PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69809000T2 27.02.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0899098
Titel Druckmaschine mit auf einem Schlitten montierten austauschbaren Plattenzylindern
Anmelder Goss Graphic Systems, Inc., Westmont, Ill., US
Erfinder Niemiro, Thaddeus A., Lisle, US;
Orzechowski, Thomas W., Orland Park, US
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69809000
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.08.2008
EP-Aktenzeichen 981162860
EP-Offenlegungsdatum 03.03.1999
EP date of grant 30.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.2003
IPC-Hauptklasse B41F 13/20
IPC-Nebenklasse B41F 13/46   B41F 7/04   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Offset-Rotationsdruckmaschine mit einem Paar von schlittenmontierten Plattenzylindern, von denen einer so positioniert ist, daß er Bilder auf einen Gummizylinder überträgt, während der andere untätig ist. Die schlittenmontierte Plattenzylinderanordnung erlaubt es dem Maschinenbediener, den untätigen Plattenzylinder mit einer neuen Platte zu versehen, während die Maschine mit voller Geschwindigkeit läuft, so daß ein Wechsel sehr schnell durchgeführt werden kann.

Hintergrund der Erfindung

Offset-Doppelseiten-Rotationsdruckpressen sind allgemein im Stand der Technik bekannt. In Rotationsdruckmaschinen läuft eine Papierbahn durch eine oder mehrere Druckeinheiten oder Druckpaare, wobei jedes Druckpaar ein Paar von Gummizylinder in Kontakt mit den entgegengesetzten Seiten der Papierbahn aufweist. Jeder Gummizylinder ist in Kontakt mit einem Plattenzylinder, der Bilder zum Drucken auf die Bahn in im Stand der Technik bekannter Weise auf den Gummizylinder überträgt. Um das gedruckte Material zu wechseln, muß die Platte oder Druckmanschette auf einem oder beiden der Plattenzylinder von dessen benachbarten Gummizylinder getrennt und ausgewechselt werden.

Wenn eine Offset-Rotationsdruckmaschine für kurze Läufe betrieben wird oder wenn bei der Zeitungsherstellung redaktionelle Änderungen vorgenommen werden müssen, wird üblicherweise die Druckmaschine gestoppt, werden die Plattenzylinder von der Druckmaschine entfernt, die Druckmanschetten auf dem Plattenzylinder gewechselt, die Plattenzylinder wieder in die Druckmaschine eingebaut, und die Maschine wird dann wieder gestartet. Jedes Mal, wenn die Maschine gestartet, gestoppt und wieder gestartet wird, wird eine enorme Menge von Papier verschwendet, wenn die Maschine zum Stoppen verlangsamt wird und anschließend, nachdem der Wechsel durchgeführt wurde, wieder zurück auf die Arbeitsgeschwindigkeit gebracht wird. Außerdem geht eine enorme Menge wertvoller Zeit verloren, wenn die Druckmanschetten gewechselt und die Farbeinstellungen eingestellt werden, während die Maschine nicht arbeitet.

Entsprechend gibt es einen Bedarf nach einer Offset- Rotationsdruckmaschine mit austauschbaren Plattenzylindern, von denen jeder eine unterschiedliche Druckmanschette aufweist, so daß Wechsel schnell und effizient ohne Stoppen und Neustarten der Druckmaschine vorgenommen werden können. Es gibt auch Bedarf nach einer Druckmaschine, bei der die Druckmanschette auf dem inaktiven Plattenzylinder sicher gewechselt werden kann, während die Maschine noch unter Verwendung des anderen Plattenzylinders arbeitet.

