PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69806328T2 13.02.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0914774
Titel Vorrichtung zur Herstellung von Schalen aus fetthaltigen, Schokolade-ähnlichen Massen
Anmelder Aasted-Mikroverk APS, Farum, DK
Erfinder Aasted, Lars, 2920 Charlottenlund, DK
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69806328
Vertragsstaaten BE, CH, DE, DK, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.11.1998
EP-Aktenzeichen 982037830
EP-Offenlegungsdatum 12.05.1999
EP date of grant 03.07.2002
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 21.10.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.2003
IPC-Hauptklasse A23G 1/20
IPC-Nebenklasse A23G 1/21   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung sowie zugehörige Vorrichtungsteile zur Produktion fetthaltiger, schokoladenartiger Massen, insbesondere für Artikel aus Schokolade, bei denen eine Menge flüssiger Masse in einen Formenholraum eingebracht wird und danach ein zugehöriges Kernelement in die Masse eingetaucht wird, wobei die Temperatur des Kernelements geregelt wird.

Verfahren und Systeme der obenerwähnten Art, ebenso wie Vorrichtungen und Teile für solche Vorrichtungen sind heutzutage hinreichend bekannt nach dem Stand der Technik und werden in der Schokolade erzeugenden Industrie weitverbreitet verwendet.

Die EP 0 589 820 A1 (AASTED-MTKROVEKK APS) beschreibt das erste kommerziell verfügbare System und die zugehörige Vorrichtung der einleitenden Art für die industrielle Verwendung. Sie bezieht sich auf ein Verfahren, bei dem die schokoladenartige Masse, während sie kristallisiert, von dem Formenholraum nach innen sich verfestigt, um die äußere Gestalt der Schale zu bilden, wobei die Temperatur des Formenholraums niedriger ist, als die Temperatur der temperierten Masse, bei der ein Kühlelement mit einer Temperatur von weniger als 0ºC in die Masse eingetaucht wird und in der Masse vollkommen eingetaucht für einen festgelegten Zeitraum bleibt. Das Kern- oder Kühlelement wird weiterhin in die Masse unmmittelbar nachdem diese in den Formenholraum gefüllt wird, eingetaucht. Die entsprechende Vorrichtung weist weiterhin Mittel auf zur Steuerung der Auf- und Abbewegung des Kühlelements, die ebenso die vollständige eingetauchte Verweildauer steuern. Jedoch wird gemäß dieser Lehre auf dem technischen Gebiet der vorliegenden Erfindung die Temperatursteuerung der Kühlelemente mittels Kanälen durchgeführt, die sich durch das Kühlelement erstrecken.

Generell sind in dem vorliegenden Fachgebiet Schokoladenmassen Lösungen von nicht Fettteilen, wie Zuckern, Milchpulvern und festem Kakao in einer flüssigen Fettphase. Die Fettphase weist in den meisten Fällen einen Gehalt an reiner Kakaobutter von bis zu ca. 30% auf, kann aber auch ebenso Ersatzstoffe aufweisen. Solche Ersatzstoffe können der Form nach andere Arten von Fett enthaltende Öle sein. Schokoladenartige Massen, bei denen die Kakaobutter ganz oder teilweise durch andere Fette ersetzt wird, werden oft im Handel als Verbundschokoladen bezeichnet, bei denen die Kakaobutter durch Palmkernöl oder entsprechende Öle ersetzt wurde.

Bei der nachfolgenden Behandlung der fertiggestalteten Schale wird die Schale oftmals mit einer Füllmasse aus cremigen oder flüssigen Lebensmittelstoffen versehen, die von denen der Schale abweichen. Danach wird die Schale entweder mit anderen Schalenteilen entlang dem Rand oder mittels eines Überzuges verschlossen.

Weiterhin ist es möglich, eine erzeugte Schale unmittelbar nach dem Formen mit anderen Arten von Schalen zu verbinden, so daß sich die fertigen Lebensmittelartikel als eine ganze Gestalt präsentieren, beispielsweise in Form von Eiern oder Figuren, wie Wichteln oder ähnlichem.

