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Dokumentenidentifikation DE69806947T2 20.02.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1015092
Titel BOHRLOCHVERROHRUNG MIT EROSIONSCHUTZ FÜR INNERES SIEB
Anmelder Weatherford/Lamb, Inc., Houston, Tex., US
Erfinder GILLESPIE, A., George, Coon Rapids, US;
UBAN, A., Stephen, Stillwater, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69806947
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.09.1998
EP-Aktenzeichen 989447149
WO-Anmeldetag 03.09.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/18328
WO-Veröffentlichungsnummer 0009912630
WO-Veröffentlichungsdatum 18.03.1999
EP-Offenlegungsdatum 05.07.2000
EP date of grant 31.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.02.2003
IPC-Hauptklasse B01D 29/15
IPC-Nebenklasse B01D 46/24   E21B 43/08   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Diese Erfindung betrifft Bohrlochgehäuse des Typs, der beim unterirdischen Bohren nach Bodenschätzen, wie beispielsweise Erdöl und Erdgas, und beim Fördern derselben verwendet wird.

BEKANNTER TECHNISCHER STAND

Die Welt bleibt stark abhängig von unterirdischen Bodenschätzen, wie beispielsweise Erdöl und Erdgas, für die Energieerzeugung. Zu diesem Zweck werden fortlaufend verbesserte Verfahren und Vorrichtungen gesucht, um Flüssigkeiten, wie beispielsweise Erdöl und Erdgas, aus unterirdischen Formationen zu gewinnen.

Ein typisches Erdöl- oder Erdgasbohrloch schließt einen langen Rohrstrang ein, der aus einer Vielzahl von Gehäuseanordnungen aufgebaut wird, deren jede sowohl ein zylindrisches inneres Rohr als auch ein konzentrisches äußeres Element hat. Sowohl das äußere Element als auch das innere Rohr sind perforiert. Die Perforationen im äußeren Element ermöglichen einen Zufluß aus einer Formation in einen ringförmigen Bereich zwischen dem äußeren Element und dem inneren Rohr. Das innere Rohr hat ein Sieb, das die Perforationen desselben bedeckt, so daß in der Flüssigkeit mitgerissene, aus Teilchen bestehende, Stoffe aus der Flüssigkeit entfernt werden, bevor die Flüssigkeit aus dem ringförmigen Bereich in das innere Rohr fließt und in Axialrichtung durch das innere Rohr zur Flüssigkeitsgewinnung an die Oberfläche geleitet wird.

Die Perforationen auf dem äußeren Element sind normalerweise von einer ausreichenden Größe, wie beispielsweise 6,3 mm, um Sand aus der Formation nicht zurückzuhalten. Perforationen einer solchen Größe würden üblicherweise ein internes Siebelement, das sich unter den Perforationen befindet, davor schützen, beschädigt zu werden. In einigen Formationen können jedoch scharfe Vorsprünge, wie beispielsweise in Schiefertaschen, eine Beschädigung an einem darunterliegenden Sieb verursachen, wenn sie die Perforationen auf dem äußeren Element durchdringen und einen Abschnitt der Siebfläche verformen sollten, was eine vergrößerte Öffnung in derselben bewirkt. Dies gilt insbesondere, wenn das Bohrloch in einem Winkel gegenüber der Vertikalen oder Horizontalen abgelenkt wird, was bewirkt, daß das äußere Element mit einer beträchtlichen Kraft auf die Formationswand drückt, wenn es in das Bohrloch eingefahren wird. Darüber hinaus kann die durch die Perforationen des äußeren Elements eintretende Flüssigkeit in Situationen eines hohen Flüssigkeitsflusses auf bestimmte Flächen des Siebs mit einer ausreichenden Geschwindigkeit und Kraft auftreffen, um das Sieb zu beschädigen. Für ein aus Stangen und Draht gebildetes Sieb beispielsweise kann eine zu große Kraft der eintretenden teilchenenthaltenden Flüssigkeit, ausgeübt auf eine kleine Fläche des Siebs, eine Vergrößerung der durch die Drähte gebildeten Schlitzöffnungen bewirken. Eine solche Vergrößerung würde nicht nur die Wirksamkeit des Siebs verringern, sondern würde einen verringerten Druckverlust in der Fläche bewirken und folglich bewirken, daß noch mehr teilchenenthaltender Fluß auf die Drähte auftrifft, um so ein weiteres Weiten hervorzurufen und dadurch das Sieb für seinen beabsichtigten Zweck unbrauchbar zu machen.

