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Dokumentenidentifikation DE69622344T2 03.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0774209
Titel Schokolade-Behälter mit wenigstens einer abgedichteten Kante
Anmelder Société des Produits Nestlé S.A., Vevey, CH
Erfinder Jury, Mark, Thirsk, North Yorkshire Y07 2PH, GB
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69622344
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.11.1996
EP-Aktenzeichen 962031951
EP-Offenlegungsdatum 21.05.1997
EP date of grant 17.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.2003
IPC-Hauptklasse A23G 1/20
IPC-Nebenklasse A23G 1/00   A23G 1/21   A23G 3/20   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Schokoladenprodukte, insbesondere Schokoladenbeutel, -säckchen oder vergleichbare Behälter mit einer oder mehreren verschlossenen Kanten, die eine Füllung enthalten können oder nicht.

Es ist schwierig, die Enden einer festen, hohlförmigen Schokolade zu schließen, um einen Beutel oder Behälter mit einem zusammengepressten Verschluss mittels Zusammendrücken zu erhalten, da die Hülse infolge der Zerbrechlichkeit der Schokolade bricht, bevor man einen Verschluss erhält. Deswegen gibt es keine Schokoladebeutel, -säckchen oder ähnliche Behälter mit einen oder mehr durch Zusammenpressen verschlossenen Kanten.

Die US-A-3 356 044 beschreibt eine zusammengefaltete Kuchen-bildende Einheit.

Die EP-A-0 434238 und EP-A-0 397 614 betrifft das Zusammendrücken von teigartigen Produkten.

In der WO 82 00082 A werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Objekten mit weicher Masse, insbesondere gefüllte Süßigkeiten, Kaugummis oder ähnliches offenbart, wobei ein Strang eines Materials, der möglicherweise eine weiche oder flüssige Füllung bereitstellt, durch Pressen in eine zunächst noch kohäsive, nach und nach vollständig getrennte Gegenstandskette unterteilt wird.

In der CH 106 205 A wird eine extrudierte, hohlförmige Schokolade offenbart, die den Extruder bei einer Temperatur verlässt, die ein Beibehalten der Form gewährt, wobei die Enden im Nachhinein mit Verschlusskappen verschlossen werden.

In der gleichzeitig anhängigen EP-A-0 603 467 wird ein Verfahren für das Kalt-Extrudieren von Schokolade oder fetthaltigem Konfektmaterial in einer festen oder halb-festen, nicht gießbaren Form beschrieben, wobei das extrudierte Produkt eine temporäre Flexibilität oder Plastizität aufweist, die eine physikalische Bearbeitung oder plastische Verformung beispielsweise durch Biegen, Verdrehen oder in-eine-Form-Gießen ermöglicht. Das extrudierte Material ist ein festes oder halb-festes Produkt und kann ein Hohlkörper aufweisendes Produkt wie eine Röhre sein.

Es wurde festgestellt, dass ein Schokoladenbeutel, -säckchen oder ähnlicher Behälter mit einem oder mehreren verschlossenen Kanten hergestellt werden kann, indem temporär flexible, einen Hohlraum aufweisende Produkte, wie Röhren, mittels Verfahren, das in unserer gleichzeitig anhängigen EP-A-0 603 467 beschrieben wird, zusammengepresst werden können.

Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung einen Beutel, ein Säckchen oder einen ähnlichen Behälter mit ein oder mehreren durch Zusammenpressen verschlossenen Kanten bereit, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus Schokolade oder einem Schokoladen-Ersatz besteht.

Der Beutel, das Säckchen oder der ähnliche Behälter kann beispielsweise die Form eines Kissens oder eines Polyeders wie ein Tetraeder aufweisen. Er kann vollständig verschlossen oder an einem oder mehreren Kanten-Teilen offen sein. Er kann eine Füllung enthalten oder nicht. Die Füllung kann fest oder flüssig sein, und kann genießbar oder nicht genießbar sein. Beispiele für genießbare Füllungen sind Fondant, Knusperreis, Mousse, Praline, Marshmallows, neuartig geformte Gums oder Schokolade oder fetthaltiges Süßspeisenmaterial, welche sich optisch oder strukturell von der Schokolade oder dem Schokoladen-Ersatz des Beutels, Säckchens oder ähnlichen Behälters unterscheiden können. Ein Beispiel für eine nicht essbare Füllung ist ein neuartiges Plastikspielzeug.