EP-A-0 895 857, die gemäß Art. 54(3) EPÜ Teil des Standes der Technik ist, beschreibt eine Druckmaschine, bei der ein Plattenzylinder und eine Farbwalzenanordnung verdoppelt sind. Die Plattenzylinder sind mit ihrer jeweiligen Farbwalzenanordnung bewegbar zwischen einer Position, in welcher der erste Plattenzylinder mit der ersten Farbwalzenanordnung in Kontakt mit einem Gummizylinder ist, und einer zweiten Position, in welcher der zweite Plattenzylinder mit der zweiten Farbwalzenanordnung in Kontakt mit dem Gummizylinder ist.

Die Druckschrift US-A-5 063 844, nach der der Oberbegriff des Anspruchs 1 formuliert wurde, offenbart eine Druckmaschine, in der zwei Plattenzylinder gemeinsam zwischen einer ersten und einer zweiten Position bewegbar sind. In der ersten Position ist der erste Plattenzylinder an einem ersten Berührpunkt in Kontakt mit einem Gummizylinder. In der zweiten Position ist der zweite Plattenzylinder an einem zweiten Berührpunkt, der von dem ersten Berührpunkt verschieden ist, in Kontakt mit dem Gummizylinder. Eine ähnliche Druckmaschine ist aus DE-A-33 13 219 bekannt.

US-A-5,463,950 offenbart eine Druckmaschine mit zwei Plattenzylindern, die zwischen einer ersten und einer zweiten Position bewegbar sind. In der ersten Position ist der erste Plattenzylinder in Kontakt mit einem Gummizylinder, und in der zweiten Position ist der zweite Plattenzylinder in Kontakt mit dem Gummizylinder. Der Berührpunkt ist der gleiche in beiden Positionen. Um von der ersten in die zweite Position zu gelangen, muß der erste Plattenzylinder aufwärts verschoben und dann seitlich in eine Ruheposition bewegt werden. Dann muß der zweite Plattenzylinder aus seiner Ruheposition seitlich und schließlich abwärts zum Gummizylinder bewegt werden.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Druckmaschine bereit, die folgendes umfaßt: einen Rahmen, einen Gummizylinder, der durch den Rahmen drehbar gehalten wird und so angeordnet ist, daß er in Kontakt mit einem Substrat ist und Bilder auf dieses überträgt, einen ersten und einen zweiten Plattenzylinder, die zum Übertragen von Bildern auf den Gummizylinder eingerichtet sind, und eine Farbwalzenanordnung zum Übertragen von Farbe von einer Farbversorgung zu dem ersten oder dem zweiten Plattenzylinder. Die Plattenzylinder sind gemeinsam zwischen einer ersten und einer zweiten Position bewegbar, wobei einer der Plattenzylinder mit dem Gummizylinder an einem Berührpunkt sowie mit der Farbwalzenanordnung in Kontakt ist, wenn die Plattenzylinder in der ersten Position sind, und wobei der andere der Plattenzylinder mit dem Gummizylinder an einem Berührpunkt sowie mit der Farbwalzenanordnung in Kontakt ist, wenn die Plattenzylinder in der zweiten Position sind. Der Berührpunkt in der ersten Position ist der gleiche wie in der zweiten Position.

