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Dokumentenidentifikation DE10139407A1 27.02.2003
Titel Staubdichtung für Anbauten auf Fahrzeug-Karosserieteilen
Anmelder FUBA Automotive GmbH & Co. KG, 31162 Bad Salzdetfurth, DE
Erfinder Engel, Matthias, 38723 Seesen, DE;
Floren, Christian, 31139 Hildesheim, DE;
Sczesny, Jürgen, 31141 Hildesheim, DE;
Probst, Wilhelm, 31167 Bockenem, DE;
Becker, Ulrich D., 31139 Hildesheim, DE;
Hust, Thomas, 31061 Alfeld, DE
DE-Anmeldedatum 17.08.2001
DE-Aktenzeichen 10139407
Offenlegungstag 27.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B60R 13/06
IPC-Nebenklasse B62D 65/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Staubdichtung für Funktionsteile, die außen auf die Karosserie eines Kraftfahrzeugs montiert werden. Die Dichtung soll den Bereich zwischen dem umlaufenden äußeren Rand des Anbauteils und der Karosseriefläche abschließen und damit den Innenraum des Anbauteils schützen. Anbau- und Funktionsteile sind z. B. Antennengehäuse und seitliche Blinkleuchten.

Dichtungen zwischen außen angesetzten Funktionsteilen und der Karosserie-Oberfläche sind in den unterschiedlichsten Ausführungen gebräuchlich. Sie bestehen im allgemeinen aus gummielastischem Material. Es gibt Dichtungen, die als flächige Teile oder folienartig zwischen die Karosserie-Oberfläche und das Anbauteil gelegt werden, und solche aus einem profilierten Band, die im wesentlichen periphär um das Anbauteil gelegt werden. Die Dichtungen werden zusammen mit dem Anbauteil an der Karosserie befestigt, z. B. durch Verschrauben oder Kleben.

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere Antennen. Die heute immer mehr in Gebrauch kommenden Flach- und Kurzstabantennen für höhere Frequenzen, z. B. für Mobilfunk, GPS und Dienste, werden mit kleinen Hauben versehen, die meist separat lackiert und anschließend aufmontiert werden.

Die Antennenbaugruppe wird als komplettes Modul angeschraubt und bzw. oder flächig aufgeklebt. Die Haube wird in aller Regel in der Farbe der Karosserie lackiert.

Nun kann es vorkommen, daß zu einem Zeitpunkt, da alle Einbauten und die Anbauteile fertig ein- und anmontiert sind, das Dach nachlackiert werden muß. Es ist sehr ungünstig - weil Zeit- und kostenaufwendig - zu diesem Zeitpunkt z. B. das komplette Antennenmodul abzulösen und zu demontieren und dann nach den Lackarbeiten wieder anzubauen und anzukleben. Immerhin muß man in aller Regel Teile der Innenraumverkleidung des Fahrzeugs lösen, wenn man eine Dachantenne abbauen will.

Eine andere Lösung ist jedoch derzeitig weder üblich noch bekannt. So steht man vor dem Problem, daß man zwar die Antennenhaube zusammen mit dem Dach lackieren kann, nicht aber gleichzeitig auch die Dichtung. Wenn man die Dichtung mitlackieren würde, hätte man in den Kehlen zwischen Dach und Dichtung und zwischen Dichtung und Haube Übergänge, in denen der Lack reißen kann. Auch ist eine Demontage bei anlackierter Dichtung nicht möglich, ohne daß Lackschäden auf der Karosserie entstehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungselement für ein Anbauteil für Kraftfahrzeuge zu konzipieren, das im angebauten Zustand des Anbauteils - ohne gleichzeitige Demontage des gesamten Moduls - separat montiert und demontiert werden und wieder zuverlässig befestigt werden kann, und das auch nach einer erneuten Montage von hoher Funktionssicherheit ist. Das Element muß die Anforderungen insbesondere des Kraftfahrzeugbaus an Montagesicherheit und leichtes Handling erfüllen. Das Element soll als Staubdichtung dienen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Hauptanspruch angegebenen Merkmalen gelöst. Die Unteransprüche enthalten bevorzugte Details und Ausführungsbeispiele.

Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß der Arbeitsgang "Demontage und anschließende erneute Montage des kompletten Antennenmoduls" eingespart wird. Ob nun nur die Karosseriefläche lackiert wird oder gleichzeitig auch die Antennenhaube, in jedem Fall genügt es, die Dichtung zu entfernen, und man erhält eine optisch einwandfreie Oberfläche im Bereich zwischen der Haube und der Karosseriefläche. Die Dichtung wird anschließend wieder über die lackierten Flächen gezogen.

Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen in schematischer Darstellung

Fig. 1 Antennenmodul für Dachaufbau in perspektivischer Ansicht,

Fig. 2 Dichtung für das Modul nach Fig. 1 in Seitenansicht und in Draufsicht

Fig. 3 Schnitte durch den Randbereich einer Haube mit Dichtung

  • a) Nut dichtungsseitig
  • b) Feder, als Lippe unter den Haubenrand greifend

Fig. 4 Dichtungsprofil mit dichtungsseitiger Querschnittsverdickung der Arretierung.

