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Dokumentenidentifikation DE69903744T2 20.03.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1115370
Titel HAARPFLEGESHAMPOO
Anmelder Calgon Corp., Pittsburgh, Pa., US
Erfinder MELBY, L., Allan, Cranberry Township, US;
MATZ, F., Gary, Carnegie, US
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69903744
Vertragsstaaten BE, DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.08.1999
EP-Aktenzeichen 999737083
WO-Anmeldetag 20.08.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/18999
WO-Veröffentlichungsnummer 0000057847
WO-Veröffentlichungsdatum 05.10.2000
EP-Offenlegungsdatum 18.07.2001
EP date of grant 30.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.03.2003
IPC-Hauptklasse A61K 7/06
IPC-Nebenklasse A61K 7/50   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft Shampoo-Zusammensetzungen, die ein Tensid und pflegende Bestandteile enthält. Die vorliegende Erfindung betrifft auch Haarbehandlungsverfahren.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Sauberes menschliches Haar kehrt auf Grund des Kontakt mit der Umwelt und auf Grund des Entstehens des von dem Kopf geschaffenen Talgs schnell in seinen "schmutzigen" Zustand zurück. Innerhalb einer kurzen Zeit (eines Tages bis zu einigen Tagen) beginnt das Haar "schmutzig" auszusehen und sich ebenso anzufühlen. In modernen Kulturen gilt dieses Aussehen und Gefühl als nicht hinnehmbar und erfordert, daß die Träger ihr Haar häufig waschen. In manchen Ländern gilt das tägliche Haarwaschen als normales Erfordernis für ordentliche Hygiene, ob das Haar nun tatsächlich "schmutzig" geworden ist oder nicht.

Durch Waschen wird das Haar dadurch gereinigt, daß umweltbedingte Schmutzstoffe zusammen mit dem Talg entfernt werden. Durch das Waschen werden jedoch die natürlichen Öle und andere feuchthaltende Substanzen entfernt. Wenn das Haar eine sehr große Länge aufweist, kann sich das Haar verwirren und unbeherrschbar werden. Sobald das Haar trocken ist, hat es seinen Glanz und Schimmer eingebüßt und kann trocken und kraus sein. Haar kann im trockenen Zustand auch eine statische Aufladung behalten, die zu "abstehendem Haar" führt.

Da dieses Problem in der modernen Zeit aufgetaucht ist, wurden Lösungen entwickelt, um das durch häufiges Waschen entstehende Problem zu minimieren. Bei den ersten akzeptablen Lösungen wurden nach dem Waschen Haarpflege- und Haarspülmittel aufgebracht, im allgemeinen sofort nach dem Waschen, während das Haar noch naß ist. Diese Pflege- und Spülmittel wurden eine Zeitlang auf dem Haar belassen, um ausreichende Behandlung zu ermöglichen, und wurden dann mit Wasser herausgespült. Diese Lösungen wurden in jüngster Zeit als unbequem und zeitraubend angesehen. Die Lösung für dieses Problem war die Einbringung von Pflegemitteln in das Shampoo selbst und mithin das Auftauchen von "Haarpflegeshampoo".

Shampoos, die Pflegesubstanzen oder Pflegemittel enthalten, sind aus verschiedenen Gründen nicht vollkommen befriedigend. Haar besteht aus Keratin, einem schwefelhaltigen faserigen Protein. Der isolelektrische Punkt von Keratin und insbesondere von Haar, liegt im allgemeinen im pH-Wert-Bereich von 3,2-4,0. Deshalb trägt Haar bei dem pH-Wert eines typischen Shampoos (etwa 5,5-6,5) eine reine negative Ladung. Folglich werden kationische Polymere auf Grund ihrer positiven Ladung seit langem als Pflegemittel in Shampooformulierungen oder als getrenntes Behandlungsmittel verwendet, um die Naß- und die Trockenverträglichkeit des Haars zu verbessern. Durch die Substantivität der kationischen Polymere für negativ aufgeladenes Haar zusammen mit einer Filmbildung wird das Entwirren beim Kämmen des nassen Haars und eine Verminderung des statischen Abstehens beim Kämmen des trockenen Haars erleichtert. Kationische Polymere verleihen dem Haar im allgemeinen auch Weichheit und Geschmeidigkeit.

Wenn kationische Polymere gut reinigende anionische Tenside enthaltenden Shampoos zugesetzt werden, erfolgt im allgemeinen die Bildung von stark oberflächenaktiven Assoziationskomplexen, wodurch dem Shampoo verbesserte Schaumstabilität verliehen wird, jedoch schlechte Pflege vorgesehen wird. Eine maximale Oberflächenaktivität und Schaumstabilität oder Schaumbildung werden bei fast stöchiometrischen Verhältnissen des anionischen Tensids zum kationischen Polymer dort erzielt, wo der Komplex am wenigsten wasserlöslich ist. Kationische Pflegemittel weisen jedoch bei diesen Verhältnissen eine bestimmte Unverträglichkeit auf. Bei Verträglichkeit ergibt sich eine kommerziell mehr erwünschte eindeutige Formulierung, während Unverträglichkeit zu einer Trübung oder Ausfällung führt, die bei manchen Formulierungen weniger erwünscht ist. Wenn dem Shampoo des weiteren kationische Tenside als Bestandteil zugesetzt werden, sorgen diese für keine optimale Gesamtpflege für das Haar im Weichheitsbereich und neigen dazu, sich an dem Haar abzusetzen, was zu einem Unsauberkeitsgefühl führt.

In Patenten wurden auch nichtionische Silicone als Zusatzstoff zum Shampoo zur Erhöhung der Weichheit des Haars offenbart. Zu diesen Patenten gehören die USA-Patente Nr. 2,826,551, Nr. 3,964,500 und Nr. 4,364,837 und das GB-Patent Nr. 849,433. Shampoozusammensetzungen, die Pflegemittel mit unlöslichen Silicon-Pflegemitteln enthalten, sind in den USA-Patenten Nr. 4,741,855 und Nr. 4,788,066 offenbart. Shampoozusammensetzungen, die in löslichem Silicon dispergierte anionische Tenside (zusammen mit einem kationischen Polymer mit einer kationischen Ladungsdichte von 3 meq/k oder weniger und einem Pflegemittel als ölige Flüssigkeit) enthalten, sind in WO 93/08787 und in dem USA-Patent Nr. 5,573,709 offenbart.

Zu weiteren Publikationen, in denen die Verwendung von Pflegemitteln mit Silicon offenbart wird, sind die am 16. Juni 1981 offengelegte Japanische Patentanmeldung Nr. 56-7209 J und die veröffentlichten EPO-Anmeldungen 413 416 und 413 417, beide am 20. Februar 1991 veröffentlicht.

Zur Verbesserung von Glanz und Schimmer des Haars wurden den Shampooformulierungen ölige Komponenten zugesetzt, wie in der Japanischen Patentanmeldungen Showa 53-35902, Showa 54129135,62 [1987]-327266 und Nr. HEI [1987]-168612 offenbart ist.

Trotz dieser Versuche zum Bereitstellen von optimalen Kombinationen von Reinigungsvermögen und Haarpflege bleibt zu wünschen, daß weiter verbesserte Zusammensetzungen von Haarpflegeshampoos bereitgestellt werden. Beispielsweise bleibt zu wünschen, daß die Gesamtpflege und insbesondere Glanz und Schimmer, das Naß- und das Trockenkämmen und das Trockenhaargefühl von Haar verbessert werden, das mit Silicon und kationische Substanzen enthaltendem Shampoo behandelt wurde. Bei öligen Substanzen in Kombination mit kationische Substanzen enthaltenden Shampoos bleibt zu wünschen, daß die Gesamtpflege und insbesondere das Naßkämmen und Entwirren, das Trockenkämmen und das Trockenhaargefühl verbessert wird. Wenn jedoch nur der Grad von einem oder von beiden Pflegebe standteilen erhöht wird, kann das zu nachteiligen Folgen führen, beispielsweise zum Gefühl fettigen Haars und zum Verlust der Fülligkeit. Es ist zu wünschen, daß die Pflege verbessert wird, ohne daß an diesen Nachteilen gelitten wird.

Es ist zu wünschen, daß Shampoozusammensetzungen und Verfahren zum Reinigen und zum Pflegen von Haar bereitgestellt werden, die für eine sehr gute Reinigungsleistung und verbesserte Pflegegrade sorgen können und dabei etwaige nachteilige Nebenwirkungen minimieren, die mit einer Ansammlung auf Grund der Verwendung von zu viel Pflegemittel zusammenhängen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt:

(a) 5 Gew.-% bis 50 Gew.-% eines Tensidbestandteils, der ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anionischen Tensiden und ampholytischen Tensiden;

(b) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% eines dispergierten nichtionischen silikonischen Haarpflegemittels, das in der Shampoozusammensetzung unlöslich ist;

(c) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% eines wasserlöslichen organischen ampholytischen polymeren Haarpflegemittels; und

(d) einen wäßrigen Träger.

Das Haarbehandlungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt das Inkontaktbringen des Haars mit der obigen Zusammensetzung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Mit der Erfindung werden anionische und/oder amphotere Reinigungstenside enthaltende flüssige Shampoozusammensetzungen bereitgestellt, die sowohl für eine sehr gute Reinigungsleistung als auch für Haarpflegevorteile für eine große Vielzahl von Haararten sorgen können. Das wird durch Ausbildung einer Haarpfle-geshampoozusammensetzung erreicht, die das Tensid, einen wäßrigen Träger, ein dispergiertes unlösliches nichtionisches Silicon-Haarpflegemittel, ein wasserlösliches organisches ampholytisches polymeres Haarpflegemittel und wahlweise eine organische wasserunlösliche ölige Flüssigkeit umfaßt.