Es ist ebenfalls zu erwähnen, daß produzierte Schalen nicht nur aus einer Schicht von Material bestehen müssen, sondern beispielsweise aus mehreren Schichten von schokoladenartigem Material bestehen können. Beispielsweise kann eine Schicht dunkler Schokolade mit einer inneren Schicht weißer Schokolade (oder umgekehrt) versehen sein mittels demselben Verfähren und derselben Vorrichtung bereits bevor die geformte Schale erstmals aus dem Formenhohlraum entnommen wird.

Die schokoladenartigen Massen werden in den Formenhohlraum in einem temperierten flüssigen Zustand eingebracht. Seit mehreren Jahrzehnten ist die Technik des Erzeugens temperierter schokoladenartiger Massen den Fachleuten auf dem Gebiet des Schokoladeerzeugens gut bekannt. Auf 40-50ºC erhitzte schokoladenartige Massen beginnen den Prozeß der Temperierung, bei dem die Masse auf ungefähr 27-32ºC herabgekühlt wird, wodurch die Kristallisation beginnt. Danach wird die schokoladenartige Masse wieder erhitzt, normalerweise nicht mehr als 2ºC, wodurch die fertig temperierte schokoladenartige Masse einen Gehalt an stabilen β Kristallen in einer Größenordnung von weniger als 5% aufweist. Dadurch werden niedriger schmelzende Kristalle wieder geschmolzen, so daß nur stabile Kristalle in der fertig temperierten Masse verbleiben. Ein solcher Prozeß wird beispielsweise von den AMK-temperierungs-Maschinen durchgeführt, die von Aasted-Mikroverk ApS, Dänemark, angeboten werden.

Die Qualität der fertig geformten Schalen wurde zunächst stets durch den Zustand der temperierten Schokolademasse bestimmt. Dem Fachmann ist bekannt, daß gut schmeckende und sich im Mund angenehm anfühlende Schokolade, hoher Glanz, hohe Beständigkeit gegen Fettausblühungen ebenso wie eine verbesserte Beständigkeit gegen Wärme oder Hitze eine Folge des optimalen Temperierungszustandes ist, bei dem die flüssige Schokolade lediglich stabile β Kristalle, insbesondere kleine Kristalle enthält, bevor sie in die Höhlung eingebracht wird. Vor der Erfindung in der EP 0 589 820 B1 (AASTED- MIKROVERK APS) dachte der Fachmann jedoch, das Erhärten der in die Höhlung eingebrachten Schokolade sollte sanft und mit einem Zeitaufwand von oftmals einer halben bis zu einer Stunde erfolgen, bevor die geformte Schale aus dem Formenhohlraum entnommen werden kann. Mit der Erfindung in der EP 0 589 820 B1 wurde diese vorgefaßte Ansicht fallengelassen, indem durch diese ein Verfahren offengelegt wurde, bei dem die eingebrachte temperierte Schokolade rasch, z. B. typischerweise innerhalb von 10 Sekunden erhärtet und dadurch enorm schnelle Produktionsraten der Schokoladeerzeugenden Industrie ermöglicht.

Die GB 207974 (BOYD) legt eine weitere, sehr frühe Lehre vom Beginn des 20. Jahrhunderts offen mit einem Vorschlag zur Fertigung von einzelnen Schalen, bei dem ein Einpresskern gekühlt oder angewärmt wird, indem er hohl ausgeführt ist und mit einer Kühl- oder Wärmflüssigkeit gefüllt ist, oder von dieser durchströmt wird.

Solche Einpress- oder Kernelemente mit Kanälen für den Durchfluss eines temperaturregelnden Mediums sind zeitintensiv und teuer zu fertigen. Dies gilt sicherlich für Kernelemente mit einem Querschnitt mit einer kleinen Weite ebenso wie für Kernelemente, die eine vergleichsweise größere Weite aufweisen.

