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Dokumentenidentifikation DE69713583T2 13.02.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0894241
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR CHARAKTERISIERUNG VON GEKRÄUSELTEM FASERMATERIAL
Anmelder Honeywell International Inc., Morristown, N.J., US
Erfinder WU, Yejia, Midlothian, US;
LEONCAVALLO, Jr., Nicholas, Irmo, US;
TAM, Yiu-Tai, Thomas, Richmond, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69713583
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.04.1997
EP-Aktenzeichen 979186954
WO-Anmeldetag 17.04.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/06411
WO-Veröffentlichungsnummer 0009740341
WO-Veröffentlichungsdatum 30.10.1997
EP-Offenlegungsdatum 03.02.1999
EP date of grant 26.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.2003
IPC-Hauptklasse G01B 11/30
IPC-Nebenklasse G01N 21/89   D02G 1/00   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK 1. Technisches Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Messen von Kräuselungseigenschaften von Fasern, insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Charakterisierung von Fasern in einem sich bewegenden, gekräuselten Werg.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Gefertigte oder synthetische Spinnfäden werden üblicherweise in ein Werg gekräuselt, bevor sie zur weiteren Verarbeitung zu verschiedenen Verwendungen, wie beispielsweise als raue Barchenten, Vorgarne oder Garne, in Stapel geschnitten werden. Die Fasern werden üblicherweise gekräuselt, indem man die Fasern durch eine Kräuselungsvorrichtung laufen lässt, um Wellen oder Kräuselungen zu erzeugen. Die Qualität gefertigter Fasern wird oft duch Kräuselungseigenschaften gemessen, wie beispielsweise die Kräuselungsgleichförmigkeit, die Anzahl der Kräuselungen je Zoll, die Kräuselungsfrequenz, etc. Bis vor kurzem wurden die Kräuselungseigenschaften durch manuelle Untersuchung eines abgetrennten Faserteils gemessen, beispielsweise durch Zählen der Anzahl von Kräuselungen je Längeneinheit.

Daraus folgt, dass automatisierte Systeme zur Messung der Kräuselungseigenschaften die Geschwindigkeit und Genauigkeit beim Charakterisieren der Fasern erheblich verbessern würden, wobei sie Online-Anpassungen des Produktionsprozesses und die Spezifikationen entsprechende Produktion von Faserstapeln ermöglichen würden.

Es wurden bereits verschiedene Arten automatisierter Systeme zur Messung der Kräuselungseigenschaften vorgeschlagen. Die Systeme umfassen allgemein eine Lichtquelle zur Beleuchtung des gekräuselten Wergs, ein photographisches Element zur Aufnahme eines Bildes eines Teils des gekräuselten Wergs, Schaltungen zur Verarbeitung des aufgenommenen Bildes und eine Anzeige zum Anzeigen der gemessenen Kräuselungseigenschaften.

Eine Systemart setzt eine herkömmliche TV-Kamera ein, um das Bild des sich bewegenden, gekräuselten Wergs aufzunehmen. Es versteht sich für den Fachmann, dass eine TV-Kamera ein Bildmuster aufnimmt und das Bild in elektrische Ladungen umwandelt, die den Helligkeitspegeln des sich bewegenden, gekräuselten Wergs entsprechen. Die Ladungen werden in Reihenfolge der Bildelemente in ein Videosignal konvertiert. Die Bildelemente werden auf einem Monitor als Rasterabtastung mit Zeilensprung dargestellt, z. B. werden die Bildelemente horizontal von oben nach unten überstrichen. Bei der Zeilensprungabtastung werden zwei Halbbilder verwendet.

Nach Abschluss der ersten Halbbildabtastung von oben nach unten wird der Strahl ausgetastet, während er nach oben zurückkehrt, von wo der Vorgang wiederholt wird, um eine zweite Halbbildabtastung bereitzustellen. Aufgrund der halbzeiligen Verschiebung für den Beginn des Strahlrücklaufs zur Oberseite des Rasters und für den Beginn des zweiten Halbbilds liegen die Zeilen des zweiten Halbbilds zwischen den Zeilen des ersten Halbbilds. Daher sind die Zeilen der beiden zeilensprungartig ineinander verwoben. Die zwei Zeilensprunghalbbilder bilden ein einzelnes Videorasterbild.

Bei der Verwendung einer herkömmlichen TV-Kamera besteht ein Problem bei der Aufnahme von sich bewegendem, gekräuseltem Werg. Das aufgenommene Bild ist keine wahre Wiedergabe des tatsächlichen Bildes, weil sich das Werg bewegt. Die zwei Halbbilder, die zeilensprungartig ineinander verwoben werden, werden von zwei verschiedenen Bereichen des Wergs erhalten. Im Verlauf der Zeit, während der der Strahl zur Oberseite des Rasters zurückkehrt, um das Abtasten des zweiten Halbbildes zu beginnen, hat sich das Werg bewegt und es wird ein anderer Teil des Wergs abgetastet. Daher weichen gemessene Resultate, die von den zeilensprungartig verwobenen Bildern abgeleitet werden, von den wahren Bildern ab.

Ein üblicher Ansatz, um dem obigen, mit der Verwendung einer herkömmlichen TV-Kamera verknüpften Problem zu begegnen, ist die Verwendung eines synchronisierten, Blitzsystems. Eine stroboskopartige Lichtquelle emittiert einen Lichtimpuls, der die Ansicht einer anscheinend gestoppten Bewegung des sich bewegenden, gekräuselten Wergs erzeugt. Die Kamera ist so synchronisiert, dass sie einen Schnappschuss des sich bewegenden, gekräuselten Wergs aufnimmt, wenn der Lichtimpuls ausgesendet wird. Ein synchronisiertes Blitzsystem friert das sich bewegende, gekräuselte Werg effektiv ein und die zwei zeilensprungartig verwobenen Halbbilder erzeugen kein fehlerhaftes Bild wie bei der Verwendung eines nicht blitzweise beleuchtenden Systems. Es ist jedoch fortgeschrittene Elektronik zur Synchronisierungssteuerung erforderlich. Um bei der Verwendung eines synchronisierten Blitzsystems außerdem die gesamte Breite des sich bewegenden Wergs abzudecken, kann eine Bewegung der fokussierten Blitzlichtquelle und/oder der Kamera notwendig sein und Positioniermechanismen wie beispielsweise Schrittmotoren und Steuerungen sind darin eingebunden. Falls eine Licht- oder Kamerabewegung erforderlich ist, wird zusätzliche Zeit benötigt, um die Vorrichtungen zu positionieren, wodurch On-line- oder Echtzeitmessungen und/oder Vorrichtungseinstellungen schwierig, wenn nicht unmöglich werden. Beispiele von blitzbasierten Vorrichtungen zur Messung von Kräuselungseigenschaften von Fasern in einem sich bewegenden, gekräuselten Werg sind in den US-Patenten Nr. 4.737.846, 4.415.926, 4.232.336 und 4.240.110 und der WO-A-92/02001 offenbart.