Das Paar austauschbarer Plattenzylinder ist vorzugsweise auf einem bewegbaren Schlitten angebracht, so daß jeder Plattenzylinder selektiv in Kontakt mit dessen benachbarten Gummizylinder gebracht werden kann. Der Schlitten wird von Geradlagern getragen, die ein Hin- und Herbewegen des Schlittens längs eines, im wesentlichen geraden Wegs erlauben und damit ermöglichen, daß einer der Plattenzylinder in Kontakt mit dem Gummizylinder gebracht wird, während der andere Plattenzylinder von dem Gummizylinder in eine Nicht-Arbeitsposition wegversetzt wird. Während somit einer der Plattenzylinder arbeitet, ist der andere Plattenzylinder untätig, was den Einbau oder Austausch der Druckmanschette auf dem untätigen Plattenzylinder erlaubt, während die Druckmaschine bei voller Geschwindigkeit arbeitet. Entsprechend ist die Außerbetriebszeit stark verringert. Da außerdem die Plattenzylinder gepaart sind und sich gemeinsam bewegen, kann zu einem Zeitpunkt nur einer der Plattenzylinder den Gummizylinder kontaktieren; folglich können die Plattenzylinder sich nicht in die Quere kommen.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt auch ein Paar zurückziehbarer Form- oder Farbwalzen, die vor der Bewegung des Schlittens ausgerückt werden und eine im wesentlichen gerade Bewegung des Schlittens erlauben, wodurch sie jedem der Plattenzylinder ermöglichen, wenn dieser in der jeweiligen Arbeitsposition ist, den Gummizylinder am gleichen Berührpunkt zu kontaktieren. Folglich ist es viel einfacher, die Plattenzylinder in richtiger Registrierung zu halten, was insbesondere bei Vielfarb- und Rückseitendruck-Arbeitsgängen wichtig ist. Außerdem ist der gerade Hub jedes Plattenzylinders weg vom Gummizylinder groß genug, daß keine Axialbewegung (d. h. Bewegung des Plattenzylinders in einer Richtung parallel zur Achse des Gummizylinders) erforderlich ist.

Vorzugsweise wird jeder der Plattenzylinder von separaten Antriebsmotoren gedreht. Wenn der untätige Zylinder mit einer Platte ausgerüstet wurde und betriebsbereit ist, kann er vorangetrieben werden, um der Geschwindigkeit der Maschine zu entsprechen, registriert werden und bei Bewegung des Schlittens in Kontakt mit dem Gummizylinder gebracht werden. Der andere Zylinder kann dann gestoppt und in Vorbereitung des nächsten Wechsels mit einer neuen Manschette ausgerüstet werden. Idealerweise kann der Wechselvorgang sehr schnell stattfinden, und so kurze Wechselzeiten wie fünf (5) Sekunden oder weniger werden erwartet. Somit werden Außerbetriebszeit und Papiervergeudung effektiv vermieden.

Entsprechend ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Offset-Rotationsdruckmaschine bereitzustellen, die austauschbare montierte Plattenzylinder aufweist, die praktisch Papiervergeudung und Außerbetriebszeit beseitigen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rotationsdruckmaschine bereitzustellen, die ein Paar austauschbarer Plattenzylinder aufweist und für kurze Druckläufe und redaktionelle Teiländerungen kostengünstiger ist, als die Maschinen des Standes der Technik sind.

Eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer gepaarten Plattenzylinderanordnung, welche die Möglichkeit einer Störung zwischen den Plattenzylindern beseitigt.

Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden Fachleuten beim Lesen der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die angefügten Zeichnung sogleich klar werden.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Offset- Rotationsdruckmaschine, welche die Merkmale der vorliegenden Erfindung beinhaltet;

Fig. 2 ist eine vergrößerte Teil-Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Druckmaschine, die einen der Plattenzylinder in der mittleren oder Arbeitsposition in Kontakt mit dem Gummizylinder veranschaulicht;

Fig. 3 ist ein schematisches Diagramm einer der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Plattenzylinderanordnungen, das die Geradbewegung der schlittenmontierten Plattenzylinder und die Bewegung der zurückziehbaren Farbwalzen veranschaulicht; und