Es wurde jetzt unerwarteterweise festgestellt, daß eine verbesserte Gesamtpflege festgestellt werden kann, wenn ein Tensid in einem Shampoo mit dispergiertem unlöslichem und nichtionischem Silicon und einem löslichen organischen ampholytischen Silicon-Haarpflegemittel kombiniert wird. Die Pflege verbessert sich auch mit dem Zusetzen einer bevorzugten wahlweise verwendeten organischen wasserunlöslichen flüssigen Komponente.

Mit diesen Zusammensetzungen läßt sich für verbesserte Pflege sorgen und dabei der Grad der unerwünschten Nebenwirkungen vermindern, der durch Erhöhen des Grades des Pflegemittels in bisher bekannten Pflegesystemen entstehen kann. Wie weiter oben erläutert, kann ein Pflegemittelsystem, das zu viel von einer speziellen Komponente enthält, zu einer Ansammlung rühren. Zu viel Silicon kann zur Ansammlung von Silicon an dem Haar und einer Einbuße an Haarfülligkeit führen. Zu viel organische Flüssigkeit (Öl) führt zu einem öligen Gefühl und einer Einbuße an Haarfülligkeit. Zu viel Pflegemittel führt zu einem glitschigen, öligen Gefühl an dem Haar. Jetzt wurde festgestellt, daß durch Kombinieren dieser spezifischen Arten von Bestandteilen, - des Tensids, der unlöslichen nichtionischen Silicone, der ampholytischen Polymere und der wahlweise verwendeten öligen organischen Flüssigkeiten - für eine verbesserte Gesamtpflege gesorgt werden kann, wobei die nachteiligen Wirkungen der Ansammlung von Pflegemittel minimiert werden, die ansonsten eintreten können, wenn die Grade der einzelnen Komponenten in bisher bekannten Pflegesystemen erhöht werden. Weiterhin kann durch Verwendung eines ampholytischen Polymers in den Zusammensetzungen derselben die Leistung relativ zu ähnlichen Systemen mit kationischen Polymeren in Kombination mit Silicon und mit Pflegemitteln als ölige Flüssigkeiten verbessert werden.

Mit der vorliegenden Erfindung werden Haarpflegeshampoozusammensetzungen geschaffen, die 5 Gew.-% bis 50 Gew.-% Komponente (a); 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% Komponente (b); 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% Komponente (c); und einen wäßrigen Träger (d) umfassen. Die Haarpflegeshampoozusammensetzungen enthalten vorzugsweise 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-% einer organischen wasserunlöslichen Flüssigkeit, die mehr vorzugsweise ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus Kohlenwasserstoffölen, Fettestern mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen und Mischungen derselben. Die Haarpflegeshampoozusammensetzungen können auch 0 Gew.-% bis 10 Gew.-% eines Zwitteriontensidbestandteils enthalten.

Eine spezifische bevorzugte Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt (a) einen Gehalt von etwa 15 Gew.-% anionisches Tensid und 1 bis 2 Gew.-% nichtionisches Tensid, (b) einen Gehalt von 0,5 bis 1,5 Gew.-% Silicon und (c) einen Gehalt von 0,2 bis 0,4 Gew.-% des ampholytischen polymeren Haarpflegemittels.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen zu finden.

Die wahlweise verwendete organische wasserunlösliche Flüssigkeit ist ein öliges flüssiges Pflegemittel und wird vorzugsweise in die Zusammensetzung eingemischt und insgesamt in dieser verteilt. Die organische wasserunlösliche Flüssigkeit wird im allgemeinen aus der Gruppe bestehend aus Kohlenwasserstoffölen und Fettestern ausgewählt. Der hier verwendete Begriff "Fettester", bezeichnet Ester mit 10 oder mehr Kohlenstoffatomen.

Das unlösliche Silicon-Pflegemittel wird in Form von Tröpfchen oder Teilchen in der gesamten Zusammensetzung dispergiert. Vorzugsweise wird ein geeignetes Suspendiermittel verwendet, um die Stabilität des dispergierten Silicons zu erleichtern.

Die hier verwendeten Begriffe "löslich" und "unlöslich", die in bezug auf spezielle Bestandteile der Shampoozusammensetzungen verwendet werden, beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, auf die Löslichkeit bzw. die Unlöslichkeit dieses Bestandteils in der Shampoozusammensetzung. Beispielsweise beziehen sich die hier verwendeten Begriffe "wasserlöslich" und "wasserunlöslich" auf die Löslichkeit des speziellen Bestandteils in Wasser im Gegensatz zur Löslichkeit in der Shampoozusammensetzung.

Wenn nicht speziell etwas anderes angegeben ist, sind alle Prozentsätze in Gewicht der Gesamtzusammensetzung berechnet. Wenn nicht speziell etwas anderes angegeben ist, sind alle Verhältnisse Gewichtsverhältnisse.

Ampholytisches polymeres Haarpflegemittel

Die Shampoozusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt ein wasserlösliches, ampholytisches organisches polymeres Haarpflegemittel als ein wesentliches Element. Dieses polymere ampholytische Haarpflegemittel hierin ist in Graden von 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-%, mehr vorzugsweise von 0,1 Gew.-% bis 4 Gew.-% vorhanden, wobei 0,2 Gew.-% bis 3 Gew.-% der Shampoozusammensetzung am meisten bevorzugt sind. Mit "wasserlöslichen" ampholytischen organischen Polymer ist ein Polymer gemeint, das in Wasser ausreichend löslich ist, um eine für das bloße Auge im wesentlichen klare Lösung mit einer Konzentration von 0,1% in (destilliertem oder gleichwertigem) Wasser bei 25ºC zu bilden. Vorzugsweise ist das Polymer ausreichend löslich, um eine im wesentlichen klare Lösung mit einer Konzentration von 0,5%, mehr vorzugsweise mit einer Konzentration von 1,0%, zu bilden.

Die sich in diesem Haarpflegemittel eignenden ampholytischen organischen Polymere sind organische Polymere, die Pflegevorteile für das Haar bereitstellen können und in der Shampoozusammensetzung löslich sind. Es können alle ampholytischen Polymere, die für diese Vorteile sorgen können, ohne Rücksicht auf die kationische Ladungsdichte des Polymers verwendet werden.

Das wasserlösliche organische Haarpflegemittel in der ampholytischen polymeren Haarpflegeshampoozusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt vorzugsweise

(A) 1 bis 99 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Alkylacrylamidopropyldimethylammoniumhaliden, Al kylmethacrylamidopropyldimethylammoniumhaliden, Alkylacryloyloxyethyldimethylammoniumhaliden, Alkylmethacryloyloxyethyldimethylammoniumhaliden und Dialkyldiallylammoniumhaliden;

(B) 1 bis 99 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure (AA), Methacrylsäure (MAA), 2-acrylamido- 2-methylpropansulfonsäure (AMPSA), 2-methacylamido-2-methylpro-pansulfonsäure (MAMPSA), n-Methacrylamidopropyl,n.n-dimethylaminoessigsäure, n- Acrylamidopropyl,n,n-dimethylaminoessigsäure, n-Methacryloyloxyethyl,n,n-dimethylaminoessigsäure und n-Acryloyloxyethyl,n,n-dimethylaminoessigsäure, und

(C) 0 bis 80 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigem oder verzweigtkettigem Alkylacrylat oder -methacylat, C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigem oder verzweigtkettigem n-Acrylamid oder -methacrylamid, Acrylamidmethacrylamid, n-Vinylpyrrolidon, Vinalacetat oder ethoxyliertem und propoxyliertem Acrylat oder Methacrylat;

mit einer massegemittelten Molekülmasse von mindestens 50 000 000, bestimmt durch Viskosimetrie.

Die wasserlöslichen organischen ampholytischen polymeren Haarpflegemittel gemäß der vorliegenden Erfindung sind organische Polymere, die vorzugsweise folgendes umfassen:

(A) Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid (APTAC), Methacrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid (MAPTAC), Acryloyloxyethyl-trimethylammoniumchlorid (AETAC), Methacryloyloxyethyltrimethylsuliät (METAMS), Methacryloyloxyethyltriethylammoniumchlorid (METAC) oder Dimethyldiallylammoniumchlorid (DMDAAC);

(B) AA, MAA, AMPSA und MAMPSA; und

(C) wahlweise ein C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettiges oder verzweigtkettiges Alkylacrylat oder -methacylat wie Methyl-, Ethyl-, Butyl-, Octyl-, Lauryl- und Stearylacrylatester und -methacrylatester; Acrylamid; Methacrylamid; ein C&sub1;-C&sub2;&sub2;- geradkettiges oder verzweigtkettiges n-Alkylacrylamid oder -methacrylamid wie n-Methyl-, n-Ethyl-, n-Butyl-, n-Octyl-, n-Lauryl und n- Stearylacrylamide und -methacrylamide.

Die Shampoozusammensetzung weist einen pH-Wert vorzugsweise zwischen pH 3 und pH 9 auf, mehr bevorzugt von pH 4 bis pH 8.