Bei kleineren Kernelementen mit einer Weite geringer als typischerweise 100 mm, ist der Durchmesser der bearbeiteten Kanäle beschränkt und mühsam zu fertigen, ebenso wie der erreichte Wärmeübertragungseffekt des zirkulierenden Mediums keineswegs beeindruckend. Bei den größeren Kernelementen ist der erforderliche Wärmeübertragungseffekt sogar größer und folglich muß mehr Material in einer mühsamen Prozedur weggenommen werden, um eine größere Breite wie auch Länge der Kanäle zu erreichen.

Bei der vorliegenden Erfindung besteht der erfinderische Gedanke darin, daß der obere Teil des Kernelements in einem Kanal angeordnet ist, in dem ein die Temperatur regelndes Medium fließt, so daß das Kernelement selbst im wesentlichen frei von Kanälen für die Zirkulation des Mediums ist.

Dadurch wird die mühsame, zeitaufwendige und teure Fertigung von Kanälen in den Kernelementen vermieden.

Die Temperaturen der Kernelemente werden einfach geregelt, indem das Medium um den oberen Teil des Kernelements fließt.

Die Erfindung wird nachfolgend weitergehend beschrieben mit Bezug auf besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele als auch die Zeichnungen, bei denen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht der durchgeführten Schritte bis zum Erreichen eines abgepackten Schalenprodukts,

Fig. 2 eine schematische Ansicht eines Umkehrpunktes eines Endlosbandes (Trägers) für die Formelemente ist, der durchlaufen wird in den Schritten der Fig. 1,

Fig. 3 ein Querschnitt entlang A-A durch das Formelement der Fig. 2,

Fig. 4 eine seitliche, schematische Querschnittsansicht durch ein Kernelement und einen darunterliegenden Formenhohlraum, in den flüssige Schokoladenmasse ein gebracht ist,

Fig. 5 eine schematische Ansicht desselben in geschlossener Stellung mit dem Kernelement vollständig in die Masse eingetaucht und

Fig. 6 eine seitliche, schematische Querschnittsansicht durch ein Vorrichtungsteil, der mehrere Kernelemente trägt, ebenso wie durch ein zugehöriges, darunterliegendes Formenelement von dem in Fig. 3 dargestellten Typ ist, bei dem die Hohlräume nun mit flüssiger Masse gefüllt sind.

Die Schritte, die bis zu einem fertigen und sogar verpackten Schalenprodukt durchgeführt werden, sind schematisch in Fig. 1 offengelegt.

Zwischen zwei Umkehrpunkten 4 trägt ein endloses Trägerband l normalerweise Formelemente 2 durch den Einfüllabschnitt, den Formabschnitt, den Kühlabschnitt, den Entformabschnitt und schließlich den Verpackungsabschnitt. Danach bringt das endlose Trägerband 1 die Formelemente 2 zu dem Einfüllabschnitt zurück. Die Formelemente 2 können einen oder mehrere Formenhohlräume 3 aufweisen, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt.

Weiter sollte erwähnt werden, daß die Fig. 1-3 offenlegen, daß die Formelemente kontinuierlich durch die jeweiligen Abschnitte bewegt werden, so durch den Formungsabschnitt. In dem Formungsabschnitt können die Formenelemente im Stillstand angehalten werden, wenn die jeweiligen Kernelemente eingetaucht werden, oder die Kernelemente können im Gleichlauf mit den Formelementen innerhalb des Formungsabschnitts bewegt werden. Mittel, um eine solche Bewegung zu erreichen, sind einem Fachmann auf dem Gebiet der Schokoladenerzeugung hinreichend bekannt.

