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Dokumentenidentifikation DE69808312T2 17.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1010496
Titel EINSTELLBARER SCHRAUBENSCHLÜSSEL
Anmelder Urquizu Osa, Ana, Vitoria, ES
Erfinder Urquizu Osa, Ana, 01004 Vitoria, ES
Vertreter Richter, Werdermann, Gerbaulet & Hofmann, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69808312
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, FR, GB, GR, IE, IT, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.01.1998
EP-Aktenzeichen 989013487
WO-Anmeldetag 28.01.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/ES98/00020
WO-Veröffentlichungsnummer 0098033626
WO-Veröffentlichungsdatum 06.08.1998
EP-Offenlegungsdatum 21.06.2000
EP date of grant 25.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse B25B 13/14

Beschreibung[de]

Rollgabelschlüssel bestehen aus einem Satz, der aus einem festen Backen besteht, der einen einstückigen Körper mit dem Werkzeuggriff und einen beweglichen Backen bildet, der relativ zu dem festen Backen in sich annähernder oder sich entfernender Richtung bewegbar ist, wobei dieser bewegliche Backen mit einer Zahnstange ausgestattet ist, mittels derer er in eine Triebschnecke eingreift, die so montiert ist, dass sie sich frei auf einem Schaft drehen kann.

Herkömmlicherweise ist die Triebschnecke auf einem starren metallischen Schaft angebracht, der an einem Ende des Schneckengehäuses eine Druckfeder aufweist, um auf diese Weise die Lockerheit der Schnecke auf dem Schaft zu verhindern. Der bewegliche Backen behält jedoch im Gewinde eine gewisse Lockerheit gegenüber der Schnecke bei, was bei der Bewegung des Schlüssels unerwünschte Geräusche verursacht.

Um das Problem der Lockerheit des beweglichen Backens zu verhindern, ist eine Lösung bekannt. Sie besteht darin, die Triebschnecke in zwei axial aufeinanderfolgende Teile zu unterteilen, wobei die Trennung zwischen den Fußrundungsvertiefungen des Gewindegangs zum beweglichen Backen im Bereich der Schneckenaufteilung reduziert ist, wobei durch die Druckkraft der Feder, die die axiale Lockerheit beseitigt, der Kontakt der seitlichen Teile der Fußrundungen eines der beiden Teile der Schnecke mit den Seitenflächen der Zahnstangenzähne des beweglichen Backens hergestellt wird, wodurch die Lockerheit des beweglichen Backens vermieden wird. Die Umsetzung und Montage dieser Lösung ist allerdings kompliziert, wobei zusätzlich die Ausgestaltung der Schnecke in zwei selbstständigen Stücken teuer ist.

Weiterhin ist eine Lösung bekannt, die die Trennung der Triebschnecke vom Gewinde mit dem beweglichen Backen zulässt, um das schnelle Bewegen des beweglichen Backens in der Weise zu ermöglichen, auf die in den US-Patenten 1.402.686 und 2.724.301 verwiesen wird.

Nach dem gleichen Konzept bietet das chinesische Patent 92242425 eine Lösung an, nach der eine Schneckenfeder als Schaft der Schnecke eingebaut ist. Sie wird gegen zwei endständige Kugeln gedrückt, die an schiefen Ebenen abgestützt werden, wodurch beim Ziehen an der Schnecke im Sinne ihrer Lösung von der Zahnstange des beweglichen Backens das Gleiten der endständigen Kugeln des Schaftes entlang der schiefen Stützebenen dafür sorgt, dass die den Schaft bildende Feder zu der Zeit axial zusammengedrückt wird, zu der sie sich zusammen mit der · Schnecke im Sinne der Lösung von der Zahnstange des beweglichen Backens bewegt, wodurch die Freisetzung des mobilen Backens aus dem Halt durch die Schnecke ermöglicht wird.