Vorzugsweise liegt das Molverhältnis von (A) : (B) in dem ampholytischen Polymer im Bereich von 20 : 80 bis 95 : 5, mehr bevorzugt von 25 : 75 bis 75 : 25. Ferner beträgt die massegemittelte Molekülmasse des Polymers, bestimmt durch Viskosimetrie, vorzugsweise mindestens 100 000, mehr bevorzugt etwa 100 000 bis 10 000 000, wobei eine massegemittelte Molekülmasse von 200 000 bis 8 000 000 am meisten bevorzugt wird. Als Alternative kann die Gelpermeationschromatographie (GPC) mit Lichtstreuungserfassung mit annähernd den gleichen Zahlen angewandt werden.

Wahlweise, jedoch vorzugsweise, enthalten die vorliegenden Polymere zusätzlich, umfassen oder werden hergestellt unter Verwendung (C) von bis zu 80 Mol-%, vorzugsweise mindestens 0,1 Mol-% eines C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylacrylats oder -methacylats, vorzugsweise eines C&sub1;-C&sub4;-Alkylacrylats und am meisten vorzugsweise eines Methylacrylats, eines C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigem oder verzweigtkettigen n-Alkylacrylamids oder -methacrylamids, vorzugsweise eines C&sub1;-C&sub4;-Alkylacrylamids und am meisten bevorzugt eines Acrylamids, wobei die obere Molprozentzahl von (C) in den vorliegenden Polymeren durch Löslichkeitserwägungen beschränkt ist.

Ein mehr bevorzugter Molekulargewichtsbereich für die vorliegenden Polymere beträgt 200 000 bis 8 000 000, bestimmt durch Viskosimetrie oder GPC. Beispielsweise können verminderte Viskositätswerte zum Nahem der massegemittelten Molekülmassen der vorliegenden Polymere verwendet werden. Vorzugsweise liegt das Molverhältnis von (A) : (B) im Bereich von 25 : 75 bis etwa 75 : 25, und die bevorzugten Polymere enthalten mindestens 0, 1 bis 20 Mol-% der oben definierten Acrylate, Methacrylate, Acrylamide, Methacrylamide, des Vinylacetats, des Vinylalkohols and/oder des n-Vinylpyrrolidons. Mehr bevorzugt enthalten die vorliegenden Polymere 5 bis 15 Mol-% der Acrylat-, Methacrylat-, Acrylamid-, Methacrylamid-, Vinylacetat-, des Vinylalkohol- and/oder n-Vinylpyrrolidonkomponente. In dem am meisten bevorzugten Fall ist es Methylacrylat und/oder -acrylamid.

Spezifische bevorzugte Beispiele für das ampholytische polymere Haarpflegemittel gemäß der vorliegenden Erfindung sind (1) ein Polymer mit etwa 45 Mol-% MAPTAC, etwa 45 Mol-% Acrylsäure und etwa 10 Mol-% Methycrytat und (2) ein Polymer mit etwa 30 Mol-% DMDAAC, etwa 35 Mol-% Acrylsäure und etwa 35 Mol-% Acrylamid. Diese Polymere sind zu beziehen als MERQUAT 2001 bzw. MERQUAT plus 3330 von der Calgon Corporation.

Wie oben erläutert, ist das ampholytische Polymer hier wasserlöslich. Das bedeutet jedoch nicht, daß es in der Shampoozusammensetzung löslich sein muß. Vorzugsweise ist das ampholytische Polymer jedoch entweder in der Shampoozusammensetzung oder in einer komplexen Koazervatform in der von dem ampholytischen Polymer und anderen ionischen Substanzen gebildeten Shampoozusammensetzung löslich. Komplexe Koazervate des ampholytischen Polymers können mit anionischen Tensiden, amphoteren Tensiden, zwitterionischen Tensiden, kationischen Tensiden oder mit in geeigneter Weise geladenen Elektrolyten gebildet werden, die den Zusammensetzungen hier wahlweise zugesetzt werden können.

Die Koazervatbildung hängt von einer Vielzahl von Kriterien ab, beispielsweise vom Molekulargewicht, der Konzentration und dem Verhältnis des Zusammenwirkens von ionischen Substanzen, der Ionenstärke (einschließlich der Modifizierung der Ionenstärke, beispielsweise durch Zusetzen von Salzen), der Ladungsdichte der kationischen und der anionischen Spezies, dem pH-Wert und der Temperatur. Koazervatsysteme und die Wirkung dieser Parameter wurden bisher untersucht. Siehe beispielsweise J. Caelles et al., "Anionic and Cationic Compounds in Mixed Systems", Cosmetics & Toiletries, Bd. 106, April 1991, S. 49-54, C. J. von Oss, "Coacervation, Complex Coacervation and Flocculation", J. Dispersion Science and Technology, Bd. 9 (5, 6), 1988-89, S. 561-573, und D. J. Burgess, "Practical Analysis of Complex Coacervate Systems", J. of Colloid and Interface Science, Bd. 140, Nr. 1, November 1990, S. 227-238.

Wie angenommen wird, ist es besonders vorteilhaft, wenn das ampholytische Polymer in dem Shampoo in einer Koazervatphase vorhanden ist oder beim Auftragen des Shampoos auf das Haar oder beim Ausspülen aus diesem eine Koazervatphase bildet. Es wird angenommen, daß sich komplexe Koazervate leichter an dem Haar ablagern. Mithin soll das ampholytische Polymer vorzugsweise als Koazervatphase in dem Shampoo vorhanden sein oder bei Verdünnung eine Koazervatphase bilden. Wenn das ampholytische Polymer nicht schon als Koazervat in dem Shampoo vorhanden ist, wird es vorzugsweise in Form eines komplexen Koazervats in dem Shampoo vorhanden sein, wenn dieses mit Wasser auf ein Gewichtsverhältnis von Wasser zu Shampoo von etwa 20 : 1, mehr bevorzugt von etwa 10 : 1 und noch mehr bevorzugt von etwa 8 : 1 verdünnt wird.

Verfahren zur Analyse der Ausbildung komplexer Koazervate sind in der Technik bekannt. Beispielsweise können Analysen der Shampoozusammensetzungen mit dem Mikroskop auf jeder gewählten Verdünnungsstufe verwendet werden, um zu erkennen, ob eine Koazervatphase entstanden ist. Diese Koazervatphase ist als zusätzliche emulgierte Phase in der Zusammensetzung erkennbar. Durch Verwendung von Farbstoffen läßt sich die Koazervatphase leichter von anderen unlöslichen Phasen in der Zusammensetzung unterscheiden.

Beispielhafte Shampoozusammensetzungen mit komplexen Koazervaten sind in den Beispielen gezeigt.

Anionisches Tensid

Die Haarpflegeshampoozusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten vorzugsweise ein anionisches Tensid, zumindest als Teil der Komponente (a), die ein oder mehrere anionische Reinigungstenside umfassen kann, die bei dem pH-Wert des Shampoos anionisch sind, um der Zusammensetzung eine Reinigungsleistung zu verleihen.

Das anionische Tensid von Komponente (a) kann das einzige Tensid sein und vorzugsweise in einem Grade von 5% bis 50%, vorzugsweise von 8% bis 30%, mehr vorzugsweise von 10% bis 25% in der Zusammensetzung vorhanden sein, wobei etwa 15% am meisten bevorzugt sind.

Zu den hier geeigneten anionischen Reinigungstensiden gehören auch die in dem USA-Patent Nr. 5,573,709 offenbarten. Beispiele dafür sind Alkyl- und Alkylethersulfate. Spezifische Beispiele für bei der vorliegenden Erfindung verwendbare Alkylethersulfate sind Natrium- und Ammoniumsalze von Laurylsulfat, Laurylethersulfat, Kokosnußalkyltriethylenglycolethersulfat; Talgalkyltriethylenglycolethersulfat und Talgalkylhexaoxyethylensulfat. Stark bevorzugte Alkylethersulfate sind diejenigen, die eine Mischung von einzelnen Verbindungen umfassen, wobei die Mischung eine durchschnittliche Alkylkettenlänge von 12 bis 16 Kohlenstoffatomen und einen durchschnittlichen Ethoxylierungsgrad von 1 bis 6 Mol Ethylenoxid aufweist.

Eine weitere geeignete Klasse von anionischen reinigenden Tensiden sind die Alkylschwefelsäuresalze. Wichtige Beispiele dafür sind die Salze eines organischen Schwefelsäurereaktionsprodukts eines Kohlenwasserstoffs der Methan-Reihe mit Iso-, Neo-, Ineso- und n-Paraffinen mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, und einem Sulfonierungsmittel, z. B. SO&sub3;, H&sub2;SO&sub4; und rauchender Schwefelsäure, die gemäß bekannten Sulfonierungsverfahren einschließlich des Bleichens und der Hydrolyse erhalten werden. Bevorzugt werden mit Alkalimetall und mit Ammonium sulfatierte C&sub1;&sub2;&submin;&sub3;&sub8; n-Paraffine.

Zusätzliche Beispiele für synthetische anionische Reinigungstenside, die innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung liegen, sind die Olefinsulfonate, die β-Alkyloxyalkansulfonate und die Reaktionsprodukte von Fettsäuren, die mit Isethionsäure verestert und mit Natriumhydroxid neutralisiert sind, sowie Succina mate. Spezifische Beispiele für Succinamate sind Dinatrium-N-octadecylsulfosuccinamat; Tetranatrium-N-(1,2-dicarboxylethyl)-N-octadecylsulfosuccinamat; Diamylether von Natriumsulfosuccinsäure; Dihexylester von Natriumsulfosuccinsäure; Dioctylester von Natriumsulfosuccinsäure.

