Ausführungsform beispielweise über ein Handrad. Das Handrad weist auf seiner Innenseite ein Gewinde auf, das an dem Zugbolzen seine Entsprechung findet. Durch Drehen an dem Handrad wird der Zugbolzen entweder weiter in die Trägerplatte hineingezogen und von dem Spannkopf entfernt. Hierbei erfolgt eine Schwenkbewegung der Schwenkarme und damit eine Betätigung der Spannbacken, die ein Lösen des Spannkopfes von dem Spannrohr ermöglicht. Beim Drehen des Handrades in der entgegengesetzten Richtung erfolgt eine gegenläufige Betätigung des Zugbolzens, dieser wird wieder in seine ursprüngliche Ausgangsstellung verfahren und somit ist ein Lösen der Wechselvorrichtung von dem Spannkopf wieder möglich. Dabei ist der Spannkopf entweder wieder gesichert im Spannrohr gehalten oder aber in einer vom Spannrohr entfernten Stellung, so dass er manuell handhabbar ist. Die Wechselvorrichtung mit ihren Koppelgliedern, beispielsweise Stiften, die in entsprechende, jeweils an den einzelnen Spannbacken vorhandenen, in der der Wechselvorrichtung zugewandten Stirnseite ausgebildeten Bohrungen eingreifen, sondern können nur in der Ausgangsstellung in der Wechselvorrichtung an den Spannbacken angekoppelt werden bzw. von diesen gelöst werden.

Neben dieser Form der manuellen Betätigung der Wechselvorrichtung sind auch unterschiedliche Formen der Fremdkraftbetätigung beispielsweise über pneumatische oder hydraulische Stellzylinder möglich. Eine solche pneumatische oder hydraulische Betätigung des Stellzylinders setzt immer voraus, dass an der jeweiligen Maschine, bei der die Wechselvorrichtung verwendet werden soll, eine entsprechende fluidische Fremdkraftquelle mit Anschlussmöglichkeit vorhanden ist. Gegenüber dieser Form der fremdkraftgesteuerten Betätigung ist eine manuelle Betätigung also eine vereinfachte überall einsetzbare Variante. Die manuelle Betätigung ist unabhängig von den Gegebenheit der einzelnen Maschine möglich. Ein besonderer Kraftanschluss wird nicht benötigt. Dabei ist es bei einer manuellen Betätigung notwendig, um ein Lösen des Spannkopfes aus dem Spannrohr heraus zu ermöglichen, hohe Betätigungskräfte in den Spannkopf einzuleiten. Das Einleiten dieser Kräfte erfolgte bei bisherigen manuellen Wechselvorrichtungen über ein Schraubgewinde mittels einem Handrad.

Dies ist zum einen dann nachteilig, wenn zur Betätigung der Vorrichtung beide Hände zum Einsatz gelangen müssen, beispielsweise eine Hand zum Ansetzen und Halten des Gerätes und die andere Hand zum Betätigen des Handrades. Darüber hinaus ist es oftmals ungünstig, Drehbewegungen im Inneren des Maschinenraumes durchzuführen. Dies gilt insbesondere bei Mehrspindelmaschinen, bei denen eine Vielzahl von Werkzeugen in den Maschinenraum hineinragt und bei denen die räumliche Anordnung der Spannköpfe für das Einspannen der Werkstücke begrenzt ist.

Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, eine Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken zu entwickeln, bei denen einen vereinfachte Bedienung und eine größere Arbeitssicherheit ermöglich wird.

Diese Erfindung wird bei zugrunde liegen der gattungsgemäßen Merkmale erfindungsgemäß durch eine Wechselvorrichtung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.

Eine derartige Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken besteht aus einer Trägerplatte mit einer Bohrung. Bezüglich der Trägerplatte axial versetzt sind Schwenkarme konzentrisch zur Bohrung angeordnet. Sie sind mittels eines Gelenkes derart angelenkt, dass sie in einer Ebene derart verschwenkbar sind, die die Bohrungsachse umfasst. Daher verläuft die Schwenkbewegung radial zur Bohrungsachse. An den Schwenkarmen sind Koppelglieder angeordnet, mittels derer die Wechselvorrichtung an den Spannbacken des Spannkopfes ankoppelbar und wieder lösbar ist. Darüber hinaus weist die Wechselvorrichtung einen axial beweglichen in der Bohrung der Trägerplatte angeordneten Zugbolzen auf, der an den Schwenkarmen angreift. Daher wird über die Position des Zugbolzens die radiale Schwenklage der Schwenkarme beeinflusst. Zur manuellen Betätigung der Wechselvorrichtung sind Betätigungshebel vorgesehen. Ein erster Betätigungshebel ist dabei bezüglich der Trägerplatte feststehend angeordnet. Der zweite Betätigungshebel ist gegenüber dem ersten drehbeweglich angeordnet und greift wenigstens mittelbar an dem Zugbolzen an.