Das französische Patent 2.126.534 legt eine Lösung offen, bei der die Schnecke durch ein flexibles Element gezwungen wird, sich in ständigem Eingriff in die Zahnstange des beweglichen Backens zu befinden, wobei dieses flexible Element es zulässt, die Schnecke aus dem Eingriff in die Zahnstange (3) herauszudrücken.

Erfindungsgemäß wird ein Rollgabelschlüssel gemäß der Definition im beigefügten Hauptanspruch 1 geschaffen.

Die vorliegende Erfindung schafft eine neue Montagelösung für die Triebschnecke, um die beiden zuvor erwähnten Funktionen zu verbinden, die Lockerung zu beseitigen und mit der Möglichkeit, den beweglichen Backen freizusetzen, einige vorteilhaftere konstruktive und funktionale Merkmale als bei den bisher entwickelten Lösungen zu erreichen.

Die neue Lösung besteht darin, die Triebschnecke nach einer solchen Montagegestaltung auf einem flexiblen Schaft aus Elastomermaterial anzubringen, so dass dieser Schaft auf Grund seiner Biegsamkeit die Triebschnecke gegen den beweglichen Backen drückt.

Auf diese Weise wird ein radialer Druck der Triebschnecke gegen den beweglichen Backen erreicht, der in Kombination mit der Neigung der Zahnflanken und Gewindegänge zwischen beiden Stücken die Lockerheit des Getriebes beseitigt, wodurch eine gewisse Fixierung des beweglichen Backens erreicht wird, so dass keine unerwünschte Geräuschentwicklung auftritt.

Die Eigenflexibilität des Schaftes ermöglicht es andererseits, dass die Triebschnecke dank der elastischen Verformung des Schaftes unter Kraftanwendung entgegengesetzt zu ihrem Druck gegen den beweglichen Backen bewegt werden kann.

Dies ermöglicht es, den beweglichen Backen aus seiner Verbindung mit der Triebschnecke zu lösen, um diesen beweglichen Backen für eine rasche Verschiebung zu dem festen Backen hin oder von ihm weg freizumachen, wodurch das Einstellen der gewünschten Weite des Schlüssels leichter und schneller möglich wird.

In Kombination mit dieser Verschiebemöglichkeit der Triebschnecke bis zum Freigeben des Gewindes zwischen der Schnecke und dem beweglichen Backen wird eine Gestaltung der Zähne und des Gewindeganges mit seitlich geneigten Ebenen vorgesehen, wobei die Neigung im Sinne einer Annäherung des beweglichen Backens an den festen Backen verläuft.

Damit wird eine Gestaltung erzielt, bei der durch ein einfaches Schieben des beweglichen Backens in Richtung des festen Backens ein elastischer Sprung der Zahnstangenzähne des beweglichen Backens bezüglich des Gewindes der Triebschnecke erfolgt auf Grund der Verschiebung im Sinne einer Trennung, der die Schnecke unterworfen wird, wenn die geneigte seitliche Ebene ihrer Fußrundungen auf der geneigten seitlichen Ebene der Zahnradzähne des beweglichen Backens gleitet, wobei auf diese Weise eine Ratschenwirkung erzielt wird, die das schnelle Schließen des Schlüssels allein mittels Schieben des beweglichen Backens in Richtung des festen Backens ermöglicht.

Dies stellt insbesondere einen großen Vorteil bei der Handhabung des Schlüssels dar, da er rasch auf das Maß des Gegenstandes geschlossen werden kann, an den er angesetzt werden soll, wobei dieses Schließen selbst in unbequemen und schwierigen Stellungen leicht auszuführen ist, denn es ist nur notwendig, den beweglichen Backen in Richtung zu dem festen Backen zu schieben, was vom Benutzer mit einer Hand ausführbar ist, so dass der Schlüssel viel leichter an Stellen eingesetzt werden kann, zu denen ein gleichzeitiger Zugang mit beiden Händen schwierig oder unmöglich ist. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass die Annäherungsbewegung der Backen die Bewegung ist, bei der es im Einsatz des Schlüssel besonders um Schnelligkeit geht, da der Schlüssel auf eine ausreichende Weite eingestellt und an das zu betätigende Element angesetzt wird, auf das er nach dem Ansetzen eingestellt werden soll; während nach Ausführung des Arbeitsganges nur ein leichtes Trennen der Backen erforderlich ist, um den Schlüssel ohne Schwierigkeiten weder abzuziehen.