Dabei sind 1 Karosserieblech

2 Chassis

3 Haube

4 Manschette

4.1 Obere Lippe zur Dichtung

4.2 Untere Lippe zur Dichtung

5 Nut

6 Feder

6.1 Lippe der Arretierung

7 Verdickung

8 Steg

9 Auskehlung



Das Antennenmodul, wie es Fig. 1 zeigt, kann mehrere Antennen für Frequenzen im GHz-Bereich enthalten. Es wird mit dem Chassis 2 auf das Karosserieblech 1 gesetzt und durch eine Öffnung angeschraubt, durch die auch das Speisekabel usw. geführt wird. Das Modul kann noch zusätzlich mit der Unterseite seines Chassis 2 auf die Blechoberfläche geklebt werden.

Die in Fig. 2 gezeigte Dichtung des Stands der Technik ist als periphäres Bandprofil ausgebildet, das z. B. innen eine umlaufende Lippe hat, die im angeschraubten Zustand vom Rand der Haube 3 unlösbar auf die Karosserie-Oberfläche gepreßt wird oder zusätzlich aufgeklebt ist. Die Haube und bzw. oder die Klebung arretieren die Dichtung.

Das erfindungsgemäße Dichtungsprofil besteht aus der Manschette 4 und aus innenseitigen Mitteln zur Arretierung. Die Manschette dient mit der oberen Lippe 4.1 und der unteren Lippe 4.2 der Abdichtung des Bereichs zwischen der Haube und der Karosserie nach außen. Zur Arretierung umfaßt bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3a die Dichtung mit der Nut 5 den als Feder 6 ausgebildeten Rand der Haube, und bei dem Beispiel nach Fig. 3b greift eine federartig ausgebildete Lippe 6.1 des Dichtungsprofils unter den Haubenrand. Fig. 4 zeigt schließlich ein Dichtungsprofil mit der Verdickung 7, die über den Steg 8 mit der Manschette 4 verbunden ist. Die Verdickung 7 liegt bei komplett angebautem Modul an einem Hinterschnitt am Rand der Haube an.

Die Auskehlungen 9 sollen die Flexibilität bei Demontage und anschließender nochmaliger Montage der Dichtung erhöhen und damit das Handling vereinfachen. Das Material der Dichtung ist so gewählt, daß es sich für die Demontage und die anschließende Montage ausdehnen läßt und dann wieder zusammenzieht.


Anspruch[de]
  1. 1. Abnehmbare und wiederverwendbare Staubdichtung für Anbauten auf Fahrzeug- Karosserieteilen, insbesondere für Antennenmodule, wobei das Anbauteil aus einem Chassis und einer darauf befestigten Haube besteht und wobei zwischen dem Karosserieblech und der Haube ein umlaufender Spalt vorhanden ist, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

    1. - die Dichtung besteht aus einem ringartigen, gummielastischen Profilmaterial entsprechend den Konturen und der Größe der Auflagefläche des Antennenmoduls,
    2. - das Profil der Dichtung besteht aus der außenseitigen Manschette (4) und der innenseitigen Arretierung,
    3. - die Manschette (4) greift mit einer oberen Lippe (4.1) formschlüssig über die Außenkonturen der Haube (3) und bedeckt mit einer unteren Lippe (4.2) den Spalt zwischen dem Karosserieblech (1) und der Haube (3),
    4. - die Arretierung wird nach dem Prinzip des Formschlusses zwischen Nut und Feder bewirkt, wobei Nut und Feder Formelemente des Randbereichs der Haube (3) und des Dichtungsprofils sind.
  2. 2. Staubdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander korrespondierenden, die Arretierung bewirkenden Formelemente von Dichtungsprofil und Randbereich der Haube (3) wie Nut und Feder mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt ausgebildet sind.
  3. 3. Staubdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Dichtung innenseitig als umlaufende Nut (5) ausgebildet ist, die im montierten Zustand der Dichtung den als Feder (6) ausgebildeten Rand der Haube umfaßt.
  4. 4. Staubdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Dichtung mit einer federartig vortretenden Lippe (6.1) versehen ist, die in den Spalt zwischen dem Rand der Haube (3) und dem Karosserieblech (1) bzw. in eine geeignete umlaufende Nut im Randbereich der Haube greift.
  5. 5. Staubdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander korrespondierenden, die Arretierung bewirkenden Formelemente von Dichtungsprofil und Randbereich der Haube als Paarung von umlaufender Querschnittsverdickung und dazu passender umlaufender Kalotte oder eines entsprechenden Hinterschnitts ausgebildet sind.
  6. 6. Staubdichtung nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß

    eine dichtungsseitige Querschnittsverdickung (7) zur Arretierung mit der Manschette (4) durch einen Steg (8) verbunden ist und

    der Profilquerschnitt des Stegs (8) an den Übergängen zwischen der Manschette (4) und dem Steg einerseits und zwischen dem Steg und der Arretierung andererseits durch Auskehlungen (9) partiell verringert ist.
  7. 7. Staubdichtung nach Anspruch 1, 3 und 5, gekennzeichnet durch eine Arretierung in Gestalt eines haubenseitigen umlaufenden Stegs (8) mit Querschnittsverdickung (7) im Zusammenwirken mit einer damit korrespondierenden umlaufenden Ausnehmung im Profil der Dichtung.






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