Um die Energie von Flüssigkeitskräften, die auf Siebe in Bohrlochgehäuseanordnungen ausgeübt werden, zu verringern, ist vorgeschlagen worden, das äußere Element mit Schlitzen oder Öffnungen zu versehen, die so geformt sind, daß sie bewirken, daß sich die in Radialrichtung durch die Öffnungen fließende Flüssigkeit eine kurze Strecke in Axialrichtung bewegt, bevor sie wieder in Radialrichtung nach innen durch ein Siebelement fließt. In dieser Hinsicht siehe das US-Patent 5624560 an Voll et al. Jedoch wendet sich die in diesem Patent gezeigte Struktur nicht dem Problem zu, daß Siebe beschädigt werden, wenn Vorsprünge von unterirdischen Formationen in die Perforationen eindringen und die darunterliegende Siebfläche verformen. Während es nach dem bekannten technischen Stand bekannt geworden ist, in Hinsicht auf konzentrische Rohre die Einlaß- und die Auslaßperforationen an versetzten Stellen zu formen, wie im US-Patent 1604386 an Byerly offengelegt, ist eine Perforationspositionierung zum Schutz von Sieben, die sich innerhalb von Gehäuseanordnungen befinden, nicht gezeigt oder vorgeschlagen worden.

Benötigt wird und ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher eine Vorrichtung zum Schutz von Bohrlochsieben gegen eine Beschädigung, die sonst durch einen Vorsprung und/oder eine Flüssigkeitskraft verursacht wird. Ein anderes Ziel ist, eine verbesserte Flußzerstreuung in Abschnitten der Formation mit hohem Fluß zu gewährleisten, um so die Erosion der Bohrlochsiebe zu verringern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Nach der Erfindung wird eine Gehäuseanordnung für ein Bohrloch bereitgestellt, wobei die Gehäuseanordnung folgendes umfaßt: ein wesentlich zylindrisches inneres Rohr, das sich längs einer Gehäuseachse über die gesamte Länge der Gehäuseanordnung erstreckt, wobei das innere Rohr längs eines ersten Längensegments der Gehäuseachse eine Reihe von durch seine Außenfläche geformten Perforationen hat, ein wesentlich zylindrisches äußeres Element, das mit Zwischenraum in Radialrichtung vom inneren Rohr angeordnet ist und sich konzentrisch um dasselbe befindet und sich ebenfalls längs der Gehäuseachse erstreckt, wobei das äußere Element längs eines zweiten Längesegments der Gehäuseachse eine Reihe von durch seine Außenfläche geformten Perforationen hat, ein Sieb, das über einer äußeren Umfangsfläche des inneren Rohres und über der Reihe von auf dem inneren Rohr geformten Perforationen befestigt ist, bei der das erste Längensegment und das Sieb, das über der Oberfläche desselben befestigt ist, und das zweite Längensegment längs der Gehäuseachse wesentlich im Verhältnis zueinander versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein offener ringförmiger Raum zwischen dem äußeren Element und dem inneren Rohr gebildet wird, wodurch eine Flüssigkeit, die durch die Perforationen in das äußere Element eintritt, in einer wesentlich ungehinderten Weise in einer axialen Richtung durch den offenen ringförmigen Raum und danach mit verringerter Kraft und stark reduzierter Geschwindigkeit durch das Sieb und durch die Reihe von Perforationen auf dem inneren Rohr fließen wird, die unter dem Sieb liegt.