Viele zusätzliche synthetische anionische Tenside sind in McCutcheon's, Emulsifiers and Detergents. 1989 Annual, beschrieben, veröffentlicht von der M. C. Publishing Co. Auch in dem USA-Patent 3,929,678 von Laughlin et al., erteilt am 30. Dezember 1975, werden viele andere anionische sowie andere Tensidarten offenbart.

Bevorzugte anionische Reinigungstenside zur Verwendung in den vorliegenden Shampoozusammensetzungen sind Ammoniumlaurylsulfat, Ammoniumlaurethsulfat, Triethylaminlaurylsulfat, Triethylaminlaurethsulfat, Triethanolaminlaurylsulfat, Triethanolaminlaurethsulfat, Monoethanolaminlaurylsulfat, Monoethanolaminlaurethsulfat, Diethanolaminlaurylsulfat, Diethanolaminlaurethsulfat, Laurinmonoglyceridnatriumsulfat, Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurethsulfat, Kaliumlaurylsulfat, Kaliumlaurethsulfat, Natriumlaurylsarcosinat, Natriumlauroylsarcosinat, Laurylsarcosin, Cocoylsarcosin, Ammoniumcocoylsulfat, Ammoniumlauroylsulfat, Natriumcocoylsulfat, Natriumlauroylsulfat, Kaliumcocoylsulfat, Kaliumlaurylsulfat, Triethanolamin-1-laurylsulfat, Triethanolaminlaurylsulfat, Monoethanolamincocoylsulfat, Monoethanolaminlauylsulfat, Natriumtridecylbenzolsulfonat und Natriumdodecylbenzolsulfonat.

Amphoteres Tensid

Die Haarpflegeshampoozusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält vorzugsweise amphotere Reinigungstenside. Die Menge dieses Tensids beträgt vorzugsweise nicht mehr als 10 Gew.-%. Beispiele für amphotere Reinigungstenside, die in den Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind diejenigen, die allgemein als Derivate von aliphatischen sekundären und tertiären Aminen beschrieben sind, in denen der aliphatische Substituent 8 bis 18 Kohlenstoffatome enthält und eines eine anionische wasserlösliche Gruppe enthält, z. B. eine Carboxy-, Sulfonat-, Sulfat-, Phosphat- oder Phosphonatgruppe. Beispiele für in diese Definition fallende Verbindungen sind Natrium-3-dodecylaminopropionat, Natrium-3-dodecylaminopropansulfonat, Natriumlaurylsarcosinat, N-Alkyltaurine wie das durch Reaktion von Dodecylamin mit Natriumisethionat gemäß der Lehre des USA-Patents 2,658,072 hergestellte, Nhöhere Alkylasparaginsäure wie die gemäß der Lehre des USA-Patents 2,438,091 hergestellten, und die unter dem Handelsnamen "MIRANOL" vertriebenen Produkte nach der Beschreibung in dem USA-Patent 2,528,378.

Wahlweise verwendete Reinigungstenside

Zusätzlich zu der Komponente "anionisches Reinigungstensid" können die Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung wahlweise andere Reinigungstenside enthalten. Zu diesen gehören nichtionische Tenside und zwitterionische Tenside. Werden wahlweise Reinigungstenside verwendet, so sind sie typischerweise in Graden von 0,5% bis 20% vorhanden, mehr typischerweise von 1% bis 10%, obwohl auch höhere oder niedrigere Grade verwendet werden können. Die Gesamtmenge des Reinigungstensids in Zusammensetzungen, die wahlweise Reinigungstenside zusätzlich zu dem anionischen Tensid enthalten, beträgt im allgemeinen 5,5% bis 40%, vorzugsweise 8% bis 30%, mehr bevorzugt 10% bis 25%. Kationische Reinigungstenside können ebenfalls verwendet werden, werden jedoch im allgemeinen weniger bevorzugt, weil sie nachteilig mit dem anionischen Reinigungstensid zusammenwirken können. Werden kationische Reinigungstenside verwendet, so werden sie vorzugsweise in Graden von nicht mehr als 5% verwendet. Werden kationische Reinigungstenside verwendet, so sind sie mehr typischerweise Pflegemittel, die wahlweise in diese Zusammensetzungen eingebracht werden können.

Zu nichtionischen Reinigungstensiden, die verwendet werden können, gehören diejenigen, die als Verbindungen definiert sind, die durch Kondensierung von Alkylenoxidgruppen (der Art nach hydrophil) mit einer organischen hydrophoben Verbindung hergestellt sind, die der Art nach aliphatisch oder alkylaromatisch sind. Beispiele für bevorzugte Klassen von nichtionischen Reinigungstensiden sind: die langkettigen Alkanolamide; die Polyethylenoxid-Kondensate von Alkylphenolen; das Kondensationsprodukt von aliphatischen Alkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, entweder in einer geradkettigen oder in einer verzweigtkettigen Konfiguration, mit Ethylenoxid; die langkettigen tertiären Aminoxide; die langkettigen tertiären Phosphinoxide; die langkettigen Dialkylsulfoxide mit einem kurzkettigen Alkyl- oder Hydroxyalkylradikal von 1 bis 3 Kohlenstoffatomen; und die Alkylpolysaccharidtenside (APS) wie die Alkylpolyglycoside; die Polyethylenglycolglyceryl-Fettester (PEG).

Andere Zwitterionen wie die Betaine können sich ebenfalls bei der vorliegenden Erfindung eignen. Beispiele für hier geeignete Betaine sind die Hochalkylbetaine wie Cocodimethylcarboxymethylbetain, Cocoamidopropylbetain, Cocobetain, Laurylamidopropylbetain, Oleylbetain, Lauryldimethylcarboxymethylbetain, Lauryldimethyl-α-carboxyethylbetain, Cetyldimethylcarboxymethylbetain, Laurylbis-(2-hydroxyethyl)carboxymethylbetain, Stearyl-bis(2-hydroxypropyl)carboxymethylbetain, Oleyldimethyl-χ-carboxypropylbetain und Lauryl-bis(2-hydroxypropyl)-α-carboxyethylbetain. Die Sulfobetaine können durch Cocodimethylsulfopropylbetain, Stearyldimethylsulfopropylbetain, Lauryldimethylsulfoethylbetain, Lauryl-bis(2-hydroxyethyl)sulfopropylbetain und dergleichen; Amidobetaine und Amidosulfobetaine vertreten sein, wobei das RCONH(CH&sub2;)&sub3;-Radikal an dem Stickstoffatom des Betains befestigt ist, können sich ebenfalls bei der Erfindung eignen.

Bevorzugte Shampoos gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten Kombinationen von anionischen Tensiden mit zwitterionischen Tensiden und/oder amphoteren Tensiden. Besonders bevorzugte Shampoos enthalten 0% bis 16% Alkylsulfate, 0% bis 16% ethoxylierte Alkylsulfate und 0% bis 10% wahlweise Reinigungstenside, die aus den nichtionischen, amphoteren und zwitterionischen Reini gungstensiden ausgewählt sind, mit mindestens 5% Alkylsulfat, ethoxyliertem Alkylsulfat oder einer Mischung derselben, und einen Tensidgesamtgrad von 10% bis 25%.

Silicon-Haarpflegemittel

Ein wesentlicher Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist ein nichtflüchtiges nichtionisches Silicon-Haarpflegemittel, das in diesen Shampoozusammensetzungen unlöslich ist. Das Silicon-Haarpflegemittel ist in die Shampoozusammensetzungen eingemischt, so daß es die Form von dispergierten unlöslichen Teilchen oder Tröpfchen aufweist. Das Silicon-Haarpflegemittel umfaßt ein nichtflüchtiges, unlösliches Siliconfluid und umfaßt wahlweise einen Siliconkautschuk, der in der Shampoozusammensetzung als ganzes unlöslich ist, in dem Siliconfluid jedoch löslich ist. Das Silicon-Haarpflegemittel kann auch andere Bestandteile umfassen, beispielsweise ein Siliconharz zur Verstärkung der Ablagerungswirksamkeit.

Das Silicon-Haarpflegemittel kann auch niedrige Grade flüchtiger Siliconkomponenten enthalten; solche flüchtigen Silicone übersteigen jedoch vorzugsweise nicht 0,5 Gew.-% der Shampoozusammensetzung. Wenn flüchtige Silicone vertreten sind, so gehören bei ihrer Verwendung als Lösungsmittel oder Trägerstoff typischerweise viel mehr im Handel erhältliche Formen von anderen Bestandteilen dazu, beispielsweise Siliconkautschuke und Harze.

Das Silicon-Haarpflegemittel zur Verwendung hier besitzt vorzugsweise eine Viskosität von 1 000 bis 2 000 000 Zentistokes bei 25ºC, mehr vorzugsweise von 10 000 bis 1 800 000 Zentistokes, noch mehr vorzugsweise von 100 000 bis 1 500 000 Zentistokes. Die Viskosität läßt sich mit Hilfe eines Kapillarviskosimeters aus Glas messen, so wie in dem Testverfahren CTM0004 der Dow Corning Corporation vom 20. Juli 1970 dargelegt ist.

Das Silicon-Haarpflegemittel wird in diesen Shampoozusammensetzungen in Graden von 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-% der Zusammensetzung, vorzugsweise von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,5 Gew.-% bis 8 Gew.-%, am meisten vorzugsweise von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% verwendet.