Außerdem beschreibt die US-A-4.698.674 die Halbbildzerlegung von Zeilensprungvideobildern zur Speicherung der Fernsehkameraausgabe in einem Speicher.

Es besteht daher Bedarf für eine Vorrichtung, die ein kontinuierliches oder nicht blitzweise beleuchtendes System zur Aufnahme von Bildern eines sich bewegenden, gekräuselten Wergs verwendet, das die obigen Probleme nicht aufweist und außerdem zu On-line- oder Echtzeitmessungen und/oder Systemeinstellungen in der Lage ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine in Anspruch 1 definierte Vorrichtung und ein in Anspruch 10 definiertes Verfahren zum Messen von Kräuselungseigenschaften von Fasern in einem sich bewegenden, gekräuselten Werg, wobei eine Kamera verwendet wird, um ein Videobild des sich bewegenden, gekräuselten Wergs aufzunehmen. Eine Dauerlichtquelle beleuchtet das gekräuselte Werg, während die Kamera das Bild aufnimmt. Ein Prozessor und seine zugehörige Software zerlegen das aufgenommene Zeilensprungbild in zwei zeilensprunglose Bilder.

Der Prozessor und die gespeicherte Software konvertieren die zwei zeilensprunglosen Bilder in eine Reihe von horizontalen Bändern. Die Bänder werden analysiert, um die Kräuselungseigenschaften des Abschnitts des sich bewegenden, gekräuselten Wergs zu messen, der durch die Bänder wiedergegeben wird. Die gemessenen Resultate können angezeigt und Einstellungen an Peripheriegeräten vorgenommen werden, die ihrerseits den Fertigungsvorgang steuern, um Abweichungen von den durch eine Bedienperson vorgegebenen Spezifikationen zu korrigieren. Der Prozessor und die gespeicherten Programme verarbeiten das zerlegte Bild nach nutzerdefinierten Kategorien und die Frequenz der Kräuselungen, die zu jeder Kategorie gehören, wird auf einem Monitor angezeigt, um es der Bedienperson zu gestatten zu bestimmen, ob das gekräuselte Werg innerhalb der vorbestimmten Spezifikationen liegt.

Ein Verfahren der Erfindung umfasst die Schritte des Aufnehmens eines Videobildes eines gekräuselten Wergs, des Digitalisierens des aufgenommenen Bildes, des Zerlegens des digitalisierten Bildes in zwei Halbbilder und des Verarbeitens der zwei Halbbilder.

Gemäß der vorliegenden Erfindung beinhaltet eine veranschaulichende Vorgehensweise bei dem Schritt des Verarbeitens der zwei Halbbilder das Unterteilen eines der Bilder in eine Reihe von horizontalen Bändern, das Erstellen eines Intensitätsprofils durch Mittelung der Pixelintensität jedes Bandes, das Identifizieren von lokalen Minima und Maxima des Ihtensitätsprofils und die Kennzeichnung eines Maximumms als Kräuselungshöchstwert, wenn die Intensitätsdifferenz zwischen dem Maximum und seinen zwei unmittelbar benachbarten Minima einen durch die Bedienperson vorgegebenen Intensitätsgrenzwert überschreitet, das Berechnen und Speichern der Abstände von benachbarten Kräuselungshöchstwerten für alle Höchstwerte, die in dem obigen Schritt identifiziert werden, und das Gruppieren der Kräuselungshöchstwerte in eine Kräuselungsartkategorie.

Ein bevorzugtes Verfahren umfasst außerdem den Schritt des Übertragens der Messresultate an eine Vielzahl von Peripheriegeräten, die den Fertigungsprozess für das gekräuselte Werg konfigurieren.

Die Vorrichtung und das Verfahren der vorliegenden Erfindung sehen vorteilhafterweise auch bequeme und zuverlässige Mittel zur Überwachung der Qualität eines gekräuselten Wergs vor, um von diesem physische Daten zu erhalten, die während des Fertigungsprozesses als Qualitätskontrollmaß verwendet werden können. Für einen herkömmlichen chargenweisen Fertigungsprozess unterstützt das System auch einen Anfahrmodusprozess zur Minimierung von Produktionsausschuß.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezug auf folgende Zeichnungen beschrieben:

Fig. 1 ist ein Blockdiagramm der Hauptkomponenten für die Messung von Faserkräuselungseigenschaften gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2 ist eine Flussdiagrammdarstellung eines Verfahrens zur Messung von Faserkräuselungseigenschaften gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 ist eine Flussdiagrammdarstellung eines Anfahrmodusprozesses.

Fig. 4 ist eine Flussdiagrammdarstellung eines "Beleuchtungstest"-Verfahrens.

Fig. 5 ist eine Flussdiagrammdarstellung eines Verfahrens einer "normalen Kräuselungsmessung".

Fig. 6a und 6b sind veranschaulichende Monitoranzeigen von repräsentativen Kräuselungskriterien und Systemeinstellungen für eine bevorzugte Kräuselungsmessvorrichtung für manuellen beziehungsweise automatischen Betriebsmodus gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 7a, 7b, 7c, 7d und 7e sind veranschaulichende Einstellanzeigen für den automatischen Betriebsmodus:

Fig. 8 und 9 sind Bildschirmdarstellungen, die veranschaulichende Kräuselungsmessresultate in Text und Graphik zeigen.

Fig. 10 zeigt eine Anzeige veranschaulichender Warnereignisse.

Fig. 11a, 11b, 11c und 11d sind Bildschirmdarstellungen, die veranschaulichende analoge und digitale I/O-Testdiagnostiken für das Kräuselungsmesssystem gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen.

