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Dokumentenidentifikation DE10138167A1 27.02.2003
Titel Vorrichtung und Verfahren für ein gezieltes Auftragen von Beschichtungsmaterial
Anmelder saremo ObjektFinish AG, 12621 Berlin, DE
Erfinder Niemierza, Dietmar, 12619 Berlin, DE;
Kirmes, Raoul, 10589 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 03.08.2001
DE-Aktenzeichen 10138167
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B05B 12/12
IPC-Nebenklasse B05B 1/02   B05B 9/03   B05B 15/00   
Zusammenfassung Die Vorrichtung besteht aus einer Auftrageeinrichtung zum Auftragen des Beschichtungsmaterials und einer Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung des Materials während des Auftrags. Hierbei wird während des Auftragens des Beschichtungsmaterials mindestens ein für die Schichtdicke repräsentatives Signal erzeugt. Anhand des ausgewerteten Signals kann dann die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung bestimmt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren für ein gezieltes Auftragen von Beschichtungsmaterial auf eine Oberfläche mit einer vorbestimmten Schichtdicke der im Oberbegriff des Anspruch 1 und des Verfahrensanspruch 22 angegebenen Art.

Das Auftragen von Beschichtungsmaterial, wie insbesondere wasserlösliche oder lösemittelhaltige Farbe oder Lack, auf eine Oberfläche erfolgt bisher mittels einer Spritzpistole, bei der Beschichtungsmaterial unter Druck durch eine Düse auftragen bzw. aufgespritzt wird.

Bei dem Auftragen des Beschichtungsmaterials besteht jedoch das Problem, daß eine Person die das Material auf eine Oberfläche aufträgt dieses weder mit einer vorbestimmten Dicke noch einer vorbestimmten Dickenverteilung auftragen kann. Wenn beispielsweise das Beschichtungsmaterial gleichmäßig aufgetragen werden soll, so können kleine Fehlstellen durch eine zu geringe Schichtdicke, winzige Einschlüsse in dem Beschichtungsmaterial von dieser Person nicht erkannt werden. Erst nach Abschluß der Arbeit kann die Person beispielsweise über den Glanz eines frischen Lackfilms abschätzen, daß zumindest keine Fehlstellen beim Auftragen erzeugt wurden. Des weiteren kann die Person während des Materialauftrags nicht bestimmen an welchen Stellen beispielsweise zuviel Material aufgetragen wurde, so daß sich häßliche Schlieren bilden können, wenn weiteres Material aufgebracht wird.

Um dieses Problem zu umgehen und um beispielsweise einen möglichst gleichmäßigen Auftrag des Beschichtungsmaterials zu erhalten, muß ein Anwender das Material möglichst systematisch auftragen. Dies ist besonders bei einem mobilen Einsatz auf Baustellen und unter schwankenden Lichtverhältnissen nur sehr schlecht möglich und führt daher zu entsprechenden Qualitätsproblemen.

Solche Qualitätsmängel können sich aus einem ungleichmäßigen Auftrag und der Bildung von Schlieren ergeben. Insbesondere bei Gegenständen oder Einrichtungen mit glatten Oberflächen wie z. B. Möbel, Türen oder glatt verputzten Wänden usw. fällt ein ungleichmäßiger Auftrag des Beschichtungsmaterials wie Farbe oder Lack sofort auf. Gerade bei glatten Metalloberflächen wie beispielsweise bei Fahrzeugen ist ein gleichmäßiger Auftrag eines Beschichtungsmaterials wie Lack ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Aufgabe der Erfindung ist daher eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Auftragen von Beschichtungsmaterial auf eine Oberfläche gemäß der im Patentanspruch 1 bzw. dem Verfahrensanspruch 22 angegebenen Art zu schaffen, welche es ermöglicht, auf einfache und zuverlässige Weise ein Beschichtungsmaterial gezielt mit einer vorbestimmten Schichtdicke und/oder einer vorbestimmten Schichtdickenverteilung auf eine Oberfläche aufzutragen.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung und ein Verfahren zum gezielten Auftragen von Beschichtungsmaterial mit den im Patenanspruch 1 bzw. den im Verfahrensanspruch 22 beanspruchten Merkmalen gelöst.