Geeignete unlösliche, nichtflüchtige Siliconfluids sind Polyalkylsiloxane, Polyarylsiloxane, Polyalkylarylsiloxane, Polyethersiloxan-Copolymere und Mischungen derselben. Es können auch andere unlösliche, nichtflüchtige Siliconfluids mit Haarpflegeeigenschaften verwendet werden. Der hier verwendete Begriff "nichtflüchtig" soll bedeuten, daß die Siliconsubstanz einen sehr niedrigen oder keinen sehr hohen Dampfdruck bei Umgebungsbedingungen aufweist, wie die Fachleute erkennen werden. Der Begriff "Siliconfluid" soll fließfähige Siliconstoffe mit einer Viskosität von weniger als 1 000 000 Zentistokes bei 25ºC bezeichnen. Im allgemeinen liegt die Viskosität des Fluids zwischen 5 und 1 000 000 Zentistokes, vorzugsweise zwischen 10 und 100 000 Zentistokes, bei 25ºC.

Zu den nichtflüchtigen Polyalkylsiloxanfluids, die verwendet werden können, gehören beispielsweise Polydimethylsiloxane. Diese Siloxane sind beispielsweise bei der Firma General Electric in deren Serien Viscasil® und SF 96 und bei Dow Corning in deren Serien Dow Corning 200 erhältlich.

Zu den Polyalkylarylsiloxanfluids, die verwendet werden können, gehören beispielsweise auch Polymethylphenylsiloxane. Diese Siloxane sind beispielsweise bei der Firma General Electric als Methylphenylfluid SF 1075 oder bei Dow Corning als Cosmetic Grade Fluid 556 erhältlich,

Zu den Polyethersiloxan-Copolymeren, die verwendet werden können, gehören beispielsweise ein mit Polypropylenoxid modifiziertes Polydimethylsiloxan (z. B. Dow Corning DC-1248), obwohl auch Ethylenoxid oder Mischungen von Ethylenoxid und Propylenoxid verwendet werden können. Der Grad an Ethylenoxid und Propylenoxid muß ausreichend sein, um Löslichkeit in Wasser und in dieser Zusammensetzung zu verhindern.

Referenzen, in denen geeignete Siliconfluids offenbart sind, sind das USA- Patent 2,826,551 von Green; das USA-Patent 3,964,500 von Drakoff, erteilt am 22. Juni 1976; das USA-Patent 4,364,837 von Pader; das USA-Patent 5,573,709 von Wells; das Britische Patent 849,433 von Woolston und die PCT-Patentanmeldung WO 93/08787. In Silicon Compounds, vertrieben von Petrarch Systems, Inc., 1984 wird ein umfassendes (wenn auch nicht ausschließliches) Verzeichnis von geeigneten Siliconfluids geliefert.

Eine weiterer Siliconstoff, der sich insbesondere in den Silicon-Pflegemitteln eignen kann, ist unlöslicher Siliconkautschuk. Der hier verwendete Begriff "Siliconkautschuk" bezeichnet Polyorganosiloxansub stanzen mit einer Viskosität von mehr als oder gleich 1 000 000 Zentistokes bei 25ºC. Siliconkautschuke sind beschrieben von Petrarch und anderen und auch in dem USA-Patent 4,152,416 von Spitzer et al., erteilt am 1, Mai 1979, und in Noll, Walter, Chemistry and Tecnology of Silicones, New York: Academic Press 1968. Ebenso sind Siliconkautschuke in den Produktdatenblättern SE 30, SE 33, SE 54 und SE 76 von General Electric für Siliconkautschuk beschrieben. Die "Siliconkautschuke" besitzen typischerweise ein Massenmolekulargewicht von mehr als 200 000, im allgemeinen zwischen 200 000 und 1 000 000. Spezifische Beispiele sind ein Polydimethylsiloxan, ein (Polydimethylsiloxan)(methylvinylsiloxan)-Copolymer, ein Poly(dimethylsiloxan)(diphenylsiloxan)(methylvinlysiloxan)-Copolymer und Mischungen derselben.

Vorzugsweise umfaßt das Silicon-Haarpflegemittel eine Mischung eines Polydimethylsiloxankautschuks mit einer Viskosität von mehr als 1 000 000 Zentistokes und eines Polydimethylsiloxanfluids mit einer Viskosität von 10 Zentistokes bis 100 000 Zentistokes, wobei das Verhältnis von Kautschuk zu Fluid 30 : 70 bis 70 : 30, vorzugsweise 40 : 60 bis 60 : 40 beträgt.

Ein anderer Bestandteil, der wahlweise in das Silicon-Haarpflegemittel aufgenommen werden kann, ist Siliconharz. Siliconharze sind stark vernetzte polymere Siloxansysteme. Die Vernetzung wird durch das Aufnehmen von trifunktionellen und von tetrafunktionellen Silanen mit monofunktionellen oder difunktionellen oder beiden Silanen bei der Herstellung des Siliconharzes eingebracht. Wie in der Tech nik sehr wohl erkannt ist, ist der zu einem Siliconharz führende erforderliche Vernetzungsgrad gemäß den in dem Siliconharz enthaltenen spezifischen Silaneinheiten verschieden. Im allgemeinen gelten Siliconstoffe, die einen ausreichenden Grad von trifunktionellen und von tetrafunktionellen Siloxanmonomereinheiten (und daher einen ausreichenden Vernetzungsgrad) aufweisen, so daß sie bis zu einem starren oder harten Film trocknen, als Siliconharze. Das Verhältnis von Sauerstoffatomen zu Siliciumatomen ist bezeichnend für den Vernetzungsgrad in einem speziellen Siliconstoff. Siliconstoffe, die mindestens etwa 1,1 Sauerstoffatome pro Siliciumatom aufweisen, sind hier allgemein Siliconharze. Vorzugsweise beträgt das Verhältnis von Sauerstoffatomen zu Siliciumatomen mindestens 1,2 : 1,0. Zu Silanen, die bei der Herstellung von Siliconharzen verwendet werden, gehören Monomethyl-, Dimethyl-, Trimethyl-, Monophenyl-, Diphenyl-, Methylphenyl-, Monovinyl- und Methylvinylchlorsilane und -tetrachlorsilane, wobei die mit Methyl substituierten Silane am gewöhmlichsten verwendet werden. Bevorzugte Harze werden als GE SS4230 und SS4267 von General Electrics angeboten. Im Handel erhältliche Silicone werden im allgemeinen in einer gelösten Form in einem flüchtigen oder nichtflüchtigen Siliconfluid mit niedriger Viskosität geliefert. Die hier zur Verwendung geeigneten Siliconharze sollten in dieser gelösten und in die vorliegenden Zusammensetzungen aufgenommenen Form geliefert werden, wie die Fachleute leicht erkennen werden.

Unterstützendes Material zu Siliconen mit Abschnitten, in denen Siliconfluids, -kautschuke und -harze erläutert werden, sind zu finden in der Encyclopaedia of Polymer science and Engineering, Band 15, zweite Auflage, S. 294-308, John Wiley & Sons, Inc., 1989.

Siliconstoffe und insbesondere Siliconharze können entsprechend einem kurzgefaßten Nomenklatursystem, das den Fachleuten als "MDTQ "-Nomenklatur bekannt ist, bequem erkannt werden. Unter diesem System ist das Silicon gemäß dem Vorhandensein verschiedener Siloxanmonomereinheiten beschrieben, die das Silicon ausmachen. Kurz gesagt, das Symbol M bezeichnet die monofunktionelle Einheit (CH&sub3;)&sub3;SiO0,5; D bezeichnet die difunktionelle Einheit (CH&sub3;)&sub2;SiO; T bezeichnet die trifunktionelle Einheit (CH&sub3;)SiO1,5; und Q bezeichnet die quadri- oder etrafunktionelle Einheit SiO&sub2;. Die Apostrophe der Einheitensymbole D', T' und Q' bezeichnen andere Substituenten als Methyl und müssen für jedes Auftreten spezifisch definiert werden. Typische andere Substituenten umfassen Gruppen wie Vinyl, Phenyle, Amine, Hydroxyle usw. Die Molverhältnisse der verschiedenen Einheiten, entweder als Tiefzahlen zu den die Gesamtzahl jeder Einheitenart in dem Silicon (oder einem Durchschnitt desselben) anzeigenden Symbolen oder als speziell angegebene Verhältnisse in Kombination mit dem Molekulargewicht, vollenden die Beschreibung des Siliconstoffs unter dem MDTQ-System. Höhere relative Molbeträge von T, Q, T' und/oder Q' zu D, D', M und/oder M' in einem Siliconharz zeigen höhere Vernetzungsgrade an. Wie jedoch weiter oben erläutert, kann der Gesamtgrad der Vernetzung auch durch das Verhältnis von Sauerstoff zu Silicium angegeben werden.

Die bevorzugten Siliconharze zur Verwendung hier sind MQ-, MT-, MTQ-, MQ- und MDTP-Harze. Mithin ist Methyl der bevorzugte Siliconsubstituent. Insbesondere werden MQ-Harze bevorzugt, wobei das Verhältnis M : Q 0,5 : 1,0 bis 1,5 : 1,0 beträgt und das durchschnittliche Molekulargewicht des Harzes 1000 bis 1000 beträgt.

Das Gewichtsverhältnis der nichtflüchtigen Siliconfluidkomponente zu der Siliconharzkomponente beträgt bei Verwendung 4 : 1 bis 400 : 1, vorzugsweise beträgt dieses Verhältnis 9 : 1 bis 200 : 1, mehr bevorzugt 19 : 1 bis 100 : 1, insbesondere wenn die Siliconfluidkomponente ein Polydimethylsiloxanfluid oder eine Mischung von Polydimethylsiloxanfluid und Polydimethylsiloxankautschuk in der oben beschriebenen Weise ist.

