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Dokumentenidentifikation DE10138957A1 13.02.2003
Titel Spinnvorrichtung
Anmelder Wilhelm Stahlecker GmbH, 73326 Deggingen, DE
Erfinder Stahlecker, Fritz, 73337 Bad Überkingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 03.08.2001
DE-Aktenzeichen 10138957
Offenlegungstag 13.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.2003
IPC-Hauptklasse D01H 4/30
Zusammenfassung Beschrieben wird eine Spinnvorrichtung, bei der wenigstens ein Faserband zu Einzelfasern aufgelöst und die Einzelfasern als ausgebreiteter Faserschleier auf einer luftdurchlässigen besaugten Sammelfläche abgelegt werden. Während des Transportes der Sammelfläche wird der Faserschleier quer zu seiner Bewegungsrichtung zu einem Faserverband verdichtet. Der nunmehr luntenähnliche Faserverband wird durch eine Klemmlinie hindurch transportiert und mittels einer Dralldüse zu einem Faden verdreht. Die Sammelfläche läuft über eine sich verjüngende Saugöffnung, die von einer zunächst konstanten Anfangsbreite zu einem schmalen Saugschlitz hin sich in einem ersten Verjüngungsbereich schneller und in wenigstens einem zweiten Verjüngungsbereich langsamer verjüngt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinnvorrichtung mit einer Auflösewalze zum Auflösen wenigstens eines Faserbandes zu Einzelfasern, mit einer in unmittelbarer Nähe der Auflösewalze angeordneten und in Bewegungsrichtung der Einzelfasern angetriebenen luftdurchlässigen Sammelfläche zum Übernehmen der Einzelfasern in Form einer Faserschleiers, mit einer von der Sammelfläche abgedeckten und mittels zweier Seitenkanten von einer der Breite des Faserschleiers entsprechenden Anfangsbreite zu einem schmalen Saugschlitz in Bewegungsrichtung der Sammelfläche sich verjüngenden Saugöffnung zum Verdichten des Faserschleiers zu einem schmalen Faserverband, mit einer am Endbereich der Saugöffnung vorgesehenen Klemmstelle zum Klemmen des verdichteten Faserverbandes sowie mit einer der Klemmstelle folgenden Dralldüse zum Drehen des Faserverbandes zu einem Faden.

Eine Spinnvorrichtung dieser Art ist durch die DE 197 46 602 A1 Stand der Technik. Diese Spinnvorrichtung arbeitet mit einer besaugten Auflösewalze, die die Einzelfasern mit relativ niedriger Geschwindigkeit an eine etwas schneller laufende Sammelfläche übergibt, deren zugeordnete Saugöffnung sich in Bewegungsrichtung der Sammelfläche derart verjüngt, dass die Einzelfasern sich seitlich verschieben und der ursprüngliche Faserschleier zu einem luntenähnlichen Faserverband verdichtet wird. Während dieses Vorganges gibt es nirgendwo eine Stauchung des Fasermaterials. Spätestens an der Klemmstelle ist der Verdichtungsprozess beendet, und danach wird dem Faserverband zum Erzeugen des Fadens der Spinndrall mittels einer Dralldüse erteilt. Die Klemmstelle wirkt dabei als Drallstopp. Es entsteht ein Faden, der einen ähnlichen Charakter aufweist, wie dies beim so genannten Luftspinnen der Fall ist.

Die an die Breite des Faserschleiers angepasste Breite der Saugöffnung führt zu einem relativ hohen Luftverbrauch und demzufolge zu einem hohen Energiebedarf. Die in Bewegungsrichtung der Sammelfläche unterschiedliche Dichte des Faserschleiers, die ja zur Klemmstelle hin zunimmt, stellt außerdem unterschiedliche Anforderungen an die jeweilige Verdichtungswirkung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Saugöffnung der bekannten Vorrichtung hinsichtlich des Energiebedarfs sowie der sich in Bewegungsrichtung der Sammelfläche ändernden Anforderungen an die Verdichtungswirkung zu optimieren.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Saugöffnung von einer zunächst konstanten Anfangsbreite zum schmalen Saugschlitz hin sich in einem ersten Verjüngungsbereich schneller und in wenigstens einem zweiten Verjüngungsbereich langsamer verjüngt.