Gemäß bevorzugter Ausgestaltung sind die Betätigungshebel von einer Ausgangsstellung in einen Betätigungsendlage überführbar. In der Ausgangsstellung sind die Betätigungshebel weit voneinander beabstandet. Sie befinden sich insbesondere soweit voneinander beabstandet, dass sie gerade noch mit Händen umgriffen werden können. Die Betätigungshebel sind in eine Betätigungsendlage überführbar, in der die Betätigungshebel einander benachbart sind. Das Überführen der Betätigungshebel von der Ausgangslage in die Betätigungsendlage erfolgt dabei durch eine Relativbewegung des zweiten Betätigungshebels zum ersten Betätigungshebel. In einer Ausgangsstellung der manuell betätigbaren Betätigungshebel ist die Wechselvorrichtung über Koppelglieder mit dem Spannkopf in Eingriff bringbar bzw. dieser Eingriff wieder aufhebbar. Somit kann in der Ausgangsstellung der Betätigungshebel die Wechselvorrichtung an den Spannkopf angesetzt werden bzw. wieder vom Spannkopf gelöst werden. In der Betätigungsendlage der Betätigungshebel ist ein derartiger Eingriff am Spannkopf erfolgt dass dieser von seiner maschinenseitigen Halterung, in der Regel ist der Spannkopf am Spannrohr gehalten, ankoppelbar oder abkoppelbar ist. Die Verbindung zwischen Spannkopf und maschinenseitiger Halterung ist dabei häufig als in der maschinenseitigen Halterung eingebracht Nut ausgebildet, die von entsprechenden Haltezungen an den einzelnen Spannbacken des Spannkopfes hintergriffen werden. Diese hintergreifende Verbindung wird vorzugsweise dadurch aufgehoben, dass die Spannbacken relativ zueinander bewegt werden, wobei eine elastische Verformung des die Spannbacken im Bereich der Schlitze zwischen den Spannbacken verbindenden elasthomerischen Materials erfolgt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Betätigungshebel um einen parallel zur Bohrung verlaufende Drehachse bezüglich dem ersten Betätigungshebel drehbar. Dabei ist der zweite Betätigungshebel insbesondere koaxial zur Bohrung drehbar. Hierbei ist gemäß bevorzugter Ausgestaltung der zweite Betätigungshebel an einem Drehring abragend ausgebildet, wobei der Drehring über wenigstens zwei Hebel wenigstens mittelbar an der Trägerplatte abgestützt ist. Die Hebel dienen der Führung der Drehbewegung und der Erzeugung eines axialen Verfahrweges des Zugbolzens gegenüber der Trägerplatte, wenn eine Betätigung des Betätigungshebels erfolgt. Die Anzahl der verwendeten Hebel beträgt insbesondere drei. Sie sind dabei vorzugsweise in gleichem Abstand und gleichmäßig verteilt bezüglich der Mittelachse der Bohrung angeordnet. Die Hebel können dabei insbesondere jeweils an ihren beiden Enden einen Kugelkopf aufweisen, der in einer entsprechenden Pfanne in der Trägerblatte bzw. in den Drehring gehalten ist. Gemäß weiterführender und bevorzugter Ausgestaltung sind die Hebel an ihren beiden Enden so gehalten, dass sie sich bei einer Betätigung der Betätigungshebel von der Ausgangsstellung in Richtung auf die Betätigungsendlage aufbäumen und den Abstand zwischen Trägerplatte und Drehring vergrößern. Der Zugbolzen, der insbesondere mit dem Drehring feststehend verbunden ist, übt damit eine Translation bezüglich der Bohrung in der Trägerplatte aus. Über diese Stellbewegung des Zugbolzens wird ein Verschwenken der Schwenkarme erzeugt.

Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist der zweite Betätigungshebel um eine senkrecht zur Bohrungsachse verlaufende Drehachse bezüglich dem ersten Betätigungshebel drehbar.

Hierbei kann es insbesondere vorgesehen sein, wenn zwischen dem ersten und zweiten Betätigungshebel eine Kniehebelanordnung ausgebildet ist. Die Kniehebelanordnung dient dabei insbesondere der Führung der Betätigungsbewegung des zweiten Betätigungshebels gegenüber dem ersten Betätigungshebel, welcher feststehend bezüglich der Trägerplatte angeordnet ist. Vorzugsweise ragt der erste Betätigungshebel von einem an der Trägerplatte in axialer Verlängerung der Bohrung angeordneten Rohrabschnitt radial ab.

Eine Kniehebelanordnung weist vorzugsweise zwei Kniehebelschenkel auf, der zweite Betätigungshebel ist dabei über den längeren der beiden Hebelschenkel mit dem Zugbolzen verbunden. Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist in die Bohrung eine Hülse eingesetzt. Der Zugbolzen ragt in den Rohrabschnitt hinein und weist zwei parallel zueinander verlaufende, einander diametral gegenüberliegende Langlöcher sowie eine Ausnehmung in dem dazwischenliegenden Bereich auf. Der Zugbolzen ist gegenüber dem Achsbolzen längsverschiebbar im Rohrabschnitt angeordnet. Der Achsbolzen durchsetzt den zweiten Betätigungshebel in einem Abstand von dem Lagerauge des längeren Hebelschenkels. Dieser Abstand bildet den kürzeren Hebelschenkel der Kniehebelanordnung. Bei einer derartigen Anordnung ist der zweite Betätigungshebel also einerseits durch die Ausbildung der Langlöcher in der Hülse geführt und andererseits über den längeren Hebelschenkel bezüglich dem Rohrabschnitt, einem feststehend zur Trägerplatte ausgebildeten Bereich festgelegt. Hierdurch wird die Schwenkbewegung des zweiten Betätigungshebels bezüglich dem ersten Betätigungshebel festgelegt.

Eine in den Rohrabschnitt einsetzbare Hülse in diesem Rohrabschnitt sicher zu haltern ist vorgesehen, um einen Sicherungsbolzen bezüglich seiner eigenen Längsachse sicher sowie den Zugbolzen innerhalb des Rohrabschnittes zu führen. Gemäß bevorzugter Ausgestaltung ist dieser Sicherungsbolzen zugleich das Drehlager des längeren Betätigungshebels am Zugbolzen.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der zweite Betätigungshebel über eine abgerundete Abwälzkante an der Innenfläche der Hülse abgestützt ist.