Wie in der EP 0 589 820 B1 (AASTED-MIKROVERK APS) beschrieben, weisen solche Vorrichtungen Mittel zur Steuerung der Auf- und Abbewegung des Kernelements ebenso wie zur Steuerung der Verweildauer des Kernelements in vollständig eingetauchter Position auf, bei der vorliegenden Erfindung speziell für eine festgelegte Zeitdauer. Weiter sind bei der vorliegenden Erfindung die Verweildauern typisch kleiner als 60 Sekunden, obwohl die Erfindung nicht auf eine solche Begrenzung eingeschränkt ist. Die Verweildauern sind bevorzugt kleiner als 20 Sekunden und werden insbesondere zwischen 0,1 und 5 Sekunden als zweckmäßig herausgefunden.

In dem Temperierungsabschnitt wird die fetthaltige schokoladenartige Masse normalerweise auf eine Temperatur von ungefähr 27-34ºC temperiert, die einen Gehalt an stabilen β Kristallen aufweist. Jedoch hängt die tatsächliche Temperatur ebenso wie der Gehalt an stabilen β Kristallen von der Wahl des Fachmanns für die in Frage kommende schokoladenartige Masse ab. Die temperierte schokoladenartige Masse wird zu dem Einfüllabschnitt befördert, in dem die flüssige Masse in den Formenhohlraum 3 eingefüllt wird. In dem nachfolgenden Formungsabschnitt, wird ein Kernelement in die Masse eingetaucht und die Schale tatsächlich ausgeformt. Danach kann ein Kühlungsabschnitt folgen, ebenso wie ein Abschnitt zur Entformung oder Trennung der Schale von der Form und schließlich ein Verpackungsabschnitt, in dem die Schalen zum Versand verpackt werden. Die vorliegende Erfindung betrifft den Formabschnitt.

Es ist anzumerken, daß in den übrigen Zeichnungen dieser Beschreibung festgelegt wird, daß die temperierte Masse 5 stets in die Formenhohlräume 3, 3', 3" gefüllt wurde.

Das erste erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel wird in Fig. 4 dargelegt. Die Vorrichtung weist wenigstens einen Formenhohlraum 3 zur Aufnahme der Masse 5, ebenso wie wenigstens ein entsprechendes Kernelement 11 zum Eintauchen in die Masse 5 auf. Zur Verdeutlichung wird lediglich ein Satz eines Formenhohlraums und Kernelements dargestellt, aber es ist anzumerken, daß die erfinderische Idee auf eine Mehrzahl an Sätzen von Formenhohlräumen und Kernelementen ebenso angewandt werden kann.

Es sind Mittel angebracht zur Steuerung der Temperatur des Kernelements 11. Diese Mittel können bekannte Temperaturregelungsvorrichtungen, wie einen Temperaturmesssensor 12, der über eine Leitung 13 mit einer Steuereinheit 14 verbunden ist, aurweisen, die den Regelungsfluß eines die Temperatur steuernden Mediums, das durch Kanäle 15, 22 durch die Halterplatte 21 des Kernelements 11 zirkuliert, steuern. Diese Temperaturregelungsvorrichtungen können jedoch auf viele Arten ausgelegt sein, so mit Kühlung oder elektrische Heizung, so lange wie sie eine im wesentlichen konstante Temperatur des Kernelements 11 für den Fachmann gewährleisten.

Wichtig ist, daß bei der vorliegenden Erfindung ein Oberteil 23 des Kernelements 11 in einem Kanal 22 angeordnet ist, in dem ein die Temperatur steuerndes Medium fließt, so daß das Kernelement selbst im wesentlichen frei von Kanälen für die Zirkulation des Mediums ist. Das Oberteil kann ein oberer Teil des Kernelements selbst oder eingetrennter Teil 23 sein, der den verbleibenden Teil des Kernelements mit der Haltevorrichtung 21 verbindet, wie dargelegt in Fig. 4. Viele Ausführungsbeispiele des Oberteils mögen der erfinderischen Idee entsprechen, wichtig ist jedoch, daß das Oberteil im wesentlichen frei von Kanälen, mit der Absicht, die Temperatur des Kernelements zu steuern, ist, ebenso wie das Kernelement selbst frei von solchen Kanälen ist. Entscheidend ist, daß das Oberteil in der Lage ist, Wärme zu leiten, oder die verbleibenden Teile des Kernelements zu kühlen, durch den Fluß eines Temperatur regelnden Mediums um das Oberteil.