Anhang A listet einen repräsentativen Teil eines gespeicherten Programms einschließlich eines Programms zur Implementierung des in Fig. 2 skizzierten Verfahrens auf.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Ein veranschaulichendes Kräuselungsmesssystem der vorliegenden Erfindung ist ein auf digitaler Bildanalyse beruhendes System zur Charakterisierung von Faserkräuselungen, das die Quantifizierung der Anzahl von Kräuselungen je Längeneinheit und die Kräuselungsgrößenyerteilung eines sich bewegenden, gekräuselten Wergs beinhaltet. Die Messung, die kontaktlos und nicht destruktiv ist, kann otf-line oder online während des Garnfertigungsverfahrens ausgeführt werden, bei dem ein gekräuseltes Werg sich mit hohen Geschwindigkeiten bewegt, beispielsweise um die 1.200 Fuß pro Minute.

Bezug auf Fig. 1 nehmend, umfasst das veranschaulichende Kräuselungsmesssystem gemäß der vorliegenden Erfindung einen Computer 10, einen Einzelbilddigitalisierer 12, einen analogen Videomonitor 14, einen Videosignalumschalter 16 und eine Vielzahl von Videokameras 18, eine I/O- Schnittstelle 20 und Peripheriegeräte 22. Die Peripheriegeräte 22 wnfassen ein Kräuselungseinrichtungssteuergerät 24, einen Wergspannungssensor 26, einen Lichtintensitätsregler 28, einen externen Datenspeicher 30 und eine Audio/Video-Warnvorrichtung 32, ohne aber darauf beschränkt zu sein.

Der Videosignalumschalter 16 kann durch ein RS-232- Kabel 34 mit dem Computer 10 und mit der Vielzahl von Videokameras 18 verbunden werden, um ein Videosignal von der Vielzahl von Videokameras 18, die an verschiedenen Positionen über einem Werg oder an verschiedenen Wergspannstrecken angebracht sein können, zum Computer 10 zu leiten. Die I/O-Schnittstelle 20 ist zur I/O-Kommunikation zwischen dem Computer 10 und den Peripheriegeräten 22 mit den Peripheriegeräten 22 verbunden. Der Einzelbilddigitalisierer 12 ist mit dem analogen Videomonitor 14 und dem Videosignalumschalter 16 verbunden, um Analogsignale zu digitalisieren und die digitalen Daten zum Computer 10 zu leiten.

Der Computer 10 ist vorzugsweise ein IBM- kompatibler PC, der einen Mikroprozessor des Pentium- Typs enthält und in einer Mikrosoft Windows-Umgebung arbeitet. Der Computer 10 beinhaltet Software in Form eines gespeicherten Programms 11 zur Steuerung der Hardwarekomponenten des Systems. Der Videosignalumschalter 16 ist vorzugsweise ein KNOX VIDEO RS 12 · 2- Modell, das in der Lage ist, mit bis zu 12 Videokameras umzugehen. Durch den Computer 10 sendet eine Bedienperson Signale über das RS-232-Kabel 34 zum Videosignalumschalter 16, um selektiv Videosignale von einer der Kameras 18 zu empfangen. Der Auswahlvorgang kann durch ein von Fachleuten üblicherweise benutztes Multiplexschema erfolgen. Die I/O-Schnittstelle 20 besteht aus zwei Datenerfassungskarten, vorzugsweise einer CyberResearch DAS 1601 und einer CYRRDA 06 zur I/O-Kommunikation zwischen dem Computer 10 und den Peripheriegeräten 22. Der Einzelbilddigitalisierer ist vorzugsweise ein Truevision TARGA + 64-Digitalisierer, der ein Videobild in ein zweidimensionales Datenfeld digitalisieren kann.

Die Videokameras 18 sind vorzugsweise Panasonic Modell GP-MF502-Kameras mit elektronischer Verschlussgeschwindigkeitssteuerung. Das von der Kamera 18 aufgenommene Bild ist Bildern ähnlich, die durch herkömmliche Videokameras aufgenommen werden, ein Zeilensprungbild, d. h. eine Zusammensetzung aus zwei (z. B. geraden und ungeraden) Halbbildern. Wie zuvor erläutert kann jedes Halbbild wegen der Bewegung des Wergs einen unterschiedlichen Bereich des gekräuselten Wergs wiedergeben.

Nutzerschnittstellen umfassen eine Hauptschalttafel, eine Anzeige für Messresultate auf dem Computerbildschirm, eine Tastatur oder eine Maus und Auswahlsymbolfelder auf der Computeranzeige, um es der Bedienperson zu gestatten, das Kräuselungsmesssystem wie weiter unten diskutiert zu konfigurieren.

Eine (nicht gezeigte) Lichtquelle ist in der Nähe der Vielzahl Videokameras 18 positioniert, um das sich bewegende, gekräuselte Werg kontinuierlich zu beleuchten, Die Lichtquelle ist vorzugsweise eine Halogenflutlichtlampe mit einer Intensität, die angemessen ist, um die ganze Breite einer Wergstrecke abzudecken. Die Intensität der Lichtquelle kann durch einen Lichtintensitätsregler 28 eingestellt werden, der seinerseits durch den Prozessor 10 und das gespeicherte Programm 11 gesteuert wird. Mindestens eine (nicht gezeigte) Wergspannstrecke ist zur Bewegung des gekräuselten Wergs unter der bichtquelle positioniert. Die veranschaulichenderk Komponenten der Fig. 1 können drei oder mehr Wergstrecken charakterisieren. Die Wergspannstrecke kann stationär sein, bewegt aber vorzugsweise das gekräuselte Werg mit Geschwindigkeiten bis zu ungefähr 1.200 Fuss pro Minute.

Fig. 2 veranschaulicht ein algorithmisches Verfahren des gespeicherten Programms 11 zur Messung der Kräuselungseigenschaften des sich bewegenden, gekräuselten Wergs. Unter Softwaresteuerung wird das sich bewegende Werg kontinuierlich durch die Lichtquelle beleuchtet. Die Videokameras 18 sind vorzugsweise stationär und können zur kontinuierlichen Aufnahme von Bildern des stationären oder sich bewegenden, gekräuselten Wergs aktiviert werden, und Signale, die ausgewählte Bilder von einer der Kameras 18 wiedergeben, werden nach Auswahl durch den Videoumschalter 16 unter Steuerung durch das gespeicherte Programm 11 von dem Computer 10 empfangen.