Das Lösen des beweglichen Backens vom Gewinde mit der Triebschnecke durch Bewegung der Letzteren ermöglicht es, den beweglichen Backen sogar aus seinem Montagegehäuse im Schlüssel herauszuziehen, wobei in Kombination damit der bewegliche Backen auf einer Seite eine gerade Fläche und auf der gegenüberliegenden Seite eine geriffelte Fläche aufweist, so dass durch das Herausziehen des beweglichen Backens aus seinem Montagegehäuse die Stellung des beweglichen Backens zu dem festen Backen umgekehrt werden kann, so dass sich der Schlüssel sowohl für das Einwirken auf vieleckige als auch zylindrische Elemente eignet.

Der flexible Elastomerschaft der Triebschnecke besteht aus einem kompakten zylindrischen Körper mit einem Durchmesser, der dem Montagegenäuse des Schlüssels entspricht, wobei der vorgesehene Schaft vorzugsweise durch Einkleben ihrer Enden in das Montagegehäuse fest eingebaut wird; ohne von der Erfindung abzuweichen, kann der Schaftkörper jedoch einen Gewindekopf aufweisen, der fest mit einem Ende verbunden ist, um den Schaft in eine Gewindebaugruppe im entsprechenden Gehäuse einzuschrauben.

Der Schaftkörper kann weiterhin optional im Innern des Elastomermaterials Verstärkungen in Form von Stangen oder Metallplatten aufweisen, durch die sich gleichzeitig die Biegekraft des Schaftes verstärken lässt.

Angesichts all dessen weist der erfindungsgemäße Rollgabelschlüssel im Vergleich zu herkömmlichen Rollgabelschlüsseln tatsächlich einige sehr vorteilhafte Merkmale auf.

Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Rollgabelschlüssel.

Fig. 1a zeigt eine vergrößerte Teilansicht des Endes, an welchem sich der Kopf des Schlüssels befindet.

Fig. 2 zeigt ein entsprechendes Profil des gleichen äußersten Teiles des auf der vorhergehenden Zeichnung dargestellten Schlüssels.

Fig. 3 zeigt in größerem Maßstab eine seitliche Ausschnittansicht des Schlüsselkopfes.

Fig. 4 zeigt ein Detail in einem vergrößerten Ausschnitt der Triebschneckenbaugruppe des Schlüssels in ihrer Anbringung auf dem entsprechenden flexiblen Schaft als nicht einschränkendes Beispiel einer praktischen Ausgestaltung.

Fig. 4a zeigt ebenso wie die vorhergehende Abbildung ein Detail, wobei der flexible Schaft der Schnecke mit an den Enden ausgebildeten Hülsen versehen ist.

Fig. 5 zeigt ein ähnliches Detail der Baugruppe der Triebschnecke des Schlüssels in ihrer Anbringung auf dem zugehörigen flexiblen Schaft nach einem anderen Ausführungsbeispiel.

Fig. 6 zeigt eine Querschnittsansicht des flexiblen Schaftes entlang der Linie VI-VI im Detail der vorhergehenden Abbildungen, wobei einige radial verlaufende Pfeile um A, B, C und D dargestellt sind, die die Biegungs- und Starrheitsrichtungen des Schaftes in dieser Ausführungsform bezeichnen.

Fig. 7 zeigt ein Umrissdetail der radialen Abweichung der Baugruppe zwischen dem Halbteil des flexiblen Schaftes, der die Triebschnecke aufweist, und den Enden des erwähnten Schaftes.

Fig. 8 zeigt als Umriss das Gleitgetriebe an einer Seite zwischen der Zahnstange des beweglichen Backens und der Triebschnecke.