Bei den Kniehebelanordnungen ist es von Vorteil, wenn die drei Schwenkachsen der Kniehebelanordnung in der Betätigungsendlage wenigstens nahezu in einer Ebene liegen, wobei diese Ebene vorzugsweise in der Mittelebene der Langlöcher der Kniehebelanordnung verläuft.

Bei allen Anordnungen kann es vorgesehen sein, dass zwischen erstem und zweitem Betätigungshebel eine Rückstellfeder angeordnet ist, die den zweiten Betätigungshebel derart beaufschlagt, dass er selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückfährt. Ferner ist es sowohl möglich, dass der Schwenkhebel nur in Zugrichtung, also in der Krafteinleitungseinrichtung Kräfte von den Betätigungshebel auf den Zugbolzen an den Schwenkhebeln abgestützt ist als auch dass der Zugbolzen sowohl in Zugrichtung als auch in Schubrichtung dort abgestützt ist. Die Abstützung in beiden Richtungen ermöglicht es, dass die Schwenkhebel beim Zurückfahren der Betätigungshebel in die Ausgangsstellung auch wieder in die Ausgangsstellung verbracht werden, in der sie an entsprechenden Spannköpfen ankoppelbar sind. Zur Festlegung der Ausgangsstellung der Schwenkhebel ist eine Abstützung in Zug- und Schubrichtung am Zubolzen dann nicht erforderlich, wenn zwischen Schwenkhebel und Trägerplatte entsprechende Rückstellmittel angeordnet sind. Diese Rückstellmittel können auch gleichzeitig als Rückstellmittel für die Betätigungshebel dienen, dass sie mittelbar über den Betätigungsbolzen auf die Betätigungsmittel zurückwirken und auch geeignet sind, die ursprüngliche Ausgangsstellung wieder herzustellen.

Die vorstehenden und weiteren Merkmale gegen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.

Im übrigen ist die Erfindung auch anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert; dabei zeigt:

Fig. 1 und Fig. 2 jeweils in Seitenansicht und Aufsicht eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wechselvorrichtung, wobei die Wechselvorrichtung an einen Spannkopf angekoppelt ist; und

Fig. 3 und Fig. 4 in teilgeschnittener Darstellung eine zweite Ausführungsforrü einer erfindungsgemäßen Wechselvorrichtung in unbetätigter bzw. in betätigter Stellung der Wechselvorrichtung, wobei auf die Darstellung eines Spannkopfes verzichtet wurde.

Die Fig. 1 zeigt in unbetätigter Ausgangsstellung eine erste Ausführungsform einer Wechselvorrichtung 30. Die Fig. 2 zeigt die gleiche Wechselvorrichtung 30 in der Betätigungsendlage. Dabei ist in der oberen Bildhälfte jeweils eine teilgeschnittene schematische Seitenansicht dargestellt, während in der unteren Bildhälfte die Aufsicht in ebenfalls schematischer teilgeschnittener Darstellung gezeigt ist.

Die Wechselvorrichtung 30 ist an einen Spannkopf 20 angekoppelt. Der Spannkopf 20 besteht aus mehreren Spannbacken, die durch Schlitze 22 voneinander getrennt sind. In den Schlitzen 22 sind Verbindungskörper 23 angeordnet. Die Verbindungskörper 23 sind dabei aus elastisch verformbarem Material, insbesondere gummielastisch verformbarem Material, wie beispielsweise natürliche und künstliche Kautschuke unterschiedlichem, die Materialeigenschaften beeinflussenden Additiven. Die Verbindungskörper können dabei insbesondere durch verkleben und/oder anvulkanisieren aber auch durch andere Befestigungstechniken an den beiden nebenliegenden Spannbacken kraft- und/oder formschlüssig befestigt sein. Die Verbindungskörper 23 können dabei die gesamten Schlitze 22 ausfüllen, so dass nach außen hin nahezu ein Körper mit einer geschlossenen Konturlinie entsteht.

Um an den Spannkopf eine Wechselvorrichtung ankoppeln zu können, weist der Spannkopf mehrere Aufnahmen 24 für Koppelglieder auf. Dabei ist insbesondere für jede Spannbacke 21 wenigstens eine Aufnahme 24 für ein Koppelglied vorgesehen. Die Aufnahmen 24 sind insbesondere an der werkstückaufnehmenden Seite des Spannkopfes vorgesehen. Hierbei ist insbesondere die freie Stirnseite des Spannkopfes 20 geeignet.

Zur maschinenseitigen Befestigung des Spannkopfes, beispielsweise in einem Spannrohr, wobei durch Spannkopf und Spannrohr die Spannzange gebildet wird, weist der Spannkopf 20 eine rundumlaufende Nut 25 auf, die insbesondere der formschlüssigen axialen und radialen Halterung des Spannkopfes am Spannrohr dient.

In der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung befindet sich der Spannkopf in seinem Montagezustand oder in seinem Lagerzustand. Die Verbindungskörper 23 befinden sich in einem Ausgangszustand in dem die gegenseitige Kräfte sich kompensieren. Sofern der Spannkopf 20 an einem Spannrohr montiert ist, ist die Nut 25 des Spannkopfes 20 formschlüssig hintergriffen. Dadurch ist der Spannkopf im Spannrohr wenigstens axial gehalten. Im Gegensatz dazu ist in der Fig. 2 die Stellung gezeigt, in der die Wechselvorrichtung in der Betätigungsendlage ist. Durch elastisches Verformen der Verbindungskörper 23, durch das der Außenumfang des Spannkopfes 20 vor allem im Bereich der Nut 25 verringert wird, wird die formschlüssige Verbindung zwischen Spannkopf 20 und Spannrohr aufgelöst. Der Spannkopf 20 kann dann vom Spannrohr entfernt oder in das Spannrohr eingesetzt werden.