Das ausgewählte Bild wird durch den Einzelbilddigitalisierer 12 digitalisiert und kann bei Schritt 100 im Computer 10 gespeichert werden. Bei Schritt 105 wird das 'digitalisierte' Bild in seine geraden und ungeraden Halbbilder vor der Zeilensprungverflechtung zerlegt. Der Zerlegungsvorgang wird vorzugsweise durch ein Bildzerlegungsmodul des gespeicherten Programms 11, wie in Tabelle 1 veranschaulichend gezeigt ist, zerlegt.

Field_Decompose Function

Tabelle 1

Die Halbbildzerlegungsfunktion (Field Decompose Function) definiert eine Schleife, die jede der 400 Zeilen der ein Videoeinzelbild bildenden digitalisierten Daten verarbeitet. Die verarbeiteten Zeilen werden abhängig von dem Zählerstand von RowIndex in ein erstes und zweites oder ein gerades und ungerades Halbbild zerlegt. Zeile 400 wird beispielsweise vom Videovollbild getrennt und als Teil des geraden Halbbilds gekennzeichnet, wenn die Identifizierungsnummer des Halbbilds in Zeile 4 von Tabelle 1 gleich 0 gesetzt ist. Die Schritte in der Schleife werden wiederholt, bis alle 400 Zeilen in ein ungerades oder gerades Halbbild getrennt sind.

Bei Schritt 110 wird eine Rauschreduzierung der zerlegten Bilder durch herkömmliche Bildrauschreduzierungstechniken wie beispielsweise die Verwendung eines Filters durchgeführt. Dieser Vorgang ist optional und kann durch die Bedienperson über die Einstellanzeigen der Fig. 6a und 6b deaktiviert werden.

Nach der Zerlegung wird jedes ungerade und gerade Halbbild 200 Zeilen aufweisen. Zum Zweck der Messung der Kräuselungseigenschaften werden die Zeilen in jedem ungeraden und geraden Halbbild in M Bänder zerlegt, die jeweils N Zeilen umfassen. Beim vorliegenden Beispiel ist M auf 50 und N auf vier eingestellt. Jedes zerlegte Bild besitzt somit 200 Zeilen und 50 Bänder mit vier Zeilen in jedem Band.

Bei Schritt 115 wird jedes Band gemittelt, um ein Intensitätsprofil zu bilden, das in einer von 0 (schwarz) bis 255 (weiß) reichenden Graustufenskala dargestellt wird. Schritt 120 lokalisiert ausgehend von den durch die Bedienperson spezifizierten Kräuselungsintensitätsgrenzwerten alle lokalen maximalen und minimalen Kräuselungshöchstwerte des Intensitätsprofils. Ein Kräuselungshöchstwert wird als Maximum gekennzeichnet, wenn der Unterschied zwischen seiner Intensität und der Intensität seiner zwei unmittelbar benachbarten Kräuselungshöchstwerte einen durch die Bedienperson spezifizierten Intensitätsgrenzwert überschreitet. Der Kräuselungsintensitätsgrenzwert wird durch einen mit dem Gewebematerial in Beziehung stehenden optischen Faktor angepasst, der die Absorptions- und Reflexionseigenschaften des Gewebematerials berücksichtigt.

Der Kräuselungsintensitätsgrenzwert wird in das System über eine Kräuselungsmessungs-Einstellanzeige eingegeben, wie sie beispielsweise in Fig. 6a gezeigt ist. Der Kräuselungsintensitätsgrenzwert in Fig. 6a wurde auf acht gesetzt.

Bei Schritt 125 wird die Frequenz benachbarter Kräuselungsmaximalwerte berechnet, wobei Frequenz als das Reziproke des Abstands zwischen zwei benachbarten Maxima definiert ist. Bei Schritt 130 wird jedes Maxima als gültige Kräuselung identifiziert, falls seine zugehörige Frequenz innerhalb eines durch den Nutzer spezifizierten Bereichs liegt.

Jede Kräuselung wird in eine der drei vordefinierten Kategorien eingruppiert, die Mikro, Normal und Groß umfassen. Die Gruppierung wird auf Basis eines CPI-Bereichs für jede der drei Kategorien ermittelt, der durch die Bedienperson über eine der in den Fig. 6a und 6b dargestellten Systemmesseinstellanzeigen spezifiziert wird. Als Beispiel wird in den Fig. 6a und 6b eine Kräuselung in die Kategorie Mikro, Normal oder Groß eingeordnet, wenn der CPI- Parameter größer oder gleich 16, 8 oder 4 ist.

Für die gemessenen Resultate wird eine statistische Analyse durchgeführt, um Parameter wie beispielsweise einen mittleren CPI und den Prozentsatz der von den Kräuselungen jeder Kategorie eingenommenen Fläche zu bestimmen. Die statistische Analyse wird auf dem Computerbildschirm angezeigt, um die Bedienperson in die Lage zu versetzen, die Daten wie weiter unten erläutert zu betrachten.

Die Schritte 115 bis 130 werden für jedes Band wiederholt, bis alle Bildzeilen eines der zerlegten Bilder analysiert wurden (135). Dann werden beim Analysieren der Kräuselungseigenschaften des zweiten zeilensprunglosen Bildes (140) die Schritte 115 bis 130 durchgeführt.

Um Bilder aufzunehmen, die die ganze Breite des gekräuselten Wergs wiedergeben, die üblicherweise etwa vier Zoll oder mehr beträgt, kann mehr als eine Kamera verwendet werden. Bei der vorliegenden veranschaulichenden Ausführungsform werden drei Kameras für jede Wergstrecke benutzt. Beim Analysieren der durch die anderen Kameras aufgenommenen Bilder wird den gleichen Schritten 100 bis 140 von Fig. 2 gefolgt, um die Kräuselungsstatistiken für die ganze Breite des sich bewegenden, gekräuselten Wergs zu erhalten. Die Daten von allen drei Kameras 18 werden gemittelt, um die Gesamtresultate der Kräuselungsmessung zu erhalten. Diese Resultate werden zusammen mit anderen Resultaten der statistischen Analyse auf dem Computerbildschirm angezeigt, um es der Bedienperson zu gestatten, die Kräuselungseigenschaften des gekräuselten Wergs zu untersuchen.

