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Dokumentenidentifikation DE69713123T2 17.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0932516
Titel FAHRZEUGSCHEIBE
Anmelder Pilkington Automotive Ltd., St. Helens, Merseyside, GB
Erfinder FROST, Robert, Mark, Chorley, Lancashire PR7 5QG, GB
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69713123
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.10.1997
EP-Aktenzeichen 979449832
WO-Anmeldetag 24.10.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/GB97/02787
WO-Veröffentlichungsnummer 0009818642
WO-Veröffentlichungsdatum 07.05.1998
EP-Offenlegungsdatum 04.08.1999
EP date of grant 05.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse B60J 10/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Fahrzeugfenster und insbesondere Fahrzeugfenster, die an oder benachbart zu mindestens einer ihrer Kanten mit einem Polymerprofil versehen sind. Derartige Fahrzeugfenster sind von dem in der EP-A-0 545 896 offenbarten Typ und weisen die in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 8 aufgeführten Merkmale auf.

Traditionell wurden fest angebrachte (d. h. nicht zu öffnende) Fahrzeugfenster unter Verwendung einer Dichtung verglast, die sowohl über die Kante des Glases passte, um es in der richtigen Position zu halten, als auch mit der Karosserie des Fahrzeugs zusammenwirkte. Derartige Dichtungen wiesen typischerweise einen "H"-Abschnitt auf, wobei das Glas in eine Aussparung des "H"s passte und die gegenüberliegende Aussparung des "H"-Abschnitts über einem Metallflansch angeordnet war, der in der Fahrzeugkarosserie ausgebildet war und sich um den Umfang der Fensteröffnung erstreckte.

Vor kurzem war es üblich, fest angebrachte Fahrzeugfenster durch Kleben unter Verwendung eines modernen Klebstoffs zur Verbindung des Fensters mit der Metallkarosserie zu verglasen. Auf diese Weise kann eine starre Bindung zwischen dem Fenster und der Karosserie gebildet werden, wobei das Fenster die Festigkeit und die Steifigkeit der Fahrzeugkarosserie ergänzt. Zur Bereitstellung einer ästhetisch ansprechenden Zierleiste wurden Polymerprofile zur Bildung eines Rahmens (d. h. eines zusammenhängenden, endlosen Rings) um den Umfang des Fensters mit dem Glas verbunden, wobei der Klebstoff, der zur Verbindung des Fensters mit dem Fahrzeug verwendet wurde, zwischen der Fahrzeugkarosserie und und dem Polymerprofil aufgebracht wurde. Kürzlich wurde vorgeschlagen, den Klebstoff direkt zwischen der Fahrzeugkarosserie und der Glasoberfläche unmittelbar innerhalb des durch das Polymerprofil gebildeten Rahmens um das Fenster aufzubringen.

In verbundenen Verglasungssystemen eingesetzte Polymerprofile können vorgeformt und anschließend mit der Fensteroberfläche verbunden werden, oder entweder durch Einkapseln (ein Verfahren, bei dem das Fenster in einer Form angeordnet wird, die die geforderte Gestalt des Polymerprofils um den Umfang des Glases festlegt, und dann der erforderliche Prekursor des festen Polymers in flüssiger Form in den Hohlraum der Form eingebracht und in situ auf dem Glas ausgehärtet wird) oder durch Extrusion aus einer in geeigneter Weise geformten Düse, die zur Bildung des erforderlichen Rahmens um den Umfang des Fensters bewegt wird, in situ auf dem Glas erzeugt werden.

Die mit dem Fahrzeugfenster verbundenen Polymerprofilrahmen können eine Vielzahl von Funktionen erfüllen. Zum Beispiel können sie, zusätzlich zur (optionalen) Bereitstellung eines "Bettes" auf dem Glas zur Aufnahme des Klebstoffs zur Verbindung der Verglasung mit dem Fahrzeug, innere und/oder äußere Absperrungen zur Begrenzung der Ausbreitung eines derartigen Klebstoffs sowie Distanzelemente zur Steuerung des Abstands zwischen der Innenfläche des Fensters und der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie, mit der das Fenster durch den Klebstoff verbunden werden soll, aufweisen. Der Rahmen kann über die Kante des Glases hinausragen und die der Kantenfläche des Glases gegenüberliegende Fahrzeugkarosserie berühren, und dadurch das Fenster sicher in der Öffnung positionieren (siehe z. B. EP 0 121 480 A, Fig. 3 und EP 0 545 896 B).