Um diese Betätigung des Spannkopfes durchzuführen, ist die Wechselvorrichtung 30 vorgesehen. Die Wechselvorrichtung dient also zum Lösen der formschlüssigen Verbindung zwischen Spannkopf 20 und Spannrohr sowie zur Handhabe des Spannkopfes 20, soweit dieser vom Spannrohr gelöst ist.

Über die Koppelglieder 35 ist die Wechselvorrichtung 30 am Spannkopf 20 ankoppelbar. In den hier dargestellten Ausführungsformen sind die Koppelglieder 35 als in die als Bohrung 24 ausgebildete Aufnahmen einführbare Zapfen ausgebildet.

Die Koppelglieder 35 ragen dabei in der dargestellten Ausführungsform in der in Fig. 1 gezeigten Ausgangsstellung axial von den Schwenkarmen 33 in Richtung auf den Spannkopf 20 ab. Die Schwenkarme 33 sind über Gelenke 34 an der Trägerplatte 31 gehalten. Dabei ist die Drehachse 34 jedes Schwenkarms 33 radial außenliegend bezüglich einer Bohrung 32 in der Trägerplatte 31 angeordnet. Die Drehachse eines Gelenks 34 verläuft dabei tangential bezüglich der Bohrung. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Schwenkarme in einer Ebene verschwenkt werden, die die Bohrungsmittelachse 37 beinhaltet. Sie sind daher radial zur Bohrungsachse schwenkbar ausgebildet.

Die Bohrung 32 in der Trägerplatte 31 durchsetzt die Trägerplatte 31. In der Bohrung 32 geführt gehalten ist der Zugbolzen 36. Bei dem Zugbolzen 36 kann es sich, wie in der Fig. 1 und 2 dargestellt, um ein gebautes Teil handeln, das aus einem zylindrischen Schaft besteht und einem gegenüber dem zylindrischen Schaft radial nach außen abragenden Deckel. Der Zugbolzen 36 durchsetzt die Trägerplatte und hintergreift mit dem Deckel die Schwenkarme 33. Durch das Hintergreifen der Schwenkarme können mittels des Zugbolzens 36 Zugkräfte auf die Schwenkarme 33 eingeleitet werden, so dass die Koppelglieder 35 um die Gelenke 34 verschwenkt werden und sich nach innen, der Bohrungsmittelachse 37 hin zuneigen. Durch diese Schwenkbewegung erfolgt ein Verlassen der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung bis hin zu der in der Fig. 2 dargestellten Betätigungsendlage. Gegen die Wirkung der gummielastischen Verformung der Verbindungskörper 23 erfolgt ein Verformen des Spannkopfes 20, der das Lösen des Spannkopfes aus dem Spannrohr ermöglicht. Die Verformungskräfte, die in den Verbindungskörper eingeleitet werden, wirken auch als Rückstellkräfte, so dass auch über diese Kräfte eine Rückstellung von der Betätigungsendlage in der Fig. 2 in die Ausgangslage der Fig. 1 erfolgt. Bei einem solchen Rückschwenken werden von den Schwenkarmen 33 die Kräfte vom Spannkopf in die Wechselvorrichtung eingeleitet und der Zugbolzen wird durch sein Hintergreifen der Schwenkarme 33 in die Ausgangslage der Fig. 1 zurückbewegt. Damit diese Rückbewegung auch dann erfolgt, wenn kein Spannkopf 20 an der Wechselvorrichtung 30 angekoppelt ist, ist es möglich, entsprechende Rückstellfedern vorzusehen. Dabei ist es sowohl möglich, die Rückstellfeder zwischen den beiden Betätigungsmitteln, nämlich den beiden Betätigungshebeln 38 und 39 auszubilden. Des weiteren ist es möglich, entsprechende Rückstellfedern zwischen den Schwenkarmen 33 und der Trägerplatte 31 anzuordnen. Um eine gute Hebelwirkung für die Rückstellkraft zu erreichen, ist es günstig, die entsprechenden Rückstellfedern möglichst nahe der Bohrung 32 anzuordnen.

Auf der Rückseite der Trägerplatte 31, die der Aufnahme für den Spannkopf abgewandt ist, ist ein Widerlager ausgebildet. Das Widerlager ist als eine feststehende an der Trägerplatte 31 angeordnete, ebenfalls die Bohrung 32 aufweisende Scheibe ausgebildet. Das Widerlager 41 besteht aus einem zylindrischen Körper. In dem Widerlager 41 sind Gelenkpfannen 46 eingeformt. In diesen Gelenkpfannen 46 sind Kugelköpfe 45 von Hebeln 44 gelagert. Dabei sind gemäß der Erfindung drei regelmäßig zueinander beabstandete Hebel vorgesehen. Darüber hinaus Weise das Widerlager 41 und der Drehring 43 auch Nuten auf, in denen die Hebel 44 zum Liegen kommen können, wenn Drehring 43 und Widerlager 41 in Anlage aneinander gebracht sind, wie dies in der Fig. 1 dargestellten Ausgangslage der Fall ist. Die Nuten verlaufen dabei im wesentlichen tangential zu der Bohrungsmittelachse.

