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Dokumentenidentifikation DE69713264T2 06.03.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0853149
Titel Ansetzverfahren und Vorrichtung für eine Spinnmaschine
Anmelder Murata Kikai K.K., Kyoto, JP
Erfinder Hirao, Osamu, Uji-shi, Kyoto, JP;
Nishimura, Masahiko, Motoyashiki, Kyoto, JP
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Aktenzeichen 69713264
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.12.1997
EP-Aktenzeichen 971223342
EP-Offenlegungsdatum 15.07.1998
EP date of grant 12.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.03.2003
IPC-Hauptklasse D01H 15/00

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbindungsverfahren und eine Vorrichtung zur Verbindung eines durchtrennten Fadens für eine Spinnmaschine.

Hintergrund der Erfindung

Bekannte Verbindungsverfahren und -Vorrichtungen ziehen einen vorderen Faden aus einem Faserbandführungseingang einer Düse, die eine Drallvorrichtung bildet, bevor eine Streckvorrichtung angetrieben wird, um die Zufuhr eines Faserbandes wieder aufzunehmen, während die Drallvorrichtung arbeitet, um die Fasern, die das Faserband bilden, mit dem vorderen Faden zum Verbinden zu verschlingen.

Bei dem üblichen Verbindungsverfahren und der üblichen Verbindungsvorrichtung wird, wenn der Faden durchtrennt wird, die Spitze des Faserbandes, das zwischen einer angehaltenen Streckrolle und einer arbeitenden Streckrolle durchgerissen wird, verdünnt und zugespitzt. Wenn der Spinnvorgang wieder aufgenommen wird, wird das abgetrennte Ende des verdünnten und zugespitzten Faserbandes weiter gestreckt, so daß die Länge des zugespitzten Abschnitts erhöht wird. Wenn der zugespitzte Abschnitt lang ist, ist der Verbindungsabschnitt lang und dünn, was nicht günstig ist. Wenn dagegen das zugespitzte Faserband entfernt und ein neues Faserband mit normaler Faserdichte zugeführt wird, wird ein übermäßig dicker Verbindungsabschnitt gebildet, wenn dieses Faserband mit dem vorderen Faden verschlungen wird.

Außerdem kann bei dem üblichen Verbindungsverfahren und der üblichen Verbindungsvorrichtung der aus dem Faserbandführungseingang gezogene vordere Faden durch das Drallmoment des Fadens oder aufgrund seines Kontaktes mit der Düse gekräuselt oder gefaltet sein. Wenn in diesem Zustand Fasern, die ein Faserband bilden, mit dem vorderen Faden zum Verbinden verschlungen werden, ist der Verbindungsabschnitt dick oder hat eine instabile Form.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungsverfahren und eine Verbindungsvorrichtung für eine Spinnmaschine zu schaffen, das bzw. die die Probleme des üblichen Verbindungsverfahrens und der üblichen Verbindungsvorrichtung lösen, und die einen Verbindungsabschnitt geeigneter Festigkeit und Form liefern können.

Zusammenfassung der Erfindung

Zur Lösung dieser Aufgabe läuft gemäß der Erfindung der vordere Faden durch eine Drallvorrichtung, dann werden die Streckrollen, die angehalten wurden, angetrieben, um die Spitze eines von einer vorderen Rolle zugeführten Faserbandes zu entfernen, und das Faserband läuft dann durch die Drallvorrichtung, während ein Teil der das Faserband bildenden Fasern entfernt wird.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einschließlich eines Teilquerschnitts einer beispielsweisen Spinnmaschine, auf die die vorliegende Erfindung angewandt ist.

Fig. 2 ist eine Seitenansicht einschließlich eines Teilquerschnitts der beispielsweisen Spinnmaschine, auf die die vorliegende Erfindung angewandt ist.

Fig. 3 ist eine Seitenansicht der beispielsweisen Spinnmaschine einschließlich eines Teilquerschnitts, auf die die vorliegende Erfindung angewandt ist.

