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Dokumentenidentifikation DE3815358C2 06.02.2003
Titel Sicherheitsnotausschaltung für Schützabzweige mit vorgeschaltetem Leistungsschalter
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Bärnklau, Karl-Hans, Dipl.-Ing. (FH), 92637 Weiden, DE;
Hörmann, Werner, 90530 Wendelstein, DE;
Schnabel, Rudolf, Dipl.-Ing. (FH), 90768 Fürth, DE;
Freitag, Richard, Dipl.-Ing. (FH), 92256 Hahnbach, DE;
Neubig, Andreas, Dipl.-Ing., 91126 Schwabach, DE;
Meindl, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 92421 Schwandorf, DE
DE-Anmeldedatum 05.05.1988
DE-Aktenzeichen 3815358
Offenlegungstag 16.11.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.02.2003
IPC-Hauptklasse H02H 3/02
IPC-Nebenklasse G05B 9/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheits-Not-Aus- Schaltung für Schützabzweige mit einem den Schützen vorgeschalteten Leistungsschalter, der mit einem Unterspannungsauslöser in Verbindung steht.

Bekannte Not-Aus-Einrichtungen der obengenannten Art werden durch redundante Ausführung der Motorschütze realisiert. Dies ist sehr kosten-, platz- und arbeitsintensiv, da die Hauptstrombahnen der Schütze hierbei in Reihe zu schalten sind.

Die DE 27 40 744 B1 offenbart Einrichtungen zur Not-Aus- Schaltung, bei denen von einem handbetätigbaren Schalter bzw. Taster über Steuerleitungen auf ein Relais eingewirkt wird, dass einen Hauptschalter im Netz zum Auslösen bringt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheits- Not-Ausschaltung der obengenannten Art hinsichtlich Kosten-, Platz- und Arbeitsintensität zu vereinfachen. Dies wird auf einfache Weise dadurch erreicht, dass den Schützspulen je ein Zeitglied parallelgeschaltet ist, und dass bei Spannungsabfall verzögert öffnende Kontakte der Zeitglieder jeweils mit einem hierzu parallel liegenden Öffnerkontakt des zugehörigen Schützes der Spule des Unterspannungsauslösers des Leistungsschalters vorgeschaltet sind, wobei der Spannungsabfall durch Betätigung eines Not-Aus-Schalters hervorgerufen wird. Um auch sicherzustellen, dass nah der Not-Aus-Schaltung kein unbeabsichtigtes Einschalten der Schützabzweige erfolgen kann, ist es vorteilhaft, wenn der Not-Aus-Schaltung ein beim Auslösen öffnender Kontakt des Unterspannungsauslösers vorgeschaltet ist. Eine einfache Ausführung des Zeitgliedes ergibt sich, wenn die Zeitglieder abfallverzögerte Hilfsschütze sind. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Sicherheits-Not-Aus-Schaltung weist diese eine Schaltungsanordnung für Dauerkommandogabe auf, bei der der Not-Aus-Schaltung ein Schließerkontakt eines Freigabeschützes vorgeschaltet ist, dessen Spule mit einem vorgeschalteten Ein-Taster und der Parallelschaltung aus einem Schließerkontakt des Freigabeschutzes und der Reihenschaltung von beim Anlegen der Spannung verzögert öffnenden Kontakten der Zeitglieder an Spannung liegt. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Sicherheits- Not-Aus-Schaltung eine Schaltungsanordnung für Tastenbetätigung aufweist, bei der jedem Zeitglied je ein Schließerkontakt des zugeordneten Schützes vorgeschaltet ist, der vom Verbindungspunkt je eines Aus-Tasters und der Parallelschaltung eines Selbsthaltekontaktes des jeweiligen Schützes und der Reihenschaltung je eines Ein-Tasters und eines beim Anlegen der Spannung verzögert öffnenden Kontaktes des jeweiligen Zeitgliedes abzweigt.

Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 den Hauptstromkreis für die Sicherheits-Not-Aus- Schaltung für Hauptstromkreise,

Fig. 2 die Schaltungsanordnung für Dauerkommandogabe des Steuerstromkreises und

Fig. 3 die Schaltungsanordnung für Tasterbetätigung der Steuerstromkreise.

Wie die Fig. 1 zeigt, liegt an der dreiphasigen Netzzuleitung 1 der Leistungsschalter 2 mit dem Unterspannungsauslöser 3. Der nicht über ein Schütz geschaltete Abzweig trägt das Bezugszeichen 4. Die Schützabzweige sind mit 5, 6, und 7 bezeichnet. Die Schütze dieser Abzweige sind mit 8, 9 und 10 liegen auf dem einen Ende an dem Minuspol 14 (L- oder N) des Steuernetzes, an dem auch die einen Enden der Betätigungsspulen 15, 16, 17 von abfallverzögerten Schützen liegen. An den anderen Enden der Schützspulen 11 bis 13 liegen Schließerkontakte 18, 19, 20 der abfallverzögerten Schütze 16, 17 mit jeweils einem Normal-Ein-Taster 21, 22, 23 in Reihe. An dem Verbindungspunkt dieser Normal-Ein-Taster mit den Not-Aus- Tastern 24, 25, 26 liegen die anderen Enden der Spulen 15, 16, 17 der abfallverzögerten Hilfsschütze. Die andere Enden der Not-Aus-Taster 24, 25, 26 liegen über einen Schließerkontakt 27 eines Freigabeschützes, dessen Spule mit 28 bezeichnet ist, mit einem Schließerkontakt 29dieses Freigabeschützes in Reihe an dem Pluspol 30 des Steuernetzes. Die Spulen des Freigabeschützes 28 liegen einerseits am Minuspol des Steuernetzes 14 und andererseits über die Parallelschaltung aus einem Selbsthaltekontakt 31 des Freigabeschützes und der Reihenschaltung aus Öffnerkontakten 32, 33, 34 der abfallverzögerten Schütze, dem die Spulen 15, 16, 17 zugeordnet sind, sowie mit einem Normal-Ein-Schalter 35 in Reihe am Pluspol (L+, L1) des Steuernetzes. Mit dem Normal-Ein-Schalter 35 wird die Gesamtanlage scharf geschaltet. Die Spule 36 des Unterspannungsauslösers 3 liegt mit einem Ende ebenfalls am Minuspol des Steuernetzes. Am anderen Ende liegen die Reihenschaltung aus jeweils der Parallelschaltung von Öffnerkontakten 37, 38, 39 der Schütze 8, 9 und 10, sowie Schließerkontakten 40, 41, 42 der abfallverzögerten Schütze. An dieser Reihenparallelschaltung liegt ein weiterer Not-Aus-Taster 43 am Pluspol des Steuernetzes. Dieser Not-Aus-Taster 43 dient zum Ausschalten der Gesamtanlage. Bei Betätigung jedes anderen Not-Aus-Tasters 24, 25, 26 wird nur der entsprechende Abzweig über das jeweilige Schütz 8, 9, 10 ausgeschaltet. Bleibt dieses Schütz aufgrund eines Fehlers in der Ein-Stellung, so wird der übergeordnete Leistungsschalter 2 über den Unterspannungsauslöser 3 durch das dem jeweiligen Motorschütz 8, 9, 10 zugehörige abfallverzögerte Hilfsschütze abgeschaltet, und zwar im Beispiel der Fig. 2 über die Schließerkontakte 40 bis 43 der abfallverzögerten Schütze. Das Freigabeschütz mit der Spule 28 dient zur Überwachung der abfallverzögerten Hilfsschütze bei der Ausführung nach Fig. 2. Bei Tasterbetätigung können diese Aufgabe die Ein-Öffner der abfallverzögerten Hilfsschütze und Ein- Schließer der Hauptschütze übernehmen. Diese Ausführungsform zeigt Fig. 3. Hier sind anstelle der Schließer 18, 19 und 20 Öffnerkontakte 44, 45, 46 in den Leitungszug eingeschaltet. Die Normal-Ein-Schalter 21, 22, 23 sind hier als