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Dokumentenidentifikation EP0998738 17.04.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0998738
Titel KLANGKÖRPER FÜR EIN SAITENINSTRUMENT
Anmelder Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80636 München, DE
Erfinder SEMBACH, Jörg, D-38106 Braunschweig, DE
DE-Aktenzeichen 59904522
Vertragsstaaten AT, DE, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 03.05.1999
EP-Aktenzeichen 999290760
WO-Anmeldetag 03.05.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/DE99/01291
WO-Veröffentlichungsnummer 0099057708
WO-Veröffentlichungsdatum 11.11.1999
EP-Offenlegungsdatum 10.05.2000
EP date of grant 12.03.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.04.2003
IPC-Hauptklasse G10C 3/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Klangkörper für ein Saiteninstrument, mit einem oberen, als Rahmen ausgebildeten Rasten, auf den ein Resonanzboden aufgeklebt ist, auf dem zumindest ein etwa diagonal verlaufender Steg sowie ein mit einer Saitenbespannung versehener Gußrahmen vorgesehen sind, und mit einem unter dem oberen Rasten angeordneten und mit diesem verbundenen unteren Rasten.

Klangkörper der vorstehend beschriebenen Art sind wesentliches Element von Klavieren, Flügeln und anderen Saiteninstrumenten. Die Stimmung des Instrumentes wird durch den Klangkörper vorgegeben. Erwünscht ist, daß ein einmal gestimmtes Instrument bzw. Klangkörper die Stimmung konstant hält. Die Stimmung des Klangkörpers bleibt dann konstant, wenn die exakte Position der Elemente des Klangkörpers und vor allem die Spannung der Saiten unverändert bleiben. Die Holzbestandteile des Klangkörpers, insbesondere der Resonanzboden, unterliegen jedoch bei Schwankungen des Raumklimas Dimensionsschwankungen, durch die dann die Stimmung des Klangkörpers bzw. des Instruments verändert wird. Schon geringe Veränderungen der relativen Luftfeuchte beim Übergang von der Heizperiode zum sommerlichen Raumklima oder vom Übergang zwischen einem klimatisierten Übungsraum und einem kaum beheizten Konzertsaal bewirken ein Quellen oder Schwinden des Holzes und damit eine Veränderung der eingestellten Stimmung.

Der eingangs beschriebene Klangkörper läßt sich der DE-PS 375 023 entnehmen. Hier ist der obere Rasten durch einen Rahmen aus Hohlkehlleisten gebildet, die auf dem ganzen Umfang des Resonanzbodens herumgeführt sind und die Wirkung des Tones verbessern und zugleich Sicherheit gegen Verspannen gewährleisten sollen. Die schmale obere Kante der Hohlkehlleisten bildet dabei die Auflagefläche zum Aufleimen des Resonanzbodens. Der untere Rasten besteht aus einem Holzrahmen, der eine etwas größere Außenkontur aufweist als der obere Rasten und durch zwei voneinander beabstandete Querhölzer versteift ist.

Bei Klimaschwankungen ändern sich vor allem die Dimensionen des Resonanzbodens, aber auch die Abmessungen des oberen Rastens. Weder der Resonanzboden noch das tragende Element des Klangkörpers, der oberer Rasten, erfüllen daher die Voraussetzungen der Dimensionsstabilität bei Klimaschwankungen. Bei Versuchen zur Verbesserung der Dimensionsstabilität von Klangkörpern hat sich herausgestellt, daß der Ansatz, die Dimensionsänderungen des Resonanzbodens zu be- bzw. verhindern, häufig zu Beschädigungen, insbesondere zu plastischen Verformungen oder Rissen des Resonanzbodens führen. Auf die Möglichkeit, den Resonanzboden selbst zu entheppeln, wird z.B. in US-A-3034391 oder DE-A-185 720 hingewiesen, jedoch nur hinsichtlich einer Klanguerbesserung.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Klangkörper bereitzustellen, der gewährleistet, daß sich die einmal vorgegebene Stimmung bei Schwankungen des Raumklimas nur noch in geringem Umfang ändert.