Fig. 4 ist eine schematische Darstellung, die die Spitze eines Faserbandes und die Spitze des vorderen Fadens zeigen, die einen üblichen Verbindungsabschnitt bilden.

Fig. 5 ist ein Zeitdiagramm für den Hauptverbindungsvorgang.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Nachstehend wird eine Auführungsform der Erfindung unter Verwendung der Fig. 1 bis 5 beschrieben, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebene beschränkt, vorausgesetzt, daß die Grenzen der Erfindung nicht überschritten werden.

Zunächst wird eine beispielsweise Spinnmaschine, auf die das Verbindungsverfahren und die Verbindungsvorrichtung für eine Spinnmaschine gemäß der Erfindung anwendbar sind, unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben.

D ist eine Streckvorrichtung, und eine vierstufige Streckvorrichtung D ist als Beispiel gezeigt. Die Streckvorrichtung D besteht aus einer hinteren Rolle 1, einer dritten Rolle 2, einer mittleren Rolle 3, auf der ein Laufriemen installiert ist, und einer vorderen Rolle 4. 5 ist eine Faserbandführung, und das Faserband 6, das in die Faserbandführung 5 eingesetzt und der Streckvorrichtung D zugeführt wird, wird gestreckt und dann einer später beschriebenen Drallvorrichtung zugeführt, in der ein Faden Y hergestellt wird.

Eine Drallvorrichtung T besteht hauptsächlich aus einer Düse 7 die Druckluft zum Erzeugen eines Drehluftstroms abgibt, einem Düsenblock 8, der die Düse 7 trägt, einer Spindel (einem Fadenführungsrohr) 9, die eine Einführungsöffnung 9b hat und deren Spitze 9a sich im Inneren 7a der Düse 7 befindet, sowie einer Spindelhalterung 10, die die Spindel 9 trägt. Mehrere Luftzufuhrdüsen 7b zum Erzeugen eines Drehluftstroms sind in der Düse 7 ausgebildet. 11 ist eine Luftkammer, die zwischen dem Düsenblock 8 und der Spindelhalterung 10 gebildet ist, und die mit einer Luftansaugquelle (in der Zeichnung nicht gezeigt) verbunden ist, die Luft mit einem niedrigen Ansaugdruck über eine Ansaugöffnung 12 ansaugt, um als eine Öffnung zu wirken, durch die von den Luftzufuhrdüsen 7b der Düse 7 abgegebene Luft während des Spinnvorgangs austritt, während Flugfasern, die in der Luftkammer 11 erzeugt werden, angesaugt und entfernt werden.

13 ist eine Lufteinblasöffnung, die durch die Spindel 9 und die Spindelhalterung 10 ausgebildet ist, um einen Luftstrom zu erzeugen, der zur Spitze 9a der Spindel 9 strömt. Die Lufteinblasöffnung 13 ist mit einer Druckluftquelle (in der Zeichnung nicht gezeigt) über eine Leitung 14 verbunden, die mit der Spindelhalterung 10 gekuppelt ist.

15 ist ein Zylinder, bei dem ein unterer Rahmen 17 der Spindelhalterung 10 an der Spitze einer Kolbenstange 16 des Zylinders 15 befestigt ist. Der Zylinder 15 kann somit betätigt werden, um die Spindelhalterung 10 nach rechts und links zu verstellen und die Spindelhalterung 10 vom Düsenblock zu lösen oder mit diesem zu verbinden.

18 ist ein Saugrohr, dessen Ansaugöffnung 18a zwischen dem Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 und der vorderen Rolle 4 sowie unter dem Faserbandführungseingang 7c angeordnet ist, und das mit der Luftansaugquelle (in der Zeichnung nicht gezeigt) verbunden ist. 19 ist ein Lufteinblasrohr, dessen Luftauslaßöffnung 19a auf den Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 gerichtet und gegenüber dem Ansaugrohr 18 derart angeordnet ist, daß sich der Faserbandführungseingang 7c zwischen dem Lufteinblasrohr 19 und dem Ansaugrohr 18 befindet, und das Lufteinblasrohr 19 ist mit der Druckluftquelle (in der Zeichnung nicht gezeigt) über eine Leitung 20 verbunden. 21 ist eine Klemmrolle, die eine Abgaberolle 22 kontaktieren und freigeben kann, die konstant gedreht wird, so daß die Klemmrolle 21 mit der Abgaberolle 22 in Kontakt kommt, um den Spinnfaden Y in Richtung auf die Spulvorrichtung (in der Zeichnung nicht gezeigt) zu transportieren.