Jedoch erfordert die Bereitstellung eines Polymerprofils in Form eines Rahmens um den Umfang des Fensters bedeutende Mengen an Polymermaterial (das teuer sein kann) und erfordert, wenn der Rahmen durch direkte Extrusion des Polymermaterials auf die Oberfläche des Fensters bereitgestellt wird, die Nachbearbeitung der Verbindungsstelle, an der der Rahmen geschlossen wurde, was tendenziell ein zeitaufwendiger und folglich teurer Prozess ist. Zur Nachbearbeitung wird auf den Prozess zur Vergütung der Verbindungsstelle zwischen dem Startpunkt und dem Endpunkt der Extrusion, d. h. sie gleichmäßig und folglich nicht rasch erkennbar zu machen, Bezug genommen (siehe z. B. EP-A-0 611 672).

Die EP-A-0 371 810 betrifft ebenso ein Fenster für Automobile oder dergleichen, das ein Rahmenelement entlang mindestens einer Kante der Fensterscheibe umfasst. Das Fenster wird hergestellt, indem ein vorgeformter Rahmenkörpers entlang der Kante der Fensterscheibe befestigt und in einer Form elektrisch beheizt wird. Die Offenbarung ist nicht auf das Problem der Nachbearbeitung gerichtet.

Es wurde nun herausgefunden, dass die wichtigen Vorteile von aus dem Stand der Technik bekannten Profilrahmen ohne die Verwendung eines Rahmens erzielt werden können, indem ein Polymerprofil entlang einer oder mehrerer, z. B. zweier Kanten des Fenster bereitgestellt wird, aber ein Teil des Umfangs des Fensters von dem Polymerprofil frei gelassen wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Fahrzeugfenster zur Befestigung in einer Öffnung in einer Fahrzeugkarosserie bereitgestellt, wobei das Fenster eine Glasscheibe (1), die Innen- und Außenflächen aufweist und mit einem Polymerprofil (2) versehen ist, das in situ auf die Glasscheibe extrudiert ist, wobei sich das Poly- merprofil (2) entlang zumindest eines wesentlichen Teils mindestens einer Kante (3) der Scheibe erstreckt und an deren Innenfläche anhaftet, und wobei das Profil (2) eine vorbestimmte Strecke von der Innenfläche vorragt, und ein Anordnungsmittel (5) zum Anordnen des Fensters relativ zu der Öffnung während der Montage des Fahrzeugs umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil mindestens einer Kante (7) der Scheibe von dem mindestens einen Polymerprofil (2) frei ist. Das Profil erstreckt sich vorzugsweise entlang der gesamten Länge, oder im wesentlichen der gesamten Länge der jeweiligen Kante des Fensters, aber unter manchen Umständen kann eine geringere Länge erwünscht oder akzeptabel sein.

Vorzugsweise umfasst das Fenster mindestens zwei Polymerprofile und mindestens ein vorgeformtes Abschlusselement, welches sich entlang einer Kante der Scheibe im wesentlichen über die gesamte Strecke von einem Polymerprofil zu dem anderen Polymerprofil erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich das vorgeformte Abschlusselement entlang im wesentlichen aller Kanten und Teile von Kanten, die von dem Polymerprofil frei sind.

Es versteht sich, dass die bisher bestehende, lästige Notwendigkeit eines Nachbearbeitungsschritts vermieden wird, indem sich die Notwenigkeit zur Bereitstellung eines zusammenhängenden Profilrahmens erübrigt.

Das Anordnungsmittel für das Fenster kann von dem Polymerprofil umfasst und durch es bereitgestellt sein, oder es kann als ein separates Element zusätzlich zu dem Polymerprofil bereitgestellt sein.

Vorzugsweise ragt das Profil entlang zumindest einer Kante des Fensters über diese Kante hinaus. Der über die Kante des Fensters hinausragende Teil des Profils kann zum Zusammenwirken mit einer Oberfläche der Fahrzeugkarosserie geformt sein, die der Kantenfläche des Glases gegenüberliegt, und das Profil kann dazu dienen, das Fenster (in mindestens einer Richtung) in der Öffnung in dem Fahrzeug anzuordnen. Das Profil kann ebenso als Abdichtung gegen Staub/das Wetter zwischen der Kante des Gases und der benachbarten Karosserie wirken.