Die Fig. 8 und 9 sind exemplarische Bildschirmdarstellungen von Resultaten der Kräuselungsmessung. Fig. 8 gibt an, dass der mittlere CPI 9,8 für das gesamte Werg ist und 22,6, 11,2 und 6,2 für die Kräuselungen, die den Kategorien Mikro, Normal beziehungsweise Groß zugewiesen sind. Fig. 8 zeigt außerdem an, dass der Prozentsatz der Wergfläche, die durch messbare Kräuselung belegt ist, 69,8% beträgt und dass 3,0%, 40,5% und 26.3% der Fläche durch Werg bedeckt ist, das in die Kategorien Mikro, Normal beziehungsweise Groß eingeordnet ist. Die Bildschirmdarstellung von Fig. 8 umfasst außerdem ein Hauptbedienfeld der Benutzerschnittstelle auf der rechten Seite zur Steuerung des Kräuselungsmesssystems und zur Einstellung der Systemparameter.

Fig. 9 gibt die On-line-Kräuselungsverteilungsstatistiken für ein gekräuseltes Werg an. Diese Verteilungsstatistiken ändern sich, wenn der Kräuselungsmessprozess fortschreitet, um die Bedienperson in die Lage zu versetzen, die Kräuselungsmessungen des sich bewegenden, gekräuselten Wergs kontinuierlich zu überwachen. Der Bildschirm für die On-line-Kräuselungsverteilung gibt zusammen mit anderen Daten auch den gleitenden Kräuselungsdurchschnitt (mAvg), den Prozentsatz an Fläche, die durch Kräuselung in jeder der drei Kategorien belegt wird, und die von der Kräuselung belegte Gesamtfläche an.

Die Bedienperson kann durch Betrachten der gemessenen Resultate die Peripheriegeräte 22 über die I/O-Schnittstelle 20 anweisen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Fertigungsprozess des gekräuselten Wergs an die richtigen Produkt- und Prozessspezifikationen anzupassen. Die Bedienperson kann zum Beispiel das Steuergerät 24 für die Kräuselungseinrichtung instruieren, die Kräuselungsmenge zu erhöhen oder zu vermindern oder den Fertigungsprozess zu rekonfigurieren, um die Anzahl der in die Kategorie Mikro, Normal oder Groß eingeteilten Kräuselungen abhängig von der ins Auge gefassten Verwendung des gekräuselten Wergs neu zuzuordnen.

Mit Bezug auf die in den Fig. 6a und 6b dargestellten Systemmesseinstellanzeigen kann die Bedienperson entweder manuell oder automatisch als Betriebsmodus auswählen, wie in der linken oberen Seite der Fig. 6a und 6b gezeigt ist. In Fig. 6a ist der manuelle Betriebsmodus ausgewählt und in Fig. 6b wurde der automatische Betriebsmodus ausgewählt. Mit Hilfe der in den Fig. 6a und 6b dargestellten Einstellanzeigen können andere Anfangseinstellungen oder Anpassungen für das Kräuselungsmesssystem vorgenommen werden. Beispielsweise können Parameteranpassungen oder -einstellungen für die Bildauflösung, die Bandgröße, den Kräuselungsintensitätsgrenzwert, den gültigen Bereich für die Kräuselungen pro Zoll (CPI), den Gesamt-CPI- Sollwert, die CPI-Toleranzen, die Wergspannstreckeriauswahl und die Kameraauswahl, die Kräuselungsarten und -spezifikationen und die Bildvorverarbeitungskonfiguration vorgenommen werden.

Auf der linken unteren Seite der Fig. 6a und 6b kann die Bedienperson auswählen, ob eine Glättung auf das aufgenommene Bild angewandt wird, bevor es verarbeitet wird. Falls die Glättung ausgewählt wird, dann wird jedes ungerade und gerade Bild durch ein Filter geleitet, um eine Rauschreduzierung des Bildes wie oben erläutert durchzuführen. Die Menge der Bildzeilen, die ein Band bilden, wird ebenso in der gleichen mit "Bildvorverarbeitung" gekennzeichneten Box ausgewählt. In Fig. 6a ist die ausgewählte Bandgröße acht und in Fig. 6b ist die ausgewählte Bandgröße vier.

In der in Fig. 6b dargestellten Systemmesseinstellanzeige, in der der Automatikmodus ausgewählt wurde, ist die Anzahl der Wergspannstrecken, die zur Messung ausgewählt wurden, drei. Die Anzahl der Kameras, die für jede Wergspannstrecke ausgewählt wurden, ist ebenso drei. Direkt unter der Auswahl für die Anzahl der Wergspannstrecken und Kameras für jede Wergspannstrecke befindet sich eine Benutzerschnittstelle für den Zugriff auf die in den Fig. 7a-7e gezeigten Systemeinstellanzeigen für den automatischen Betriebsmodus.

Durch Auswahl des mit "Allgemein" gekennzeichneten Quadrats wird auf die in Fig. 7a dargestellte Einstellanzeige Allgemeine Einstellung für Automatikmodus zugegriffen. Diese Einstellanzeige gestattet es der Bedienperson, die allgemeinen Systemeinstellungen und verschiedene Parameter einzustellen, wie beispielsweise die Abtastrate, die Anzahl der Bilder, die auf dem Bildschirm behalten werden, die Anzahl der Datenpunkte für den gleitenden Durchschnitt, die Bildauflösung, den Wergspannungseinstellfaktor, den Kräuselungsintensitätsgrenzwert, den faseroptischen Einstellfaktor, die mittlere Bildintensität, den Toleranzfaktor und die Bildintensität ohne Werg.

Durch Auswahl des mit "Alias" in Fig. 6b gekennzeichneten Quadrats wird auf die in Fig. 7b dargestellte Einstellanzeige Gemeinsamer Name zugegriffen. Diese Einstellanzeige gestattet es der Bedienperson, einen kurzen und langen Namen für jede Wergspannstreckehinweg und für jede über die Breite der Wergspannstrecken hinweg positionierte Kamera vorzusehen. Wie in Fig. 7b zu sehen ist, sind die kurzen und langen gemeinsamen Namen für die Wergspannstrecken 0, 1 und 2 beziehungsweise ts800, ts801 und ts802. Die kurzen und langen gemeinsamen Namen für die drei Kameras sind R, C und L beziehungsweise Rechts, Mitte und Links.

Durch Auswahl des mit "Trend" in Fig. 6b gekennzeichneten Quadrats wird auf die in Fig. 7c dargestellte Einstellanzeige Trendfenster zugegriffen. Diese Einstellanzeige gestattet es der Bedienperson, die Parameter auszuwählen, die sie während der normalen Messung angezeigt haben möchte. Die ausgewählten Parameter werden auf einem On-line- Kräuselungstrendfenster angezeigt, wie beispielsweise dem in Fig. 9 gezeigten. Durch Verwendung der Einstellanzeige Trendfenster kann die Bedienperson die Bereiche für den Gesamt-CPI-Parameter, den Prozentsatz der durch den Gesamt-CPI eingenommenen Fläche und den Prozentsatz der durch Kräuselungen in den Kategorien Mikro, Normal und Groß eingenommenen Fläche anzuzeigen.