Im Betriebszustand, in dem die Spinnmaschine den Faden Y erzeugt, wird das Faserband 6, das der Streckvorrichtung D von der Faserführung 5 zugeführt wird, durch die Streckvorrichtung D gestreckt und dann durch die Drallvorrichtung T verdrillt, um den Faden Y herzustellen. Dies bedeutet, daß Fasern, die das Faserband 6 bilden, das der Düse 7 der Drallvorrichtung T zugeführt wird, in die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 von der Spitze 9a her eintreten, während sie durch den Drehluftstrom, der von den Luftzufuhröffnungen 7b zugeführt wird, gedreht und so zum Faden Y geformt werden. Bei solch einem normalen Betriebszustand der Spinnmaschine wird die Zufuhr von Druckluft aus der Lufteinblasöffnung 13 gestoppt, und keine Druckluft wird dem Lufteinblasrohr 9 zugeführt. Ansaugluft wird stets durch das Saugrohr 18 geliefert.

Es wird nun ein Verbindungsvorgang unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 beschrieben.

Wenn der Faden unterbrochen ist, gibt ein Sensor (in den Zeichnungen nicht gezeigt) ein Ermittlungssignal ab, und der Betrieb der hinteren und der dritten Rolle 1 bzw. 2 wird über eine Kupplung (in den Zeichnungen nicht gezeigt) angehalten, die mit der hinteren Rolle 1 verbunden ist, um die Zufuhr des Faserbandes 6 anzuhalten. Die Drallvorrichtung T arbeitet weiter. Das Faserband 6 wird zwischen der dritten Rolle 2, die angehalten wurde, und der mittleren Rolle 3, die sich weiter dreht, zerissen, so daß seine Spitze verjüngt wird. Zusätzlich wird nach einer bestimmten Zeitperiode die Abgabe von Luft aus den Luftzufuhröffnungen 7b gestoppt, um den Betrieb der Drallvorrichtung T anzuhalten. Nachdem der Betrieb der Drallvorrichtung T gestoppt wurde, um die Herstellung des Fadens Y zu beenden, wird die Klemmrolle 21 von der Abgaberolle 22 gelöst.

Der Zylinder 15 wird dann so betätigt, daß die Kolbenstange 16 vorgeschoben, und dadurch die Spindelhalterung 10 vom Düsenblock 8 gelöst wird. Zusätzlich ist ein Kopf A' eines Transferarms A, der zwei Antriebsrollen a1, a2 hat, um die Spitze des vorderen Fadens Y' zu erfassen, der auf eine Auflaufspule gewickelt ist und von dieser unter Verwendung eines allgemein bekannten Saugelements oder von einer gesondert vorbereiteten Auflaufspule abgezogen wird, nahe einer Fadenaustrittsöffnung 9c der Spindel 9 angeordnet.

Andererseits ist ein Saugkopf S' eines Luftansaugelements S zwischen der gelösten Spindelhalterung 10 und dem Düsenbock 8 derart angeordnet, daß die Spitze 9a der Spindel 9 nahe einer Saugöffnung s1 des Saugkopfes S' angeordnet oder die Spitze 9a mit der Saugöffnung s1 in Kontakt gebracht wird. Der Saugkopf s' wird danach betätigt, um die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 mit einem Saugluftstrom zu versorgen, der von der Fadenaustrittsöffnung 9c zur Spitze 9a strömt, während die Antriebsrollen a1, a2 des Transferarms A betätigt werden, damit der vordere Faden Y' durch die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 läuft, wie Fig. 2 zeigt.