Das Profil kann entlang zumindest der unteren Kante des Fensters angebracht sein, so dass es dazu dient, das Fenster in der erforderlichen Position abzustützen. Wenn das Profil entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten angebracht ist, kann das Profil an den zwei einander gegenüberliegender Kanten in Abhängigkeit von der Position und der Anwendung des Fensters gleich oder verschieden sein. Wenn das Profil entlang zweier benachbarter Kanten angebracht ist, ist das Profil an diesen zwei Kanten vorzugsweise das gleiche und ist vorzugsweise entlang dieser Kanten und um die Ecke zwischen diesen herum zusammenhängend ausgebildet.

Vorteilhafterweise kann das Fenster ferner ein oder mehrere Polymer-Distanzstück(e) umfassen, welche(s) an der Innenfläche der Glasscheibe anhaftet/anhaften und von dem Polymerprofil entlang des Umfangsrandes des Fensters beabstandet ist/ sind, wobei das (die) Polymerprofil(e) und das (die) Distanzstück(e) Mittel zum Halten der Innenfläche des Fensters in einem Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie sind, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird.

Die Anzahl und die Anordnung der verwendeten Polymer- Distanzstücke hängt von der Form und den Abmessungen des Fensters ab. Vorzugsweise wird mindestens ein Polymer- Distanzstück an jeder Kante des Fensters verwendet, die nicht mit einem Polymerprofil versehen ist, das sich entlang der Kante erstreckt, obwohl bei längeren Kanten zwei oder mehr Distanzstücke erforderlich sein können, und es kann unnötig sein, Distanzstücke entlang von kürzeren Kanten vorzusehen.

Eines oder mehrere der Distanzstücke kann/können zum Zusammenwirken mit Merkmalen der Fahrzeugkarosserie zum Anordnen des Fensters in der richtigen Position in der Fensteröffnung geformt sein; d. h. die Distanzstücke können ein Anordnungsmittel bilden.

Die Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeugfenster nach Anspruch 18.

Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nun Ausführungsformen davon erläuternd und beispielhaft mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, wobei:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugfensters mit einem Profil entlang einer Kante zeigt,

Fig. 2 einen schematischen Querschnitt entlang der in der Fig. 1 dargestellten Linie II-II zeigt,

Fig. 3 einen schematischen Querschnitt entlang der in der Fig. 1 dargestellten Linie III-III zeigt,

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugfensters mit identischen Profilen entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten zeigt,

Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugfensters mit verschiedenen Profilen entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten zeigt,

Fig. 6 einen schematischen Querschnitt entlang der in der Fig. 5 dargestellten Linie VI-VI zeigt,

Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugfensters mit identischen Profilen entlang zweier zueinander benachbarter Kanten zeigt,

Fig. 8 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugfensters mit Polymerprofilen entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten und vorgeformten Abschlusselementen entlang der zwei einander gegenüberliegenden Kanten, die keine Polymerprofile aufweisen, zeigt,

Fig. 9 eine Vergrößerung eines kleinen Abschnitts der Fig. 8 zeigt,

Fig. 10 einen schematischen Querschnitt entlang der in der Fig. 8 dargestellten Linie X-X zeigt, und

Fig. 11 einen schematischen Querschnitt entlang der in der Fig. 8 dargestellten Linie XI-XI zeigt.