Dort, wo die Einzelfasern von der Auflösewalze abgenommen werden, hat die Saugöffnung zunächst eine konstante Anfangsbreite, die der Arbeitsbreite der Auflösewalze entspricht, jedoch - mit Rücksicht auf den Kraftbedarf - etwa 2 bis 5 mm schmaler seiner darf. Da anschließend zunächst nur wenige Randfasern zur Mitte des Faserverbandes hin zu verdichten sind, kann sich die Saugöffnung in einem ersten Verjüngungsbereich relativ schnell verjüngen, d. h. die Seitenkanten laufen zunächst unter einem relativ großen spitzen Winkel zusammen. Mit zunehmender Verdichtung wird das seitliche Zusammenschieben der Randfasern erschwert, so dass in einem nachfolgenden weiteren Verdichtungsbereich sich die Saugöffnung langsamer verjüngt, d. h. die Seitenkanten unter einem kleineren spitzen Winkel zusammenlaufen. Der strengere erste Verjüngungsbereich führt zudem sehr schnell zu einer kleineren Breite der Saugöffnung, wodurch sich der Luftverbrauch verringert.

Bei einer ersten Ausführung können die Seitenkanten der Saugöffnung zueinander einen sich kontinuierlich verkleinernden Winkel aufweisen. Die Saugöffnung besitzt somit geschwungene Seitenkanten, deren Wirkung sich in Bewegungsrichtung der Sammelfläche abschwächt. Im Bereich kurz hinter der Auflösewalze werden die Einzelfasern betonter zusammengeführt, wobei in Bewegungsrichtung der Sammelfläche die Zusammenführung mehr und mehr abgeschwächt wird. Dabei verkleinert sich die Gesamtoberfläche der Saugöffnung gegenüber einer solchen, bei der die Seitenkanten geradlinig verlaufen. Man kann davon ausgehen, dass im ersten Verjüngungsbereich die kleinere Anzahl von Randfasern der relativ schräg verlaufenden Seitenkanten relativ gut folgen und dass bei einem bereits mehr verdichteten Faserverband die Schräge der Seitenkanten abnehmen muss, weil dann das Verdichten erschwert wird. Es ist günstig, wenn gegen Ende des Verdichtens der Faserverband Zeit hat, sich etwas zu beruhigen. Die Verdichtungswirkung wird somit in Bewegungsrichtung der Sammelfläche kontinuierlich sanfter.

Bei einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass wenigstens eine Seitenkante der Saugöffnung am Übergang vom ersten Verjüngungsbereich zum zweiten Verjüngungsbereich einen Knick aufweist. Hier werden die Randfasern des Faserverbandes zunächst energischer gerafft, während im zweiten Verjüngungsbereich der Faserverband beruhigt wird.

In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass die Saugöffnung zwischen den Seitenkanten in den Verjüngungsbereichen einen unbesaugten inselartigen Mittenbereich aufweist. Durch diese Maßnahme kann der Luftverbrauch besonders niedrig gehalten werden. Trotz des unbesaugten inselartigen Mittenbereiches werden die Einzelfasern dennoch zu einem Faserverband verdichtet, wobei jedoch die besaugte Fläche deutlich verkleinert wird. Selbstverständlich endet der inselartige Mittenbereich im Abstand vor dem die Saugöffnung beendenden schmalen Saugschlitz und ragt auch nicht in den Bereich der konstanten Anfangsbreite.

In Ausgestaltung der Erfindung ist der schmale Saugschlitz am Ende der Saugöffnung mit zueinander parallelen, in Bewegungsrichtung der Sammelfläche verlaufenden Seitenkanten versehen. Im Bereich des Saugschlitzes gibt es somit praktisch keine Verdichtung mehr, allenfalls in einer ganz leichten Andeutung. Da die schräg zur Bewegungsrichtung der Sammelfläche verlaufenden Seitenkanten den Randfasern einen leichten Falschdrall erteilen, wird jetzt im Bereich des Saugschlitzes, wo die Seitenkanten parallel zueinander verlaufen, den Fasern die Möglichkeit gegeben, wieder aus dem Falschdrall herauszukommen. Anderenfalls könnte es zu Störungen kommen, wenn der verdichtete Faserverband in die Dralldüse einläuft. Die genannte Ausgestaltung erlaubt es daher den Fasern, dass sie in einer kurzen Parallelführung der Seitenkanten Zeit erhalten, sich vom Falschdrall zu befreien, so dass am Ende der Saugöffnung der Faserverband aus parallel gerichteten und kaum verdrehten Fasern besteht.