Gemäß der Erfindung wird Beschichtungsmaterial über eine Auftrageeinrichtung auf eine Oberfläche aufgetragen und gleichzeitig die Schichtdicke des Auftrags über eine Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung bestimmt, so daß anhand der festgestellten Dicke das Material gezielt in einer gewünschten Dicke und/oder Dickenverteilung aufgetragen werden kann. Hierbei können die Bildung von Fehlstellen, Einschlüssen und Schlieren verhindert werden sowie beispielsweise eine gleichmäßige Oberflächenbeschichtung erreicht werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung wird als Einrichtung zur Bestimmung der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung eine optische Einrichtung vorzugsweise eine Thermokamera verwendet und als Auftrageeinrichtung eine Spritzpistole. Bei der Verwendung einer Thermokamera wird das Beschichtungsmaterial mit einer vorbestimmten Temperatur auf die Oberfläche aufgetragen und die Wärmestrahlung des Beschichtungsmaterials während des Auftrags analysiert, wobei die Wärmestrahlung zeitlich entsprechend aufgelöst wird, so daß ein zunehmendes Abkühlen des Beschichtungsmaterials nicht berücksichtigt wird. Bei der Verwendung einer Spritzpistole entsteht zusätzlich ein sog. Düsenkühleffekt der ebenfalls berücksichtigt wird. Eine Software der Thermokamera kann insofern sehr fein justieren, so daß kleinste Staubeinschlüsse oder Überdeckungen bestimmt und sichtbar gemacht werden können. Über die Wärmekapazität wird die Schichtdicke und über Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit des Auftrags des Beschichtungsmaterials werden Einschlüsse und Porositäten bestimmt und als repräsentative Signale an einen Rechner weitergeleitet. Eine Überdeckung ist hierbei eine Stelle die mehrmals mit Beschichtungsmaterial versehen wurde, so daß sie eine zu große Schichtdicke aufweist.

Ein an die Kamera angeschlossener Rechner erfaßt die Signale und ermittelt die Schichtdicken bzw. stellt Einschlüsse und Porositäten fest. Die berechneten Werte können dann von dem Rechner aufgeschlüsselt werden, beispielsweise über die Fläche eines bearbeiteten und von der Einrichtung zur Bestimmung der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung erfaßten Bereichs. Über eine Ausgabeeinheit können dann beispielsweise die Schichtdicken und/oder die Schichtdickenverteilung sowie Einschlüsse und Porositäten über den erfaßten Bereich bildlich dargestellt werden, so daß eine Person während des Auftragens des Beschichtungsmaterials leicht die jeweiligen Unterschiede in dem Auftrag wahrnehmen und zuordnen kann. Als Ausgabeeinheit wird vorzugsweise ein LCD- Bildschirm verwendet.

Die Ergebnisse der Messung der Thermokamera lassen sich als Thermogramm darstellen. Bei einem solchen Thermogramm handelt es sich um ein Wärmebild von einem Ausschnitt der bearbeiteten Oberfläche. Aufgrund der Messung der Wärmekapazität und der Wärmeleitfähigkeit des Materialauftrags und der Auswertung durch einen Rechner lassen sich wie bereits beschrieben unterschiedliche Schichtdicken und/oder Schichtdickenverteilungen, Porositäten und Einschlüsse ermitteln. Den unterschiedlichen Schichtdicken und deren Verteilung können dabei verschiedene Farben, Farbabstufungen oder Grauabstufungen zugeordnet werden. Das gleiche gilt für ermittelte Einschlüsse und Porositäten. Hierbei kann ein Betrachter sehr leicht feststellen, wo Unterschiede beispielsweise bezüglich der Dicke im Materialauftrag vorliegen, welche sonst von ihm nicht wahrgenommen werden könnten. Arbeitet der Anwender innerhalb einer bestimmten Farbwiedergabe beispielsweise für eine gewünschte Schichtdicke, so kann er sicherstellen, daß wenn er in diesem Bereich der Farbwiedergabe arbeitet, die Oberfläche die gewünschte Materialdicke aufweist. Stellt er Einschlüsse fest, die beispielsweise farblich besonders hervorgehoben werden, so kann er diese Einschlüsse sofort abstoßen und die Fläche nochmals mit Beschichtungsmaterial abdecken.