Weitere Merkmale der Erfindung werden in den Nebenansprüchen 2 bis 12 bereitgestellt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorstehenden und weitere Ziele, Merkmale und Vorzüge der Erfindung werden offensichtlich aus der folgenden detaillierteren Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen, wie sie in den beigefügten Zeichnungen illustriert werden, in denen sich die Referenzzeichen durch die verschiedenen Ansichten auf die gleichen Teile beziehen. Die Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgerecht, statt dessen liegt der Schwerpunkt auf der Veranschaulichung der Prinzipien der Erfindung.

Fig. 1 ist ein Querschnitt eines Bohrlochgehäuses nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 1A ist ein Querschnitt eines Bohrlochgehäuses nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das Fließkontrollvorrichtungen in der Form von Fließkontrollringen zwischen einem inneren Rohr und einem äußeren Element verwendet.

Fig. 2 ist ein Querschnitt des Bohrlochgehäuses von Fig. 1A, längs der Linie 2-2.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

In der folgenden Beschreibung werden, zum Zweck der Erläuterung und nicht der Einschränkung, spezifische Details, wie beispielsweise bestimmte Bauarten, Techniken usw., dargelegt, um ein eingehendes Verständnis der vorliegenden Erfindung zu gewährleisten. Es wird jedoch Fachleuten auf dem Gebiet offensichtlich sein, daß die vorliegende Erfindung in anderen Ausführungsbeispielen praktiziert werden kann, die von diesen spezifischen Details abweichen. In anderen Fällen werden detaillierte Beschreibungen von gut bekannten Vorrichtungen und Verfahren weggelassen, um so die Beschreibung der vorliegenden Erfindung nicht mit unnötigen Einzelheiten zu erschweren.

Fig. 1 zeigt eine Bohrlochgehäuseanordnung 20 nach einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Bohrlochgehäuseanordnung 20 schließt sowohl ein wesentlich zylindrisches inneres Rohr 22 als auch ein konzentrisches äußeres Schutzabdeckungselement 24 ein, das als ein Rohr illustriert wird, das aber andere Konfigurationen haben kann, die dazu dienen werden, ein darunterliegendes Siebelement zu schützen, wenn die Gehäuseanordnung in ein Bohrloch eingefahren wird. Sowohl das innere Rohr 22 als auch das äußere Element 24 verlaufen parallel zu einer Gehäuseachse 25. In seinem Inneren stellt das innere Rohr 22 einen Kanal 26 bereit, durch den eine Flüssigkeit, wie beispielsweise Erdöl oder Erdgas, in der durch Pfeile 28 gezeigten Richtung geleitet werden kann. Typischerweise beträgt die Länge der Gehäuseanordnung 20 9 bis 12 Meter. Die Anordnungen haben Gewindeabschnitte 22' an jedem Ende, so daß jede Anordnung durch eine Kupplung 23 an einer weiteren identischen Anordnung angebracht werden kann. In vielen Situationen kann sich ein Strang von verbundenen Gehäuseanordnungen über 600 Meter oder mehr erstrecken.

An seinen Enden wird das äußere Element 24, beispielsweise durch Schweißen, durch ringförmige Bund- oder Kappenelemente 32 um das innere Rohr 22 befestigt. Es sollte sich verstehen, daß andere Mittel zum Trennen und Abdichten des äußeren Elements 24 um das innere Rohr 22 eingesetzt werden können. Das innere Rohr 22 hat eine erste Reihe von Perforationen 40 über seine Länge, um ein erstes Längensegment 42 zu bilden. Das äußere Element 24 hat eine Reihe von Öffnungen oder Perforationen 50, die in einem oder mehreren Segmenten seiner Länge bereitgestellt werden, vorzugsweise in einem zweiten Längensegment 52, das sich angrenzend an das eine Ende desselben befindet, und einem dritten Längensegment 52', das sich angrenzend an das andere Ende desselben befindet. Es sind jedoch auch andere Typen von Perforationen, wie beispielsweise Schlitze, vorgesehen. Die Längensegmente 52, 52' sind parallel zur Gehäuseachse 25, verlaufen aber nur über einen Bruchteil der Länge des Bohrlochgehäuses längs der Gehäuseachse 25. Bei einem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Längensegmente 52, 52' jedes über annähernd 2,8 Meter und haben Perforationen 50 in der Form von 6,3 mm-Löchern, die sich sowohl in Längs- als auch in Umfangsrichtung auf 12,5 mm-Mittelpunkten befinden. Beim Beispiel von Fig. 1 liegt die Dichte der Perforationen 50 in einem Bereich von etwa 120 bis 240 pro Längenmeter.