Fig. 4 ist eine vergrößerte Teil-Seitenansicht ähnlich zu der in Fig. 2 gezeigten, die jedoch den anderen der Plattenzylinder in der Arbeitsposition veranschaulicht.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Nun bezugnehmend auf die Zeichnungen, ist eine Offset- Rotationsdruckmaschine, welche die Merkmale der vorliegenden Erfindung beinhaltet, allgemein mit der Bezugszahl 10 gekennzeichnet. Die Maschine 10 umfaßt ein Gehäuse oder einen Rahmen 6 und ein synchronisiertes Antriebssystem 8, wie es üblicherweise in der Industrie zum Antrieb der unten beschriebenen, drehbaren Komponenten verwendet wird. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umfaßt die Maschine 10 typischerweise vier Druckeinheiten oder -paare 12, 14, 16 und 18, die nacheinander angeordnet sind, so daß sich eine Papierbahn oder ein Substrat 5 längs eines Wegs 4 zwischen dem Kontaktpunkt jedes Druckpaares bewegt. Das Substrat 5 ist typischerweise eine kontinuierliche Papierbahn, wie sie im Stand der Technik bekannt ist. Beim lithographischen Vierfarb-Offsetdruck wird das auf das Substrat 5 zu druckende Bild in vier "Farbauszüge" aufgelöst, die miteinander kombiniert werden, um das Drucken des endgültigen Bilds zu erleichtern. Die vier Auszüge umfassen den primären oder schwarzen Auszug und drei sekundäre Auszüge, typischerweise Zyan, Magenta und Gelb. Jedes der Druckpaare 12, 14, 16, 18 bringt einen der Auszüge auf, wobei jeder Auszug dem vorhergehenden Auszug bzw. den vorhergehenden Auszügen überlagert wird, um das endgültige Bild auszubilden, was alles im Stand der Technik bekannt ist.

Obwohl Fig. 1 vier nacheinander angeordnete Druckpaare 12, 14, 16, 18 zeigt, versteht es sich, daß der Aufbau, die Funktion und die Betriebsweise jedes der Druckpaare gleich sind, ausgenommen die unterschiedlich aufgetragene Farbe. Entsprechend wird nur das Druckpaar 14 im Detail beschrieben.

Nun bezugnehmend auf Fig. 2, umfaßt das Druckpaar 14 ein Paar Gummizylinder 20, 22, die sich längs des Substratwegs 4 verengen, so daß das Substrat. 5 zwischen den Gummizylindern 20, 22 durchläuft, wobei diese ein Bild auf beide Seiten des Substrats 5 aufbringen. Jedem der Gummizylinder 20, 22 ist eine Plattenzylinderanordnung 24 bzw. 26 zugeordnet. Jede Plattenzylinderanordnung 24, 26 umfaßt wiederum ein Paar von Plattenzylinder 28, 30 bzw. 32, 34. Die Durchmesser der Gummizylinder 20, 22 und der Plattenzylinder 28, 30, 32 und 34 sind alle identisch. Es ist klar, daß der Aufbau, die Funktion und die Betriebsweise des Gummizylinders 20 und dessen zugeordneter Plattenzylinderanordnung 24 gleich dem Aufbau, der Funktion und der Betriebsweise des Gummizylinders 22 und dessen zugehöriger Plattenzylinderanordnung 26 sind. Entsprechend werden nur der Gummizylinder 22 und dessen zugehörige Plattenzylinderanordnung 26, wie rechts in Fig. 1 gezeigt ist, im Detail beschrieben.

Der Gummizylinder 22 ist am Rahmen 6 an einem Satz Lager oder Buchsen (nicht gezeigt) in wohlbekannter Weise drehbar angebracht. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist der Zylinder 66 an einer exzentrischen Achse (nicht gezeigt) die einen Hebelarm 28 umfaßt, angebracht, wobei ein Aktuator 30 den Hebelarm 28 mit dem Rahmen 6 verbindet, was den Wegziehen des Zylinders 22 vom Substratweg 4 und Zylinder 20 erlaubt, um das Entfernen des Substrats 5 im Fall eines Reißens zu erlauben. Der Gummizylinder 22 ist in Wirkverbindung mit dem Antriebssystem 8, um den Zylinder 22 zu drehen.