Die gegenüberliegenden Enden der Hebel 44 weisen ebenfalls Kugelköpfe 45 auf, die in Gelenkpfannen 46 gehalten sind, wobei diese Gelenkpfannen an dem Drehring 43 ausgebildet sind. Der Drehring 43 ist mittels der Hebel 44 mittelbar an der Trägerplatte 31 gehalten. Die Anzahl und die Anordnung der Hebel ist dabei so bestimmt, dass der Drehring 43 bezüglich der Trägerplatte 31 um die Bohrungsmittelachse 37 herum schwenkbar ist, mit dieser Schwenkbewegung jedoch eine axiale Bewegung bezüglich dieser Achse zwangsweise gekoppelt ist. Um eine derart führende Halterung des Drehrings bezüglich der Trägerplatte 31 lediglich über die Hebel 44 zu ermöglichen ist es vorteilhaft, wenn wenigstens drei Hebel vorhanden sind. Die Zahl der Hebel kann auch verringert werden, dann sind jedoch gegebenenfalls weitere Führungsmittel notwendig. Es ist dabei aber zu beach ten, dass der Zugbolzen 36 auch den Drehring 43 durchsetzt, da auch der Drehring 43 eine entsprechende Bohrung aufweist und insoweit auch von diesem Zugbolzen gewisse Führungsaufgaben übernommen werden können. Dennoch ist es vorteilhaft, wenn drei Hebel 44 oder auch noch eine größere Anzahl von Hebeln 44 vorgesehen ist. In diese Fall ist die Bestimmung der Freiheitsgrade des Drehringes 43 gegenüber der Trägerplatte 31 allein durch die Hebel 44 ausreichend bestimmt.

An der Trägerplatte 31 der Wechselvorrichtung 30 ist zumindest mittelbar der erste Betätigungshebel 38 feststehend gehalten. Er ragt im wesentlichen in radialer Richtung von der Trägerplatte 31 nach außen ab und kann darüber hinaus zur Erzielung guter Griffeigenschaften entsprechend ergonomisch geformt sein. Mit dem Drehring 43 fest verbunden ist der zweite Betätigungshebel 39, der in der Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung unter einem gewissen Winkel bezüglich des ersten Betätigungshebels 38 radial von dem Drehring 43 abragt. Der Winkel zwischen den beiden Betätigungshebeln 38 und 39 ist im wesentlichen auch dadurch nach oben begrenzt, dass die beiden Bestätigungshebel 38, 39 von einer Hand umgreifbar sein sollten, um eine Einhandbedienung und eine einhändige Manipulation der Wechselvorrichtung 30 zu ermöglichen. Auch der zweite Betätigungshebel 39 kann hinsichtlich der Griffeigenschaften ergonomisch geformt sein. Im wesentlichen kommen Formen, wie sie bei Griffen von Zangen auch Verwendung finden, hierfür besonders in Betracht.

Im Hinblick auf eine Nutzbarkeit der Wechselvorrichtung 30 sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand, wobei die Auswahl der Hand nicht nur vom Benutzer und seinen bevorzugter Gewohnheit, sondern auch von der Zugänglichkeit im Maschinenbereich abhängig ist, kann es sich dabei als vorteilhaft erweisen, wenn die beiden Hebel in ihrer Form einander entsprechen.

Wird eine Betätigung der Wechselvorrichtung 30 vorgenommen, so erfolgt eine Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten Betätigungshebel aufgrund der von dem Benutzer manuell eingeleiteten Betätigungskräfte. Die durch die Betätigungskräfte eingeleitete Relativbewegung zwischen den beiden Betätigungshebeln führt zu einer gleichen Relativbewegung von Drehring 43 bezüglich Trägerplatte 31 mit dem Widerlager 41. Es handelt sich dabei um eine Rotationsbewegung um die Bohrungsmittelachse 37, die damit auch die Drehachse 40 zwischen Drehring und Trägerplatte 31 definiert. In diesem Fall sind die Drehachse 40 und die Bohrungsmittelachse 37 nicht nur koaxial zueinander ausgerichtet sondern entsprechen einander.

Aufgrund der Drehbewegung und der Abstützung der Hebel 44 in beiderseits angeordneten Gelenkpfannen erfolgt ein Ausbäumen der Hebel 44 zwischen Widerlager 41 und Drehring 43. Dadurch wird der axiale Abstand bezüglich der Drehachse 40 zwischen diesen beiden Teilen vergrößert. Da der Zugbolzen 36 zumindest in axialer Richtung gesehen feststehend am Drehring 43 gehalten ist, kommt es auch zu einer axialen Verschiebung des Zugbolzens in der Bohrung 32. Der Zugbolzen wird, beispielsweise durch den auf den Drehring 43 übergreifenden Kopf 42 des Zugbolzens in axialer Richtung von dem Spannkopf 20 weggezogen. Über die Kopplung des Zugbolzens 36 mit den Schwenkarmen 33 wird somit eine Schwenkbewegung der Schwenkarme 33 erreicht. Es findet der Übergang von der in Fig. 1 dargestellten Ausgangslage in die in der Fig. 2 dargestellte Betätigungsendlage statt. Die in der Fig. 2 dargestellte Betätigungsendlage zeigt den ersten Betätigungshebel und den zweiten Betätigungshebel in einer Position, in der sie unmittelbar aneinander benachbart sind und aneinander anliegen, soweit ihnen dies ihre Formgebung erlaubt.