In Fig. 1 ist ein Fahrzeugfenster dargestellt, das eine Glasscheibe 1 (die laminiert oder vorgespannt sein kann) mit einem Polymerprofil 2 umfasst, welches sich entlang ihrer Unterseiten- oder unteren Kante 3 erstreckt. Die Querschnittsform des Profils 2 ist in der Fig. 2 gezeigt und umfasst ein blockartiges Element 4 und eine Lippe 5, die über die Kante 3 des Fenster hinausragt. Dieser vorragende Teil des Profils ist zum Zusammenwirken mit einer Oberfläche geformt, die der Kantenfläche des Fensters gegenüberliegt, wenn es in dem Fahrzeug angeordnet ist, und ist insbesondere zum Abstützen des Fensters in der erforderlichen Position in der Fensteröffnung in der Fahrzeugkarosserie geformt und dimensioniert. Das Profil haftet an der Innenfläche des Fensters an und ragt von ihr weg und ist in einer für sich bekannten Art und Weise durch Extrusion in situ auf dem Fenster ausgebildet. Bei der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform tragen die zwei Seitenkanten 6 und 7 und die Oberseiten- oder obere Kante 8 des Fensters kein Polymerprofil wie die untere Kante 3, weisen aber ein Polymer-Distanzstück 9 auf, das sauf halber Strecke entlang der Länge der jeweiligen Seite angeordnet sind. Diese Distanzstücke weisen eine in der Fig. 3 gezeigte Querschnittsform auf, die der des Blockelements 4 des Polymerprofils 2 ähnelt. Jedoch weisen die Distanzstücke 9 eine relativ kurze Länge auf, die nur einen kleinen Betrag der Länge der Seite einnimmt, in deren Nähe sie angeordnet sind. Die Distanzstücke 9 haften an der Innenfläche des Fahrzeugfensters 1 an und ragen von ihr weg und sind in einer für sich bekannten Art und Weise durch Extrusion in situ auf dem Fenster ausgebildet. Die Distanzstücke 9, oder zumindest eines von ihnen sind/ist zum Zusammenwirken mit einem Merkmal in der Fahrzeugkarosserie zur Positionierung des Fensters in der Fensteröffnung ausgestaltet. Es ist ersichtlich, dass die Distanzstücke 9 von dem Profil 2 entlang des Umfangsrandes des Fensters beabstandet sind, und dass das Profil 2 und die Distanzstücke 9 Mittel zum Halten der Innenfläche des Fensters in einem Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie sind, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird.

Die in der Fig. 4 gezeigte Ausführungsform weist ein Polymerprofil 10 auf, das sich entlang jeder der Seitenkanten 11 und 12 des Fensters erstreckt, wobei die Profile identisch sind und die gleiche Form wie die in der Fig. 2 gezeigte, aufweisen. Ein Polymer- Distanzstück 13 mit der gleichen Form wie die in der Fig. 3 gezeigte, ist auf halbem Weg entlang jeder der jeweiligen oberen und unteren Kanten 14 und 15 des Fahrzeugfensters angeordnet.

Die in der Fig. 5 gezeigte Ausführungsform weist ein Polymerprofil 16, das sich entlang der unteren oder Unterseiten-Kante 17 des Fahrzeugfensters erstreckt, und ein Polymerprofil 18 auf, das sich entlang der oberen Kante 19 erstreckt. In diesem Fall sind die jeweiligen Profile 16 und 18 jedoch verschieden. Das Profil 16 weist die in der Fig. 2 gezeigte und bereits beschriebene Querschnittsform auf, das Profil 18 weist jedoch die in der Fig. 6 gezeigte Querschnittsform auf, die ein blockartiges Element 20 und ein gekrümmtes Element 21 umfasst, die beide von der Innenfläche, d. h. von der Kante des Fensters nach innen (oder nach oben, wie in Fig. 6 gezeigt ist) vorragen. Die Seitenkanten 22 und 23 des Fensters weisen jeweilige Distanzstücke 24 auf, wie sie bereits im Zusammenhang mit der in der Rig. 1 gezeigten Ausführungsform beschrieben wurden.

Fig. 7 zeigt im Unterschied zu den in den Fig. 1, 4 und 5 dargestellten vierseitigen Fenstern ein effektiv dreiseitiges Fenster. Bei der in der Fig. 7 dargestellten Ausführungsform weisen die untere Kante 25 und die Seitenkante 26 ein Polymerprofil 27 auf, das identisch ist, die gleiche Form wie die in der Fig. 2 gezeigte, aufweist und entlang jeder dieser Kanten und sogar zusammenhängend um die Ecke zwischen diesen Kanten herum verläuft. Die dritte Seite 28 des Fensters ist gekrümmt und zwei Polymer-Distanzstücke 29 sind an voneinander beabstandeten Orten entlang dieser Kante vorhanden. Die Form der Distanzstücke 24 ist so ausgebildet, wie bereits im Zusammenhang mit den vorhergehenden Ausführungsformen beschrieben wurde.

Fig. 8 zeigt eine weitere Version des in der Fig. 4 dargestellten Fensters, d. h. es ist an den zwei einander gegenüberliegenden Seitenkanten 32, 33 des Fensters 30 mit identischen Polymerprofilen 31 versehen. Jedoch sind die Oberseitenkante und Unterseitenkante 34, 35, anstatt Distanzstücke zu tragen, mit vorgeformten Abschlusselementen 36 versehen, die sich im wesentlichen über die gesamte Strecke von einem Polymerprofil (z. B. an der Kante 32) zu dem anderen Polymerprofil (z. B. an der Kante 33) erstrecken. Das Fenster umfasst eine Glasscheibe 38.