Die Plattenzylinder 32, 34 der Plattenzylinderanordnung 26 sind an einer Verschiebanordnung oder einem Schlitten 36 angebracht und zur Axialdrehung an einem Satz von Buchsen oder Lagern (nicht gezeigt) in wohlbekannter Weise gelagert. Der Schlitten 36 ist am Rahmen 6 durch mehrere Geradlager 38 angebracht, die verschiebbar auf einem Paar Spuren oder Schienen 40, 42 verschiebbar gelagert sind. Eine drehbare Gewindewelle 44 und ein Antriebsmotor 46 sind am Rahmen 6 benachbart zur Schiene 42 angebracht, und ein Arm 48 erstreckt sich vom Schlitten 36 und weist einen an diesem angebrachten Gewindefolger 49 auf, der mit der Stange 44 in Eingriff steht. Entsprechend veranlaßt eine Drehung der Stange 44 beim Betreiben des Antriebsmotors 46 den Schlitten 36 sich entlang den Schienen 40, 42 auf einem im wesentlichen geraden Weg, wie durch den. Bezugspfeil A angezeigt, zwischen der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Position und der in Fig. 4 gezeigten Position hin und her zu bewegen. Die Plattenzylinder 32 und 34 bewegen sich aufgrund ihrer Anbringung am Schlitten 36 gemeinsam. Somit kann einer der Plattenzylinder 32, 34 selektiv in Kontakt mit dem Gummizylinder 22 gebracht werden, abhängig vom Ort des Schlittens 36 entlang dem Weg A.

Beispielsweise veranschaulicht Fig. 2 den Plattenzylinder 34 in der mittleren oder Arbeitsposition, die durch einen Referenzpfeil B gekennzeichnet ist, in Kontakt mit dem Gummizylinder 22 an einem Kontaktpunkt oder Berührpunkt 35. Es sei bemerkt, daß der Berührpunkt 35 einen Radius 39 schneidet, der sich von der Achse 41 des Gummizylinders 22 erstreckt. Es sei auch bemerkt, daß der Radius 39 im wesentlichen senkrecht zum Weg A des Schlittens 36 liegt. Mit dem Schlitten 36 in der gezeigten Position ist der Plattenzylinder 32 in seiner Nicht- Arbeitsposition, die durch einen Bezugspfeil C gekennzeichnet ist und zu einem Ende des Wegs A hin gelegen ist und die in Richtung nach oben rechts, wenn man Fig. 2 betrachtet, mehr als einen Zylinderdurchmesser von der, vom Plattenzylinder 34 besetzten mittleren oder Arbeitsposition entfernt ist.

Im Vergleich dazu veranschaulicht Fig. 4 den Schlitten 36 am anderen Ende des Wegs A, mit dem Plattenzylinder 32 in der Arbeitsposition in Kontakt mit dem Gummizylinder 22 am Berührpunkt 35. Der Plattenzylinder 34 ist nun in seiner, mit einem Referenzpfeil D gekennzeichneten Nicht- Arbeitsposition, die am anderen Ende des Wegs A gelegen ist und die in Richtung nach unten links, wenn man Fig. 4 betrachtet, in gleicher Weise mehr als einen Zylinderdurchmesser von der, jetzt vom Plattenzylinder 32 besetzten mittleren oder Arbeitsposition B entfernt ist. Wie in Fig. 3 schematisch gezeigt ist, umfaßt der Schlitten 36 vorzugsweise ein Paar Positionssensoren 43, 45. Ein Grenzschalter 47 ist in Wirkverbindung mit dem Antriebsmotor 46. Als solcher zeigt der Positionssensor 43 die Anwesenheit des Plattenzylinders 32 in der Arbeitsposition B an, wohingegen der Positionssensor 45 die Anwesenheit des Plattenzylinders 34 in der Arbeitsposition B anzeigt. Wenn einer der Positionssensoren 43, 45 sich dem Grenzschalter 47 nähert, signalisiert der Grenzschalter 47 dem Antriebsmotor 46, daß er mit dem Schlitten 36 an einer vorbestimmten Stelle stoppen soll, um den Kontakt zwischen dem Plattenzylinder 32 (Fig. 4) oder dem Plattenzylinder 34 (Fig. 2) und dem gegenüberliegenden Gummizylinder 22 zu optimieren.