Durch Auswahl des mit "I/O" in Fig. 6b gekennzeichneten Quadrats wird auf die in Fig. 7d dargestellte Einstellanzeige I/O-Nutzung zugegriffen. Die Anzeige von Fig. 7d gestattet es der Bedienperson, manuell jede Wergspannstrecke, den Anfahrprozess, den Warnung vor schlechtem Werg, die Spezifikationswarnung, die Beleuchtung, die Wergspannung zu aktivieren und deaktivieren und den Bereich für den globalen CPI und andere Parameter einzustellen. Auf der rechten Seite von Fig. 7d kann die Bedienperson die Systemfehlfunktionswarnung aktivieren und entweder einen digitalen oder analogen Diagnosetest für jede Datenerfassungskarte durchführen.

Durch Auswahl des mit "Anfahren" in Fig. 6b gekennzeichneten Quadrats wird auf die in Fig. 7e dargestellte Einstellanzeige Anfahren zugegriffen. Diese Einstellanzeige gestattet es der Bedienperson, einen Anfangsmodusprozess zu konfigurieren, ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Vorrichtung, das unten beschrieben wird. Durch Fig. 7e kann die Bedienperson die Bildauflösung, die Bandgröße, den Kräuselungsintensitätsgrenzwert, den messbaren Mindestbereich, den Bereich gültiger Kräuselung und andere Parameter des Anfahrmodusprozesses einstellen.

Der Anfahrmodusprozess ist in Fig. 3 gezeigt. Der Anfahrmodusprozess ist besonders vorteilhaft, wenn er zusammen mit chargenweiser Faserverarbeitung verwendet wird, d. h. die Stapelfasern werden in Chargen bereitgestellt und sind nach bestimmten Längen unterbrochen. Die Fasereigenschaften des Anfangsabschnitts jeder Charge sind üblicherweise "uncharakteristisch" oder anders als der Rest der Charge. Dies ist so vor allem aufgrund der losen Enden vom Schneiden und aufgrund anderer Deformitäten. Die uncharakteristischen Aufangsabschnitte werden üblicherweise abgeschnitten und entsorgt.

Der Anfahrmodus wird dazu verwendet, die Anfangsabschnitte jeder Charge zu überwachen und die Bedienperson zu warnen, wenn das gekräuselte Werg den "charakteristischen" Abschnitt der Charge erreicht, worauf die Bedienperson den "uncharakteristischen" Anfangsabschnitt abschneidet und verwirft. Der Anfahrprozess reduziert den Ausschuss infolge des unnötigen Verwerfens von zu viel Masse eines Anfangsabschnitts und sorgt für gleichförmigere Eigenschaften in jedem Stapel. Der Anfahrmodus verhindert auch die mögliche Verfälschung von Daten durch die Verhinderung der Einbeziehung von Messungen der Kräuselungseigenschaften vom Anfang des gekräuselten Wergs in den Hauptteil des Wergs. Der Anfahrmodus aktiviert einen Alarm, wenn das gute Werg in direkter Sicht von mindestens einer Kamera 18 positioniert ist, die zur Abbildung der Breite des sich bewegenden, gekräuselten Wergs eingerichtet ist.

Bezug auf Fig. 3 nehmend wird das Kräuselungsmesssystem aktiviert, indem die Dauerlichtquelle angeschaltet wird (300a), die Spannstreckenidentifizierung eingestellt und das Warnlicht für schlechtes Werg angeschaltet wird (300b), um den Beginn einer Charge anzuzeigen, ein Anfahrvideokanal ausgewählt wird (300c), der eine separate Kamera sein kann, die speziell angeordnet ist, um Anfahrbilder aufzunehmen, der Zeitzähler für gutes Werg und der Abbrechzeitzähler gesetzt werden (300d) und das Trendfenster vorbereitet wird (300e).

Ein Abbruchzeitzähler wird dazu verwendet, eine Zeit einzustellen, innerhalb der der Anfahrprozess abzuschließen ist. Der Zähler wird aktualisiert (305) und überprüft, um zu ermitteln, ob die voreingestellte Zeit erreicht ist (310). Nach Erreichen der Abbruchzeit wird der Anfahrmodus beendet. Die Beleuchtung wird abgeschaltet (315a), das Warnlicht für schlechtes Werg abgeschaltet (315b) und die normale Messung aufgenommen (315c).

Innerhalb der Abbruchzeit werden Bilder des sich bewegenden, gekräuselten Wergs unter Verwendung der Anfahrkamera (320) aufgenommen. Die aufgenommenen Bilder werden auf dem Bildschirm (325) angezeigt. Der Parameter Kräuselung pro Zoll (CPI) wird gemessen und aufgezeichnet (330) und das Trendfenster aktualisiert (335).

Die Beleuchtung wird durch den Computer 10 geprüft, um zu ermitteln, ob die mittlere Bildintensität innerhalb der Spezifikationen liegt (340). Falls die Beleuchtung den Spezifikationen der Bedienperson nicht genügt, wird sie durch Erhöhen oder Erniedrigen der Spannung für die Dauerlichtquelle angepasst, um die Bildintensität zu erhöhen oder zu erniedrigen (405). Falls die Spannung für die Lichtquelle überschritten wird (410), wird eine Systemwarnung geprüft (415) und bei den folgenden Schritten eine Warnung aktiviert. Eine Warn-/Ereignismeldung wird auf dem Computerbildschirm angezeigt (420), um der Bedienperson Beleuchtungs- oder andere Systemprobleme anzuzeigen. Ein Bildschirm, der ein Warn-/Ereignismeldungsfenster anzeigt, ist in Fig. 13 gezeigt.

Ein Systemwarnlicht kann angeschaltet werden (430), wenn eine Systemwarnung-I/O aktiviert wurde, wie es durch Schritt (425) ermittelt wird. Die Systemwarnung I/O wird durch die in Fig. 7d dargestellte Systemeinstellungsanzeige aktiviert.