Ausgehend von dem eingangs beschriebenen Klangkörper wird vorstehende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der obere Rasten nur in seinen sich diagonal gegenüberliegenden, den Enden des genannten Steges zugewandten Anschlußbereichen mit dem unteren Rasten verbunden ist, in den übrigen Randbereichen aber einen lichten Abstand vom unteren Rasten aufweist.

Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Stärke des oberen Rasten von einem Maximalwert in den Anschlußbereichen zu den übrigen Randbereichen hin abnimmt. In den übrigen Randbereichen "schwebt" somit der obere Rasten über dem unteren Rasten. Diese nur abschnittsweise Verbindung der beiden Rasten verhindert weitgehend Stimmungsschwankungen des Klangkörpers bzw. des Instrumentes aufgrund von Klimaschwankungen. Zur Realisierung der abschnittsweisen Verbindung des oberen Rastens mit dem unteren Rasten kann die üblicherweise ca. 6 bis 8 cm betragende Stärke des oberen Rastens in den Bereichen verringert werden, wo die beiden Rasten nicht miteinander verbunden sind. Diese Querschnittsreduzierung ist ohne weiteres möglich, da der obere Rasten nicht mehr zur Gesamtstabilität des Klangkörpers beitragen muß.

Es wurde überraschend festgestellt, daß die durch das Quellen und Schwinden des Resonanzbodens auftretenden Dimensionsänderungen weitgehend toleriert werden können, soweit die beiden Rasten nur in den genannten Anschlußbereichen, in denen der Steg bzw. seine gedachte Verlängerung endet, in definierter Stellung zueinander fixiert sind.

Diese feste Ausrichtung zueinander wird erfindungsgemäß vor allem durch einen verwindungssteifen und dimensionsstabilen unteren Rasten gewährleistet, der ein formstabiles Bezugselement des Klangkörpers darstellt und daher vorzugsweise aus Metall besteht. Der obere Rasten kann hingegen nach wie vor vorzugsweise aus Holz gefertigt sein, da die erforderliche Stabilität des Klangkörpers weitgehend durch den unteren Rasten gewährleistet ist.

Oberer und unterer Rasten können an sich auf beliebige Weise miteinander verbunden werden, doch hat sich das Verkleben der beiden Rasten als flächige, schubfeste Verbindung gegenüber punktförmigen Verbindungen, z. B. dem Verschrauben, als besonders vorteilhaft erwiesen. Das Verkleben bietet darüber hinaus den Vorteil, daß Beschädigungen des Resonanzbodens durch Bohrungen vermieden werden.

Der Resonanzboden besteht vorzugsweise aus miteinander verleimten Spänen, deren Faserlängsrichtung etwa parallel zu dem genannten Steg liegt. Dabei werden die Späne vorzugsweise durch Holzlamellen von ca. 8 bis 12 cm Breite gebildet.

Bei dem genannten zumindest einen Steg handelt es sich um einen langgestreckten, üblicherweise etwa S-förmig geschwungenen Hauptsteg, der sich bei vorbekannten Ausführungsformen meist diagonal über einen Teil des Resonanzbodens erstreckt und mit diesem verklebt ist. Erfindungsgemäß kann zusätzlich vorgesehen werden, daß der genannte Steg mittels je einer Steglasche in den beiden genannten Anschlußbereichen am Resonanzboden fixiert ist, wobei die Steglaschen vorzugsweise abgeschrägte, einstückig mit dem genannten Steg ausgebildete Endabschnitte sind. Der Klang des Klangkörpers wird durch die Erstreckung des Steges bis in den Anschlußbereich genannten Randbereich des Resonanzbodens hinein nicht beeinträchtigt.

Der untere Rasten ist vorzugsweise durch einen Rahmen gebildet, dessen äußere Abmessungen etwa denen des oberen Rasten entsprechen. Um bei minimalem Materialeinsatz hohe Kräfte aufnehmen zu können, weist der untere Rasten vorzugsweise zumindest eine erste Strebe auf, die etwa parallel zu den am Gußrahmen befestigten Saiten liegt. Da die Dimensionsänderungen des Resonanzbodens überlicherweise in dieser Richtung am größten sind, bewirkt diese erste Strebe, die erhebliche Zugkräfte aufzunehmen vermag, eine besonders wirksame Materialeinsparung. Mehrere nebeneinander angeordnete erste Streben erhöhen diese Wirkung. Sind diese ersten Streben in den Rahmen des unteren Rasten eingesetzt und diesem Rahmen gegenüber längenveränderlich ausgebildet, ist die Einstellung einer sich auf den oberen Rasten und auf den Resonanzboden übertragende Vorspannung des unteren Rastens möglich.