Wie in den Fig. 2 bis 4 gezeigt ist, ist eine Farbwalzenanordnung 50 benachbart zur Plattenzylinderanordnung 26 am Rahmen 6 angebracht, welche Farbe von einer Farbversorgung 52 an einen der Plattenzylinder 32, 34 über ein Paar zurückziehbarer Walzen 54, 56 überträgt. Die zurückziehbaren Walzen 54, 56 sind verschiebbar zwischen der vorgeschobenen Position, wie sie in Fig. 2 bis 4 mit durchgezogenen Linien gezeigt ist, und der zurückgezogenen Position, wie sie in den Fig. 2 bis 4 mit gestrichelten Linien gezeigt ist. In der vorgeschobenen Position kontaktieren die zurückziehbaren Walzen 54, 56 entweder den. Plattenzylinder 34, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, oder den Plattenzylinder 32, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Wenn sie in der zurückgezogenen Position sind, ist die Plattenzylinderanordnung 26 frei für die Verschiebung zwischen der in Fig. 2 gezeigten Position, in welcher der Plattenzylinder 34 am Gummizylinder 22 anliegt, und der in Fig. 4 gezeigten Position, in welcher der Plattenzylinder 32 am Gummizylinder 22 anliegt. Die zurückziehbaren Walzen 54, 26 sind vorzugsweise am Rahmen 6 unter Verwendung (nicht gezeigter) exzentrischer Achsen in einer im Stand der Technik wohl bekannten Weise angebracht.

Eine Befeuchtungsanordnung 58 ist auch benachbart zur Plattenzylinderanordnung 26 angebracht, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Die Befeuchtungsanordnung 58 bringt eine Befeuchtungslösung von einer Versorgungsquelle 60 auf einen der Plattenzylinder 32, 34 mittels einer zurückziehbaren Befeuchtungswalze 62 auf. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist die Befeuchtungswalze 62 zwischen einer in Fig. 3 mit durchgezogenen Linien gezeigten vorgeschobenen Position und einer mit gestrichelten Linien dargestellten zurückgezogenen Position verschiebbar.