Vorteilhaft ist es, wenn der erste Verjüngungsbereich kürzer als der zweite Verjüngungsbereich ist. Im ersten Verjüngungsbereich wird das seitliche Zusammenschieben des Faserschleiers so stark wie möglich gemacht, mit dem Ziel, die Länge der Saugöffnung möglichst kurz zu halben. Je kürzer die Saugöffnung ist, desto geringer ist der Luftverbrauch.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.

Es zeigen:

Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht durch eine die Erfindung enthaltende Spinnvorrichtung,

Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit einige Bauteile weggelassen sind,

Fig. 3 und 4 zwei unterschiedliche Varianten zum Realisierender erfindungsgemäßen Saugöffnung.

Die Spinnvorrichtung nach Fig. 1 und 2 enthält eine Zuführeinrichtung 1, der wenigstens ein Faserband 2 zugeführt wird. Der Zuführeinrichtung 1 folgt eine Auflöseeinrichtung 3, die das wenigstens eine Faserband 2 zu Einzelfasern 4 auflöst. Die Einzelfasern 4 werden anschließend an eine luftdurchlässige Sammelfläche 5 übergeben, die durch die Außenseite eines in Bewegungsrichtung A umlaufenden Transportbandes 6 gebildet ist. Auf der besaugten Sammelfläche 5 werden die aufgelösten Einzelfasern 4 in Form eines breiten Faserschleiers 7 aufgenommen und in noch zu beschreibender Weise zu einem Faserverband 8 seitlich verdichtet.

Der verdichtete Faserverband 8 wird an einer Klemmstelle 9 durch eine Klemmwalze 10 an die Sammelfläche 5 leicht angedrückt. Unmittelbar danach folgt eine Dralldüse 11, in welcher die Drehung des zu erspinnenden Fadens 12 erzeugt wird. Der Faden 12 wird in Abzugsrichtung B von einem Abzugswalzenpaar 13 abgezogen.

Die Zuführeinrichtung 1 enthält eine Zuführwalze 14, die in Drehrichtung C angetrieben ist. Der Zuführwalze 14 ist ein Zuführtisch 15 zugeordnet, der um eine Schwenkachse 16 verschwenkbar und durch den Druck einer Belastungsfeder 17 gegen die Zuführwalze 14 angedrückt ist. Der Zuführwalze 14 ist ein Einlauftrichter 18 vorgeordnet, der, sofern mehrere Faserbänder 2 zugeführt werden, vorteilhaft mehrere Einlaufkanäle aufweist.

Die Auflöseeinrichtung 3 enthält eine Auflösewalze 19, die gleichsinnig mit der Zuführwalze 14 in Drehrichtung D angetrieben ist. Der Umfang der Auflösewalze 19 weist eine Zahngarnitur 20 auf; deren Zähne an ihren Zahnbrüsten vorteilhaft einen negativen Brustwinkel haben. Die Auflösewalze 19 hat eine Arbeitsbreite, die der Breite des zugeführten Faserbandes 2 oder der zugeführten Faserbänder 2 entspricht.

Im Innern der Auflösewalze 19 befindet sich eine nur angedeutete Saugeinrichtung 21, die an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen ist. Durch eine am Umfang der Auflösewalze 19vorhandene Perforation wird gegen das aufzulösende Faserband 2 ein Saugzug erzeugt (siehe Luftpfeile in Fig. 1), der das Faserband 2 tief in die Zahngarnitur 20 hereinzieht, selbst wenn die Auflösewalze 19 mit relativ geringer Geschwindigkeit von beispielsweise nur 2000 Umdrehungen pro Minute angetrieben ist. Der Saugbereich 22 der Auflösewalze 19 erstreckt sich über einen so großen Winkelbereich, wie die Einzelfasern 4 auf dem Umfang der Auflösewalze 19 transportiert werden sollen.

Die Arbeitsbreite des Transportbandes 6 entspricht der Breite des übernommenen Faserschleiers 7. Das Transportband 6 ist mit einer feinen Perforation versehen, die einen von außen nach innen wirkenden Saugzug zulässt. Vorteilhaft ist das Transportband 6 zu diesem Zwecke als gewebtes Siebband 23 ausgebildet. Der vom Transportband 6 abgedeckte Saugbereich 24 beginnt etwa dort, wo der Saugbereich 22 der Auflösewalze 19 endet. Die dem Saugbereich 24 des Transportbandes 6 zugehörige Saugöffnung 25 weist Seitenkanten 26 und 27 auf, die in Fig. 2 gestrichelt dargestellt sind. Daraus ist ersichtlich, dass sich der Saugbereich 24 in Bewegungsrichtung A des Transportbandes 6 verjüngt. Die Seitenkanten 26 und 27 der Saugöffnung 25 bilden somit Mittel zum Verdichten des Faserschleiers 7 quer zu seiner Bewegungsrichtung, in Verbindung mit dem Unterdruck zu einem luntenähnlichen Faserverband 8.