Die Länge des Beutels, Säckchens oder ähnlichen Behälters kann von 10 bis 1000 mm, vorzugsweise von 20 bis 250 mm und gewöhnlich von 25 bis 100 mm betragen. Die Weite des Beutels, Säckchens oder ähnlichen Behälters kann von 5 bis 100 mm, vorzugsweise von 10 bis 50 mm und gewöhnlich von 15 bis 35 mm betragen. Die Dicke der Wandung des Beutels, Säckchens oder ähnlichen Behälters kann von 0,25 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,5 bis 5 mm und gewöhnlich von 0,75 bis 2,5 mm betragen.

Die Schokolade kann Bitter-, Milch- oder weisse Schokolade sein. Schokoladen-Ersatzstoffe sind dem Fachmann wohlbekannt. Schokoladen-Ersatzstoffe enthalten direkte Kakaobutter- Ersatzstoffe, Stearine, Kokosnussöl, Palmöl, Butter oder ein Gemisch davon.

Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung eines Beutels, Säckchens oder ähnlichen Behälters mit einer oder mehreren verschlossenen Kanten aus Schokolade oder Schokoladen-Ersatz bereit, welches umfasst, Extrudieren einer Schokolade oder eines Schokoladen-Ersatzes in hohler oder Lagen-Form durch eine Düse bei einer Temperatur, bei der die Schokolade oder der Schokoladen-Ersatz während der Extrusion in einer festen oder halb-festen, nicht genießbaren oder nicht strömungsfähigen Form vorliegt, wobei das extrudierte Produkt eine temporäre Flexibilität oder Plastizität aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die extrudierte Schokolade oder der extrudierte Schokoladenersatz während der Zeitspanne der temporären Flexibilität durch Drücken oder Pressen der Seiten eines einen Hohlraum aufweisenden, extrudierten Produktes transversal zur Längsachse unter Bildung von zusammengepresst-vereinten Enden durch Zusammenpressen verschlossen werden, oder indem die nebeneinanderliegenden Kanten von zwei parallel angeordneten Lagen von extrudiertem Produkt gedrückt oder gepresst werden, oder indem die benachbarten Kanten einer gefalteten Lage von extrudiertem Produkt gedrückt oder gepresst werden.

Wenn die benachbarten Kanten von zwei temporär flexiblen, ursprünglich parallelen Lagen von Quadraten oder rechteckigen Formen zusammengedrückt werden, können zwei, drei oder vier Kanten zusammengedrückt werden. Vorzugsweise weisen die beiden Lagen verschiedene Farb- oder Geschmacksrichtungen auf.

Die Form eines Produkt, die durch Drücken oder Pressen der benachbarten Kanten einer gefalteten Lage eines extrudierten Produkts gebildet wird, ist analog zu der von Ravioli.

Vorzugsweise wird die temporär flexible Lage oder das Hohlraum aufweisende Produkt aus Schokolade oder Schokoladenersatz mittels Extrusionsverfahren erhalten, insbesondere mittels Extrudieren der Schokolade oder des Schokoladenersatz-Materials durch eine passende Düse bei einer Temperatur, bei der die Schokolade oder das Schokoladenersatz aufgrund der Extrusion in einer festen oder halbfesten, nicht gießbaren oder nicht strömungsfähigen Form vorliegt, um ein Produkt mit einer temporären Flexibilität oder Formbarkeit für beispielsweise bis zu 4 Stunden, beispielsweise von l Minute bis 2 Stunden herzustellen. Vollständige Details dieses Verfahrens werden in unserer gleichzeitig anhängigen EP-A-0 603 467 beschrieben, in der erläutert wird, dass die temporäre Flexibilität von den Extrusionsbedingungen und den Schokoladenzutaten abhängig ist.

Das Zusammenpressen der Kanten der temporär flexiblen Lage oder des Hohlraum aufweisenden Produkts kann mit gewöhnlichen Mitteln, beispielsweise mittels Zusammendrücken oder -pressen der Kanten unter Verbindung durchgeführt werden. Um die Kanten zusammenzupressen oder -zudrücken können ein oder mehrere Paare zusammengehöriger Backen oder sich drehender Räder aus Metall oder Plastik verwendet werden. Die Backen können an den Schenkeln einer Schere, die mit einem Schalter verbunden sind, um die gegenüberliegenden Seite der Hülse unter Verbindung der Kanten zusammenzudrücken, aufgezogen werden. Alternativ können die Backen mit Nocken, die sich drehen und die gegenüberliegenden Backen unter Verbindung der Kanten zusammenschnappen lassen, betrieben werden. Wenn dieses Verfahren verwendet wird, ist die temporär flexible Lage oder das Hohlraum aufweisende Produkt während dem Drücken vorzugsweise unbeweglich gegenüber den Backen. Ein anderes Verfahren, um die Kanten der temporär flexiblen Lage oder des Hohlraum aufweisenden Produkts zu pressen, kann mittels zweier Backen angewandt werden, die auf gegenläufig drehenden Rädern aufgezogen sind und in der selben Geschwindigkeit angetrieben werden, so dass die Stelle des engsten Kontakts der Backen sich in der selben Geschwindigkeit wie die Schokoladen-Extrusion bewegt, und so das Zusammendrücken ausführt. Ein weiteres Verfahren, die Kanten der temporär flexiblen. Hohlraum aufweisenden Produkte zusammenzupressen, beinhaltet - anstelle der beiden Backen, die die Hülse pressen - die Verwendung zweier schmalen Walzen, die in die gegenüberliegenden Seiten der Hülse gestoßen werden, oder das Passieren durch einen Spalt eines Paars von sich gegenläufig drehenden Rädern.