Im Betrieb sind die vier Druckpaare 12, 14, 16 und 18 nacheinander angeordnet, wie in Fig. 1 gezeigt ist, so daß das längs des Substratpfads 4 laufende kontinuierliche Substrat 5 zwischen den Gummizylindern jedes Druckpaares, einschließlich der Gummizylinder 20, 22 des Druckpaars 14, hindurchlaufen wird. Alle Zylinder im System werden durch ein Antriebssystem 8 in einer im Stand der Technik wohlbekannten Weise mit einer gemeinsamen Umfangsgeschwindigkeit gedreht. Wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt ist, ist das Druckpaar 14 während des Normalbetriebs so positioniert, daß der Gummizylinder 22 am Gummizylinder 20 anliegt, so daß die Zylinder ein Bild auf jeder der entgegengesetzten Seiten des Substrats 5, das zwischen den Gummizylindern entlang dem Substratweg 4 durchläuft, aufbringen. Wenn die Plattenzylinderanordnung 26 in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Position ist, liegt der Plattenzylinder 34 am Gummizylinder 22 an, und überträgt so Bilder vom Plattenzylinder 34 zum Gummizylinder 22 zur anschließenden Übertragung auf das Substrat 5, in einer im Stand der Technik wohl bekannten Art und Weise. Wenn der Wunsch besteht, die Ausgabe zu wechseln oder zu einem anderen Drucklauf überzugehen, werden die zurückziehbaren Farbwalzen 54 und 56 in die in Fig. 3 durch gestrichelte Linien dargestellten Positionen zurückgezogen, und die zurückziehbare Befeuchtungswalze 62 wird gleichermaßen in die durch gestrichelte Linien in Fig. 3 dargestellte Position zurückgezogen. Mit den Walzen 54, 56 und 62 in zurückgezogener Stellung ist der Schlitten 36 frei, durch Drehung der Gewindestange 44 durch den Antriebsmotor 46 in der geraden Richtung bewegt zu werden, wie durch den Bezugspfeil A in Fig. 2 angezeigt ist. Nachdem die Plattenzylinderanordnung 26 in die in Fig. 4 gezeigte Position verschoben worden ist, werden die zurückziehbaren Walzen 54, 56 und 62 in ihre am Plattenzylinder 32 anliegenden Kontaktpositionen zurückgebracht, und der Plattenzylinder 32 liegt wiederum am Gummizylinder 22 an. Die Druckmaschine 10 kann nun mit dem Plattenzylinder 32 anstelle des Plattenzylinders 34 betrieben werden, wobei der Plattenzylinder 34 nun untätig und vom Gummizylinder 22 beabstandet ist. Die Oberfläche des Plattenzylinders 34 kann nun außerdem für die nächste Druckarbeit vorbereitet werden, was typischerweise durch Entfernen einer (nicht gezeigten) Druckmanschette vom Plattenzylinder in herkömmlicher Art und Weise erzielt wird. Unterdessen kann die Druckmaschine 10 betrieben werden, während die Druckmanschette auf dem Plattenzylinder 34 gewechselt wird. Wenn es nachfolgend wiederum gewünscht ist, die im Druck befindliche Ausgabe zu wechseln oder eine völlig neue Arbeit zu beginnen, wird die Plattenzylinderanordnung 26 wieder in die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Position verschoben, und die Druckmaschine wird unter Verwendung des Plattenzylinders 34 betrieben. In dieser Position kann nun die Druckmanschette auf der Oberfläche des Plattenzylinders 32 gewechselt werden, während die Presse 10 unter Verwendung des Plattenzylinders 34 arbeitet.

Es ist klar, daß die obige Beschreibung die Erfindung nicht auf die oben angegebenen Einzelheiten beschränkt. Es ist beabsichtigt, daß verschiedene Änderungen und Ersetzungen vorgenommen werden können, ohne den Bereich der nachfolgenden Ansprüche zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Druckmaschine (10) umfassend:

einen Rahmen (6);

einen Gummizylinder (22), der durch den Rahmen (6) drehbar gehalten wird und so angeordnet ist, daß er in Kontakt mit einem Substrat (5) ist und Bilder auf dieses überträgt;

einen ersten und einen zweiten Plattenzylinder (32, 34), die zum Übertragen von Bildern auf den Gummizylinder (22) eingerichtet sind;

eine Farbwalzenanordnung (50) zum Übertragen von Farbe von einer Farbversorgung (52) zu dem ersten oder dem zweiten Plattenzylinder (32, 34);

wobei die Plattenzylinder (32, 34) gemeinsam zwischen einer ersten und einer zweiten Position bewegbar sind, wobei einer der Plattenzylinder (32) mit dem Gummizylinder (22) an einem Berührpunkt (35) sowie mit der Farbwalzenanordnung (50) in Kontakt ist, wenn die Plattenzylinder (32, 34) in der ersten Position sind, und wobei der andere der Plattenzylinder (32, 34) mit dem Gummizylinder (32) an einem Berührpunkt (35) sowie mit der Farbwalzenanordnung (50) in Kontakt ist, wenn die Plattenzylinder (32, 34) in der zweiten Position sind;

dadurch gekennzeichnet, daß der Berührpunkt (35) in der ersten Position der gleiche wie in der zweiten Position ist.

2. Druckmaschine nach Anspruch 1, bei welcher das Substrat (5) eine die Druckmaschine (10) durchlaufende Papierbahn ist.

3. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher die Plattenzylinder (32, 34) längs eines geraden Wegs gemeinsam bewegbar sind.

4. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher der erste und der zweite Plattenzylinder (32, 34) drehbar an einem Schlitten (36) angebracht sind, wobei der Schlitten (36) verschiebbar an dem Rahmen (6) angebracht ist.

5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher der Bewegungsweg der Plattenzylinder (32, 34) im wesentlichen senkrecht zu einem Radius verläuft, der sich von der Achse des Gummizylinders (20, 22) durch den Berührpunkt (35) erstreckt.

6. Druckmaschine nach Anspruch 4 oder 5, bei welcher der Schlitten (36) mit Geradlagern (38) verschiebbar angebracht ist.

7. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend einen auf die Plattenzylinder (32, 34) wirkenden Linearaktuator zum Bewegen der Plattenzylinder (32, 34) längs ihres Wegs zwischen der ersten und der zweiten Position.

8. Druckmaschine nach Anspruch 7, bei welcher der Aktuator auf den Schlitten (36) wirkt, um den Schlitten (36) längs des Wegs zu bewegen.

9. Druckmaschine nach Anspruch 7 oder 8, umfassend eine axial drehbare Gewindestange (44), die am Rahmen (6) angebracht ist, wobei die Gewindestange (44) im wesentlichen parallel zu dem Weg des Schlittens angeordnet ist, wobei der Schlitten (36) einen mit der Stange(44) gekoppelten Gewindefolger (49) umfaßt, wobei der Schlitten (36) in Reaktion auf eine Rotation der Stange (44) entlang des Wegs bewegt wird.

10. Druckmaschine nach Anspruch 9, umfassend einen auf die Stange (44) wirkenden, umsteuerbaren Antriebsmotor (46) zum Drehen der Stange (44).

11. Druckmaschine nach Anspruch 10, umfassend einen wirkmäßig mit dem Schlitten (36) verbundenen Positionssensor (43, 45) zum Erfassen der Position des Schlittens (36) relativ zum Rahmen (6), und weiter umfassend einen Grenzschalter (47), der vom Motor (46) getragen wird und wirkmäßig mit dem Positionssensor (43, 45) verbunden ist.

12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei welcher die Farbwalzenanordnung (50) eine drehbar an dem Rahmen (6) angebrachte Farbwalze (54, 56) zum Aufbringen von Farbe auf einen der Plattenzylinder (32, 34), wenn der eine Plattenzylinder (32, 34) in Kontakt mit dem Gummizylinder (22) ist, umfaßt, wobei die Farbwalze (54, 56) verschiebbar ist zwischen einer Kontaktposition in Kontakt mit dem einen Plattenzylinder (32, 34), wenn der eine Plattenzylinder (32, 34) in Kontakt mit dem Gummizylinder (22) ist, und einer zurückgezogenen Position.

13. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 12, bei welcher der Gummizylinder (22) und die Plattenzylinder (32, 34) den gleichen Durchmesser haben, und bei welcher außerdem der Schlitten (36) für eine längs eines Weges verlaufende Bewegung um eine Strecke, die größer als der Durchmesser ist, eingerichtet ist.

14. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei welcher der gerade Bewegungsweg der Plattenzylinder (32, 34) entgegengesetzte Enden umfaßt, wobei jedes der entgegengesetzten Enden eine Nichtarbeitsposition für einen der Plattenzylinder (32, 34) definiert, wobei die Nichtarbeitspositionen von dem Gummizylinder (22) beabstandet sind.

15. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei welcher der Bewegungsweg der Plattenzylinder (32, 34) einen Weg-Mittenabschnitt und ein Paar Wegenden umfaßt, wobei jeder der Plattenzylinder (32, 34) selektiv zu einer durch den Weg-Mittenabschnitt definierten Arbeitsposition bewegbar ist, wobei einer der Plattenzylinder (32, 34) außerdem zu einer, durch eines der Wegenden definierten Nichtarbeitsposition und der andere der Plattenzylinder zu einer, durch das andere der Wegenden definierten Nichtarbeitsposition bewegbar ist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com