Beispiele für die als Komponente (b) verwendeten mehr bevorzugten Silicone sind Dimethicon-, Cyclomethicon-, Trimethylsilylamidimethicon-, Phenyltrime thicon-, Trimethylsiloxysilicat-, Polyorganosiloxan-, Polyalkylsiloxan-, Polyarylsiloxan-, Polyalkylarylsiloxan- und Polyestersiloxan-Copolymere.

Es wurde festgestellt, daß bei Silicon und eine ölige Pflegeflüssigkeit (wie unten beschrieben) enthaltenden Zusammensetzungen ampholytische polymere Pflegemittel mit ausreichend hoher kationischer Ladungsdichte innerhalb des obigen Bereichs für eine erhöhte Pflegeleistung und Koazervatbildung sorgen können.

Organische wasserunlösliche Flüssigkeit

Die Shampoozusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten vorzugsweise eine nichtflüchtige wasserunlösliche organische, ölige Flüssigkeit als bevorzugte Art eines Haarpflegemittels. Die haarpflegende ölige Flüssigkeit kann dem Haar Glanz und Schimmer verleihen. Des weiteren kann sie auch das Trockenkämm- und das Naßkämmgefühl verbessern. Die haarpflegende ölige Flüssigkeit ist in den Zusammensetzungen typischerweise in einem Grade von 0,05 Gew.-% bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Zusammensetzung, vorzugsweise von 0,2 Gew.-% bis 3 Gew.-%, mehr vorzugsweise von 0,5 Gew.-% bis 1 Gew.-%, vorhanden.

Mit "nichtflüchtig" ist gemeint, daß der ölige Stoff einen sehr niedrigen oder keinen sehr hohen Dampfdruck bei Umgebungsbedingungen, (z. B. 1 Atmosphäre, 25ºC) aufweist, wie in der Technik erkannt ist. Die nichtflüchtigen öligen Stoffe weisen vorzugsweise einen Siedepunkt von 250ºC oder darüber bei Umgebungsdruck auf.

Mit "wasserunlöslich" ist gemeint, daß die ölige Flüssigkeit in (destilliertem oder gleichwertigem) Wasser bei einer Konzentration von 0,1% bei 25ºC nicht löslich ist.

Die haarpflegenden öligen Flüssigkeiten hier weisen im allgemeinen eine Viskosität von 3 Millionen Zentistokes oder weniger, vorzugsweise von 2 Millionen Zentistokes oder weniger, mehr vorzugsweise von 1,5 Millionen Zentistokes oder weniger auf.

Die haarpflegenden öligen Flüssigkeiten hier sind Flüssigkeiten, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Kohlenwasserstofffölen und Fettestern. Die Fettester hier sind dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens 12 Kohlenstoffatome aufweisen, und umfassen Ester mit von Fettsäuren oder -alkoholen abgeleiteten Kohlenwasserstoffketten, z. B. Monoester, mehrwertige Alkoholester sowie Di- und Tricarbonsäureester. Die Hydrocarbylradikale der Fettester hier können auch kovalent an diese gebunden andere verträgliche Funktionalitäten umfassen oder aufweisen, beispielsweise Amide oder Alkoxykomponenten (z. B. Ethoxy- oder Etherbindungen usw.).

Kohlenwasserstofföle umfassen zyklische Kohlenwasserstoffe, geradkettige aliphatische (gesättigte oder ungesättigte) Kohlenwasserstoffe und verzweigtkettige aliphatische (gesättigte oder ungesättigte) Kohlenwasserstoffe. Geradkettige Kohlenwasserstofföle enthalten vorzugsweise 12 bis 19 Kohlenstoffatome, obwohl das nicht unbedingt heißen soll, daß die Kohlenwasserstoffe auf diesen Bereich beschränkt werden. Verzweigtkettige Kohlenwasserstofföle können und dürfen typischerweise höhere Anzahlen von Kohlenstoffatomen enthalten. Ebenso hier einbegriffen sind polymere Kohlenwasserstoffe von Alkenylmonomeren, beispielsweise C&sub2;-C&sub6;-Alkenylmonomeren. Diese Polymere können geradkettige oder verzweigtkettige Polymere sein. Die geradkettigen Polymere weisen typischerweise eine relativ kleine Länge auf und besitzen bei geradkettigen Kohlenwasserstoffen im allgemeinen eine Gesamtzahl von Kohlenstoffatomen, wie sie oben beschrieben ist. Die verzweigtkettigen Polymere können eine wesentlich größere Kettenlänge aufweisen. Das Molekulargewicht-Zahlenmittel dieser Stoffe kann sehr verschieden sein, beträgt jedoch typischerweise 500, vorzugsweise von 200 bis 400, mehr vorzugsweise von 300 bis 350.

Spezifische Beispiele für geeignete Stoffe sind Paraffinöl, Mineralöl, gesättigtes und ungesättigtes Dodecan, gesättigtes und ungesättigtes Tridecan, gesättigtes und ungesättigtes Tetradecan, gesättigtes und ungesättigtes Pentadecan, gesättigtes und ungesättigtes Hexadecan und Mischungen derselben. Verzweigtkettige Isomere dieser Verbindungen sowie von Kohlenwasserstoffen mit größerer Kettenlänge können ebenfalls verwendet werden. Beispielhafte verzweigtkettige Isomere sind stark verzweigte gesättigte oder ungesättigte Alkane, beispielsweise die mit Permethyl substituierten Isomere, z. B. die Permethyl substituierten Isomere von Hexadecan und Undecan, beispielsweise 2,2,4,4,6,6,8,8-Dimethyl-10-methylundecan und 2,2,4,4,6,6-Dimethyl-8-methylnonan, vertrieben von der Permethyl Corporation. Ein bevorzugtes Kohlenwasserstoffpolymer ist Polybuten, beispielsweise das Copolymer von Isobutylen und Buten. Ein im Handel erhältlicher Stoff dieser Art ist Polybuten L-19 von der Amoco Chemical Co. (Chicago, Illinois, USA).

Monocarbonsäureester hierin umfassen Ester von Alkoholen und/oder von Säuren mit der Formel R'COOR, wobei Alkyl- oder Alkenylradikale und die Summe der Kohlenstoffatome in R' und R mindestens 10 betragen, vorzugsweise mindestens 20.

Fettester umfassen beispielsweise Alkyl- und Alkenylester von Fettsäuren mit aliphatischen Ketten mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen und Alkyl- und Alkenylfettalkohol-Carbonsäureestern mit einer von Alkyl- und/oder von Alkenylalkohol abgeleiteten aliphatischen Kette mit 10 bis 22 Kohlenstoffafomen, und Kombinationen derselben. Beispiele sind Isopropylisostearat, Hexyllaurat, Isohexyllaurat, Isohexylpalmitat, Isopropylpalmitat, Decyloleat, Isodecyloleat, Hexadecylstearat, Decylstearat, Isopropylisostearat, Dihexyldecyladipat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Oleylstearat, Oleyloleat, Oleylmyristat, Laurylacetat, Cetylpropionat und Oleyladipat.

Die Monocarbonsäureester brauchen jedoch nicht unbedingt mindestens eine Kette mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen zu enthalten, solange die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in aliphatischen Ketten mindestens 10 beträgt. Beispiele sind Diisopropyladipat, Diisohexaladipat und Diisopropylsebacat.

Di- und Trialkyl- und Alkenlester von Carbonsäuren können ebenfalls verwendet werden. Diese umfassen beispielsweise Ester von C&sub4;-C&sub8;-Dicarbonsäuren, beispielsweise C&sub1;-C&sub2;&sub2;-Ester (vorzugsweise C&sub1;-C&sub6;-Ester) von Succinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Hexylsäure, Heptylsäure und Octylsäure. Spezifische Beispiele sind Isocetylstearylstearat, Diisopropyladipat und Tristearylcitrat.

Mehrwertige Alkoholester umfassen Alkylenglycolester und Difettsäureester, beispielsweise Diethylenglycolmono- und Difettsäureester, Polyethylenglycolmono- und Difettsäureester, Propylenglycolmono- und Difettsäureester, Propylenglycolmonooleat, Polypropylenglycol-2000-monostearat, ethoxyliertes Propolynglycolmonostearat, Glycerylmono- und Difettsäureester, Polyglycerolpolyfettsäureester, ethoxyliertes Glycerylmonostearat, 1,3-Butylenglycolmonostearat, 1,3-Butylenglycoldistearat, Polyoxyethylenpolyolfettsäureester, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylensorbitanfettsäureester, die befriedigende mehrwertige Alkoholester zur Verwendung hier sind.

Glyceride umfassen Mono-, Di- und Triglyceride. Insbesondere gehören dazu die Mono-, Di- und Triester von Glycerol und langkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C&sub1;&sub9;-C&sub2;&sub2;-Carbonsäuren. Eine Vielzahl dieser Stoffarten kann aus pflanzlichen und tierischen Fetten und Ölen gewonnen werden, beispielsweise aus Rizinusöl, Safloröl, Baumwollkernöl, Maiskeimöl, Olivenöl, Dorschleberöl, Mandelöl, Avocadofruchtöl, Palmöl, Sesamöl, Lanolin und Sojabohnen. Zu synthetischen Ölen gehören Triolein- und Tristearinglyceryldilaurat. Bevorzugte Glyceride sind Di- und Troglyceride. Insbesondere bevorzugt werden Triglyceride.