Um einen Kissen-förmigen Behälter herzustellen, kann ein Ende des temporär flexiblen, Hohlkörper aufweisenden Produkts unter Verbindung der Kanten dieses Endes zusammengedrückt werden, kann auf Wunsch eine Füllung eingebracht werden und dann auf Wunsch das andere Ende unter Verbindung der Kanten des anderen Endes zusammengedrückt werden. Die Füllung kann mittels Co-Extrusion oder mittels anschließendem Einfüllen eingebracht werden.

Um einen Tetraeder-förmigen Behälter herzustellen, kann ein Ende des temporär flexiblen, Hohlkörper aufweisenden Produkts unter Verbindung der Kanten dieses Endes zusammengedrückt werden, kann wahlweise eine Füllung einführt werden und dann wahlweise das andere Ende unter Verbindung der Kanten des anderen Endes in einem Winkel von 90º zu der ersten zusammengepressten Verbindung zusammengedrückt werden.

Die Füllung kann mit folgenden Verfähren in das temporär flexible, Hohlkörper aufweisende Produkt eingebracht werden:

i) Indexiertes Dosierungsverfahren, wobei eine abgemessene Füllmenge durch das offene Ende eines kleinen Bereichs des temporär flexiblen, Hohlkörper aufweisenden Produkts eingebracht wird. Mit diesem Verfahren kann nahezu jede Sorte Füllung eingebracht werden.

ii) Kontinuierliches Co-Extrusionsverfahren, wobei das temporär flexible, Hohlkörper aufweisende Produkt während dem Extrudieren kontinuierlich gefüllt wird. Wenn dieses Verfahren angewendet wird, liegt bei jedem Pressen und Schneiden eine gefüllte Hülse vor.

Je nach Wunsch verbindet der Zusammenpress-Mechanismus nicht nur die Kanten des Endprodukts, sondern hakt sie auch ab. Dies kann durch ein Guillotine-Verfahren erreicht werden, wobei gegenüberliegende Schneiden in einer Scheren-ähnlichen Art und Weise aneinander vorbei gleiten und damit das Produkt schneiden, oder durch ein Verfahren, bei dem sich gegenüberliegende Schneiden an einem Punkt treffen, oder durch ein geschlossenes Zusammenpress-Verfahren, bei dem zwei Rollen in das temporär flexible, mit einem Hohlraum versehene Produkt gestoßen werden, bis sie aufeinander treffen und die Abtrennung bewirkt wird.

Wenn nötig, können die verbundenen Kanten mit flüssiger Schokolade verschlossen werden.

Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von Beispielen veranschaulicht, lediglich mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen, wobei

Fig. 1 die Schritte einer dynamischen Herstellung darstellt,

Fig. 2 die Schritte einer Nocken-Zusammenpress-Herstellung darstellt, und

Fig. 3 die Schritte einer Herstellung mit einem drehenden Rad darstellt.

Bei der Fig. 1 zeigt Stufe (1) einen Teil eines festen Schokoladenschlauchs 10, der durch die Düse 11 extrudiert wird. Stufe (2) zeigt den Schlauch 10, wie er die gewünschte Länge erreicht und über einen kleinen Stab 12, der an dem mit einem Index versehenen Rad 13 angebracht ist, gleitet. Sobald die Hülse exakt die gewünschte Länge aufweist, zeigt Stufe (3) die beiden Backen 14a, 14b, die die Hülse 10 in einer Bewegung zusammendrücken und abschneiden und einen Verschluss 15 bilden. Stufe (4) zeigt das mit einem Index versehene Rad 13, dass sich um 90º dreht, das den Schnitt bewirkt, wobei die zusammengepresste Schlauchbahn 10 vom Stab 12 auf ein Förderband 16 abfällt. Stufe 5 zeigt vier geschnittete und zusammengepresste Schlauchbahnen 10, die gleichzeitig mit einer Pralinenfüllung 17 mit der exakt gewünschten Menge mittels vier Düsen-Einspritzpumpen gefüllt werden.