Wie zuvor bemerkt, hat das innere Rohr 22 längs eines ersten Längensegments 42 eine Reihe von durch dasselbe geformten Perforationen 40. Wie die Längensegmente 52, 52' ist das Längensegment 42 parallel zur Gehäuseachse 25 und erstreckt sich nur über einen Bruchteil der Länge des Bohrlochgehäuses längs der Gehäuseachse 25. Jedoch ist das Längensegment 42, wie in Fig. 1 gezeigt, im Verhältnis zu den Längensegmenten 52, 52' längs der Gehäuseachse 25 in Axialrichtung versetzt. Bei einem Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Längensegment 42 über annähernd 5, 5 Meter, wobei es Perforationen 40 hat, die jede einen Durchmesser von 12,5 mm haben. Beim Beispiel von Fig. 1 liegt die Dichte der Perforationen 40 in einem Bereich von etwa 6 bis 26 pro Längenmeter.

Das innere Rohr 22 hat ein Sieb 60, das längs des Längensegments 42 konzentrisch auf demselben befestigt wird. Das Sieb 60 wird durch eine Vielzahl von in Axialrichtung verlaufenden Stäben 62 gebildet, die durch einen spiralförmig gewundenen Draht 64 überlagert werden, der an jedem Schnittpunkt an die Stäbe geschweißt wird. Typischerweise werden Siebdrähte 64 mit einem "V"- oder keilförmigen Profil gefertigt, so daß der im Raum zwischen benachbarten Drahtwindungen gebildete Fließschlitz nicht durch Sandteilchen in der Formation verstopft werden kann. Das Sieb 60 wird durch Befestigungsringe 66, von denen wenigstens einer am inneren Rohr 22, beispielsweise durch Schweißen, befestigt wird, an seinen entgegengesetzten Enden am Außenumfang des inneren Rohrs 22 befestigt. Die Befestigungsringe 66 haben eine in Axialrichtung verlaufende Außenfläche 67, die einen Außendurchmesser größer als der Außendurchmesser des Siebs 60 hat. Die Tatsache, daß die Außenfläche 67 einen größeren Außendurchmesser als das Sieb hat, bewirkt, daß eine über dieselbe fließende Flüssigkeit, die mit einer hohen Geschwindigkeit fließt, von der Siebfläche weg zerstreut wird, wodurch die Möglichkeit verringert wird, daß die Flüssigkeit eine Erosion der Siebfläche verursachen wird. Die ausgedehnte Länge der Fläche 67 ermöglicht außerdem, daß der Ring 66 eine ringförmige eingezogene Öffnung 68 einschließt, die dazu dient, die Enden des Siebs 60 zu berühren und zu halten.

Wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Reihe von Perforationen 50 im äußeren Element 24 in Axialrichtung versetzt gegenüber der Reihe von Perforationen 40 im inneren Rohr 22. Obwohl der Versetzungsgrad bei verschiedenen Ausführungsbeispielen variieren kann, sind die Perforationen 40 und 50, wie in Fig. 1 gezeigt, ausreichend versetzt, so daß es keine Überlappung von Perforationen 40 und 50 längs der Gehäuseachse 25 gibt. Tatsächlich überlappen die Segmente 52, 52' des äußeren Elements 24, in denen die Perforationen 50 gebildet werden, in Axialrichtung nicht mit dem Segment 42 des inneren Rohrs 22, in dem die Perforationen 40 gebildet werden und über dem das Sieb 60 befestigt wird. Obwohl ein Sieb aus gewundenem Draht beschrieben worden ist, ist vorgesehen, daß andere Typen von Siebflächen, wie beispielsweise gesinterte Fasern, Drahtgeflecht oder gesinterte Teilchen, ebenfalls verwendet werden könnten.