Eine solche Ausbildung mit einem Drehlager und über sich aufbäumende Hebel 44, wobei die Hebel 44 in der Betätigungsendlage gemäß der Fig. 2 möglichst koaxial zur Drehachse 40 ausgerichtet sind. Dadurch wird es ermöglicht, dass dann, wenn die der Betätigung entgegenwirkenden Kräfte, im wesentlichen die Verformkräfte für die gummielastischen Verbindungskörper 23 am größten sind, die größte Hebelwirkung zwischen Drehring 43 und Widerlager 41 über die Hebel 44 gegeben ist, so dass die erforderlichen Bedienkräfte für die Betätigung der beiden Betätigungshebel 38 und 39 in angemessenen Grenzen bleibt. Über die Länge der Hebel 44 wird die Kraftübersetzung und der Kraftverlauf wesentlich mitbestimmt. Diese wird daher entsprechend den Gegebenheiten und den erforderlichen Kräften an die Verhältnisse bei der einzelnen Wechselvorrichtung 30 angepasst.

In den Fig. 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wechselvorrichtung 30 gezeigt. Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 und 4 ist die Drehachse 40 des zweiten Betätigungshebels 39 gegenüber dem ersten Betätigungshebel 38 nicht koaxial zur Bohrungsmittelachse 37 sondern stets senkrecht dazu.

Bei den Ausführungsformen gemäß der Fig. 3 und 4 entspricht die Ausgestaltung der Trägerplatte 31 und der Schwenkarme 33 samt der Anwendung der Schwenkarme 33 über die Gelenke 34 an der Trägerplatte 31 im wesentlichen der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2, so dass dies hier nicht nochmals beschrieben wird. Auch die als Zapfen ausgebildeten Koppelelemente 35 entsprechen den Koppelstücken der Fig. 1 und 2. Zur Verdeutlichung der Schwenkbewegung und zur Vereinfachung der Ansicht wurde in den Fig. 3 und 4 auf die erneute Darstellung eines Spannkopfes 20 verzichtet. Die Wechselvorrichtung 30 gemäß den Fig. 3 und 4 ist jedoch dazu geeignet, bei Spannköpfen, wie sie den in der Fig. 1 und 2 dargestellten Spannköpfen 20 entsprechend verwendet zu werden. Im übrigen ist in der Fig. 3 wiederum die unbetätigte Ausgangslage und in der Fig. 4 die entsprechende Betätigungsendlage der Wechselvorrichtung 30 gezeigt. Beide Figuren enthalten eine teilgeschnittene Darstellung in schematischer Ausführung einer entsprechenden Wechselvorrichtung.

Von der den Schwenkarmen 33 abgewandten Rückseite der Trägerplatte 31 ragt ein zylindrisch ausgebildeter hoher Abschnitt 51 ab. Im Inneren des Rohrabschnittes ist eine Hülse 54 angeordnet. Der Rohrabschnitt ist dabei konzentrisch zu der Bohrung 32 in der Trägerplatte 31 angeordnet. Er ist an seinem hinteren, der Trägerplatte 31 abgewandten Ende verschlossen ausgebildet. Im Inneren des Rohrabschnittes 51 ist die Hülse 54 angeordnet. Die Wandstärke der Hülse 54 sowie der Innendurchmesser des Rohrabschnittes 51 sind derart ausgebildet, dass der Innendurchmesser der Hülse 54 dem Durchmesser der Bohrung 32 entspricht. Im Bereich der Trägerplatte kann eine Aufweitung 61 der Bohrung 32 vorgesehen sein, so dass der Lichtdurchmesser im Bereich der Aufweitung 61 dem Innendurchmesser des Rohrabschnittes 51 entspricht. Damit ist es also möglich, dass die Hülse 54 in den Bereich der Aufweitung 61 hineinragt.

An einer Seite von dem Rohrabschnitt 51 im wesentlichen radial abragend ist der erste Betätigungshebel 38 ausgebildet. Dabei ist der erste Betätigungshebel insbesondere so geformt, dass eine möglichst gute Anlage in der Hand im Bereich zwischen Daumen und Handfläche gegeben ist. Der Rohrabschnitt 51 weist in dem Bereich zwischen Trägerplatte 31 und erstem Betätigungshebel 38 einen Durchbruch 63 auf, der insbesondere schlitzartig ausgebildet ist. Durch diesen Durchbruch 63 hindurch ist der zweite Betätigungshebel bis ins Innere der Hülse 54 hineingeführt, die dies zu diesem Zwecke in diesem Bereich einen Schlitz 62 aufweist. Der zweite Betätigungshebel 39 ist über die Kniehebelanordnung 50 gehalten und um eine senkrecht zur Bildebene verlaufende Drehachse herum schwenkbar bezüglich dem ersten Betätigungshebel 38 geführt. Der zweite Drehhebel ist insbesondere so ausgebildet, dass er ergonomisch günstig von den Fingern einer Hand umgriffen werden kann, die mit dem Daumen den ersten Betätigungshebel 38 hintergreift.