Bei Fig. 2 zeigt Stufe (1) zwei Sätze an gegenüberliegenden Nocken 21, 22, die angebracht sind, um die Bewegung der beiden Sätze an Backen 23, 24, zu kontrollieren, wobei ein Set im Versatz von 90º zum anderen steht. Eine durchgehende Schokoladenhülse 25 wird mittels einer Extrudierdüse 11 extrudiert, wobei eine Pralinenfüllung 26 in die Schokoladenhülse gepumpt wird. Bei Stufe (2) wird der erste Satz an Backen 23, der mit dem ersten Satz an Nocken 21 betrieben wird, in die Hülsenseite mit dem verschlossenen Ende 27 gestoßen (in Stufe 3 gezeigt), wo sich die Nocken 21 drehen, die ein Zurückziehen der Backen bewirken und das Extrudieren des Schokoladenschlauchs 25 mit der erforderten Länge und den verschlossenen Enden 27 ermöglicht. Stufe (4) zeigt den anderen Satz an Backen 24, der mit dem anderen Set an Nocken 22 betrieben wird, als er in die Hülse 25 gestoßen wird, um einen zweiten Verschluss 28 mit einem Versatz von 90º zum ersten Verschluss 27 zu bilden. Beide Sätze an Backen enthalten eine Schneide entlang ihrer Mittelpunkte, so dass die Press-Bewegung das Produkt nicht nur verschließt, sondern auch abschneidet und den ersten Verschluss des weiteren Produkts herstellt.

Bei Fig. 3 zeigt Stufe (1) zwei Sätze an Backen 29, 30, die an zwei Sätzen an Rädern 31, 32 montiert sind, und eine Schokoladenschlauch-Bahn 25 mit einer Fondant-Füllung 26, die schon mittels ununterbrochenem Extrudieren durch eine Düse 11 eingebracht wurde. Die Räder drehen sich in der gleichen Umlaufgeschwindigkeit wie der sich bewegende, extrudierte Schokoladenschlauch. Stufe (2) zeigt den ersten Satz an Backen 29, der sich mit dem ersten Satz an Rädern 31 in einer Geschwindigkeit dreht, so dass sich der Endpunkt der Backen mit dem Schlauch bewegt und sich die Oberfläche während dem Pressen des Schlauchs 25 unter Bildung eines ersten Verschluss 33 nicht abwälzt, wie bei Stufe (3), in der das weitere Extrudieren auf eine erforderte Länge ermöglicht wird. Bei Stufe (4) dreht sich der zweite Satz an Backen 30 auf dem zweiten Satz an Rädern 32 in einer Geschwindigkeit, so dass sich der Endpunkt der Backen mit dem Schlauch bewegt und die Oberfläche während des Fressens des Schlauchs unter Bildung eines zweiten Verschluss 34 mit einem Versatz von 90º zum ersten Verschluss 33 nicht abwälzt. Beide Sätze an Backen enthalten eine Schneide entlang ihrer Mittelpunkte, so dass die Pressbewegung das Produkt nicht nur verschließt, sondern auch abschneidet und einen ersten Verschluss des weiteren Produkts herstellt.


Anspruch[de]

1. Beutel, Säckchen oder vergleichbarer Behälter mit einer oder mehreren durch Zusammenpressen verschlossenen Kanten (15, 27, 33) dadurch gekennzeichnet, daß er aus Schokolade oder einem Schokoladen-Ersatz besteht.

2. Beutel, Säckchen oder vergleichbarer Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er die Form eines Kissens oder eines Polyeders aufweist.

3. Beutel, Säckchen oder vergleichbarer Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge von 10 bis 1000 mm, die Weite von 5 bis 100 mm und die Dicke der Wandung von 0.25 bis 10 mm beträgt.