Eine vergleichbare Wirkung wird dann erzielt, wenn der untere Rasten zumindest eine zweite Strebe aufweist, die etwa parallel zu dem genannten Steg liegt. Auch hier wird die Wirkung durch die Anordnung mehrerer paralleler zweiter Streben erhöht. Ist diese zweite Strebe in den Rahmen des unteren Rastens eingesetzt und diesem Rahmen gegenüber längenveränderlich ausgebildet, kann dadurch dem genannten Steg eine Vorspannung verliehen werden. Der Klang des Klangkörpers kann so auf einfache Weise verändert oder eingestellt werden. Zur Längeneinstellung können die Streben, die durch Bohrungen im Rahmen oder Ösen am Rahmen geführt sind, mit Gewindeabschnitten versehen sein. Mittels Kontermuttern kann dann am unteren Rasten die gewünschte Länge stufenlos eingestellt werden.

Es ist vorteilhaft, wenn der untere Rasten eine ebene, vorzugsweise geschliffene Oberseite aufweist. Diese Oberseite eignet sich als konstruktive Bezugsebene des Klangkörpers. Dadurch ergibt sich der weitere Vorteil, daß Klangkörper in stets gleichen Abmessungen hergestellt werden können.

Für eine hohe Fertigungsgenauigkeit sowie für die Herstellung eines Klangkörpers mit stabiler, von Klimaschwankungen weitgehend unabhängiger Stimmung ist es besonders vorteilhaft, wenn der Gußrahmen durch den Resonanzboden und den oberen Rasten hindurch mit dem unteren Rasten verbunden ist. Diese Verbindung kann auf beliebige Weise hergestellt werden, sei es durch Schrauben, Bolzen oder Nieten, durch Klemmen oder aber auch durch Verkleben. Zumindest die Bohrungen im Gußrahmen sowie im unteren Rasten werden vorzugsweise auf CNC-gesteuerten Fertigungsanlagen hergestellt und somit besonders präzise positioniert. Dabei hat sich als überraschend herausgestellt, daß der Klang des Klangkörpers durch die Verbindung der genannten Teile miteinander nicht nachteilig beeinflußt wird, soweit diese Verbindung jeweils nur in den beiden genannten Anschlußbereichen vorgesehen ist. Eine Klangbeeinträchtigung tritt aber auch dann nicht auf, wenn die genannte Verbindung jeweils auch durch die Steglasche des genannten Steges hindurchgeführt ist. Die Steglaschen dienen zur Fixierung des Steges auf dem Resonanzboden und sind als separate Befestigungselemente, oder aber - was bevorzugt wird - als einstückige Verlängerung des Steges ausgebildet und an ihren Enden abgeschrägt, um Änderungen des Klanges des Klangkörpers zu minimieren. Dabei ist jede Steglasche erfindungsgemäß mit einer definierten, d. h. in ihrer Lage genau bestimmten Bohrung versehen, die bei der Herstellung des Klangkörpers mit den definierten Bohrungen im Gußrahmen, Resonanzboden, oberen Rasten und unteren Rasten fluchtet bevor das Befestigungsmittel eingeführt wird, wodurch eine stets gleichbleibende Ausrichtung des Steges auf dem Resonanzboden sowie eine ebenfalls gleiche Ausrichtung des Resonanzbodens auf dem oberen und unteren Rasten sowie eine gleiche Anordnung des Gußrahmens auf dem Resonanzboden gewährleistet sind.

Zum Einstellen des Schwingungsverhaltens ist es zweckmäßig, wenn am Gußrahmen und/oder am Resonanzboden und/oder am oberen Rasten und/oder am unteren Rasten ein oder mehrere Gewichte festlegbar sind. Eine derartige Beeinflussung des Klanges bzw. ein dadurch geschaffener Ausgleich von Stimmungsschwankungen eines Klangkörpers bzw. eines Instrumentes ist insbesondere bei der erfindungsgemäßen Konstruktion vorteilhaft, da durch die freie Konstruktion des oberen Rastens die Möglichkeit zur Einflußnahme auf den Klang besonders groß ist.