Fig. 9 zeigt eine Darstellung des vorhergehenden Umrisses, wobei in Strichpunktlinien die Position der Triebschnecke und des beweglichen Backens beim Getriebesprung zwischen beiden dargestellt ist, wenn der bewegliche Backen verschoben wird.

Fig. 10 zeigt eine seitliche Schnittansicht des Schlüsselkopfes mit umgekehrter Anbringung des beweglichen Backens.

Fig. 10a zeigt in kleinerem Maßstab den Schlüsselkopf nach der Ausgestaltung der vorhergehenden Abbildung, wobei die Triebschnecke aus dem Kontakt mit dem beweglichen Backen gelöst ist.

Fig. 10b zeigt eine der vorhergehenden ähnliche Darstellung, wobei der bewegliche Backen in seiner Stellung gegenüber dem festen Backen umgekehrt ist.

Der erfindungsgemäße Rollgabelschlüssel weist einen festen Backen (1), der einstückig mit dem Griffkörper ausgebildet ist, und einen beweglichen Backen (2) auf, der im Sinne einer Annäherung und Entfernung vom festen Backen (1) bewegbar ist, wobei der bewegliche Backen (2) eine Zahnstange (3) aufweist, mit der eine Triebschnecke (4) verbunden ist, die sich frei auf einem Schaft (5) dreht, so dass die Drehung der Schnecke (4) eine Verschiebung des beweglichen Backens (2) bewirkt.

Erfindungsgemäß ist die Triebschnecke (4) auf einem Schaft (5) aus Elastomermaterial, zum Beispiel Gummi oder Ähnlichem, angebracht, so dass der flexible Schaft flexibel ist, wobei eine Montage vorgesehen ist, die die Tendenz besitzt, die Schnecke (4) gegen den beweglichen Backen (2) zu drücken.

Diese Druckwirkung der Schnecke (4) gegen den beweglichen Backen (2) wird durch die Flexibilität des Schaftes (5) selbst und durch seine Montageanordnung bewirkt, da bei dieser Montage der Schaft (5) so angebracht ist, dass seine Enden in einem Gehäuse (6) angebracht sind, wobei sich der Längsschaft (11) in einem Abstand zu dem beweglichen Backen (2) befindet, der etwas geringer ist als der des eigenen Mittelschaftes (12) der Schnecke (4), wie in Fig. 7 dargestellt, wodurch der Schaft (5) mittels seiner flexiblen Verformungswirkung weiterhin einen Druck auf die Schnecke (4) in Richtung auf den beweglichen Backen (2) ausübt.

Auf diese Weise bleibt die Schnecke (4) gegen den beweglichen Backen (2) gedrückt, wodurch die Lockerheit des Getriebes zwischen beiden Stücken beseitigt wird, so dass der bewegliche Backen (2) so festgestellt wird, dass seine freie Bewegung im Spiel verhindert wird, wodurch sowohl eine größere Präzision als auch eine leichte Verschiebbarkeit des beweglichen Backens (2) gewährleistet und gleichzeitig die Geräuschentwicklung wegen der Lockerheit der Baugruppe vermieden wird.

In der herkömmlichen Weise wird die Schnecke (4) ebenfalls axial durch eine Feder (7) vorgeschoben, wie den Fig. 4 und 5 zu entnehmen ist, wobei das Spiel gleichfalls beseitigt und damit vermieden Wird, dass es zu einer Geräuschentwicklung wegen der Lockerheit in diesem axialen Sinne kommt.