Wäßriger Träger

Die Shampoozusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung sind typischerweise Flüssigkeiten, die vorzugsweise beim Zimmertemperatur gießbar sind. Die vorliegenden Zusammensetzungen umfassen einen wäßrigen Träger, d. h. Wasser, der im allgemeinen in einer Stufe von 20 Gew.-% bis 95 Gew.-% der Zusammensetzung, vorzugsweise von 60% Gew.-% bis 85 Gew.-%, bei gießbaren flüssigen Formulierungen vorhanden ist. Die Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung können auch in anderen Formen, beispielsweise als Gele, Aufbauschaum usw., vorhanden sein. In solchen Fällen können geeignete, in der Technik bekannte Komponenten wie Gelierungsmittel (z. B. Hydroxyethylcellulose) usw. in die Zusammensetzungen eingebracht werden. Gele enthalten tyischerweise 20% bis 90% Wasser. Aufbauschäume sind eine Zusammensetzung mit niedriger Viskosität und werden als sprühbare Flüssigkeit gemäß in der Technik wohlbekannten Verfahren verpackt, typischerweise in einen Aerosolbehälter mit einem Treibgas oder einem Mittel zur Erzeugung eines Aerosolsprays.

Da das in den vorliegenden Zusammensetzungen verwendete Silicon-Pflegemittel ein in den Zusammensetzungen dispergiertes unlösliches Silicon ist, wird vorzugsweise ein Suspendiermittel für das Silicon verwendet. Geeignete Suspendiermittel sind langkettige Acylderivate, langkettige Aminoxide und Mischungen derselben, wobei diese Suspendiermittel in den Shampoozusammensetzungen in kristalliner Form vorhanden sind. Eine Vielzahl solcher Suspendiermittel ist beschrieben in dem USA-Patent 4,741,855 von Grote et al., erteilt am 3. Mai 1988. Insbesondere wird Ethylenglycoldistearat bevorzugt.

Ebenfalls in den als Suspendiermittel geeigneten langkettigen Acylderivaten enthalten ist die N,N-di(hydrierte) C&sub8;-C&sub2;&sub2;- (vorzugsweise C&sub1;&sub2;-C&sub2;&sub2;, mehr bevorzugt C&sub1;&sub6;-C&sub1;&sub8;)-Amidobenzoesäure oder ein lösliches Salz (z. B. K- und Na-Salze) derselben, insbesondere N,N-di(hydrierte) Talgamidobenzoesäure, die im Handel von der Stepan Company (Nortrifield, Illinois, USA) vertrieben wird.

Ein weiteres geeignetes Suspendiermittel für die Silicon-Pflegemittel mit den vorliegenden Zusammensetzungen ist Xanthankautschuk nach der Beschreibung in dem USA-Patent 4.788,006 von Bolich et al., erteilt am 5. Juni 1984. Die Kombination von langkettigen Acylderivaten und von Xanthankautschuk als Suspendiersystem für Silicon ist beschrieben in dem USA-Patent 4,704,272 von Oh et al., erteilt am 3. November 1987, und kann auch in den vorliegenden Zusammensetzungen verwendet werden.

Im allgemeinen umfassen die Shampoozusammensetzungen 0,1% bis 5,0%, vorzugsweise 0,5% bis 3,0%, des Suspendiermittels zum Suspendieren des Silicon- Pflegemittels.

Wahlweise verwendbare Komponenten

Die vorliegenden Zusammensetzungen können auch eine Vielzahl von unwesentlichen, wahlweise verwendbaren Komponenten umfassen, die sich dazu eignen, solche Zusammensetzungen kosmetisch oder ästhetisch akzeptabler zu machen oder diese mit zusätzlichen Nutzungsvorteilen zu versehen. Den Fachleuten ist eine Vielzahl solcher Komponenten bekannt, und diese Bestandteile sind wohlbekannt, ohne daß die Erfindung auf diese beschränkt wäre: perlmutterfarbige Hilfsstoffe wie überzogener Glimmer, Ethylenglycoldistearat; Trübungsmittel wie Zinn; Konservierungsmittel wie 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan (MERGUARD, Calgon Corporation, Pittsburgh, PA, USA), Benzylalkohol, 1,3-Bis(hydroxymethyl)-5,5-dimethyl-2,3- imidazolidindion (z. B. GLYDANT, Glyco Inc., Greenwich, CT. USA), Methylchlorisothiazolinon (z. B. Kathon, Room & Haas Co., Philadelphia, PA, USA), Methylparaben, Propylparaben und Imidazolidinylharnstoff; Fettalkohole wie Cetearylalkohol, Cetylalkohol und Stearylalkohol; Natriumchlorid; Ammoniumchlorid; Natriumsulfat; Ethylalkohol; pH-Einstellhilfen wie Zitronensäure, Natriumcirat, Succinsäure, Phosphorsäure, Mononatriumphosphat, Dinatriumphosphat, Natriumhydroxid und Natriumcarbonat; Färbemittel oder Farbstoffe, Parfüme; und Maskierungsmittel wie Dinatriumethylendiaminteraacetat (EDTA).

Eine weitere wahlweise verwendbare Komponente, die vorteilhaft verwendet werden kann, ist ein Antistatikmittel. Das Antistatikmittel sollte nicht ungebührlich die Gebrauchsleistung und die Endnutzungsvorteile des Shampoos beeinträchtigen; das Antistatikmittel sollte insbesondere nicht das anionische Reinigungstensid beeinträchtigen. Zu geeigneten Antistatikmitteln gehört beispielsweise Tricetylmethylammoniumchlorid.

Typischerweise ist ein solches Antistatikmittel mit 0,1% bis 5% in den Shampoozusammensetzungen vorhanden.

Auch wenn die Komponente des Silicon-Suspendiermittels so wirken kann, daß sie die vorliegenden Zusammensetzungen in bestimmtem Maße eindickt, können die vorliegenden Zusammensetzungen wahlweise auch weitere Eindicker und Viskositiätsmodifizierer enthalten, beispielsweise ein Ethanolamid einer langkettigen Fettsäure, beispielsweise Polyethylen(3)glycollauramid und Kokosnußmonoethanolamid (Cocamid MEA) und Ammoniumxylolsulfonat.

Diese wahlweise verwendbaren Komponenten werden in den Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung einzeln in einem Grade von 0,01% bis 10%, vorzugsweise 0,05% bis 5% der Shampoozusammensetzung, verwendet.

Herstellungsverfahren

Die Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung lassen sich im allgemeinen durch Mischen der Stoffe miteinander bei hoher Temperatur, z. B. bei etwa 72ºC, herstellen. Die Siliconharze, wenn vorhanden, und die Siliconfluidkomponente werden zuerst miteinander gemischt, bevor sie mit den anderen Bestandteilen gemischt werden. Die anderen Bestandteile werden zugesetzt, und die vollständige Mischung wird bei der hohen Temperatur gründlich gemischt und wird dann durch eine Mühle mit hoher Scherkraft und dann durch einen Wärmeaustauscher gepumpt, um sie auf Umgebungstemperatur abzukühlen. Ein Teil der flüssigen Komponenten oder löslichen Komponenten (zu denen beispielsweise das ampholytische polymere Pflegemittel gehört) kann der Zusammensetzung nach dem Abkühlen der Mischung von Tensiden und Feststoffen zugesetzt werden.

Anwendungsverfahren

Die Shampoozusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung werden in herkömmlicher Weise verwendet, d. h. das Haar wird durch Aufbringen einer wirksamen Menge der Shampoozusammensetzung auf die Kopfhaut gewaschen und dann mit Wasser gespült. Beim Aufbringen des Shampoos auf die Kopfhaut im allgemeinen wird das Shampoo in das Haar einmassiert oder eingearbeitet, so daß das gesamte oder das meiste Haar auf der Kopfhaut mit diesem in Kontakt kommt. Der hier verwendete Begriff "eine wirksame Menge" ist eine Menge, die beim Reimgen und Pflegen des Haars wirksam ist. Im allgemeinen werden 1 g bis 20 g der Zusammensetzung zum Reinigen und Pflegen des Haars aufgebracht. Vorzugsweise wird das Shampoo in feuchtem oder nassem Zustand auf das Haar aufgebracht.

Die hier genannten Zusammensetzungen können sich auch zum Reinigen und Pflegen der Haut eignen. Zu solchen Zwecken würde die Zusammensetzung in herkömmlicher Weise auf die Haut aufgebracht, beispielsweise durch Reiben oder Massieren der Haut mit der Zusammensetzung, wahlweise bei Mitwirkung von Wasser, und dann mit Wasser abgespült.

Beispiele

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung. Es ist erkennbar, daß auch andere Modifizierungen der vorliegenden Erfindung innerhalb der Kenntnisse der Haarpflegeformulierungsfachleute ohne Abweichung vom Umfang der Erfindung vorgenommen werden können.

Wenn nichts anderes festgelegt ist, sind alle Teile, Prozentsätze und Verhältnisse hier in Gewicht angegeben. Manche Komponenten können von den Lieferern als verdünnte Lösungen ankommen. Wenn nichts anderes festgelegt ist, widerspiegeln die angegebenen Grade die Gewichtsprozente des aktiven Stoffs.

Das folgende Beispiel 1 ist eine Shampoozusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung.

Beispiel 1

Diese Zusammensetzung von Beispiel 1 wies sehr gute Naßkämmeigenschaften auf, wie Beispiel 4 im einzelnen zeigt.

¹ Von der Calgon Corporation

² Von GE Silicones

³ Von Henkel

&sup4; Von Hampshire

&sup5; Von Finetex

Beispiel 2

Dieses Beispiel 2 ist eine Vergleichs-Shampoozusammensetzung, die alle Bestandteile von Beispiel 1 bis auf Silicon aufweist.