Die Kniehebelanordnung 50 besteht aus drei Drehpunkten. Zum einen ist dies die Drehachse, die durch den Sicherungsbolzen 58 festgelegt. Es bildet er auch das Drehzentrum des längeren der beiden Hebelschenkel 52 an dem Sicherungsbolzen 58. Am anderen Ende des längeren Hebelschenkels 52 ist durch das Lagerauge 57 eine drehbare Verbindung zwischen dem längeren Hebelschenkel 52 und dem zweiten Betätigungshebel 39 hergestellt. Der kürzere Hebelschenkel 53 wird durch den Abstand b zwischen dem Lagerauge 57 und einem Achsbolzen 56 definiert und ist Teil des zweiten Betätigungshebels 39. Der Achsbolzen 56 durchsetzt dabei diametral einander gegenüberliegenden Langlöchern 55 des Zugbolzens 36. Der Achsbolzen 56 definiert einen bezüglich dem Rohrabschnitt 51 feststehenden Drehpunkt, da er so ausgebildet ist, dass er sowohl die Hülse 54 als auch den Rohrabschnitt 51 in entsprechende Bohrungen durchsetzt und damit die Lage bezüglich den Rohrabschnitt 51 festlegt. Der durch die Langlöcher 55 durchragende Achsbolzen begrenzt dabei den maximalen Weg des Zugbolzens 36 in dem Rohrabschnitt 51 und definiert somit die Ausgangslage und die Betätigungsgrundlage. Der zweite Betätigungshebel ragt dabei in die Ausnehmung 65 hinein, die in Zugbolzen 36 hierfür ausgebildet ist und bezüglich der die Langlöcher 55 seitlich angeordnet sind.

Zur Herstellung einer definierten Betätigungsausgangslage für den zweiten Betätigungshebel 39 ist zwischen dem Betätigungshebel 39 und der Trägerplatte 31 oder einem hierzu feststehend angeordneten Bauteil die Rückstellfeder 60 angeordnet. Diese zieht den zweiten Betätigungshebel 39 in eine Stellung, in der der zweite Betätigungshebel weit möglichst aber dennoch von einer Hand greifbar von dem ersten Betätigungshebel 38 entfernt ist. Aufgrund der Kopplung zwischen dem zweiten Betätigungshebel 39 und dem Zugbolzen 36 mittels des in dem Langloch 55 geführten Achsbolzens 56 ist dann auch eine definierte Position der Schwenkarme 33 gegeben. Die Schwenkarme 33 werden dabei in einem Durchmesser verringertem Bereich des Zugbolzens so gehalten, dass auf diese sowohl Zug als auch Zugkräfte übertragbar sind. Hierzu ist es insbesondere vorgesehen, dass der Zugbolzen 36 im Bereich der Schwenkarme 33 einen Abschnitt aufweist, dessen Außendurchmesser geringer ist als der Außendurchmesser im Bereich der Bohrung 32 in der Trägerplatte 31, in der der Zugbolzen 36 geführt gehalten ist. Nach dem Bereich, über den hinweg die Schwenkarme 33 beidseitig von dem Achsbolzen umgriffen werden sollen, ist eine Abdeckung 64 vorgesehen, die den Außendurchmesser des Zugbolzens wieder auf das ursprüngliche Maß erweitert. Somit sind die Schwenkarme 33 so zwischen den Teilen des Zugbolzens 36 gehalten, dass von diesem sowohl Zug als auch Schubkräfte auf den Zugbolzen 36 übertragen werden können. Bei der Abdeckung 64 kann es sich insbesondere um einen Kopf einer Schraube, oder aber einen Kopfteil handeln, dass mittels einer Schraube lösbar am Zugbolzen befestigt ist.

Erfolgt eine Überführung des zweiten Betätigungshebels 39 in Richtung die in der Fig. 4 dargestellte Betätigungsendlage, so wird der zweite Betätigungshebel um sein Drehzentrum, dass durch den Achsbolzen 56 definiert wird, herumgeschwenkt. Aufgrund des dazu über den Abstand b, der den kürzeren Hebelschenkel 53 der Kniehebelanordnung 50 bildet und der Führung des Zugbolzens 36 im Rohrabschnitt 51 bzw. in der Hülse 54 wird der Sicherungsbolzen 58, mittels das freie Ende des längeren Hebelschenkels 52 am Zugbolzen 36 befestigt ist, nach hinten von dem Spannkopf 20 weggedrückt. Die Kniehebelanordnung streckt sich bis hinein in eine Lage in der die drei Schwenkachsen der Kniehebelanordnung wenigstens nahezu in einer Ebene liegen. Dies ist insbesondere die Mittelebene des Langlochs 55. In dieser Betätigungsendlage, wie sie in der Fig. 4 dargestellt ist, liegt der zweite Betätigungshebel nahezu vollkommen am ersten Betätigungshebel an. Dadurch wird im Laufe der Betätigung der Zugbolzen 36 nach hinten geschoben. Auch hierbei ist es so, dass die günstigste, die Hebelkraft am meisten verstärkende Hebelübersetzung zwischen dem ersten Betätigungshebel und dem zweiten Betätigungshebel dann gegeben ist, wenn die Betätigungsendlage wenigstens nahezu erreicht ist. Hier wirken auch die größten Rückstellkräfte vom Spannkopf auf das Wechselwerkzeug und die Schwenkarme 33 ein. Zur Sicherstellung der Rückstellung des zweiten Betätigungshebels in der Fig. 3 dargestellte Ausgangslage ist die Rückstellfeder 62, die sowohl als Zug als auch als Zugfeder ausgebildet sein kann und die zwischen dem zweiten Betätigungshebel 39 und der Trägerplatte 31 oder einem dazu feststehenden Bauteil verbunden ist. Bei der Rückbewegung gleitet der Zugbolzen 36 wieder in Rohrabschnitt 56 nach vorne. Dadurch, dass die Schwenkarme 33 sowohl in Zugrichtung als auch in Schubrichtung mit dem Zugbolzen 36 in Eingriff stehen, werden dann auch die Schwenkarme 33 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt, in der sie an den Spannkopf 20 an- und abkurbelbar sind. In der Fig. 4 dargestellten Betätigungsendlage sind die Schwenkarme 33 um ihr Gelenk 34 mit einer radialen Komponente so verschwenkt, dass die als Stehbolzen ausgebildeten Koppelglieder 35 mit ihren Spitzen aufeinander zubewegt sind. Sie führen also eine entsprechende, die Spannbacken eines Spannkopfes zueinander verschiebende Bewegung aus, wie sie auch mit dem Wechselwerkzeug gemäß der Fig. 1 und 2 erzeugt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Wechselvorrichtung für Spannköpfe mit mehreren Spannbacken, die durch radial verlaufende Schlitze voneinander getrennt sind und elastisch miteinander verbunden sind, wobei die Wechselvorrichtung