Der Anwender ist dadurch in der Lage während des Auftragens des Beschichtungsmaterials und unabhängig von den Lichtverhältnissen die Qualität, wie beispielsweise ein gleichmäßiger Auftrag, zu steuern und zu überwachen.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird als Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder Schichtdickenverteilung eine Einrichtung verwendet, bei der das Beschichtungsmaterial während des Auftragens mit Ultraschallwellen beauftragt wird. Anhand der von dem Beschichtungsmaterial reflektierten Wellen kann die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung bestimmt werden sowie Einschlüsse und Porositäten festgestellt werden.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird eine Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung verwendet, die aus den Wellenlängen des reflektierten Lichts des Beschichtungsmaterials während des Auftrags die Schichtdicke und/oder Schichtdickenverteilungen bestimmt sowie Einschlüsse und Porositäten festgestellt. Wie bereits für das Beispiel einer Thermokamera beschrieben, können die Ergebnisse der beiden vorgenannten Einrichtungen zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder Schichtdickenverteilung sowie von Einschlüssen und Porositäten vergleichbar aufgeschlüsselt werden, so daß die Unterschiede in den Dicken und der Verteilung sowie festgestellte Einschlüsse und Porositäten in unterschiedlichen Farben, Farbabstufungen oder Grauabstufungen über einen von der jeweiligen Einrichtung erfaßten Bereich dargestellt werden können.

Der Materialauftrag kann teilweise oder vollständig automatisiert werden. Hierbei wird die Auftrageeinrichtung beispielsweise eine Spritzpistole und die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung beispielsweise eine Thermokamera über einen Rechner miteinander verbunden. Der Rechner kann basierend auf den erfaßten Daten der Kamera und der daraus ermittelten Werte beispielsweise den Auftrag an Beschichtungsmaterial pro Flächeneinheit über die Spritzpistole steuern. Des weiteren kann der Rechner die Bewegung der Pistole über die zu beschichtende Oberfläche sowie die Bewegung der Kamera abhängig von der Bewegung der Spritzpistole steuern, so daß diese den Abschnitten folgt in denen der Auftrag des Beschichtungsmaterials erfolgt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung an der Auftrageeinrichtung vorgesehen. Eine Ausgabeeinrichtung kann vorzugsweise als integrierter Bildschirm an der Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung oder unabhängig davon an einem Helm angebracht sein. Bei einem Helm kann eine solche Ausgabeeinheit insbesondere als Bildschirm integriert als Overhead-Screen vorgesehen sein. Der Anwender kann somit während des Auftragens des Beschichtungsmaterials auf besonders einfache Weise die Qualität seines Auftrags kontrollieren und entsprechend anpassen. Neben der Auftrageeinrichtung kann die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung auch auf einem Helm vorgesehen sein. Beide Möglichkeiten haben den Vorteil, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke bzw. deren Verteilung bei dem Auftragen entsprechend mitbewegt werden kann, wobei sie so ausgerichtet ist, daß sie den Arbeitsbereich optimal erfaßt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung so ausgebildet, daß sie mobil eingesetzt werden kann. Hierzu weist die Vorrichtung eine bewegliche Einrichtung vorzugsweise einen Kastenwagen auf, welcher mit mindestens einem Anschluß für eine Auftrageeinrichtung wie eine Spritzpistole versehen ist. Die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung kann beweglich an dem Wagen vorgesehen sein oder wie oben bereits beschrieben direkt mit der Auftrageeinrichtung oder dem Helm eines Anwenders verbunden sein. Die bewegliche Einrichtung weist weiter eine Pumpe und einen Kompressor auf zum Erzeugen und Regeln des benötigten Spritzdrucks. Des weiteren kann ein Temperaturregeleinrichtung an der beweglichen Einrichtung vorgesehen werden. Dies ist dann wichtig, wenn eine Thermokamera als Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke bzw. der Schichtdickenverteilung verwendet wird. Die Temperaturregeleinrichtung regelt dabei die Temperatur mit der das Beschichtungsmaterial aufgetragen wird. An der beweglichen Einrichtung kann darüber hinaus ein Entleerungssystem angebracht werden, um Schläuche der angeschlossenen Spritzpistolen zu entleeren. Dies hat den Vorteil, daß größere Schlauchspülverluste verhindert werden. Des weiteren weist die bewegliche Einrichtung eine sog. Treppensteigeranlage auf, die insbesondere beim Einsatz auf Baustellen vorteilhaft ist. Des weiteren kann die bewegliche Einrichtung mit einer Funkwartung und einer Diebstahlsicherung ausgestattet werden, wobei Störfälle über Funk gemeldet werden können.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung

Fig. 2 ein Wärmebild einer Thermokamera

Fig. 3 Helm mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung

Beschreibung der Zeichnungen

In Fig. 1 ist eine bewegliche Einrichtung in Form eines Kastenwagens 1 dargestellt, der mit einer Spritzpistole 3 als Auftrageeinrichtung über ein Schlauchsystem 5 verbunden ist. Eine Thermokamera 7 als Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung ist beweglich an dem Wagen installiert und auf den zu bearbeitenden Bereich geschwenkt. Über eine Ausgabeeinheit wie hier ein Display, daß beispielsweise an einem Helm eines Anwenders angebracht ist (nicht dargestellt) wird ein Wärmebild angezeigt, in dem der Anwender die aufgetragene Schichtdicke und/oder deren Verteilung sowie eventuelle Einschlüsse und Porositäten während des Auftragens des Beschichtungsmaterials angezeigt bekommt. Der Wagen weist zudem eine Pumpe 9 und einen angeschlossenen Kompressor 11 auf. Um das Beschichtungsmaterial mit einer vorbestimmten Temperatur aufzutragen, ist eine Temperaturregeleinrichtung 13 für das Beschichtungsmaterial vorgesehen. Weiter sind an dem Wagen ein Entleerungssystem 15 sowie eine Treppensteigeanlage 19 angebracht. Darüber hinaus ist der Wagen mit einer Funkwartung 20 und einer Diebstahlsicherung 21 ausgestattet, wobei Störfälle über Funk gemeldet werden können. Ein solche bewegliche Einrichtung 1 hat den Vorteil, daß die daran angeschlossene Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung 7 und die Auftrageeinrichtung 3 leicht vor Ort eingesetzt werden können.

In Fig. 2 ist ein Ausschnitt eines Wärmebildes 30 einer Thermokamera dargestellt. Hierbei sind die unterschiedlichen Schichtdicken des Beschichtungsmaterials und deren Verteilung in verschiedenen Farbabstufungen dargestellt. Der hellste Bereich 32 stellt dabei den Bereich dar, der bereits eine optimale Schichtdicke aufweist. Je dunkler die Bereiche ausgebildet sind, um so mehr Beschichtungsmaterial muß noch aufgetragen werden. Einzelne dunkle, unterschiedlich gefärbte Punkt stellen Porositäten 34 bzw. Einschlüsse 36 dar. Anhand eines solchen Wärmebildes ist ein Anwender in der Lage auf sehr einfache Weise Beschichtungsmaterial mit einer gewünschten Schichtdicke und einer gewünschten Schichtdickenverteilung aufzutragen. Desweiteren kann er einen festgestellten Einschluß 36 abstoßen und die Fläche nochmals mit Beschichtungsmaterial bearbeiten.