Vorteilhaft ist der Kanal 22 für das Temperatur regelnde Medium in einer Haltevorrichtung 21 für das Kernelement 11 angeordnet. Die Haltevorrichtung 21 steuert die Axialbewegung des Kernelements 11. Der Kanal 22 erstreckt sich bei dem dargelegten Ausführungsbeispiel horizontal durch die Haltevorrichtung 21.

Die Temperatur des Kernelements kann so gesteuert werden, daß sie gleich oder niedriger als 0ºC ist. Sie kann sogar auf über 0ºC eingeregelt werden. Eine besonders gute Qualität der Schalen und eine effiziente Produktion wird erreicht, wenn die Temperatur des Kernelements 11 so gesteuert wird, daß sie unter 10ºC liegt. Insbesondere erhält man ausgezeichnete Ergebnisse, wenn die Temperatur des Kernelements so geregelt wird, daß sie niedriger als -5ºC liegt.

Auch die Temperatur des Formenhohlraums 10 kann geregelt werden, insbesondere zwischen 10ºC und 30ºC. Dabei stellt man erstaunlicherweise fest, daß man eine glatte äußere Oberfläche der Schalen erhält, ohne irgendwelche Schrumpfungen oder Eindrückungen, wie die sogenannten "Saturnringe".

Die Vorrichtung kann Verschlußmittel für die Formenhohlräume aufweisen, die in Form eines Ringes 16 sein können, wie in Fig. 4 dargestellt. Der Ring 16 erstreckt sich peripher um das Kernelement 11 und weist eine Schalenrand-Formfläche 17 auf, die zusammen mit den anderen Oberflächen 18 des Kerns 11 und den Innenflächen 19 des Formenhohlraums 3 die gesamte Geometrie der fertig geformten Schale 6, wie in Fig. 5 dargestellt, bestimmt.

Der Hohlraumverschlußring 16 ist axial in Bezug auf das Kernelement 11 bewegbar. Wichtig für die dargelegte Beispielausführung ist, daß der Hohlraumverschlußring 16 bis zu einem sicheren Verschluß des Formenhohlraumes 3 bewegt werden kann, wenn das Kernelement 11 in die Masse bewegt wird und Druck auf die Masse 5 aufgebracht wird. Im Hinblick hierauf, kann der Ring 16 an dem Oberteil des Kernelements 11 mittels einer oder mehrerer Federn 20, oder anderer Arten von komprimierbaren Mitteln, abgestützt sein.

Der erfinderische Gedanke ist jedoch auch anwendbar, wenn ein Verfähren durchgerührt wird, bei dem der Verschlußring 16 weggelassen wird, so daß die Masse über den oberen Rand des Formenhohlraums herausfließen kann.

Nachdem die Temperatur des Kernelements 11 auf den festgelegten Wert eingeregelt wurde, so z. B. -5ºC, wird das Kernelement 11 nach unten in die Masse 5 bewegt. Während dieser Bewegung legt sich der Formenhohlraum-Verschlußring 16 an die Oberfläche 24 des Formelements 10 an. Da der Ring 16 mittels Federmitteln 20 an dem Oberteil 15 des Kernelements 11 gelagert ist, erzeugt die weitere Abwärtsbewegung des Kerns 11 eine Spannkraft in den Federmitteln 20, die den Ring 16 zu einem sichern Verschluß des Formenhohlraumes 3 presst, wenn sich der Kern weiter abwärts bewegt.