Idealerweise grenzt das Abschlusselementen 36 eng an das Polymerprofil 31 an, aber in der Praxis müssen Variationen im Aufbau ausgeglichen werden, und so kann ein kleiner Spalt verbleiben. Der Kreis 37 bezeichnet einen Eckabschnitt des Fensters, der in der Fig. 9 stark vergrößert dargestellt ist.

In Fig. 9 ist der Spalt zwischen dem Polymerprofil 31 und dem vorgeformten Abschlusselement 36 durch Pfeile 40 gekennzeichnet. Der Spalt sollte klein, vorzugsweise kleiner als 3 mm, besonders bevorzugt kleiner als 2 mm und insbesondere bevorzugt keiner als 1 mm sein. Während der Herstellung des Fensters wird das Polymerprofil 31 vorzugsweise direkt auf die Glasscheibe extrudiert. Da der Start der Extrusion im allgemeinen nicht sauber erfolgt, d. h. eine Anfangsspitze eines extrudierten Profils im allgemeinen nicht exakt die gewünschte Form aufweist, wird das Extrudieren vorzugsweise abseits der Glasscheibe, d. h. in einem kurzen Abstand von der Kante der Scheibe begonnen und das Polymer zu Beginn auf irgendeine andere Oberfläche extrudiert. Dieser Anfangsabschnitt stellt vorzugsweise eine Fortsetzung des gewünschten Profils dar, so dass die Extrusionsdüse (die normalerweise von einem Roboter nach vorne bewegt wird) ohne Unterbrechung entlang der gewünschten Bahn entlang der Kante der Glasscheibe geführt wird. Das Polymerprofil wird entsprechend ohne Unterbrechung aufgebracht. Ein ähnliches Verfahren kann am Ende des Extrusionsvorgangs übernommen werden, d. h. die Extrusion des Profils wird fortgesetzt, bis es sich abseits des Glases befindet. Der überschüssige Abschnitt des Polymerprofils, der in der Fig. 9 mit 41 bezeichnet ist, wird dann z. B. durch Schneiden mit einem scharfen Messer zurechtgeschnitten, um ein sauberes Ende zurückzulassen.

Anschließend wird das vorgeformte Abschlusselement 26 in die richtige Position an einem Ende dicht benachbart zu dem Polymerprofil gebracht und entlang der geeigneten Kante der Glasscheibe in die richtige Position gelegt. Das Element kann in einer vorgeschnittenen Länge zugeführt werden, aber in jedem Fall kann der schmale Spalt 40 aus Variationen seiner Länge und seiner Position resultieren. Das Element kann mit doppelseitigem Klebeband an Ort und Stelle befestigt werden.

Gemäß Fig. 8 ist ein Anordnungsmittel in Form von Stiften 39 vorhanden, die an Blöcken angebracht sind, die ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband auf die Glasscheibe geklebt sind. Diese Stifte sind in Löchern oder Aussparungen angeordnet, die in dem Befestigungsflansch der Fahrzeugkarosserie vorhanden sind, und gewährleisten, dass das Fenster korrekt relativ zur Fensteröffnung positioniert ist. Die Anordnungsfunktion der Stifte 39 ist im wesentlichen ähnlich wie die der oben beschriebenen Distanzstücke 9, die Stifte haben aber nicht die zusätzliche Abstandshaltefunktion der Distanzstücke. Wo die Anordnungsfunktion durch das Polymerprofil selbst erfüllt wird, sind die Stifte selbstverständlich nicht erforderlich.

In Fig. 10 ist ein Querschnitt entlang der Linie X-X gezeigt. Fig. 10 zeigt zusätzlich einen in der Fig. 8 nicht gezeigten Teil der Fahrzeugkarosserie. Das Polymerprofil 31 umfasst eine erste Lippe 50, eine zweite Lippe 51 und einen Abstandshalteabschnitt 52. Die erste Lippe 50 dient dazu, zumindest teilweise gegen Schmutz, Wasser etc. abzudichten, indem sie gegen die Fahrzeugkarosserie 53 drückt und kann zum äußeren Erscheinungsbild des Fahrzeugs beitragen. Eine vollständige Abdichtung gegen den Eintritt von Wasser erfolgt durch den Klebstoff 54, der zur Verbindung des Fensters mit dem Befestigungsflansch 55 der Fahrzeugkarosserie verwendet wird. Die zweite Lippe 51 dichtet ebenso teilweise gegen die Fahrzeugkarosserie ab uni vermindert das Problem, dass überschüssiger Klebstoff hinter das Polymerprofil gedrückt wird, wenn das Fenster in das Fahrzeug eingefügt wird. Jedoch sind sowohl die erste Lippe als auch die zweite Lippe nicht zwingend erforderlich und können, falls ge wünscht, weggelassen werden.