Obwohl die Reihe von Perforationen 50 auf dem äußeren Element 24 alle an dem einen Ende des äußeren Elements angeordnet werden könnten, während das perforierte Längensegment 42 des inneren Rohrs 22 am gegenüberliegenden Ende des äußeren Elements angeordnet werden könnte, bevorzugen wir die in Fig. 1 gezeigte Anordnung, da sie eine kürzere Fließbahn für die in die Perforationen eintretende Flüssigkeit bereitstellt, und ebenfalls, weil sie einen gleichmäßigeren Zugang zu der Flüssigkeit in der Formation bereitstellt. Außerdem befinden sich, wenn die Perforationen 40 im inneren Rohr 22 in der Mitte der Länge desselben liegen, die nicht-perforierten und daher stärkeren Abschnitte der Rohre an den Enden derselben, an denen das Rohr den höchsten Dreh- oder Zugkräften ausgesetzt ist.

Wie in Fig. 1 gezeigt, tritt eine Flüssigkeit aus einer Formation zuerst in einer allgemein radialen Richtung durch die Perforationen 50 in die Gehäuseanordnung 20 ein. Danach bewegt sich die Flüssigkeit in Axialrichtung längs der ringförmigen Segmente 52, 52' in den durch die Pfeile 70, 70' abgebildeten Richtungen. Nach dem Erreichen des Segments 42 läuft die Flüssigkeit allgemein in Radialrichtung nach innen durch das Sieb 60, wie durch die Pfeile 72 gezeigt. Danach fließt die Flüssigkeit durch den Kanal 26 in der durch die Pfeile 28 abgebildeten Richtung.

Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu erkennen, daß die Konstruktion der Bohrlochgehäuseanordnung 20 der vorliegenden Erfindung einen Richtungswechsel des Flüssigkeitsflusses bewirkt, wodurch die Kraft der eindringenden Flüssigkeit auf das Sieb 60 verringert wird, während die Geschwindigkeit derselben ebenfalls stark reduziert wird, im Vergleich mit der Geschwindigkeit derselben, wenn sie in die Perforationen SO eintritt. Darüber hinaus ist das Sieb 60 nicht anfällig für eine Beschädigung durch das Eindringen von unterirdischen Gegenständen durch die Perforationen 50, da die Perforationen 50 längs der Gehäuseachse 25 in einer verschränkten oder versetzten Beziehung mit dem Sieb 60 angeordnet sind. Außerdem befindet sich der stärkste nicht-perforierte Abschnitt des äußeren Elements 24 über dem Segment 42, um das Sieb 60 weiter zu schützen.