Der flexible Schaft (5) besteht aus einem kompakten zylindrischen Körper mit einem Durchmesser, der dem Montagegehäuse (6) im Schlüssel entspricht, wobei der zylindrische Körper eine sehr gut verarbeitete Oberfläche aufweist, damit die Schneckenbaugruppe (4) nach ihrem Aufsetzen auf dem Schaft (5) gleiten kann, so dass ein leichter Betrieb der Drehung für die Verschiebung des beweglichen Backens (2) möglich ist. Der Schaft (5) wird eingebaut, indem seine Enden im entsprechenden Gehäuse (6) befestigt werden, wobei nach einer möglichen praktischen Aisgestaltung vorgesehen ist, dass die äußersten Teile des Schaftes (5) mittels Verkleben fest im Gehäuse (6) verankert werden.

Diese Klebebefestigung kann direkt zwischen den Enden des Schaftkörpers (5) und der Gehäusewandung (6) in der in Fig. 4 dargestellten Weise erfolgen, wobei es erforderlich ist, einen Klebstoff zu verwenden, der mit dem Elastomer verträglich ist, das den Schaftkörper (5) bildet.

Nach einer möglichen Ausgestaltungsvariante können an den Enden des Schaftes (5) Hülsen (8) angebracht sein, wie in Fig. 4a dargestellt, wobei diese Hülsen (8) aus einem beliebigen starren Material gefertigt sein können, das die Verwendung beliebiger Klebstoffarten zulässt, zum Beispiel aus metallischem Material, um durch Ankleben der Hülsen (8) an die Wandung des Gehäuses (6) den Schaft (5) zu befestigen.

In einer derartigen Ausgestaltung werden die Hülsen (8) vorzugsweise durch Integration in die formende Fertigung des synthetischen Körpers des Schaftes (5) inkorporiert, wobei vorgesehen ist, dass die Hülsen (8) mit Löchern und/oder Rinnen versehen sind, so dass das Elastomermaterial des geformten Körpers in sie eingeführt wird, wodurch ein aus einem einzigen Block bestehender Körper ausgebildet wird. Die Hülsen (8) könnten jedoch auch mittels eines anderen Befestigungsverfahrens an den Enden des Schaftes (5) angebracht werden, ohne die wesentlichen Aspekte der Erfindung zu verändern.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung kann ein mit einem Gewinde versehener Kopf (13) in einer festen Verbindung an einem Ende des synthetischen Körpers des Schaftes (5) angebracht werden, wodurch es möglich wird, diesen Schaft (5) in ein entsprechendes Gewinde im Gehäuse (6) einzuschrauben, wie in Fig. 5 dargestellt.

Andererseits ist die Schnecke (4) mit Erweiterungen am Ende ihres Durchgangsloches für den Schaft (5) versehen, wodurch die enden der Schnecke (4) ein gewisses Spiel gegenüber dem Schaft (5) beibehalten, so dass eine gewisse radiale Verbiegung des Schaftkörpers (5) in diesen Bereichen der Baugruppengestaltung ermöglicht wird.

Die radiale Verbiegungsmöglichkeit des Schaftes (5) ermöglicht unter Kraftanwendung die Verschiebung der Schnecke (4) im Sinne ihrer Trennung von der Zahnstange (3) des beweglichen Backens (2), wobei die Schnecke (4) völlig aus dem Eingriff in die Zahnstange (3) des beweglichen Backens (2) gelöst bleibt, wobei sich dann der bewegliche Backen (2) in einer Weise frei verschieben lässt, dass er schnell und ohne Zuhilfenahme der drehbaren Triebschnecke (4) zum festen Backen (1) hin oder von diesem weg bewegt werden kann.

Um die Handhabung der Schnecke (4) in jedem Falle, also sowohl bei ihrer drehenden Betätigung zum langsamen Bewegen des beweglichen Backens (2) als auch beim radialen Verschieben zwecks schnellen Bewegens des beweglichen Backens (2), zu erleichtern, weist der untere Teil des Gehäuses (9) an seinen äußeren Seitenflächen eine Fase (10) auf. Dies ermöglicht das freie Gleiten der Finger des Benutzers bei der Betätigung und erleichtert damit die Handhabung.