In der Zeichnung sind einige als Beispiele dienende Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Figur 1
In Draufsicht und perspektivischer Darstellung einen schematisch dargestellten Klangkörper;
Figur 2
in Draufsicht einen schematisch dargestellten unteren Rasten und
Figur 3
einen Querschnitt durch einen schematisch dargestellten Klangkörper.

Figur 1 zeigt die schematische Ansicht eines Klangkörpers 2, bei dem ein Resonanzboden 4 auf einen oberen Rasten 6 aufgeklebt ist. Auf den Resonanzboden 4 sind ein langgestreckter, etwa S-förmig geschwungener Hauptsteg 8 und ein kürzerer Baßsteg 10 aufgeklebt.

Der Resonanzboden 4 besteht aus miteinander verleimten Spänen 14 von ca. 8 bis 12 cm Breite. Die Faser-Längsrichtung der Späne wird durch einen Pfeil L angedeutet. Das maximale Quell- bzw. Schwindmaß der Späne und damit die maximale Dimensionsänderung des Resonanzbodens 4 zeigt sich etwa rechtwinklig zu dem Pfeil L. Die größten Auswirkungen der Dimensionsänderung infolge Klimaschwankungen sind in den Randbereichen 12 a, b des Resonanzbodens zu erwarten.

Der Hauptsteg 8 ist bei der Ausführungsform des Klangkörpers 2 gemäß Figur 1 in dem Bereich minimaler Dimensionsänderung angeordnet.

Der obere Rasten 6 ist auf einen unteren Rasten 16 geklebt. Die Rasten 6, 16 sind in dem Anschlußbereich 18 a, b des Hauptsteges 8 miteinander verklebt. Der Anschlußbereich 18 a, b ist der Randbereich des Resonanzbodens 4, wo der Hauptsteg 8 mittels Steglaschen 20 gegenüber dem Resonanzboden 4 fixiert ist, dort, wo der Resonanzboden 4, der obere Rasten 6 und der untere Rasten 16 einander überlappen. Die Steglaschen 20 können als separate Befestigungselemente ausgebildet sein, bevorzugt wird aber, so wie in Figur 1 gezeigt, daß der Steg 8 insgesamt verlängert und mit abgeschrägten Endabschnitten, den Steglaschen 20, ausgebildet wird.

Die abschnittsweise Verbindung des oberen Rastens 6 mit dem unteren Rasten 16 ist möglich, weil der obere Rasten 6 nur in den Anschlußbereichen 18 a, b mit voller Stärke ausgebildet ist. Die Stärke des oberen Rastens 6 nimmt von den Anschlußbereichen 18 a, b zu den Randbereichen 12 a, b hin ab. In den Randbereichen 12 a, b "schwebt" der obere Rasten 6 über dem unteren Rasten 16.

Der untere Rasten 16 entspricht in den äußeren Abmessungen dem oberen Rasten. Er besteht meist aus einem vierkantigen Hohlprofil, doch können auch ohne weiteres massive Profile eingesetzt werden. Anstelle reiner Metallprofile können auch Kompositwerkstoffe aus Metall und Kunststoff eingesetzt werden, vorausgesetzt, diese Werkstoffe gewährleisten eine ausreichend hohe Formstabilität.

Figur 2 zeigt einen schematisch dargestellten unteren Rasten 16. In den unteren Rasten 16 sind erste Streben 24 eingesetzt, die etwa parallel zu den am Gußrahmen befestigten Saiten ausgerichtet sind. Diese ersten Streben 24 sollen die Zugspannungen, die durch die Saiten auf den unteren Rasten 16 übertragen werden, auffangen.

Ferner sind zweite Streben 22 in den unteren Rasten 16 eingesetzt, die etwa parallel zu dem auf den Resonanzboden 4 aufgeklebten Hauptsteg 8 verlaufen. Mittels dieser zweiten Streben 22 soll dem Steg eine gewisse Vorspannung aufgeprägt werden. In der abgebildeten Ausführungsform sind die Streben 22, 24 mit dem unteren Rasten 16 verscheißt. Es ist aber auch möglich, die Streben 22, 24 durch Bohrungen im unteren Rasten 16 hindurchzuführen und sie mittels Gewindeabschnitten und Kontermuttern einstellbar zu machen.