Bei weiterer Abwärtsbewegung des Kernelements 11 in die Masse, um eine vollkommene Ausfüllung des umschlossenen Formenhohlraumes 3 mit der flüssigen Masse zu erreichen, wird zugleich Druck in der Masse aufgebaut. Vorteilhaft kann der Vorschub des Elements 11 angehalten werden, wenn der Druck einen festgelegten Wert erreicht hat, was durch bekannte Steuermittel ausgelesen und gesteuert werden kann, die hier nicht dargestellt sind. Die vollkommen eingetauchte Position ist in Fig. 5 dargestellt.

Bei dem hier speziell in Frage kommenden Formenhohlraum 3 ist die Höhe der geformten Schalen 6 stets exakt gleich wegen dem sicheren Verschluß des Formenhohlraumes 3 durch den Verschlußring 16, der die obere Position des Schalenrandes genau bestimmt.

Aus dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel entnimmt man, daß die Federspannmittel 20 den Ring 16 gegen die Oberfläche 24 des Formelements 10 drücken, wenn das Kernelement wieder von dem Formelement angehoben wird. Dadurch wird der empfindliche Randteil der Schale 6 noch sicher umschlossen und gut gestützt, wenn sich die Adhäsionskräfte auswirken durch das Hochziehen des Kerns 11 und Freikommen von der Schale. Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in Fig. 6 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Kernelemente 24, 24' und 24" axial bewegbar an einer Haltevorrichtung 25 gelagert, die die axialen Bewegungen der Kerne 24, 24' und 24" steuert. Bei dem dargelegten Ausführungsbeispiel können die Verschlußmittel einen Teil der Haltevorrichtung 25 bilden. Die Kernelemente 24, 24' und 24" sind axial in Bezug auf die Haltevorrichtung 25 mittels einer bekannten Art von Gleitbahn geführt, die das Oberteil 26 des Kernelements umfaßt.

Die Aufhängung kann typischerweise komprimierbare Federmittel 27 irgendwelcher Art aufweisen, um unterschiedliche Belastungen der Kernelemente zu berücksichtigen.

Die Oberteile 26, 26' und 26" der Kernelemente 24, 24' und 24" sind in einem horizontalen Kanal 28 angeordnet, der für den Durchfluß eines Temperaturregelmediums eingerichtet ist. Das Medium kann gesteuert werden, wie zuvor erläutert. Insbesondere für Vorrichtungsteile mit mehr als einem Kernelement hat sich der erfinderische Gedanke als vorteilhaft erwiesen. Vor allem, da die Notwendigkeit von Durchflußkanälen in den Kernelementen nicht länger besteht. Große Einsparungen an Produktionszeit und Kosten, wie auch Einfachheit können daher durch eine Vorrichtung mit einer Mehrzahl an Kernelementen erreicht werden.

Die Kernelemente wie die Oberteile können aus einem Material mit einer großen Wärmetransportfähigkeit hergestellt werden. Solche Materialien sind typischerweise Aluminium, Kupfer usw.

Obwohl die Oberteile in Fig. 6 mit einer Weite dargestellt sind, die ein wenig geringer ist als die der Kernelemente, ist dies in keiner Weise eine Einschränkung des erfinderischen Gedankens. Die Weite der Oberteile kann im wesentlichen irgendeine Größe im Vergleich zu derjenigen der Kernelemente sein, sie kann sogar größer sein. Wichtig ist, daß die Oberteile in der Lage sind, die notwendige Wärme oder Kälte zu den Kernelementen zu leiten, um diese auf einer im wesentlichen konstanten Temperatur zu halten.