In Kombination mit der Möglichkeit, einer radialen Verschiebung der Schnecke (4) durch die elastische Verbiegung des Schaftes (5) wird erreicht, dass die schneckenförmigen Rippen der Schnecke (4) und die entsprechenden Zahnstangenzähne (3) des beweglichen Backens (2) an einer der Seiten zwei reziproke schiefe Ebenen (21) bilden, wie in Fig. 3 dargestellt.

Dadurch führt das Abstützen der schneckenförmigen Rippen der Schnecke (4) auf den Zähnen des beweglichen Backens (2) zu einer Gleitwirkung im Sinne einer Annäherung des beweglichen Backens (2) an den festen Backen (1), wodurch ermöglicht wird, dass sich durch das Schieben des beweglichen Backens (2) zu dem festen Backen (1) der Schlüssel durch den Gleitsprung der Zähne des beweglichen Backens (2) auf den schneckenförmigen Rippen der Schnecke (4) in Kombination mit der radialen Verschiebung der Schnecke (4) sofort schließen lässt, wobei durch die auf die Schnecke (4) wirkende Radialschubkraft eine Ratschenwirkung erzielt wird.

Das Freisetzen des beweglichen Backens (2) durch die unter Kraftanwendung erfolgende radiale Verschiebung der Schnecke (4) ermöglicht es, dass der bewegliche Backen (2) sogar aus seinem Montagegehäuse im Schlüssel herausgezogen werden kann.

In Kombination damit ist eine Ausgestaltung des beweglichen Backens (2) vorgesehen, bei der er mit einer geraden Seite (15) an einem seiner Teile und einem geriffelten Stück (16) am gegenüberliegenden Teil ausgestattet ist, so dass durch das Herausziehen des beweglichen Backens (2) aus seinem Montagegehäuse seine Stellung umgekehrt werden kann, wie in den Fig. 10a und 10b dargestellt, so dass sich der Schlüssel für das Einwirken auf vieleckige Elemente eingestellt werden kann, indem die gerade Fläche (15) dem festen Backen (1) gegenübergestellt wird, oder auf zylindrische Elemente eingestellt werden kann, indem das geriffelte Stück (16) dem festen Backen (1) gegenübergestellt wird, an dem eine entsprechende geriffelte Fläche (17) für diesen Zweck vorgesehen ist.

Das geriffelte Stück (16) ist insbesondere für eine gleitende Baugruppe vorgesehen, bei der eine Feder (18) gegen eine feste Position drückt mit dem Ziel, die Verwendung des Schlüssels für zylindrische Elemente zu erleichtern, wobei durch die erforderliche Einstellung die Funktionstüchtigkeit des Schlüssels hergestellt wird.

Der flexible Schaft (5) der Schneckenbaugruppe (4) kann aus einem beliebigen Elastomermaterial bestehen, das eine angemessene Elastizität und gleichzeitig die notwendige Starrheit aufweist, um die Schnecke (4) in ihrer Arbeitsstellung zu halten. Zufrieden stellende Tests wurden ausgeführt, wobei der Schaft (5) direkt in das Montagegehäuse (6) eingeklebt wurde und der Schaft (5) aus natürlichen Elastomermaterialien wie Gummi oder synthetischem Material wie zum Beispiel Acrylnitrilbutadien "NBR" oder Chloroprenpolymeren "CR" gefertigt war; im Allgemeinen kann der Schaft (5) in der Praxis jedoch aus einer beliebigen Elastomerart wie zum Beispiel Silikon, "VMQ", Fluorsilikon "FUMQ", Polyacrylaten "ACN" oder Elastomeren der Arten "HNBR", "FKM", "EPDM" usw. gefertigt sein.

Die Ausgestaltung des Schaftes (5) als einstückiger zylindrischer Körper ermöglicht es, ihn durch einfaches Abtrennen von einem Endloskörper zu erhalten; er kann jedoch ebenso gut durch Formguss erhalten werden, wobei in jedem Fall die erforderliche Formgebung angepasst werden kann, selbst in unterschiedlichen Abschnitten, wie es dem Anwendungseinbau in den Schlüssel entspricht.