In einander diagonal gegenüberliegenden Ecken des unteren Rastens 16 sind Bohrungen 26 angebracht. Diese Bohrungen 26 sind als Präzisionsbohrungen stets positionsgenau ausgeführt, zum Beispiel mit CNC-gesteuerten Bohrmaschinen. Diese Bohrungen dienen zum genauen Ausrichten und Fixieren des oberen Rastens 6, des Resonanzbodens 4, des Steges 8 und des Gußrahmens.

Figur 3 zeigt einen Schnitt durch einen Klangkörper 2. Auf einem unteren Rasten 16 ist ein oberer Rasten 6 angeordnet. Die Oberseite 28 des unteren Rastens 16 ist geschliffen und gewährleistet damit eine völlig ebene Auflagefläche.

Auf der Oberseite 28 des unteren Rastens ist im Bereich 18a des Ansatzes der Steglasche 20 der obere Rasten 6 aufgeklebt, zum Beispiel mit einem Epoxyharz. Die Klebefuge 29 zwischen oberem Rasten 6 und unterem Rasten 16 ist angedeutet. Vom Ansatzbereich 18a bis zum Randbereich 12a des Resonanzbodens 4 verjüngt sich der Querschnitt des oberen Rastens 6. Über dem Resonanzboden 4 befindet sich ein Gußrahmen 30.

Im Anschlußbereich 18a der Steglasche 20 durchsetzt eine Bohrung 26 den unteren Rasten 16, den oberen Rasten 6, den auf dem oberen Rasten 6 verklebten Resonanzboden 4 und den auf dem Resonanzboden ruhenden Gußrahmen 30, an dem die (hier nicht dargestellten) Saiten befestigt sind. Die Bohrung 26 ist - wie vorstehend beschrieben - eine Präzisionsbohrung. Wird das (hier nicht dargestellte) Befestigungsmittel, z. B. eine Schraube, ein Bolzen oder eine Klammer in die Bohrung eingesetzt, so werden die wesentlichen Bauteile des Klangkörpers 2 in genau definierter Lage zueinander fixiert.