Falls die Beleuchtung den Spezifikationen der Bedienperson genügt, kehrt das Verfahren zu Schritt 345 von Fig. 3 zurück. Bei Schritt 345 prüft die Software, ob der gemessene Bereich des gekräuselten Wergs innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt. Falls das nicht der Fall ist, kehrt das Verfahren zu Schritt 305 zurück und der Abbruchzeitzähler wird aktualisiert. Falls die Software bei Schritt 345 ermittelt, dass der gemessene Bereich des gekräuselten Wergs innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt, hat sich der uncharakteristische Anfangsabschnitt des Wergs wahrscheinlich durch das System hindurch bewegt.

Bei Schritt 350 prüft das gespeicherte Programm 11, ob der CPI-Parameter des gekräuselten Wergs innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt. Falls der CPI-Parameter innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt, wird der Zähler für gutes Werg aktualisiert (355). Der Zähler für gutes Werg wird daraufhin überprüft, ob der Zählerstand für gutes Werg erreicht wurde (360). Falls der Zähler für gutes Werg den Zählerstand für gutes Werg erreicht hat, kehrt das Verfahren zu Schritt 315 zurück, um den besonderen Anfahrmodus zu beenden. Der besondere Anfahrmodus wird beendet, indem die Beleuchtung ausgeschaltet wird (315a), das Warnlicht für schlechtes Werg ausgeschaltet wird, um der Bedienperson anzuzeigen, dass das gute Werg erreicht ist (315b), und die normale Kräuselungseigenschaftsmessung aufgenommen wird (315c).

Falls bei Schritt 350 der CPI-Parameter nicht innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt, wird der Zähler für gutes Werg zurückgesetzt (365) und der Anfahrprozess kehrt zu Schritt 305 zurück, wo der Abbruchzeitzähler aktualisiert wird. Falls der Zählerstand für gutes Werg nicht erreicht wurde, kehrt der Prozess auf ähnliche Weise zu Schritt 305 zurück. Der Anfahrprozess läuft weiter, bis bei Schritt 350 für den CPI-Parameter ermittelt wird, dass er innerhalb der Spezifikationen der Bedienperson liegt und bei Schritt 360 der Zählerstand für gutes Werg erreicht wurde.

Die Wechselwirkung zwischen der Software, den Hardwarekomponenten und den Statusprüfungen während des normalen Messmodus werden durch das Flussdiagramm der Fig. 5 dargestellt. Die Schritte 500 und 505 bestimmen, ob der Anfahrauslöser ausgelöst wurde, um in den Anfahrprozess umzuschalten, der durch das Flussdiagramm der Fig. 3 dargestellt wird. Falls der Anfahrauslöser ausgelöst wurde, wie beispielsweise bei einem chargenweisen Verarbeiten, wird die normale Messung verschoben und das System fährt mit dem Anfahrprozess fort.

Im normalen Messmodus ermitteln der Computer 10 und das zugehörige Programm 11, ob die Kamera 18 aktiviert ist, um Bilder des sich bewegenden, gekräuselten Wergs aufzunehmen. Das System verwendet vorzugsweise drei über die Breite des sich bewegenden, gekräuselten Wergs hinweg positionierte Kameras zur Abbildung seiner gesamten Breite. Falls eine der drei Kameras deaktiviert ist oder eine Fehlfunktion hatte, können die Messungen mit den anderen Kameras weiterlaufen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können zur gleichen Zeit drei verschiedene Kameras über die Breite jeden Wergs hinweg positioniert werden.

Die Anzahl der im automatischen Betriebsmodus zu messenden Wergspannstrecken wird durch die in Fig. 6b dargestellte Einstellanzeige eingestellt. Das gespeicherte Programm 11 prüft die Kameras 18 und die Schneideeinrichtung, bevor ausgewählte Bilder aufgenommen werden. Wenn zum Beispiel eine Kamera 18 aktiviert ist (515) und die Schneideeinrichtung I/O nicht aktiviert ist oder die Schneideeinrichtung läuft (Schritte 520 und 525), wird von der ausgewählten Kamera ein Bild zur Verarbeitung aufgenommen (Schritt 530).

Es sei darauf hingewiesen, dass Messungen der Kräuselungseigenschaften mit Bildern vorgenommen werden können, die von weniger als drei Kameras aufgenommen werden, auch wenn bei der vorliegenden Ausführungsform drei Kameras gewählt werden. In manchen Fällen kann die Bedienperson eine der drei Kameras deaktivieren. Zu Kräuselungsmessungen und zur Beleuchtungssteuerung wird die Durchschnittsintensität von Bildern von allen aktivierten Kameras verwendet.

Falls bei Schritt 515 die Kamera nicht aktiviert ist, wird bei Schritt 535 der nächste Videokanal ausgewählt und ein Bild des sich bewegenden, gekräuselten Wergs von der ausgewählten Kamera des Videokanals wird von dem Prozessor 10 und dem gespeicherten Programm 11 empfangen (Schritt 540). Falls das Bild nicht empfangen wurde, kehrt das Verfahren zu Schritt 515 zurück.

Das aufgenommene Bild wird auf dem Bildfenster angezeigt (545), der CPI wird gemessen, angezeigt und abgelegt (550) und der gleitende Durchschnitt berechnet (555). Die gemessenen Resultate können mit den Spezifikationen der Bedienperson verglichen werden (560) und der Status der Spezifikationen wird überprüft (565), das Nachrichtenfenster aktualisiert (570) und ein Zeiger gesetzt, um anzuzeigen, dass sich der Status der Spezifikationen geändert hat (575).

Falls sich der Status der Spezifikationen nicht geändert hat, nachdem der Zeiger gesetzt wurde, um anzuzeigen, dass sich der Status der Spezifikationen geändert hat (580), überprüft das gespeicherte Programm 11, ob alle aktivierten Kameras der Wergstrecke ausgewählt würden, um ein Bild des sich bewegenden, gekräuselten Wergs zu liefern. Falls das nicht der Fall ist, wiederholt sich das Verfahren 515 bis 580 für die nächste Kamera. Nachdem alle aktivierten Kameras ein Bild geliefert haben, überprüft das Verfahren die Beleuchtung auf Grundlage der mittleren Bildintensität der aufgenommenen Bilder der drei Kameras und nimmt falls notwendig eine Einstellung an der Beleuchtungssteuerung vor (Schritte 585, 590 und 595. Siehe auch Fig. 4).