Mit dieser Zusammensetzung wurde das Haar nicht so, gut wie in Beispiel 1 gepflegt. Das ist in Beispiel 4 veranschaulicht, das zeigt, daß es mehr Arbeit bedurfte, um die mit der Shampoozusammensetzung von diesem Beispiel behandelten experimentellen Haarsträhnen zu kämmen, als mit der von Beispiel 1.

Beispiel 3

Dieses Beispiel 3 ist eine Shampoozusammensetzung, die ebenfalls ein Vergleichsbeispiel ist, da sie alle Bestandteile von Beispiel 1 bis auf das ampholytische Polymer aufweist.

Mit dieser Zusammensetzung wurde das Haar nicht so gut wie in Beispiel 1 gepflegt. Das ist in Beispiel 4 veranschaulicht, das zeigt, daß es mehr Arbeit bedurfte, um die mit der Shampoozusammensetzung von diesem Beispiel behandelten experimentellen Haarsträhnen zu kämmen, als mit der von Beispiel 1.

Beispiel 4

Dieses Beispiel 4 ist eine Kombination der bisherigen drei Beispiele und veranschaulicht die "Naßhaarverträglichkeit" von mit den Shampoozusammensetzungen der Beispiele 1-3 behandeltem Haar.

Die Shampoos der Beispiele 1-3 wurden unter Verwendung des Mini-Spannungsprüfgeräts Dia-Stron, Dia-Stron Limited, Andover, Hampshire, GB, auf Naßhaarkämmung bewertet. Der zum Kämmen des Haars erforderliche Arbeitsumfang (mj) wird direkt gemessen. Niedrigere Arbeitsgrade zeigen eine bessere Pflege an, da das Haar leichter zu kämmen ist.

Shampoo Gesamtarbeit (mj)

Beispiel 1 27,7

Beispiel 2 46,7

Beispiel 3 54,1


Anspruch[de]

1. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung, mit

(a) 5 Gew.-% bis 50 Gew.-% eines Tensidbestandteils, der ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anionischen Tensiden und amphoteren Tensiden;

(b) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% eines dispergierten nichtionischen silikonischen Haarpflegemittels, das in der Shampoozusammensetzung unlöslich ist;

(c) 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-% eines wasserlöslichen organischen ampholytischen polymeren Haarpflegemittels; und

(d) einem wäßrigen Träger.

2. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei Bestandteil (a) in einer Konzentration von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% vorhanden ist.

3. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Tensidbestandteil von (a) anionisch ist.

4. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 2, wobei die Zusammensetzung sowohl anionische als auch nichtionische Tenside enthält.

5. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Tensidbestandteil (a) in einer Konzentration von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% vorhanden ist, das silikonische Haarpflegemittel (b) in einer Konzentration von 0,1 Gew.- % bis 7 Gew.-% vorhanden ist und das ampholytische polymere Haarpflegemittel (c) in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bis 4 Gew.-% vorhanden ist, alle in einem wäßrigen Träger (d).

6. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei der Tensidbestandteil (a) in einer Konzentration von 10 Gew.-% bis 20 Gew.-% vorhanden ist, das silikonische Haarpflegemittel (b) in einer Konzentration von 0,5 Gew.- % bis 5 Gew.-% vorhanden ist und das ampholytische polymere Haarpflegemittel (c) in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bis 3 Gew.-% vorhanden ist.

7. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das ampholytische polymere Haarpflegemittel aus mindestens einem ethylenisch ungesättigten kationischen Monomer, mindestens einem ethylenisch ungesättigten säurehaltigen Monomer und 0 bis 80 Mol-% eines Monomers besteht, das ein ethylenisch ungesättigtes nichtionisches Monomer ist.

8. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das ethylenisch ungesättigten saure Monomer ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Carbonsäuren und Sulfonsäuren.

9. Haarpflegeshampoo-Zusammensetzung nach Anspruch 7, wobei das ampholytische polymere Haarpflegemittel aus folgendem besteht:

(A) 1 bis 99 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Alkylacrylamidopropyldimethylammoniumhaliden, Alkylmethacrylamidopropyldimethylammoniumhaliden, Alkylacryloyloxyethyldimethylammoniumhaliden, Alkylmethacryloyloxyethyldimethylammoniumhaliden und Dialkyldiallylammoniumhaliden;

(B) 1 bis 99 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure (AA), Methacrylsäure (MAA), 2-acrylamido-2-methylpropansulfonsäure (AMPSA), 2-methacylamido-2-methylpropansulfonsäure (MAMPSA), n-Methacrylamidopropyl,n.n-dimethyl,aminoessigsäure, n-Acrylamidopropyl,n,n-dimethylaminoessigsäure, n-Methacry loyloxyethyl,n,n-dimethyl,aminoessigsäure und n-Acryloyloxyethyl,n,n-dimethylaminoessigsäure, und

(C) 0 bis 80 Mol-% von mindestens einem Monomer, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigem oder verzweigtkettigem Alkylacrylat oder -methacylat, C&sub1;-C&sub2;&sub2;-geradkettigem oder verzweigtkettigem n- Acrylamid oder -methacrylamid, Acrylamidmethacrylamid, n-Vinylpyrrolidon, Vinalacetat oder ethoxylietem und propoxyliertem Acrylat oder Methacrylat; mit einer massegemittelten Molekülmasse von 100000 bis 10000000, bestimmt mit der Viskosimetrie.

10. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 9, wobei das Molverhältnis von (A) : (B) in dem ampholytischen polymeren Haarpflegemittel im Bereich von 25 : 75 bis 75 : 25 liegt.

11. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 9, wobei (C) in dem ampholytischen Polymer in einer Konzentration von 1 bis 40 Mol-% vorhanden ist und mindestens ein Monomer ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C&sub1;-C&sub2;&sub2;-Acrylatestern, C&sub1;-C&sub2;&sub2;-Methacrylatestern, Acrylamid und C&sub1;-C&sub2;&sub2;-n-alkylacrylamiden.

12. Haarpflegeshapoozusammensetzung nach Anspruch 11, wobei die C&sub1;-C&sub2;&sub2;-Acrylatester ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methyl-, Ethyl-, Butyl-, Octyl-, Lauryl- und Stearylacrylatestern, die C&sub1;-C&sub2;&sub2;-Methacrylatester ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methyl-, Ethyl-, Butyl-, Octyl-, Lauryl- und Stearylmethacrylatestern, und die C&sub1;-C&sub2;&sub2;-n-alkylacrylamide ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus n-Methyl-, n-Ethyl-, n-Butyl-, n- Octyl-, t-Octyl-, n-Lauryl- und n-Stearylacrylamiden und Methacrylamiden.

13. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 9, wobei die Monomere von (A) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus MAPTAC, APTAC, AETAC, METAC, METAMS und DMDAAC und die Monomere von (B) ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure, Methacrylsäure und AMPSA.

14. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 9, wobei mindestens ein Monomer von (A) in einem Molverhältnis zu mindestens einem Monomer von (B) im Verhältnis (A) : (B) von 25 : 75 bis 75 : 25 vorhanden ist und mindestens ein Monomer von (C) in einer Menge von 1 bis 35 Mol-% vorhanden ist.

15. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 14, wobei das ampholytische polymere Haarpflegemittel ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus (1) einem Polymer, bestehend aus 45 Mol-% MAPTAC, 45 Mol-% Acrylsäure und 10 Mol-% Methacrylat, und (2) einem Polymer, bestehend aus 30 Mol-% DMDAAC, 35 Mol-% Acrylsäure und 35 Mol-% Acrylamid.

16. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 1, des weiteren mit einem Suspensionsmittel für das silikonische Haarpflegemittel und 0,05 bis 5 Gew.-% einer organischen, wasserunlöslichen Flüssigkeit, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Kohlenwasserstoffölen, Fettestern mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen und Mischungen derselben.

17. Haarpflegeshampoozusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das ampholytische polymere Haarpflegemittel in einer komplexen Koazervatform bei Verdünnung der Bestandteile (a), (b) und (c) mit Wasser mit einem Gewichtsver hältnis von 20 : 1 zwischen Wasser und Shampoozusammensetzung vorhanden ist.

18. Verfahren zur Haarbehandlung, wobei das Haar mit der Zusammensetzung von Anspruch 1 in Kontakt gebracht wird.

19. Verfahren zur Haarbehandlung, wobei das Haar mit der Zusammensetzung von Anspruch 15 in Kontakt gebracht wird, wobei (a) 15 Gew.-% anionisches Tensid und 1 bis 2 Gew.-% nichtionisches Tensid enthält, (b) 0,5 bis 1,5% Silicon enthält und (c) 0,2 bis 0,4 Gew.-% des ampholytischen polymeren Haarpflegemittels enthält.

20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei das anionische Tensid von (a) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Laurylsulfat, Layrylethersulfat, Olefinsulfonaten und deren Ammonium-, Natrium- und Aminsalzen; das nichtionische Tensid von (a) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuredi- oder Monoethanolamiden, Mono- oder Difettestern von Polyethylen- oder Polypropylenglycol und Mono- oder Difettestern von C&sub1;-C&sub6;-Glycolen; und das Silicon von (b) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Dimethicon-, Cyclomethicon-, Trimethylsilylamodimethicon-, Phenyltrimethicon-, Trimethylsiloxysilicat-, Polyorganosiloxan-, Polyalkylsiloxan-, Polyarylsiloxan-, Polyalkarylsiloxan- und Polyestersiloxancopolymeren.







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