Das Luftansaugelement S wird dann abgesenkt, und der Zylinder 15 wird daraufhin betätigt, um die Kolbenstange 16 nach hinten zu verstellen und die Spindelhalterung 10 mit dem Düsenblock 8 zu verbinden, wie Fig. 3 zeigt.

Dann wird der Lufteinblasöffnung 13 von der Druckluftquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) über die Leitung 14 Luft zugeführt, um durch die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 einen Luftstrom zu bewirken, der zur Spitze 9a strömt. Die Luft veranlaßt dann den vorderen Faden Y', der die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 durchlaufen hat, aus dem Faserbandeinführungseingang 7c der Düse 7 ausgestoßen und in das Saugrohr 18 eingeführt zu werden, durch den ein Saugluftstrom bewirkt wird. Nachdem der vordere Faden Y' die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 und die Düse 7, das heißt die Drallvorrichtung T, durchlaufen hat, wird der Transferarm A in eine spezielle Warteposition zurückgebracht.

Obwohl der Luftstrom, der aus der Lufteinblasöffnung zur Spitze 9a der Spindel 9 strömt, kontinuierlich bewirkt werden kann, bis der vordere Faden Y' die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 und die Düse 7 durchlaufen hat, da der vordere Faden Y' aufgrund seiner Dicke oder Länge der Fasern, die ihn bilden, durchtrennt werden kann, sollte der Luftstrom intermittierend zu mehreren Zeitpunkten zur Spitze 9a der Spindel 9 bewirkt werden. Wenn der vordere Faden Y' die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 und die Düse 7 durchlaufen hat, und wenn die erforderliche Länge des vorderen Fadens Y' bereits zugeführt wurde, können die Antriebsrollen a1, a2 des Transferarms A angehalten werden, um zu verhindern, daß überschüssiger Faden Y' zugeführt wird, oder können betätigt werden, um den Faden Y' aufeinanderfolgend zuzuführen.

Wenn Luft durch die Lufteinblasöffnung 19 zum Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 geblasen wird, bevor oder nachdem der vordere Faden Y' durch die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 und der Düse 7 gelaufen ist, das heißt durch die Drallvorrichtung T, wird der vordere Faden Y', der aus dem Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 geblasen wurde, in das Saugrohr 18 gesaugt und darin gehalten, um zu verhindern, daß er gestreckt, gekräuselt oder gefaltet wird. Somit hat ein Verbindungsabschnitt, der durch Verbinden des vorderen Fadens Y', der auf diese Weise gestreckt wurde, die richtige Dicke und eine stabile Form.

Während der Betrieb der Drallvorrichtung T angehalten wird, das heißt, das Ausstoßen von Luft aus den Luftzufuhröffnungen B angehalten wird, werden die hintere und die dritte Rolle 1 bzw. 2, die angehalten wurden, wieder gestartet, um das Faserband 6, das von der hinteren und der dritten Rolle 1 bzw. 2 erfaßt ist, zu übertragen. Etwa zum gleichen Zeitpunkt wird wieder Druckluft aus der Lufteinblasöffnung 13 während einer bestimmten Zeitperiode abgegeben, um zu verhindern, daß das Faserband 6 in den Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 eingeleitet wird. Das Faserband 6, dessen Einführung in den Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 verhindert wird, wird in das Saugrohr 18 gesaugt.

Wenn der Faden durchtrennt wird, wird die Spitze des Faserbands 6, das zwischen der dritten Rolle 2, die angehalten wurde, und der mittleren Rolle 3, die weiter arbeitet, durchgerissen, verdünnt und zugespitzt. Das durchtrennte Ende des Faserbands 6, das verdünnt und zugespitzt wurde, wird durch die mittlere und die vordere Rolle 3 bzw. 4 weiter gestreckt, so daß die Länge des zugespitzten Abschnitt 6a vergrößert wird, wie Fig. 4 zeigt. Wenn der zugespitzte Abschnitt 6a lang ist, ist der Verbindungsabschnitt lang, was nicht günstig ist, und der vordere Faden Y' noch länger. Wenn zusätzlich die Spitze Ya' des vorderen Fadens Y während des Verbindens in der Mitte des zugespitzten Abschnitt 6a zu liegen kommt, wird ein dünner und schwacher Verbindungsabschnitt gebildet, so daß der Faden an diesem Abschnitt durchtrennt wird. Um dieses Problem zu beseitigen, wird Druckluft aus der Lufteinblasöffnung 13 während einer bestimmten Zeitperiode ausgestoßen, damit verhindert wird, daß das lange, dünne, zugespitzte Faserband 6 in die Düse 7 eingeführt wird.