Anspruch[de]
  1. Klangkörper für ein Saiteninstrument, mit einem oberen, als Rahmen ausgebildeten Rasten (6), auf den ein Resonanzboden (4) aufgeklebt ist, auf dem zumindest ein etwa diagonal verlaufender Steg (8) sowie ein mit einer Saitenbespannung versehener Gußrahmen (30) vorgesehen sind, und mit einem unter dem oberen Rasten (6) angeordneten und mit diesem verbundenen unteren Rasten (16), dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rasten (6) nur in seinen sich diagonal gegenüberliegenden, den Enden des genannten Steges (8) zugewandten Anschlußbereichen (18a, 18b) mit dem unteren Rasten (16) verbunden ist, in den übrigen Randbereichen (12a, 12b) aber einen lichten Abstand vom unteren Rasten (16) aufweist.
  2. Klangkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke des oberen Rasten (6) von einem Maximalwert in den Anschlußbereichen (18a, 18b) zu den übrigen Randbereichen (12a, 12b) hin abnimmt.
  3. Klangkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rasten (6) mit dem unteren Rasten (16) verklebt ist.
  4. Klangkörper nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Resonanzboden (4) aus miteinander verleimten Spänen (14) besteht, deren Faserlängsrichtung (L) etwa parallel zu dem genannten Steg (8) liegt.
  5. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Steg (8) mittels je einer Steglasche (20) in den beiden genannten Anschlußbereichen (18a, 18b) am Resonanzboden (4) fixiert ist.
  6. Klangkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steglaschen (20) abgeschrägte, einstückig mit dem genannten Steg (8) ausgebildete Endabschnitte sind.
  7. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rasten (16) durch einen Rahmen gebildet ist, dessen äußere Abmessungen etwa denen des oberen Rasten (6) entsprechen.
  8. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rasten (16) zumindest eine erste Strebe (24) aufweist, die etwa parallel zu den am Gußrahmen (30) befestigten Saiten liegt.
  9. Klangkörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rasten (16) zumindest eine zweite Strebe (22) aufweist, die etwa parallel zu dem genannten Steg (8) liegt.
  10. Klangkörper nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte erste Strebe (24) und/oder die genannte zweite Strebe (22) in den Rahmen des unteren Rasten (16) eingesetzt und diesem Rahmen gegenüber längenveränderlich ausgebildet sind.
  11. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rasten (16) eine ebene, vorzugsweise geschliffene Oberseite aufweist.
  12. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Rasten (16) aus Metall besteht.
  13. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gußrahmen (30) durch den Resonanzboden (4) und den oberen Rasten (6) hindurch mit dem unteren Rasten (16) verbunden ist.
  14. Klangkörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verbindung jeweils nur in den beiden genannten Anschlußbereichen (18a, 18b) vorgesehen ist.
  15. Klangkörper nach Anspruch 5 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verbindung jeweils auch durch die Steglasche (20) des genannten Steges (8) hindurchgeführt ist.
  16. Klangkörper nach Anspruch 13, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß für die genannte Verbindung in den miteinander zu verbindenen Teilen (30, 20, 4, 6, 16) jeweils eine definierte Bohrung (26) vorgesehen ist.
  17. Klangkörper nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Gußrahmen (30) und/oder am Resonanzboden (4) und/oder am oberen Rasten (6) und/oder am unteren Rasten (30) ein oder mehrere Gewichte zum Einstellen des Schwingungsverhaltens festlegbar sind.
  18. Saiteninstrument, insbesondere Klavier oder Flügel, mit einem Klangkörper (2) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche.
Anspruch[en]
  1. Resonance body for a stringed instrument, with an upper rest (6) provided in the form of a frame, onto which a resonance board (4) is glued, on which at least one web (8) running approximately diagonally as well as a cast frame (30) provided with string tensioning, and with a lower rest (16) disposed below the upper rest (6) and connected thereto, characterised in that the upper rest (6) is only connected to the lower rest (16) in its diagonally opposite connecting areas (18a, 18b) facing the ends of said web (8), while in the other edge regions (12a, 12b) there is a clear space from the lower rest (16).
  2. Resonance body according to Claim 1, characterised in that the thickness of the upper rest (6) decreases from a maximum value in the connecting areas (18a, 18b) towards the other edge regions (12a, 12b).
  3. Resonance body according to Claim 1 or 2, characterised in that the upper rest (6) is glued to the lower rest (16).
  4. Resonance body according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that the resonance board (4) is made of bonded chippings (14), the longitudinal direction (L) of their fibres lying approximately parallel to said web (8).
  5. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the said web (8) is fixed to the resonance board (4) by means of a respective web lug (20) in the said two connecting areas (18a, 18b).
  6. Resonance body according to Claim 5, characterised in that the web lugs (20) are tapered end sections formed in one piece with the said web (8).
  7. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the lower rest (16) is formed by a frame, the outer dimensions of which correspond approximately to those of the upper rest (6).
  8. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the lower rest (16) has at least one first strut (24), which lies approximately parallel to the strings fastened to the cast frame (30).
  9. Resonance body according to Claim 8, characterised in that the lower rest (16) has at least a second strut (22), which lies approximately parallel to the said web (8).
  10. Resonance body according to Claim 8 or 9, characterised in that the said first strut (24) and/or the said second strut (22) are inserted into the frame of the lower rest (16) and are constructed to be variable in length in relation to this frame.
  11. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the lower rest (16) has a plane, preferably ground upper side.
  12. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the lower rest (16) is made of metal.
  13. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that the cast frame (30) is connected to the lower rest (16) through the resonance board (4) and the upper rest (6).
  14. Resonance body according to Claim 13, characterised in that the said connection is respectively only provided in the said two connecting areas (18a, 18b).
  15. Resonance body according to Claims 5 and 14, characterised in that the said connection is respectively also directed through the web lug (20) of said web (8).
  16. Resonance body according to Claim 13, 14 or 15, characterised in that for said connection a defined hole (26) is respectively provided in the parts (30, 20, 4, 6, 16) to be connected.
  17. Resonance body according to one of the preceding claims, characterised in that one or more weights may be fixed to the cast frame (30) and/or the resonance board (4) and/or the upper rest (6) and/or the lower rest (16) for adjustment of the vibration behaviour.
  18. String instrument, in particular piano or grand piano, with a resonance body (2) according to one or more of the preceding claims.
Anspruch[fr]
  1. Corps de résonance pour un instrument à cordes avec un plan (6) supérieur formé en tant que cadre sur lequel est collée une caisse de résonance (4) sur laquelle sont prévus au moins un chevalet (8) s'étendant pratiquement en diagonale ainsi qu'un cadre en fonte (30) équipé d'un système pour tendre les cordes et avec un plan inférieur (16) placé au-dessous du plan supérieur (6) et relié à celui-ci,