    eine Trägerplatte mit einer Bohrung aufweist,

    bezüglich der Trägerplatte axial versetzt Schwenkarme konzentrisch zur Bohrung und mittels eines Gelenks derart angelenkt sind, dass sie radial zur Bohrungsachse schwenkbar sind,

    wobei an den Schwenkarmen Koppelglieder zur Kopplung der Wechselvorrichtung an den Spannbacken vorgesehen sind

    mit einem axialbeweglichen Zugbolzen, der die Bohrung der Trägerplatte durchsetzt und an den Schwenkarmen angreift,

    dadurch gekennzeichnet, dass zur manuellen Betätigung der Wechselvorrichtung (30) Betätigungshebel vorgesehen sind, wobei ein erster Betätigungshebel (38) bezüglich der Trägerplatte (31) feststehend angeordnet ist und wobei der zweite Betätigungshebel (39) gegenüber dem ersten Betätigungshebel (38) drehbeweglich angeordnet ist und an dem Zugbolzen (36) angreift.
  2. 2. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshebel von einer Ausgangsstellung in der die Betätigungshebel weit voneinander beabstandet sind in eine Betätigungsendlage überführbar sind, in der die Betätigungshebel einander benachbart sind.
  3. 3. Wechselvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ausgangsstellung der Betätigungshebel die Wechselvorrichtung (30) über die Koppelglieder (24) mit dem Spannkopf (20) in Eingriff bringbar bzw. der Eingriff wieder aufhebbar ist und in einer Betätigungsendlage der Betätigungshebel der Spannkopf (20) seiner maschinenseitigen Halterung entfernbar ist.
  4. 4. Wechselvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungshebel (39) um eine parallel zur Bohrung verlaufende Drehachse (40) bezüglich dem ersten Betätigungshebel (38) drehbar ist.
  5. 5. Wechselvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungshebel (39) koaxial zur Bohrung (32) drehbar ist.
  6. 6. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungshebel (39) von einem Drehring abragt, wobei der Drehring (43) über wenigstens zwei, insbesondere drei, einerseits am Drehring (43) und andererseits wenigstens mittelbar an der Trägerplatte (31) abgestützte Hebel (44) gehalten ist.
  7. 7. Wechselvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (44) beidseitig so gehalten sind, dass sie sich bei einer Betätigung der Betätigungshebel von der Ausgangsstellung in Richtung auf die Betätigungsendlage aufbäumen und den Abstand zwischen Trägerplatte (31) und Drehring (43) vergrößern.
  8. 8. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungshebel (39) um eine senkrecht zur Bohrung (32) verlaufende Drehachse (40) bezüglich dem ersten Betätigungshebel (38) drehbar ist.
  9. 9. Wechselvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen erstem und zweitem Betätigungshebel eine Kniehebelanordnung (50) ausgebildet ist.
  10. 10. Wechselvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungshebel (38) von einem an der Trägerplatte (31) in axialer Verlängerung der Bohrung (32) angeordneten Rohrabschnitt (51) radial abragt.
  11. 11. Wechselvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kniehebelanordnung (50) zwei Hebelschenkel aufweist, wobei der zweite Betätigungshebel (39) über den kürzeren der beiden Hebelschenkel (53) an dem Rohrabschnitt (51) abgestützt ist.
  12. 12. Wechselvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugbolzen (36) in den Rohrabschnitt (51) hineinragt und zwei parallel zueinander verlaufende, einander gegenüberliegende Langlöcher (55) sowie einen dazwischenliegenden Bereich mit einer Ausnehmung (65) aufweist, wobei der Zugbolzen (36) mittels der Langlöcher (55) bezüglich den Achsbolzen (56) axial verschiebbar gelagert ist, wobei der Achsbolzen (56) beabstandet vom Lagerauge (57) des längeren Hebelschenkels (52) den zweiten Betätigungshebel (39) durchsetzt und dieser Abstand den kürzeren Hebelschenkel (53) bildet.
  13. 13. Wechselvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherungsbolzen (58) den Zugbolzen (36) an dessen hinteren Ende durchsetzt und das Drehlager des längeren Betätigungshebels am Zugbolzen bildet.
  14. 14. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Betätigungshebel (39) über eine abgerundete Abwälzkante an der Innenfläche einer in den Rohrabschnitt (51) eingesetzte Hülse (54) abgestützt ist.
  15. 15. Wechselvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Schwenkachsen der Kniehebelanordnung (50) in der Betätigungsendlage wenigstens nahezu in einer Ebene liegen.
  16. 16. Wechselvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ebene in der Mittelebene von Langlöchern (55) der Kniehebelanordnung (50) verläuft.
  17. 17. Wechselvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen erstem und zweitem Betätigungshebel wenigstens eine Rückstellfeder (60) angeordnet ist, die den zweiten Betätigungshebel (39) in Richtung auf die Ausgangslage hin beaufschlagt.
  18. 18. Wechselvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel sowohl in Schub- als auch in Zugrichtung am Zugbolzen (36) abgestützt sind.






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