Wie oben beschrieben, wird, nachdem das dünne, zugespitzte Faserband 6 entfernt wurde, das Ausstoßen von Druckluft durch die Lufteinblasöffnung 13 angehalten, während die Klemmrolle 21 die Abgaberolle 22 kontaktiert, die konstant gedreht wird, um den vorderen Faden Y' in Richtung der Spulvorrichtung zu transportieren. Zusätzlich wird, unmittelbar nachdem die Klemmrolle 21 die Abgaberolle 22 kontaktiert hat, die Drallvorrichtung T reaktiviert, das heißt, Luft wird aus den Luftzufuhröffnungen 7b ausgestoßen. Ein Saugluftstrom, der stärker ist als der im Saugrohr 18 wird dann nahe dem Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 erzeugt und von der vorderen Rolle 4 aus abgegeben, so daß die Fasern, die das Faserband 6 zusammen mit dem zugespitzten Abschnitt 6a reduzierter Länge bilden, in den Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 eingeführt und die Fasern mit dem vorderen Faden Y', der aus dem Saugrohr 18 zur Verbindung gezogen wurde, verschlungen werden.

Zusätzlich kann die Zufuhr von aus der Lufteinblasöffnung 19 ausgestoßener Luft während des Verbindens fortgesetzt werden, das heißt, selbst nachdem der zugespitzte Abschnitt an der Spitze des Faserbandes 6 entfernt wurde, wird die ausgestoßene Luft kontinuierlich zugeführt, um den Abschnitt der Fasern, die das Faserband 6 bilden, das von der vorderen Rolle 4 zum Saugrohr 18 zugeführt wird, zu beseitigen, und die Menge Fasern, die mit dem vorderen Faden Y' verschlungen werden, wird eingestellt, um einen Verbindungsabschnitt zu erzeugen, der etwa so dick wie der vordere Faden Y' ist. Sobald der Verbindungsvorgang beendet ist, wird das Ausstoßen von Luft aus der Luftauslaßöffnung 19a des Lufteinblasrohrs 19 unterbrochen.

Fig. 5 zeigt ein Zeitdiagramm des Verbindungsvorgangs.

In Fig. 5 wird das Ausstoßen von Luft aus der Düse 7 der Drallvorrichtung T etwa zum Zeitpunkt begonnen, bei dem ein Signal EIN zum Zeitpunkt t0 abgegeben wird, so daß die Klemmrolle 21 die Abgaberolle 22 kontaktiert. Nach Ablauf der Zeit t1 wird die Lufteinblasöffnung 13 ausgeschaltet, und nach Ablauf der Zeit t2 kontaktiert die Klemmrolle 21 die Abgaberolle 22. Wenn die Klemmrolle 21 aktiviert wird, beginnt der vordere Faden Y' zu laufen, und das Faserband 6 wird der Drallvorrichtung T zugeführt und mit dem vorderen Faden Y' zum Verbinden verschlungen. Da immer noch Luft aus der Lufteinblasöffnung 19 abgegeben wird, wird jedoch ein Teil des Faserbandes 6 in das Saugrohr 18 gesaugt und entfernt.

Das Lufteinblasrohr 19 wird nach Ablauf der Zeit t3 ausgeschaltet. Sobald die Zeit t14 abgelaufen ist, erzeugt die Düse 7 einen eingestellten Luftdruck. Die Zeiten t1 bis t4 werden so eingestellt, daß t1 < t2 < t3 < t4. Das Diagramm für die Düsen 7 die Lufteinblasöffnung 13, das Luftausblasrohr 19 in Fig. 5 zeigt die Änderung des Luftdrucks. Zum Beispiel in der Düse 7 wird ein Ventil zur Zeit t0 aktiviert, jedoch erreicht der Druck eines der Drallvorrichtung T tatsächlich zugeführten Drehluftstroms nach Ablauf der Zeit t4 einen eingestellten normalen Wert.