Die Klemmwalze 10 definiert mit dem Transportband 6 die schon erwähnte Klemmstelle 9 für den verdichteten Faserverband 8. Der Saugbereich 24 hat den zunächst ausgebreiteten Faserschleier 7 quer zu seiner Bewegungsrichtung zu dem Faserverband 8 verdichtet, wie er etwa den Verhältnissen bei einem klassischen Streckwerk entspricht, so dass der verdichtete Faserverband 8 in dieser Form in die Dralldüse 11 einlaufen kann, wie es durch das so genannte Luftspinnen bekannt ist. Danach wird der Faserverband 8 zu einem Faden 12 verdreht.

Das der Dralldüse 11 nachfolgende Abzugswalzenpaar 13 liefert den ersponnenen Faden 12 in Abzugsrichtung B zu einer nicht dargestellten Aufspuleinrichtung, wo der Faden 12 auf eine Kreuzspule aufgewickelt wird.

Die geometrische Anordnung der Spinnvorrichtung ist derart, dass die Sammelfläche 5 des Transportbandes 6 dem Umfang der Auflösewalze 19 so dicht benachbart ist, dass die Einzelfasern 4 am Ende des Saugbereichs 22 der Auflösewalze 19 problemlos als Faserschleier 7 an die Sammelfläche 5 übergeben werden können. Die Umfangsgeschwindigkeit des Transportbandes 6 ist etwas größer, als es der momentanen Geschwindigkeit der ankommenden Einzelfasern 4 entspricht.

Sowohl die Arbeitsbreite der Auflösewalze 19 als auch die luftdurchlässige Arbeitsbreite des Transportbandes 6 sind so gewählt, dass entweder ein relativ breites Faserband 2 oder aber mehrere normale Faserbänder 2 oder auch eine Breitbandvorlage zugeführt werden können. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass der Faserschleier 7 in seiner Breite diejenige Anzahl von Einzelfasern 4 enthält, die in etwa der Anzahl der im Querschnitt des Fadens 12 vorhandenen Fasern entspricht.

Dank ihrer Perforation kann die Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze 19 kleiner sein als bei denjenigen Auflösewalzen, wie sie beispielsweise beim Offenend-Rotorspinnen verwendet werden. Da das Ende des Faserbandes 2, der so genannte Faserbart, tief in die Zahngarnitur 20 hineingezogen wird, erfolgt ein intensives Auskämmen. Wegen des vorzugsweise negativen Brustwinkels der Zähne werden die Einzelfasern 4 am Ende des Saugbereichs 22 sehr schnell an die Sammelfläche 5 übergeben, da ein negativer Brustwinkel das Bestreben hat, die transportierten Einzelfasern 4 nach außen abzugeben.

Die Umfangsgeschwindigkeit des Transportbandes 6 ist, wie bereits erwähnt, etwas größer als die Geschwindigkeit der durch die Auflösewalze 19 beschleunigten Einzelfasern 4. Die Umfangsgeschwindigkeit des Abzugswalzenpaares 13 ist wiederum etwas größer als die Umfangsgeschwindigkeit des Transportbandes 6. Das bedeutet, dass die Einzelfasern 4 während des gesamten Spinnvorganges ständig etwas beschleunigt werden, was einer Parallellage der Einzelfasern 4 zugute kommt.

Der auf der Sammelfläche 5 abgelegte Faserschleier 7 ist mit seiner Anfangsbreite zunächst noch recht breit, wird aber auf dem Transportband 6 durch den sich verjüngenden Saugbereich 24 sukzessive seitlich eingeengt und so weitgehend verdichtet, dass er problemlos in die Dralldüse 11 eintreten kann.

Die Ringbunde 28 und 29, welche die Arbeitsbreite der Auflösewalze 19 seitlich begrenzen, sind so breit ausgeführt, dass das Transportband 6 daran gut abgestützt wird. Der Durchmesser der Ringbunde 28 und 29 ist etwas größer als der Außendurchmesser der Zahngarnitur 20 und weist hierzu einen definierten Abstand auf.