Die Kräuselungsmessungen beruhen auch auf den Mittelungen der Bilder der drei Kameras. Falls zum Beispiel die CPI-Ausgabe-I/O aktiviert ist (Schritt 605), wird der mittlere CPI ausgegeben und kann angezeigt werden (Schritt 605). Bei Schritt 610 überprüft das gespeicherte Programm 11, ob die gemessenen Spezifikationen der Kräuselungseigenschaften sich gegenüber der vorhergehenden Messung geändert haben und aktualisiert dementsprechend das Trendfenster bei Schritt 615, um die Bedienperson in die Lage zu versetzen, die gemessenen On-line-Kräuselungseigenschaften und andere gemessene Parameter zu betrachten. Warneinrichtungen können verwendet werden, um die Bedienperson zu warnen, wenn die Messungen außerhalb vorgegebener Spezifikationen liegen.

Das Verfahren von Fig. 5 wiederholt sich für andere Wergstrecken.

Die Verwendung einer Dauerlichtquelle (cw) zur Beleuchtung des sich bewegenden, gekräuselten Wergs und herkömmliche TV-Kameras umgehen vorteilhafterweise die Notwendigkeit, die Lichtquelle oder Kamera durch Schrittmotorsteuerungen zu bewegen. Die Kräuselungseigenschaftsmessungen können im Vergleich zu Systemen, die Schrittmotorsteuerungen verwenden, mit nahezu Echtzeitgeschwindigkeit angezeigt werden. Bei den letzteren Systemen geschieht die Aktualisierung der Messresultate aufgrund der Zeit, die erforderlich ist, die Beleuchtung und die Kameras zu positionieren, viel langsamer. Demzufolge werden Systemparametereinstellungen bei Systemen mit motorisierten Positionssteuerungen proportional verzögert.

Das gespeicherte Programm 11 stellt außerdem Mittel zur Überprüfung der Datenerfassungskarten durch Ausführung diagnostischer Tests bereit, wie durch die Bildschirme der Fig. 11a-11d angezeigt wird. Diese Bildschirme gestatten es der Bedienperson, zum Beispiel die Bit/Kanal-Positionen, die Kanalidentifikation einzustellen und die Eingabe und Ausgabe zu steuern.

Es versteht sich, dass verschiedene Modifikationen an der Ausführungsform der hier offenbarten vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können, ohne von deren Idee abzuweichen. Die obige Beschreibung sollte nicht begrenzend für die Erfindung verstanden werden, sondern lediglich als Beispiel ihrer bevorzugter Ausführungsformen. Fachleute werden sich weitere Modifikationen im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorstellen können, die durch die hier angehängten Ansprüche definiert wird.


Anspruch[de]

1. System zum Messen von Kräuselungseigenschaften von Fasern in einem sich bewegenden, gekräuselten Werg mit:

einem Prozessor und zugehörigem, gespeichertem Programm,

einem Beleuchtungsmittel zur Positionierung über dem sich bewegenden, gekräuselten Werg zur Beleuchtung eines Abschnitts des sich bewegenden, gekräuselten Wergs,

mindestens einer Kamera (18) zur Aufnahme von mindestens einem Zeilensprungvideobild des Abschnitts des sich bewegenden, gekräuselten Wergs,

einem Digitalisierungsmittel (12) zum Digitalisieren des mindestens einen Zeilensprungvideobildes in digitale Daten,

einem Zerlegungsmittel (10) zum Zerlegen der digitalen Daten in zerlegte Daten, die ein erstes und ein zweites zeilensprungloses Halbbild darstellen, wobei der Prozessor und das zugehörige, gespeicherte Programm dafür ausgelegt sind, die zerlegten Daten zu verarbeiten, und

einer Anzeige zum Anzeigen von Kräuselungseigenschaften basierend auf dem Verarbeiten der zerlegten Daten.

2. System nach Anspruch 1, wobei das Zerlegungsmittel Mittel zum Unterteilen des ersten und des zweiten Halbbildes in eine Reihe von horizontalen Bändern und zum Erstellen eines Intensitätsprofils von jedem der Bänder durch Mittelung der Bildpunktintensität aufeinanderfolgender horizontaler Zeilen innerhalb jedes der Bänder umfaßt.

3. System nach Anspruch 1, wobei der Prozessar die zerlegten Daten als Minimum- und Maximumintensitätsprofile verarbeitet, wobei ein Maximum als Kräuselungshöchstwert gekennzeichnet wird, wenn die Intensitätsdifferenz zwischen dem Maximum und seinen zwei benachbarten Minima einen durch die Bedienperson vorgegebenen Intensitätsgrenzwert überschreitet.

4. System nach Anspruch 1, wobei der Prozessor die Abstände von benachbarten Kräuselungshöchstwerten berechnet, sie mit durch die Bedienperson vorgegebenen Grenzwerten vergleicht, die Kräuselungshöchstwerte entweder in eine Kategorie Mikro, Normal oder Groß gruppiert und für das erste Halbbild tabellarisch eine Kräuselungsgesamtstatistik erstellt.

5. System nach Anspruch 1, wobei der Prozessor Meßergebnisse zu mindestens einem von einer Vielzahl Peripheriegeräten zum Konfigurieren des Systems abhängig von vorbestimmten Spezifikationen überträgt.

6. System nach Anspruch 1 mit einer Vielzahl von Kameras (18) zum Abdecken im wesentlichen der vollen Breite des sich bewegenden, gekräuselten Wergs.

7. System nach Anspruch 6, wobei der Prozessor und das gespeicherte Programm einen Videoumschalter (16) zum selektiven Empfangen von Signalen von einer aus der Vielzahl von Kameras steuern.

8. System nach Anspruch 1, wobei das Beleuchtungsmittel eine Lichtquelle für kontinuierliche Wellen ist.

9. System nach Anspruch 8, wobei das Beleuchtungsmittel zumindest die volle Breite des sich bewegenden, gekräuselten Wergs beleuchtet.

10. Verfahren zum Messen von Kräuselungseigenschaften von Fasern in einem sich bewegenden, gekräuselten Werg mit folgenden Verfahrensschritten:

a) Beleuchten des gekräuselten Wergs mit einer Lichtquelle für kontinuierliche Wellen,

b) Aufnehmen eines Zeilensprungvideobildes des gekräuselten Wergs,

c) Digitalisieren des Videobildes,

d) Zerlegen des digitalisierten Bildes in zwei zeilensprunglose Halbbilder,

e) Verarbeiten der zwei Halbbilder, und

f) Anzeigen von Kräuselungseigenschaften basierend







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