    caractérisé en ce que

    le plan supérieur (6) n'est lié au plan inférieur (16) que dans ses zones de raccordement (18a, 18b) opposées en diagonale, dirigées vers les extrémités dudit chevalet (8), mais présente dans les autres zones périphériques (12a, 12b) un léger écart par rapport au plan inférieur (16).
  2. Corps de résonance selon la revendication 1,

    caractérisé en ce que

    l'épaisseur du plan supérieur (6) diminue vers les autres zones périphériques (12a, 12b) à partir d'une valeur maximale dans les zones de raccordement (18a, 18b).
  3. Corps de résonance selon la revendication 1 ou 2,

    caractérisé en ce que

    le plan supérieur (6) est collé au plan inférieur (16).
  4. Corps de résonance selon la revendication 1, 2 ou 3,

    caractérisé en ce que

    la caisse de résonance (4) se compose de copeaux (14) collés les uns aux autres dont la direction longitudinale des fibres (L) est pratiquement parallèle audit chevalet (8).
  5. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le chevalet (8) est fixé sur la caisse de résonance (4) dans les deux zones de raccordement (18a, 18b) à chaque fois au moyen d'une attache de chevalet (20).
  6. Corps de résonance selon la revendication 5,

    caractérisé en ce que

    les attaches de chevalet (20) sont des extrémités terminales biseautées, formées d'une seule pièce avec le chevalet (8).
  7. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le plan inférieur (16) est formé par un cadre dont les dimensions extérieures correspondent pratiquement à celles du plan supérieur (6).
  8. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le plan inférieur (16) présente au moins une première entretoise (24) qui est placée pratiquement parallèlement aux cordes fixées au cadre en fonte (30).
  9. Corps de résonance selon la revendication 8,

    caractérisé en ce que

    le plan inférieur (16) présente au moins une deuxième entretoise (22) qui est pratiquement parallèle au chevalet (8).
  10. Corps de résonance selon la revendication 8 ou 9,

    caractérisé en ce que

    la première entretoise (24) et/ou la deuxième entretoise (22) sont introduites dans le cadre du plan inférieur (16) et sont formées de façon à avoir une longueur modifiable par rapport à ce cadre.
  11. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le plan inférieur (16) présente un côté supérieur plat, de préférence poli.
  12. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le plan inférieur (16) est en métal.
  13. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    le cadre en fonte (30) est relié au plan inférieur (16) par la caisse de résonance (4) et par le plan supérieur (6).
  14. Corps de résonance selon la revendication 13,

    caractérisé en ce que

    la liaison est à chaque fois prévue seulement dans les deux zones de raccordement (18a, 18b).
  15. Corps de résonance selon les revendications 5 et 14,

    caractérisé en ce que

    ladite liaison est aussi réalisée à chaque fois par l'attache de chevalet (20) dudit chevalet (8).
  16. Corps de résonance selon la revendication 13, 14 ou 15,

    caractérisé en ce que

    l'on prévoit pour la liaison à chaque fois un perçage défini (26) dans les pièces (30, 20, 4, 6, 16) à relier les unes aux autres.
  17. Corps de résonance selon l'une des revendications précédentes,

    caractérisé en ce que

    sur le cadre en fonte (30) et/ou sur la caisse de résonance (4) et/ou sur le plan supérieur (6) et/ou sur le plan inférieur (30) on peut bloquer un ou plusieurs poids pour régler le comportement de vibration.
  18. Instrument à cordes, en particulier piano ou piano à queue, avec un corps de résonance (2) selon une ou plusieurs des revendications précédentes.






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