In der Nähe der Dralldüse 11 ist für das Transportband 6 eine in Drehrichtung E angetriebene vordere Umlenkwalze 30 vorgesehen, deren Umfangsgeschwindigkeit geringfügig größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze 19. Im Bereich der Auflösewalze 19 umschlingt das Transportband 6 eine hintere Umlenkwalze 31.

Dem Transportband 6 ist ein Saugkasten 32 zugeordnet, der die Saugöffnung 25 enthält und hierfür die Seitenkanten 26 und 27 aufweist. Der Saugkasten 32 ist über einen Unterdruckanschluss 33 an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.

Die Seitenkanten 26 und 27 der Saugöffnung 25 laufen derart V-artig aufeinander zu, dass beide Seitenkanten 26, 27 einen spitzen Winkel zueinander aufweisen. Die Anfangsbreite a der Saugöffnung 25 definiert die Arbeitsbreite des Transportbandes 6 bzw. der Sammelfläche 5 und entspricht zunächst der Breite des von der Auflösewalze 19 abgenommenen Faserschleiers 7. Der Endbereich der Saugöffnung 25 ist nur noch ein relativ schmaler Saugschlitz 34, der an den zu verdichtenden Faserverband 8 angepasst ist.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, verlaufen die Seitenkanten 26 und 27 symmetrisch zu einer gedachten Mittellinie der Saugöffnung 25. Von einer im Bereich der Auflösewalze 19 zunächst konstanten Anfangsbreite a verjüngt sich die Saugöffnung 25 zum schmalen Saugschlitz 34 hin. Diese Verjüngung ist in einem ersten Verjüngungsbereich 35 schneller als in einem zweiten Verjüngungsbereich 36. Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 ist dabei vorgesehen, dass die Seitenkanten 26 und 27 zueinander einen sich kontinuierlich verkleinernden spitzen Winkel aufweisen. Die Seitenkanten 26 und 27 sind somit als geschwungene Raffkanten ausgeführt. Im ersten Verjüngungsbereich 35 können die relativ wenigen Fasern des Faserverbandes 8 den hier noch relativ steilen Seitenkanten 26 und 27 besser folgen als am Endbereich der Saugöffnung 25, wo die Seitenkanten 26 und 27 bereits annähernd parallel zur Bewegungsrichtung A des Transportbandes 6 verlaufen. Dies ist günstig, damit gegen Ende des Zusammenraffens sich der Faserverband 8 etwas beruhigt. Bei der Kontur der Saugöffnung 25 gemäß Fig. 2 wird somit das seitliche Zusammenfassen des Faserverbandes 8 kontinuierlich sanfter.

An ihrem Ende geht die Saugöffnung 25, wie ebenfalls aus Fig. 2 ersichtlich, in einen relativ schmalen Saugschlitz 34 über. Auf Grund der hier weitgehend parallel zueinander verlaufenden Seitenkanten 26 und 27 gibt es in diesem Bereich kein seitliches Verdichten mehr. Dadurch wird den Fasern des verdichteten Faserverbandes 8 die Möglichkeit gegeben, aus dem Falschdrall herauszukommen, der naturgemäß auf Grund der schräg zur Bewegungsrichtung A der Sammelfläche 5 verlaufenden Seitenkanten 26 und 27 entstanden ist: Beim Auflösen des Falschdralles müssen sich die Fasern gegeneinander etwas verdrehen, und zum Vermeiden von Störungen ist es daher günstig, wenn die Seitenkanten 26 und 27 vor Erreichen der Klemmstelle 9 eine kurze Parallelführung aufweisen.

Es hat sich als günstig herausgestellt, wenn der Saugschlitz 34 im Bereich der Klemmstelle 9 eine Breite von 2 bis 4 mm aufweist. Die Anfangsbreite a des Faserschleiers 7 betrug demgegenüber, wie auch die luftdurchlässige Arbeitsbreite des Transportbandes 6, etwa 25 bis 30 mm. Zweckmäßig ist es dabei, wenn das Transportband 6 etwas breiter ausgeführt wird, als es der luftdurchlässigen Arbeitsbreite entspricht, beispielsweise 50 bis 65 mm. Man erhält dann beidseits des perforierten Mittenbereiches seitliche luftundurchlässige Ränder, die gegebenenfalls verstärkt sein können, damit sie an den Ringbunden 28 und 29 der Auflösewalze 19 besser geführt werden können. Dies ist in Fig. 2 durch einen Rand 37 angedeutet.

Anstelle eines Siebbandes 23 kann vorgesehen sein, dass das Transportband 6 im Prinzip eine Kunststofffolie ist, in welche die Perforation durch Lasern oder dgl. eingearbeitet wurde.