Es stellt keine Änderung des wesentlichen Gehalts der Aufgabe der Erfindung dar, den zylindrischen Körper des Schaftes (5) mit ideellen Zubehörelementen wie zum Beispiel endständigen Hülsen (8), die in das Gehäuse (6) eingeklebt werden, oder mit anderen Stücken ähnlicher Verarbeitung sowie mit einer Mittelhülse (19), um das Drehgleiten der Schnecke (4) zu erleichtern, oder mit flexiblen Elementen wie Stäben oder Streifen (20) auszustatten, die in das Innere des Elastomermaterials integriert sind, um den Widerstand und die Flexibilitätsstärke des Elastomermaterials zu verstärken, wie in Fig. 5 dargestellt.

Im Falle des Einschließens eines flachen Streifens (20) in das Innere wird die Verbiegung des Schaftes (5) gelenkt, da sich der flache Streifen (20) nur in der Richtung A - B in Fig. 6 biegen kann, wohingegen er in der Richtung C - D eine nicht verformbare Starrheit aufweist. Dadurch kann das Verbiegen des Schaftes (5) so festgelegt werden, dass es nur in dem Sinne möglich ist, in dem der bewegliche Backen (2) geformt ist, während der Schaft (5) im rechten Winkel dazu starr ist, wodurch vermieden wird, dass ein unerwünschtes Verbiegen des Schaftes (5) in der Richtung C - D eintritt, wenn der Benutzer Druck auf die Schnecke (4) ausübt.


Anspruch[de]

1. Rollgabelschlüssel, der einen Griff, einen einstückig mit dem Griff ausgebildeten festen Backen (1), einen beweglichen Backen (2), der mit einer Zahnstange (3) versehen und in dem Griff gleitbar angebracht ist, eine in die Zahnstange eingreifende Triebschnecke (4), einen Schaft (5), bei dem es sich um einen kompakten, zylindrischen, flexiblen Körper handelt, der in seinem eingebauten Zustand leicht elastisch gebogen ist, aufweist, wobei die Triebschnecke (4) an dem Schaft (5) angebracht ist und der leicht gebogene Schaft (5) die Triebschnecke gegen die Zahnstange (3) des beweglichen Backens (2) drückt, wobei es seine Elastizität jedoch zulässt, die Triebschnecke aus der Verbindung mit der Zahnstange (3) entgegen der Andruckwirkung des Schaftes zu lösen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (5) aus einem elastomeren Material gefertigt ist und die Enden des elastomeren Schaftes jeweils in einer Bohrung eines Gehäuseabschnittes (6) fixiert sind, der an dem Griff ausgebildet ist.

2. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ende des Schaftes mittels Klebstoff an der Wandung der Bohrung befestigt ist.

3. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (5) zwei Buchsen (8) einschließt, wobei je eine Buchse (8) an einem Ende des Schaftes (5) befestigt ist und jede Buchse (8) an die Wandung der den Schaft aufnehmenden Bohrung geklebt ist.

4. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (5) einen mit einem Gewinde versehenen Kopf (13) an einem seiner Enden einschließt, wobei der mit einem Gewinde versehene Kopf (13) in ein Gewinde eingreift, das in der aufnehmenden Bohrung ausgebildet ist.

5. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (5) einen flachen Streifen (20) einschließt, der in das flexible Elastomer eingebettet ist, so dass die Beugung des Schaftes möglich ist, das es der Triebschnecke (4) ermöglicht, von dem Kontakt mit der Zahnstange (3) hinweg bewegt zu werden, während eine erhöhte Steifigkeit in der anderen seitlichen Richtung des Schaftes (5) gegeben ist.

6. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Körper eine bearbeitete äußere Fläche aufweist, über die die Schnecke (4) während des Betriebs gleitet.

7. Rollgabelschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (5) an seinem Mittelabschnitt eine äußere Buchse einschließt, an der die Schnecke (4) drehbar befestigt ist.







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