Die obige Ausführungsform wurde in Verbindung mit dem Fall beschrieben, daß, wenn die hintere und die dritte Rolle 1 bzw. 2, die angehalten wurden, wieder gestartet werden, um das Faserband 6, das von der hinteren und der dritten Rolle 1 bzw. 2 erfaßt ist, zu transportieren, Druckluft nahezu gleichzeitig wieder aus der Lufteinblasöffnung 13 ausgestoßen wird, um zu verhindern, daß das Faserband 6 in den Faserbandführungseingang 7c der Düse 7 eingeführt wird. Statt Druckluft aus der Lufteinblasöffnung 13 auszustoßen, kann der Luftstrahl aus der Luftauslaßöffnung 19a des Lufteinblasrohrs 19 vorübergehend verstärkt werden, um den dünnen, zugespitzten Abschnitt 6a, der durch den Wiederantrieb der hinteren und der dritten Rolle 1 bzw. 2 zugeführt wird, abzulenken, so daß verhindert wird, daß das Faserband 6 mit dem langen, zugespitzten Abschnitt 6a in die Drallvorrichtung T eingeführt wird. Nachdem der lange, zugespitzte Abschnitt 6a entfernt wurde, wird der Luftstrahl aus der Luftauslaßöffnung 19a des Lufteinblasrohrs 19 reduziert, damit das Faserband 6 in die Drallvorrichtung T eingeführt werden kann.

Obwohl bei der obigen Ausführungsform die Spindelhalterung 10 und der Düsenblock 8 miteinander in Kontakt und voneinander gelöst werden können, können die Spindelhalterung 10 und der Düsenblock 8, die die Drallvorrichtung T bilden, miteinander integriert werden. In diesem Falle wird der Kopf A' des Transferarms A, der den vorderen Faden Y' erfaßt, nahe der Fadenaustrittsöffnung 9c der Spindel 9 angeordnet, und Druckluft wird durch die Lufteinblasöffnung 13 zugeführt, um die Einführungsöffnung 9b der Spindel 9 mit einem Luftstrom zu versorgen, der zur Spitze 9a strömt, während ein Saugluftstrom durch das Saugrohr 18 bewirkt wird.

Zusätzlich werden die Antriebsrollen a1, a2 des Transferarms A betätigt, damit der vordere Faden Y' durch die Drallvorrichtung T läuft, und dann der vordere Faden Y' aus dem Faserbandführungseingang 7c in der Drallvorrichtung T ausgestoßen werden kann. Bei dieser Ausführungsform kann somit das Luftansaugelement S weggelassen werden.

Nachstehend werden die Ergebnisse von Versuchen für das vorliegende Verfahren und die vorliegende Vorrichtung beschrieben, die einen Luftstrahl durch die Lufteinblasöffnung 19 während des Verbindens zuführen, und für das übliche Verbindungsverfahren die übliche Verbindungsvorrichtung, die keinen solchen Luftstrahl zuführen.

Wenn 32 Verbindungsvorgänge, bei denen ein Luftstrahl durch die Lufteinblasöffnung 19, während des Verbindens unter Verwendung des vorliegenden Verfahrens und der vorliegenden Vorrichtung erzeugt wurde, konnte ein Verbindungsabschnitt kaum festgestellt werden und wurde bei 20 Verbindungsvorgängen mit "A" eingestuft, während ein Verbindungsabschnitt festgestellt werden konnte, jedoch nicht fehlerhaft war und somit bei 12 Verbindungsvorgängen als "B" eingestuft wurde. Kein Verbindungsabschnitt wurde als Fehlerhaft festgestellt oder mit "C" eingestuft.