Der Anstandshalteabschnitt 52 dient dazu, sicherzustellen, dass die Innenfläche des Fensters korrekt von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie, nämlich dem Befestigungsflansch, beabstandet ist, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird.

Wo das Polymerprofil 31 an mindestens zwei einander gegenüberliegenden Kanten des Fensters vorhanden ist, ist kein weiteres Abstandshaltemittel erforderlich. Unter der Voraussetzung, dass das Fenster korrekt in der Öffnung positioniert ist, wird das Fenster, wenn der Klebstoff ausgehärtet ist, anschließend durch die Klebeverbindung in der korrekten Position gehalten.

In Fig. 11 ist ein Querschnitt mit einem vorgeformten Abschlusselement 36 gezeigt. Der Querschnitt ist entlang der in der Fig. 8 dargestellten Linie XI-XI gezeigt, zeigt aber wiederum zusätzlich einen Teil der Fahrzeugkarosserie 53. Es ist festzustellen, dass das Abschlusselement keine Abstandshaltefunktion erfüllt und folglich ein Spalt 60 zwischen dem Element 36 und der Fahrzeugkarosserie 53 vorbanden ist. Bestimmte Fahrzeughersteller bevorzugen ein verzierungsloses" Erscheinungsbild der Fahrzeugfenster und in diesem Fall kann auf das Abschlusselement verzichtet werden.

Es versteht sich jedoch, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen erläuternd und beispielhaft sind, und dass weitere Ausführungsformen für den Fachmann schnell ersichtlich sind. Es versteht sich, dass die Fensterkanten gerade oder gekrümmt sein können und dass die besonderen, in den Zeichnungen dargestellten Formen des Fensters nicht dazu dienen, die Erfindung einzuschränken, und dass die Erfindung bei jedem geeigneten Fahrzeugfenster, einschließlich Windschutzscheiben, Heckscheiben, Seitenfenstern und Dachfenstern Anwendung finden kann. Die Erfindung kann gleichermaßen gut für Heckscheiben für Limousinen sowie für Heckscheiben für Hecktüren von mit Hecktüren versehenen Fahrzeugen oder Kombis oder rückseitige Ladetüren, etc. eingesetzt werden.

Der Fachmann wird ferner zu schätzen wissen, dass die Erfindung gegenüber anderen Techniken verschiedene Vorteile aufweist. Es wird deutlich weniger Polymermaterial benötigt, als wenn ein Profil um den gesamten Umfang und/oder auf beiden Seiten der Fensterkante angebracht wird, und dadurch werden Kosten gespart. Ferner erübrigt sich die Notwendigkeit, Zeit für das Verbinden oder die Nachbearbeitung der Verbindungsstelle aufzuwenden, wenn ein vollständiger Rahmen angebracht wird, und statt dessen kann ein einfacher Zurechtschneidevorgang, der z. B. von einem Roboter ausgeführt werden kann, an den Enden des Profils und/oder des Distanzstücks eingesetzt werden.


Anspruch[de]

1. Fahrzeugfenster zur Befestigung in einer Öffnung in einer Fahrzeugkarosserie, wobei das Fenster umfasst:

- eine Glasscheibe (1), die Innen- und Außenflächen aufweist und mit einem Polymerprofil (2) versehen ist, das in situ auf die Glasscheibe extrudiert ist, wobei sich das Polymerprofil (2) entlang zumindest eines wesentlichen Teils mindestens einer Kante (3) der Scheibe erstreckt und an deren Innenfläche anhaftet, und wobei das Profil (2) eine vorbestimmte Strecke von der Innenfläche vorragt, und

- ein Anordnungsmittel (5) zum Anordnen des Fensters relativ zu der Öffnung während der Montage des Fahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil mindestens einer Kante (7) der Scheibe von dem mindestens einen Polymerprofil (2) frei ist.