Ein-Taster 47, 48, 49 ausgebildet, sind aber in gleicher Weise geschaltet. Dementsprechend sind Selbsthaltekontakte 50, 51, 52 der Reihenschaltung aus Ein-Taster und Öffnerkontakt 44 bis 46 parallelgeschaltet. Den anderen Enden der Spulen 15, 16, 17 der abfallverzögerten Schütze sind Schließerkontakte 53, 54, 55 vorgeschaltet. Außerdem sind außerhalb des Selbsthaltekreises Aus-Taster 56, 57, 58 in den Stromkreis eingeschleift, um die einzelnen Abzweige normal ausschalten zu können. Im übrigen ist die Funktion der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 der nach Fig. 2 äquivalent. Es können in beiden Schaltungsanordnungen Löschdioden 59 den Spulen der Schütze parallelgeschaltet werden. Zur Gewährleistung der Funktionssicherheit der erfindungsgemäßen Schaltungen ist es erforderlich, daß die Hilfsöffner der Haupt- oder Motorschütze 8, 9, 10 bei verschweißten Hauptstrombahnen nicht schließen können, sogenannte Zwangsführung genannt.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherheits-Not-Aus-Schaltung für Schützabzweige mit einem den Schützen (8, 9, 10) vorgeschalteten Leistungsschalter (2), der mit einem Unterspannungsauslöser (3) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, den Schützspulen (11, 12, 13) je ein Zeitglied (15, 16, 17) parallelgeschaltet ist, und dass bei Spannungsabfall verzögert öffnende Kontakte (40, 41, 42) der Zeitglieder (15, 16, 17) jeweils mit einem hierzu parallel liegenden Öffnerkontakt (37, 38, 39) des zugehörigen Schützes (8, 9, 10) der Spule (36) des Unterspannungsauslösers (3) des Leistungsschalters (2) vorgeschaltet sind, wobei der Spannungsabfall durch Betätigung eines Not-Aus-Schalters (24, 25, 26) hervorgerufen wird.
  2. 2. Sicherheits-Not-Aus-Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Not-Aus- Schaltung ein beim Auslösen öffnender Kontakt (29) des Unterspannungsauslösers (3) vorgeschaltet ist.
  3. 3. Sicherheits-Not-Aus-Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitglieder (15, 16, 17) abfallverzögerte Hilfsschütze sind.
  4. 4. Sicherheits-Not-Aus-Schaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch, eine Schaltungsanordnung für Dauerkommandogabe bei der der Not-Aus-Schaltung ein Schließerkontakt (27) eines Freigabeschützes vorgeschaltet ist, dessen Spule (28) mit einem vorgeschalteten Ein-Taster (35) und der Parallelschaltung aus einem Schließerkontakt (31) des Freigabeschützes und der Reihenschaltung von beim Anlegen der Spannung verzögert öffnenden Kontakten (32, 33, 34) der Zeitglieder (15, 16, 17) an Spannung liegt.
  5. 5. Sicherheits-Not-Aus-Schaltung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch, eine Schaltungsanordnung für Tastenbetätigung bei der jedem Zeitglied (15, 16, 17) je ein Schließerkontakt (53, 54, 55) des zugeordneten Schutzes (8, 9, 10) vorgeschaltet ist, der vom Verbindungspunkt je eines Aus-Tasters (56, 57, 58) und der Parallelschaltung eines Selbsthaltekontaktes (50, 51, 52) des jeweiligen Schützes (8, 9, 10) und der Reihenschaltung je eines Ein-Tasters (47, 48, 49) und eines beim Anlegen der Spannung verzögert öffnenden Kontaktes (44, 45, 46) des jeweiligen Zeitgliedes (15, 16, 17) abzweigt.






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