Nachfolgend werden zwei von der Ausgestaltung nach Fig. 2 abweichende Saugöffnungen 25 anhand von Fig. 3 und 4 beschrieben. Man erkennt jeweils den angedeuteten Saugkasten 32 mit einer darin angebrachten Saugöffnung 25, die eine Anfangsbreite a aufweist und sich zu einem schmalen Saugschlitz 34 hin verjüngt. Die beiden aufeinanderfolgenden Verjüngungsbereiche sind wieder mit den Bezugsziffern 35 und 36 angegeben.

Gemäß Fig. 3 ist vorgesehen, dass die Seitenkanten 26 und 27 der Saugöffnung 25 am Übergang vom ersten Verjüngungsbereich 35 zum zweiten Verjüngungsbereich 36 einen Knick 38 aufweisen. Somit werden die Randfasern des Faserschleiers 7 im ersten Verjüngungsbereich 35 energischer gerafft, während im zweiten Verjüngungsbereich 36 sich der Faserverband 8 beruhigt. Man erkennt auch, dass der erste Verjüngungsbereich 35 kürzer ist als der zweite Verjüngungsbereich 36. Dies führt zum einen zu einer Verkleinerung der Gesamtoberfläche der Saugöffnung 25 und somit zu einem verringerten Luftverbrauch, während zum anderen die Seitenkanten 26 und 27 an die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Verdichtungswirkung angepasst sind.

Gemäß Fig. 4 weist die Saugöffnung 25 zwischen den Seitenkanten 26 und 27 in den Verjüngungsbereichen 35, 36 einen unbesaugten inselartigen Mittenbereich 39 auf. Durch die rautenförmige Form des inselartigen Mittenbereiches 39 ist die Verjüngung im ersten Verjüngungsbereich 35 schneller als im zweiten Verjüngungsbereich 36. Trotz des unbesaugten Mittenbereiches 39 werden die Fasern dennoch verdichtet, da ja der Bereich der Randfasern des Faserverbandes 8 durchgehend besaugt ist. Die Gesamtfläche der Saugöffnung 25 wird jedoch deutlich kleiner, was hinsichtlich des Energiebedarfes günstig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnvorrichtung mit einer Auflösewalze zum Auflösen wenigstens eines Faserbandes zu Einzelfasern, mit einer in unmittelbarer Nähe der Auflösewalze angeordneten und in Bewegungsrichtung der Einzelfasern angetriebenen luftdurchlässigen Sammelfläche zum Übernehmen der Einzelfasern in Form eines Faserschleiers, mit einer von der Sammelfläche abgedeckten und mittels zweier Seitenkanten von einer der Breite des Faserschleiers entsprechenden Anfangsbreite zu einem schmalen Saugschlitz in Bewegungsrichtung der Sammelfläche sich verjüngenden Saugöffnung zum Verdichten des Faserschleiers zu einem schmalen Faserverband, mit einer am Endbereich der Saugöffnung vorgesehenen Klemmstelle zum Klemmen des verdichteten Faserverbandes sowie mit einer der Klemmstelle folgenden Dralldüse zum Drehen des Faserverbandes zu einem Faden, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (25) von einer zunächst konstanten Anfangsbreite (a) zum schmalen Saugschlitz (34) hin sich in einem ersten Verjüngungsbereich (35) schneller und in wenigstens einem zweiten Verjüngungsbereich (36) langsamer verjüngt.
  2. 2. Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (26, 27) der Saugöffnung (25) zueinander einen sich kontinuierlich verkleinernden Winkel aufweisen.
  3. 3. Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Seitenkante (26, 27) der Saugöffnung (25) am Übergang vom ersten Verjüngungsbereich (35) zum zweiten Verjüngungsbereich (36) einen Knick (38) aufweist.
  4. 4. Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugöffnung (25) zwischen den Seitenkanten (26, 27) in den Verjüngungsbereichen (35, 36) einen unbesaugten inselartigen Mittenbereich (39) aufweist.
  5. 5. Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der schmale Saugschlitz (34) am Ende der Saugöffnung (25) mit zueinander parallelen, in Bewegungsrichtung (A) der Sammelfläche (5) verlaufenden Seitenkanten (26, 27) versehen ist.
  6. 6. Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenkanten (26, 27) symmetrisch zu einer gedachten Mittellinie der Saugöffnung (25) verlaufen.
  7. 7. Spinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verjüngungsbereich (35) kürzer als der zweite Verjüngungsbereich (36) ist.






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