Durch das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 wird eine insbesondere schnelle und produktive Vorrichtung zur Herstellung von Schalen zur Verfügung gestellt, die überdies eine unvorhergesehen hohe Qualität des gesamten Umfangs an hergestellten Schalen bietet.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung eines Systems zur Herstellung von Schalen aus fetthaltiger, schokoladeartiger Masse, insbesondere für Artikel aus Schokolade,

welche Vorrichtung mindestens ein Kernelement (11; 24, 24', 24") zum Eintauchen in die Masse in einen zugehörigen Formenhohlraum (3; 3', 3") umfasst,

worin der Oberteil (23; 26, 26', 26") des Kernelements in einem Kanal (22; 28) in einer Haltevorrichtung (21; 25) angeordnet ist, und der Kanal zum Fluss eines Mediums zur Temperaturregulierung ausgebildet ist, so dass das Kernelement selbst frei von Kanälen für die Zirkulation von Medium ist.

2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin sich der Oberteil (23; 26, 26', 26") durch den Kanal (22; 28) erstreckt.

3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, worin sich der Oberteil (23; 26, 26', 26") im wesentlichen vertikal durch den Kanal (22; 28) erstreckt.

4. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin der Oberteil (23; 26, 26', 26") eine Breite hat, welche schmaler ist als die des Kernelements (11; 24, 24', 24").

5. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin sich der Kanal (22; 28) im wesentlichen horizontal durch die Haltevorrichtung (21; 25) erstreckt.

6. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin der Oberteil (23; 26, 26', 26") die Verbindung des Kernelements (11; 24, 24', 24") mit der Haltevorrichtung (21; 25) bereitstellt.

7. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin der Querschnitt des Kanals (22; 28) kreisförmig ist.

8. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin der Querschnitt des Oberteils (23; 26, 26', 26") kreisförmig ist.

9. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin ein Sensor zur Temperaturmessung (12) in dem Kernelement (11; 24, 24', 24") angeordnet ist.

10. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin die Temperatur des Kernelements (11; 24, 24', 24") so geregelt wird, dass sie gleich oder weniger als 0ºC ist.

11. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin die Temperatur des Kernelements (11; 24, 24', 24") so geregelt wird, dass sie mehr als 0ºC beträgt.

12. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin das Kernelement (11; 24, 24', 24") die vollkommen eingetauchte Position für eine vorgegebene Zeit beibehält, wonach der Stempel aus der Masse (5) herausgehoben wird.

13. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin die vorgegebene Zeit kleiner als 60 Sekunden ist.

14. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, weiterhin mit einer Verschlussvorrichtung für den Formenhohlraum (16), die sich aussen um das Kernelement (11; 24, 24', 24") herum erstreckt und mit Schalenrand-Formflächen (17), welche zusammen mit den äusseren Oberflächen (18) des Kernelements und den inneren Oberflächen (19) des Formenhohlraumes die kompletten Abmessungen der fertig geformten Schale (6) festlegen.

15. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin die Verschlussvorrichtung für den Formenhohlraum (16; 25) weiterhin in Bezug auf das Kernelement (11; 24, 24', 24") axial beweglich ist.

16. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, worin die Lastvorrichtung (27) das Kernelement (11; 24, 24', 24") in Richtung gegen den Formenhohlraum presst, um einen Druckaufbau in der Masse (5) zu erzeugen.

17. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher das Kernelement (11; 24, 24', 24") axial beweglich an der Haltevorrichtung (25) aufgehängt ist.

18. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher die Verschlussvorrichtung für den Formenhohlraum (16; 25) so ausgebildet ist, dass sie in der geschlossenen Position gegen die obere Oberfläche des den Formenhohlraum (3; 3', 3") aufweisenden Formenelements (2; 10) gedrückt wird.

19. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher die Verschlussvorrichtung (16) in Bezug auf die Haltevorrichtung (21) axial beweglich angeordnet ist.

20. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher eine Federvorrichtung (20) zwischen der Verschlussvorrichtung (16) und der Haltevorrichtung (21) angebracht ist.

21. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher die Verschlussvorrichtung einen Teil der Haltevorrichtung (25) darstellt.

22. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, mit mehr als einem Kernelement (11; 24, 24', 24"), wobei die Kernelemente unabhängig von der Haltevorrichtung (25) aufgehängt sind.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com