2. Fahrzeugfenster nach Anspruch 1 mit mindestens zwei Polymerprofilen (31) und mindestens einem vorgeformten Abschlusselement (36), welches sich entlang einer Kante der Scheibe im wesentlichen über die gesamte Strecke von einem Polymerprofil (31) zu dem anderen Polymerprofil (31) erstreckt.

3. Fahrzeugfenster nach Anspruch 2, wobei sich das (die) vorgeformte(n) Abschlusselement(e) (36) entlang im wesentlichen aller Kanten und Teile von Kanten erstreckt (erstrecken), die von dem Polymerprofil frei sind.

4. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Anordnungsmittel (5) von dem Polymerprofil (2) umfasst und durch es bereitgestellt ist.

5. Fahrzeugfenster nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Anordnungsmittel (39) als ein separates Element zusätzlich zu dem Polymerprofil (31) bereitgestellt ist.

6. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Profil (2) entlang zumindest einer Kante über die Kante des Fensters hinausragt.

7. Fahrzeugfenster nach Anspruch 6, wobei der über die Kante des Fensters hinausragende Teil (5) des Profils (2) zum Zusammenwirken mit einer Oberfläche geformt ist, die der Kantenfläche des Fensters gegenüberliegt.

8. Fahrzeugfenster nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, wobei der über die Kante des Fensters hinausragende Teil (5) des Profils (2) zum Halten des Fenstern in der erforderlichen Position in der Fensteröffnung geformt und dimensioniert ist.

9. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das Profil entlang der unteren Kante (3) des Fensters erstreckt.

10. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner mindestens ein Polymer-Distanzstück (9) umfasst, welches an der Innenfläche der Glasscheibe (1) anhaftet und von dem Polymerprofil (2) entlang des Umfangsrandes des Fensters beabstandet ist, wobei das (die) Polymerprofil(e) (2) und das (die) Distanzstück(e) (9) Mittel zum Halten der Innenfläche des Fensters in einem Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie sind, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird.

11. Fahrzeugfenster nach Anspruch 10, das mindestens ein Polymer-Distanzstück (9) an jeder Kante (6, 7, 8) des Fensters umfasst, die nicht mit einem Polymerprofil (2) versehen ist, das sich entlang dieser Kante erstreckt.

12. Fahrzeugfenster nach Anspruch 10 oder 11, wobei das oder jedes der Polymer-Distanzstück(e) (9) durch Extrusion in situ auf dem Fenster geformt ist.

13. Fahrzeugfenster nach den Ansprüchen 10 bis 12, wobei mindestens ein beabstandetes Polymer-Distanzstück (9) zum Zusammenwirken mit einem Merkmal in der Fahrzeugkarosserie zur Positionierung des Fensters in der Fensteröffnung ausgestaltet ist.

14. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das gleiche Profil (10) entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten (11, 12) angebracht ist.

15. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem verschiedene jeweilige Profile (16, 18) entlang zweier einander gegenüberliegender Kanten (17, 19) angebracht sind.

16. Fahrzeugfenster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das gleiche Profil (27) entlang zweier benachbarter Kanten (25, 26) angebracht ist.

17. Fahrzeugfenster nach Anspruch 16, bei dem ein zusammenhängendes Profil (27) entlang der zwei benachbarten Kanten (25, 26) und um die Ecke zwischen diesen herum angebracht ist.

18. Fahrzeugfenster, das mit einem Polymerprofil (2) versehen ist, welches in situ auf das Fenster extrudiert ist und sich entlang zumindest eines wesentlichen Teils mindestens einer Kante (3) des Fensters erstreckt und an dessen Innenfläche anhaftet, wobei das Profil (2) von der Innenfläche des Fensters vorragt und ein Mittel zum Halten der Innenfläche des Fensters in einem Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie ist, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster mit mindestens einem Polymer-Distanzstück (9) versehen ist, das ebenfalls in situ auf das Fenster extrudiert ist, wobei das Distanzstück (9) an der Innenfläche des Fahrzeugfensters anhaftet und entlang des Umfangsrandes des Fensters von dem Profil (2) beabstandet ist, und wobei das (die) Distanzstück(e) (9) Mittel zum Halten der Innenfläche des Fensters in einem Abstand von der gegenüberliegenden Oberfläche der Fahrzeugkarosserie sind, wenn das Fenster in der richtigen Position mit der Fahrzeugkarosserie verbunden wird.







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