4. Verfahren zur Herstellung eines Beutels, Säckchens oder vergleichbaren Behälters mit einem oder mehreren durch Zusammenpressen verschlossenen Kanten (15, 27, 33) aus Schokolade oder einem Schokoladen-Ersatz, welches umfasst, Extrudieren einer Schokolade oder eines Schokoladen-Ersatzes in hohler oder Lagen-Form (10, 25) durch eine Düse (11) bei einer Temperatur, bei der die Schokolade oder der Schokoladen- Ersatz (10, 25) während der Extrusion in einer festen oder halb-festen, nicht gießbaren oder nicht strömungsfähigen Form vorliegt, wobei das extrudierte Produkt eine temporäre Flexibilität oder Plastizität aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die extrudierte Schokolade oder der extrudierte Schokoladenersatz (10, 25) während der Zeitspanne der temporären Flexibilität durch Drücken oder Pressen der Seiten eines einen Hohlraum aufweisenden extrudierten Produktes transversal zur Längsachse unter Bildung von zusammegepresst-vereinigten Enden (15, 27, 33) durch Zusammenpressen verschlossen werden, oder indem die nebeneinanderliegenden Kanten (15, 27, 33) von zwei paralell angeordneten Lagen von extrudiertem Produkt gedrückt oder gepresst werden, oder indem die benachbarten Kanten einer gefalteten Lage von extrudiertem Produkt gedrückt oder gepresst werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende eines temporär flexiblen extrudierten Produkts mit einem Hohlraum (10, 25) unter Verbindung der Kanten (15) des Endes zusammengepresst werden, eine Füllung (17) eingebracht wird, und dann das andere Ende unter Verbindung der Kanten (19) des anderen Endes zusammengepresst wird, um einen Kissen-förmigen Behälter (10) zu ergeben.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung mittels eines mit einem Index versehenen Beschickungsverfahren eingebracht wird, wobei eine abgemessene Menge an Füllmaterial (17) über das offene Ende eines kleinen Bereichs des temporär flexiblen, mit einem Hohlraum versehenen Produktes (10, 25) eingebracht wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stab (12), der an einem mit einem Index versehenen Rad angebracht ist, in das hohle Produkt (10, 25) bei dessen Extrusion eingebracht wird, welches dann, wenn es genau die richtige Länge aufweist, zusammengepresst und an dessen stromaufwärts gelegenen Ende geschnitten wird, um einen Verschluss (15) zu ergeben, wobei sich das mit einem Index versehene Rad um 90º dreht, wobei der daran angebrachte Stab das geschnittene und verschlossene hohle Produkt (10) dreht und auf ein Förderband (16) gibt, so dass dessen offenes Ende nach oben zeigt, wobei das hohle Produkt mit der Füllung (17) versehen wird und dann an dessen oberen Ende unter Bildung eines Verschlusses (19) zusammengepresst wird.

8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung durch ein kontinuierliches Ko-Extrusionsverfahren eingebracht wird, wobei das temporär flexible, mit einem Hohlraum versehen Produkt (10, 25) bei der Extrusion kontinuierlich gefüllt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Drücken oder Zusammenpressen des temporär flexiblen, mit einem Hohlraum versehenen, extrudierten Produktes (10, 25) nicht nur die Kanten (15, 27, 33) des fertigen Produktes vereinigt, sondern dieses auch abtrennt.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Drücken oder Zusammenpressen durch ein Guillotine-Verfahren erreicht wird, bei dem gegenüberliegende Schneiden in einer Scheren-ähnlichen Art und Weise aneinander vorbei gleiten und damit durch das Produkt (10, 25) schneiden.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Drücken oder Zusammenpressen durch ein Verfahren erreicht wird, bei dem sich gegenüberliegende Schneiden an einem Punkt treffen.

12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Drücken oder Zusammenpressen durch ein geschlossenes Zusammepress-Verfahren erreicht wird, bei dem zwei Rollen in das temporär flexible, mit einem Hohlraum versehene Produkt (10, 25) gestossen werden, bis sie aufeinander treffen, wobei Abtrennung bewirkt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des temporär flexiblen, mit einem Hohlraum versehenen, extrudierten Produkts (10, 25) unter Verbindung der Kanten (27, 33) des Endes zusammengepresst werden, wobei eine Füllung eingebracht wird und dann das andere Ende (28, 34) zusammengepresst wird, um die Kanten des anderen Endes in einem Winkel von 90º zu der ersten zusammengepressten Verbindung zu vereinen, um einen tetraederförmigen Behälter zu ergeben.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammenpressen der beiden Enden des extrudierten Produkts (10, 25) mittels zwei Sätzen an Backen (23, 24, 29, 30) durchgeführt wird, wobei ein Satz im rechten Winkel zu dem anderen Satz angeordnet ist.

15. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die vereinigten Kanten (15, 16, 27, 28, 33, 34) der temporär flexiblen Lage oder des mit einem Hohlraum versehenen Produktes (10, 25) mit flüssiger Schokolade verschlossn werden.







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