Bei üblichen Verbindungsvorgängen ohne einen Luftstrahl durch die Lufteinblasöffnung 19, wurde ein mit "A" eingestufter Verbindungsabschnitt nur bei einem von 40 Verbindungsvorgängen gebildet, ein mit "B" eingestufter Verbindungsabschnitt wurde bei 12 Verbindungsvorgängen gebildet, und ein fehlerhafter, mit "C" eingestufter Verbindungsabschnitt wurde bei 27 Verbindungsvorgängen gebildet.

Wenn somit ein Luftstrahl durch die Lufteinblasöffnung 19 zugeführt wurde, wurden alle 32 Verbindungsvorgänge als "A" oder "B", also als erfolgreiche Verbindungsvorgänge eingestuft, während bei üblichen, als "A" oder "B" eingestuften Verbindungsvorgängen erfolgreiche Verbindungsvorgänge nur 32,5% betrugen, und 67,5% als "C" oder nicht erfolgreiche Verbindungsvorgänge eingestuft wurden.

Mit der obigen Ausgestaltung der Erfindung können die folgenden Wirkungen erzielt werden:

Da die Spitze des der vorderen Rolle zugeführten Faserbandes entfernt wird, bevor das Faserband in die Drallvorrichtung eingeführt wird, während ein Teil der es bildenden Fasern entfernt wird, kann verhindert werden, daß der dünne zugespitzte Abschnitt des Faserbands übermäßig lang wird, oder Verbindungsvorgänge scheitern.

Da das Verbinden durchgeführt wird, während der vordere, aus dem Faserbandführungseingang der Düse gezogene Faden gestreckt bleibt, wird verhindert, daß der Verbindungsabschnitt übermäßig dick wird und der Verbindungsabschnitt hat eine stabile Form.


Anspruch[de]

1. Verfahren für eine Spinnmaschine zum Verbinden eines Faserbandes (6), das von einer wieder in Betrieb genommenen Streckvorrichtung (D) abgegeben wird, und des vorderen Fadens (Y') eines spulseitigen Fadenendes, das aus einem Faserbandführungseingang (7c) einer Drallvorrichtung (T) abgegeben wird, in einem stationären Zustand durch deren Einführen in die Drallvorrichtung (T), wobei der vordere Faden (Y') in einem Saugrohr (18) gehalten wird, das sich zwischen den vorderen Rollen (4) der Streckvorrichtung (D) und der Drallvorrichtung (T) befindet, wobei nach der Wiederinbetriebnahme des Streckwerks (D) die Drallvorrichtung (T) betrieben wird und sich Fasern, die das Faserband bilden, mit dem vorderen Faden (Y'), der aus der Drallvorrichtung (T) gezogen wird, verschlingen dadurch gekennzeichnet, daß ein Luftstrahl durch ein Lufteinblasrohr (19) während wenigstens eines Teils des Verbindungsvorgangs auf den Faserbandführungseingang (7c) geblasen wird.

2. Verbindungsverfahren für eine Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Faden, der aus einem Faserbandführungseingang einer Düse der Drallvorrichtung gezogen wird, angesaugt und gehalten wird.

3. Verbindungsvorrichtung für eine Spinnmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Einrichtung zum Entfernen aller oder eines Teils der Fasern, die das Faserband bilden, das von der vorderen Rolle während des Verbindungsvorgangs durch Antrieb der Streckrollen, die angehalten wurden, zugeführt wird, aufweist.

4. Verbindungsvorrichtung für eine Spinnmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserentfernungseinrichtung ein Saugrohr hat, das zwischen der vorderen Rolle und dem Faserbandführungseingang der Drallvorrichtung angeordnet ist, sowie ein Lufteinblasrohr, das dem Saugrohr derart zugewandt ist, daß der Faderbandführungseingang zwischen dem Lufteinblasrohr und dem Saugrohr liegt.

5. Verbindungsvorrichtung für eine Spinnmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Einrichtung zum Ansaugen und Halten eines vorderen Fadens aufweist, der aus dem Faserbandführungseingang der Drallvorrichtung gezogen wird.







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