Das Ausführungsbeispiel von Fig. 1A unterscheidet sich von demjenigen von Fig. 1 durch die Bereitstellung von Fließkontrollvorrichtungen in der Form von Fließkontrollringen 80, 80'. Die Fließkontrollringe 80, 80' befinden sich in dem ringförmigen Raum zwischen dem inneren Rohr 22 und dem äußeren Element 24. Wie in Fig. 2 gezeigt, haben die Fließkontrollringe 80, 80' eine Vielzahl von in denselben geformten Öffnungen 82. Die Öffnungen 82 ermöglichen ein Fließen einer Flüssigkeit parallel zur Gehäuseachse 25. Das Einschließen von mit Öffnungen versehenen Fließkontrollringen wird einen Druckverlust erzeugen, der dazu tendiert, den Fluß von das Sieb 60 aus ungleichmäßigen Flußbereichen in der Formation erreichender Flüssigkeit auszugleichen, wodurch das Sieb weiter vor Erosion geschützt wird. Ein Konstruktionskriterium für die Fließkontrollringe 80, 80', die einen gleichmäßigen Fluß zum Sieb 60 gewährleisten und folglich die Erosion verringern werden, ist das Erzeugen einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 bis 6 Metern/Sekunde in den Öffnungen 82. Dies ist etwa 5 bis 40 mal die Höchstgeschwindigkeit in den zwischen dem äußeren Element 24 und dem Basis- oder inneren Rohr 22 gebildeten ringförmigen Bereichen 84, 84'. Diese Geschwindigkeit wird eine ausreichende Begrenzung schaffen, um Bereiche des Bohrloches mit einem hohen Fluß zu zerstreuen, ohne Erosionsprobleme im Ring zu schaffen. Zum Beispiel sollte der Gesamtdurchflußquerschnitt der Öffnungen in jedem Ring 80, 80' für ein Basisrohr 22 mit einem Durchmesser von 10 cm, durch das ein Durchschnitt von 60 bis 120 Barrel/Tag/Längenmeter des Siebs fließt, zwischen 1,3 und 2,5 cm² betragen. Diese Fläche könnte durch 16 bis 32 Löcher mit einem Durchmesser von 3,2 mm in jedem Fließkontrollring 80, 80' erreicht werden. Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel beträgt der Außendurchmesser des äußeren Elements 24 12 cm, und die Wanddicke desselben beträgt 3,2 mm. Der Außendurchmesser des inneren Rohrs 22 beträgt 10 cm, und die Wanddicke desselben beträgt 9,5 mm. Die Breite der Schlitze (nicht sichtbar) zwischen den Drahtwindungen 64, welche die Fläche des Siebs 60 bilden, beträgt 0,15 mm. Wir bevorzugen, daß der Gesamt-Einlaßdurchflußquerschnitt für die Perforationen 50 auf dem äußeren Element 24 zwischen 550 und 5 100 cm² beträgt. Der Gesamt-Einlaßdurchflußquerschnitt für sowohl die Siebschlitze als auch die Perforationen 40 beträgt vorzugsweise etwa 1920 cm².

Während die dem Sieb 60 zugeordnete Struktur die eines Einzelsiebs gewesen ist, sollte es sich verstehen, daß andere Typen von Sieben gleichermaßen durch die vorliegende Erfindung geschützt werden könnten, einschließlich von doppelten Drahtwindungs- und Abpacksieben.


Anspruch[de]

1. Eine Gehäuseanordnung (20) für ein Bohrloch, wobei die Gehäuseanordnung folgendes umfaßt: ein im wesentlichen zylindrisches inneres Rohr (22), das sich entlang einer Gehäuseachse (25) über die gesamte Länge der Gehäuseanordnung erstreckt, wobei das innere Rohr entlang einem ersten Längensegment (42) der Gehäuseachse eine Reihe von Perforationen (40) durch seine Außenfläche geformt hat; ein im wesentlichen zylindrisches äußeres Element (24), das radial mit Abstand von dem inneren Rohr (22) angeordnet ist und sich konzentrisch um dieses befindet und sich auch entlang der Gehäuseachse (25) erstreckt, wobei das äußere Element entlang einem zweiten Längensegment (52) der Gehäuseachse eine Reihe von Perforationen (50) durch seine Außenfläche geformt hat; ein Sieb (60), das über einer äußeren Umfangsfläche des inneren Rohres und über der Reihe von Perforationen (40), die auf dem inneren Rohr geformt sind, befestigt ist; wobei das erste Längensegment (42) und das Sieb (60), das über dessen Oberfläche befestigt ist, und das zweite Längensegment (52) entlang der Gehäuseachse im wesentlichen in bezug aufeinander versetzt liegen, dadurch gekennzeichnet, daß ein offener kreisförmiger Zwischenraum zwischen dem äußeren Element (24) und dem inneren Rohr (22) geformt ist, wodurch Flüssigkeit, die durch die Perforationen (50) in das äußere Element dringt, im wesentlichen unbehindert in einer axialen Richtung (70, 70') durch den offenen kreisförmigen Zwischenraum und dann mit geringerer Kraft und stark reduzierter Geschwindigkeit durch das Sieb (60) und durch die Reihe von Perforationen (40) auf dem inneren Rohr (22), das unter dem Sieb liegt, fließt.

2. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 1, wobei das erste Längensegment (42) und das zweite Längensegment (52) im wesentlichen nicht-überlappend sind.

3. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 1, wobei diese ferner mindestens ein Fließkontrollelement (80), das sich in einem kreisförmigen Zwischenraum, der an einem Ende des Siebes (60) zwischen dem äußeren Element (24) und dem inneren Rohr (22) geformt ist, befindet, wobei das mindestens eine Fließkontrollelement Öffnungen (82) darin aufweist, um zu ermöglichen, daß Flüssigkeit in der axialen Richtung (70, 70') von dem ersten Längensegment zu dem zweiten Längensegment fließt.

4. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 3, wobei die offenen Fließbereiche der Öffnungen (82) geringer als der offene Querschnitts-Bereich des ringförmigen Zwischenraums sind, der sich stromaufwärts des mindestens einen Fließkontrollelements (80) befindet, um dadurch einen Druckverlust, der dazu tendiert, den Fluß von das Sieb (60) erreichender Flüssigkeit auszugleichen, zu erzeugen, wodurch das Sieb ferner vor Erosion geschützt ist.

5. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 1, wobei jedes Ende des inneren Rohres (22) darauf ein Mittel (22') zur Ermöglichung des Befestigens der Gehäuseanordnung (20) an eine andere Gehäuseanordnung aufweist.

6. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 1, wobei die Reihe von entlang dem ersten Längensegment (42) des inneren Rohres (22) geformten Perforationen (40) in einem mittleren Längenabschnitt des inneren Rohres positioniert sind, und die Reihe von Perforationen (50), die entlang dem zweiten Längensegment (52) der Gehäuseachse (25) durch das äußere Element (24) hindurch geformt sind, an einem Ende der Länge des äußeren Elements positioniert sind, wobei das äußere Element (24) ferner entlang einem dritten Längensegment (52'), das an einem zweiten Ende des äußeren Elements positioniert ist, eine zusätzliche Reihe von Perforationen (50) aufweist.

7. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 6, wobei das erste Längensegment (42), das zweite Längensegment (52) und das dritte Längensegment (52') im wesentlichen nicht-überlappend sind.

8. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 7, wobei das erste Längensegment (42) eine im wesentlichen der Gesamtlänge des zweiten Längenelements (52) und des dritten Längenelements (52') entsprechende axiale Länge aufweist.

9. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 7, wobei diese ferner ein Paar Fließkontrollelemente (80), die sich in kreisförmigen Zwischenräumen, die an jedem Ende des Siebes (60) zwischen dem äußeren Element (24) und dem inneren Rohr (22) geformt sind, befinden, umfaßt, wobei die Fließkontrollelemente Öffnungen (82) darin aufweisen, um zu ermöglichen, daß Flüssigkeit in der axialen Richtung (70, 70') von dem zweiten Längensegment (52) und dem dritten Längensegment (52') zu dem ersten Längensegment (42) fließt.

10. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 1, wobei das Sieb an jedem seiner Enden mittels eines Paars Befestigungsringe (66), die einen äußeren Abschnitt (67), dessen Durchmesser größer als die Außenfläche des Siebes (60) ist, aufweisen, über eine äußere Umfangsfläche des inneren Rohres (22) befestigt ist, wodurch der Flüssigkeitsfluß über die Ringe (66) von der Fläche des Siebes (60) abgelenkt werden wird.

11. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 10, wobei jeder der Befestigungsringe (66) einen ringförmig ausgesparten Abschnitt (68) aufweist, der sich unter dem äußeren Abschnitt (24), der einen Endabschnitt des Siebes (60) empfängt und behält, aufweist.

12. Gehäuseanordnung gemäß Anspruch 10, wobei das Sieb (60) eine Vielzahl von sich in die länge erstreckenden Stützstangen (62) umfaßt, über die ein Profildraht (64) spiralförmig gewickelt und an jedem Schnittpunkt geschweißt ist.







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