In Fig. 3 ist eine Person während des Auftragens von Beschichtungsmaterial dargestellt. Die Person trägt hierbei einen Helm 40 an dem ein Bildschirm 42 als Ausgabeeinheit befestigt ist. Zusätzlich ist auf dem Helm 40 wahlweise eine Thermokamera als Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung 44 angeschlossen. Die Kamera 44 ist dabei so auf dem Helm angebracht, daß ihr Objektiv 46 den Arbeitsbereich möglichst optimal erfaßt. Die Kamera 44 und der Bildschirm 42 können auch direkt auf der Auftrageeinrichtung 52 vorgesehen sein, wie hier einer Spritzpistole. Wie bereits beschrieben hat dies den Vorteil, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung den Bewegungen eines Anwenders folgen kann während des Auftragens des Beschichtungsmaterials.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum gezielten Auftragen von Beschichtungsmaterial auf eine Oberfläche mit vorbestimmter Schichtdicke, mit einer Auftrageeinrichtung zum Auftragen des Beschichtungsmaterials und mit einer Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung während des Auftrags des Beschichtungsmaterials.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung Einschlüsse bei denen das Beschichtungsmaterial Fremdkörper und Porositäten bei denen das Beschichtungsmaterial Lufteinschlüsse aufweist, ermittelt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung mit einem Rechner verbunden ist, welcher aus den Daten der Einrichtung die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung und/oder Einschlüsse und Porositäten ermittelt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung eine Einrichtung aufweist, bei der das Beschichtungsmaterial mit Ultraschallwellen beauftragt wird, um die reflektierten Ultraschallwellen zu bestimmen.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung eine Einrichtung aufweist, die die Wellenlängen des von dem Beschichtungsmaterial reflektierten Lichts bestimmt.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung eine optische Einrichtung ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung eine Thermokamera aufweist, bei der die von dem Beschichtungsmaterial reflektierte Wärmestrahlung während des Auftragens auf die Oberfläche bestimmt wird.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, daß die Thermokamera zum Ermitteln der Schichtdicke die Wärmekapazität des aufgetragenen Beschichtungsmaterials bestimmt.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 6, 7 oder 8 dadurch gekennzeichnet, daß die Thermokamera zum Bestimmen der Einschlüsse und Porositäten die Wärmeleitfähigkeit des Beschichtungsmaterials bestimmt.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung und die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung über den Rechner miteinander verbunden sind und der Rechner den Auftrag des Beschichtungsmaterials pro Flächeneinheit und/oder die Bewegung der Auftrageeinrichtung über die zu beschichtende Oberfläche und/oder die Bewegung der Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder Schichtdickenverteilung abhängig von der Bewegung der Auftrageeinrichtung steuert.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner die berechneten Schichtdicken und/oder Schichtdickenverteilungen und/oder Einschlüsse und Porositäten über einen Bereich des aufgetragenen Beschichtungsmaterials aufschlüsselt, wobei die Unterschiede in der Schichtdicke, der Schichtdickenverteilung sowie Einschlüsse und Porositäten durch unterschiedliche Farben und/oder Farbabstufungen oder Grauabstufungen auf einer Ausgabeeinheit dargestellt werden.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinheit an der Einrichtung zur Bestimmung der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung oder an der Auftrageeinrichtung oder an einem Helm vorzugsweise als Overhead-Screen vorgesehen ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeeinheit vorzugsweise ein Bildschirm ist, besonders bevorzugt ein LCD-Bildschirm.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung an der Auftrageeinrichtung vorgesehen ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung mit einer bewegliche Einrichtung, vorzugsweise einem Kastenwagen, verbindbar ist, wobei die bewegliche Einrichtung eine Temperaturregeleinrichtung zum Regeln der Temperatur des Beschichtungsmaterials vor dem Auftragen, eine Pumpe und einen Kompressor zum Erzeugen und Regeln des Bearbeitungsdrucks der Auftrageeinrichtung aufweist.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Einrichtung einen Treppensteiger aufweist.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16 dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Einrichtung ein Entleerungssystem für ein mit der Auftrageeinrichtung verbundenes Schlauchsystem aufweist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17 dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Einrichtung eine Diebstahlsicherung und ein Funkwartungsgerät aufweist, welches über Funk Störfälle meldet.
  19. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18 dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung schwenkbar an der beweglichen Einrichtung vorgesehen ist und entsprechend dem zu bearbeitenden Bereich ausgerichtet werden kann.
  20. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung eine Spritzpistole aufweist, bei der das Beschichtungsmaterial unter Druck über eine Düse aufgetragen wird.
  21. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial vorzugsweise eine wasserlösliche Farbe oder eine lösemittelhaltige Farbe oder einen Lack aufweist.
  22. 22. Verfahren zum gezielten Auftragen von Beschichtungsmaterial auf eine Oberfläche mit einer vorbestimmten Schichtdicke mit den Schritten:

    Auftragen des Beschichtungsmaterials auf die Oberfläche mittels einer Auftrageeinrichtung;

    Bestimmen der Schichtdicke und/oder Schichtdickenverteilung mittels einer Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung während des Auftragens des Beschichtungsmaterials, und Erzeugen mindestens eines für die Schichtdicke repräsentativen Signals.
  23. 23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine konstante Schichtdicke aufgetragen wird.
  24. 24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß Einschlüsse bei denen das Beschichtungsmaterial Fremdkörper und Porositäten bei denen das Beschichtungsmaterial Lufteinschlüsse aufweist mittels der Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung bestimmt und repräsentative Signal für Einschlüsse und Porositäten erzeugt werden.
  25. 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 24 dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung verbundener Rechner, aus dem für die Schichtdicke repräsentativen Signal die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung des aufgetragenen Beschichtungsmaterials ermittelt.
  26. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25 dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner aus den für die Einschlüsse und Porositäten erzeugten repräsentativen Signalen Einschlüsse und Porositäten ermittelt.
  27. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26 dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung und/oder Einschlüsse und Porositäten mit einer optischen Einrichtung vorzugsweise einer Thermokamera bestimmt werden, wobei die Thermokamera die Wärmestrahlung des Beschichtungsmaterials während des Auftragens auf die Oberfläche bestimmt.
  28. 28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung das Beschichtungsmaterial mit einer vorbestimmten Temperatur aufträgt.
  29. 29. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28 dadurch gekennzeichnet, daß die Thermokamera zur Ermittlung der Schichtdicke die Wärmekapazität des aufgetragenen Beschichtungsmaterials bestimmt und ein Signal entsprechend der ermittelten Wärmekapazität erzeugt.
  30. 30. Verfahren nach Anspruch 27, 28 oder 29 dadurch gekennzeichnet, daß die Thermokamera zur Ermittlung von Porositäten und Einschlüssen die Wärmeleitfähigkeit des aufgetragenen Beschichtungsmaterials bestimmt und ein Signal entsprechend der ermittelten Wärmeleitfähigkeit erzeugt.
  31. 31. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26 dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung und/oder Einschlüsse und Porositäten mit einer Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung bestimmt werden, die das Beschichtungsmaterial während des Auftragens mit Ultraschallwellen beauftragt und die reflektierten Wellen bestimmt.
  32. 32. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26 dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke und/oder die Schichtdickenverteilung und/oder Einschlüsse und Porositäten mit einer Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung bestimmt werden, die die Wellenlängen des von dem Beschichtungsmaterial reflektierten Lichts bestimmt.
  33. 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 32 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung und die Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung über den Rechner miteinander verbunden sind, so daß diese von dem Rechner gesteuert werden können, wobei der Rechner den Auftrag des Beschichtungsmaterials pro Flächeneinheit und/oder die Bewegung der Auftrageeinrichtung über die zu beschichtende Oberfläche und/oder die Bewegung der Einrichtung zum Bestimmen der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung abhängig von der Bewegung der Auftrageeinrichtung steuert.
  34. 34. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 33 dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner die ermittelten Schichtdicken und/oder Schichtdickenverteüung und/oder Einschlüsse und Porositäten über einen von der Einrichtung zur Bestimmung der Schichtdicke und/oder der Schichtdickenverteilung erfaßten Bereichs aufschlüsselt und diesen jeweils unterschiedliche Farben, Farbabstufungen oder Grauabstufungen zuordnet und über eine Ausgabeeinheit darstellt.
  35. 35. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 34 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung eine Spritzpistole aufweist, bei der das Beschichtungsmaterial unter Druck über eine Düse aufgetragen wird.
  36. 36. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 35 dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrageeinrichtung als Beschichtungsmaterial vorzugsweise eine wasserlösliche Farbe oder eine lösemittelhaltige Farbe oder einen Lack aufträgt.






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